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LEGO Pirates 6277 Imperial Trading Post im Classic Review

Ein wahrer Klassiker aus 1992 | © Jonas Heyer

LEGO Pirates 6277 Imperial Trading Post im Classic Review: Die Insel ruft! Wer begleitet mich auf der Reise?

Ruhig liegt die See in den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne. Der Handelshafen beginnt sich binnen Minuten mit Leben zu füllen. Kaufleute von überall aus dem Imperium sind nach einer beschwerlichen Reise über die sieben Weltmeere in der Sicherheit der alten Handelsgesellschaft, fernab von Piratennestern, angekommen und bringen alle Art von Waren mit sich. Man munkelt einige der Händler transportieren auch Schätze aus dem fernen Osten. Damit hoffen die Piraten auf prächtigere Beute als Oleander und Kurkuma…

Und damit herzlich willkommen zurück zum Classic Review, heute mit einem der persönlichen Favoriten meiner Sammlung. Weithin bekannt als das beste landorientierte Set der Piraten-Ära präsentiere ich euch den Historischen Handelshafen 6277 aus dem Jahr 1992.

Mit diesem Jahr sah die Welt der LEGO Piraten eine neue Fraktion in See stechen, die imperiale Garde unter Admiral Woodhouse. Aus selbigem Jahr habe ich euch bereits das Segelschiff des Admirals, die Sea Lion, vorgestellt. Verglichen mit ihren Vorgängern, den imperialen Soldaten, hat sich nicht viel geändert, abgesehen von der Farbe der Uniformen. Es kamen 1992 auch nur wenige kleinere Piratensets heraus, was dafür sorgte, dass drei sehr ausgeglichene Fraktionen um die Vorherrschaft auf dem Meer kämpften. Dieses Gleichgewicht wurde allerdings nur ein Jahr später stark in Richtung der Piraten gelenkt.


Das Set hier ist der größte Bausatz im Arsenal der imperialen Garde und eine echte Besonderheit. Es war das erste und bis heute letzte Mal, dass Kaufleute bei den LEGO Piraten eine Rolle spielten. Das hat mich persönlich immer etwas gewundert, da Piraten ja eher für das Ausrauben von ebenjenen Kaufleuten bekannt waren, als für offenen Krieg mit der Flotte.

Schauen wir uns aber nun den Handelshafen im Detail an, erforschen seine Geheimnisse und klären, warum dieses Set von Fans so ins Herz geschlossen wurde…

Die Eckdaten

Pssst, leise jetzt…

  • Name: Imperial Trading Post / Historischer Handelshafen / Historischer Freihafen
  • Teilezahl: 608
  • Minifiguren: 9
  • Retail-Preis: 85$ / Kein DM Preis gefunden
  • Preis: vollständig gebraucht ab 360€, OVP nicht verfügbar
  • Erscheinungsjahr: 1992
  • Zur Bauanleitung 🗺 (Bauanleitungen gibt es eigentlich immer in guter Qualität bei ToysPeriod)

Umfang und Zusammenbau

Wieder einmal besitze ich leider die Bauanleitung nicht in physischer Form und auf Bricklink würde sie mich zwischen 45 und 80 Euro kosten… Danke aber nein danke, da muss ich wohl oder übel mit der PDF vorliebnehmen.

Einfach wundervoll! | © LEGO

Trotzdem möchte ich euch ein paar Impressionen aus der Anleitung geben. Auf der Front sehen wir neben dem wundervollen Boxart auch ein Alternativmodell, welches mir persönlich so gut gefällt, dass ich es etwas angepasst und gebaut habe. Ich stelle mein Modell nachher mal daneben.

Mir fehlen die alternativen Bauideen heutzutage leider…

Die Anleitung selbst wirft keine Fragen auf, auch wenn sie etwas anspruchsvoller sind, als moderne Anleitungen und oftmals sogar mehr als ein Teil pro Seite verbaut wird. Wie haben Kinder das damals nur geschafft? 😉

Auf insgesamt 30 Seiten wird das Modell gebaut und steht danach in all seiner Pracht vor uns. Schon vor dem Aufbau ist aber klar, dass dieses Modell trotz der relativ geringen Teilzahl riesig werden wird. Gleich zwei 32×32 Grundplatten sind enthalten, eine davon sogar eine 3D-Platte. Weitere besondere Teile sind die weißen Wandpaneele mit und ohne Aufdruck, Segel und Flaggen. Achso: Keine Aufkleber in diesem Set!

