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LEGO City 60351 Raumfahrtzentrum im Review

Was für ein Tag, Geschichte zu schreiben! | © Jonas Heyer

Das Set LEGO City 60351 Raumfahrtzentrum im Review: Das Artemis-Programm und das galaktische Abenteuer!

Das Artemis-Programm der NASA ist gestartet und Ziel ist die Rückkehr zum Mond! Doch damit nicht genug, nein, viel weiter hinaus soll es noch gehen! Kann man einen fremden Planeten besiedeln? Genau das fragen sich gerade die Techniker und Wissenschaftler des Amerikanischen Forschungsinstitutes. Ein spannendes Projekt, zweifellos, doch schaffen wir es überhaupt auf dem Mond…

Heute sehen wir uns erneut ein Set der LEGO City Space Reihe mit NASA-Lizenz an. Da mich Forschungsthemen immer irgendwie faszinieren und begeistern können, fällt diese Reihe ja grob in mein Schema. Daher freue ich mich sie präsentieren zu können und im letzten Review haben wir ja auch einen guten Start gehabt, der uns trotz ein paar weniger Schwächen ganz gut Einblick geben konnte.

Im heutigen Set kehren wir auf die Erde zurück und schauen uns das Set 60351 Raumfahrtzentrum genauer an. Es handelt sich dabei, um einen exklusiven Bausatz und das größte Set der Welle. Doch wie gut ist er und was bekommt man hier geboten? Finden wir es heraus…

Die Eckdaten

3… 2… 1… (Rauch nicht im Set enthalten)

  • Name: Rocket Launch Centre / Raumfahrtzentrum
  • Teilezahl: 1010
  • Minifiguren: 7
  • Tiere: 1
  • Preis: 139,99 Euro
  • Erscheinungsjahr: 2022
  • Zur Bauanleitung 🗺
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Umfang und Zusammenbau

Da ich eigentlich eher ältere Sets baue, habe ich direkt zu Beginn einen Fehler gemacht, der mich daran zweifeln lässt, ob ich für 7+ Sets wirklich schon bereit bin…

Auf jeden Fall habe ich alle Tüten aufgerissen und alles auf einen Haufen geworfen. Der Vorteil den das aber für mich hatte, war dass ich tatsächlich mal alles, was im Set enthalten ist vor mir gesehen habe. Mein Tisch war wirklich voll. Es geht also besser los, als ich es erwartet hatte. Einige große Teile, viele kleine Teile und vor allem eine gute Menge nützlicher Bausteine. Interessant.

Trotzdem habe ich es geschafft das Set aufzubauen und kann es nun präsentieren. Zum Bau gibt es nicht wirklich etwas außergewöhnliches zu sagen, es hat mir Spaß gemacht. Und ich glaube, ich werde in Zukunft immer alle Tüten auf einmal öffnen. Insgesamt 4 Bauanleitungen finden sich im Karton, die gemeinsam mit den Stickerbögen extra eingepackt sind, um nicht zu zerknicken.

Zwei Dinge möchte ich noch ansprechen.

  • Sticker und andere Mängel: Aufkleber waren zu erwarten und Aufdrucke wären sehr wünschenswert gewesen. Dennoch sind es nicht zu viele Aufkleber für ein Set dieser Größe gewesen und sie waren eigentlich recht leicht anzubringen. Allerdings hatte ich auch ein paar unschöne Kratzer auf den Scheiben und das obwohl diese separat verpackt waren…
  • Verschenktes Potential: Ich werde gleich noch auf das Artemis-Programm eingehen, auf welchem diese Sets schließlich basieren. Erwartet hätte ich, dass LEGO das auch tut. Was meine Idee bzw. mein Wunsch hier gewesen wäre, sind ein paar kindgerecht formulierte Informationen über die NASA, das Artemis-Programm und die Setkomponenten, die darauf basieren. Leider gibt es davon aber bis auf zwei Bilder und der Aufschrift „basiert auf dem Artemis-Programm“ an sich nichts. Das wäre eine Chance gewesen Kindern ein sehr interessantes Thema nahe zu bringen…

Es folgt jetzt ein Abschnitt zum Artemis-Programm generell, er ist etwas länger geworden, wer sich nicht für ihn interessiert, kann das nächste Kapitel dieses Reviews überspringen.

