LEGO Marvel 76193 Das Schiff der Wächter im Review!

LEGO Marvel 76193 Das Schiff der Wächter | © Max Mohr

Das Set LEGO Marvel 76193 Das Schiff der Wächter im Review: Taugt das Flaggschiff der neuen Infinity Saga Reihe?

Die Guardians of the Galaxy dürften die wohl chaotischsten Helden im Marvel Cinematic Universe sein. In bislang vier MCU Streifen konnten wir die Chaoten erleben und es folgen noch weitere! Nach dem emotionalen Finale von Avengers Endgame macht sich das Team auf in neue Abenteuer und nimmt zugleich Donnergott Thor mit unter die Fittiche. Dieser ist durch eine depressive Phase hier übrigens stark übergewichtig. Die Helden reisen stets zu grooviger Musik in einem knalligem Raumschiff durchs All. Nachdem in Guardians of the Galaxy Vol.2 die Milano zerstört wurde, kam ab Avengers Infinity War die Benatar zum Einsatz (benannt nach Pop-Ikone Pat Benatar). Jenes Schiff wird in diesem Bausatz zusammengebaut. Im Jahre 2018 gab es das Raumschiff schonmal in steiniger Form. Mal schauen, was das neue Modell so alles mit sich bringt!

LEGO Marvel 76107 aus 2018!

Die Eckdaten

  • LEGO Marvel (Infinity Saga)
  • 76193 Das Schiff der Wächter
  • Altersempfehlung 14+
  • 1901 Teile
  • 149,99 Euro UVP
  • 1125 VIP Punkte
  • bereits erhältlich
  • LEGO Online Shop

Meine Einstellung

Die Guardians of the Galaxy bescherten mir meine absoluten Lieblingsfilme im MCU. James Gunn hat die Figuren unfassbar gut geschrieben, sodass sie sich neben Daredevil zu meinen Marvel-Lieblingen mauserten. Schon bei der Vorstellung begeisterte mich dieses Set unheimlich, sodass klar war, dass ich es besitzen muss. Ich besitze bereits die ältere Variante dieses Raumschiffs, bei der ich einige Kritikpunkte hatte. Ich bin gespannt, ob diese in der neuen Version behoben wurden.

Umfang und Zusammenbau

Zu meinem Verwundern ist die Box nicht im 18+ Stil gehalten. Das Modell ist auch ab 14, auch wenn man das auf den ersten Blick nicht denken würde. Die Designer betonen hier, dass das Modell sowohl zum Spielen als auch zum Ausstellen gedacht ist. Auf der Vorderseite der Box ist das Schiff in Action zu sehen!

Auf der Rückseite sieht man, wie das Schiff auf dem Sockel aussieht. Außerdem sind einige Details aus dem Innenraum zu sehen.

Die Bauanleitung ist wie für LEGO üblich sehr simpel gestaltet, sodass auch Baumeister unter 14 Jahren das Modell ohne große Probleme aufbauen können.

Ein Stickerbogen ist auch enthalten. Das möchte ich aber gar nicht großartig bemängeln, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis für ein solches Lizenzset wirklich bombastisch ist. Verhältnismäßig ist der Bogen für ein so großes Set auch recht klein.

Der Bau ist in 14 Bauabschnitte gegliedert, sodass das Modell auch gut häppchenweise gebaut werden kann!

In den ersten drei Bauabschnitten wird der Mittelteil der Benatar begonnen. Hier werden sowohl schon einige Details im Innenraum verbaut, aber auch die Außenseite mit Slopes verkleidet. Dazu macht eine Technic-Konstruktion im Boden das Modell jetzt schon ziemlich stabil!

In Bauschritt 4 und 5 wird der rechte Flügel gebaut. Auch dieser ist sehr stabil und wird in den mittleren Teil eingebaut. Zusätzlich werden einige witzige Details wie eine Kaffeemaschine in den Innenraum eingebaut.

