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LEGO Super Mario im Review: „Es macht puff!“

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LEGO Super Mario Layout | © Grizzlybeere

LEGO Super Mario im Review: Das Beste aus zwei Welten oder weder Fleisch noch Fisch?

Allein schon die ikonisch, kantige Darstellung von „Super Mario“ in seiner Anfangszeit hat vielleicht manch einen zu einer Assoziation zwischen der Welt des latzbehosten Klempners und den LEGO Bausteinen veranlasst – ganz ähnlich wie es bereits bei LEGO Minecraft der Fall ist.

LEGO Super Mario Layout

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Doch so schnell der Gedanke „LEGO Super Mario/Super Mario LEGO“ gedacht ist, so komplex ist die Frage nach dem, was das Spielen mit LEGO Super Mario ausmachen soll, was das Spielprinzip oder was die spielerische Essenz der LEGO-Nintendo Kooperation sein soll.


Digital Design Lead Jonathan Bennink hat in diesem Zusammengebaut-Video die Aufgabe, vor die er und die Teams gestellt wurden, folgendermaßen beschreiben: „Kreiert ein Produkt, das nur Nintendo und LEGO zusammen erschaffen können.“ Und das ist ja nicht nur wirtschaftlich und bezüglich des Markenimages beider Firmen sehr klug, sondern es ist auch der kreative Anspruch, etwas wirklich Neues zu erschaffen.

Ziemlich naheliegend ist der Ansatz, mit den LEGO-Bausteinen eine Welt beziehungsweise ein Level zu bauen. Und dann? Soll es eine digitale Komponente geben? Wie groß soll diese sein? Wie steuere ich die Figuren? Was sind die Regeln? Was ist das Ziel?

Zugegeben, das sind vor allem die Fragen eines Erwachsenen und ein Kind wird mit einer selbstgebauten Welt intuitiv genau das tun, was es sonst auch mit LEGO macht: Damit Spielen!

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Neue Welten

Damit sind wir aber bei einem wesentlichen Unterscheid zwischen dem typischen Spielen mit LEGO und dem Spielen eines Jump ’n’ Runs, wie es die klassischen Mario Spiele sind: Das „Rumspielen“ mit LEGO ist ein freies, kindliches, Phantasie-betontes Spielen ohne feste Regeln und festgelegtes Spielziel, bei dem es vornehmlich darum geht, sich und die Welt auszuprobieren und zu erleben (das also, wofür der französische Soziologe Roger Caillois in seinem Buch „Die Spiele und die Menschen. Maske und Rausch“ 1958 den Begriff „Paidia“ geprägt hat). Da es hier keine definierende Regel für dieses Spielen gibt, ist es also Spielen, ohne ein bestimmtes Spiel zu spielen. Ein Jump ’n’ Run Videospiel ist im Kontrast dazu stark reglementiert, ist zum Teil kompetitiv (zum Beispiel durch Highscores) und hat ein ganz klar definiertes Spielziel (also genau das, wofür Roger Caillois im Kontrast zu Paidia den Begriff „Ludus“ verwendet) – daher kann das Spiel auch einen Namen wie „Das Super Mario Spiel“ haben. Diese Spiele entstehen oft gerade erst durch künstliche Regeln, die das Erreichen des festgelegten Ziels auf sehr eingegrenzte Art und Wiese erlauben (bei „Mensch ärgere dich nicht“, ist es eben kein Sieg, die eigenen vier Hütchen direkt auf die Zielfelder zu stellen).

Der Sinn des Spiels

Ist es LEGO und Nintendo nun also gelungen eine Brücke zwischen diese geradezu gegensätzlichen Spielarten zu schlagen?