Die Minifiguren

Insgesamt neun Figuren sind im Set enthalten. Eine gute Menge für ein Set dieser Größe und auch sehr divers. Wir haben zwei Piraten, Admiral Woodhouse, einen Offizier und zwei Soldaten der Imperialen Garde, sowie drei Kaufleute bzw. Hafenarbeiter. Ich persönlich hätte lieber drei Soldaten der Garde, statt einem Offizier, da Woodhouse ja hier ist um sie zu kommandieren, aber was soll’s.

„Mein teuerster Admiral Woodhouse und wenn ich teuer sage, dann meine ich auch teuer… wo ist der Geleitschutz für den ich bezahlt habe!?!“

Gleich zwei Figuren in diesem Set sind extrem begehrt und selten. Zum einen haben wir Admiral Woodhouse, der normalerweise um die 40 Euro bei eBay und Bricklink kostet und zum anderen haben wir den Kaufmann mit der braunen Weste.  Er wird für um die 30 Euro zum Kauf angeboten. Das ist natürlich absurd aber er, bzw. sein Torso und Gesicht, waren nur in diesem Set und der legendären Skull’s Eye Schooner enthalten. Die Skull’s Eye zeige ich euch ein anderes Mal. 😉

Stillgestanden Männer! Präsentiert das Gewehr!

Neben den beiden Figuren-Highlights sind aber auch alle anderen Figuren nett. Ich mag die Verwendung von Piratenfiguren mit etwas formellerem Hut als Hafenarbeiter, Händler und Seemänner. Dadurch, dass Aufdrucke damals für verschiedene Zwecke oft wiederbenutzt wurden, konnte LEGO mehr Figuren in die Sets legen, was den Spielwert definitiv erhöhte.

Zehn Piraten tranken auf ihrem Kahn, bis sie sturzbetrunken war’n…

Das Piratenboot

Wo haben wir unseren Schatz nochmal versteckt?

Schön finde ich auch, dass LEGO hier den beiden Piraten zumindest ein kleines Boot beigelegt hat. Besonders ist an dieser Schaluppe das Segel und mir gefällt, dass wir nicht einfach nur ein Dingi bekommen, sondern ein bisschen mehr als das.

Viel gibt es nicht zu sagen, denn das Boot besteht aus einem Formteil und besonders sind nur Segel und die bedruckte Piratenflagge, auch wenn diese nicht unbedingt selten ist.

Das Handelsschiff

Weit übers Meer hör‘ ich dein Lied…

Jetzt kommen wir aber wieder zu einem absoluten Highlight! Dem Handelsschiff. Ich habe dieses Modell vollständig unterschätzt, als ich es zum ersten Mal zusammensetzte. Es ist keinesfalls ein „kleines Seitenmodell“.

Was mir hier besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass dieses Schiff einen vollständig gebauten Rumpf hat und von der Größe her eine Art Mittelweg aus Boot und Schiff ist. Es hat genug Platz an Deck, um Fässer und Truhen unterzubringen, sowie einige Halter für Säbel und Musketen. Das Farbschema funktioniert ebenfalls wunderbar und das Modell ist sehr stabil. Zu weiten Teilen werden hier Platten, Steine und Dachsteine verwendet, was bedeutet, dass man viele dieser Teile universell einsetzen kann. Speziellere Teile werden nur für die Front und den Mast verwendet. Außerdem werden hier auch die restlichen Segel angebracht. Die Segel, die ihr hier seht, sind übrigens Replika-Segel, welche man auf eBay bei einigen Shops für so gut wie jedes LEGO Schiff finden kann. Auch hier bin ich die preiswerte Route gegangen, denn die Originalsegel für dieses Set können euch um die 100 Euro allein kosten.

