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LEGO Technic 42126 Ford F-150 Raptor im Review

LEGO Technic 42126 Ford F-150 Raptor | © André Micko

Der LEGO Technic 42126 Ford F-150 Raptor im Review: Nur was für AFOLs?

Der neue 42126 LEGO Technic Ford Raptor erscheint am ersten Oktober und ist bereits im LEGO Onlineshop vorbestellbar. Nach Erscheinen der ersten Bilder hatte ich den 42110 Landrover Defender als Vergleichsmodell vor meinem geistigen Auge. Allerdings ist der Ford doch kleiner und spielt eher in der Kategorie des 2014 erschienenen 42029 Pick-Up Trucks.

Der Ford fällt deutlich kleiner aus als der Landrover

Wie auch immer. Ich hatte das Vergnügen, ihn unter die Lupe zu nehmen und einen detaillierten Blick unter die Haube und auf die Pritsche zu werfen. Legen wir los.


Eckdaten

Verpackung und Inhalt

Die Verpackung ist im typischen 18+ Design gehalten. Ein Foto des Modells vor schwarzem Hintergrund, darunter auf einem farbigen Streifen die Daten zur Altersempfehlung, Setnummer und Teileanzahl. Warum der Ford als 18+ Modell deklariert wird, ist mir schleierhaft. Nun ist das eine gedruckte Zahl (Papier beziehungsweise Karton ist geduldig…), der man nicht allzu viel Bedeutung beimessen muss. Allerdings ist sie hier für mich so unverständlich, dass ich ob der Kriterien für diese Entscheidung doch ins Grübeln gekommen bin. Zum Vergleich: der Landrover liegt bei 11+. Sei es drum, auf eine nachvollziehbare Begründung bin ich nicht gekommen. Die Rückseite zieren wie üblich zusätzliche Ansichten und der Vergleich mit dem realen Vorbild.

Wem jetzt Übles schwant: Das große Auto dient nur als passender Hintergrund. Zu keinem anderen Zweck!


Niemand wird über den Raptor fahren!

Die 1379 Teile sind auf drei Bauabschnitte verteilt und in entsprechend nummerierten Tütchen untergebracht. Ein Teilepreis von 10 cent liegt bei einem Technic Modell im oberen Bereich, vor allem wenn es ohne elektrische Komponenten daherkommt. Sprich: er ist relativ teuer, was vermutlich an den Lizenzgebühren liegt. Erstaunlicherweise trifft dies auch auf den oben erwähnten no-name Pick-Up Truck 42029 zu, der bei 8,5 Cent liegt. Und um die Liste zu vervollständigen: der Landrover schlägt mit 7 Cent, hier wiederum trotz Lizenz, zu Buche. Alles bezogen auf die UVP. Wie immer sind im Technic Bereich auch beim Ford hohe Rabatte zu erwarten, was den Preis in verschmerzbare Sphären bringen sollte.

Die Anleitung, bestehend aus 268 Seiten, liegt lose im Karton. Für den Stickerbogen mit 33 Aufklebern gilt leider dasselbe, was bei mir zu unschönen Knicken geführt hat. Das kann dann durchaus zu mangelnder Klebekraft bei dem einen oder anderen Aufkleber führen, was hier wenigstens nicht der Fall war.


Der Stickerbogen liegt lose in der Schachtel und hat einige Blessuren im Kampf mit Anleitung und Teile-Tütchen abbekommen.

Aufbau

Der Aufbau gestaltet sich Technic-typisch und ohne besondere Herausforderungen. Erwähnenswert wäre noch, dass in meinem Set einer der hinteren und bedruckten Kotflügel gefehlt hat. Ein Fehlteil kommt selten, aber doch hin und wieder vor. Diese Größenordnung ist mir aber zum ersten Mal passiert. Zumindest bin ich ziemlich sicher, dass ich es nicht in der Tüte übersehen habe. Ich werde auf den offiziellen Release warten müssen und dann über den Kundenservice das Teil ordern. Bis dahin und für die Fotos habe ich den Ford mit seiner Schokoladenseite präsentiert.

Ende Bauabschnitt 1


Ende Bauabschnitt 2


Mit Navi!


Lenkung


Da fehlt doch tatsächlich ein Kotflügel…


…also in der Tüte hab ich ihn nicht übersehen!