Man hat in Billund offenbar genau das versucht: Der Bau eines Levels unterliegt keinerlei Regeln und LEGO betont sogar, dass es gewünscht ist, das gesamte LEGO-Sortiment und die gesamte Umgebung des Spielenden in das Spiel mit einzubinden. Der 71372 Katzen-Mario-Anzug, durch den Mario Münzen erhält, wenn man ihn an einer Wand langlaufen lässt, ist hier ein besonders gutes Beispiel. Hingegen gibt die Mario Figur vor, den Level in 60 Sekunden abzulaufen. Es gibt Strichcodes, mit denen ein paar Sekunden an Zeit gewonnenen werden können – ein minutenlanges Spielen am Stück aber ist nicht möglich: Das Spiel beginnt, wenn man so möchte, immer von Neuem. Wie die Figur durch ein Level bewegt wird, ist nicht reglementiert und doch gibt es ein festgelegtes Ziel, nämlich das Sammeln möglichst vieler Münzen.

Ist der Spagat also geglückt? Zunächst finde ich es tatsächlich mutig von den beiden Firmen, die aufgeführten Gegensätze auf diese Art vereinen zu wollen und die Zielvorgabe für ein Produkt, „das nur Nintendo und LEGO zusammen erschaffen können“ ist somit ganz bestimmt erreicht worden.

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Jump’n’Brick

Ebenfalls glaube ich, dass die Zielgruppe der Kinder zwischen sechs und zehn mit LEGO Super Mario intensiv „rumspielen“ wird, wie sie es bisher mit LEGO auch schon getan hat und die Spielprinzipien, die die Mario-Figur einführt, ergänzend in das eigene Spielen mit aufnimmt. Dazu wird LEGO gewiss auch genügend Tests mit Kindergruppen durchgeführt haben. Zudem – und das vergisst man also AFOL („Adult Fan of LEGO – erwachser LEGO Fan) ja hin und wieder – hat LEGO nicht nur das Recht, sondern aus der Selbstwahrnehmung heraus geradezu die Pflicht, Spielzeug für genau diese Altersgruppe herzustellen. Seltsam nur, dass die Sets der ersten Welle so unterschiedliche Altersempfehlungen haben.


Fragen über Fragen

Dennoch werde ich das Gefühl einfach nicht los, dass mit Mario in seiner derzeitigen Form eine Chance nicht wahrgenommen wurde, nämlich die, ihn auch über diese Altersgruppe hinaus interessant zu gestalten. Denn je älter Kinder werden, desto mehr wächst das Interesse an konkreten Spielen, an Herausforderungen in einem bestimmten Modus. Alle Erwachsenen, mit denen ich über LEGO Super Mario gesprochen habe, hatten Schwierigkeiten zu verstehen, was denn nun das LEGO-Mario-Spiel sei und wie die Regeln sind – was zu erwarten ist, da es eben nicht das LEGO-Mario-Spiel gibt. Die Rückfragen waren immer die gleichen, allen voran: „Und dann kann Mario von selbst durch das Level laufen?“, „Ist es wie bei einem Brettspiel und ich muss Würfeln und Mario setzten wie zum Beispiel auch bei Super Mario Party?“ und „Wenn ich einmal herausgefunden habe, was ein effektiver Münzenquell ist, warum sollte ich nicht nur dies machen und Mario dann in Sekunde 59 auf das Zielfeld setzten?“

