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LEGO Speed Champions 76904 Mopar Dodge // SRT Dragster und 1970 Dodge Challenger im Review

LEGO Speed Champions 76904 Mopar Dodge // SRT Dragster und 1970 Dodge Challenger

LEGO Speed Champions 76904 Mopar Dodge // SRT Dragster und 1970 Dodge Challenger | © Michael "Kloppo" Kopp

Das Set LEGO Speed Champions 76904 Mopar Dodge // SRT Dragster und 1970 Dodge Challenger im Review: Flitzer im Doppelpack!

Schnelle Sportwagen für die heimischen vier Wände: Das Set LEGO Speed Champions 76904 Mopar Dodge // SRT Dragster und 1970 Dodge Challenger T/A kommt mit 627 Teilen zu einem Preis von 59,99 Euro daher. Schauen wir uns beide Modelle einmal im Detail an.

Hintergründe

Mit dem Mopar Dodge // SRT Dragster hat sich LEGO dazu entschieden, eine Fahrzeuggattung in einem Set anzubieten, die hierzulande eher ein Schattendasein fristet. Bei Dragsterrennen legen Autos und Motorräder eine schnurgerade Strecke bei stehendem Start schnellstmöglich zurück. Dabei sind die traditionellen Renndistanzen die Viertelmeile (402,34 Meter) und die Achtelmeile (201,17 Meter). Die nur zu diesem Zweck konstruierten Dragster und Drag Bikes verfügen dafür meist über großvolumige, aufgeladenen Motoren mit bis zu einigen tausend PS. Charakteristisch sind die sehr breiten Antriebsräder, um diese Kraft auf den Asphalt zu bringen. Bei dem Dodge SRT Dragster handelt es sich um einen sogenannten Top Fuel Dragster, der kompromisslos auf Leistung, Traktion und maximalen Geradeauslauf ausgerichtet ist und mit Nitromethan als Treibstoff betrieben wird. Der Radstand beträgt 7,60 Meter und der Stockblock-Motor, ein konventioneller Achtzylinder-OHV-Viertaktmotoren – mit untenliegender Nockenwelle und zwei Ventilen pro Zylinder – ist hinter dem Fahrer eingebaut.

Das zweite Fahrzeug hingegen lässt die Herzen von Autofreunden höher schlagen. Kaum ein anderes Fahrzeug steht so sehr für das Segment der Muscle Cars wie der Dodge Challenger. Der Challenger wurde fünf Jahre lang von 1970 bis 1974 verkauft. Insgesamt wurden 188.611 Fahrzeuge der ersten Generation produziert. In diesem Set kommt der ausschließlich im Jahr 1970 erhältliche Challenger T/A vorgefahren. Es handelt sich dabei um ein Homologationsmodell für die Trans-Am-Serie. Motorisiert ist dieser mit einem speziellen 5,6-Liter-V8, drei Doppelvergasern und einer GFK-Motorhaube mit einer großen Lufthutze. Auffällig sind die Sidepipes vor den Hinterrädern und der Heckspoiler. Das Ponycar war damals für 4.056 US-Dollar erhältlich.

Die Eckdaten

Umfang und Zusammenbau

Die zwei Sportwagen fahren in einem sportlich aufgemachten Karton vor, der die Dodge in ihrem Element auf der Rennstrecke zeigt. Enthalten sind vier Tüten und zwei Stickerbögen mit einmal 23 und einmal 12 Aufklebern. Wobei die des Challengers transparent gehalten sind.

Die beiden Stickerbögen

Dragster

Der Bau beginnt mit dem Dragster und gestaltet sich ganz anders, als wir es von den Speed Champions bisher gewohnt sind. Anstelle einer Bodenplatte auf der das Chassis aufgebaut wird, sind hier zwölfnoppige flache Steine zusammenzufügen, und mit weiteren verschiedenfarbigen Elementen zu ummanteln, um die lang gezogene Bodengruppe des Dragsters nachzubauen. Es folgen die Achsen und die Verkleidung des Chassis, die großflächig mit den Aufklebern versehen wird. Aufgrund der Größe der Aufkleber gelingt dies im Übrigen recht unproblematisch. Das Ergebnis führt dazu, dass der Dragster seinen charakteristischen Look erhält, weshalb ich auch nicht dazu raten würde, die Aufkleber weg zu lassen. Der Dragster würde dann irgendwie sehr „nackt“ aussehen. Interessant gestalten sich die Konstruktion des offen liegenden Motors mit seiner Lufthutze und der beachtliche Heckspoiler. Zu guter Letzt werden das bedruckte Dach und die Reifen angebracht. Alles in allem hat mich nach anfänglicher Skepsis überrascht, welch kurzweiliges Bauvergnügen der Dragster bereitet und wie cool er zusammengebaut wirkt.

