Mit „A Lego Brickumentary: Mehr als nur ein Stein“ ist nun auch hierzlande eine Lego-Dokumentation erhältlich, die den Konzern beleuchtet und viele steinige Einblicke gibt: Review.

Sollte ein AFOL – sprich ein „Adult Fan of Lego“ – seiner Freundin, seiner Familie oder gar seinen Kindern bis dato nicht so richtig erklären können, warum er in seinem Arbeitszimmer Bricks in Kisten hortet, dann empfiehlt sich das gemeinsame Schauen des Films „A Lego Brickumentary: Viel mehr als nur ein Stein“.

Die Dokumentation in Spielfilmlänge deckt „schonungslos“ auf, was ein AFOL so alles im Sinn hat: Er baut riesige MOCs („My own creation“), und zeigt seine Kreationen auf Veranstaltungen, auf denen ganz viele Menschen mit großen Augen umherwandeln. Er kauft fünf Mal das gleiche Set, weil er all die bunten Steine benötigt. Und wird dann, als AFOL in einer LUG („Lego User Group“) von der Lego Group entdeckt, angeheuert und ist zehn Jahre später der Star-Designer des dänischen Konzerns mit Sitz in Billund.

Nun, das trifft natürlich nicht auf alle AFOLs zu. Aber im Falle von Jamie Berard ist es genau so gekommen, er ist nun Design Manager Specialist Lego Creator Expert und entwirft jährlich in Billund neue spannende Sets, die vornehmlich die Erwachsenen als Zielgruppe haben. Im Film kommt Berard oft zu Wort – und all seinen Enthusiasmus durften auch wir schon im persönlichen Gespräch erleben.

Während also auf der heimischen Couch so manch AFOL ins Träumen gerät und die Verwandschaft daneben nach und nach versteht, was die Faszination des Legosteins so ausmacht, gibt die Dokumentation noch weitere spannende Einblicke: So entstanden Aufnahmen im Lego-Werk oder im Lego Hauptquartier. Auch weitere Designer und – natürlich – Kinder kommen zu Wort, und erklären, warum sie sich völlig freiwillig auf den Fußboden setzen, und ein Legomodell bauen.

Und noch weitere Aspekte werden dargelegt, so gibt es einen therapeutischen Nutzen, Nerds in Garagen, die großartige Brick-Animationsfilme aus dem Hut zaubern, Künstler, die Museen mit ihren steinigen Kunstwerken füllen – und so manch Mathematiker ist ganz wild darauf zu erfahren, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, sechs Legosteine mit jeweils acht Noppen aufeinanderzusetzen. Einigen wir uns an dieser Stelle auf „viele“. Tja, und das weltweit größte Lego-Modell, der X-Wing Starfighter, darf natürlich nicht fehlen.

Aufgelockert wird „A Lego Brickumentary: Viel mehr als nur ein Stein“ durch kurze Einlagen eines „animierten“ Erzählers – und dabei handelt es sich natürlich um eine Minifigur. Manch Schmunzler darf in den 90 Minuten so denn nicht fehlen, „The Lego Movie“ lässt hier grüßen – und der Film ist natürlich Bestandteil im… Film.

Wer mit Lego überhaupt nichts anfangen kann, wird vermutlich behaupten, dass es sich bei der „Brickumentary“ um einen Werbefilm handelt. Und all jene, die mit Lego spielen – egal welchen Alters – wissen diese 90 Minuten mehr als zu schätzen. Denn ein Lebensgefühl wird perfekt aufgefangen.

„A Lego Brickuementary: Viel mehr als nur ein Stein“ wird hierzulande von Universum Film vertrieben und ist seit dem 8. November in Deutschland erhältlich.

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