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Spiel trifft Spiel

Ebenso ist es im Videospiel so, dass mir die Hindernisse in einem Level vorgegeben wurden und ich der Spielfigur durch meine Eingaben helfe, die Hindernisse zu überwinden. Hier aber, bin ich es, der eine Lavaplatte in meinen Parcours einbaut und jetzt soll ich Mario auch noch dort absetzen? Nein, er schreit dabei auf und das will ich ihm nicht antun! Und an dieser Stelle sind wir eben wieder an dem Punkt, dass es ein Charakteristikum eines Spieles ist, dass die Regeln die einfachsten und direktesten Wege zum Zielzustand verbieten – aber hier kann ich im Gegensatz zu den „Mensch ärgere dich nicht“ Hütchen, Mario direkt über die Lava springen lassen und auf das Zielfeld setzten. Klar, worin besteht dann der Spaß? Eben – ich muss mich selbst einschränken, ohne eine Regel dafür zu haben! Hier würde eine wohldefinierte Regel helfen, den Spaß (längerfristig) zu erhalten. Ich bin also der Meinung, dass Mario den Spielmodus haben darf, den er hat. Ich bin aber auch der Meinung, dass LEGO die Chance hat, mit zukünftigen Updates auch weitere Spielmodi zu ermöglichen, zum Beispiel wenn nicht die Zeit der Faktor ist, sondern die Anzahl und Größe der Hüpfer, die er zum Ziel machen kann oder indem implementiert wird, dass er nur eine Sekunde in der Luft gehalten werden darf und dann wieder auf einer Platte stehen muss. Oder, indem ein Würfel mit Strichcodes eingeführt wird, den Mario scannen kann und so klar ist, auf welches Feld er als nächstes ziehen muss…

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Alle Wege führen zum Ziel…

Ebenfalls kritisch sehe ich den Grad der App-Abhängigkeit: Klar, Nintendo ohne Digitalisierung ist wie LEGO ohne Plastik (beides gab es mal, ist heute aber undenkbar). Aber gerade die Fokussierung auf die Altersgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen steht in meinen Augen im Widerspruch zu der starken App-Abhängigkeit. Zwar, und das ist schön, kann ich gut mit Mario spielen, ohne die App zu benutzen (sie ist größtenteils eher ein netter Gimmick). Gerade deshalb ist es umso störender, dass ich die Sets ohne App nicht bauen kann, weil keine gedruckte Anleitung mehr beiliegt. Für Eltern ist es schließlich kein Komfort, dem sechsjährigen Nachwuchs ein Handy vor die Nase zu halten und ihn gegebenenfalls von Quatsch abhalten zu müssen (allein schon der Download der circa 750 MB großen App könnte ohne W-Lan zum Bereich des Quatsches zählen). Hier sollte LEGO also nachbessern und in Zukunft die Anleitung auch gedruckt beilegen – wie das bei Sets anderer Themen üblich ist.

Zu guter Letzt fügt die Verflechtung mit einer digitalen Komponente den LEGO-Steinen nicht nur etwas hinzu, sondern es nimmt ihnen auch etwas, nämlich die ausgesprochene Langlebigkeit, die es erlaubt über Generationen mit den gleichen Bausteinen zu spielen. Natürlich ist es ein grundsätzlicher Einwand, aber die Obsoleszenz von LEGO Super Mario wird eintreten, sobald LEGO die App nicht weiter aktiv pflegen wird.

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Wenn die Sonne scheint…

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns diese Sets für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.


Eure Meinung

Was sagt ihr zu den LEGO Super Mario Sets?

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Ich habe LEGO Super Mario aus Sicht des erwachsenen LEGO-Fans beleuchtet. Interessanterweise beobachten wir bei YouTube großen Zuspruch für LEGO Super Mario, während die Reaktionen bislang hier im Blog verhalten ausfielen. Meine Meinung habe ich ausführlich dargelegt und in den Kommentaren bin ich gespannt auf eure Fragen und Sichtweise!

7+

Grizzlybeere

Mit LEGO aufgewachsen und immer interessiert an Neuem mit technischer Note.

16 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Ich bleibe dabei, Lego Sets die zum Grossteil nur funktionieren weil eine App benötigt wird, kommen mir nicht ins Haus. Lego ist für mich etwas, das über Generationen hinweg funktionieren soll. Bei Sets in denen digitale Funktionen enthalten sind, fällt spätestens bei Einstellung der entsprechenden Updates eine wichtige Komponente weg, wenn nicht sogar wie bei Super Mario hier, DIE wichtigste Komponente.

