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LEGO Pirates 6271 Sea Lion im Classic Review

Lasst uns ein paar Piraten jagen! | © Jonas Heyer

Das Set LEGO Pirates 6271 Sea Lion im Classic Review: Admiral Woodhouse, die roten Teufel und die siebte Flotte.

Es wird Zeit mal wieder bei unseren Piratenfreunden vorbeizuschauen. Und da Gouverneur Broadside scheinbar seine Probleme dabei hat, die Gewässer Piraten-frei zu halten, greift die Krone nun ein. Ironhook überfällt Häfen und Kapitän Redbeard hebt einen Schatz nach dem Anderen, das kann so nicht weitergehen. Und so setzt, auf Geheiß des Königs höchstpersönlich, die siebte Flotte unter dem Kommando von Admiral Woodhouse die Segel. Ihr bemerkt schon, ich bin heute in Stimmung ein paar Piraten zu jagen. Unterstützen wird mich dabei die imperiale Garde von 1992. Diese sehen ihren Vorgängern sehr ähnlich und es wurden lediglich ein paar Farben verändert.

Ich habe mich immer noch nicht so recht zwischen Blau- und Rotröcken entschieden aber beide Fraktionen haben einen ähnlichen Charme und ähnlich starke Sets. Ohne spoilern zu wollen, die Sea Lion gehört definitv zu diesen Modellen.


Das Set selbst erschien auch unter dem Namen „Imperial Flagship“ aber das sorgt für Verwirrung mit dem späteren Imperialen Flaggschiff und da die Sea Lion auch wesentlich kleiner ist, werde ich sie bei ihrem Namen nennen.

Umfang und Zusammenbau

Die Anleitung hat einen wunderschönen Hintergrund, wie so oft damals über ein Gemälde gelöst. Auf der Rückseite befinden sich noch alternative Fotos und alternative Bauideen.

Was den Aufbau angeht, dieser dauert ein Weilchen, auch wenn das Set nur 317 Teile enthält. Zum Bau möchte ich noch etwas anmerken. Auch wenn er eigentlich recht leicht von der Hand geht, mit Fehlersuchbildern, so ist das Anbringend er Takelage etwas zeitaufwendig, da man einen Faden spannen, durch Segel und Löcher führen und an mehreren Stellen verknoten muss. Dabei sollte man auf die Segel aufpassen, da diese nicht einfach oder billig zu ersetzen sind. Des Weiteren würde ich empfehlen die Flaggen nicht an die Stangen zu „klippsen“ sondern sie von oben auf die Stangen aufzuschieben, da das Risiko, dass die Clips brechen so wesentlich geringer ist. Denn auch diese Teile wollt ihr nicht ersetzen müssen.

Das fertige Modell

Für die Teilzahl und die Größe die das Schiff hat sieht es doch sehr majestätisch aus. Das liegt zum Einen am Farbschema und zum Anderen an den wunderschönen bedruckten Segeln.

Die Figuren

Hier haben wir vier wackere Kameraden. Von links nach rechts: Ein Soldat der imperialen Garde, Offizier der imperialen Garde, Admiral Woodhouse und ein Marineseemann.

Der Marineseemann sieht aus wie eine Piratenfigur, allerdings zeigt sämtliche Fotografie auf Box und Anleitung, dass er für die königliche Marine arbeitet. Schade ist, dass nur ein Soldat dabei ist, der vom Offizier kommandiert wird, der vom Admiral kommandiert wird. Ich denke ihr wisst was ich meine. Meiner Meinung nach wären der Admiral und drei Soldaten eine bessere Figurenauswahl gewesen. Daher habe ich einfach mal zwei weitere Soldaten zur Besatzung hinzugefügt. 😉

Wo wir gerade beim Admiral sind: Er ist die seltene Figur des Sets. Der Name Woodhouse ist für Piraten so ähnlich, wie der Name Voldemort für Harry Potter Fans. Woodhouse, der Henker der tausend Männer, der gefürchtetste Piratenjäger der jemals die Weltmeere befahren hat. Seine Flotte war es, welche Blackbeards Treiben ein Ende setzte, er hielt den indischen Ozean Piratenfrei und brannte alle Piratenverstecke auf den Phillipinen nieder. Nun soll er Jagd auf die letzten wirklich bedrohlichen Piraten machen: Kapitän Ironhook und Kapitän Roger Redbeard.