Das Artemis-Programm

Die NASA startet hier mit Internationalen Partnern ein Projekt, welches das Ziel hat wieder Menschen zum Mond zu schicken. Dies wurde seit der Landung von Apollo 17 nicht mehr getan und dieses Mal wollen wir dort bleiben! Es geht um die Errichtung einer bewohnbaren Mondbasis. Diese soll am Südpol des Mondes gebaut werden, um dort vorkommendes Wasser und die gute Sonneneinstrahlung für Solarflächen und zur Treibstoffherstellung zu nutzen. Die konkreten Details des Projektes könnt ihr hier und natürlich auf Wikipedia nachlesen.

Schlussendlich geht es natürlich auch bei diesem Projekt um Ressourcen und politische Machtbeweise, doch die technischen Fortschritte sind die für mich interessanten Aspekte. Es könnte unser erster Schritt in eine größere Welt sein.

Das Artemis Programm sieht verschiedene technische Komponenten vor, welche wir auch in den entsprechenden LEGO Sets wieder finden. Die Bodeneinheit wird das Kennedy Space Center auf Merrit Island in Florida. Eine Rekreation einiger Elemente dieser Einrichtung finden sich im Set des heutigen Reviews wieder.

Um Nutzlast ins All zu bringen wird das Space Launch System (SLS) genutzt, eine Rakete, die mithilfe von Space-X Technologie wieder auf der Erde landen können soll und Lasten von 26 Tonnen in den Orbit transportieren kann. Möglicherweise kann diese Kapatität noch erweitert werden, doch konkrete Pläne sind bisher dazu nicht vorgelegt. Auch dieses sehen wir in unserem heutigen Bausatz.

Die Raumfahrteinheit ist das bereits erprobte Orion-Raumschiff, welches mit dem SLS ins All gebracht wird.

Mit der Last soll dann eine Raumstation errichtet werden, welche im Orbit des Mondes bleiben soll und welche als „Gateway“ für Flüge zum Mond und später auch zum Mars dienen soll. Dieses Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G) gibt es ebenfalls separat als LEGO Set.

Wenn all dies gelingt, kann schlussendlich auf dem Mond eine modulare Basis namens Artemis Base Camp (A-BC) errichtet werden, welche autark über Solarenergie und eigene Nahrungsproduktion betrieben werden soll. Das Human Landing System (HLS) ist die Komponente, welche Astronauten und Nutzlast vom LOP-G auf die Oberfläche des Mondes bringen soll, um ebenjene Mondbasis zu errichten. Alle diese Komponenten gibt es auch als LEGO Set.

Der finale Schritt ist die mobile Erkundung der Mondoberfläche, dazu wurde ein Mond-Rover entwickelt, den die NASA unter dem Konzept als Habitable Mobility Platform bezeichnet und welcher an die Mondbasen andocken können soll. Allerdings sollen damit auch Reisen mit Dauern von bis zu zwei Monaten ohne Kontakt mit der Basis möglich werden. Quasi ein Weltraum-Wohnmobil, klasse Idee auch für ein LEGO Modell!

Das gibt euch einen groben Überblick über das, was von der NASA und ihren Partnern hier langfristig geplant ist. Natürlich braucht ein Projekt dieses Ausmaßes Zeit und so ist der erste Start des SLS erst 2024 angesetzt und das Risiko von Verschiebungen wird fast täglich größer. Ich habe nun die LEGO Sets auch hier passend eingeordnet, dass wäre das gewesen, was ich mir von LEGO in den Anleitungen mit ein paar hübschen Bildern gewünscht hätte. Es existieren schließlich genug davon.

Die Minifiguren

Enthalten sind sieben Minifiguren und zwei von ihnen tragen einen Namen. Sie stammen aus der LEGO City Serie, welche ich nicht gesehen habe.

Wie dem auch sei, hier haben wir: Zwei Astronauten, Prof. Wylde, Prof. Ravenhurst, drei Raumfahrttechniker.

Alles Figuren sind nett bedruckt und wirklich hübsch gemacht. Natürlich haben einige von ihnen auch Wendegesichter und alle einen Druck auf dem Rücken.

