LEGO Ideas 21343 Wikingerdorf im Review

Weite Himmel, große Freiheit, endlos fern dein Horizont. Bin auf ewig dir verbunden, schönes Land. 🎵 | © Jonas Heyer

Das LEGO Ideas 21343 Viking Village im Review und neu erhältlich: Hoch im Norden weht ein rauer Wind, hoch im Norden, wo wir zu Hause sind…

Update 30. September: Es geht in den Norden! Das exklusive LEGO Ideas 21343 Wikingerdorf (“Viking Village”) ist ab 1 Uhr nachts neu im LEGO Online Shop 🛒 erhältlich! Für alle Unentschlossenen: Lest bei Interesse gerne mein ausführliches Review zum 21343 Wikingerdorf – folgend! Und: Das 40596 Magische Labyrinth (“Magic Maze”) landet bei Kauf ebenfalls im Warenkorb – das Review von Andres geht am Nachmittag online.

Gleich geht es an die Steine! | © Andres Lehmann

Die Eckdaten

Artikel vom 5. September:

Still liegt das Meer unter einem Schleier dichter Nebelschwaden, die sich an die Uferböschung schmiegen. Zwischen kargen Felsen, die wie Zähne von Seeungeheuern, aus dem Wasser ragen, liegt eine kleine Bucht. Es ist in dieser Bucht, wo die mutigen Wikinger unter Halvar Haraldson ihr Dorf errichtet haben. Kehren die Krieger von ihren Fahrten zurück, wird hier meist bis in die Nacht mit Wein, Bier und Wildschweinbraten gefeiert. Doch nicht nur auf die rauschenden Feste, die selbst Haithabus Bewohner vor Neid erblassen lassen, kann der Hersir stolz sein. Sein Volk besteht aus begabten Jägern, Fischern und geschickten Schmieden, die Stahl mit der Eleganz von Seidenschneiderei in kunstvolle Schwerter, Schilde und Rüstungen verwandeln. Diese Frauen und Männer sind auf der ganzen Welt ebenso als Künstler angesehen, wie als Krieger gefürchtet…

Das heutige Review steht unter einem ganz besonderen Nordstern. Die Wikinger sind zurück! Und das schon zum zweiten Mal innerhalb der letzten Jahre. Nachdem in Creator 3in1 das Wikingerschiff erschien, welches ich leider nicht mein Eigen nennen kann, kommt nun ein weiteres Set, diesmal unter dem Banner von LEGO Ideas. Damit soll es nun um Set 21343 „Wikingerdorf“, von Fan-Designer BrickHammer, gehen. Ich nehme euch mit auf eine Reise in den hohen Norden, in kalte Gewässer, zu einem spannenden Stück Skandinavischer Geschichte.

Das Thema hat bei LEGO tatsächlich keine allzu lange Geschichte. Zwar kam bereits im Jahr 1987 ein Set namens 6049 „Viking Voyager“ heraus, jedoch gehörte dieses zu LEGO Castle und enthielt keinerlei Wikinger-spezifische Elemente. Auch die 90er boten nichts in dieser Richtung. Erst im Jahre 2005 erschien die Themenreihe Vikings und für mich war das als Kind ein Event. Ich erinnere mich noch gut daran, wie die Themenreihe bereits im vorangehenden Katalog eingeläutet wurde, mit einem nebeligen Meer, vor dem eine Axt und ein Schild zu sehen waren, mit den Worten „Coming soon“. Die Sets liefen sogar gut genug, um eine kleine zweite Welle zu bekommen und waren unglaublich fair eingepreist. Danach wurde es wieder still um die nordischen Krieger. Hin und wieder gab es in dem Minifigurenserien Wikingerfiguren aber abgesehen davon schien es das für’s erste gewesen zu sein. Erst 2022 bekam die Thematik mit dem Creator Wikingerschiff wieder ein wenig Aufmerksamkeit. Und nun kommt ein Dorf für unsere Kämpfer heraus.

Aber taugt dieses Set etwas? Finden wir es gemeinsam heraus! Volle Fahrt Richtung Norden…

Die Eckdaten

Wer ist der beste Kämpfer des Hersirs?

Umfang und Zusammenbau

Dieses Modell hatte ursprünglich die 10.000 Stimmen auf LEGO Ideas erhalten, sollte dann allerdings nicht umgesetzt werden. Doch es schien als sei das Glück diesem Entwurf hold gewesen, denn in einer Target-exklusiv-Aktion in den USA sollte ein weiteres Ideas Modell ausgewählt werden. Die Fans durften direkt abstimmen und auswählen. Eine Wahl, aus der das Wikingerdorf als klarer Sieger, gegen einen Minigolfplatz und maritime Lebewesen, herausging.

LEGO Ideas 21343 Wikingerdorf

Mit LEGO zu bauen macht immer Spaß, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass es sich hier nicht anders  verhält. Man sitzt am Bau durchaus ein paar gute Stunden. Der Bau erfolgt über 15 Tüten und das Dorf wird in drei Teilen aufgebaut, Schmiede, Haupthalle und Wachturm. Jedes Gebäude wird im Stil und der Farbgebung leicht abgeändert, sodass das Zusammenstecken nie langweilig ist.

Interessante Bautechniken helfen dabei ebenfalls, auf welche ich unten im Review im Detail eingehen werde. Das Modell selbst hat für seinen Preis auch eine meiner Ansicht nach ansehnliche Größe.

Was wir in diesem Set nicht haben, sind Sticker und angesichts der wundervollen neuen Prints, die wir stattdessen bekommen, freut mich das wirklich sehr. Alles was ihr seht ist also bedruckt und nicht geklebt. Ich würde mir wünschen, dass LEGO sich das zumindest für ihre 18+ Sets angewöhnt.

Beide Wikinger-Entwürfe des Fan-Designers BrickHammer

Ein kleines Manko, welches mir hier tatsächlich das erste Mal deutlich aufgefallen ist, besteht darin, dass die Steine in dunklem Beige teils farblich nicht konsistent sind.