An Deck befindet sich kein Steuerrad, dafür kann das Achterdeck aufgeklappt werden, um Blick in den durchaus überschaubaren Frachtraum freizugeben.

An den Seiten sind noch Kanonen angedeutet. Eine feuernde Kanone passt natürlich nicht an Bord dieses Schiffes und Studshooter waren damals noch „Quark im Schaufenster“ (Gott sei Dank!).

Insgesamt ein gelungenes Schiffchen und perfekt für unsere Piraten zum Überfallen! Und nun erlaube ich mir doch einen kleinen Teaser auf das, was da am Horizont wartet. 😉

„Alles was wir entbehren können! Über Bord damit! Gott steh uns bei!!!“

Der Handelshafen

Where there’s laughter and joy, every acre of soil is like a piece of home…

Jetzt wo wir uns alle kleineren Modelle des Sets angesehen haben, wird es Zeit zum Hafen selbst zu kommen. Zuerst einmal, um das gleich vorwegzunehmen: Ich bin ein riesiger Fan des gelb-weißen Farbschemas der imperialen Garde (und der imperialen Soldaten). Es funktioniert einfach ganz großartig und macht diese Sets zu einem echten Hingucker, gerade im Vergleich mit moderneren Soldatensets im Piratenthema.


Die zweite Sache, die sofort auffällt, ist die Tatsache, dass dieses Set riesig ist. 64×32 Noppen misst das Ganze und steht auf einer blauen 32×32 Grundplatte und einer 32×32 3D-Platte. Diese 3D-Platte ist vom Aufdruck und der Farbe exakt die Gleiche, wie bei Set 6276 Eldorado Fortress, welches ich euch bereits vorstellen durfte. Damit ist sie gewissermaßen die erste 3D-Grundplatte, die LEGO jemals hergestellt hat, da sie in 1989 mit dem Eldorado Fortress auf den Markt kam. Leider sind diese Platten recht anfällig für Schaden, weshalb sie entsprechend teuer heutzutage sind. Ich habe schon oft gesagt, wie sehr ich diese Platten mag, einfach weil sie ein guter Weg sind, um auf der einen Seite Sets größer zu machen, ohne den Preis zu weit nach oben zu treiben und auf der anderen Seite auch Kreativität fördern. Mit einer solchen Platte hat ein Kind sofort ein Erfolgserlebnis und eine Ausgangsbasis um loszubauen.

Die beiden Platten werden normalerweise über zwei blaue 2×2 Platten verbunden, aber da sich das Set sowieso nicht als Ganzes anheben lässt, habe ich diese nicht angebracht. Das erleichtert es mir auch das Modell zu bewegen.

Schnappt ihn!

Anstatt sich wie Eldorado Fortress zuvor auf ein Gebäude zu fokussieren, wird hier beim Handelshafen auf mehrere kleinere Gebäude gesetzt, sodass schon beinahe der Eindruck einer kleinen Hafenstadt entsteht. Die Gebäude für sich sind nicht die großartigsten Strukturen, die LEGO jemals zusammengesetzt hat, aber in ihrer Gesamtheit passen sie sehr gut zueinander und fügen sich in ein perfektes Bild ein. Auf der 3D-Platte haben wir zwei separate Gebäude, das Lagerhaus und den Turm mit Kran. Bevor wir uns diese aber ansehen, möchte ich euch noch den Frachtspeicher zeigen.

Die „Grube“ in der Grundplatte wird hier sehr schön mit einer Klappe verschlossen, sodass Waren dort verstaut werden können. Diese können mit dem Kran vom Turm aus auch eingeladen werden.

Ansonsten ist auf der 3D-Platte ein kleiner Festungswall gezogen, um eventuelle Angreifer abwehren zu können, schließlich ist solch eine Handelsgesellschaft ja ein lohnendes Ziel für Piraten, wie den gefürchteten Kapitän Redbeard oder auch Ironhook. Die Krone tut hier also gut daran, Verteidigungsmaßnahmen zu ergreifen. Auch an Feuerkraft steht der Hafen einer Festung in nichts nach. Schwere Artillerie gibt es für unsere Soldaten in Form von zwei Kanonen an den Seiten des Freihafens. Selbst die Barracuda könnte hier also eine ordentliche Breitseite abbekommen. Die ikonische Rampe selbst ist aber unverkleidet, man möchte ja durch Verteidigungsmaßnahmen nicht die Handelsleute behindern.