    12+
    • Ehrlich gesagt, kann ich mit diesen Super Mario Sachen nichts anfangen, es passt einfach nicht zu meinen Interessen, Stadt und Abenteuerpark. Das Spiel selbst kenn ich auch nicht. Was jedoch Deinen Gedanken betrifft: Lego mit einer App kommt mir nicht ins Haus, so sinngemäß – bei Hidden Side Sets dachte ich das zuerst auch. Jetzt besitze ich wohl 5 oder 6, habe die App nie runtergeladen, sondern die tollen Sets in meine Stadt und den Park eingebaut. Zugegeben, bissl Glibber ist übrig😉. Bei Super Mario ist das Set an sich aber nicht „schön“, aber es gibt ja genug anderes. Ein Thema, das ich auslassen kann. 😁

      6+
      • Bei Hidden Side sind die Sets aber auch problemlos nutzbar ohne die App. Bei diesem Super Mario Kram ist das ohne die App doch schon extrem eingeschränkt.

        5+
  2. Ich glaube nach wie vor nicht an den nachhaltigen Erfolg der ganzen Sache. Es fühlt sich einfach grundsätzlich falsch an. Ich würde auch der These widersprechen, dass es einer Kooperation von Nintendo und LEGO bedurft hat, um die Spielidee umzusetzen. Dazu ist sie zu x-beliebig und gar nicht darauf angewiesen, dass die Charaktere bestimmte Eigenschaften haben. „Sammle X Punkte!“ und ein paar Sonderfunktionen hätte man auch ohne Lizenzsauce umsetzen können. Zum Bildungswert hätte sicher meine Mutter als Lehrerin vermutlich auch eine komplett andere Ansicht und selbst mir fällt es schwer, da irgendwas Gutes dran zu sehen. Ich bin sicher, bei den meisten Kids verstaubt das recht schnell in der Ecke neben dem Octonauts- und Paw-Patrol-Friedhof…

    8+
  3. Eins vorab, Euren Beitrag fand ich sehr gut geschrieben und informativ.

    Trotzdem, ich finds einfach nur schlimm. Und damit meine ich die vorgegebene Spielfunktionen die einfach mal überhaupt nix taugen.
    Ich wollte es zuerst nicht glauben als ich euer Vorführvideo in diesem Bericht gesehen habe. Daher habe ich mir noch das von Gamestar auf Youtube angeschaut, in der Hoffnung, dass der Channel als nicht-Lego-Channel von „außen“ einen anderen Blick auf das Thema wirft.

    Aber erschreckenderweise wird hier augenscheinlich eine Marketingfrau von Lego für die Werbung am Produkt eingesetzt (gruselig und unsympatisch aus meiner Sicht).
    Sie offenbart auch wie überflüssig das Produkt ist, denn 1. spielt kein Mensch/Kind älter 6 Jahre mit einer Figur und tut so als würde es mehrfach um eine Wolke fliegen um ein virtuelles „Bing“ zu erreichen (Bei Erwachsenen wirkt das dermaßen kindisch; man fühlt sich an Duplospielweise erinnert) und 2. erwähnt sie das ihr eigentlich Wichtige an Lego, und zwar das Zusammenbauen als Entspannung. Und das hat man mit so ziemlich jedem anderen Lego Produkt und brauch dafür nicht dieses völlig überteuertes duploähnliche Lizenzprodukt.

    Für freies Spiel der Kinder brauch es diese Produkte einfach nicht. Preis/Leistung Note 6 – setzen, dankeschön.

    12+
  4. Vielen Dank für das ausführliche Review. Du triffst es auf den Punkt. Ohne irgendwelche Restriktionen (Würfel, Rätsel etc.) ergibt das Spielprinzip für mich auch keinen Sinn. Im Endeffekt kann ich die Plates nebeneinander legen, wild darauf rumspringen und muss den Rest nicht aufbauen. Aber vielleicht liegen wir älteren Baumeister ja völlig daneben.