Die Minifiguren

Insgesamt vier Wikinger bekommen wir in diesem Set. Zwei davon sind Frauen und zwei Männer. Diese haben es echt in sich und gefallen mir ganz ausgezeichnet, was ihr Design angeht. Auch wenn die Helme die historisch leider nicht ganz korrekten Hörner haben, wird zumindest im „Historienteil“ der Anleitung auf diese stilistische Entscheidung eingegangen. Eine Entscheidung, welche übrigens auch der Fan-Designer für seinen Entwurf getroffen hatte.

Die Idee der Hörner geht auf ein Opernstück des deutschen Komponisten Richard Wagner namens “Ring der Nibelungen” zurück. Dieses zeigte Germanische Stämme mit gehörnten Helmen. Widerlegt werden konnte zwar bisher noch nicht, dass Wikinger tatsächlich solche Helme trugen, aber es gibt keine Hinweise darauf, dass sie es taten. Ein derartiger Helm wäre auch sehr unpraktisch im Kampf, weswegen er höchstens als zerimonieller Kopfschmuck denkbar gewesen wäre. Aber das Bild des Wikingers mit gehörntem Helm ist so tief in der Popkultur verankert, dass jeder sofort weiß: Das sollen Wikinger sein!

LEGO sagt uns nicht, wie diese Figuren heißen sollen, es sind also allesamt „generische Wikinger 1 bis 4“. Das hält mich aber nicht davon ab, ihnen Namen in meinem Head-Canon zu geben.

Da haben wir zunächst Halvar Haraldson, den Hersir des Dorfes. Er ist der Anführer der Wikinger und man sieht ihm seine Wichtigkeit deutlich an. Mit Schulterpanzerung und detailreichem Druck auf dem Torso und den Beinen.

Weiche Dämon!

Kleiden tut er sich in winterfest aussehendem Stoff und einem Kettenhemd, welches ihm im Kampf gegen die Midgardschlange sicher Schutz bietet. Ein weißer Bart wärmt sein Gesicht und passt sehr gut seiner Rolle als Häuptling des Dorfes. Bei sich trägt er ein Schwert und einen Schild, der ebenfalls detailreich in grün-gelb bedruckt ist.

Als nächstes haben wir die Kriegerin Freyja, welche ebenfalls detailreiche Drucke auf Torso und Beinen bekommen hat. Auch sie trägt ein Kettenhemd, sowie einen Ledergürtel. Sie ist die Tochter des Häuplings, die bereits vor ihrem achten Lebensjahr in der Lage war, eine Axt zehn Meter weit zu werfen und ein echtes Schwert zu halten. Ihr langes blondes Haar hat die Dame zu einem Zopf zusammengeflochten.

Tatsächlich waren viele Wikinger auch deshalb blond, weil sie ihr Haar mit einer Mischung aus Ziegenfett und Buchenasche einrieben, welches einen bleichenden Effekt auf die Haare hatte. Auch wenn es zum Mode- und Schönheitsstandard nordischer Stämme wurde, stammte das Bleichen der Haare aus einem eher praktikablerem Grund: Die Mischung tötete Läuse ab. Unsere Wikingerin trägt ebenfalls einen Schild, welcher statt grün-gelb nun aber rot-blau bedruckt ist. Mir gefällt es sehr gut, dass LEGO hier zwei Prints spendiert hat.

Die dritte Figur im Bunde ist der Bogenschütze, nennen wir ihn Ivar. Was Ivar angeht muss ich aber sagen, dass seine Farben nicht so richtig stimmig wirken. Dafür sind die Drucke aber wieder genial gemacht. Sein Torso ist auch der erste, welcher neu in diesem Set ist. Die Torsoprints von Halvar und Freyja kennen wir bereits aus dem Creator 3in1 Set.

Auch Ivar trägt einen Helm, welcher mit Hörnern geziert ist. Mir gefällt übrigens sehr gut, dass der Chef die größeren Hörner am Helm hat, damit er wichtiger wirkt, während sich der Jäger hier mit kleineren gekrümmten Hörnern begnügen muss. Sein Gesichtsaufdruck zeigt eine Art Kriegsbemalung. Diese passt zu vielen Darstellungen der Wikinger. Seine bevorzugte Waffe ist der Bogen und er kommt auch mit einem Köcher für seine Pfeile daher.

Die letzte Minifigur, ist Thora. Ihr Outfit ist weniger fürs Kämpfen gemacht, sondern für das Handwerk. Thora ist nämlich die Schmiedin und damit auch Künstlerin des Dorfes. Sie trägt eine Schürze und Werkzeugtasche, sowie einen verzierten Gürtel. Ihr orangenes Haar wird von einem Stirnband gehalten und man sieht ihr eine Persönlichkeit feuriger als der Schmiedeofen förmlich an.

Sie kommt mit einem Pinsel daher, um ihre geschmiedeten Werke künstlerisch aufzuwerten. Besser aber noch: Ein mit Runen bedruckter Hammer. Jetzt ist sogar der Donnergott neidisch, denn nicht einmal er darf solch einen tollen Hammer besitzen. Auf dem Hammer erkenne ich ein “b” und ein “h” als Runen. Das ist sicherlich eine Referenz an das Alias des Fan Designers BrickHammer. Ein Brickhammer für BrickHammer quasi.

Diese Minifiguren bevölkern das Dorf und mir gefällt, wie viele neue Prints sich hier finden. Ich hoffe, dass diese nicht exklusiv für dieses Set bleiben. Ein Wikinger-Battle-Pack vielleicht? Man darf doch wohl noch träumen…

Das Dorf der Wikinger

Wir legen am Steg in der Mitte des Dorfes an. Betritt man den Holzweg, kann man direkt über eine kleine Treppe hinauf zum Langhaus des Anführers.

Doch bevor wir uns dort umsehen, wollen wir erst einmal zur Schmiede, welche sich linkerhand befindet. Schließlich sind die kunstvoll gefertigten Metallgüter des Dorfes weltberühmt.

