Der globale Umsatz der LEGO Group stieg im ersten Halbjahr 2016 um 10 Prozent – einzig in Nordamerika stagnierten die Zahlen auf hohem Niveau: Pressemitteilung.

LEGO hat heute seine Zahlen für das erste Halbjahr 2016 verkündet. Zusammenfassend lässt sich sagen: Weltweit steigt der Umsatz um 10 Prozent, in Europa und Asien ist alles super. Nur in den USA kam es in den ersten sechs Monaten des Jahres zu keinem weiteren Wachstum. Und: Im neuen Werk in China werden bereits LEGO-Steine produziert, eine Investition in die Zukunft.

Folgend die Pressemitteilung im Wortlaut, für die Einordnung der Zahlen gibt es bekanntermaßen ökonomische Fachmagazine. 😉

LEGO Group: Erstes Halbjahr 2016

Die LEGO Gruppe erwirtschaftete in der ersten Jahreshälfte 2016 einen Umsatz in Höhe von 15.692 Millionen Dänischen Kronen. Zugleich sind Investitionen in Kapazitäten und Ressourcen für künftiges Wachstum weltweit gestiegen.

Für die Umsatzzuwächse war neben Innovationen bei bewährten Produktlinien wie LEGO® City und LEGO NINJAGO™ auch die neue Produktlinie LEGO NEXO KNIGHTS™ verantwortlich. Nach Regionen betrachtet stieg das Wachstum in Europa und Asien besonders stark – jeweils im zweistelligen Bereich. Die Umsatzzahlen auf dem amerikanischen Kontinent blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die wichtigsten Kennzahlen des ersten Halbjahrs 2016

In lokaler Währung stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent (ohne Berücksichtigung von Wechselkursschwankungen).
In Dänischen Kronen stieg der Umsatz für das erste Halbjahr 2016 um 11 Prozent auf 15.692 Millionen Dänische Kronen im Vergleich zu 14.142 Millionen Dänischen Kronen im Vorjahreszeitraum.
Das Betriebsergebnis (vor Steuern und Finanzposten) für das erste Halbjahr 2016 betrug 4.655 Millionen Dänische Kronen im Vergleich zu 4.607 Millionen Dänischen Kronen im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einer Steigerung von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Reingewinn im ersten Halbjahr 2016 betrug 3.489 Millionen Dänische Kronen im Vergleich zu 3.553 Millionen Dänischen Kronen in der ersten Jahreshälfte 2015.
Der Cash Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug 3.947 Millionen Dänische Kronen im Vergleich zu 4.349 Millionen Dänischen Kronen in der ersten Jahreshälfte 2015.
In einem Kommentar zu den Finanzergebnissen sagte Jørgen Vig Knudstorp, LEGO Group President und CEO:

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit unseren aufregenden und kreativen LEGO Erlebnissen noch mehr Kinder in aller Welt zu erreichen und freuen uns sehr, dass unsere Produkte von Kindern überall auf der Welt geliebt und geschätzt werden. Dass wir über den Zeitraum von über einem Jahrzehnt ein jährliches Wachstum im zweistelligen Bereich vorweisen können, zeigt, dass das Spielen mit LEGO Produkten Kindern unendliche Möglichkeiten bietet. Es ist zudem das Ergebnis der harten Arbeit von über 18.000 LEGO Mitarbeitern aus aller Welt.“

Zufriedenstellendes Umsatzwachstum

In der ersten Jahreshälfte 2016 verzeichnete die LEGO Gruppe ein zweistelliges Wachstum in Europa und Asien, während der Umsatz auf dem amerikanischen Kontinent gegenüber dem Vorjahr unverändert blieb.

„Besonders beeindruckend dabei ist, dass sich unser starkes Wachstum in Europa fortsetzt, obwohl dies der am stärksten gesättigte Markt ist. Zugleich sind wir auch sehr zufrieden mit den hohen Wachstumsraten in Asien, denn hier tätigen wir erhebliche Investitionen in Kapazitäten und Ressourcen. Zugegebenermaßen konnten wir in den USA nicht die erforderlichen Initiativen und Unterstützungsmaßnahmen aufbringen, die für dasselbe hohe Maß an Wachstum nötig gewesen wären. In Folge dessen arbeiten wir im amerikanischen Markt eng mit unseren Kunden zusammen und werden geeignete Maßnahmen ergreifen, um hier wieder an Fahrt zu gewinnen“, so Executive Vice President und Chief Financial Officer John Goodwin.

Produktlinien wie LEGO City, LEGO Creator, LEGO Technic, LEGO NINJAGO™ und LEGO Star Wars™ haben in den ersten sechs Monaten des Jahres global für sehr starke Ergebnisse gesorgt. Hinzu kommt der gute Start der neuen Produktlinie LEGO NEXO KNIGHTS™, die Anfang des Jahres auf den Markt gebracht wurde.

„Der LEGO Stein und das „LEGO System of Play“ bieten bereits endlose Möglichkeiten für kreatives Spielen. Mit der neuen Produktlinie LEGO NEXO KNIGHTS™ haben wir physische und digitale Spielwelten mit LEGO Bausets, Onlinespielen und inspirierenden Geschichten auf völlig neue Weise kombiniert“, erklärt John Goodwin.