Schauen wir uns zunächst den Wachturm an. Von diesem aus führt eine kleine Leiter auf das Dock nach unten. In der ersten Etage befindet sich das Büro des Admirals. Ich gehe davon aus, dass die Piraten aufgrund von Gouverneur Broadside’s inkonsequenter Art mit Problemen umzugehen in letzter Zeit immer öfter in Küstennähe gesichtet wurden und Admiral Woodhouse nun persönlich das Handelszentrum der Karibik beschützen soll. Von hier aus hat er den Hafen gut im Blick. In seinem Büro befindet sich ein Tisch mit Weingläsern, auf guten Handel ein gutes Schlückchen. 😉

Auf dem Dach hat man eine gute Aussicht über den Hafen aber viel wichtiger ist der Kran. Dieser eignet sich perfekt um Schiffe zu be- und entladen. Er ist auf einem Drehteller gebaut, womit er einen guten Bereich des Hafens abdecken kann.

Vom Wachturm gehen wir nun zum Lagerhaus, welches im Schatten einer Palme steht und durch sein rotes Dach besticht. Auch hier haben wir ein paar Spielfunktionen, die mir sehr gut gefallen. Im Haus selbst ist nichts zu interessantes, lediglich Platz um kreativ zu werden. Auf dem Dach befindet sich aber ein weiterer Kran. Dieser kann sich aber nicht drehen. Ziemlich sinnlos oder? Nein.

Hahaha, arrrr!

Das Dach kann nämlich aufgeklappt werden, womit der Kran Schiffe entladen und die Fracht direkt auf dem Dachboden verstauen kann. Dieser Kran hat allerdings keine Seilwinde, sondern nur eine Schnur an der man ziehen muss, um die Fracht zu heben oder zu senken.

Passt auf! Sie rollt! Aus dem Weg!!!

Vom Dock rechts aus kommen wir zur Bucht über welche sich der Hafen fortsetzt. Mit simplen Bautechniken wird hier effektiv der Look einer weiten Anlegestelle für alle Arten von Booten dargestellt. Am Ende der Bucht überblickt eine weitere Kanone ein- und ausfahrende Schiffe. Es befindet sich hier auch noch ein Wach- bzw. Zollhaus, zumindest gehe ich davon aus, dass die Waren hier geprüft werden. Es ist ein nettes, wenn auch simples Bauwerk mit zwei Etagen und sogar schöne Holztüren kommen hier, wie auch am Lagerhaus, zum Einsatz. Sehr schön!

Urrr, das war zu viel Rum…

Die zweite Palme ist ein Accessoire, welches ich hinzugefügt habe, da ich der Meinung war, ein Set wie dieses verdient zwei Palmen. 😊 Der Bausatz selbst enthält noch einige Frachtelemente: Fässer, Schatztruhen mit Goldmünzen gefüllt, Körbe mit Kanonenkugeln und gelbe… Sachen…

Und so richtig geht der Spaß doch erst los, wenn der Hafen wirklich voll besetzt ist. Ruft die Zünfte zusammen! Aber was haben unsere Piraten wohl vor?

Vergleich mit meinem „MOC“

Okay, mein Modell ist stark vom Alternativmodell des Hafens inspiriert aber trotzdem möchte ich es daneben stellen. Und mit danebenstellen meine ich nicht wirklich daneben stellen, denn das gibt mein Fotostudio leider nicht her…

Fazit: 6277 Imperial Trading Post

Ich mache es mal kurz: Ich liebe dieses Set. Es ist in so vielen Hinsichten, so fantastisch und macht so viel richtig! Außerdem gibt es uns einen Einblick wie das alltägliche Handelsleben hier abläuft, wenn die Piraten gerade mal nicht angreifen. Von den Ladekränen, zu den Lagerhäusern und Kanonen gibt es einfach nichts an diesem Set, was mir nicht gefällt. Außerdem bekommen wir zwei Boote und eine Hand voll Minifiguren, um den Hafen zu bevölkern. Das Szenario wirkt so lebendig, speziell, wenn man noch mehr Extrateile hat, um den Hafen richtig zu füllen.