Der Admiral ist eine meiner absoluten Lieblingsfiguren. Alles an ihm ist großartig. Er sieht für mich aus, wie jemand, der für die Gerechtigkeit steht, der für Frieden und Sicherheit im Empire steht und vermutlich an stillen Nachmittagen einen Martini genießt. Zumindest war er das für mich als Kind. Ein meisterhafter Seefahrer, dessen taktisches Geschick dem von Großadmiral Thrawn gleicht.


Auch die restlichen Crewmitglieder sind aber durchaus sehr willkommen und ich freue mich immer, wenn ich die klassischen Piraten und Soldaten sehe. 🙂

Die Sea Lion

Das Schiff ist mit einem zusätzlichen Rumpfteil ausgestattet, verglichen mit dem Schiff, welches ich euch zuletzt vorgestellt habe. Dadurch ist es ein Stück länger und sieht von der Form her stimmiger aus. Trotzdem scheint Admiral Woodhouse Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit gegenüber roher Stärke zu bevorzugen, denn das Schiff ist noch um einiges kleiner als zum Beispiel Kapitän Redbeard’s Black Seas Barracuda.

Lasst mich zunächst auf die Segel eingehen, denn diese sind ein absolutes Highlight. Nicht nur sind sie fantastisch mit dem Insignia der Imperialen Garde bedruckt, sondern meine Exemplare befinden sich in quasi neuwertigem Zustand und sind weder geknickt noch ausgefranst. Ich hoffe die Bilder werden dem gerecht aber, glaubt mir, das Schiff ist wunderschön.

Insgesamt haben wir drei Segel, von denen zwei bedruckt sind. Alle drei sind exklusiv für dieses Set teilen aber ihre Form mit Segeln aus anderen Sets. Das Fock- und Gaffelsegel haben beispielsweise die gleiche Form, wie die Segel der Renegade Runner.

Die Mastkonstruktion ist wie immer relativ simpel und es gibt sogar eine kleine Aussichtsplattform am Mast, welche sich perfekt eignet, um einen Ausguck zu stationieren.

Beginnen wir also mal vorn am Bug den Schiffes und arbeiten uns Richtung Heck durch. Und direkt muss ich das Set mal kritisieren: Wo ist die Gallionsfigur? Ist die weiße Kante mit dem Auspuffteil die Gallionsfigur? Da werde ich wohl noch etwas ergänzen müssen, denn das gefällt mir nur so mäßig.

Dafür sieht aber das restliche Design sehr gut aus. Mir gefällt auch, dass hier mit einem flexiblen Gummischlauch Takelage angedeutet wird.

Mein nächster Kritikpunkt ist der fehlende Anker, denn auch wenn das Fuchsloch simpel und nett gestaltet ist, finde ich der Anker ist ein wichtiges Werkzeug der Seefahrt. Aber gut, was will man machen. Bestimmt findet sich noch irgendwo ein Anker in meiner Ersatzteilkiste, den ich später anbringen kann.

Hier sehen wir auch die Takelage, welche nach oben zum Mast auf die Aussichtsplattform führt. Minifguren können hier hinaufklettern.

Als nächstes kommen wir zur mächtigen Bewaffnung der Sea Lion. Zwei Kanonen sitzen hier, womit die Sea Lion der Black Seas Barracuda in Sachen Feuerkraft pro Breitseite in nichts nachsteht. Das Design der Seiten gefällt mir ebenfalls und besticht durch seinen simplen Charme.

Auf dem Kanonendeck sehen wir nun nochmal, wie die Kanonen angebracht sind. Im Gegensatz zur Renegade Runner sind diese hier tatsächlich historisch korrekt auf kleinen Wagen montiert und einzeln herausnehmbar, da sie nur auf einer Schiene aus Fließen laufen.

Diese Wagen sind natürlich simpel konstruiert.

