Meinung: Haben wir zu viele LEGO Lizenzthemen? [Update]

LEGO Lizenzen... Wann ist 'genug' und wann 'zu viel des Guten'? | © Jonas Heyer

Eine Diskussion zur Rolle von Lizenzen bei LEGO: Haben wir zu viele? Welchen Einfluss hatten sie auf den LEGO Stil und die Kreativität?

Update 13. Oktober: Herzlichen Dank für die angeregte Diskussion bis hierher! Weitere Rückmeldungen sind in den Kommentaren ✏️ herzlich willkommen.


Artikel vom 08. Oktober: Heute gibt es mal einen etwas anderen Artikel von mir. Es handelt sich um eine Thematik, die ich schon lange einmal besprechen wollte und etwas, was mir an modernem LEGO doch recht “missfällt”. Von vorn herein möchte ich sagen, dass es sich hier um meine Meinung handelt. Meine Meinung ist nicht die objektive Wahrheit und jeder kann das alles vollkommen anders sehen. Ich diskutiere sehr gerne mit euch in den Kommentaren. Weiterhin möchte ich nicht als übermäßig “antagonistisch” herüberkommen, jedes Thema hat seine Fans und die Themen, um die es mir heute geht, haben womöglich die größte Fanbase von allen LEGO Themen.

Ich möchte mit euch über Lizenzthemen sprechen und wie sie LEGO übernommen haben. Dieser Artikel wurde inspiriert durch den Artikel “Überdreht LEGO die Scheibe mit Lizenzthemen? Lofi Girl gibt den Beat an!” und meiner Vorliebe für LEGO Themenwelten ohne Lizenz.

Ein Blick auf die Zahlen

Eines meiner Lieblings-Lizenz-Sets

Im LEGO Shop sind zur Zeit 41 Themenwelten unter “Sets nach Themenwelt” gelistet.

Darunter befinden sich 19 Lizenzthemen, 16 eigene Themen und 6 Themen, die sowohl Lizenzthemen, als auch Lizenzfreie Themen beinhalten. Das klingt erstmal gar nicht schlecht.

Hinweis: Für die komplette Tabellenansicht bitte das Smartphone drehen.

Lizenzthemen Lizenzfreie Themen Beides
  • Architecture
  • Batman
  • Brick Sketches
  • DC
  • Disney
  • Harry Potter
  • Jurassic World/Park
  • Avatar
  • Gabby’s Dollhouse
  • Indiana Jones
  • Sonic
  • Super Mario
  • Herr der Ringe
  • Marvel
  • Minecraft
  • Minions
  • Speed Champions
  • Spider Man
  • Star Wars

 

  • City
  • Classic
  • Creator 3in1
  • Duplo (ein paar Lizenzsets)
  • Friends
  • DreamZzz
  • Education
  • Mindstorms
  • Monkie Kid
  • Ninjago
  • Powered Up
  • Serious Play
  • Vidiyo
  • Xtra
  • Technic (einige Lizenzsets)
  • BrickHeadz
  • Creator Expert
  • Dots
  • Icons
  • Ideas
  • Art
  • Minifigures

 

Wenn wir aber in die Lizenzfreien Themen schauen, so zeigt sich, dass die Zahlen täuschen. Technic und Duplo beinhalten zuweilen einige Lizenz-Sets. Ich habe sie aber in die Lizenzfreie Kategorie sortiert, da die Lizenz-Sets entweder nur ein kleiner Teil (Duplo) oder für das Konzept der Reihe nicht so relevant sind (Technic). Beide Reihen sind allerdings keine normalen LEGO System Reihen, weshalb ich sie von weiteren Diskussionen trotzdem disqualifizieren muss.

Weiterhin sind Powered Up, Serious Play und Education keine “normalen Themenreihen” und damit für mich ebenfalls nicht als wirkliche “Lizenzfreie Reihen” anzusehen. Mindstorms, Vidiyo und Xtra sind zudem am Auslaufen und im letzten Abverkauf, weshalb auch sie wegfallen.

Weiterhin könnte man Creator 3in1 und Classic rauswerfen, da sie eher weitere Konzepte sind, als thermatische Reihen. Aus Gründen der Fairness, lasse ich diese beiden Themen aber mal drinnen. Damit bleiben sieben Themenreihen übrig, welche kontinuierlich ohne Lizenz laufen, bzw. komplett eigenständige LEGO System Reihen sind. Dem gegenüber stehen 29 Themenreihen, die entweder gänzlich oder zu Teilen einer Lizenz verschrieben sind.

Reihen die ganz oder z.T. aus Lizenzen bestehen Lizenzfreie Themenreihen Aussortierte Themen
  • Architecture
  • Batman
  • Brick Sketches
  • DC
  • Disney
  • Harry Potter
  • Jurassic World/Park
  • Avatar
  • Gabby’s Dollhouse
  • Indiana Jones
  • Sonic
  • Super Mario
  • Herr der Ringe
  • Marvel
  • Minecraft
  • Minions
  • Speed Champions
  • Spider Man
  • Star Wars
  • BrickHeadz
  • Creator Expert
  • Dots
  • Icons
  • Ideas
  • Art
  • Minifigures
  • City
  • Classic
  • Creator 3in1
  • Friends
  • DreamZzz
  • Monkie Kid
  • Ninjago
  • Vidiyo
  • Powered Up
  • Education
  • Serious Play
  • Technic
  • Duplo
  • Xtra
  • Mindstorms

Sicher sind die Zahlen nicht 100%ig representativ, denn z.B. gibt es ja auch Lizenzthemen, die am auslaufen sind, und einige meiner Lieblingssets der modernen Ära stammen aus der LEGO Icons oder Ideas Reihe, wie die Löwenburg, das Wikingerdorf oder Eldorado Fortress.

Wenige lizenzfreie Themen, ist das ein Problem?

Nun muss ich mir natürlich anstatt mich zu beklagen auch die Frage stellen: Ist das schlimm? Per se erst einmal nicht. Jeder liebt schließlich Star Wars und hier sei auch nochmal erwähnt, dass ich mich nicht dafür ausspreche derlei Themenreihen zu beenden.

Auf einem tieferen Level ist es jedoch bedauerlich, dass ein Teil der Kreativität, die LEGO einmal ausmachte verloren geht, dadurch, dass zu weiten Teilen nur noch existierende Designs versucht werden mit den Bausteinen nachzubilden. Außerdem führte der Drang, Modelle so realistisch wie möglich zu treffen, dazu, dass LEGOs einst so charmante kantige und noppige Optik durch eine Flut an neuen runderen Teilen, Fliesen und Kurven nahezu weggespült wurde. Die Design-Philosophie geht weg von einem Spielmodell, hin zu einem Sammlermodell, welches im Regal schön aussehen soll. Auch ist es so, dass LEGO einige Sets eindeutig versucht über Minifiguren zu verkaufen. Diese sogenannten “Chase Figures” sind ein Element an Lizenzsets, welches gut funktioniert für LEGO.

Viele Fans bedauern diese Entwicklung und von Leuten in meinem Bekanntenkreis höre ich, dass Kinder mit dem LEGO nicht mehr wirklich bauen, sondern es ebenfalls bereits als Display-Modell verwenden. Ich kritisiere ja auch zuweilen LEGO Sets dafür Überdesignt zu sein und viel mehr Kleinstteile zu verwenden, als nötig, um eine Idee darzustellen. Hier kommen wir zu einem kleinen Problem, denn gerade wollte ich schreiben, dass eine Meditationskammer für Darth Vader nicht fast 700 Teile benötigen (und subsequentive 70€ kosten) sollte. Aber bestimmt gibt es jemanden, dessen Lieblingsset eben jenes Modell ist. Ich möchte niemandem den Spaß an Modellen nehmen und daher möchte ich vermeiden Sets direkt beim Namen zu nennen. Aber ich bin der Meinung, dass weniger manchmal mehr ist. All diese neuen Teile für mehr Details sind notwendig, um so filmakkurat wie nur irgendwie möglich zu sein. Ansonsten hätten wir LEGO Star Wars aus 1999…

Die Anfänge der Lizenzen

Zu seiner Zeit voll im Trend: Mos Espa’s Podrennen!

Ich mag Star Wars. Ich mag Indiana Jones, ich mag Jurassic Park und ich lache auch über Minions-Witze. Und als es mit den Lizenzthemen bei LEGO losging, sahen die Modelle doch sehr blockig aus und werden dementsprechend heute gern belächelt. Star Wars wird weithin als die erste LEGO Lizenz bezeichnet, doch das stimmt nicht ganz. Zuvor hatte LEGO bereits diverse Lizenzen wie Shell und Maersk, sowie Arla. Das erste Lizenzset, über welches es Aufzeichnungen gibt, ist ein Holzspielzeug von Pluto, Mickey Mouse’s treuer Hund. Doch Star Wars ist defintiv die relevanteste Lizenz der alten Zeiten und bis heute fester Bestandteil von LEGOs Set-Portfolio. Die ersten Sets sind unter Fans heute verhasst und werden als “durch die Bank weg scheußlich” bezeichnet.

Ein perfektes kleines Set! Es braucht nicht gleich mehrere hundert Teile!

Doch ich habe einen Soft-Spot für die ersten Star Wars Sets, ich bevorzuge gelbe Minifiguren und ich finde, dass sich die ersten Lizenzthemenwelten damals besser in LEGOs Konzept einfügten. Okay, jetzt habe ich mir Feinde gemacht. Lasst mich kurz erklären.

In meinen Augen die beste Version von Luke’s Landspeeder

Verglichen mit modernen Star Wars Sets, die solch starken Hang zum Detail haben, dass sie optisch inkompatibel mit den meisten anderen Themenwelten sind, war LEGO Star Wars in seinen ersten Jahren genau das LEGO Star Wars: Eine Übersetzung der Modelle in die LEGO Optik. Heute ist es andersherum, die LEGO Optik wird in Star Wars übersetzt…

LEGOs Gesicht in 1999

Es klingt vielleicht seltsam aber die Star Wars Sets mit gelben Figuren geben mir das Gefühl, die Filme gerade wieder zum ersten Mal zu schauen und das liegt zu weiten Teilen daran, dass meine Fantasie mitarbeiten muss, um aus den Modellen die ikonischen Raumschiffe zu machen. Außerdem sind Snow Speeder grau und nicht weis. Selbst die etwas alberne Entscheidung Tie-Fighter damals blau zu gestalten fügt sich schön in die LEGO Optik ein und macht sogar aus cinematografischer Sicht durchaus Sinn. Außerdem enthielten die Sets genug “normale Baustein” um problemlos in die restliche LEGO-Welt integriert und durch andere Sets leicht erweitert zu werden.