Also ich finde den Hafen großartig. Würde ich euch empfehlen loszuziehen und auf eBay oder Bricklink nach einem zu fischen? Nun solange ihr keinen wirklich guten Handel abschließt, werdet ihr um die 350 Euro bezahlen und selbst das erfordert Glück. Um ehrlich zu sein fällt es mir schwer das Set für diesen Preis zu empfehlen. Normalerweise rede ich nicht zu viel darüber, wie viel ich für das Set bezahlt habe aber ich bin durch Glück auf die Basisplatte gestoßen für einen wirklich guten Preis und konnte mithilfe von noch mehr Glück, Replikasegeln, Geduld und Zeit den Hafen für insgesamt  etwa 100 Euro fertigstellen. Das war natürlich riesig für mich aber ich denke, dass es ein absoluter Glücksfall war und ich wäre bereit gewesen 200 Euro für den Hafen zu zahlen, das wäre er meiner Meinung nach wert gewesen.

Sie haben das Gold! Haltet sie auf!!!

Die Preise von damals sind natürlich weit weniger interessant, da sie nichts mehr wirklich repräsentieren. Seit dem Erscheinen dieses Sets 1992 gab es Inflation und sogar eine Umstellung der Währung, zudem konnte ich nicht einmal einen DM-Preis finden. Der Dollarpreis inflationsbereinigt hätte bei 166.19$ gelegen. Ich finde, dass das Set den Preis wert wäre, auch für ein Kind, was die Spielmöglichkeiten angeht, aber ich denke dennoch, dass es vor allem verglichen mit heutigen Sets was die reine Menge an Teilen und Masse angeht doch recht hochgegriffen war. Wir können jetzt hin und her diskutieren, ob das Set hier besser ist, als LEGOs kompletter aktueller Produktportfolio aber dann kommen wir wieder vollkommen zum Thema „Meinung und Geschmackssache“. Für mich ja, es ist besser aber ich bin auch kein Kind mehr und der Hafen trifft genau mein Interessengebiet. Aaaalso bin ich nicht ganz objektiv.

Aber ich sage es gern nochmal: Dieses Set ist fantastisch!

Bewertung

Zielen! Feuer!

Positiv Negativ
  • Tolles Displaymodell
  • Grandioses Spielset
  • Viele Figuren
  • 3D Platte
  • Zu viel zum Aufzählen
  • nichts (außer dem Preis heutzutage vielleicht)

Eure Meinung!

Was haltet ihr vom Historischen Handelshafen? Habt ihr ihn euch als Kind gewünscht oder haltet ihn bis heute in Ehren? War das eurer Meinung nach auch die goldene Zeit von LEGO? Wie immer folgt für mich nach dem Spaß des Schreibens, der Spaß daran eure Kommentare zu lesen!

Jonas Heyer

Geht mit Johnny Thunder auf die Suche nach den Schätzen der LEGO Geschichte. Von den Gewässern Redbeards geliebter Karibik, über die Helden des Westens, bis hin zu den tapferen Rittern von Richard Löwenherz!

21 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Hallo vom ersten bis zum letzten Bild erinnerungen an ein schönes Spielset von lego. unsere Jungs hatten viel Spass es zu bauen und damit zu spielen. es hatte nichts kriegerisches und doch voller Abenteuer . sowas solte es öfters geben .

  2. Danke für ein (wieder) tolles Review.

    Ich glaube ich habe schon öfters angemerkt, dass ich diese alten Sets „nostalgiebefreit“ beurteile, weil ich damals eben NICHT aktiv war und sie deshalb auch nicht haben wollte. 😉

    Ich sehe in dem Set also etwas was mich heute SO nicht mehr vom Hocker reissen würde.