Auf dem Weg zur Schmiede sieht man, dass die LEGO-Designer sich viel Mühe gegeben haben, das natürlich Terrain abwechslungsreich aber nicht zu unruhig zu halten. Hier befindet sich auch eine kleine Tanne, welche mir sehr gut gefällt. LEGO hat einen interessanten Track-Record was Bäume aus Teilen angeht. Manchmal sind sie sehr schön gemacht, so wie dieser hier, manchmal aber wirken sie zu kahl, wie zum Beispiel bei der Ideas A-Frame Cabin und wieder andere Male werden die klassischen Formteil-Bäumchen verwendet, welche bereits in den 80ern existierten.

Vor der Schmiede sehen wir bereits etwas von Thoras‘ artistischem Talent, einen kunstvoll gefertigten Runenstein. Dieses bedruckte Teil zeigt ein Wikingerschiff und eine „gedröselte“ Seeschlange. Vielleicht kommt dieses Symbol dem ein oder anderen noch bekannt vor, denn es handelt sich um das Emblem, welches bereits das Segel des alten Wikingerschiffes 7018 aus 2005 zierte. Als Fan solcher Easter-Eggs habe ich mich darüber sehr gefreut. Zudem ist es ein wundervoller Print, welcher sich ggf. auch in einem Museum gut machen würde (Ich kann nicht der einzige sein, der sich ein Museum als Modular Building wünscht…)

Nun sind wir aber an der Schmiede angekommen. Das Gebäude ist sehr schön gemacht. Es handelt sich um ein recht offenes Gemäuer mit Strohdach, sodass unsere Schmiedin den Nordwind fühlen kann, während sie arbeitet. Das Dach ist nur aufgelegt und kann somit leicht abgenommen werden, um einen besseren Blick ins Innere zu gewinnen.

Nur die Rückwand ist massiv aus Holz gebaut und auch hier sieht man, dass sich die Designer von allen Seiten Mühe gegeben haben, das Set schön aussehen zu lassen. Vor dem Fenster der Schmiede steht außerdem ein kleiner Baum, welcher aus LEGOs neuen Farnblättern gebaut ist. Ebenfalls sehr gelungen!

Es gibt hier alles, was ein Schmied braucht, um seinen Beruf auszuüben. Ein kleiner Amboss, ein Ofen, ein Wassereimer und ein Bereich, in welchem die fertigen Werkzeuge und Waffen gelagert werden können. Eine kleine Funktion gibt es hier beim Blasebalg neben dem Schmiedeofen. Drückt man diesen nach unten:

So heben sich die Flammen im Ofen. Zugegeben, es ist nicht so cool, wie der Leuchtstein in der mittelalterlichen Schmiede aber trotzdem ein willkommenes Feature, welches nicht die Optik des Sets beeinträchtigt.

In der Ecke befindet sich dann der Lagerbereich der Werkstatt, wo wir ein Fass gefüllt mit einem Schwert, einer Spitzhacke und anderen Werkzeugen. Dahinter liegt auf einem Tisch ein Kerzenhalter, sowie ein frisch geschmiedeter Helm, über welchem ein noch unverzierter Schild und eine Zange hängen.

Dort Freya! Dort siehst du ihn. Den Nordstern!

Nachdem wir die Schmiede hinter uns gelassen haben, kehren unsere Wikinger zurück in das Langhaus, welches ihnen als Festsaal dient.

Wie bereits die Schmiede, weiß auch dieses Gebäude vollends zu überzeugen. Das beginnt direkt beim Eingang. Die Türen sind mit goldenen Griffen versehen und über ihnen sehen wir ein weiteres bedrucktes Element, welches insgesamt sechs Mal in diesem Set vorkommt. Es handelt sich um eine 1×4 Fliese, welche mit goldenen Schlangen bedruckt ist.

Die Fenster sind ebenfalls kunstvoll verziert und ich möchte wetten, dass hier die Schmiedin ihre Hände im Spiel hatte. Ansonsten ist das Haus wie eine Blockhütte aus massiven Baumstämmen gefertigt und in dunklen Brauntönen gehalten.

Das Fenster auf der Rückseite ist ebenfalls sehr gelungen, hier wurde ein Zaunelement seitlich in die Wand eingebaut und in einen Rahmen eingesetzt.

Ein mit Stroh gedecktes Dach rundet den Look ab und auch dieses weiß mich zu überzeugen. Mich freut es, dass hier und auch im restlichen Set nicht versucht wurde akribisch jede Noppe mit einer Fliese zu verdecken. Ich weiß, dass viele Leute sich das wünschen und vielleicht ist das für einige daher ein negativer Punkt aber für mich sieht das Set dadurch noch wirklich nach LEGO aus.

Wie dem auch sei, es gibt auf dem Dach noch einen kleinen Aufbau, welcher allerdings nicht begehbar ist. Hier soll vermutlich der Rauch aus dem Inneren abziehen können, wenn gekocht wird. Quasi die antiquierte Form der Abzugshaube. Die gesamte Konstruktion hat schön verzierte Giebel mit goldenen Elementen, darunter Bratwürstchen und Ninjago-Brustpanzer. Alles lässt sich im Ganzen abnehmen, um einen Blick ins Innere des Gebäudes zu erlangen.

Whiskey und die starken Männer…

Hier finden wir die Feuerstelle der Wikinger. Diese ist ein Stück in den Boden eingelassen, um genau den richtigen Look zu erzeugen. Ein kleines Gestell erlaubt es, Pfannen oder Töpfe über die Feuerstelle zu hängen.

Von Nord nach Süd und von Ost nach West, gleich wie weit und wie lang ich fuhr, fand’ ich keinen Mann, der so feiern kann, wie die Mädchen von Haithabu! 🎵

Um die Feuerstelle herum gibt es ein wenig Platz für die Wikinger, um sich für die rauschenden Feste hier zu versammeln. An der linken Wand hängen ein paar weitere Waffen, eine Axt, ein Schild und ein Speer. Rechterhand befindet sich ein kleiner Tisch mit einem Kelch und einer Hühnerkeule.

Der Festsaal…

An der Rückwand des Langhauses steht aber der Thron des Hersirs, unter Fachleuten auch bekannt als „der Chefsessel“. Dieser ist sehr gut gelungen und fügt sich super in die Szene ein. Neben dem Stuhl selbst stehen auch links und rechts zwei Tische, für einen goldenen Kelch und einen Kerzenhalter. Außerdem hängen rot-weiße Banner an der Wand hinter dem Thron. Sitzt Halvar auf seinem Thron, sorgt das alles für einen sehr epischen Look.