Teils gab es bei den ersten Star Wars Sets auch Funktionen, die nicht dem Film sondern der Kreativität der Designer entsprangen. So konnte zum Beispiel das erste Republic Gunship seine untere Hälfte als Kommandozentrale für die Klonkrieger absetzen und anschließend als eine Art “Dropship” weiterfliegen.

“I have you now!”

So, nun habe ich Star Wars Fans genug gegen mich aufgebracht (zum Glück haben wir keinen Dislike-Button) aber nochmal: Ich bin auch Star Wars Fan, ich finde die Original Triologie unglaublich schön und aus filmhistorischer Sicht einfach faszinierend. Auch den Prequels kann ich durchaus etwas Spaß abgewinnen. Die Sequels… naja, reden wir nicht über die Sequels…

Heute sehr begehrt: Die Kammer des Schreckens!

Kurz nach Star Wars ging es mit Harry Potter weiter und auch diese Sets hatten für mich noch einen gewissen Charme aber ab 2004 begann eine Zeit der “Selbstfindung” für LEGO, in welcher die Sets meiner Ansicht viel Charakter einbüßten und am Ende zu dem wurden, was wir heute haben: Nahezu perfektioniert in ihrer Optik und doch irgendwie steril und charakterlos für mich. Ob das gut oder schlecht ist, darf jeder selbst bewerten. Aber von mir gibt es da natürlich ein “Früher war alles besser!”. 😉

Ich wusste nicht wo ich das jemals hätte einbauen sollen, aber ich wollte schon länger mal über alte Star Wars Sets reden und vielleicht schaffe ich es auch irgendwann mal eines davon zu reviewen!

Der Fall von lizenzfreien Themen

I guess that’s just the cowboy in me…

Wie oben erwähnt habe ich insgesamt nur 7 lizenzfreie Themen gefiltert, die ich gelten lasse. (ob ihr meine Bewertung dazu fair findet oder anders bewertet würde ich mich in den Kommentaren sehr interessieren.)

Kreativität im Fokus

Diese ließen sich sicher noch weiter zusammenfassen. Creator 3in1 und Classic sind wie gesagt eine Art Sonderkategorie, da sie von der Idee her aus dem Raster einer Themenreihe fallen (Was man aber auch über Art, Icons oder Ideas sagen könnte).

Wichtig ist mir aber noch zu sagen, dass Ninjago und Monkie Kid für das ungeübte Auge doch sehr ähnlich sind. Wenn man in die Monkie Kids Modelle die Ninja-Figuren wirft, dann hätte man Ninjago-Sets. Beide Themenreihen bestehen aus Drachen, Mechs, Jets und dem ein oder anderen Tempel. Bei beiden Themenreihen handelt es sich um Sci-Fi Reihen mit dem Fokus auf ähnlichen Bauten. Streng genommen könnte man DreamZzz ähnliches “vorwerfen”, wobei die Ästhetik hier doch durchaus etwas eigenes ist. Aber seid mal ehrlich: Hättet ihr die Augen verdreht, wenn der Albtraumkönig der Antagonist der nächsten Ninjago Welle gewesen wäre? Ich denke nicht.

City und Friends sind ebenfalls sehr ähnlich, da beide Themen sich mit dem normalen Leben in modernen Städten beschäftigen.

Worauf ich hinaus will ist, dass es insgesamt sehr wenig thematische Abwechslung in der Welt der lizenzfreien Themen gibt. Historische Themenreihen mit dem Fokus auf Teilen unserer Geschichte, seien das Ritter oder Piraten oder auch Samurai, Römer, Gallier oder ähnliches, gibt es überhaupt nicht. Ich erwarte nicht, dass der Katalog wieder aussieht, wie in den 80ern und 90ern, wo man von einer coolen lizenzfreien Reihe, die sich über mehrere Katalogseiten erstreckt, zu nächsten springt und vier Fraktionen in jeder dieser Reihen mit Sets versorgt bekommt. Aber es wäre zumindest schön, mal wieder eine Spielthemenreihe zu sehen, die auf Mechs verzichtet und kein normales Stadtthema ist.

Nur noch ein paar letzte Zutaten!

Als DreamZzz angekündigt wurde, hieß es, dass die Reihe ähnlich zu Time Cruisers aus 1996 werden sollte. Das hat mich skeptisch gemacht, denn so viele eigenständige Reihen hat LEGO ja heute gar nicht mehr, als dass sich so ein Thema lohnen könnte. Wo wöllten die Time Cruisers heute hinreisen? Nach LEGO City? Wow… wie spannend. Wenn ich eine Zeitmaschine hätte und überall hin könnte, würde ich natürlich an den Eisladen von nebenan gehen und die Uhr dabei genau 24 Stunden zurückdrehen…

Die Preisdiskussion habe ich bewusst außenvor gelassen, denn um diese geht es mir hier gar nicht. Es sei jedoch erwähnt, dass lizenzfreie Themen auch oftmals nicht mehr wirklich günstiger sind, als Themen mit Lizenzen. Und auch hier sorgt der hohe Detailgrad dafür, dass Modelle immer kleiner, kompakter aber dennoch teurer werden, was man auch bei Lizenzmodellen beobachten kann.

Und man ließt es ja auch überall: Ninjago wird langsam zu eintönig, City sinkt in der Qualtät der Modelle (wobei ich die Sommerwelle 2023 wieder als leichten Aufschwung betrachte) und DreamZzz erhält beinahe gar keine Presse, negativ wie positiv. Es scheint, als hätte LEGO es verlernt eigene kreative interessante Welten zu schaffen und ruht sich darauf aus die gleichen Mechs und Raumschiffe zum inzwischen 10. Mal aufzuwärmen oder neue Lizenzen einzuholen, die bereits vorgefertigte Welten und Geschichten bieten. Statt Pirates holt man heute lieber eine “Fluch der Karibik” Lizenz ein. Statt Adventurers bekommen wir Indiana Jones…

Besonders stört mich aber Jurassic World/Park. Das liegt daran, dass ich die Lizenz hier für unnötig halte. Letztendlich geht es bei den Sets grundsätzlich um die Dinosaurier und für Kinder sollte Spielspaß im Vordergrund stehen, nicht eine teure Lizenz für Filme mit dem FSK 12, welche die Sets dementsprechend im Preis anhebt und die Kreativität einschränkt.

Ah, da sind wir, im großen Tal! Und dafür musste nicht mal “In einem Land vor unserer Zeit” auf der Packung stehen…

Was wäre mein Wunsch?

LEGO sollte sich mehr an der Popkultur inspiriert fühlen und eigene Kreativität einbringen, anstatt die Popkultur einfach zu übernehmen, weil sie finanziell nun dazu in der Lage sind. Adventurers statt Indiana Jones, Time Cruisers statt Zurück in die Zukunft.

Realistisch betrachtet würde ich mir eine weitere lizenzfreie Themenwelt wünschen. Um eine grobe Richtlinie dafür zu geben:

Der Name, den ich wählen würde, wäre entweder LEGO History oder LEGO Adventure. Der vage Titel ist Absicht, denn meine Themenreihe ist keine Reihe, die einem klaren Thema folgt. Jedes Jahr oder alle paar Jahre wird eine andere historische Epoche bedient. Mal sind es ein paar Sets zum Thema “Römer”, mal ein Sets zum Thema “Piraten” mal gehen wir ins Alte Ägypten und so weiter. Diese Reihe wäre vermutlich kein zu großes Risiko, um das Wasser zu testen, bevor man volle Kraft in die falsche Richtung geht.

Sets der ersten Welle zum Thema “Altes Rom”:

  • “Legionär”, 6,99 Euro, enthält einen Legionär mit einem Waffenständer
  • “Germanischer Kämpfer”, 6,99 Euro, enthält einen Germanen mit einem kleinen Waffenkarren
  • “Hinterhalt am Fluss”, 14,99 Euro, enthält einen Legionär und einen Zenturio, sowie zwei Germanen, ein Lagerfeuer und einen umfallenden Baum mit etwas Buschdeckung
  • “Streitwagen des Generals”, 19,99 Euro, enthält einen General der Römer, sowie zwei Legionäre und einen Germanen, natürlich ist das Bauwerk ein Streitwagen
  • “Katapult der Germanen”, 29,99 Euro, enthält drei Germanen und ein Katapult, sowie einen Römer mit Schatzkarren
  • “Belagerungsangriff der Römer”, 59.99 Euro, enthält drei Legionäre und drei Germanen, Belagerungsturm der Römer und ein Mauerstück der Germanen
  • “Römisches Fort”, 99,99 Euro, enthält einen General, Zenturio, drei Legionäre und zwei Germanen, sowie ein römische Fort mit Wachturm
  • “Dorf der Germanen”, 139,99 Euro, enthält acht Germanen und einen Römer, Dorf ist erweiterbar durch das Mauerstück aus dem Belagerungsturm

Dieses Set-Lineup bedient vor allem kleine bezahlbare Preiskategorien, sodass sich ein Kind ein vollständiges Spielabenteuer zulegen kann, ohne auf die großen Sets angewiesen zu sein. Ich denke, dass solch eine Reihe, die jährlich das Thema in eine andere Epoche wechselt, sehr interessant sein könnte und Abnehmer finden würde. Und wenn nicht, dann gibt man ihr nach zwei Wellen den Vidiyo-Hammer und lässt sie auslaufen. Nach allen “gefloppten” Experimenten, wie Dots und Vidiyo, wäre es einen Versuch wert.

Fazit: Sind es zu viele Lizenzen?

So recht mag ich die Frage nicht beantworten, denn es ist eine sehr individuelle Entscheidung, ob man findet, dass LEGO zu viele Lizenzen hat. Jede Lizenz hat ihre Fans, die sich jedes Jahr über Sets aus ihrem Themengebiet freuen.

Eines meiner favorisierten Marketing-Bilder aller Zeiten!

Aber LEGO hat zu wenige lizenzfreie Reihen und die Balance zwischen diesen und den lizenzierten Themen ist aus dem Gleichgewicht geraten. Das ist schade. Mehr Abwechslung bei den lizenzfreien Reihen würde wahrscheinlich bereits einen großen Schritt nach vorn machen. Doch selbst dann: Der Schaden den Lizenzen, an LEGOs Art Sets zu designen, angerichtet haben ist bereits getan und irreversibel. Wir werden nicht zu der klaren visuellen Richtung und dem Zusammenspiel der alten Themen zurückkommen. Die dunkle Seite der Macht hat hier gesiegt.