Bauschritt 6 und 7 sind ziemlich die gleichen wie die vorherigen zwei. Der linke Flügel wird lediglich spiegelverkehrt gebaut.

Im achten Bauabschnitt wird der Mittelteil noch weiter verkleidet, sodass die Flügel immer mehr ins Modell integriert werden.

Bauabschnitte 9 bis 11 fügen dem Modell Heckantrieb und ein Dach hinzu.

Im zwölften und dreizehnten Bauabschnitt werden dann die Flügelspitzen angebracht. Diese bestehen zum Großteil nur aus Platten, was sie etwas schneidiger wirken lässt. Außerdem wird das Cockpit vervollständigt.

Zu guter letzt wird dem Modell noch ein Sockel präsentiert, der dank Technic Bricks auch ziemlich stabil ist.

Auch in diesem Modell sind wieder einige interessante Ersatzteile enthalten. Insgesamt hat mir der Bau große Freude gemacht. Gerade, weil eigentlich an jeder Ecke kleine Details hinzugefügt wurden.

Minifiguren

Sechs Minifiguren sind im Set enthalten, von denen vier sogar exklusiv sind.

Star-Lord unterscheidet sich leicht von den Vorgängerversionen. Hier wird nun das Superman Haarteil genutzt. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob das auch so passend ist. Irgendwie wirkt mir die Frisur zu glatt für den legendären Outlaw. Das Gesicht passt sehr gut zum Schauspieler und gerade der Torso ist wirklich schön gestaltet. Dazu kommt noch, dass die Beine dual-molded sind. Als Zubehör kommt er mit zwei Quadblastern daher.

Thor wird hier in seinem Endgame Kostüm dargestellt. Die Haare sind länger und filziger, was das Haarteil auch gut einfängt. Der Kopf hat ein Wechselgesicht. Zum einen kann Thor zufrieden drein schauen, auf der anderen Seite aber auch kampfbereit sein. Im Angriffsmodus kommen ihm sogar Blitze aus den Augen. Das rote Cape ist ein netter Eyecatcher. Torso und Beine stellen seine Rüstung auch gut dar. Als Waffe ist Thors Axt Stormbreaker enthalten.

Rocket Raccoon ist in diesem Set in braun gehalten. Ältere Versionen waren dunkelgrau. Ich finde, dass braun deutlich besser zur Filmvorlage passt. Die Figur ist wie immer drollig anzusehen Auf dem Torso ist als schönes Detail noch Peters Schal angedeutet. Seine Waffe macht einen soliden Eindruck und ist aus verschiedenen Standardteilen zusammengebaut.

Auch Teen Groot ist ein wesentliches Upgrade zu älteren Versionen. Dark Tan passt als Grundfarbe deutlich besser als Reddish Brown. Grüne Akzente setzen nette Details und lassen die Figur insgesamt eher wie eine Pflanze wirken. Sehr schöne Arbeit, LEGO!

Mantis wird vor allem durch ihr spezielles Haarteil charakterisiert. Die Antennen sind direkt an das Haarteil aus Gummi angebracht. Das Gesicht passt jedoch leider überhaupt nicht zur Filmvorlage. Die Augen sind viel zu klein und die Wangenknochen viel zu ausgeprägt.

Chitauri kann man eigentlich nie genug haben. Sie sind in einigen Sets der Sommerwelle enthalten und eignen sich perfekt zum Aufbauen einer Armee. Die Figur ist zwar wirklich nett gestaltet, doch ich hätte an ihrer Stelle lieber Drax oder Gamora gesehen, die beide wirklich im Set fehlen.

Außenseite

Die Außenseite des Modells ist sehr vielseitig! Viele Dekoelemente erzeugen eine abwechslungsreiche Außenschicht.

Das Cockpit kommt mit einer neuen bedruckten Cockpitscheibe daher. Diese ist in Trans Purple gehalten und ist ein netter Eyecatcher. Die gesamte Außenseite des Cockpits kann man im übrigen hochklappen. Was sich darunter befindet, schauen wir uns noch an.