Wenn unsere Wikinger nach ihrer Party im Haus des Chefs vom Brotsaft noch nicht zu betrunken sind, schauen sie vielleicht nochmal zum Lagerhaus oder dem Wachturm. Die dritte Sektion des Modells führt den Steg weiter und bietet viel Platz für unsere Minifiguren. Ich hätte mir hier eventuell noch ein oder zwei der schönen Tannen gewünscht.

Auf dem Steg lagern die Wikinger Fische, welche an einem Trockengestell hängen. Und natürlich wird hier auch der Mandarinennektar gelagert. Hier gibt es einen weiteren fantastischen Druck, nämlich den Deckel des Fasses. Hier haben wir einen simplen Holzdeckel mit dem Emblem der Wikinger.

Vom Steg aus führt eine Treppe nach oben zum Speicherturm. Nach allem, was ich von dem Set bisher gesehen habe, ist es keine Überraschung, dass auch dieser fantastisch aussieht. In Braun, Dunkelbraun und dunklem Beige gehalten schafft er, wie auch die anderen Gebäude, eine dunkle nordische Atmosphäre. Strohbedeckte Dächer in Beige und Nougat sorgen für etwas farbliche Abwechslung und hellen den Look etwas auf. Die schwere hölzerne Tür ist mit Zauberstäben dekoriert und lässt sich durch die angedeutete Klinke leicht öffnen.

So bekommen wir aber noch keinen richtigen Blick ins Innere. Dafür lässt sich aber die Rückwand abnehmen. Bevor wir das aber tun, möchte ich noch kurz auf die Fenster eingehen. Die Bautechnik für die „Erker“ hier fand ich ganz spannend. Oben wird eine Stange in die Wand gesteckt und darauf werden über Clips die Dachschrägen seitlich befestigt. Diese werden dann auf invertierten Dachsteinen und Käseecken um das eigentliche Fenster aufgelegt. So entsteht, meiner Ansicht nach, eine ganz großartige Optik.

Nimmt man die Rückwand ab, kann man einen Blick ins Innere des Turms gewinnen. Zugegeben ist mit einer Fläche von 4×6 Noppen nicht zu viel Inneneinrichtung vorhanden, aber es führt eine Leiter von der Tür aus nach oben in die zweite Etage des Turms. Ansonsten gibt es hier nur ein wenig Lagerraum für einen Kürbis und Kirschen. Kürbisse sind bzw. waren in Zentralamerika heimisch… ich wundere mich, ob uns das daran erinnern soll, wer Amerika noch vor Columbus entdeckte…

In der abgenommenen Außenwand sehen wir zudem einen kleinen Tisch mit einer Kerze und… einem Fladenbrot? Ich würde vermuten, dass dieses Element bei LEGO Minecraft für das Brot verwendet werden könnte.

In der oberen Etage gibt es neben dem Leiteraufgang nichts weiter zu sehen. Es handelt sich um den Zugang zum Wachturm über die Hängebrücke. Meine Freundin war kein Fan der Hängebrücke und ich gebe zu, dass es etwas nervig ist, sie ordentlich entlang der flexiblen Gummibänder auszurichten (also die Hängebrücke, nicht meine Freundin). Dennoch sieht sie am Ende passabel aus und tut, was sie tun soll: Platz für Figuren bieten und Zugang zum Wachturm gewährleisten.

Der Wachturm gefällt mir ebenfalls sehr gut, dafür wie simpel er mit wenigen Teilen gemacht wurde. Er hat einen zusammengeklöppelten Look und bietet selbstverständlich Platz für einen Ausguck. Der Bogenschütze der Wikinger fühlt sich hier also ganz wie zuhause. Interessant ist die Flagge, welche rot-weiß ist und der weiße Teil wurde über ein geschwungenes Horn-Element gelöst. Außerdem gibt es einen weiteren bedruckten Schild.

Das letzte Geheimnis, welches das Modell bietet ist eine kleine Höhle auf der Rückseite unter dem Speicherturm. Mit ein paar erd-orangenen Elementen wurden Eisenadern angedeutet. Mit ihrer Spitzhacke, kann die Schmiedin hier also an die Materialien kommen, die sie braucht. Ich muss zugeben, dass LEGO hier vielleicht eine Schatzkiste mit erbeutetem Gold unterbringen hätte können. Ich verstehe die Entscheidung, sich in diesem Set auf das reine Leben der Wikinger abseits ihrer Raubzüge zu fokussieren aber ich komme nicht umhin hier etwas verschenktes Potential zu sehen.

Bedruckte Elemente! (Thor’s Hammer fehlt auf diesem Bild)

Hier nocheinmal die bedruckten Elemente des Sets. Für alle die sich das gefragt haben: Die bedruckte 1×4 Fliese mit den goldenen Schlangen sind vom Aufdruck her leicht anders, als die Teile, welche in der alten Wikinger-Reihe und dem Green Grocer vorkamen.

Vergleich mit dem Fan-Design

Der originale Fan-Entwurf | © BrickHammer

Nun ist es ja so, dass LEGO den original eingereichten Entwurf immer mal mehr und mal weniger stark anpasst. Hier finde ich, dass eigentlich soweit alle Änderungen, die LEGO vorgenommen hat, das Modell verbessert haben.

Damit möchte ich nicht sagen, dass BrickHammers’ Entwurf schlecht war, doch finde ich das, was LEGO am Ende anbietet nochmal ein gutes Upgrade über das, was hätte sein können.

Die Grundform, die farbliche Gestaltung und die Aufteilung der Gebäude wurde aber quasi genauso übernommen. Gewisse Teile, wie beispielsweise die nicht mehr existierende Hängebrücke, wurden durch moderne Lösungen ersetzt.

Der Entwurf wirkt an einigen Stellen etwas unruhig, mit recht viel visuellem “Clutter”

Beim Entwurf waren mir einige Stellen zu überladen mit verschiedenen Farben und Details, was LEGO etwas “beruhigt” hat. Das gefällt mir.