Was noch zu diesem Bereich zu sagen ist, wäre, dass dieses Schiff den schmaleren Rumpf verwendet. Das verleiht ihr meiner Meinung nach eine bessere Proportion für ein kleineres Schiff verglichen mit dem Vorgängermodell Caribbean Clipper, welches etwas pummelig aussieht.

Es hat allerdings den Nachteil, dass das volle Potential an Feuerkraft der Sea Lion, vier Kanonen, leider nicht ausgeschöpft werden kann, da das Deck zu schmal ist um Kanonen auf beiden Seiten zu beherbergen.

Eine richtige Kajüte hat das Schiff nicht, sondern nur ein Poop-Deck, auf welchem sich das Steuerrad befindet.

Außerdem gibt es auf diesem Schiff wieder den tollen funktionierenden Kompass, ein Teil, wo ich immer noch sehr enttäuscht bin, dass wir es heute nicht mehr haben.

Ein paar Waffen sind auch hier angebracht, Säbel und Muskete.

Das ganze Schiff hat ein tolles Design, welches sich auch hier fortsetzt. Nicht nur haben wir hier hinten die wunderschöne Flagge der Imperialen Garde, sondern auch blaue Laternen, welche das Farbschema des Schiffes in Kombination mit den blauen Kanonenluken hervorragend ergänzen. Die blauen Laternen sind übrigens auch unverhältnismäßig teuer. Etwa 10 Euro könnt ihr für diese einzeln auf Bricklink einplanen…

Auch von hinten hat das Schiff noch einen eleganten Finish, realisiert durch ein Fenster, Bogenelemente und einen hübsch geformten Stein, an welchem die Fahne befestigt wird. Unterhalb des Fensters befindet sich das Ruder und dieses hat sogar eine Funktion, denn wenn wir am Steuerrad drehen, bewegt sich auch das Ruder. Der Mechanismus ist sehr simpel.

Zusätzlich sind noch Munition für die Kanonen, welche zumindest hier in Europa schießen können, sowie eine Schatztrue, gefüllt mit acht glitzernden Goldstücken enthalten. Diese Teile können an Bord nach Belieben verteilt werden und das Schiff etwas „ausfüllen“ in den leeren Ecken, die es durch das limitierte Teilebudget hat.

Zwischen Soldat, Grenadier und Gardist

Um das Jahr 1700 wurde der Begriff „Garde“ aus dem Französischen für Militärregimenter übernommen, deren ursprüngliche Aufgabe es war militärischen Anführern, sowie Fürsten und Königen als Leibwache zu dienen. Allerdings hatten diese Gardesoldaten als Elite-Infanterieeinheiten mehr Aufgaben als das schicke Posieren vor königlichen Palästen, sondern kämpften nicht nur gegen Attentäter, sondern auch in Kriegen. Die älteste britische Gardeinfanterie sind die Coldstream Guards, welche ihren Namen nach der Überquerung des Flusses Tweed beim Ort ‚Coldstream‘ im Feldzug gegen Schottland 1855 erhielt. Diese Regimente sind Leibregimente der Herrscher und unterstanden somit direkt derem Befehl.

Die Bezeichnung Grenadier wurde ursprünglich nicht für Soldaten, welche mit Mörsern und Granatwerfern ausgestattet sind, verwendet, sondern Elitentruppen. Für diese Regimenter wurden nur die Besten der Besten gewählt, welche zusätzlich von großer, muskulöser Statur sein mussten. Diese Einheiten waren nicht nur unglaublich kampfstark, sondern hatten auch einen psychologischen Effekt auf den Feind, aufgrund der Auswahlkriterien.

Die reguläre Infanterie hingegen wurde auch als Linieninfanterie bezeichnet. Dieser Name rührte von den damaligen militärischen Strategien, in welchen Regimente und Bataillone in Linien marschierten und auch feuerten. Diesen Soldaten war nicht gestattet die Formation aufzulösen, selbst unter heftigem Beschuss wurden die Linien aufrecht erhalten. Deckung suchen wurde gleich mit Desertieren gehandelt und ebenso bestraft. Grausame Bedingungen, die mit der Einführung des Maschinengewehres im wahrsten Sinne des Wortes ausstarb, als die französischen Truppen zu Beginn des 1. Weltkrieges auf die Deutschen Reihen in Linien marschierten.

