Der Lego Creator Expert Big Ben (10253) ist einmalig – noch nie wurde eine Fassade aus Legosteinen mit so vielen Details versehen: Unser Review mit sonnigen Bildern und Videos.

Es gibt schon einen Lego Big Ben – erschienen im Jahre 2012 im Rahmen der „Architecture“-Reihe, und bis heute erhältlich. Fast schon niedliche 346 Teile – und durchaus schick. Doch nun erhält dieses kleine Modell einen großen Bruder: Der Lego Creator Expert Big Ben (10253) kommt mit stolzen 4.163 Teilen des Weges. Das ist eine klare Ansage – und verspricht stundenlangen Bauspaß. Release für VIP-Mitglieder: 15. Juni, ansonsten 1. Juli, jeweils via Lego Store und shop@home.

Lego Creator Expert (10253) und Architecture (21013) Big Ben | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Lego Creator Expert (10253) und Architecture (21013) Big Ben | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Kompaktes Review auf Englisch

Ausführliches Review auf Deutsch

Der Lego Creator Big Ben (10253) folgt auf die Tower Bridge (10214), die noch immer erhältlich ist. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Der Lego Creator Big Ben (10253) folgt auf die Tower Bridge (10214), die noch immer erhältlich ist. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Zu einem solchen Set gehört natürlich eine wuchtige Box – in unserem Unboxing-Video zeigen wir, wie viele Tüten nach und nach aus dem Karton fallen, unterteilt in sieben Bauabschnitte. Das vereinfacht den Zusammenbau – die Tower Bridge, die seit 2010 erhältlich ist, kommt mit unnumerierten Tüten des Weges – ein Vorsortieren der Steine ist hier ein Muss.

Beim Big Ben empfiehlt es sich lediglich, die Glaselemente rauszusortierten, damit sie beim Wühlen nicht zerkratzt werden. Denn wer sich die Fassade des Lego Big Ben anschaut, erahnt, wie viele transparten „Bricks“ zum Einsatz kommen.

Wunderbar, mit welchen Tricks hier gearbeitet wird. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Wunderbar, mit welchen Tricks hier gearbeitet wird. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Das Modell wächst! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Das Modell wächst! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Und ein Stockwerk obendrauf | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Und ein Stockwerk obendrauf | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Bei diesem Modell zählt die äußere Fassade | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Bei diesem Modell zählt die äußere Fassade | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Es geht voran | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Es geht voran | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Der Zusammenbau ist etwas Besonderes – und um es klar zu sagen: Für mich die reinste Freude. Es ist großartig zu sehen, wie der Big Ben – sprich der Auszug des Palace of Westminster in London – nach und nach erwächst. Klar, Vorgänge wiederholen sich hier – aber das gehört bei einem solchen Bauwerk dazu und ist gewiss kein Etikettenschwindel: Jeder weiß, was einen erwartet. Was jedoch nicht beim ersten Anblick dieses Modells auffällt, sind die wunderbaren verspielten Bautechniken: Steine werden auf den Kopf gestellt oder gedreht. Teilweise muss ein zweites Mal in der Anleitung nachgesehen werden: Tatsächlich, genau so ist das angedacht. Und solche Überraschungen gibt es quasi von Beginn an – bis zum Ende.

Auch die Seite des Schiffes ist ein Sahnestück! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Auch die Seite des Schiffes ist ein Sahnestück! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Diese Steine bleiben nach dem Zusammenbau übrig. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Diese Steine bleiben nach dem Zusammenbau übrig. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten, da dies den Bauspaß all jener mindern könnte, die vorhaben, sich das Set zu kaufen. Doch eines sei betont: Dieses Set ist etwas für Geduldige, für genaue Erdenbewohner – denn Steine werden hier schon mal halb gedreht – und dies ist auch so gewollt. Oder anders formuliert: Für Genießer.