Einem unserer Raumfahrer scheint auch schlecht zu werden…

Die beiden Astronauten gefallen mir sehr gut. Ich mag die orangenen Anzüge und auch, dass LEGO hier Ersatzfrisuren beigelegt hat finde ich wichtig.

Hier ist alles super!

Die „namhaften“ Figuren sind aber meine Favoriten, gerade Wylde. Sie sehen wunderbar aus und ich finde es toll, dass beide sich bei erfolgreichem Raketenstart wie Bolle freuen dürfen. Sehr schön. Zudem mag ich die beiden Frisuren und passender hätte LEGO diese nicht wählen können.

Die letzten drei Figuren sind ebenso nicht zu vergessen, denn hinter den fähigen Astronauten steht immer eine fähige Bodencrew, die sich um die Technik kümmert.

Hier habe ich definitiv alles, was ich brauche um Weltraumabenteuer zu erleben!

Der Komet

Ich dachte anfangs, dass der Komet das 1999 erschiene Rock Raiders Felselement wäre, doch da irrte ich mich. Es handelt sich um eine modifizierte Version, die mir sehr gefällt. Im Inneren sind nämlich Kristalle und diese sind sehr sehr gelungen, wie ich finde. Ein tolles Teil!

Außerdem ist hier der Krater enthalten, der durch den Aufschlag des Himmelskörpers entstanden ist. Natürlich ist alles nur angedeutet, aber ich finde durchaus mit Effekt und es ist sofort klar, was hier passiert ist.

Und im Kometen sind auch noch Mikroben! Was für eine wissenschaftliche Sensation! Oder etwa der Beginn von „Das Ding aus einer anderen Welt“? Nicht schon wieder! 😊

Der CLAMP

Ein ferngesteuerter Roboter ist ebenfalls enthalten, welcher über zwei Greifarme verfügt und mit dem Wort CLAMP beschriftet ist. Leider konnte ich in keinen Konzepten, weder Artemis noch andere NASA Projekte, etwas zu ihm herausfinden. Wenn jemand hier Genaueres weiß, dann in die Kommentare damit!

Wie dem auch sei, der CLAMP can Dinge greifen und verfügt sogar über einen Leuchtstein, welchen ich sinnvoll integriert finde, als Sensor oder Umgebungsscanner am Roboter. Komplex sind die Bautechniken natürlich nicht und der gesamte Roboter ist wenig mehr als ein verkleideter Leuchtstein aber dennoch fügt er eine gute Menge Spielwert hinzu, für Kinder ist das super!

Nothing to see here…

Das Transportfahrzeug

Das Letzte der „kleinen Dinger“, ist dieser Buggy, welcher mir ausgesprochen gut gefällt. Er bietet einer Menge Minifiguren Platz und auch optisch überzeugt er mich. Simpel gebaut, jedoch durchaus detailliert, wirkt er einfach sehr stimmig und er verwendet sogar ein bedrucktes Teil! Na sieh mal einer an…

Natürlich kann auch er mit unserem Kometen interagieren, denn er kommt mit einem kleinen Kran daher. Dieser lässt sich leicht bewegen und hat erstaunlich viel Freiheit in seiner Bewegung, dafür wie simpel er gemacht ist. Ich bin überzeugt!

Auf seinem Ladebett ist auch genug Platz für den Kometen. Jetzt aber los, in die Garage, wir müssen uns den Stein anschauen!

Das Observatorium

Nun kommen wir zum Hauptgang des Sets. Auch wenn ich die beiden Gebäude vielleicht ein wenig trist finde, machen sie mir trotzdem großen Spaß und bieten viel Raum zum Spielen.

Das Erdgeschoss ist eine Garage für das Fahrzeug. Es gibt hier auch ein paar Werkzeuge, um mögliche Reparaturen vorzunehmen. Das Fahrzeug passt auch sehr gut in die kleine Werkstatt und trotzdem hat man genug Platz, um Figuren zu positionieren. Ich finde auch schön, dass wir einen Papageien und ein wenig grün bekommen. Allerdings hatte die Palme primitiver nicht sein können und ich hätte mir hier mehr gewünscht. Ja die Palmen der 90er waren die besten und nein, wir werden sie nie wieder sehen, aber wenn ich zu meiner Barracuda Bucht hinüber schaue, frage ich mich, warum dieser Palme hier nicht ein paar mehr Teile spendiert werden konnten.