Die Begriffe können etwas verwirrend in der komplexen Heeresstruktur verschiedener Staaten des 18. und 19. Jahrhunderts. So gab es Liniengrenadiere, Gardegrandiere, Gardeinfanterie, Leibregimente, Gardematrosen und vieles mehr, deren Rollen immer spezialisierter wurden.

Die Eckdaten

  • Nummer: 6271
  • Name: Imperial Flagship / Sea Lion
  • Teilzahl: 317
  • Retail-Preis: 50 Dollar/wahrscheinlich 90 DM
  • Figuren: 4

Fazit: 6271 Sea Lion

Wenn man die Piratenreihe seit 1989 verfolgt und sich die Sets ansieht, dann ist die Sea Lion das zweite Schiff der Widersacher der Piraten. Meiner Meinung nach ist dieses Schiff ein logischer nächster Schritt für die kleineren Schiffe nach der Caribbean Clipper von 1989. Ein verbessertes Design, neue Teile und eine schönere Segelkonstruktion lassen dieses Schiff so klein es auch sein mag zu einer majestätischen Königin der See werden.

Es ein „Flaggschiff“ zu nennen wäre wahrscheinlich ein wenig übertrieben, vor allem, wenn man einen Blick auf das wahre Flaggschiff aus 2010 wirft. Nichts desto trotz ist dieses Schiff ein hervorragendes Set und mein klarer Favorit unter den kleineren Schiffen.

Die Figuren, auch wenn es Verbesserungspotential gegeben hätte, sind abwechslungsreich und der seltene Admiral ist natürlich ein absolutes Highlight. Ich bin sehr froh das Schiff in meiner Sammlung zu haben, vor allem in dem Zustand, in dem mein Exemplar ist. Wenn ihr dieses Set ebenfalls eurer Sammlung hinzufügen wollt, muss ich euch warnen: Gebrauchte Schiffe in vergleichbarem Zustand zu dem was ihr hier gesehen habt, bewegen sich preislich in Richting 140 bis 160 Euro, während originalverpackte Sets an den 1000 Euro kratzen.

Glücklicherweise hat LEGO im Jahr 2020 zwei sehr schöne Schiffsets auf den Markt gebracht mit dem 31109 Creator 3in1 Piratenschiff, welches mit den Brick-Build Segeln etwas gewöhnungsbedürftug aber ein gutes Set ist und natürlich der fantastischen großartigen 21322 Barracuda Bucht, welche mein favorisiertes Set der letzten 20 Jahre ist und eine große Empfehlung von mir bekommt. Mit diesen beiden Sets in den Ladenregalen würde ich sagen, wenn ihr ein Segelschiff wollt, dann kauft eines dieser beiden Sets, da ihr dann mehr für euer Geld bekommt. Wenn ihr aber, so wie ich, absolute Fans der klassischen Sets seid, dann haltet auf Ebay nach einem Preis ausschau, der euch fair und angemessen für dieses Set hier erscheint.

Bewertung

Positiv Negativ
  • Sehr schönes kleineres Schiff
  • Tolle ikonische Figuren
  • Admiral Woodhouse
  • Tolle Segel
  • Crew etwas wenig ausgeglichen
  • heutzutage nur sehr teuer zu haben

Eure Meinung!

Jetzt interessiert mich eure Meinung: Gefällt euch das Schiff? Besitzt ihr es? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Jonas Heyer

Geht mit Johnny Thunder auf die Suche nach den Schätzen der LEGO Geschichte. Von den Gewässern Redbeards geliebter Karibik, über die Helden des Westens, bis hin zu den tapferen Rittern von Richard Löwenherz!

18 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Großartiger Artikel!
    Mit Fantasie hat der Bug eine Kuh als Galionsfigur, schwarz-weiß mit Hörnern. Vielleicht lässt Eisenbart aus LEGO Movie grüßen (70810) 😉

  2. Schönes Review und auch ein passender Hintergrund 😁 ich denke das Schiff hat damals seine Fans gehabt und ich bin eher auf der Seite der Redrocks 😁 natürlich ist das Armada Flagship immernoch mein Favorit aber auch die Imperials sind gut !