Leider nur noch bei Icons und Ideas…

Aber heißt das, dass LEGO jetzt schlecht ist? Nein, auf keinen Fall. Wie ich bereits sagte, ich möchte hier nur meine Meinung teilen. Meine Meinung ist weder fehlerfrei, noch die objektive Wahrheit. Solange LEGO im Geld schwimmt, kann ich sie bis hierher über diesen Artikel lachen hören. Und das ist in Ordnung. Der Erfolg gibt ihnen Recht und natürlich ziehen Themenreihe wie Star Wars und Marvel die Verkäufe an, während sie Marketingkosten ersparen. Ob das immer so bleibt, hängt natürlich auch stark vom Erfolg der jeweiligen Franchises ab. Disney hat Star Wars für mich persönlich in Grund und Boden gerichtet und ich scheine nicht der einzige zu sein, der das so sieht. Indiana Jones 5 ist, soweit man hört, gefloppt und auch Marvel Fans sprechen immer öfter vom Verfall ihres Franchises…

Schädlicher für die Marke LEGO bzw. das Unternehmen als der starke Hang zu den Lizenzen ist meiner Ansicht nach zum jetzigen Zeitpunkt jedoch die Tendenz immer mehr immer teurere Sets jeden Monat herauszubringen, in denen man die Fans regelrecht ertränkt. Ich bin aber kein Marketing-Experte und das ist lediglich eine Laien-Meinung, die eines eigenen Artikel dieser Art bedürfte. (das überlege ich mir vielleicht, je nachdem, wie das Feedback für diesen Artikel ausfällt.)

Ein Set welches ich als Kind hatte… aber wirklich langweilig fand…

Außerdem hat sich die Popkultur auch weltweit verändert, so dass Piraten und Ritter für viele Kinder, gerade im Asiatischen Raum, wohl nicht mehr so interessant sind, wie sie es für mich als „alten Mann“ (26 Jahre) waren/sind.

Wir werden sehen, wie sich der Weg der Lizenzen für LEGO weiterentwickelt, aber bisher fahren sie offensichtlich gut damit. Insofern sehe ich das ein und bin nicht wütend darüber, bedauere es nur etwas.

Eure Meinung!

Jetzt interessieren mich eure Gedanken, zu den Lizenzthemen bei LEGO und ob ihr es ähnlich seht wie ich. Oder auch vollkommen anders. Was würdet ihr machen, wenn ihr für eine Entscheidung LEGO-CEO wärt? Lasst es uns in den Kommentaren wissen und ich freue mich auf euer Feedback!

Jonas Heyer

Geht mit Johnny Thunder auf die Suche nach den Schätzen der LEGO Geschichte. Von den Gewässern Redbeards geliebter Karibik, über die Helden des Westens, bis hin zu den tapferen Rittern von Richard Löwenherz!

60 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Lizenzen verbauen Lego leider eigene Serien. Star Wars verhindert eigene Space Serien, die wir so geliebt haben.
    Finde es schon aussagekräftig, dass mein Sohn beim Ausleben der eigenen Kreativität lieber zu alten Steinen und Sets greift als zu neuen und sich mehr Space Police wünscht.

  2. Gerne mehr Lizenzen … Sicher würde sich z.B. das Thema „Altes Rom“ gut verkaufen … Das gleiche mit Asterix-Lizenz aber sicher WESENTLICH besser.

    Preis und Kosten? Ich vermute der merklich höhere Absatz beim Asterix-Set würde die Set-Kosten soweit senken, dass die Lizenzkosten (mindestens) ausgeglichen würden.

    Daher würde das Asterix-Set vermutlich im Handel nicht mehr als das “No-Name-Römer-Set kosten (bei gleicher Gewinspanne von Lego)

    Nicht vergessen – bei Lego sind die Fixkosten/Set extrem hoch – fängt beim Formenbau an, bis zum Einrichten der Maschinen für die Konfektionierung.

    • Gerade die Asterix Lizenz ist ein interessanter Punkt, denn …
      1. Liegt sie bei den Lidl Klemmbausteinen, glaube ich.
      2. Interessiert sie außerhalb Europas praktisch keinen
      3. Hat Playmobil sie auch und bringt TROTZDEM Römer-Sets heraus, die sozusagen „lizenzfrei“ sind, was ich mir allerdings überhaupt nicht erklären kann.

      Was eigentlich alles dafür spricht , dass Lego das Thema „altes Rom“ eben genau nicht mit Lizenz angehen sollte, wenn sie entsprechende Sets herausbringen wollten.

      • Das stimmt. Ist eben echt nicht nachvollziehbar was Playmobil macht. Deshalb fahren sie das Unternehmen derzeit voll gegen die Wand. Ich hoffe, dass sie noch die Kurve kriegen. Wäre schade um das Unternehmen.

        Römersets bzw. ebenso Asterixsets würde außerhalb Europas wohl kaum jemanden interessieren. Also völlig verständlich, dass es solche Themenwelten in der Legowelt nicht gibt.

      • hmmm…
        zu 1: anscheinend sind die Lidl Asterix-Sets sehr gut gelaufen – dass da nichts nachfolgt, könnte auf eine einmalige Lizenz hindeuten
        zu 2: Muss ich Dir recht geben – hatte ich übersehen … aber z.B. BTS Dynamit ist wohl eine primär südkoreanische Sache, die außerhalb von Asien wenig Interesse findet
        zu 3: Playmobil ist für mich wirklich nicht die Referenz für gute Produktentscheidungen 🙂
        Eigentlich machen die m.M.n alles falsch, was man falsch machen kann:
        – Formenbau in Deutschland – auch für die zweite Produktlinie “Blumentöpfe” (was auch immer das soll)!
        – Figuren werden auf Malta hergestellt (Warum auch immer?)
        – usw … deswegen wurde ja McKinsey angeheuert

        • Auch wenn BTS ohne Lego an mit völlig vorbei geflogen wäre, ist meines Wissens es schon ein weltweites Phänomen mit _sehr_ vielen Fans auf allen/vielen Kontinenten.

  3. Geht ums genauso. Meine Kinder bauen am liebsten mit den alten Steinen. Die neuen Fitzelsteine sind weniger beliebt. Lizenzen gibt es eindeutig viel zu viele. Lego sollte gerne wieder gutes City anbieten. Das ist mittlerweile nicht mehr kaufbar….

  4. Ich vermisse die alte Optik und die Kreativität ebenfalls sehr. Mir gefallen zwar die detaillierteren Modelle mit kurven und glatten kanten, aber der Charme der 80er und 90er ist nicht zu verleugnen. Ebenso fehlt mir oft das Play Feature. Einige Modelle werden nur mit Abschussvorrichtungen ausgestattet und das war es dann. Ich sammle zwar Minifiguren, aber oft ist das drumherum die Mühe kaum wert. Adventure ist und bleibt meine lieblings Reihe. Kleine Fahrzeuge die sogar Platz für zwei Figuren nebeneinander bieten, viele bunte Tiere, charmant gestaltete Minifiguren und Sets mit Falltüren, Geheimverstecken und bedruckten Elementen. Indiana Jones ist da vollkommen überflüssig, vorallem da die Thematik in vielen Punkten gegen Legos Grundsätze verstößt. Etwas das viele der Lizenzen tun, mal mehr, mal weniger. Die beste Ergänzung der letzten Jahre sind wohl die Sammelfiguren, welche aus vielen Themenbereichen zusammengewürfelt sind und noch die meiste Kreativität bieten. Dabei waren in der Vergangenheit auch oft historische Figuren und diese sind (mit etwas Glück) auch gebraucht günstig zu bekommen.

  5. Stimmt schon. Der ganze Lizenz-Kram bindet mittlerweile so viele Ressourcen, dass die hauseigenen Serien einem vorkommen, als laufen die nur noch nebenbei. Das erklärt eben auch den fehlenden Buzz um Dreamzzz. Es herrscht wohl weitestgehend eine „Aha, das gibt’s auch noch!“ Attitüde dazu und es geht im Rauschen der monatlichen Monster-Releases eben unter. Allerdings sehe ich den vermeintlichen Untergang des Abendlandes bei City, Ninjago usw. nicht ganz so tragisch. Es gibt ja durchaus auch einige herausragende Sets. Ist wohl auch dort eher so, dass einen einfach die schiere Masse erschlägt und die zugegebenermaßen ebenso vielen schlechten Sets die Wahrnehmung verzerren. Zum Thema Space Police & Co. sehe ich persönlich keine Chance. Dazu haben sich die „Sehgewohnheiten“, nicht zuletzt durch die Flut an Star Wars, Star Trek und anderen Serien, so verändert, dass das auf dem 90er-Jahre-Niveau einfach nicht mehr funktionieren würde und auch die (Neu-)Kunden nicht anspricht. LEGO müsste dafür wieder eine riesige Designabteilung beschäftigen und dann würde sich das wirtschaftlich vielleicht nicht rechnen. Analog kann man das sicher auch für andere Themen sehen. Als jemand, der erst vor ein paar Jahren überhaupt mit LEGO angefangen hat, lockt mich ja der alte Krempel auch nicht hinterm Ofen vor und die Nostalgie mancher Leute entzieht sich meinem Verständnis. Da muss man schon realistisch sein. Der Zug für bestimmte Themen ist tatsächlich abgefahren.