Das fertige Modell


Der Pickup ist etwa 42 cm lang, 18 cm breit und 16 cm hoch. Unter der Haube, die sich aufklappen lässt, sitzt der V6-Motor. Die Vorderräder sind einzeln aufgehängt und gefedert. Die Hinterachse ist ebenfalls gefedert, aber als Starrachse ausgeführt. Das heißt, die Räder hängen an einem starren Achskörper, welcher auch das zwischen ihnen sitzende Differenzial beinhaltet. Er ist über zwei Federelemente und Längslenker an die Karosserie angebunden. Die Federung ist insgesamt recht weich. Da der Ford relativ leicht ist, bleiben die Federn aber nahezu im entspannten Zustand, wenn nicht von oben Druck ausgeübt wird.

Die Hinterachse ist als Starrachse ausgeführt




Lenken kann man nur über die auf dem Dach sitzende Hand-of-God-Steuerung (das kleine schwarze Drehdingens). Das Lenkrad im Innenraum ist ohne Funktion. Bei Verwendung als Vitrinenmodell lässt sich das Zahnrad auf dem Dach einfach abziehen. So erscheint er auch auf den Produktbildern, was wohl darauf hindeutet, dass er als 18+ Vitrinenmodell konzipiert ist. Eine wirkliche Besonderheit oder Neuheit ist das nicht. Bei vielen Modellen lässt sich die externe Lenkung analog entfernen. Auch beim Landrover (wir erinnern uns: 11+….).


Schwarzes Drehdingens auf dem Dach zum Lenken

Schön ist, dass er als echter Viertürer daherkommt. Dafür gibt es Abstriche in der B-Note: die Türen sind zwar relativ stabil, aber denkbar einfach umgesetzt. Die Vordertür wird bei 90° Öffnungswinkel vom Kotflügel blockiert, die Hintertür lässt sich (wenn vorne offen ist) um 180° öffnen. Dem Boden hätte ein Paneel oder ein paar Beams nicht geschadet. So herrscht unter den Sitzen eine gewisse Leere. Demgegenüber ist die Ladefläche in sich schön geschlossen. Auch die um 90° herunterklappbare Heckklappe gefällt mir gut.


Die hintere Türe lässt sich um 180° nach vorne öffnen (also noch ein Stück weiter als auf dem Foto zu sehen…)


Der Raptor Schriftzug am hinteren Kotflügel ist kein Aufkleber








Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Fazit

Ein stabiler, bespielbarer LEGO Technic Pickup mit Standardfunktionalität. Dass er einem realen Vorbild nachempfunden ist, macht ihn grundsätzlich interessant. Und klar, man kann ihn dann auch in die Vitrine stellen. Ein 18+ AFOL Modell ist er für mich dadurch noch lange nicht. Die UVP ist etwas zu hoch. Mit den zu erwartenden Rabatten sollte der Ford preislich jedoch in einen annehmbaren Rahmen kommen.

Zusammenfassung und Kurzurteil

Eure Meinung

Wie gefällt euch der 42126 Ford F-150 Raptor? Was sagt ihr zu den Funktionen, Farbe und Ausstattung? Äußert euch gerne in den Kommentaren.

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

15 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Das Review bestätigt mich in meiner Meinung: Vergesst den überteuerten Raptor, kauft den Defender. In allen Punkten weit überlegen, da lohnt sich der geringe Aufpreis.

    Haben wir inzwischen herausgefunden, warum das Ding überall so teuer ist, nur in den USA nicht? Normalerweise ist die $-UVP ja sehr nahe an der €-UVP. Die in den USA geforderten 99 Dollar finde ich durchaus fair. Für den Preis würde ich ihn auch hier kaufen.

  2. Drehdingens? Wie kann man bloß sowas schluderiges und untechnisches schreiben? Das ist mindestens ein Drehnubsi. Wenn nicht sogar ein Drehpinöpel. 😉

    • An sich sieht dar Raptor ganz nett aus, jedoch was für mich einer der größten stör Faktoren bei LEGO Technik ist sind die bunten Pins und Achsen die überall rausschauen. Der Preis von diesem modell jedoch auch denn dieser ist echt unverschämt (wie bei einigen sets die dieses jahr rauskommen)

      • Ich sag nur: PSCPs!!!
        😁

      • Ach bitte… Kauf dir nen Sack schwarze Pins auf Bricklink und du kannst die nächsten 10 Technik-Sets „vervollständigen“!

        • Ein sehr guter Ratschlag. Lego wird das nicht mehr ändern, nicht mehr in diesem Leben. Ich habe mir ein paar Part Packs der üblichen verdächtigen Teile geholt und tausche die bunten Dinger beim Bau direkt aus. Sieht optisch sehr viel besser aus.