Die Wikinger bei LEGO

Interessanterweise ist, wie in der Einleitung bereits kurz erwähnt, die Geschichte der Wikinger bei LEGO nicht sonderlich lang. Erst einmal hatten wir eine komplette Themenwelle und diese liegt bereits 18 Jahre zurück.

Doch passt dieses Set zu den alten Modellen? Dazu möchte ich hier ein paar Vergleichsbilder liefern. Natürlich muss man sagen, dass doch zu erkennen ist, dass diese Sets nun eben jene 18 Jahre auseinander liegen. Hinzu kommt natürlich, dass die alten Sets für Kinder als Primärzielgruppe designt worden sind und das neue Modell eine 18+ Käufergruppe im Fokus hat. Trotz dessen finde ich, dass das Wikingerdorf auch die alten Sets super ergänzt. Farblich passt es super dazu und es geht thematisch in eine Richtung, die die alten Sets nie wirklich bedient haben: Das normale Leben der Wikinger, wenn sie nicht gerade völlig historisch akkurat gegen Geisterwölfe und Götterschlangen kämpften.

Damit spoilere ich jetzt vermutlich zukünftige Classic Reviews, aber ich liebe die Wikinger-Reihe von 2005, die mit dem neuen Ideas Set hervorragend erweitert wird!

Außerdem möchte ich die Figuren auch nochmal nebeneinanderstellen. Kommentieren kann ich dazu nicht viel. Ich finde sie passen gut zusammen und sowohl die alten Figuren, als auch die neuen sehen ganz großartig aus.

Die einzigen LEGO Wikinger, die mir sonst noch bekannt sind, stammen aus den CMF-Serien. Da haben wir den Schneekrieger aus Serie 22, den Wikinger aus Serie 4, die Wikingerin aus Serie 7, den historischen Wikinger aus Serie 20 und den Kelten aus Serie 6. Zugegeben, nicht alle von ihnen sind per se Wikinger, aber alle scheinen mir zumindest grob ins Thema zu passen und außerdem suche ich ja ohnehin immer nach Ausreden den Schneekrieger und seinen Husky wieder zu fotografieren. 😉

Zum Schluss noch ein kurzer Vergleich mit dem letzten Modell, welches mich sehr begeistert hat: LEGO Icons 10320 Eldorado Fortress

Rebecca, wie redest du mit mir? Ich bin der Gouverneur!

Das Wikingerdorf ist etwas gestreuter, während Eldorado Fortress eher kompakt gebaut ist. Was auf jeden Fall auffällt: Eldorado ist deutlich schwerer als das Wikingerdorf und hat selbstverständlich einen Side-Build in Form des Handelsschiffes. Der Turm von Eldorado mit Flagge ist etwa genauso hoch, wie der Speicherturm des Wikingerdorfes. Figuren hat es aber deutlich mehr.

Als Mauer aufgebaut ist Eldorado Fortress zudem etwa doppelt so breit wie das Wikingerdorf.

Da ich kein Preis-Pro-Teil-Mensch und erst recht kein Preis-Pro-Gramm-Mensch bin (schmelzt ihr das Zeug ein? 😉), schaue ich hier nur auf die Modelle. Das Wikingerdorf wirkt mir gut eingepreist. Das bringt mich aber dazu meine “Etwas zu teuer”-Kritik an Eldorado Fortress zu hinterfragen. War ich zu hart zum Remake des Klassikers? Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht so recht entscheiden, welches der Modelle nun schlussendlich mein Favorit sein wird. Zum Glück habe ich noch etwas Zeit, bis ich meinen “Set des Jahres 2023”-Artikel verfassen muss, um mir das in Ruhe zu überlegen… beide Modelle sind fantastisch.

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Fazit: 21343 Viking Village

“Er hat nicht mich! Ich habe ihn!”

Kommen wir nun zu meinem Fazit zu diesem Set und wieder einmal habe ich das Glück ein Modell zu präsentieren, von dem ich überzeugt sagen kann, dass es die meisten Leute in der entsprechenden Zielgruppe sehr gelungen finden werden. Erneut zeigt LEGO, dass sie es können.

Stillhalten…

Man bekommt hier ein sehr schönes Dorf geboten, welches bestehend aus drei Gebäuden und einem Wachturm einen guten Einblick in das Leben der nordische Krieger gibt. Es gibt vier schön gemacht Minifiguren mit aufwendiger Gestaltung, eine Menge Ausrüstung, einige neue bedruckte Elemente, die allesamt großartig sind und natürlich ein schön designtes Modell, welches nicht vergisst, dass es sich um LEGO handelt und „Mut zur Noppe“ hat. Mir gefallen auch die Bäumchen gut, sogar so gut, dass ich mir ruhig noch ein oder zwei mehr von ihnen gewünscht hätte. Schön ist auch, dass jedes der Gebäude, während alle natürlich zu weiten Teilen braun sind, verschiedene Akzenttöne haben und architektonisch recht abwechslungsreich gestaltet wurden. Durch ebenjene Verwendung von vielen Teilen in Braun, Dunkelbraun und Beige eignet sich das Modell auch sehr gut als Teilespender für alle Arten historischer MoCs, von Wikingern über Ritter bis hin zu Galliern. Hier findet jeder seine Teile. Da sich das Set in drei Teile auseinandernehmen lässt, ist es leicht um weitere Module zu ergänzen, weswegen sich für eingefleischte Fans auch Mehrfachkäufe zu Vergrößerung des Dorfes anbieten können. (Auch wenn das natürlich schnell teurer Spaß wird) Wo wir gerade über den Preis sprechen, so finde ich persönlich 139.99€ hier völlig nachvollziehbar und sinnvoll gesetzt. Wie auf den Bildern zu sehen, funktioniert das Set auch sehr gut mit Elementen aus älteren Wikingermodellen zusammen. Wenn die Midgardschlange oder der Nidhogg Drache attackieren, sind diese Krieger bereit, ihr Dorf zu schützen.