    Trotzdem sieht das Set „gefällig“ aus und definitiv nach mehr als 608 Teilen… Das liegt aber einerseits an den vielen Mauerpaneelen und vor allem an der Formplatte – an sich nichts „Schlechtes“ aber trotzdem würde das heutzutage wahrscheinlich anders und kleinteiliger gelöst.

    Andererseits die Figuren(auswahl) und -anzahl bzw. immerhin drei (funktionierende?) Kanonen würden auch heute noch das Afolherz (so Piratenaffin) höher schlagen lassen.

    Irgendwie bekomme ich plötzlich Lust ein Piratenmoc zu bauen …

    • Danke für dein Lob 🙂 Es hat großen Spaß gemacht dieses Review zu schreiben, die Fotos zu machen und auch den Hintergrund zu basteln.

      Da ich persönlich ein großer Freund der 90er Ästhetik bin und die gegenüber der heutigen auch bevorzuge, gefällt mir das Set natürlich mehr, als die Meisten wahrscheinlich verstehen werden.

      Es macht für mich auch noch einen Unterschied von welcher Reihe von LEGO wir reden: Beispiel: normale Spielsets haben für mich ihren Charme zu weiten Teilen verloren durch „Überdesign“, mMn war LEGO immer dann am stärksten, wenn sie genug gebaut haben, um die Idee umzusetzen und der Fantasie den Raum lassen alle Lücken zu füllen. Das für Spielsets, wie dieses ja eines war.

      Wenn wir von der 18+ Reihe reden, dann bin ich voll bei dir, die detaillierten Sets, die vollständig zuende designt wurden haben schon nen großartigen Look (Barracuda Bucht und die mittelalterliche Schmiede fallen mir da ein). Da würde ich dieses Set gern in neuer Auflage sehen. Ich weiß nicht inwiefern das irgendwen sonst stört aber mein einziger Kritikpunkt mit diesen tollen Sets, ist die Tatsache, dass eigentlich kein Raum mehr für die Fantasie ist. Das merke ich bereits bei den Fotos für meine Reviews. Bei diesem Set hier hätte ich noch 5000 Szenen stellen und fotografieren können. Bei der mittelalterlichen Schmiede hatte ich gar nicht so viele Noppen zur Verfügung um meine Figuren in Pose zu plazieren. Hat alles ein für und wieder 😀

      Aber das Schöne an LEGO ist ja: Was nicht passt kann passend gemacht werden! Und was dem einen nicht gefällt, kann das Lieblingsset eines anderen sein! Daher danke für deinen Kommentar und die „nostalgiebefreite“ Sicht 🙂 Viel Spaß beim Bauen!

      PS: ja die Kanonen können schießen, zumindest die Europäische Variante, denn schießende Kanonen waren für Amerikanische Kinder viel zu riskant.

  3. Danke für die nette Review. Wenn ich mich recht erinnere hat der Hafen damals 100 DM gekostet. Die 2 Jahre jüngere Insulaner-Lagune (6278) hatte definitiv diesen Preis und ist ähnlich groß. Es gab kaum teurere Sets (bei Eisenbahn und Technik vielleicht) die teurer wahren.
    Ich fand den Hafen damals nicht so sehr toll, weil mir die Gebäude etwas klein und gleichförmig erschienen. Darum hab ich ihn auch nicht. Andere kleinere Sets fand ich noch schöner. Das Schiff und der exklusive Kapitän war aber schon besonders.

  4. Ich kann mich tatsächlich noch sehr gut an das Weihnachtsfest erinnern, als ich dieses Set geschenkt bekommen habe. Ich fand es einfach nur großartig. Und es war einfach schon alles so vollständig. Eine kleine Festung, ein Hafen, Kräne, ein Handelsschiff und ein kleines Segelboot.

    Das kleine Handelsschiff habe ich auch Mal wieder aufgebaut, weil alleine dieses schon ein echtes Highlight ist.

    Aber klar, ich betrachte das ganze jetzt natürlich auch durch eine echte Nostalgie-Brille. Denn die Auswahl der Minifiguren ist nicht nur heute ein echtes Thema (creator 3 in1 Castle), sondern war es damals auch schon. Warum waren nur zwei einfache Soldaten dabei und stattdessen so viele Hafenarbeiter? Klar, es war keine Festung, Sonde n ein befestigter Hafen, aber trotzdem hätte dem Set mehr Soldaten gut getan.