  6. Vielen Dank für Deinen Artikel, Jonas! Interessante Frage, die Du aufwirfst! Einige unsortierte Anmerkungen von mir folgen nun:
    Ist Architecture tatsächlich durchgängig lizensiert? Gebäude wie das 21035 Solomon R. Guggenheim Museum oder Fallingwater (21005) bestimmt (Frank Lloyd Wright), aber Trafalgar Square (21045) oder das legendäre Studio (21050)?
    Ich mag Monkie Kid und Dreamzzz (schon zwei Sets erstanden, mindestens zwei weitere ernsthaft auf der Liste) sehr, auch manches von Ninjago, nicht nur die City. Offenbar eher nicht so in Richtung Lizenz-Themen. Aber ich baue auch an einer aktuell schon viel zu wenig Platz habenden Stadt im Minifiguren-Format, also sind viele Gebäude interessant, Modular Buildings, aber beispielsweise auch der Daily Bugle (Lizenz, jede Stadt braucht eine Skyline) oder die Sesamstraße (Lizenz, werde ich demnächst in ein Eckgebäude auf einer Baseplate transformieren) oder die Feuerwache der Gostbusters (Lizenz).
    Harry Potter horte ich auch (Lizenz), aber ohne Ziel von Vollständigkeit.
    Mein erstes LEGO Zeitalter währte so von 1976 bis ungefähr 1980/81. Ich hatte viele Steine, einige kleine erste Space-Sets. Bauen stand im Vordergrund. Alles lagerte theoretisch in zwei großen Kisten unter dem Bett beziehungsweise musste allwöchentlich Freitagnachmittag zum Staub saugen dort verstaut werden. So gerne ich mich daran zurückerinnere, so klar muss ich sagen, dass die Sets von damals mich als Erwachsene nicht triggern oder zur Afoline machten. Ich mag die vielen Farben, die vielen nicht-rechteckigen Plates und Bricks heute.
    Deine Römer-Serie würde ich natürlich sofort wollen, Petition: Bitte neben reichlich Militär auch Nicht-Legionäre auf Seiten der Römer.
    Und ich finde die Vielfalt der großen Sets toll, natürlich will ich immer zu viele und muss mich disziplinieren. Das ist mir aber lieber, als keine Auswahl zu haben. So lange ich immer noch Einzelsteine kaufen könnte, wäre das aber kein großes Problem, die bessere Hälfte meinte neulich zu mir, dass ich weniger Platzprobleme hätte, wenn ich nur noch MOCs baute, da ich dann viel länger für eine oder zwei Baseplates benötige – Stimmt! Ich gehe mal besser in die LEGO Höhle und sortiere die Steine von den gerade abgebauten Monkie Kid-Himmelsreichen (80039) weiter weg.
    Allen einen steinreichen Sonntag!

  7. Für mich geht es eher generell um Legos heutige Weg, Display Sets – nicht bespielbar da nicht stabil und keine Spieltiefe – keine geschlossenen Häuser. Und dafür meist viel Geld. Viele Themen die Klemmbau Fans interessieren werden von Lego völlig ignoriert und der wachsenden Konkurrenz überlassen. Es bräuchte eine breitere Aufstellung bei Themen (das wären wohl primär lizenzfreie), und auch Spielsets für die Kinder – um auch in der Zukunft Käufer von Lego zu haben.
    Preislich stelle ich wenig Unterschiede zwischen Lizenz und Nicht Lizenz fest. Mein Sohn (6) ist nur an den Dinos interessiert, ob das ein Lizenz Set oder nicht ist, ist ihm egal – er kennt die Lizenzen hinter etwas nicht. Mich als Käufer stören die Preise für die großen Dinos extrem, am Ende kaufen wir lieber Schleich.

  8. Danke erstmal für den Artikel – ich sehe das anders als Du, Jonas. Ich habe allerdings auch keine Lego-Vergangenheit, vor 2017. Entsprechend hänge ich alten Themen nicht nach. Wenn ich Lego-CEO wäre? Dann stünde auf meiner Agenda, Gewinn zu erwirtschaften, das Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten und den Mitarbeitern einen guten Arbeitsplatz zu erhalten. Ich würde weiter auf Lizenzen als Kundenbringer setzen. Ich würde meine eigenen Reihen stärken – bessere City-Sets (guckt mal bei Friends ab!!!), zwei Modulars per anno, jedes Jahr eine Erweiterung der Ninjago City und farbsortierte Steinekisten in allen Basis und auch Afol-Farben (sandgrün, sandblau, light bluish und dark bluish grey, nougat in allen Tönen).
    Ansonsten – und das ist mein Hauptgedanke – steht es mir als Kunden zu, aus der Fülle der Sets zu wählen. Ich kann die Enttäuschung verstehen, dass man nicht mehr ALLES sammeln kann, wie es früher vielleicht war. Man muss sich beschränken – kaufe ich das neue UCS? Den Avengers Tower? Das Weihnachtsset, das neue Modular? Weihnachtsset ist schon hier, Modular steht fest, Avengers Tower nur wenn er stadttauglich ist, der avisierte mittelalterliche Stadtplatz wird vielleicht ein Thema – alles andere auf Kippe – die parallel erscheinenden unglaublich vielen anderen Sets erwähne ich nicht und kaufe ich auch nicht.
    Von den Enkeln ist eines ein Legobauer – der sammelt Drachen. Er baut aber auch schon Technik – und sein Bruder spielt mit ihm zusammen und ist auch schon ein Ninja-Fan. Sie leben ihre Kreativität beim Spielen aus. Sie haben keine Steinekiste, aus der sie eigene Gebäude oder so was kreieren. Auf der Wunschliste zu Weihnachten steht eine Nintendo Switch und die wird es wohl werden, nicht von uns – aber von den anderen. Davor fürchte ich mich ehrlich gesagt mehr, als vor Lizenzthemen bei Lego. Aber vielleicht kann ich ihn dann mit Super Mario Sets von der Konsole weglocken…

  9. Auch ich kann bestätigen, dass mein 5-jähriger Sohn mit den alten Sets aus meiner Kindheit (ich bin mittlerweile 41) mehr Spaß zu haben scheint und definitiv kreativer ist als mit aktuellen Sets.

    Mit den alten Sets hat er sofort vor Augen wo die Reise hingeht und was er daran wie beeinflussen kann. Die Kleinteiligkeit aktueller Sets ist da eher kontraproduktiv. Dazu noch die unpassenden Farben die mehr Fragen aufwerfen als sie hilfreich sind.

    Und obwohl mein Sohn mit aktuell präsenten Franchises groß wird, sprechen ihn typische Themen wie Piraten, Ritter, Space total an.

    Ich kann verstehen, dass man als Lego Lizenzthemen im Katalog hat und habe grundsätzlich nichts dagegen. Aber nicht wenn es zulasten klassischer Themen geht.

    Die aktuelle Produktstrategie adressiert vor allem AFOLs aber hat kaum die Kinder im Blick und da muss Lego aufpassen sich nicht selber abzuschaffen, denn die Kinder von heute sind die AFOLs von morgen.

  10. Als OLDFOL (OLD FAN of LEGO ;)) bin ich ohne Lizenzen sozialisiert worden (Jahrgang 1966)

    In meiner Kindheit gab es LEGO und keine Themenwelt – weder mit noch ohne Lizenz. Daher war meine erste Begegnung mit Lizenzen der erste (auch oben abgebildete) Falke. Ich sah, kaufte und freute mich – 1.000 Schillinge (IIRC) war damals auch nicht wenig, aber der Preis war egal – ein LEGO Falke – ich freu mich noch heute das Ding zu haben (steht aufgebaut herum ;))

    Daher stehe ich (noch heute) Lizenzen positiv gegenüber.

    Es war auch die Zeit als ich Vater wurde, Spielzeug also auch wieder Teil meines Lebens wurde. Ich kaufte für Sohn und Tochter dann Sets aus unterschiedlichsten Themenwelten Adventurers (das bezeichnete ich heimlich als Indiana Jones) , City, Star Wars, Harry Potter, was Mädchenhaftes (Disney ?) für Friends war meine Kleine zu “alt” :), das heisst es war mir egal ob Themenwelt oder nicht – das Set war im Vordergrund – aber meine 2. Legozeit bestand aus beidem Lizenz und nicht Lizenz – wichtig war das “Gesamtergebnis” und nicht der “Brand”.

    Mittlerweile nach 2. Pause (Kinder waren zu alt für Lego) – jetzt bin ich es der mit Lego spielt – finde ich im Wesentliche eine Lizenzlastige LEGOWELT vor – aber zählt man die jedes Jahr herauskommenden Sets, so denke ich die Lizenzlastigkeit täuscht, das gefühlt in den “Kernwelten” Friends, Ninjago und City wesentlich mehr herauskommt als bei den Lizenzsets.

    Insgesamt finde ich daher nicht, dass wir zu viel an Lizenzen haben (Viele “gehen” auch nach kurzer Zeit wieder) Auch in den popular Themes (1 HJ) finden sich 2 Lizenzfreie 2 gemischte und nur 1 reines Lizenzthema (Star Wars)

    Ich meine – jedem seine Lizenz und allen das “ganze” Lego

    Een Gedanke mit dem Blick zurück in meine Jugend (wenige Farben wenige Formen – aber auch schon Spezialteile ;)) – ich ahb mit Lego fgebaut – Häuser, Burgen, Panzer (ja), Flugzeuge , … – ich wollte immer schon farbkonsistent bauen und nicht bunt. Es fehlen mir daher möglichst Farb- und Formenreine “Grundboxen” wo man schnell viele Steine zu Bauen kaufen kann und nicht (gefühlt) 90% ungewollte Steine kauft. Es braucht da auch “nur” wenige Farben und Formen. Also Weiss, grau (2x), schwarz, grün, rot, gelb, blau, ?? und 1×1-6, 2×2-6; entsprechend Bricks und Plates/ (sonst ideen) der Rest kann gerne in den Boxen wie es sie aktuell gibt kommen. Und natürlich selektierte Spezialpacks… Fenster/Türen, Slopes, Räder, …

    Das ist meiner Meinung nach ein größeres Pronblem als zu viele Lizenzen

  11. Finde das Thema ganz interessant und auf die Meinungen gespannt..
    Ich hätte mir bei der Darstellung aber auch gewünscht, dass die Anzahl der Sets berücksichtigt wird. Bei LEGO City werden aktuell 85 Artikel angeboten. Damit werden folgende Einzelreihe nahezu komplett aufgewogen: Minecraft (30), Batman (16), Jurassic (15), Avatar (10), Sonic (8) Gabby (4), LotR (4) und Minions (1)
    Hinzu kommt, dass mit Batman und DC auch Dopplungen vorkommen, was die Relation zusätzlich verzerrt.
    Weiterhin kann ich nicht so recht nachvollziehen, was Ideas als Lizenzthema eingestuft wird. Die Reihe besteht zu 60% aus Non-IPs.
    Das Gleiche gilt – meiner Meinung nach – für DOTS. Die Serie ist eine Eigenentwicklung und wurde erst kurz vor deren Ende mit Disney und HP-Ideen angereichert.
    Eine weitere Dopplung ist die Aufteilung von Creator Expert und Icons, deren Einordnung auch nicht einfach ist, da dort die Modulars, die Winter-Collection und die Botanicals gelistet sind.