Langer Flitzer, kurze Fahrt

Challenger

Hier kann der Challenger nicht ohne weiteres mithalten, folgt er doch dem bewährten Bauschema, nach dem auf der Bodenplatte zunächst die Achsen und das Heck, dann Innenraum, Front und am Ende das Dach zusammengefügt werden. Am Ende kann jedoch das fertige Modell durchaus überzeugen. Details wie der Challenger Schriftzug am Heckspoiler, das Gitter des Kühlergrills oder die seitlichen Auspuffrohre (Sidepipes) runden im Zusammenspiel mit der Zweifarblackierung sowie der dominanten Lufthutze auf der Motorhaube das Gesametbild ab. Der Challenger liegt satt auf der Straße und ist als solcher eindeutig zu identifizieren. Allerdings finde ich er liegt etwas „zu fett“ auf der Straße, das Original wirkt etwas leichtfüßiger.

Der Sonne entgegen!

Minifiguren

Im Übrigen liegen diesem Set natürlich auch Minifiguren bei. Eine blonde Frau im Rennoverall und ein schwarzhaariger Mann mit Sonnenbrille sowie College-Jacke im Dodge-Design pilotieren die beiden Boliden. Überhaupt ist löblich hervorzuheben, dass in den diesjährigen Doppel-Sets der Speed Champions immer je ein Mann und eine Frau beigelegt werden und auch der McLaren Elva von einer Frau chauffiert wird.

Mein Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass wir mit dem LEGO-Set 76904 Speed Champions Mopar Dodge // SRT Dragster und 1970 Dodge Challenger T/A ein solides LEGO-Set bekommen, dessen Zusammenbau Spaß bereitet und das durchaus durch kleine Details zu erfreuen weiß. Insbesondere der Challenger macht sich sehr gut neben der Corvette und lässt darauf hoffen, dass zukünftig noch ein paar US-Klassiker erscheinen werden. Gleichwohl ist der Dragster für einen AFOL vermutlich eine etwas überflüssige Dreingabe, die aufgrund der Länge noch dazu Platzprobleme im Regal erzeugt und zumindest im europäischen Markt nur wenige (erwachsene) Liebhaber finden wird. Die Dodge-Modellpalette hätte hier sicher das ein oder andere Modell angeboten (Viper, Charger…), das in dieser Zielgruppe mehr Resonanz erzeugt hätte. Gleichwohl wird der Baunachwuchs ab acht Jahren ein tolles Bauvergnügen und zwei Autos geboten, mit denen sich hervorragend über den Straßenteppich flitzen lässt. Ob das jedoch fast 60 Euro Wert ist, möge jeder für sich selbst entscheiden…

Bewertung

Positiv Negativ
  • Zwei völlig unterschiedliche Fahrzeuge
  • Challenger passt gut zu weiteren Boliden der Serie
  • Beide Flitzer bringen Spielspaß mit sich
  • Dragster ist in Europa eher unbekannt
  • Dodge Challenger liegt etwas zu „fett“ auf der Straße
  • Hochpreisiges Set

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Startklar!

Eure Meinung

Was sagt ihr zu diesem Doppelpack? Ist der Mopar Dodge // SRT Dragster oder der 1970er Dodge Challenger euer Favorit? Äußert euch gerne rasend schnell in den Kommentaren.

Michael Kopp

Baut gerne LEGO Ideas und Architecture Sets und alles, was mit Hubschraubern zu tun hat – hebt dabei ab, dreht aber nicht durch.

5 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Die Hinterräder des Dragsters sind leider im wesentlichen viel zu klein aber abgesehen davon empfinde ich den Dragster echt als Highlight. Sieht sehr cool aus und basiert auf dem Dragster einer berühmten Dragster Rennfahrerin der „Angry Bee“ von Leah Pritchett.

  2. Der Dragster bringt mal frischen Wind in die Modelle. Der Bau hat sehr viel Spass gemacht, ähnlich wie beim Ford Bronco oder Lamborghini Urus, die komplett unterschiedlich zu den anderen Speed Champions zu bauen sind. Dennoch muss ich sagen, dass ich den Dragster als Teilespender genommen bzw. ihn in mein Sortiment einsortiert hab. Der Challenger gefällt mir deutlich besser.

  3. Vorweg: Nur meine eigene Meinung. Der Dragster ist direkt aus den Tüten in die Steinesammlung gewandert. Positiv: das Gros an 2×6 Tiles in schwarz. Konnte ich direkt verwenden. Hintergrund: Ich baue alle SCs ein zweites mal. In Schwarz. Von daher fand ich ihn gut. Als SC fand ich ihn hingegen unpassend.

  4. Nur den Charger für 20€, hätte ich gekauft. 30 € pro Fahrzeug ist happig.

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