So viele kleine Männchen! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

So viele kleine Männchen! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Farblich ist „tan“ bestimmend – dennoch ist die Fassade so facettenreich gestaltet, dass optisch keine Langeweile aufkommt. Besonders auffallend sind die kleinen Mini-Minifiguren, den Vorläufern der Minifigur, die hier die Statuen symbolisieren, die „Heiligen und Herrscher aus der Zeit der normannischen Eroberung bis hin zur Herrschaft von Königin Victoria“. Solche Informationen können der übersichtlich gestalteten Anleitung entnommen werden – die in Hinblick der zusätzlichen Informationen, die immer mal wieder eingestreut werden, an die Lego Architecture-Broschüren erinnern.

Die Stunde hat noch nicht geschlagen! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Die Stunde hat noch nicht geschlagen! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Wie viele Steine bei diesem Lego Set „zweckentfremdet“ werden, um der Fassade eine markante Textur zu verleihen, ist atemberaubend. Und der seit einigen Jahren in „Elizabeth Tower“ umbenannte Turm ist aufgebaut einfach nur herausragend: 60 Zentimeter! Ein so hoher Turm, in meinem Arbeitszimmer. Und auch der angrenzende Teil des Westminster Palace ist detailliert – inklusive Baum, Nebeneingang, Laternen – selbst die Themse ist angedeutet.

Hereinspaziert! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Hereinspaziert! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Hinweis: Den Lego Creator Expert Big Ben (10253) hat uns die Lego GmbH dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Die Vorstellung entspricht vollends der Meinung des Autors dieses Artikels.

Es grünt! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Es grünt! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Dieses dargestellte Segment einer der wohl berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Welt ist ein Hingucker, wie es ihn bis dato im Lego-Universum nicht gab – so detailliert, in dieser Maßstäblichkeit – einmalig. Jamie Berard, Lego Creator Expert Design Specialist, hat ein Glanzstück abgeliefert. Als besondere Spielerei kann übrigens die Uhr des Glockenturms „gestellt“ werden – leider laufen hier beide Zeiger „synchron“. Doch wer sieht, mit welchen Kniff auch diese Uhr realisiert wurde, wird nicht meckern: Eine Spielerei, wie ich sie liebe. Die vier Glaselemente mit dem Zifferndruck sind übrigens bedruckt – und zwar innenseitig. Sticker gibt es keine – und das sei ausdrücklich positiv erwähnt. Die Spitze des Turms kann abgenommen werden, und der Big Ben wird sichtbar: Die Glocke. Großartig.

Goldig! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Goldig! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

So viele Details... | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

So viele Details… | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Wer an der Uhr dreht, der verändert die Uhrzeit. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Wer an der Uhr dreht, der verändert die Uhrzeit. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Die Rückseite wurde nicht abgeschenkt. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Die Rückseite wurde nicht abgeschenkt. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Kritikpunkte kann ich keine benennen – mich stört einfach nichts. Nun, vielleicht gibt es einen kleinen Haken, und darauf sei noch hingewiesen: Dies ist ein „Display Modell“, man stellt es sich hin, schaut hin, schwärmt – und dreht ab und an mal an der Uhr, weil es so schön ist. Ansonsten lösen sich Elemente auch mal gar gerne – etwa die „goldigen“ Spitzen sind nur einsteckt. Und auch die Steine, die so akurat verdreht verbaut wurden, können natürlich verschoben werden. Anders formuliert: Es gibt so viele tolle Lego-Sets, die auch für kleine Kinder geeignet sind. Aber dieser Big Ben hier, der ist für Papa. Klar, es ist Lego – und alles kann auch wieder richtig „gedreht“ werden.

The sun is shining! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

The sun is shining! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

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The sun is shining! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

The sun is shining! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com




Die Sonne lacht. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Die Sonne lacht. | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Last but not least: Big Ben! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Last but not least: Big Ben! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Alle London-Freunde und solche, die vor aufwändigen Sets nicht zurückschrecken, werden sich diesen neuen Meilenstein gewiss genauer anschauen. Das Set hat seinen Preis, 229,99 Euro ist kein Schnäppchen. Nicht vergessen werden darf aber, dass deutlich über 4.000 Legosteine zum Umfang gehören. Und: Es handelt sich bei diesem Set um ein Gesamtkunstwerk.

Einmalig!

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