Was sich hier auch befindet ist ein kleiner Drehteller. Zunächst war ich unschlüssig, was das sollte, aber nachdem ich ein wenig damit herumgespielt habe, bin ich mir ziemlich sicher dass es sich hier um einen Platz handelt, wo der Komet untersucht werden kann.

Im Observatorium selbst sind auch ein paar nette Details auf sehr begrenztem Platz eingebaut. Ein Mikroskop, unter welchem die Mikroben untersucht werden können, ein Bildschirm, welcher die Aufnahmen des Teleskopes zeigt. Ich mag zwar nicht, dass LEGO hier einen Sticker verwendet aber ich liebe das Design selbst.

Außerdem gibt es hier eine Drohne, denn natürlich gibt es hier eine Drohne…

Zur Drohne gibt es nicht viel zu sagen. Ich denke, dass die Idee hier ist, dass man damit die Absturzstelle des Kometen finden soll. Sie hat aber keinerlei Greifer oder ähnliches.

Sie ist nichts weltbewegendes und ich hätte lieber eine schönere Palme gesehen aber Kinder können hier sich ein bisschen mehr spielen.

Sternengucken

Und natürlich gehört zu einem Observatorium auch das Teleskop. Dieses ist sogar Höhenverstellbar, indem man am hellgrauen Knauf auf der Kuppel dreht.

Außerdem ist die ganze Plattform drehbar angeordnet und man kann somit den gesamten Nachthimmel abdecken. 😊

Das Launch Command

In diesem Gebäude befindet sich die Startkontrolle. Wie bereits gesagt sieht es sehr glatt und vielleicht etwas trist aus, trifft den Look dieser Bauwerke aber sehr gut. Hier werden sehr viele nützliche weiße Teile verwendet und auch große Slopes, die mir als Teil neue waren. Außerdem kommen natürlich auch die großen transparenten Scheiben zum Einsatz. Auf einer von diesen sind bei mir Kratzer, was schade ist. Auf den Fotos sieht man es nicht aber glaubt mir einfach mal, dass sie da sind…

Der recht kleine Innenraum ist meiner Meinung nach sehr gut genutzt. Wir haben alles, was wir brauchen, um den Raketenstart gelingen zu lassen. Neben diverser Monitore finde ich auch den roten Startknopf nett. Wieder einmal gefallen mir die Designs der Monitore sehr gut, auch wenn die schwarzen Platten mit Stickern bestückt sind. Immerhin sind die weißen Slopes bedruckt.

Toll finde ich aber die Seitenwände des Gebäudes. Links ist ein Bild der Erde, mit einer kleinen Rakete und wer den kleinen schwarzen Knubbel an der Außenwand gesehen hat, der ahnt vielleicht schon, was hier passiert.

Drehen wir am Zahnrad außen drehen, dann können wir unsere Rakete fliegen lassen. Sie bewegt sich auf einer kleinen Schiene und somit wird ihre Laufbahn überwacht. Ich mag das, es ist kreativ und macht auch optisch was her, wie ich finde.

Auf der anderen Seite ist ebenso ein nettes Detail eingearbeitet. Eine Miniversion des SLS und der Sticker an der Wand dahinter beschreibt die Komponenten der Rakete. Das finde ich großartig! Alle hören der Professorin gespannt bei ihrem Vortrag zu!

Und wenn der Start dann glückt, darf sich ordentlich gefreut werden, mit Kaffe und allem was dazu gehört!

Auf dem Dach gibt es noch eine Satellitenschüssel. Sie bricht die optische Symmetrie etwas, was ich sehr willkommen heiße.

Die Raketenstartrampe

So hoch, dass selbst mein Hintergrund an seine Grenzen kommt, wirkt das Bauwerk sehr beeindruckend. Es ist mit Leichtigkeit mein favorisiertes Modell in diesem Set und natürlich ist das auch klar so gewollt von LEGO. Wir haben hier das SLS auf der Raketenstartrampe.