    Fernab von diesen Feinheiten fordern viele Kunden aber auch regelrecht manchen Lizenzen. Das beste Beispiel dafür dürfte wohl BTS sein. Darüber hinaus haben etablierte Produkte den Vorteil, dass sie schon entwickelt und damit sichtbarer sind.

    Ich kann die Sehnsucht nach eigenen Reihe schon verstehen, sehe aber auch, dass es enorm viel Kraft kostet diese am Markt zu positionieren. Wir werden ja sehen, wie es Dreamzzz ergehen wird.

    Als Negativbeispiel sei an dieser Stelle Playmobil genannt. Der Hersteller hat zum einen auf Themenwelten gesetzt, die bei Erwachsenen punkten sollten und zum anderen auf Eigenentwicklungen. Das Ergebnis: Im Boom der Spielwarenbranche verlor man Umsatz und der Gewinn sank auf nahe null. In konkreten Fall kommen zwar auch Management-Fehler hinzu, es zeigt aber auch, dass Eigenentwicklungen aus Sicht des Unternehmens große Risiken beinhalten.

    Mir persönlich sind Lizenzen egal. Das Produkt muss stimmen und für mich ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis haben.

  12. Sehr viele gute Punkte und Denkanstöße wie immer bei Dir, Jonas. Man denke nur an die alten Kataloge der 90er Jahre zurück, in denen Lego Designer noch ihre eigenen Welten bei City, Space, Piraten und Rittern erschaffen und mit Sets befüllt haben. Nur ein Beispiel: Die “Dioramen” zu den Themenwelten in den Katalogen. Mit den Lizenzthemen geht viel Kreativität verloren, bzw. es wird “fremdes” Design übernommen, wie schon von anderen festgestellt. Von mir aus also keine neuen Lizenzen, sondern moderne neue Themenwelten mit originärem Design. Friends ist ein gutes Beispiel.

  13. Guter Artikel, auch wenn ich die Lizenz Sets von heute bevorzuge. Objektiv kann ich deine Meinung verstehen. Allerdings habe ich den Eindruck (vielleicht irre ich mich auch), dass sich für die Fans historischer Sets vieles ums Mittelalter und den europäischen Raum dreht (Piraten ausnahmsweise karibisch). Als gäbe es nicht noch andere coole Epochen und Regionen in der Welt mit cooler Architektur, spannender Kultur, Flora und Fauna. Oder hat man (und Lego) da vielleicht Sorge, ins rassistische Klischee-Fettnäpfchen zu treten (afrikanische Länder, Ureinwohner in Amerika, Arktis Bewohner, Ost- und Westasien)? 😉 Und ansonsten ist Wasser-Pflanzen-Welt jetzt irgendwie mit Avatar besetzt und Weltraum (wie oben schon erwähnt, glaube ich) mit Star Wars und Marvel. Da geht sicher mehr – auch ohne Lizenzen, stimme ich zu. Und trotzdem liebe ich meine Lizenz Sets. Die Lizenz gibt den Minifiguren viel Bedeutung durch die bekannten Geschichten, ist meine Meinung. Was allein ein Gandalf emotional bedeutet… 🙂

  14. Also die Idee mit Lego History und deinen Vorschlägen mit Römern und Germanen find ich sowas von absolut super genial 😍.

    Fürs Kids perfekt, die verschiedenen Welten kennenzulernen und evtl. auszuweiten. Für Erwachsene auch nicht uninteressant, aufgrund des historischen Hintergrunds (auch wenn vlt. nicht immer 100% realitätsnah 😉).

    Ich und meine Kids wären voll dabei 😜

  15. Die Frage warum Lego auf so viele Lizenzen setzt dürfte wohl klar sein. Es verkauft sich halt sehr gut! Herr der Ringe zieht mehr Leute an als generische Ritter/Mittelalter Sets. Star Wars zieht mehr als classic Space usw… Und als Konsequenz müssen dann die “generischen” Sets weichen. Vielleicht wird das sogar vertraglich vereinbart, weil Disney bspw. auch nicht möchte, dass am Ende andere Raumschiffe öfter verkauft werden als ein Lizenzschiff, das in einem Film mal für 10 Sekunden zu sehen war.
    Jedenfalls ist es für viele Fans sehr ärgerlich, wenn eine liebgewonnene Serie verschwindet. Würde alles nebenher weiter laufen, dann gäbe es die Diskussion mMn gar nicht. Nur das ist dann vom Vertragspartner und evtl. auch Lego selbst nicht gewollt.

    Und es ist eben auch eine große “Gefahr”. Wenn man zu sehr auf Lizenzen setzt, dann wiederholt man sich irgendwann. Harry Potter und Star Wars sind da gute Beispiele. Im Prinzip bekommt man alle paar Jahre die gleichen Sets, nur mit leicht angepasster Optik. Wie viele Hogwarts Schlösser haben wir jetzt? Wie viele X-Wing? Wie viele Millenium Falken? Das Problem hat nicht nur Lego sondern auch andere Hersteller mit ihren Lizenzen. Wenn sich etwas gut verkauft, dann bekommt man das eben immer wieder nochmal neu aufgelegt.

    Mir würde es gefallen, wenn man auch mal andere Lizenzen erwirbt, nur um etwas Abwechslung rein zu bringen. Statt Star Wars vielleicht mal Buck Rogers oder Flash Gordon fände ich gut. Da wird es dann vielleicht wieder etwas bunter im Space Universum statt immer nur grau in grau.

  16. Wenn man sich den Zustand der Firma Playmobil anschaut, kann aber sagen: LEGO setzt zumindest auf die richtigen Lizenzen! Ritterwelten und Bauernhöfe gepaart mit wirtschaftlich nicht so relevanten Lizenzen für die 80er Jahre Nostalgie Fraktion haben Playmobil stark geschwächt.

    Ansonsten wirkt der Artikel am Ende leider etwas aufgesetzt, da alles auf ein “Ich will aber eine LEGO History Themenwelt haben!” hinausläuft. So gerne ich das auch hätte muss man aber aus objektiver Sicht sagen, dass sich die Welt eben weitergedreht hat und auch vor 20 Jahren schon “Quasi-Lizenzthemen” wie Bionicle den klassischen Welten der Ritter oder Piraten den Rang abgelaufen haben. Heute ist es dann eben Ninjago, was ja seit langem auch wie ein eigenes LEGO Franchise statt einer unlizensierten Themenwelt betrachtet werden kann. Und wenn man dann sieht wie die Kinder im Grundschulalter darauf abfahren, hätten Ägypter und Römer es sehr schwer dagegen anzukommen, außer, man ist von den Eltern her stark darauf geprägt, weil diese selbst eher Vorlieben in Richtung solcher klassischer Themen haben.

    • Andreas, hier muß man aber feststellen: Bionicle war eine klassische LEGO-Eigenentwicklung und hat der Firma seinerzeit den Hals gerettet!

      • Richtig, deshalb schrieb ich auch „Quasi-Lizenzthema“, denn Bionicle unterschied sich deutlich von anderen LEGO themen und war in der Aufmachung den heutigen Lizenzthemen deutlich näher, als den glorifizierten 80er-Jahre Ritterwelten. Und Kinder schienen sich damals von Bionicle deutlich stärker begeistern zu lassen, als von den parallel erschienenen Knight’s Kingdom Rittern oder den Dino Island Adventurers.

        • Gab es dazu nicht auch Comics und eine TV Serie? Zumindest in den US? Das war dann ja sozusagen der Prototyp für Ninjago. Da hat man sich ein eigenes Franchise geschaffen. “Quasi-Lizenzthema” finde ich da als Begriff durchaus passend.

  17. Danke für den interessanten Artikel!

    Ich stimme voll und ganz zu: Es gibt schon seit Jahren viel zu viele Lizenzthemen und abseits von Stadt und Ninja-Mech-Zeugs keine vollständige Spielwelt, was total schade und auch irgendwie alles andere als kreativitätsfördernd ist. Wir AFOLs können derzeit kaum unsere geliebten alten Themenwelten erweitern und Kinder müssen sich mit dem Nachspielen von Film- und Spieleszenen langweilen. Wir brauchen definitiv wieder nicht nur einzelne exklusive Sets, sondern ganze Themenreihen, die die Kreativität und den Bau- und Spielspaß anregen.

    Momentan scheinen für Lego Lizenzen die eierlegende Wollmilchsau zu sein. Aber das kann und wird sich auch sehr schnell ändern. Zum Beispiel ist Star Wars, wie bereits im Artikel angesprochen, am absterbenden Ast. Da wäre es schon sinnvoll, Lego würde mal lieber rechtzeitig eine unlizensierte Raumfahrt-Reihe herausbringen, sonst ist die Kundschaft, die sich für Space interessiert, demnächst zu diversen Alternativherstellern für Klemmbausteinen gewechselt.

    Aber auch betreffend historische Themen ist ja bei Lego schon seit langem leider nichts mehr los. Die Idee einer History-Reihe fände ich deswegen echt toll. Allerdings würde ich mir auch die (Fantasie-)Raumfahrt wieder zurückwünschen.

    In einem Punkt sehe ich es zweischneidig: Einerseits stimmt es, das übertiebene Details nicht gerade das Set besser machen und Kreativität fördern. So finde ich manche derzeitigen (vor allem lizensierte) Minifiguren aufgrund zu viel und zu detaillierter Bedruckung schon fast hässlich. Andererseits schadet gerade bei der Innenausstattung von Gebäuden und Fahrzeugen etwas mehr Detailreichtum nicht. So finde ich persönlich die letztjährige Ritterburg viel besser als alle bisherigen, da durch die vielen Innendetails es realistischer und üppiger aussieht und auch mehr Stoff fürs Spielen bietet. (Wenn ich da an alte Ritterburgen denke, wo abgesehen von zwei Kelchen und einer gefüllten Schatztruhe sonst gar nichts sich in den Innenräumen befand.)

  18. Als AFOL mag ich natürlich Lizenzen, da ich hauptsächlich Lego aus Filmsets in meine Vitrinen stelle und nicht mehr “offiziel” mit Lego spiele 😉
    Und da ich mit Filmen wie Ghostbusters und Batman aufgewachsen bin, freue ich mich natürlich umso mehr, das es Sets wie das 89 Batmobil oder die GB Feuerwehrwache gibt. Klaro mag ich auch die alten Rittersets und da freut es mich, das Lego da die Ritterburg und nächstes Jahr den Mittelaltermarktplatz rausbringt und da brauch ich jetzt keine ganze Serie, die mich bloß unnötig wieder Platz kostet.
    Anders sehe ich das bei meinen Kids und die schaft Lego nicht wirklich sie abzuholen, da Lego einfach zu kleinteilig in seinen Sets geworden ist und sie lieber mit was größeren spielen oder bauen wollen oder einfach der Reiz von Beleuchtung fehlt.