Die Oberseite des Modells ist recht symmetrisch aufgebaut. In der Mitte befinden sich zwei Abdeckungen, die abgenommen werden können, um einen Blick ins Innere zu gewähren.

Rechts und links daneben befindet sich die Grundstruktur beider Flügel. Diese ist leicht angewinkelt, was noch ein wenig Dynamik erzeugt.

Ein paar Details auf den Flügeln sind mittels Sticker gelöst. Diese befinden aber allesamt auf Fliesen, sodass das Anbringen keine zu großen Schwierigkeiten bereiten dürfte.

An der Unterseite befindet sich dann jeweils ein großer Antrieb sowie auch Klappen, die aufgeklappt werden können. Zusammen mit ein paar Details macht das selbst diese Seite des Modells recht ansehnlich.

Die Flügelspitzen setzen sich aus zwei kleineren Flügeln zusammen. Während der obere fest in einem Winkel verankert ist, kann der untere recht freu bewegt werden. Dadurch können verschiedene Flug- und Landepositionen des Modells gut nachgestellt werden.

Unter den Flügeln kommen am Mittelstück recht viele Slopes zum Einsatz. Dadurch werden schöne Rundungen erzeugt, durch die das Schiff nicht zu kantig wirkt. Das ist auf beiden Seiten der Fall. Im hinteren Segment sind hier auch ein paar “technischere” Elemente verbaut. Es handelt sich schließlich um ein Raumschiff. Da darf man auch ruhig mal unverkleidete Scharniere sehen.

Das Heck des Schiffs wird nochmal durch zwei riesige Antriebe charakterisiert. Auch an diesen befinden sich Platten, die nach Belieben aufgeklappt werden können.

Besonders gut gefallen mir hier aber die Scharniere, die diese Antriebsstücke nochmal zusätzlich festhalten.

Klappt man die Antriebe nämlich zur Seite, bewegen sich auch die Scharniere mit und alles wirkt sehr technisch.

Die Innenseite der Antriebe offenbart dann auch wieder mehr Mechanik. Hier deutet sich auch das Heck des Mittelstücks an, wo sich normalerweise ein Pod befindet. Leider ist dieser nicht enthalten. Dank Rollschuhen und Barren ist dieser Teil des Schiffs aber trotzdem extrem abwechslungsreich.

Innenraum

Klappt man das Cockpit auf, kommt man an zwei Sitzplätze heran. Während dem vorderen aus Platzgründen keinerlei Steuerelemente spendiert wurden, besitzt der dahinter zwei Schubelemente, die aus Sägen gebaut werden. Mehr passt aber leider nicht ins Cockpit rein. Das ist etwas schade, da im Film hier alle Mitglieder der Guardians Platz finden. Dennoch aber auch kein zu großer Kritikpunkt.

Nimmt man die beiden mittleren Verkleidungen ab, offenbart sich der restliche Innenraum. Dieser ist in etwa in zwei Segmente aufgeteilt. Im vorderen Bereich befinden sich nochmals Sitzmöglichkeiten für zwei Minifiguren. Darüber (wie auch in weiteren Bereichen des Innenraums) können Waffen an Clips angebracht werden.

Ein spaßiges Details ist die Kaffeemaschine, die im Film zwar nicht zu sehen ist, aber trotzdem gut zu den Guardians passt.

Auf der anderen Seite sieht man eine beklebte Fliese mit Gamoras Gesicht. Das sollte auf die Suche nach ihr anspielen, auf die sich die Guardians in Vol. 3 wohl begeben.

Im zweiten hinteren Segment haben sich die Designer nicht lumpen lassen. Hier sind extrem viele kleine Details angebracht, die auch mechanische Elemente darstellen sollen. Ferngläser oder Anhängerkupplungen kommen hier grandios zum Einsatz. das Ganze fügt sich gut im sandblauen Innenraum ein. Wirklich schön gelöst!