Um die Expedition in unbekannte Weiten starten zu können, müssen unsere Astronauten an der Rückseite der Startvorrichtung einen Aufzug benutzen, welcher sie nach oben bringt. Es sieht mir nach einer kleinen Kletteraufgabe aus, auf den Lift zu kommen, aber körperliche Fitness ist ja bei Astronauten ohnehin wichtig. 😉

Haben sie den Lift aber erklommen, kann dieser sie gemütlich bis nach oben fahren. Zeit unsere tapferen Weltraumforscher zu verabschieden, bevor sie sich auf machen…

Oben angekommen, muss wieder geklettert oder gesprungen werden, um hinüber auf die Plattform zur Rakete zu gelangen. Ich mache mich zwar hier darüber lustig, dass die Abstände hier etwas unrealistisch sind, aber zu sehr stören tut es mich nicht, meine Fantasie schafft es, das Ganze realistisch zu machen. Wie ich immer in meinen Classic Reviews sage, Kantenglättung und so…

Ein letztes Winken für die Kamera vor dem großen Flug!

Eine kleine Brücke, dankenswerterweise mit Geländer, führt zum Cockpit der Rakete. Diese kann auch eingeklappt werden, wenn die Rakete starten soll. Ein kleiner Seitenfakt: Eigentlich sollte die Mannschaftskabine des SLS, die Orion-Raumfähre, der weiße Teil des Raumschiffes sein. In diesem Maßstab war das aber wohl nicht umzusetzen.

Das Cockpit selbst bietet Platz für beiden Minifiguren und sie bekommen für Reparaturen und andere Aktionen in den Weiten des Alls auch Sauerstoffflaschen. Diese gefallen mir gut, da sie bereits von den klassischen Astronauten aus 1978 verwendet wurden. Ein paar bedruckte Steuerelemente sind auch enthalten. Ich hätte mit zwar eine Rücklehne für die vordere Figur gewünscht, sehe aber ein, dass das bei dem begrenzten Platz nicht umzusetzen war. Dann muss nur noch die Brücke eingeklappt werden.

Und da startet sie auch schon, unsere Rakete. Die gesamte Crew kann es vom Launch Control mit ansehen. Alles lief reibungslos.

Zurück bleibt die Startrampe, welche ich sehr schön gemacht finde. Sie steht auf einer 16×16 Platte und ist so stabil, dass sie einfach gegriffen werden kann, selbst wenn die Rakete angedockt ist.

Die Rakete steckt hier übrigens in einem schwarzen Technik-Liftarm und kann nicht umkippen. Sobald sie gestartet wird, kippen die Betankungsrohre nach vorn weg. Der Mechanismus wird einfach über die Schwerkraft gelöst.

Das Space Launch System

Während sich die Bodencrew um die Hinterlassenschaften der SLS kümmert, haben unsere Astronauten den Orbit des Planeten Erde verlassen!

Die Rakete selbst ist mit einigen großen Teilen gebaut, um möglichst viel transportieren zu können. Das erinnert mich auch ehrlich gesagt sehr an Classic Space bzw. LEGO Space in den 90ern, denn man kann das Schiff an mehreren Stellen aufklappen und Dinge herausnehmen.

(ja, ich weiß, dass das SLS nicht auf dem Mond landen soll) 😉

Wie im Launch Command gezeigt, besteht das SLS im wesentlichen aus drei Sektionen, der Treibstoffzelle, dem Frachtraum und dem Cockpit.

Über letzteres hatte ich ja bereits gesprochen, bevor wir abgehoben sind. Im Frachtraum ist ein kleiner Mondrover untergebracht. „Simpel“ ist die einzig treffende Beschreibung für diesen. Weniger Teile wären nicht möglich gewesen. Aber dafür passt er gut und relativ fest in den Frachtraum, so dass er nicht wackelt.

Die Treibstoffzelle ist natürlich, wie sollte es bei LEGO City auch anders sein, mit Octan beschriftet. Diese Firma beliefert alles in der LEGO Welt, vom einfachen LKW, bishin zum UCS AT-AT. Außerdem macht sie sich in letzter Zeit auch für Elektroenergie stark.

Noch ein kurzer Blick auf die Triebwerke und dann haben wir alles gesehen. Die beiden Booster Raketen links und rechts sind übrigens nur mit jeweils zwei Pins am Modell befestigt und lassen sich damit leicht abnehmen.

