Bis zum 19. Juli 2016 gastiert die Lego Ausstellung „The Art of the Brick“ des „Brick Artist“ Nathan Sawaya in Hamburg. Wir waren bei der Eröffnung dabei: Bilder und Interview mit dem Künstler.

Das Prototyp Museum in der Kulturcompagnie in der Hamburger HafenCity ist seit Mittwoch und noch bis zum 19. Juli fest in der Hand von Lego-Skulpturen. Insgesamt werden 80 Kunstwerke von Nathan Sawaya – der wohl bekannteste „Brick Artist“ der Welt – in Hamburg ausgestellt.

UPDATE: Verlängerung bis zum 15. August!

Im Rahmen der Eröffnung hatten wir nicht nur die Möglichkeit, mit dem Brick Artist Nathan Sawaya ein ausführliches Interview zu führen, sondern auch Zeit, uns in Ruhe umzuschauen. Roland, Frank und ich ließen die vielen Eindrücke auf uns wirken. Viele Skulpturen , wie etwa „Yellow“ oder der blaue Schwimmer, dürften vielen Lego-Freunden bekannt sein. Sie aber von Nahem zu betrachten, ist ein Erlebnis.

Der blaue Schwimmer| © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Der blaue Schwimmer| © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Bricks in the wall | © Frank Burmester

Bricks in the wall | © Frank Burmester

Die Ausstellung zeigt auch auf wunderbare Art und Weise die Entwicklung des Schaffens von Nathan, der im Interview mit Nachdruck unterstreicht, all seine Kunstwerke alleine gebaut zu haben: Welch Leistung.

Vor allem hantiert Nathan mit den klassischen Legosteinen – und schafft es so, lebensgroße „Figuren“ zu bauen. Mal nachdenklich, mal schwimmend, mal sich den Leib aufreißend: Der US-Künstler vermag es, den Figuren Leben einzuhauchen. Ganz bewusst reduziert er sich oft auf eine Farbe – damit wir uns, so seine Aussage im Interview, völlig unbefangen und ohne eine bestimmte Person im Sinn zu haben, in die Skulptur hineinversetzen können.

Herausspaziert! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Herausspaziert! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Das Runde muss ins Eckige, oder? | © Frank Burmester

Das Runde muss ins Eckige, oder? | © Frank Burmester

Es muss betont werden: „The Art of the Brick“ ist eine Kunstausstellung – und Legosteine sind das Stilmittel. Das weiß sehr oft zu gefallen, begeistert einige Male – und lässt einen vor manch Skulptur auch etwas ratlos zurück. Genau so ergeht es uns, wenn wir durch eine Kunsthalle schlendern.

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Yellow: Das Gelbe vom Ei | © Frank Burmester

Yellow: Das Gelbe vom Ei | © Frank Burmester

Halt! | © Frank Burmester

Halt! | © Frank Burmester

Mittlerweile gibt es weltweit fantastische Lego-Kreationen von Hobby-Künstlern, gerade Nachbauten von wahren Gebäuden begeistern. Hier und da hat auch Nathan sich an der Realität bedient. Aber wenn Nathan etwa das Edvard Munch Gemälde „Der Schrei“ so interpretiert, dass der Kopf in einer neuen Dimension vor dem Bild erscheint, dann ist das ganz große Kunst. Und ja: Der Dinosaurier ist riesig.

Lego ist der letzte Schrei! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Lego ist der letzte Schrei! | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Dinosaurier in Hamburg | © Frank Burmester

Dinosaurier in Hamburg | © Frank Burmester

Jeder Kunst- und Lego-Freund sollte sich „The Art of The Brick“ nicht entgehen lassen. Erstmalig gastiert die Ausstellung von Nathan in Deutschland: Ein steiniges Vergnügen.

The Art of the Brick: 12. Mai bis 19. Juli 2016 in Hamburg, Kulturcompagnie im Prototyp Musuem, Shanghaialee 9. Erwachsene Montag bis Freitag 15 Euro, Wochenende 17 Euro. Kinder 11 und 13 Euro. Ermäßigungen ein Euro. Familien-Tickets 42 oder 50 Euro