    • Gerade die Rotröcke hatten ja eine ganz schöne Flut an Offizieren in den kleineren Sets, also konnte man auch damit nicht wirklich Truppen aufstocken…

      LEGO hätte mit der Creator 3in1 Burg auch ein Minifiguren Pack mit den Falkenrittern herausbringen sollen. Das wär‘ der Renner gewesen!

      • Und selbst in diesen kleinen Art Battlepacks waren meine ich immer zwei Piraten und ein Rotrock Offizier und nur ein Soldat. Ja, es gab irgendwie immer viel zu viele Offiziere und viel zu wenige Soldaten.

        • Bei den Blauröcken würde ich sagen, war das Verhältnis gut gemacht. Bei den Rotröcken… eher weniger 😀

          Und bei den Spaniern kann man ja schon froh sein, wenn man überhaupt einen bekommt, egal welchen 😀

          • Gerade nochmal bei bricklink nachgeguckt, in jedem Piraten Set, in dem ein Rotrock dabei war, war es immer ein Offizier und nur mit ein einzelner Soldat. Ja, das Verhältnis von Soldaten zu Offizieren was echt mies.

          • Ich habe bei meinen Rotröcken inzwischen Marineinfanterie eingeführt, wie auf dem „MoC“-Bild zu sehen, weil ich wesentlich mehr schwarze Dreispitze als die „hohen Hüte“ der Soldaten.

  5. Vielen lieben Dank für das tolle Review. Ich hatte das Glück, dies tolle Set vor knapp 17 Jahren für knapp 70€ meiner Sammlung via ebay hinzuzufügen. Beim bieten aber gemerkt, das der Preis hochgeboten wurde… leider keine BA dabei, aber die Original Segel und auch der Gesamtzustand war absolut neuwertig 😊
    Schade, das es solche Sets nicht mehr so gibt..,

  6. Wer liebt sie nicht die Rotröcke 🙂 was mir zum ersten Mal auffällt ist das das kleine Schiff richtig Klasse aussieht 😃 dieses Set sollte ähnlich wie die Pirate Bay einen Revival bekommen ! Piraten brauchen etwas zum erobern. Die 6276 ist gefühlt aber einfach ikonischer denke ich.

    Schade denn das Thema ist einfach cool!

  7. Das Set war mein absoluter Kindheitstraum. Leider hatte ich es nie bekommen. Ich hatte jedoch viele andere Sets der Piraten, Blauröcke und Rotröcke als Kind daheim. Bei uns hatte das Set damals 500 bzw. teilweise 600 Schilling gekostet. Habe es mir vor ein paar Jahren in guten gebrauchten Zustand um zirka 90 Euro gekauft.

    • Leider war LEGO nie billig und wird vorraussichtlich nie billig sein. Man könnte argumentieren, dass es von damals zu heute preislich sogar besser geworden ist…

  8. Ich darf dieses Set mein eigen nennen. Wusste gar nicht das die Figuren so teuer sind. Hab das Set in meiner alten Lego Kiste gefunden und mit ein paar nachbestellten Teilen für meinen Sohn aufgebaut. Er spielt wahnsinnig gerne damit. Wobei jetzt im Moment ninjago vorne liegt…
    Ich finde es Wahnsinn so viel Geld für das Set zu bezahlen, würde meins aber auch nie zum Verkauf anbieten. Solche Sets (zum spielen) gehören in Kinderhände.
    Vielleicht hebe ich es für meine Enkel (in weiter Zukunft) auf oder verschenke es an ein Kind. Leuchtende Kinderaugen wenn die so ein Set sehen ist das beste, mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen

  9. Schön, wie du dir immer wieder Mühe gibst die Figuren in Szene zu setzen! Das macht Spaß beim Lesen. Vielleicht schafft es Lego ja noch ein 3in1 Set zu bringen (in der 40-50 Euro Region), dass passend zum Piratenschiff einen kleinen Handelsposten/Fort repräsentiert.

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