Fazit: 60351 Raumfahrtzentrum

Jetzt kommen wir zum schwersten Part dieses Reviews, dem Fazit. Was halte ich denn nun von diesem Set und glaubt mir, ich habe lange hin und her überlegt (was bei den meist sehr hohen Preisen von LEGO wohl schonmal ein gutes Zeichen ist). Ein großes Problem für meine Entscheidung ist, dass ich weiß, was Leute hören wollen… Das Set dürfte maximal 40 Euro kosten damit man es mit 50% Rabatt mitnehmen kann… (Übertreibung) Auf der anderen Seite hatte ich wirklich viel Spaß damit. Ich habe viele Stunden in dieses Review investiert und es war mir jede Minute wert, ich hatte riesigen Spaß beim Aufbau, beim Fotoshooting, beim Planen und Erstellen des Settings, etc.

Noch ein letztes Gesamtbild!

Okay, also anstatt die einfache Route zu gehen, hier kommt mein ehrlicher Hot Take: Für einen Space-Fan wäre dieses Set die 139,99 Euro oder zumindest 130 Euro wert. Teiletechnisch betrachtet haben wir eine gute Mischung aus großen und kleinen Teilen, viele davon sehr nützlich für MOCs. Selbst die Sticker sind sehr brauchbare Designs und auch wenn ich Prints vorziehen würde, finde ich, sie sehen toll aus. Das fertige Modell bietet eine sehr gute Größe und passt für mich ästhetisch voll in das Space-X und Artemis Space Setting, halbfuturistisch und doch irgendwie vertraut. Spielfunktionen gibt es viele und durch all die Sachen, die noch enthalten sind, vom kleinen Leuchtstein-Roboter bis hin zum Rover im SLS, hat man hier einiges zu tun. Die Länge meines Reviews sollte das auch gut widerspiegeln, so viele Bilder, von so vielen Details und verschiedenen kleinen Szenen. Außerdem mag ich die Tatsache, dass LEGO hier ein reales Forschungsprojekt nachstellt, da gibt es für Kinder viel zu Lernen und es kann die Faszination für den Weltraum wecken. Ja, ich hätte mir gewünscht, dass darauf mehr Fokus in den Anleitungen, durch Infos zu den Bestandteilen des Sets, gelegt worden wäre. Aber auch so ist das etwas, was Kinder vielleicht begeistern kann und wenn sie Dinge nicht verstehen, können die Eltern um Rat gefragt werden.

Selbst für ein Display eignet sich das Set gut, wenn auch nicht so detailliert, wie beispielsweise die Saturn V von LEGO Ideas.

Wenn ihr jedoch keine Hardcore-Space-Liebhaber, sondern „nur“ so semi-interessiert an LEGO Space seid (so wie ich), also euer Hauptthemenbereich eher woanders liegt, dann wird es für euch diesen Preis wohl nicht wert sein. Denn ich muss auch ehrlich sein, während mir das Set gut gefällt, hätte ich es wohl nicht gekauft. Nicht weil es schlecht ist, sondern weil Space einfach nicht mein Hauptthema ist bei LEGO. Das ist natürlich ein Problem in der Bewertung, denn kann ich ein Set empfehlen, von welchem ich weiß, dass ich es mir nicht gekauft hätte? Ich hoffe schon, denn ich weiß, wäre Space mehr mein Thema, dann wäre ich hier vermutlich auf meine Kosten gekommen. Da es sich um ein Set für Kinder handelt, muss ich dann aber doch auch wieder Abzüge machen, da 140 Euro zu „abgehoben“ sind – ich hätte mir eher einen Preis zwischen 100 und 120 Euro gewünscht. Mit großen Rabatten ist zumindest vorerst nicht zu rechnen, da das Set leider vorerst exklusiv bei LEGO und einigen Partnern erhältlich sein wird. Und natürlich empfehle ich jedem, der das Set möchte: Der Dinge zu harren, denn das Set wird sicher noch eine Weile verfügbar sein und ein Tag-1-Kauf ist daher nicht nötig. Sollten wir hier irgendwann die „üblichen“ 30 Prozent Rabatt sehen, also bei etwa 100 Euro ankommen, dann ist es auf jeden Fall wärmstens zu empfehlen.