Was sind die Nachteile an diesem Set? Während ich die Farbgestaltung gut finde, denke ich, dass eine hellere Farbe für die Dächer, wie das klassische LEGO-Gelb, eine sehr gute Nuance gesetzt hätte. Das ist lediglich Geschmackssache und ich sehe deshalb mal davon ab, es dem Modell als „Fehler“ anzukreiden. Was aber meiner Ansicht nach wirklich fehlt, sind zwei Figuren mehr und eine Schatzkiste. Das lässt mich wünschen, dass wir wieder mehr Figurenpacks für verschiedene Themenreihen hätten… Leider zeigt sich bei diesem Set, für mich das erste Mal, dass beim dunklen Beige Farbunterschiede festzustellen sind. Das ist natürlich ärgerlich und sollte von LEGO unbedingt angegangen und verbessert werden.

Besuch aus fernen Dörfern!

Alles in allem kann man aber sagen, dass wir es hier mit einem erstklassigen Set zu tun haben und die negativen Punkte eigentlich beinahe vernachlässigbar sind. Ich weiß auf jeden Fall, dass dieses Modell mir viel Freude bereitet hat und glaube, dass ich da bei weitem nicht der Einzige sein werde. Es ist auf jeden Fall in meinen Top-Favoriten dieses Jahr.

Bewertung

Mein Bruder, wir haben uns ja nicht mehr gesehen, seit wir gemeinsam Fenrir, den Dämonen des nördlichen Gebirges, bekämpft haben…

Positiv Negativ
  • Sehr gelungenes Wikingerdorf
  • Großartige Minifiguren
  • Fantastische bedruckte Elemente
  • Thematik nicht zu häufig bei LEGO vertreten -> Besonderheit
  • Leicht erweiterbar
  • Gute Teile für MOCs
  • Zwei Figuren mehr hätten nicht geschadet
  • Farbabweichungen bei dunklem Beige
  • Eine Schatzkiste in der Höhle hätte das Set gut ergänzt

Eure Meinung!

Jetzt seid wie immer ihr gefragt und mich interessiert nun eure Meinung zu diesem Modell! Findet ihr es auch so schön, wie ich? Oder seht ihr es vielleicht auch völlig anders? Werdet ihr euch das Set zulegen? Schreibt es mir in die Kommentare und ich freue mich darauf mit euch über das Modell ins Gespräch zu kommen!

Jonas Heyer

Geht mit Johnny Thunder auf die Suche nach den Schätzen der LEGO Geschichte. Von den Gewässern Redbeards geliebter Karibik, über die Helden des Westens, bis hin zu den tapferen Rittern von Richard Löwenherz!

39 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Ja die Wikinger, was für cooles und stolzes Volk! Ein wunderschönes Set das wirklich kaum Wünsche offen lässt. Das mit den 2 mehr Figuren sehe ich auch absolut so. Ansonsten gibt es denke kaum etwas an Kritik.

    Zum Thema Mehrfachkauf: Da das Set ja wahrscheinlich in den Handel kommt und es schon die ersten Rabatt Aktionen gibt, ust es für einige vielleicht tatsächlich realistisch sich das Set mehr als einmal zu besorgen 😉

    Vielen Dank für deine großartige Arbeit, das Review hat sicherlich wieder einiges an Zeit gefressen 😀

  2. Ich habe mich auf das Set ohnehin schon gefreut. Nun, nach dem Lesen deines Reviews, werden es erst recht lange Wochen bis zum Release! Und dann noch diese “hundsgemeinen” Bilder – fantastisch! Deinen kleinen Kritikpunkt, wonach es ein, zwei mehr Minifiguren sein könnten, teile ich. Aber was hier auf kompakter Fläche für ein kleines “Dorf” erschaffen wurde – grandios. Vielen Dank für das Review, Jonas!

  3. Ein tolles Review. Deine Fotos sind echt immer wieder eine Freude.

    Kann es sein, dass das das erste Mal ist, dass ein Minidoll Haarteil bei einem offiziellen Minifigurem Set verwendet wird?

  4. Brauch ich dieses Set? Nein!
    Will ich es haben? Ja Verdammt!
    … und zum Thema Hörner, Hägar hat Hörner, Wickie hat Hörner, ist also historisch korrekt. 😉

    • Du meinst so, wie die Wikinger gegen Dämonenwölfe und Götterschlangen kämpften? 😀

      Ich finde das mit den Hörner völlig in Ordnung, schließlich sehen die Figuren sehr cool aus damit 😁

    • OMG – jetzt wo Du Hägar erwähnst…Der ist ja neben Oma unsere praktische Lebenshilfe in allen Bereichen. Bis jetzt dachte ich ja, ich brauche dieses Set nicht, aber wo nun Hägar ins Spiel kommt🤣…
      Ich finde des Set richtig gut gemacht. Vor Deinen Hintergründen wirkt es natürlich besonders schön. In meine Sammlung passt es nicht – ausser, man würde es zu den Hägar-Lebenshilfe-Büchern gesellen, die sich bei uns in jeder Toilette finden.
      Dein Review ist im Übrigen ausgezeichnet, herrliche Fotos, die Namen !!! 🤣 und dann auch noch „Ziegenfett und Buchenasche“. Wieder was gelernt.
      Und ja: Hägar hat Hörner am Helm. Mal sehen, was der Liebste sagt.

  5. Wirklich schönes Set, das nach LEGO-Maßstäben auch noch recht preiswert daherkommt. Trotzdem löst es bei mir persönlich keinen Kaufdrang aus, vielleicht, weil es zu nichts passt, das ich im LEGO-Bereich so sammle…

    Hervorragend natürlich wieder die Rezension. So viel Hintergrundwissen und Zusatzinformationen, und dann trotzdem noch alles wichtige drin UND locker-lesbar gehalten – Respekt.

    • Das verstehe ich, wenn man bei LEGO alles sammeln wollen würde, dann kann man ja direkt Privatinsolvenz anmelden. Das können sich sicher die Wenigsten leisten und ich bin immer wieder froh, kein Star Wars Sammler zu sein, denn das wäre mir zu heftig von der Masse her. Da muss man schon genau auswählen, was man haben möchte und was nicht. 🙂

      Vielen lieben Dank für die lieben Worte zu meinem Review und Respekt, dass du es trotz dessen, dass es nicht in dein Sammel-Schema fällt, gelesen hast 🙂

  6. Nunja, wohl eher ein Dörfchen angesichts der Gebäude- und Minifigurenanzahl. Der Wow-Effekt will sich (noch) nicht ganz einstellen. Unterm Strich fand ich den Fan-Entwurf etwas imposanter.