Standfuß

Der Standfuß ist etwas wirklich besonderes bei Standardsets. Normalerweise kommt er nur bei großen Exklusivsets zum Einsatz. In schwarz wirkt er sehr edel. Das Schiff wird über Achsen fest mit dem Standfuß verbunden, kann aber auch leicht wieder abgenommen werden. Dank eines Drehtellers kann das Schiff in jede beliebige Richtung gedreht werden.

Zusätzlich wird durch den Ständer noch eine leichte Neigung erzeugt. Diese gibt dem ganzen Modell nochmal viel Dynamik. Schade nur, dass nicht auch eine Plakette angebracht ist!

Bewertung

Positiv Negativ
  • Viele, tolle Details!
  • Immense Größe
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Drehbarer Standfuß
  • Gamora und Drax fehlen
  • Nur Platz für zwei Figuren im Cockpit

Mein Fazit

Ich bin wirklich begeistert von dem Set! Es vereint einen hohen Grad an Detailverliebtheit mit einem schönen Spielmodell. Der Innenraum ist im Vergleich zu den Vorgängern wirklich groß und kann einige Minifiguren beherbergen. Es fehlen zwar zwei wichtige Mitglieder der Guardians, doch darüber kann ich auch hinwegsehen. Das Äußere macht auch einen sehr soliden Eindruck und wird durch den edlen Standfuß abgerundet. Ich kann das Set jedem Marvel oder Science Fiction Fan empfehlen. Sowohl Kinder als auch Erwachsene werden großen Spaß mit dem Modell haben! Preislich bekommt man das Modell sogar ab und zu für nur etwas über 100 Euro. Damit macht man einen extrem guten Deal, da auch schon die UVP vollkommen in Ordnung ist.

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Eure Meinung

Was haltet Ihr von der neuen Benatar? Gefällt Euch der Pseudo-UCS-Stil? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!

 

 

Max Mohr

Zu meinen Lieblingsthemen zählen LEGO Star Wars, Harry Potter und Super Heroes. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich auch vermehrt mit MOCs.

4 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Tolles Review. Vor ein paar Wochen konnte ich das Schiff schon im lego store in Hannover betrachten. Bei mir steht das set seit dem Wochenende auch aufgebaut auf der Vitrine (innen ist kein Platz dafür).
    Toll finde ich das dieses Mal Rockets Kopf nicht mit Schulterpolstern kam und so frei bewegt werden kann. Ich hab es auch mit einem recht hohen Rabatt gekauft was es knapp unter 100€ brachte. Auch wenn mir die blau-gelbe Milano farbtechnisch besser gefällt, finde ich es trotzdem großartig.

  2. Ich baue das Set gerade. Habe es gestern angefangen und bin gerade bei Tüte 8. Die Details und die Stabilität des Modell beeindrucken mich jetzt schon. Wollte es erst nicht kaufen, aber bin froh es nun zu haben. Einzig den Chitauri braucht man in diesem Set nicht mMn. Da hätte man doch eher Drax und Gamorra noch hinzufügen sollen. Gamorra hätte eigentlich auch gereicht. Drax bewegt sich ja so langsam, dass man ihn gar nicht wahr nimmt 😀 😀

  3. Mega Set. Thor ist aber so auch im Endgame Set also nicht exklusiv

  4. Etwas kritischer darf man gerne sein. Warum bekommt man für 150 Euro Liste nicht alle Guardians? Euch stört das nicht so, aber den gemeinen Guardians-Fan resp. Figuren-Sammler schon. Und Sticker scheinen mittlerweile einfach hingenommen zu werden. Bei diesem Modell mit diesem Farbton sehen die einfach nur schlimm aus. Dass die UVP “vollkommen in Ordnung” ist, kann ich auch nicht unbedingt teilen. Davon ab ist das Schiff aber schon ganz nett anzusehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert