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LEGO 6634 Rallye-Auto im Classic Review

6634-Beitragsbild zusammengebaut.com

LEGO 6634 Rallye-Auto im Classic Review | © Tommy Schmidt

Das LEGO 6634 Rallye-Auto im Classic Review: Speed Champions aufgepasst, hier kommt ein Klassiker! Wer erinnert sich?

Erinnert ihr euch noch? Stundenlanges Blättern im LEGO Katalog verbunden mit der Vorstellung wie es doch wäre, einige der enthaltenen Sets zu besitzen. Ein Set davon war für mich das Rallye-Auto (auch als Stock Car bekannt) aus dem Jahr 1986.

Eckdaten

» 6634
» Rallye-Auto
» „Stock Car“
» 1986 veröffentlicht
» 47 Teile
» 6 Aufkleber

Hintergründe

Ich denke ich hatte das Set erstmalig im Katalog von 1988 gesehen und war von den Aufklebern, die enthalten waren, begeistert. Bei aktuellen Sets lasse ich mich bei der Fülle von Aufklebern nicht mehr so schnell zu so einer Aussage hinreißen, aber damals war es nun mal etwas Besonderes. Leider besaß ich das Set als Kind nie und musste mich mit den Katalog-Bildern begnügen. Es war einfach nicht zu bekommen, was sicherlich auch an der Tatsache lag, dass zur damaligen Zeit aufgrund der „geringen“ Einschränkungen, die man als DDR-Bewohner hatte, einfach nicht wie heutzutage alles verfügbar war. Gerade dies machte aber den Besitz von LEGO damals so besonders. Ich weiß noch genau, dass ich mit dem wenigen Spielzeug, welches ich in den 1980er Jahren hatte, immer sehr intensiv und auch lang spielte. Schaut man heutzutage auf seine Kinder und die Fülle an permanent verfügbaren Spielsachen – und die vielen Geschenke zu jeder Gelegenheit – ergibt sich ein anderes Bild. Aber ich schweife ab, zurück zum Modell.


Anfang der 2000er Jahre: Der Anfang vom Ende der sogenannten Dark Ages (das sind die Jahre der LEGO Enthaltung zwischen YFOL und AFOL). Endlich konnte ich mir ein gebrauchtes – aber gut erhaltenes – Exemplar dieses schönen LEGO Modells über das Internet kaufen.

Verpackung

Leider habe ich keinen Karton zu dem Modell. Recherchiert man im Internet, finden sich Bilder von den damals typischen Verpackungen für Modelle dieser Größe. Circa 12 Zentimeter breit, 7 Zentimeter hoch und 4 Zentimeter tief. Die Kartons hatten gelbe Ränder und einen diagonalen Streifen mit der Aufschrift „LEGOLAND“. Auf der Rückseite gab es Bilder mit dem Alternativmodell, welches aus den gleichen Teilen gebaut werden konnte. Im Fall des LEGO Rallye-Autos war dies ein offenes Transportfahrzeug mit einer Rampe.

Bauanleitung und Zusammenbau

Glücklicherweise habe ich wenigstens die original Bauanleitung und konnte ein paar Fotos davon machen. In nur 9 Schritten wird erklärt, wie der kleine oder große LEGO Baumeister das Modell in kürzester Zeit zusammensetzen kann. Bei nur 47 Teilen und einer Altersempfehlung von 6 bis 12 Jahren gelingt dies auch recht schnell.

Die Anleitung zeigt auch noch ein Bild des Alternativmodells.

Wie eingangs schon erwähnt, enthielt die Packung auch einige Aufkleber. Ich weiß noch, dass ich mich als Kind immer über Aufkleber freute. Als AFOL mag ich sie nicht mehr ganz so sehr, gerade wenn Sie in einer Fülle verwendet werden, bei der man sich fragt, was mehr Zeit in Anspruch nimmt: Das Zusammensetzen der LEGO Teile oder das Anbringen und genaue Ausrichten der kleinen Sticker? Da ich dieses Modell leider gebraucht kaufte, konnte ich nicht mehr in den „Genuss“ kommen, die Aufkleber selber anzubringen. Der Vorbesitzer des Fahrzeugs hat hier aber gute Arbeit geleistet und alles ordentlich angebracht. Drei unterschiedliche Aufkleber in jeweils doppelter Ausführung kommen zum Einsatz:


  • Shell-Schriftzug
  • Shell-Logo
  • Startnummer 16

Minifigur

Das Set enthält eine einzelne Minifigur. Es handelt sich dabei um den Fahrer des Rallye-Autos, der mit dem damals häufig in Sport-Sets vorkommenden weißen Oberteil mit schwarz-roten Rennstreifen und einem „S“ in der linken oberen Ecke ausgestattet wurde. Das „S“ steht vermutlich für „Sport“, aber dem Spieler war es hier natürlich selbst überlassen, eigene Interpretationen zu verwenden. Der gute Kerl (auch wenn es nicht eindeutig erkennbar ist, es handelt sich um einen Mann, zumindest laut deutschem LEGO Katalog von 1987: „Rallye-Pilot“) trägt ordnungsgemäß – und wie es sich für einen Rennfahrer und Kindervorbild gehört – einen Integralhelm. Der Helm hat allerdings kein Visier, solche Bauteile wurden laut meiner Recherche erst ab ca. 1986/87 vermehrt bei LEGO eingesetzt. Somit musste unser tapferer Rennfahrer hoffen, dass sein Gesicht bei waghalsigen Autorennen im Kinderzimmer nicht verletzt wird. Schaut man sich die Minifigurenköpfe in der eigenen Sammlung an, stellt man fest, dass der aufgedruckte Mund und die Augen bei einigen alten Figuren schon etwas abgenutzt erscheinen. Ich habe LEGO-Köpfe in meinem Besitz, auf denen mittlerweile gar nichts mehr zu sehen ist. Aber daran hätte wohl auch ein Visier am Helm nichts geändert 😉

Die Figur besitzt keine weiteren nennenswerten Details. Farbgebung und Aufdrucke waren damals minimalistisch aber absolut ausreichend. Verglichen mit gegenwärtigen Figuren sieht der Rennfahrer sehr einfach aus und selbst meine Kinder erkennen, dass es schlicht eine alte Figur sein muss. LEGO hat hier eine wirklich tolle Entwicklung hin zu modernen Farben, abwechslungsreichen Gesichtern und detailreichen Aufdrucken gemacht.

Das Modell

Der Blickfang dieses Vehikels ist meiner Meinung nach die Farbgebung. Die Farben des Shell-Logos finden sich auf der Karosserie geschickt wieder und geben dem Modell eine sportliche Optik. Durch den Unterbau mit einer 2×3-Platte an der hinteren Radachse erhalten die Räder zum Radkasten hin einen deutlich größeren Abstand, was das Fahrzeug sportlicher und geländegängiger erscheinen lässt, wie es sich für ein Rallye-Fahrzeug nun mal gehört. Lob an den damaligen Designer des Modells: Hier wurde mit wenigen Mitteln klar der Einsatzzweck des Modells dargestellt. Dies gelingt auch durch den Einsatz der vier transparenten Teile an der Front des Fahrzeugs, die als Scheinwerfer zum Einsatz kommen. Keine Frage: Sehr Rallye-typisch!

Fazit: 6634 Rallye-Auto

Das LEGO 6634 Rallye-Auto ist für mich das Sportfahrzeug-Modell der 1980er Jahre überhaupt, das mit schönen Rallye-Details punktet: Mit wenigen Steinen auf der Überholspur!

Eure Meinung!

Wie gefällt euch das LEGO 6634 Rallye-Auto? Befindet es sich in euer Sammlung? Oder haltet ihr andere Sets der 1980er Jahre in Ehren? Lasst uns in den Kommentaren gerne ein wenig über Klassiker plaudern!

Tommy Schmidt

Setzt LEGO Klassiker gerne in Szene!

19 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Ich kann mich an das Set leider nicht wirklich erinnern, aber finde es auch klasse, denn man darf nicht vergessen, dass zur damaligen Zeit, Spielzeuge mit Bezug zur Realität selten waren.
    Also was ich meine, sind eben diese kleinen Shell-Aufkleber. Auch vielen Actionfiguren lagen damals schon Zubehörteile bei, aber selbst die waren aus monotonem Kunststoff, ohne Aufdruck.
    Wenn es ein Spielzeug gab, welches Mut zum Detail hatte, war es zumindest auch damals, bei mir als Kind beliebt. Also in diesem Fall sind die Aufkleber toll und ich meine mich erinnern zu können, eine Tankstelle von Lego zu haben, wo das Logo sogar aufgedruckt war.
    Auf jeden Fall ein tolles Fahrzeug, mit schönen Erinnerungen.
    Gerne mehr solcher Artikel 😉

