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LEGO Dragon Dance 80102 im Review

LEGO Dragon Dance 80102 | © André Micko

Das exklusive Set LEGO Dragon Dance 80102 („Drachentanz“) im Review: Tanzende Steine.

Das exklusiven Set Dragon Dance 80102 ist seit wenigen Wochen im asiatischen Raum erhältlich. Im bereits erschienenen Beitrag zum Bausatz Chinese New Year’s Eve Dinner 80101 finden sich unter anderem ein paar allgemeine Informationen zum chinesischen Neujahrs- oder Frühlingsfest, die natürlich auch für den Drachentanz gelten und dort nachgelesen werden können.

Zum Drachentanz selber lässt sich noch ergänzen, dass dieser traditionelle Tanz der chinesischen Kultur oft zu offiziellen Anlässen aufgeführt wird (Drachen bringen Glück!), und insbesondere eben auch zu Neujahr. Mehrere Tänzer versetzen mit Hilfe von Stöcken, die mit den Segmenten eines Drachenmodells verbunden sind, dieses in wellenförmige, gewundene Bewegungen.

Mit beiden Frühlings-Sets verbinde ich dank meiner Zeit in China die ein oder andere persönliche Erinnerung. Der Drachentanz hat mich dann noch etwas mehr gereizt, da neben der tollen Optik auch eine mechanische Funktion gegeben war. Ich war gespannt auf die Umsetzung seitens LEGO, hatte doch der von mir sehr geschätzte Jason Allemann bereits einen verbesserten Mechanismus veröffentlicht. Doch genug der einführenden Worte, werfen wir endlich einen Blick auf die Steinchen.


Zusammenbau und Umfang

Das Set 80102 erhält der Hobby-Baumeister in China für 599 CNY, dies entspricht knapp 80 Euro. Somit ist der Bausatz etwas günstiger als das Dinner, und mit 622 Teilen sogar ein klein wenig größer – zumindest hinsichtlich der Teileanzahl –, aber dennoch kein Schnäppchen. Grundsätzlich ist LEGO in China ohnehin teurer als bei uns.

Die Teile sind auf vier Bauabschnitte in entsprechend nummerierten Tütchen verteilt, deren Zusammenbau ist in einer knapp 80-seitigen Anleitung beschrieben. Weiter war in der Schachtel… nichts! Das heißt kein Stickerbogen, alle verzierten Elemente sind bedruckt. Insgesamt immerhin siebzehn Stück, wobei die Minifiguren-Torsos noch nicht mit eingerechnet sind.

Auf der Verpackung befindet sich wieder das „Spring Festival“- Logo mit dem chinesischen Schriftzeichen für „Frühling“, welches das Set als Sonderausgabe kennzeichnet.

Öffnet man das Tütchen mit der Nummer 1, liegt darin auch der enthaltene Elementtrenner. Und – Achtung – nicht in Orange, sondern in „bright bluish green“ (zugegebenermaßen muss ich die genauen LEGO Farbbezeichnungen immer googeln beziehungsweise „bricksetten“). Das helle Meergrün bietet eine schöne Abwechslung in dem orange-farbenen Haufen, der sich mittlerweile bei mir angesammelt hat.

Der Aufbau geht leicht von der Hand. Im Inneren des Sockels kommen einige farblich interessante Elemente zum Einsatz, auch wenn die später natürlich nicht mehr zu sehen sein werden. Immer wieder spannend ist die „Zweckentfremdung“ der LEGO Hotdogs, die in diesem Modell in Gelb zum Einsatz kommen.

Um ein wenig „Technic“ kommt man dank der Mechanik, die den Drachen zum Tanzen bringen soll, nicht herum, wobei diese sehr einfach gehalten ist. Auf einer Nockenwelle liegen 2×2 Bausteine mit Achsloch auf, in welches die Stangen der Tänzer montiert sind. Dreht man an der Nockenwelle, bewegen sich die Bausteine, respektive die Achsen, auf und ab. Über jeweils einen 90 Grad Versatz von Nocken zu Nocken entsteht dann die Wellenbewegung.