    Aber großartige Bilder. 🙂

  7. Jonas, die Idee, den Figuren direkt Namen zu geben, ist großartig! Meine Phantasie ist sofort getriggert, zu überlegen, wie es ihnen im Wikingerdorf so ergeht. War im Urlaub übrigens im Museum in Haithabu – sehr empfehlenswert!!!! Dann noch das Danewerk, ein eindrucksvoller Wall! Die Bilder vor Deinem Hintergrund sind Weltklasse! Gut, dass Du auch ältere Wikingersets hast ((((-: Großartiger Vergleich! Von all Deinen tollen Fotos ist mein Favorit dasjenige, auf dem die Wikingerfiguren das Dorf gegen die grüne Schlange/den grünen Drachen verteidigen. Ich weiß noch nicht, ob das Set zu mir finden wird, aber ich habe nun eine sehr konkrete Vorstellung und schon viel Spaß gehabt, Dank dafür!

    • Danke 😉 Wenn ein Set die Fantasie anregt, ist es mir ja sofort lieb!

      Sobald ich mein Wikingerschiff komplett zusammen habe (eigentlich gehört da auch noch eine Balliste dazu, deren Teile Gott weiß wo in den Tiefen meiner Teilekisten liegen.) möchte ich zu dem Modell auch ein Review machen, dann werfen wir einen genaueren Blick auf die Midgard Schlange, die ich *Spoiler* ziemlich fantastisch finde!

  8. Abgesehen von den nur 4 Figuren, wirklich ein sehr schönes Modell, das ich mir unbedingt zulegen werde. Lego und Wikinger, das muss einfach sein.

  9. The Storytelling Brick

    5. September 2023 um 22:13

    Ein 👍 für das Set (akzeptabler Preis für das Gebotene, Drucke und liebevolle Umsetzung des Fandesigns) und ein weiteres 👍 für die Review (Fotos undso 😉 )!

  10. Mir gefällt das Set wirklich gut. Allerdings passt es bei mir in keine der vorhandenen Themenwelten. Zudem bleibt der absolute Wow-Effekt wie bei Eldorado Fortress oder der Jubiläumsburg aus. In Anbetracht der vielen guten und (auch) hochpreisigen Sets der letzten zwei bis drei Jahre werde ich daher auf diesen Kauf verzichten.

    • Wenn man Nostalgiefaktor und Themenwelt beiseite lässt, finde ich das Dorf ehrlich gestanden schicker und irgendwie interessanter als Eldorado Fortress. Da ich das Wikingerschiff eh schon im Regal stehen habe (leicht modifiziert), hab ich dann auch 8 Wikinger!

  11. Vielen Dank für das sehr tolle Review! Ich bin immer wieder begeistert, wie schön Du die Modelle fototechnisch arrangierst, Jonas! Wieder ein sehr schöner Hintergrund! Bezüglich des Wikingerdorfs bin ich auch sehr angetan! Qualität und Preis stimmen! Ich weiß allerdings auch nicht, wo ich es hinstellen soll! Suche bereits seit geraumer Zeit nach einem passenden “Grundstück” für die Löwenritterburg. Und wenn jetzt noch das Wikingerdorf dazu käme…! Mal sehen ;-)!

    • Dankeschön 🙂 da hat sich meine Fotosession letztes Wochenende richtig gelohnt, wenn ich sehe, wie zufrieden eigentlich alle mit dem Set sind!

      Das Platzproblem kenne ich nur zu gut… That’s the way it goes…

  12. Hat echt noch keiner den Hintergrund gelobt? Den finde ich ja diesmal besonders toll! Wieder ein sehr schönes Review, Jonas.
    Also ich bin total glücklich. Das liegt einerseits daran, dass dieses Set so wie es da steht m. E. keine schwachen Seiten hat. Selbst von hinten sieht das Dorf toll aus. Auch die Landschaft aus vielen kleinen Teilen ist mir viel lieber als die großen runden Dinger an der Burg z.B. Die neuen Prints sind die Kirschen auf der Sahne auf der Torte.
    Das andere kann ich gar nicht gut genug finden. Hier ist meiner Meinung nach am richtigen Ende gespart worden. Es gibt kein Boot, bis auf die Fische keine Tiere und eher wenig Figuren. Diese Dinge lassen sich aber einfach ergänzen, wenn man denn mag. Im Dorf an sich hat man aber nie das Gefühl, dass etwas fehlt.
    Es wäre sicher kein Problem, das Set auf 200 oder 300 Euro “aufzublasen” Aber das muss ja nicht sein. Ein schönes liebevoll durchdesigntes Set für 140 Euro. Und keine Aufkleber!! Was will ich mehr. Als Fan allem Historischen kann ich zufriedener nicht sein.

    • Ich bin auch froh, dass es sich nicht um ein Set im Preisbereich 200€ + handelt. Allerdings hatte ich sorgen, dass das Modell bei dem Preis (der ja bereits vor ein paar Wochen geleakt wurde) mickrig ausfallen würde und wenig bieten könnte. Glücklicherweise ist das nicht der Fall.