  2. Schönes Review! Mir gefallen diese 4-Wide Fahrzeuge auch immer sehr gut.

  3. hachja damals war alles besser obwohl wir nüscht hatten;)

    ich jatte das glück eine tante im westen zu haben und kam zum geburtstag und zu weihnachten in den genuss immer lego zu bekommen. aber recht hast du…was haben wir geträumt und gebaut und gespielt damit. dieses modell hatte ich selber nicht aber ich besitze noch ein paar sachen aus der zeit wie monstertrucks, doppelrotor hubi , müllauto, feuerwehr…. leider vieles damals verkauft….wie die flughafen monorail:(

    die modelle waren alle minimalistischer und auch die anleitungen bestanden aus nur 1 blatt. das war noch bauen wie es heute teilweise bei cobi ist. da muss man denken. auch wenn ich die heutigen autos schöner finde haben die alten doch noch ne menge nostalgie. zumindest für die jungs die damals schon kinder waren🤗

  4. Lieben Dank für die Vorstellung, Tommy! Ich besitze noch immer all meine 4-wide Fahrzeuge und habe tatsächlich so einige in meiner Sammlung. Aber: Diesen schicken Flitzer habe ich nie besessen. Und Shell-Fahrzeuge wird es ja auch nicht mehr geben, die Geschichte kennen wir. 😉

  5. Helme mit Visier gab es definitiv schon vor 1994. M-Tron z.B. ist schon 1990 gestartet.

  6. Hab neulich meinen Krankenwagen aus der Zeit in Händen gehalten. Man hat sehr deutlich gesehen, wie das Weiß unterschiedlich gealtert ist. Sieht man auch etwas bei deinen Fotos.

    Ich mag die Fahrzeuge aus der Zeit. Mit einfachen Mitteln viel erreichen. In den 90ern waren es dann SUVs oder gefederte Himterachsen wie beim Strandbuggy.

  7. Hachja, dieses Fahrzeug ist zwar weit vor meiner Zeit im Katalog gewesen, aber dieser blockige Stil von Fahrzeugen, bzw. allem was LEGO bis 2002 gemacht hat, hat einfach einen ganz besonderen Charme für mich und ich ziehe sie den neueren Sets vor. Ausgenommen davon sind die wirklich detaillierten großen Modelle, wie das Baumhaus und die Barracuda Bucht.

  8. Christina Mailänder

    19. August 2020 um 13:59

    Vielen Dank für die tolle Review. Sehr gerne mehr davon. Da hast du ein richtig gut erhaltenes Set ergattert. Für mich ist es sehr spannend zu sehen, wie sich die Modelle und Bautechniken über die Jahre und Jahrzehnte entwickelt haben bzw. wie weiterhin auf Altbewährtes gesetzt wird. Und das lässt sich an Fahrzeugen, wie z. B. den Autos, immer sehr gut nachverfolgen.

  9. <3 Ahhh… hatte es inzwischen schon vergessen obwohl es damals einer meiner Lieblinge war <3

  10. Es ist mein erstes Lego-Auto und ich habe es noch vor der Einschulung damals im Jahr 1988 bekommen. Nach der Einschulung gab es dann noch die Feuerwache und einen Flughafen.

    Das Auto und die Feuerwache stehen jetzt komplett erhalten im Regal in meinem Arbeitszimmer. Und es gibt nicht eine Woche wo ich nicht davor stehe und es in die Hand nehme und kurz mal eine Runde über das Regal oder den Tisch fahre.

    Der Flughafen ist aus Platzgründen eingepackt.

  11. Tolles Review! Wie war das denn damals mit LEGO in der DDR? Würde mich interessieren! Hätte nicht gedacht, dass es das gab 🙂

    • Vermutlich gab es das nur im Intershop oder über Westverwandtschaft/-kontakte?

    • In der Tat war es nicht einfach LEGO zu bekommen. Über den Intershop, „Westpakete“ und z. B. Urlaub in Ungarn war es möglich Sets zu erhalten. Ich kann gerne dazu einmal einen Artikel verfassen und auch mit weiteren „Zeitzeugen“ sprechen und deren Erinnerungen aufarbeiten, wenn Interesse besteht und Andres einverstanden ist.

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