    Die Pirate Bay ist natürlich ein super Set. Das Crestor Schiff ist zwar nen cooles Schiff aber ich glaube mittlerweile stören mich die gebauten Segel zu sehr 😆
    Mal schauen ob in der Richtung mal bald wieder was kommt!

    LG The Brickpool

    • Danke 🙂

      Das Armada Flaggschiff, die Santa Cruz, habe ich ja auch da und bestimmt wird dazu auch noch ein Review kommen 😉

      Ich selbst besitze das Creator 3in1 Schiff auch nicht, aus dem gleichen Grund, aber ich denke für Kinder ist es ein sehr tolles Set und auch für alle, die sich mit den Segeln anfreunden können. 🙂

  3. Schönes Review, da werden Kindheitserinnerungen wach. Dies war mein 1es Schiff, was ich vom Nikolaus bekommen hatte.

    Es wurde sehr viel bespielt, zusammen mit der Indianerinsel 6278/6292 und der Ritterburg 6080, da wurden heftige Schlachten geführt 😉 (Nummern schnell gegooglet, hoffe die stimmen)

    Alle 3 Sets dürften noch bei den Eltern stehen. Komplett und ganz? Wahrscheinlich nicht, wir waren Kinder und es wurde noch gespielt.

    • Freut mich, dass ich Kindheitserinnerungen wecken konnte.

      Bei Sets, die intensiv bespielt wurden, fehlt immer irgendwas, aber das ist ja auch gut so. Heutzutage als Sammler versuche ich immer Sets vollständig zu machen aber es ist auch schön, ein paar Kratzer auf den Teilen zu haben, da es zeigt, dass das Set früher bespielt wurde. 🙂

  4. Sehr netter Artikel, weckt Erinnerungen an dieses Set das jetzt leider Teil des großen Konvoluts meiner Kindheit ist..

  5. Seit Gerhards großartigem Artikel über das Ersetzen von Segeln an diesem Modell hoffe ich auf ein Review! Vielen Dank Euch beiden! Ich verstehe absolut, dass Dir der Admiral besonders gut gefällt, Jonas, wirklich eine stimmige Figur. Ich habe Deinen Rat übrigens bereits befolgt und die beiden aktuellen Piratenschiffe erworben. Da es in meinem ersten LEGO-Zeitalter noch keine Piraten gab, störe ich mich auch nicht an den gebauten Segeln. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Schatz, den Du in einem Review heben wirst. Der konsequent blaue Unter- und Hintergrund Deiner Fotos ist eine Wohltat an einem verregneten Sonntagvormittag. Ganz viele Grüße!

    • Das mit den Segeln möchte ich unbedingt ausprobieren, wenn ich mir das Set 6289 die Marauder oder auch Red Beard Runner zulege, da ich finde, dass das Schiff von ein paar zusätzlichen Segeln profitieren könnte. 🙂

      Ich denke, dass die Baracuda Bucht eines der besten, wenn nicht das beste, Piratensets ist, die LEGO jemals herausgebracht hat. Ich hoffe, dass das Set dir ebenfalls so gut gefällt wie mir.

      Im nächsten Classic Review bleiben wir erstmal auf hoher See. 😉

      • Die Piraten der Barracuda-Bucht gefallen mir tatsächlich ganz hervorragend … am liebsten erwürbe ich noch eine zweite Ausgabe, um für den Tag gewappnet zu sein, an dem ich endlich den Raumdehnungszauber lerne, mit dem Hermine Granger ihre Handtasche erweiterte. Das Schiff gefällt mir noch besser als die Bucht, ich habe schon mehrfach umgebaut (-:

  6. Hallo ein cooler und sehr informativer Bericht und viel zeitgerechte Erzählungen. Ja das weckt Kindheitsträume und daher sind bei uns Piraten und alles umfeld ein Favorit. Leider meinen einige ,es mit den Preisen sehr sehr hoch zu halten und auch die neueren Sets schießen manchmal etwas daneben.. also obacht und viel Spass dann ,wenn man was entern kann mfg die Bären

  7. Mein Vitrinen Set. Geliebt seit dem ersten Tag. Bin stolz auf dieses Set und irgendwie ist es in seiner Einfachheit trotzdem besser als Neuere Schiffe. Wahrscheinlich ist die emotionale Ebene da einfach größer. Ich habe auch das Creator Priatenshiff, dass auch viele und schöne Details hat aber irgendwie ist das für mich auch nur noch ein Set. Schön aber mehr nicht. Das andere schaue ich einfach an und freue mich….ich werde wohl alt und sentimental.