  19. Ich stimme vielen Meinungen hier zu großen Teilen zu, denke aber in der Masse der Käuferschichten sind “wir” nicht wirklich repräsentativ, wenn man bedenkt dass Lego weltweit aufgestellt ist und in vielen anderen Ländern und komplett anderen Kulturen der historische Hintergrund und Bezug zu den Spielsets eben ganz anders ist als in den paar kleinen, zentralen europäischen Staaten. Und auch die Altersgruppe ist nur bedingt aussagekräftig.

    Anders herum gesagt: Playmobil hat sich in den letzten Jahren eher wenig verändert, weiterhin verstärkt auf klassische, lizenzfreie Themen gesetzt und die Bespielbarkeit in den Vordergrund gestellt. Sie schreiben jetzt aber rote Zahlen und müssen Hunderte Mitarbeiter entlassen.

    Klar haben die neuen Sets nicht mehr den ursprünglichen Lego Charme, aber unsere Lebensweise hat sich auch dramatisch verändert in den letzten Jahrzehnten. Ständig klebt man am Smartphone und gleichzeitig wollen alle noch mehr Aktivitäten im Leben unterbringen. Es wird denke ich tatsächlich etwas weniger mit den Sets gespielt als früher ( meine Erfahrung ) und da ist es dann wichtiger, dass die Sachen hübsch aussehen und tatsächlich mehr als Deko herhalten, während viel mehr Zeit an verschiedenen Screens verbracht wird und vor allem Videos von den erbauten Werken hin und hergeschickt werden. Ob das eine gute Entwicklung ist lässt sich sehr gerne hinterfragen, aber Lego kann das nicht einfach ignorieren und ist mehr oder weniger gezwungen sich an die aktuelle Lebensweise anzupassen.

    Ich glaube das Thema nach Lizenzen aufzudröseln ist dabei nur ein Aspekt, die Wandlung an sich zu moderneren Teilen insgesamt wird ja mehrfach im Artikel erwähnt.

    Für 2024 scheint Lego zumindest einen massiven Schwerpunkt auf SPACE zu setzen. Wir werden in nächster Zeit sehen, was das konkret bedeutet und ob in den danach kommenden Jahren weitere solche Schwerpunkte folgen. Ich denke aber schon, dass die Entwickler offen für Versuche sind und inzwischen kommen ja doch vereinzelt wieder Ritterburgen, Piratenschiffe und -Inseln, das Wikingerdorf… auf den Markt, ich denke Lego hat da immerhin ein paar Zahlen um zu beurteilen, wie gut das läuft. Sie versuchen ja durchaus den Retro Charakter modern übersetzt mit im riesigen Portfolio abzubilden.

    Gemunkelt wir über ein sehr großes mittelalterliches Dorf Anfang des kommenden Jahres und auch die viel diskutierten Gerüchte um das neue Modular Gebäude zeigt mir, dass Lego durchaus probiert auf im Netz heiß diskutierte Wünsche einzugehen. Das bleiben allerdings bisher einzelne Modelle, die man gerne in der Flut von fast 1.000 Sets pro Jahr vergisst, aber die es durchaus gibt.

  20. als „alten Mann“ (26 Jahre) waren/sind. – toll. Ich bin Jahrgang 1954 und seit ein paar Jahren wieder mit Lego dabei. Meine Familie und vor allem Enkelkind sind begeistert. Deine Ausführungen sind Klasse und stimmen auch mit meiner Meinung in vielen Punkten überein. Viele Lizenzen? Weiß ich nicht so genau. Ich finde, daß wir von Lego insgesamt in der letzten Zeit überschüttet werden. Man hat kaum noch einen Überblick. Hier wäre wirklich weniger = mehr. So Reihen, wie es früher gab, eine Reihe Ritter, Piraten, Eisenbahnzubehör oder ähnliches wäre in meinen Augen besser als jedes halbe Jahr mit Star Wars o.ä. zugeschüttet zu werden. Für die StarWars Fans: Wo stellt ihr dieses vielen Sets hin? Viele Sets sind schon toll. Oder baut ihr sie wieder auseinander und dann ab in die Sammelkiste? Ich kaufe manchmal Sets (wenn sie im Angebot sind) und verwende sie anderweitig. Viele Ninjago´s werden zu Piratenerweiterung genutzt. Auch gerade jetzt kommen ein paar Erweiterungen zum Piratenthema. Aber auch wie Du schreibst: Lego´s Gewinne sprudeln. Also alles richtig gemacht? Warum sollte man etwas ändern?

    • Als Star Wars Fan kaufe ich nur noch das, was mir gefällt und was gut in die Vitrine passt, alles andere, wie auch bei anderen Serien, wird von mir zwar wahrgenommen, aber nicht mehr gekauft. Legosets gibt es in Masse und wenn man nicht aufpasst, ist die Wohnung schneller voll, als gedacht 😄

  21. Wir haben eindeutig zu viele Lizenzen. Statt dass die Kinder selber kreativ werden, sollen nur noch irgendwelche Lizenzsets und -modelle nachgebaut werden.
    Wie hat Lego sich das gedacht, sollen die Kinder erst die Sets nachbauen, damit sie später Interesse an den Filmen haben oder sollen sie die Sets nachbauen, weil sie diese schon aus den Filmen (im Falle von zum Beispiel Star Wars mitunter sogar nicht kindgerechte Filme) kennen?

  22. Lizenz Themen sind eigentlich immer sehr interessant. Dennoch finde ich, dass es so langsam auch mal genug sein könnte.
    Mit Lego verbinde ich schon noch immer Kreativität und eigene Ideen, und da sollte in dieser Richtung mehr entwickelt werden.

    DreamZzz ist da schon so eine Themenwelt, die in solch eine Richtung ja geht. Und es kommt vermutlich gut an.

    Und Lizenz Themen kommen ja anscheinend mit Animal crossing bald wieder eine Sache auf uns zu.
    Und da bin ich gespannt wie die Umsetzung ist.
    Das Bild von den Minifiguren ist schon etwas gruselig und die meisten Köpfe gleich gemacht (Struktur, Bemalung etc).

    Schönen Sonntag euch allen. 😉

  23. Noch eine Ergänzung:
    Obwohl ich großer Star Wars Fan bin (ersten sechs Filme + Rogue One dazwischen) bevorzuge ich tausendmal ein kreatives Raumschiff aus dem Space Thema dem eines aus der Star Wars Serie.
    Als ich letzten Sommer das Entdeckerraumschiff zusammengebaut hatte – absolut genial -, da habe selbst ich als Erwachsener eine Weile damit gespielt (und ich war damals, als Classic Space herauskam, noch gar nicht geboren). Star Wars Sets dagegen findet man zwar toll genacht, aber nach dem Zusammenbau kommen sie zum Ausstellen ins Regal oder zum Aufheben in eine Kiste. Weil man immer die Szenen aus dem Film im Kopf hat, da ist der Spielspaß schon sehr reduziert.

  24. Nein, definitiv nicht. Zu viel geht gar nicht. Je mehr desto besser. Kann ja jede(r) frei entscheiden, was er/sie davon kauft. Weiter so, Lego! Ich würde mir mal eine “echte Lizenz für Erwachsene” mit entsprechend ernsten/düsteren Sets wünschen. Vorzugsweise Resident Evil oder TWD. Das wäre genial!

  25. Eins vorweg, natürlich liebe ich zum Beispiel Star Wars, Jurassic Park usw. und sammle diese Sets auch gerne.
    Dennoch bin ich mit Sets wie Piraten, Indianer, oder Ritter und den anderen Lizenzfreien Sets aufgewachsen. Ich liebe diese Themengebiete auch weiterhin noch und bin der Meinung das Lego hier leider zu wenig neue Sets herausbringt. Natürlich sind wir mittlerweile in einer Zeit angekommen wo unsere Kiddis gerne mit dem spielen, was sie im TV oder im Kino sehen, aber da es kaum alternative Themenwelten gibt, sie auch keine andere Wahl haben. Ich würde mir sehr wünschen, wenn Lego die ein oder andere ältere Themenwelt wieder zurückbringen würde und hier ihre Qualität von eigenen Ideen und Umsetzung reinbringen würde. Mit Fehlgriffen in Ideen und Umsetzung muss Lego einfach in Kauf nehmen, aber es würde sich lohnen. Man denke nur an Vydio oder so wo nicht gut genug ankam, da hat es Lego zumindest auch probiert.

  26. Haben vielen Dank für deinen interessanten und ausgewogenen Artikel, der zum Schreiben anregt.
    Ich teile deine Kritik, dass die neuen Lizenz-Sets sehr kleinteilig und sehr akkurat sind. Man scheut sich davor, selber etwas anzubauen, weil man Angst haben, dadurch die Gesamtoptik zu versauen, weil man das Niveau und die Steine nicht hat, um angemessen die Szenerien zu erweitern. Bei den Harry-Potter-Sets der ersten Stunde bekommt man dagegen richtig Lust, diese Szenarien zu erweitern, da die klobige Optik mehr spielerische Freiheiten zulässt. Da kann ich auch verstehen, dass Kinder heutzutage da weniger dazubauen wollen.
    Lego-Welten:
    Als Legokind der 90er (Jahrgang 1987) habe ich damals von den Lego-Welten geschwärmt und mir die tollen Dioramen in den Katalogen oft stundenlang angesehen, weil die Bilder zum Träumen einluden, wodurch eigene Welten im Kopf entstanden. Die heutigen Lego-Kataloge sind hingegen kreativ richtig armselig, es gibt kaum Platz für Phantasie. Stattdessen merkt man bei gewissen Marken, dass man nur Geld verdienen will (Vidiyo oder wie der Mist hieß).
    Große Sets:
    Der Anstieg an großen Sets ist ja gut dokumentiert und ich frage mich wirklich, ob es nicht zu viel ist. Als Fantasy-Mittelalter-Fan kamen seit Sommer 2022 die große Burg, Bruchtal, das Wikinger-Dorf, das Wikinger-3-in-1-Set und es steht noch das Mittelalter-Dorf an. Es ist zwar schön, dass diese Sets existieren, aber man wird richtig überschüttet, hat weder Geld noch Platz und hat die Qual der Wahl. Kleinere Sets bzw. Battle-Packs wären hierzu eine gute Ergänzung.
    Goldesel Lizenzen?
    Ob die Lizenzen wirklich so viel Geld einbringen wage ich zu bezweifeln. Mehrere Marvel-Sets liegen seit Jahren wie Blei in der Regalen der Spielwarenläden meines Vertrauens (Eternals, Wakanda-Forever, What if) und Avatar war auch nicht so erfolgreich (massive Kosten). Momentan sind ja viele Merchandises in der Umstrukturierung bzw. floppen sie an den Kinokassen, da die Leute von ihnen ermüdet sind. Hier ist zu fragen, ob dies für Lego langfristig ein Problem darstellt.
    Lego-History:
    Immer gerne! Dein Beispiel einer Produktreihe zum römischen Reich erweckt sofort tausend Gedanken und Spielideen. Man könnte auch leicht andere Völker einbeziehen und so Käufer auf drei Kontinenten ansprechen. Das ist ja der Vorteil des römischen Reiches – es war sehr einflussreich. Man könnte auch mit einer Gladiatorenarena, einer Galeere und Battle-Packs richtig Geld machen. Und wenn man die antike Mythologie einbezieht, könnte man auch Fantasy-Elemente einbringen (Hydra, Zyklopen, Kentauren).
    Vergangene Welten ziehen bis heute. Das Mittelalter-Thema ist bei groß und klein lebendig. Deshalb sind Burgen bis heute beliebte Ausflugsziele, Mittelaltermärkte werden wie verrückt besucht und Fantasy-Filme mit Mittelalter- oder Antike-Szenarien haben einen globalen Zulauf.