Bedeutende Investitionen sollen beim Ausbau von Kapazitäten und Ressourcen helfen

In der ersten Jahreshälfte 2016 setzte die LEGO Gruppe ihr umfangreiches globales Investitionsprogramm fort. So hat der neue Produktionsstandort in Jiaxing in China vor kurzem die Produktion von LEGO Sets aufgenommen und soll bis 2017 weiter ausgebaut werden. Ebenso wurde mit der Erweiterung der Produktionsstätte in Monterrey in Mexiko begonnen. Dort werden die Kapazitäten für den Guss, die Verarbeitung und die Lagerung aufgestockt, sodass der Standort in Mexiko in Zukunft über die doppelte Produktionskapazität verfügen wird. Auch am Produktionsstandort im ungarischen Nyíregyháza haben im ersten Halbjahr 2016 die Arbeiten an einer Erweiterung begonnen, die auch hier die Produktionskapazitäten verdoppeln sollen.

Das Wachstum des Unternehmens spiegelt sich auch in der Mitarbeiterzahl wider. Die LEGO Gruppe hat über 3.500 neue Mitarbeiter eingestellt, um das anhaltende Wachstum und die globale Expansion des Unternehmens zu unterstützen. Verglichen mit 2015 bedeutet das einen Zuwachs von 24 Prozent. Damit beschäftigt die LEGO Gruppe derzeit weltweit 18.500 Mitarbeiter.

„Der starke Zuwachs bei der Mitarbeiterzahl dient nicht nur der Erhöhung der Kapazitäten. Durch neue Kolleginnen und Kollegen sichern wir außerdem neues Wissen, mit dem wir uns in Zukunft gut auf dem Markt positionieren und auf eine höhere Nachfrage sowie neue Trends reagieren können.

Diese Investitionen in Mitarbeiter und Infrastruktur wirken sich natürlich kurzfristig dämpfend auf unsere Gewinnzuwächse aus. Sie sind jedoch Teil eines langfristigen Plans. Nur so wird es uns gelingen, die Entwicklung und Herstellung von hochwertigem Spielzeug, das Spaß macht und die Kreativität fördert, fortzusetzen und diese Erfahrung künftig für immer mehr Kinder in immer mehr Ländern zugänglich zu machen“, so John Goodwin.

Wachsendes Verantwortungsbewusstsein

Die LEGO Gruppe möchte einen positiven Einfluss auf den Planeten haben. Zu den vielen Initiativen, mit denen die Energieeffizienz des Unternehmens gesenkt werden soll, gehört auch das Bemühen der LEGO Gruppe, ihren Energieverbrauch weltweit durch den Einsatz erneuerbarer Energien auszugleichen.

„Wir hatten uns bei der Energieeffizienz ein spezifisches Ziel gesetzt: Bedingt durch unsere Verpflichtung für das Klimarettungsprogramm in Partnerschaft mit dem WWF, wollten wir unsere Energieeffizienz zwischen 2013 und 2016 um zehn Prozent steigern. Wir freuen uns, dass wir dieses Ziel mit 16 Prozent sogar übertreffen konnten“, kommentiert John Goodwin.

Ein großer Schritt in Richtung des ehrgeizigen Ziels der LEGO Gruppe, ihren gesamten Energieverbrauch bis 2020 durch erneuerbare Energien auszugleichen, ist die im April 2016 angekündigte Investition in den Offshore-Windpark Burbo Bank Extension vor der Küste Großbritanniens. Die Kosten dafür werden durch eine Partnerschaft zwischen KIRKBI A/S, der Muttergesellschaft der LEGO Gruppe, DONG Energy und PKA aufgebracht. Der Windpark soll jährlich über 230.000 Haushalte mit CO2-frei erzeugtem Strom versorgen. Der Windpark wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 in Betrieb genommen.

Im Laufe der ersten Jahreshälfte 2016 hat die LEGO Gruppe die Einrichtung des im Jahr 2015 angekündigten „Sustainable Materials Centre“ fortgesetzt. Durch dieses Zentrum soll der ehrgeizige Plan der LEGO Gruppe verwirklicht werden, bis 2030 nur noch nachhaltige Rohstoffe für die Herstellung aller LEGO Produkte (einschließlich der Verpackungsmaterialien) zu verwenden. Rund 70 der geplanten 100 Mitarbeiter, die an diesem Projekt beteiligt sein sollen, wurden bereits eingestellt. Das Gebäude, das das „Sustainable Materials Centre“ beherbergen wird, befindet sich derzeit in Planung.

„Für die LEGO Gruppe sind Investitionen in ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele ein fortlaufender und wesentlicher Teil der Unternehmensaktivitäten. Kontinuierlich möchten wir unsere Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering halten. Dabei konzentrieren wir uns auf zahlreiche Aspekte, bei denen Energieeffizienz und die Investition in erneuerbare Energien ein wichtiger Bestandteil sind. Ebenso wichtig ist unsere Suche nach nachhaltigen Rohstoffen, die wir auch in den kommenden Jahren konsequent vorantreiben werden“, so John Goodwin.

LEGO Fabrik in Billund: Eine der Fertigungshallen | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Lego Fabrik in Billund: Eine der Fertigungshallen | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Du spielst noch mit LEGO? Dich ziehen Plastik-Klötzchen magisch an – und dich interessiert alles, was mit „Bricks“ zu tun hat? Dann folge uns gerne bei Twitter, Facebook, YouTube oder Instagram.