  8. Tatsächlich habe ich dieses Schiff noch. Leiter fehlen mir ein paar Teile. Damals als Kind war es mein erstes lego Schiff welches ich so verbaute das es in der Badewanne nicht unterging. Ja das waren Zeiten…. Leider habe ich keine Anleitung mehr und auch bisher nicht für einen normalen Preis erhalten.
    So kam ich generell zu lego dank meiner Mutter. Mein damals teuerstes Weihnachten für viele Jahre für damalige Verhältnisse

  9. Danke erst mal für den Bericht. Super gemacht… Auch wenn sich bei den „historischen“ Details einige Fehlerteufelchen eingenistet haben (bitte nicht böse sein wenn ich hier eingrätsche :D)

    Die Coldstream Guards haben ihren Namen wirklich erst 1855 bekommen, aber bei dir liest es sich so, als ob der „Schottische“ Aufstand in dem Jahr war – tatsächlich ist die ganze Geschichte mit der Überquerung des Tweed bei Coldstream im 17. JHDT passiert – im Rahmen der cromwellschen Revolution bzw. eigentlich erst bei der stuartschen Restauration. nagelt mich nicht fest 1660 glaub ich.

    Der Begriff Grenadiere stammt tatsächlich daher, dass „Grenadiere“ ursprünglich besondere Soldaten waren die mit zusätzlich mit Granaten (Vorläufer der Handgranaten, zwischenzeitlich wieder abgeschafft) ausgerüstet und wurden ursprünglich aus den normalen Soldaten ausgesucht – die stärksten, geschicktesten und größten (Hebelgesetz mehr länge = weiter werfen). Daraus entwickelte sich die „Elitestellung“ der Grenadiere, auch wenn sie mittlerweile nicht mehr mit granten ausgerüstet waren. Granatwerfer kamen viel viel später….

    Linientaktik. Autsch – sehr sehr vereinfacht. UND in Linie marschierte man nicht , das tat man in Kolonne.

    Vereinfacht ausgedrückt Linie = nebeneinander; Kolonne hintereinander (geh mal mit einer Schulklasse in „linie“ – funktioniert nicht – stell dir dann 100-1000 mann vor 😉 😀

    Im Prinzip war die Linie im Kampf deshalb sinnvoll weil so viele der Gewehre gleichzeitig feuern konnte und die Linie (eigentlich 3-max4 Mann hintereinander) gegenüber Artillerie weniger anfällig. Das Manövrieren einer Linie erforderte viel Disziplin (im Prinzip kam das heutige exerzieren daher, dass Soldaten viel Zeit darauf aufwandten diese „Manöver im Gefecht“ im Kasernenhof 😉 zu trainieren. Anfällig war diese Formation für Angriffe von der Seite – insbesondere durch Kavallerie.

    Als im Zuge der Französischen Revolution/Koalitionskriegen die Volks/Massenheere, die (viel kleineren) professionellen bisherigen Armeen ablösten, war die Linientaktik nicht mehr durchzuhalten und man führte die Kolonne ein: Diese war immer noch breiter als tief (9-12) aber das manövrieren war einfacher und mit mehr Kameraden dahinter war der Zusammenhalt auch größer, auch Flankenangriffe konnten besser abgewehrt werden. Dafür war die Verwundbarkeit gegen Kanonen größer.