        • The Storytelling Brick

          12. September 2021 um 12:47

          Daimler verbaut nur noch rote Lenkräder – ach bitte, besorg dir das schwarze von deinem Alten und bau das dann da dran 😉

          Immerhin ist der Raptor ein Ausstellungsmodell – aber bitte, meine Maisto und Bburago-Modelle glitzern immerhin nicht wie ein buntes Einhorn in allen Farben der Welt.

          Um doch noch etwas Konstruktiveres beizutragen: LEGO könnte vielleicht mal darüber nachdenken, schwarze Pins in einem Extrasackerl beizulegen für den ambitionierten Technicbauer. Für die klagenden Anfänger die blauen Pins, für die selbsternannten Profis die schwarzen Pins. Und alle wären zufrieden (man müsste halt nur mal gewillt sein, auf ein wenig Gewinnmarge zu verzichten) 🙂

  3. Ich bin hin- und hergerissen. Für Technik ist es mir etwas wenig Technik, aber es ist toll umgesetzt und ohne „geht mal gar nicht“-Dinge. Mir gefällt das Auto im Original nicht, deshalb muss ich über den Preis nicht weiter nachdenken.

    • Mir geht es ganz ähnlich: ein schönes Modell eines hässlichen Autos mit etwas zu wenig Technik. Ein „geht-mal-gar-nicht“-Ding gibt es aber: Aufkleber für sämtliche Lichter statt einer gebauten Lösung.

  4. Weiß jemand, ob die Reifen auch auf die Defender-Felgen passen?

  5. Dieses grüne Outback im Hintergrund des Automobils schafft wirklich einen großartigen Kontrast auf den Bildern! Sensationelle Komposition! Ich verstehe vollkommen, was Du mit den Türen meinst, die vom Landrover sehen deutlich besser aus. Das mit den Altersangaben könnte anders gemeint sein: Ich erinnere mich noch, dass ich in meiner Kindheit und Jugend einige Mühen auf mich nahm, um anfangs Filme ab 12 und später Filme ab 16 im Kino zu betrachten (-: Ich wünsche Dir, dass Du bald den fehlenden Kotflügel nachmontieren kannst – ich hatte damals in meiner Ninjago City einen fehlenden größeren Stein, seither zum Glück nicht mehr.

  6. Ich freue mich sehr auf das Modell, das gibt’s nämlich zum Original dazu😅 irgendwie hätte ich ihn mir etwas größer gewünscht, kann sich Lego bitte mal auf einen Maßstab bei den Modellen einigen!! Mit dem Mustang, dem Charger erweitert der Raptor jetzt meine US Modelle von original Lego, auch wenn er neben dem John Deere Raupentraktor von Winner ( übrigens geiles Teil mit Fernsteuerung und top Preis/Leistung) etwas verloren aussehen wird, dank Maßstabsunterschied und fehlendem Antrieb🙄 ich hoffe es wird wenigstens ein Beleuchtungspacket geben…

  7. The Storytelling Brick

    12. September 2021 um 13:03

    Schöner Review! Danke dafür!

    Das Modell an sich ist schon schön umgesetzt und trifft relativ gut das echte Vorbild. Mich stören dennoch ein paar Dinge daran:

    – die Reifen finde ich unpassend mit den ganzen Spikes
    – die bedruckten Kotflügel ergeben für mich keinen Sinn; lieber hätten sie die Automarke als Print umsetzen sollen (oder ist ein generisches „Raptor“ vielsagender als „Ford“?)
    – Scheinwerfer als Sticker sind meh – da hätte ich eine Brickbuild-Lösung bevorzugt.
    – Lenkrad ohne Funktion O_O
    – der verdammte Preis im Vergleich zu den Staaten (99 US-Dollarz vs. kolportierte 139,99,- T€uronen)

    Positiv am Modell finde ich:

    + (abnehmbare) Hand of God Steuerung für die Spielkinder unter uns
    + stabil verbaute Türen
    + „echter“ Zylinderblock statt Sticker (vgl. Zetros und Wrangler)
    + Ladefläche und Klappe

    Außerdem finde ich es total in Ordnung, dass sich LEGO für Orange entschieden hat.

    P.S: hat sich der geflüchtet-verlorene Raptor wieder einfangen lassen? Oder musstest du die Bricklieferanten aus Billund um Ersatz bitten?

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