Ich hoffe, ich konnte vermitteln, wie und warum ich zu diesem Fazit gekommen bin. Wie gesagt spiegelt der Artikel meine persönliche Meinung wider und es steht jedem frei anderer Meinung zu sein. Dann bleibt mir jetzt wohl nur noch, in mein Cockpit zu steigen und zum nächsten Review auf einen anderen Himmelskörper zu fliegen. 😉

Bewertung

Positiv Negativ
  • Schönes Displaymodell
  • Für Kinder viel zu spielen
  • Und da ist ja noch ein Fahrzeug 😉
  • Schöne Figuren
  • Zu wenig inhaltlicher Bezug zum Artemis-Programm der NASA informativ vermittelt (etwa in der Bauanleitung)
  • Etwas zu teuer
  • Kratzer auf den Scheiben

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Eure Meinung!

Was haltet ihr von den neuen LEGO City Space Sets? Steht dieses Set auf eurer Wunschliste? Findet ihr die Idee, Sets auf Basis des NASA Projekte zu haben, gut? Sagt es mir in den Kommentaren!

Jonas Heyer

Geht mit Johnny Thunder auf die Suche nach den Schätzen der LEGO Geschichte. Von den Gewässern Redbeards geliebter Karibik, über die Helden des Westens, bis hin zu den tapferen Rittern von Richard Löwenherz!

13 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Danke für das schöne Review und den einmal mehr „fantastischen Rahmen“. 😀

    Mein erster Gedanke: Ich musste ob der Farbgestaltung und des Rolltors sogleich an LEGO der Anfang 90er Jahre denken. Ein wenig Airport, ein wenig Polizeistation… klassisch angehaucht die Geschichte hier, das gefällt mir!

  2. MyToys hat das Set schon im Angebot für 109,99€ 😉

  3. Preis ist das Einzige was mich noch zögern lässt

  4. The Storytelling Brick

    13. Mai 2022 um 13:09

    Schöne Review. Noch viel bessere Bilder! 👍 3-2-1… Liftoff!

    „Wie gesagt spiegelt der Artikel meine persönliche Meinung wider und es steht jedem frei anderer Meinung zu sein.“

    Dafür musst du dich doch gar nicht entschuldigen! Und sowieso sollte jedem Blogbesuchenden klar sein, dass da deine persönliche Meinung – allen voran im Fazit – steht. Und selbst wenn sie dann eben mit der Meinung des anderen differiert oder nicht die eigene Meinung (weil man etwas anderes vom Text erwartet hat) widerspiegelt, dann ist das so. Unterschiedliche Meinungen muss man aushalten können. Ich finde, nur so entstehen (teilweise) nette Diskussionen, in denen vielleicht auch mal der eigene Standpunkt hinterfragt oder doch nur bestärkt wird 🙂

    Und damit auch zum Kritikpunkt ‚Preis‘: ich finde (die Steineanzahl und Steinegrößen außer Acht gelassen) sieht das, was vor einem am Ende steht, nicht wirklich nach 140,- Euro aus. Gerechnet hätte ich eher mit 100-120,- Euro.

    Dennoch finde ich, ist das Set inhaltlich stimmig und das Kind (auch das, welches im Erwachsenen steckt 😉 ) hat eine Menge Spielspaß damit. Was ich extremst schade finde, ist die Exklusivität des Sets (die unangenehme Auswüchse in letzter Zeit annimmt). Eine Verfügbarkeit im normalen Handel würde ich viel lieber sehen. Nicht mal unbedingt wegen den egoistischen persönlichen Motiven auf Rabatte bei den AFoLschen Schnäppchenjägern. Eher im Sinne von: So bekommt der Oma-Opa-Onkel-Tante-Eltern-im-Galeria-oder-Müller-Otto-Normalkäufer doch gar nichts von diesem Set mit – und das spaceinteressierte Kind verpasst im dümmst anzunehmenden Fall ein durchaus nettes Set.