    Wer schneller schoss war im Vorteil und je schneller und genauer die Gewehre wurden , desto furchtbarer wurden die Verluste. – Die „klassische“ Linie/Kolonne gabs im ersten weltkrieg schon nicht mehr, obwohl der immer noch praktizierte angriff „Übers offene Feld“ schon lange Selbstmord bedeutete – aber Europa hatte im Prinzip schon lange keienn wirklichen „Massenkrieg“ mehr geführt – Die Waffentechnik zwischen 1870-1914 hatte sich so weiterentwickelt, dass die „Taktik“ (anfangs) nicht mehr nachkam. (Kolonialkriege zählen nicht, da der Kampf gegen ungleiche Gegner nicht wirklich zu richtigen Erkenntnissen führten. Erst im Russisch Japanischen Krieg waren die Verhältnisse erkennbar – allerdings wendeten die Japaner die „alten Taktiken“ an – und gewannen – das führte dazu, dass die Erkenntnisse nur unzureichend verinnerlicht wurde.

    Im Prinzip wiederholte sich die Geschichte im 2. Weltkrieg – Frankreich hatte die Lektionen des ersten Weltkriegs gelernt (Defensive bestimmt das Schlachtfeld, Maginot Linie, Maschinengewehre dominieren angreifende Infanterie, Artilleriebombardments ermöglichen Angriffe erst nach Vorbereitung,…) während sich die Waffen weiterentwickelthatten – Panzer waren beweglich und trotzdem „geschützt“ und nahmen sozusagen ihre eigene Artillerie mit, Luftwaffe war bedeutend weiter entwickelt….

    Tja lange Friedenszeiten sind dem Leben von Soldaten auch nicht zuträglich (wenns dann doch mal zu einem Krieg kommt)

    Aber back to LEGO – ich verstehe warum Lego der romantisierten Piraten und Ritterwelt den Vorzug gegenüber einer „aktuelleren“ Kriegswelt gibt 😉
    zu

    • Danke für das detaillierte Korrigieren. 🙂 Man lernt nie aus. 🙂

      Die Infos sind auch nur Nebensache und grobe Grundlage, ich habe auch lange hin und her überlegt, ob ich diese Passage überhaupt ins fertige Review nehme, da ich das Thema Krieg nicht zu groß thematisieren wollte. Es gehörte hier aber einfach ein wenig dazu.

      Es ist nach wie vor gut, dass LEGO sich nicht mit moderner Kriegsführung beschäftigt und auch das Piratenthema war ja mehr eine „Polizei – Ganoven“-Geschichte, wo die Polizei halt Rot- oder Blauröcke (und später Spanier) waren. 🙂 Auch wenn viele anderer Meinung sind, finde ich, LEGO sollte weiter an diesem Grundsatz festhalten, keine modernen Konflikte darzustellen.

  10. Mein Schiff von früher! 🥰 Vielen Dank für das schöne Review. Ich habe dieses Schiff geliebt, da es eines meiner größten Sets war, wenn nicht sogar das größte und die Funktionen mit dem Ruder, dem Kompass und den schönen Segeln einfach wahnsinnig toll waren. Dass da ein Anker fehlt, ist mir nie aufgefallen… 🤔 Aber es war auch mein einziges Schiff j d ich bin meinen Eltern noch heute dankbar, dass sie die Investition damals gemacht haben – 90 DM war schon ein Wort Anfang der 90er Jahre… 😊

    Super sind in deinem Review die Fotos, die spannenden Hintergrund- und Detailerzählungen und die von dir aufgezogene Geschichte, die lustigerweise voll in meine Spielwelt passt 😊 Ab dem Zeitpunkt, wo das Schiff auftauchte, waren die Piraten bei mir nur noch im Rückzug. Hatten sie doch bei mir mit der „Forbidden Island“ 6270, dem Floß 6257 und der „Shipwreck Island“ 6260 nur ein Ruderboot, ein Floß und ein Fass dem Schiff der Rotröcke entgegenzusetzen… 😉
    Danke nochmal für die Review und freue mich auf weitere Piraten-, Ritter- und Western-Sets 👍

    Was ich jetzt auch gelernt habe sind der Name des Schiffes und des Admirals. Woher hast du die, von den Hörspielen?

    • Der Name des Admirales stammt aus einem LEGO Schach Computerspiel und ich glaube er wurde auch in einem dänischen Katalog so genannt. In LEGO Racers kam er auch vor, aber soweit ich weiß nur unter dem Namen „Der Admiral“. 🙂

      Freut mich, dass dir das Lesen Spaß gemacht hat. 🙂

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