      Danke für dein Lob 🙂

    • @Stefan A.:
      Ich kann mich da nur anschließen! Alles richtig gemacht, mit diesem Set! Und wer wirklich ein größeres Dorf will, der kann sich ja (bei dem vernünftigen Preis) dann zwei kaufen und das entsprechend umbasteln…

  13. Wann immer LEGO Sets zu deinen Themen herausbringt, freue ich mich schon auf dein Review dazu und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht – im Gegenteil. Ein wunderschönes, vollständig wirkendes Set präsentiert vor einem wunderschönen Hintergrund und mit interessanten Informationen angereichert… Sagst du mir Bescheid, wenn LEGO dich als offiziellen Produktfotografen eingestellt hat?
    Ich hatte von den alten Vikings-Sets einstmals die 7021 geschenkt bekommen, die mir aber überhaupt nicht gefallen hatte. Das Katapult war zwar ganz nett, den Drachen mochte ich aber überhaupt nicht (und ähnlich sehe ich es mit den anderen Sets der Themenwelt). Bei dem jetzigen Dorf finde ich es daher sehr viel ansprechender, dass auf derlei fiktionale Elemente verzichtet wurde. Ich brauche keine Drachen oder Seeschlangen (auch wenn die bei der 31120 und 31132 mir gefallen). Letzteres Set kann ich dir übrigens uneingeschränkt empfehlen!
    Insgesamt finde ich das Wikingerdorf sehr schön und vor allem hübscher als den Fanentwurf – ich mag die vibranteren Farben, die LEGO den Sets spendiert, oft lieber. Trotzdem wüsste ich nicht, was ich mit dem Set anfangen soll und werde es mir daher nicht zulegen. Wie bei so vielen Sets in letzter Zeit wöllte ich es nur mal aufbauen, aber nicht besitzen.

    • Vielen Dank!

      Die 7021 ist tatsächlich das einzige Wikinger-Set, welches mir noch fehlt um die Reihe von 2005/2006 zu komplettieren. Wenn ich Classic Reviews zu den Sets mache (wozu ich sie erstmal komplettieren muss, es fehlen überall ein paar Steinchen), dann werde ich die Drachen und Monster der Reihe sicher auch mal im Detail beleuchten. So viel aber: Mein Lieblings-LEGO-Drache ist der klassische Drache der Drachenmeister aus 1993 (beide Versionen, grün und schwarz), daran wird sich wohl nie etwas ändern. Die Drachen der Wikinger-Reihe waren definitiv der erste Schritt hin zu den Drachen, die wir heute in Ninjago-Sets sehen. Sie sehen noch etwas grobschlechtig aus, was vor allem an der starken Verwendung von Bionicle-Elementen liegt, die sich meiner Meinung nach zu dieser Zeit zu sehr in System-Sets eingeschlichen haben. Ich mag Bionicle, aber fand die Integration der Elemente in die normalen Sets nie sonderlich überzeugend. Dennoch muss man sagen, dass die Tierchen damals recht beeindruckend und etwas Besonderes waren. Und vor allem: Super posierbar, besser als viele heutige Drachen. 😀

  14. Sehr schönes Review! Wäre es möglich noch zum Vergleich ein paar Bilder vom Creator 3 in 1 Set daneben zu setzen? Das würde mich sehr interessieren.

    • Dankeschön 🙂 Leider muss ich da passen, da ich das Creator Wikingerschiff nicht besitze und mein LEGO Budget gerade etwas dünn gestreckt ist.

      • Das ist schade, gerade weil es das letzte Wikinger Set war (bzw. noch ist, es ist ja noch nicht EoL). Vielleicht findet sich ja jemand aus dem Bekanntenkreis, der sein Set für ein paar tolle Fotos zur Verfügung stellen würde?

        • Ich schaue mal, ob ich etwas organisieren kann. Versprechen kann ich allerdings nicht, dass es mir gelingt, da der Großteil meiner “Freunde, die LEGO besitzen” nicht in der gleichen Stadt wohnen, wie ich 😀

  15. Jonas, ein sehr schöner und ausgewogener Review mit vielen Facetten! Mir ging es ähnlich, zunächst wollte ich es nicht kaufen, aber die Detailsicht, die Du hervorragend in Szene gesetzt hast, ändert das. Muß nur noch die Kohle irgendwo abspachteln, wir sind grad umgezogen und da war so einiges fällig. Dafür habe ich jetzt den Platz für mehr…Insgesamt tatsächlich eines der besten Burg/Ritter/Wikingersets. Allerdings konnte ich dem eher winterlich dunklen/düsteren Erscheinungsbild des Entwurfs, der eher die skandinavischem Realität abbildet, mehr abgewinnen. Aber man hat ja noch so einige Steine im Ersatzteillager :-). Vielen Dank dafür!

  16. Achja, zum Thema Tiere noch – eine Ziege hätte vielen Freude gemacht 🙂 So eine richtige Wikingerziege mit zwei Hörnern…

  17. Hey Jonas,
    danke für dein – mal wieder – super Review! Ich war eigentlich anhand der ersten Bilder von dem Set nicht völlig überzeugt, deine Fotos und die tollen Beschreibungen haben aber meine Meinung geändert. LEGO hat es geschafft, ein wirklich tolles Set mit vielen schönen Details zu designen. Meiner Meinung nach besser als die Fortress (wobei ich diese noch nicht besitze) und die Löwenburg. Für mich spielt es hier in der gleichen Liga wie das „Castle in the Forest“ aus dem BrickLink-Programm – für mich immer noch das Set der letzten Jahre… Ich bin gespannt, werde es mir auf jeden Fall holen.

    • Danke 🙂

      Dann hoffe ich, dass dich das Set dann auch live bei dir zuhause überzeugen kann 😉
      Es wäre echt sehr wünschenswert gewesen, hätte LEGO das Castle in the Forest als standard-Retail Modell herausgebracht.

  18. Danke für die lange und ausführliche und detailreiche Review zum wikingerdorf mit vielen an und Bemerkungen zu den Figuren, zu den Gebäuden usw

    Mich würde einmal interessieren, ob man die gebäude auch aufbauen kann, um diese in 1 Art strasse aufzubauen mit den wikingerfiguren, die mir übrigens gut gefallen

    Ausserdem finde ich es gut, dass mal endlich einer bemerkt, dass die nordmänner bzw die Wikinger bereits um 1000 den amerikanischen kontinent nach 1 langen und schwierigen und auch so recht entbehrungsreichen Fahrt über den Ozean erreichten und so entdeckten und erforschten dass die Wikinger auch gute und erfolgreiche Händler von waren aller Art waren, beweisen wohl nicht nur das grosse Netz von handelsplätzen nicht nur in Europa

    Sorry dafür in Richtung Italien und in Richtung christopher Columbus

  19. Großartiges Review, eines großartigen Sets – mal wieder besten Dank für dieses Highlight, Jonas! 🙂

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