Und damit kommen wir auch direkt zum fertigen Modell, welches nach entspannten 45 Minuten Bauzeit vor einem steht. Angeführt wird das Gespann von einer Minifigur im markant rosafarbenen Schweinchenkostüm. Zur Erinnerung: Am 05. Februar 2019 beginnt das Jahr des Schweines.

Eigentlich wäre dahinter beim Drachen dann Platz für acht Tänzer vorgesehen, sprich acht Achsen bewegen die Segmente des Drachens, jedoch liegen dem Set hierfür nur vier Minifiguren bei.

Ich dachte zunächst, dass zu viele Tänzer das Bild des Drachen stören beziehungsweise von diesem ablenken. Dies ist allerdings nicht der Fall, wenn man die Minifiguren abwechselnd auf die rechte und die linke Seite an den Achsen platziert. Insofern fände ich es passender, wenn alle Positionen unterhalb des Drachens besetzt werden könnten, also noch weitere vier Minifigur-Tänzer dem Set beiliegen würden.

Dreht man an der hinten angebrachten Kurbel, bewegen sich über die schon beschriebene Nockenwelle die acht Drachensegmente inklusive Kopf nacheinander auf und ab, so dass eine Wellenbewegung des Drachens entsteht. Das läuft sehr leichtgängig, dabei kommt es auch zu dezenten Klacker-Geräuschen wenn die Nocken auf die Steine treffen, die umso lauter werden je schneller man dreht. Das passt irgendwie ganz gut und untermalt den Tanz mit einem gewissen Rhythmus. Etwas gewöhnungsbedürftig hingegen ist das Auf- und Abhüpfen der Tänzer. Diese sind fest mit den Achsen über ein Schlauchverbindungsstück aus dem Pneumatikbereich verbunden, so dass sie natürlich nicht die Achsen anheben können, sondern sich mit diesen starr auf und ab bewegen. Der Lampion des Führungsschweins dreht sich übrigens während des Tanzes mit.

Fazit

Der Drachentanz ist ein kleines, durchaus einfaches, aber sehr reizvolles Set in toller Optik. Insbesondere der Drachenkopf ist wunderbar umgesetzt. Wie auch schon beim Dinner, trägt die Exklusivität – Verkauf bisher nur in einigen asiatischen Ländern – sicherlich für viele, die zunächst keinen so großen Bezug zum kulturellen Hintergrund haben, dazu bei, das Set haben zu wollen.

Die Mechanik ist einfach umgesetzt, funktioniert aber gut und ist das i-Tüpfelchen des Drachen-Sets. Mit deren Umsetzung könnte man eigentlich ganz zufrieden sein, bis man Jasons Video sieht und unweigerlich denken muss: „Wow, so kann das also auch aussehen!“

Was sagt ihr zum Drachentanz? Äußert euch gerne in den Kommentaren.

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

7 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Danke für das tolle Review, André!
    Wenn man das Video mit Jason gesehen hat, will man es so!! 🙂
    Was ich mich einzig frage: Wäre das so realistisch(er), wenn der Drache tatsächlich getragen würde?

  2. Das Set gefällt mir schon, aber nicht so sehr, dass ich die Mühen der Akquise auf mich nehmen werde. Nicht wie beim Neujahrsessen. Spannende Teile sind allerdings dabei, ich habe mir Skorpion und Frosch in Tan sowie Würstchen und Unikitty-Schwanz in Bright Light Orange über „Steine und Teile“ jeweils mehrfach geordert – Fassadendetails. Die Rezension ist wieder super. Vielen Dank, André!

    • Ich würde ja gerne mal deine MOCs sehen…

      Gruß, Jan

      • Seit fast zwei Jahren baue ich an einem Häuserblock mit Innenhof auf einer Fläche von 96*128 Noppen – ich bin nicht so schnell. Wenn ich fertig sein werde, dann werde ich gern Fotos schicken.

  3. Schönes Review, tolle Bilder. Echt super!

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