    Die von dir angesprochenen fehlenden (Hintergrund-)Informationen zum Artemisprogramm finde ich auch schade. Ein bisschen mehr Edutainment wäre hier sicherlich angebracht gewesen. Man stelle sich nur mal vor, LEGO hätte das Set ähnlich wie die kommenden ‚Missions‘ vermarktet. Beim Aufbauen des Sets mit Informationen gefüttert werden. Ich sehe da einen schönen Mehrwert. Leider nunmal Potential verschenkt…^^ LEGO hat manchmal echt gute Ansätze, die nicht zu Ende oder weiter gedacht werden :/

    • Es war hier leider wirklich so, dass ich mich irgendwie ziemlich unter Druck gesetzt gefühlt habe, was mein Fazit angeht. Nicht von LEGO oder von Andres, sondern von der „allgemeinen Erwartungshaltung“… Ich weiß auch nicht, warum… aber ich habe lange hin und her überlegt. Habe gefühlt 100 andere Sets daneben gesstellt (z.B. die Mittelalterliche Schmiede, die mir absolut jeden cent der 150 Euro wert ist, oder aber auch diverse andere Sets aus fast allen Epochen der LEGO Geschichte) und am Ende hatte ich es einfach nicht in mir das Set für den Preis zu hart auseinander zu nehmen. Klar empfehle ich, es mit Rabatten zu kaufen, aber ich das Set hatte bei mir wirklich Resonanz, viel mehr, als ich jemals erwartet hätte, als ich es ausgepackt habe… 😀

  5. Nach deinem Review halte ich deutlich mehr von dem Modell, als davor. Es kam mir immer etwas steril vor, aber die Spielfunktionen sind wirklich reichhaltig, da hätte ich als Kind meinen Spaß dran gehabt. Um ehrlich zu sein auch als Erwachsener, aber da ich mir erst kürzlich das Center von Friends zugelegt habe (das hat eben ein Shuttle), brauche ich das hier gar nicht erst bei meiner besseren Hälfte zu erwähnen 😉 )

    • Schön, dass ich meine Freude an dem Set vermitteln konnte. 🙂

      Das Set wird sicher auch eine Weile zu haben sein, vielleicht ist die bessere Hälfte auch irgendwann und mit gutem Rabatt gnädig gestimmt 😀

  6. Hallo Jonas,

    Danke für die Review über den lego bausatz mit Rakete, Kosmonauten u Co mit der Nennung von vor und von Nachteilen von ihm

    Auch ich mache den „fehler“, den du gemacht hast und den du im text auch zugegeben hast. Auch ich starte bei jedem bausatz mit klemmbausteine aller Art mit dem kompletten aufreissen bzw mit dem aufschneiden aller Beutel mit allen Steinen darin also gräme dich nicht allzu sehr darüber und bleib immer gesund und hab immer viel spass bei allem, was du alles so anstellen jeden tag

  7. Vor dem Lesen dachte ich, das Set ist 80 Euro wert. Ich will es haben, aber es ist viel zu teuer. Danke fürs Review, jetzt werde ich es mir versuchen um 100 € herum zu kaufen.
    Das Friends-Space-Shuttle ist innerhalb des Legoprogramms der größte Konkurrent.

  8. Ok, ich bezeichne mich wirklich als Hardcore-Lego-Space-Fan und das seit 1991. Seitdem habe ich fast alles an Lego Space gesammelt, was es gab und was mir gefallen hat.
    Aber dieses Set finde ich absolut enttäuschend, speziell, wenn man es mit den letzten Sets aus dem Space-Subtheme von City vergleicht. Die Rakete samt Abschussrampe ist ganz nett, darüber hinaus ist mir das aber zu viel loser Kleinkram. Winzige Fahrzeuge, ein kleines Kontrollzentrum, ein kleines Observatorium, alles klein, eigentlich.
    Im Vergleich dazu das Lego-exklusive Set 60229: ein riesiges Fahrzeug samt Rakete, mittelgroße „Gebäude“ und ein mittelgroßes Fahrzeug. Dazu die üblichen Kleinteile. Insgesamt fühlt es sich nach… MEHR an. Und dann 140€ für das neue Set? Wirklich nicht.
    Ich warte Mal ab, vielleicht gibt es das ja bald bei Kaufhof/Smyth’s/myToys mit nem gescheiten Rabatt. Wenn nicht, wäre es das erste Space-Set seit langem, welches ich mir nicht holen würde…

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