    5+
  5. Ich kann nur empfehlen mal just2good anzuschauen, der einfach mal nur die Barcodes nebeneinander gesteckt hat. Mehr brauch man eigentlich nicht. Schließt die Augen und macht euch selbst ein Bild äh Ton. Als wär man im Computerspiel.
    Das Teil könnte man jedem 4jährigen vorsetzen und er hätte ne Menge Spaß für ne halbe Stunde. Und genauso lang/kurz sitzen Kinder vor den aufgebauten Varianten bevor sie es langweilig finden, da bin ich mir sicher. Und genau daran erkennt man leider wie überflüssig das Ganze ist.

    6+
  6. Ich glaube der Ansatz ist ein anderer als die meisten vermuten. Ich glaube nicht, dass Lego hier ein Produkt für Mario Fans bringen will. Ich glaube es ist eher anders herum:

    Nintendo möchte Spielwaren die Kinder in jungem alter an Nintendo Produkte heranführen. So lernt das kleine Kind Mario schon kennen bevor es eine Spielkonsole hat. Wenn es dann älter ist, hat es bereits eine Beziehung zu Mario, Yoshi und Co aufgebaut.

    7+
    • Mit derlei halbgaren Produkten ist das aber keine gute Strategie und ehrlich gesagt ist das dann auch so eine Frage von „Haben die’s wirklich so nötig?“, wie sie sich letzten Endes bei allen Lizenzprodukten stellt. Mal davon abgesehen kann man Nintendo-Merchandise und -Spielzeuge eimerweise kaufen, die für Kinder in dem Alter dreimal besser geeignet sind und zudem noch wesentlich billiger. Icj bin mir sicher, ein Kind, das das mag, wird lieber seinen Plüsch-Yoshi durch die Gegend schleppen oder mit einem RC Mario Kart durch die Pfützen preschen. Zur Markenbindung trägt das Spiel daher sicher nur bedingt was bei, die Exklusivität fehlt der ganzen Sache und naja, wer sich’s nicht leisten kann, mal eben 200 Euro aus dem Fenster zu werfen, ist aus der nummer sowieso gleich raus. Auch das dürfte an der von dir angedachten Zielgruppe vorbeigehen und die Menge von Fünfjährigen, die tatsächlich mit dem LEGO-Spiel spielen stark begrenzen.

      2+
  7. War mir nicht bewusst, dass hier eine App benötigt wird um das Ganze auszubauen.
    Finde ich echt überflüssig. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher ob es gut war das Set zu bestellen. Aber es gibt ja noch das grosse Mario Set wo ich die Figur auf den Fernseher stellen kann. Dann hat sie da ein (teueres) zu Hause gefunden.

    0
  8. Den Satz „Nintendo ohne Digitalisierung ist wie LEGO ohne Plastik (beides gab es mal, ist heute aber undenkbar)“ kann ich so nicht unterschrieben! Minecraft funktioniert auch ohne Digitalisierung, ohne elektronische Figur und ohne App und das sogar super! Die Sets sind schön, bespielbar und kreativ und die Figuren sehen genial aus.
    Das hätte mit Mario auch funktioniert, hätte Kindern bestimmt sehr gefallen und Eltern auch weil komplett ohne elektro Schnickschnack. Mario sieht ausgeschaltet total gruselig aus. Es gibt kein Luigi (nicht, dass man noch zu zweit – gemeinsam spielt) und zum Spielen der anderen Sets braucht man zwingend das Starter-Set. Das sind alles so Hürden, macht es so kompliziert und so teuer… ach, so viel Potential einfach verschenkt, zumindest meiner Meinung nach. Sehr, sehr Schade.

    4+
  9. Danke für das ausführliche Review. Ich war schon vorher zurückhaltend und hatte die Sets nicht auf meinem Wunschzettel. Das wird auch erstmal so bleiben. Das Konzept überzeugt mich nicht so richtig. Für meine Tochter (aktuell 5) möchte ich, dass sie „ganz normal“ mit den Lego Sets spielt und einfach nach Lust und Laune baut.

    2+
  10. Ich kann mich den meisten hier nur anschließen, ich finde diese Sets leider auch nicht besonders ansprechend. Eigentlich bin ich ja ein Kind der 90er und Mario Fan seit dem NES, mit dem Spielprinzip dieser Sets kann ich aber auch nicht wirklich etwas anfangen. Wenn LEGO hier schon Spielsets für Kinder herausbringt hätte ich es toll gefunden wenn man zum Beispiel mit mehreren Freunden eine Art baubares LEGO Brettspiel bestreiten könnte und mehr Spiel-Anreiz schaffen würde.

    5+
  11. Ich bin weiter nicht überzeugt von dem Konzept.
    Entweder nutzt man die elektronische Komponente, um gewisse Spielregeln, die es ja bei den Jump & Run Vorlagen gibt, durchzusetzen oder man überlässt das ganz der Fantasie bzw. dem freien Spiel. Dann braucht man aber die ganze Elektronik und Software nicht.
    So ist das nichts Halbes und nichts Ganzes.

    Ich hätte ja einen AR-Ansatz interessant gefunden. Level aus Lego-Steinen bauen à Super Mario Maker und dann eine virtuelle Figur drüber hüpfen lassen …

    Spannend ist für mich nur noch, dass hoffentlich bald mal jemand den Mario aufmacht, damit man sieht, wie man den evtl. zweckentfremden könnte.

    6+
  12. Schon als Kind hab ich mich geärgert über Spielzeug, dass unnötige Batterien-Komponenten hat. Und es ist so geblieben. Diese Sets hätte ich als Kind furchtbar gefunden und finde sie jetzt erst recht furchtbar. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass ein Kind länger als ein paar Minuten (im Leben, nicht am Tag) auf die in den Werbevideos gezeigte Art und Weise damit spielt. „Auferzwungene“ Spielweisen funktionieren einfach nicht, das mögen Kinder nicht.

    Es wäre so viel Besseres möglich gewesen! Etwa Mario- und Zeldafiguren in einem etwas größeren Maßstab, einfach aus normalem Lego. Ich glaube ein Kind würde lieber mit einem klassischen Legomario spielen als mit diesem hässlichen und modernen Elektroklotz. Oder, ünerlegt mal, was für Gimmicks für die Switch aus Lego möglich gewesen wären – man denke an Nintendo Labo. Aber diese Sets sind schrecklich enttäuschend, die werde ich garantiert nicht kaufen.

    1+
  13. Ich freu mich auf Lego Super Mario, auch als AFoL.

    Es gibt eventuelle verstehbare Kritikpunkte auf ich hier näher eingehen möchte.

    1. Zur App
    In einem Interview/Stream auf YouTube erzäht Jonathan Banett, das sie erst versucht haben per Papier zu erklären, wie Lego Mario funktioniert.
    Aber das funktioniert per Video unkompliziert.

    2. Das Fehlen von Regeln

    Meine 4 jährige Nichte hat letzte Woche Lego Mario gespielt ohne es zu wissen. Sie hat ein Pakour gebaut und eine Figur hindurch geführt. Da müsste sie oben drüber und da unten drunter.
    Ich denke, dass das Spielprinzip gut funktioniert.

    In einem anderen Kommentar wird just2good erwähnt, er baut als Erwachsener Lego Mario Level. Eines davon ist, dass er alle Platten aneinander reiht. Aber die anderen Videos sind schon durchdachter und scheinen ihm wirklich Spaß zu machen.

    Ich habe das Gefühl, dass das Meditative Bauen nach Anleitung bzw.auch ohne Anleitungen nicht der Fokus ist, sondern mehr das Bewegen der Figuren, und das Erzählen von Geschichten.

    Natürlich kann ich ausprobieren wie ich die meisten Münzen bekomme.
    Aber ich kann mir auch eine Geschichte und ein Hindernis überlegen überlegen.

    2+

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