    • Jede Lizenz muss auch bezahlt/ erwirtschaftet werden. Mit Star Wars oder Marvel hast du natürlich Lizenen , die zum größten Teil noch ihr Geld wert sind. Ob man jetzt neuen Kinofilm nachlaufen muss sei mal dahin gestellt. Mir persönlich sind es zuviele Lizenzgeschichten. Mit ner History Reihe könnte ich mich aber durchaus anfreunden. Danke für deinen tollen Artikel.

  27. Die Lego Modelle für Erwachsene empfinde ich als sehr gut. Die “Kleinteiligkeit” genauso. Schöne Modelle und viel Freude bei anspruchsvollem Zusammenbauen. Ob das Lizenzmodelle sind oder nicht interessiert mich nicht. Nur ob die Modelle mir gefallen und ob sie aufstellbar (viele sind viel zu groß). Aber ich stimme dem Artikel insofern zu, als dass ich gerne nicht nur “Superlative Lizenzmodelle ” sondern gerne auch “normale” Autos Traktor, LKW, Häuser usw. bauen würde. Man muss sich nur das Angebot von der Fa. BlueBrixx anschauen und kann sehen, was auf dem deutschen Markt nachgefragt wird. Große Feuerwehrwagen, Dampflokomotiven usw. Das in Lego Qualität, das fände sich super. Im Übrigen empfinde ich das Legoangebot viel zu groß. Aber das ist deren Entscheidung. Bitte nicht zurück zu den alten Modellen.

    • Witzig, dass du Bluebrixx als Beispiel nennst und dich dann über das zu große Angebot bei LEGO beschwerst. Bluebrixx hat im Vergleich zu LEGO mehr als doppel so viele (!) Sets im eigenen Onlienshop gelistet.

    • Der Unterschied ist halt, dass BB mehr oder minder ausschließlich am deutschen Markt vertreten ist und diesen somit “passgenau” bedienen kann. Lego ist hingegen weltweit vertreten und kann demnach das Sortiment nicht auf den (kleinen) deutschen Markt bzw. selbst auf Europa nicht zuschneiden. Somit kann man diese absolut nicht vergleichen. Mal ganz abgesehen davon, dass BB qualitativ mindestens eine Stufe und vom Rundumpaket gar zwei bis drei Stufen unter Lego anzusiedeln ist.

  28. Mir persönlich fehlen klassische lizenzfreie Themen und City bzw. Friends decken die echt nicht ab. Burgen ja gerne, sace auch gerne und wie manch einer schon schrieb, bitte wieder einfach gehalten und nicht kleinteilig bis zum geht nicht mehr.
    Ansonsten Kauf ich was mit gefällt und ich für mich, zu einem guten Preis bekomme.
    Minecraft find ich super da man noch gut Steine bekommt und nicht nur plates und tiles.
    Zu dem Display Gedanken der zwangsläufig aufkommt, dafür nehm ich Cobi oder Revell oder Kauf gleich ein fertiges Modell und stell es mir hin. Dafür brauche ich kein Lego kaufen, auch wenn ich vieles aufgebaut stehen lasse bis ich ne Idee habe was anderes draus zu bauen oder Teile brauche.
    Zum Thema Preise: ich möchte nur als Beispiel den 800€ At-at nehmen. Für das Geld Kauf ich kein Baustein Set, da kann ich mir ein deutlich besseres Modell sonst wo kaufen und hab Geld übrig. Ich geh mal davon aus daß das Ding ohne Lizenz um die Hälfte günstiger wäre. Wie gesagt, nur als Beispiel und natürlich nur meine Meinung 🤷🏻‍♂️
    Kurz und knapp, ja zu viele Lizenzen und die lizenzfreien Themen zu schwach

    • Zuviele Lizenzen? Ja, denke schon. Weniger wäre hier sicher mehr, insbesondere in Sachen Kreativität. Allerdings wird man wohl eher kaum davon ausgehen dürfen, dass die übergroßen Lizenzen wie SW und HP freiwillig aufgegeben werden. Anderweitige Schlösser/Burgen oder Spacethemen sind damit maximal als Einzelprodukte wie bisher denkbar.
      Was man Lego in jedem Fall austreiben muss, ist die Besessenheit mit App-kombinierten Themen wie Hidden Side oder Vidijo. Das kommt zumindest bei den Käufern der Sets, sprich Eltern und Großeltern, nicht gut an. Da kann man also viel Energie sparen und anderweitig verwenden.
      Römer fänd ich als Themenreihe auch super. Bin da aber insbesondere an Palast-, Bäder- und Tempelbauten interessiert. Minifigs zum spielen überlasse ich gerne anderen.

  29. Ein wirklich sehr interessanter Artikel und eine gute Fragestellung! 🙂

    Ich bin nicht mit Lego aufgewachsen, weil ich eben dieses noppige und dauernd auseinanderfallende Zeug als Kind nicht mochte. Dafür habe ich täglich stundenlang (wenn nicht draußen) mit Playmobil “in Afrika im Ngorongoro Krater” die Elefanten, Krokodile, Zebras etc. besucht. Da viel maximal der Safarihut runter. 😉
    Wären die Legomodelle heute noch immer so eckig, wäre ich wohl gar nicht hier.
    Überhaupt bin ich nur hier, WEIL es Lizenzthemen gibt. Die Ideas Sets zu “Big bang Theory” und Ghostbusters waren meine ersten Sets. Beim Bauen dann, kam der Spaß an Lego. Und weil ich aus der Modellbauecke komme, begrüße ich eben auch umso mehr die Details, die sich eben nur durch die kleineren Spezialsteine realisieren lassen.

    Ich kann durchaus alle Nostalgiker da draußen verstehen, die bei noppigen, eckigen Autos und gelben Figuren Glücksgefühle bekommen. Ich freue mich derweil über die Helden und Heldinnen meiner Kindheit als 4 Zentimeter große Minifiguren.

    Das alles soll auf keinen Fall despektierlich verstanden werden. 🙂

  30. Ich kann diese Frage für mich ganz eindeutig mit Ja beantworten. Und zwar aus einem ganz ähnlichen Grund, wie im Artikel angegeben.
    Ein Übermaß an Lizenzprodukten tötet die Fantasie der Baumeister, speziell der jüngeren. Lizenz-Sets stellen spezifische Szenen oder Fahrzeuge dar. Diese werden gebaut, die entsprechenden Szenen damit nachgestellt. Vielleicht wird Mal eine alternative Raumschlacht mit Star Wars Schiffen gespielt, viel mehr aber auch nicht. Die oft hohe Komplexität und der Detailreichtum dieser Sets lädt nicht unbedingt zum zerlegen und frei bauen ein.
    Serien, wie zB City oder gerade Creator laden geradezu ein, etwas neues aus den Teilen zu bauen, so wie es in früherer Zeit auch war (siehe Artikel). Sets aus den 90ern und frühen 2000ern waren noch kreativ und einfallsreich designt und förderten mehr die eigenen Spielideen. Es gab nicht wirklich vorgegebene Handlungsstränge. Ich, als Sci-Fi-Fan, denke an Serien wie die Aquazone, Blacktron, Spyrious, Space Police, Insectoids, U.F.O. und so weiter. Da hattest du maximal das Konzept “Die Guten” und “Die Bösen”, mehr nicht. Keine Filme, die dir die Charaktere vorschreiben. Keine Serien, die die Handlung diktieren. Keine Comics, Cartoons oder sonstwas, das vorgibt, wie dein Spiel auszusehen hat.
    Na klar, kann man auch noch mit den Lizenzprodukten “frei” spielen. Die Kreativität, das, was Lego früher ausgemacht hat, steht dadurch aber nicht mehr im Fokus.
    Hugh, ich habe gesprochen.

    • @sobel, Du hebst einen der zentralen Punkte hervor: “Die oft hohe Komplexität und der Detailreichtum dieser Sets lädt nicht unbedingt zum zerlegen und frei bauen ein.” So isses. Es fällt an so manchem lizensierten Set auf, dass es zu viele “Sondersteine” gibt, die für andere Bauziele nicht oder nur bedingt tauglich sind. Und Danke für die Zitierung des Ideenreichtums der 90er Jahre.

      • Jepp, deswegen mag ich auch die Creator-Serie, oder auch die Modular Buildings (keine Lizenz!), da die zum großen Teil aus ganz “normalen” Teilen bestehen, die man auch problemlos anderweitig verbauen kann!

  31. Ich finde aber auch, das Lego mit den AFOL Sets gut zum bauen einlädt, denn ich betrachte sie meist schon als Modellbau und da gibt es meistens doch sehr viel Verbesserungspotenzial, sodas aus einem guten Set, ein echter Blickfang werden kann z.B. der UCS X-Wing oder bestes Beispiel der große Hulkbuster.

  32. Összerakom, a készleteket…..aztán dobozokban vannak, mert porosodna. A fiam mondta: de akkor minek is….

    • Évek óta “problémám, hogy az új City járműveknek nincsen hangulata..miért??? Nem elég széles kettő figurának, és nem elég nagy sem…de akkor minek is. A vonatok példáúl nem lettek nagyobbak. Star Wars stb licensz…szeretem ha van egy vasemberem stb ami a filmre emlékeztet…de csak egyre. Szerintem a LEGO kényszer pályán mozog és ezért van annyi készlet. Jó lenne a népek házai alapján népviseletes figurákat is kiadni az egész világ népviseletéből.

  33. Ich habe früher für meine Masters of the Universe Fahrzeuge aus Lego gebaut. Dazu brauchte es keine Lizenz, Phantasie hat gereicht. Gerade das war das Grandiose an Lego. Die Ergebnisse haben wohl nicht wirklich vitrinentauglich ausgesehen, war aber egal. Hätte mich jemand gefragt, ob es statt Rittern oder Piraten nicht lieber eine Lizenz von Mattel sein soll, glaube ich nicht, dass ich das bejaht hätte.

    Als AFOL mit Vitrine werden die allermeisten Sets brauchen, weil sie nicht entsprechend moccen können oder wollen. Warum man da dann als Erwachsener, der das Geld dafür hat und ausgibt, nicht gleich Actionfiguren oder Statuen von Star Wars oder Batman kauft, erschließt sich mir allerdings nicht.

    Ich persönlich muss auch Dinge, die ich mag, nicht verbunden bekommen. Ich brauche kein Bier von einer Metal-Band oder ein Fahrrad in BVB-Edition, mag Motorräder und Bikinimodels und finde Kalender mit letzteren auf ersteren trotzdem blöd. Das alles, weil nichts davon durch das andere besser wird. Deshalb brauche ich generell keine Lizenzen, auch nicht bei Lego.

  34. Ich finde eher dass das größere Problem von Lego ist, dass sie seit Ninjago und Friends keine dauerhaft erfolgreiche Serie mehr herausgebracht haben und man deswegen wohl auf Lizenzen vertrauen muss. Jede Serie wird nach spätestens 2 Jahren eingestampft weil sie wohl nicht den erhofften Erfolg bringt und die Entwicklung und Vermarktung ist leider sehr teuer. Schade dass Lego die Entwicklungskosten auch immer gleich bei Verkaufsstart hereinholen will und lizenfreie Sets oft ein schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis haben als Sets mit Lizenzen. Bestes Beispiel ist hier die Dreamzzz Serie die schon wieder mit 40% Rabatt verscherbelt wird weil der Einstiegspreis einfach viel zu hoch angesetzt ist für ein Produkt das man noch nicht so kennt. Lizenzen sind halt das kleinere Risiko und garantieren Lego dauerhafte Einnahmen.

  35. Die Frage stellt sich doch gar nicht. Wenn Lego viele solcher Reihen anbieten will, dann tun sie es halt. Es kann uns ja egal sein. Wir müssen sie nicht kaufen.

  36. Viel zu viele Lizenzen meiner Meinung nach. Kann aber gut sein, dass vieles nur noch so geht, auch wenn ich anderer Meinung bin.

  37. Ein sehr schöner und interessanter Artikel, von den es leider nicht so viele auf dieser Seite in der letzten Zeit gab… Danke an den Autor!!

    Als >30 J sehe ich natürlich kaum Problem daran, dass die Sets durchdesigned für die Vitrine sind. Als Vater vom Kleinkind & Baby bin ich schon gespannt, was meine Kinder in ein paar Jahren dann sagen/denken.
    Ich bin aber auch der Meinung, dass Lego zu viel auf Lizenzen sets, dass es eher Merchandise statt eigenes Produkt ist. Die Sets wirken vorgekaut und fertig, ohne einem Hinweis zur Erweiterung (mit Einzelsteinen statt neuen Sets).

  38. Ein zweischneidiges Schwert. Ich als Fan, Sammler, Modellbauer und Kind der 80 habe jede Phase von Lego mitgemacht oder eben links liegen lassen, weil sie ganz einfach schlecht war.
    Viele der gelesenen Kommentare kann ich gut nachvollziehen, zB die tollen und zum Spielen anregenden Themen Inszenierungen der 80 und 90 Jahre im Lego Katalog. Ich war als Kinder hin und weg. Ritter und Piraten waren und sind immer noch meine absoluten Highlights.
    ABER auch Herr der Ringe, Fluch der Karibik und Lone Ranger Sets fand ich klasse. Ich finde wenn solche Serien sich mit den klassischen Reihen einen gesunden Wechsel unterziehen würden, könnte man viele Fans (groß wie klein) glücklich machen.
    In meinem Fall kann ich zum Glück sagen, aufgrund der Liebe zu Altem aber auch Neuem, alle Sets dieser Sets gebraucht oder normal im Laden zu vernünftigen Preisen gekauft zu haben. Von daher sind Figuren (das A und O einer Spielwelt) für alles reichlich vorhanden.
    Und damit sind wir im Thema Kleinteiligkeit. Ich muss an der Stelle gestehen, als extrem Moccer liebe ich genau diese. Daher erfreue ich mich über jedes neue Mould und neue Farbe (vor allem für historische Themen) und kann somit meine Leidenschaft voll ausleben.
    Also mein Fazit:
    Eine gesunde Mischung von allem wäre wünschenswert.

  39. Unabhängig, was es LEGO bringt und unabhängig, ob ich es besonders gut oder schlecht finde ein lizenziertes Produkt zu kaufen, ist doch hier immer auch der Mehrwert, den ich bekomme. Star Wars, Harry Potter und auch Herr der Ringe sind für mich Sets mit Mehrwert. Wenn Star Wars nur auf MOCs bestehen würde, wäre das besser? Oder schlechter? Und Lego hätte nur Space-Sets und nur Western-Sets oder nur Römer oder Piraten oder eben auch nur ein paar Steine angeboten? Nach ein paar Jahren gehen dazu die Ideen aus. Oder die x-te Burg findet keine Abnehmer mehr, weil der Abnehmer sich eher anfängt zu langweilen und nach anderen Themen schreit. Ich glaube, einer möchte gerade die Lizenzen kaufen, der nächste möchte nur lizenzfreie Sets haben, der nächste dann eher ein paar Steine und alle zusammen bauen trotzdem mit den selben Steinen. Und all das bietet Lego.

    Ich hab nicht ganz verstanden, was es bedeutet, das Kinder mit den alten Steinen lieber spielen wollen??? Aber die Alten sind doch genauso wie die Neuen! Oder sind die vielen unterschiedlichen Steine gemeint?

    Lizenzen kann es doch nicht genug geben. Lego kann so, neben den “Quotenbringern”, auch testen, was noch so geht. Im Grunde sind diese Sets doch vergleichbar mit den “alten” Steinen. Irgendwann kommen sie in eine Kiste und Kinder spielen später aus der Kiste damit… Also find ich es völlig harmlos, wenn weiter Lizenz-Produkte auf den Markt kommen. Solange Lego sich das leisten kann… 😉

  40. Danke Jonas, schöner Denkanstoß.
    Es wurde alles gesagt nur noch nicht von jedem, deshalb will ich auch mal, aber fokussiere auf Dinge die mir bisher zu kurz gekommen sind.

    Ich glaube ein Teil des Problems ist der Spagat den Lego versucht, zum einen Sets für Kinder, zum anderen Sets für Erwachsene.
    Und das hat Konsequenzen, eine Hobby für Erwachsene darf was anderes Kosten als Kinderspielzeug. Was macht das aber mit den Lego Preisen? Wenn der AFOL Star Wars Sammler bereit ist 50 EUR für ein Set zu zahlen, Eltern von Kindern aber eher 10 EUR? Kostet das Set dann 10, 30 oder 50 EUR?
    Ähnliches gilt für die Details, für die Erwachsenen brauche ich detaillierte Modelle, da die meist sie sich nur hinstellen, für die Kinder wiederum nicht, will ich aber beide ansprechen werde ich wohl etwas machen müssen, was auch den Erwachsenen gefällt und die Kinder wollen es dann für die Minifigs!?
    Ich glaube da ist es ganz natürlich, dass es dem einen zu noppig ist und dem anderen nicht grob genug.

    Was das Thema zu viele & zu große Sets angeht, da müsst ihr euch keinen Kopf machen, das richtet der Markt. Wenn wir es kaufen wird es das weiter geben, wenn nicht dann nicht. Das müssen wir gar nicht diskutieren, Lego wird da auf den Bedarf reagieren. Das gleiche gilt auch für Lizenzen, wenn die Leute Star Wars (& andere Lizenzen) haben wollen, bekommen sie die auch, da stimmen wir mit dem Portemonnaie ab.
    Ich kann aber nur sagen, wenn Kinder meine Star Trek Modelle sehen, schreien sie “Star Wars”, was ich für den generischen Namen für Science Fiction der Kinder halte. Ob die ein generisches Space Set lieber hätten als Darth Vader? Ich bin mir da nicht sicher, bzw. bezweifel das stark.

    Und als letztes, ich hasse gelbe Köpfe, von daher gucke ich stark nach Lizenzen um Köpfe zu bekommen. Ich fände es super, wenn es auch in Nicht-Lizenz-Sets entsprechende Köpfe geben würde, der Tischkicker war das erste Set oder?

  41. Man sagt, Star Wars habe Lego gerettet…..
    Ich bin wohl auch ein OFoL und kann mich gut an die Zeit um die Jahrtausendwende erinnern. LEGO hatte sich in die Computerspiel-Ecke verrannt und die echten Steine vernachlässigt. Da gabs wirklich ne Menge krudes Zeugs. Mich hat eher Adventurers bei den Steinen gehalten. Und dann kam Star Wars! Das war schon ein echter Wumms im Programm. Ich war begeistert. Über die Jahre habe ich die Lust an dem Lizenz-Zeugs verloren. Das lieferte mir einfach zu wenig Inspiration für meine MOCerei, vielleicht weil es die spannenden Vorbilder alle schon als Sets gab.
    Mittlerweile ist mir weitgehend egal, was alles an Lizenz-Sets kommt. Das meiste kaufe ich einfach nicht (Ein Indiana Jones-Set musste dann doch sein :-))
    In irgendeinem Interview hat der Designer gesagt, dass es für Star Wars (vielleicht auch für andere Lizenzen) mehr neue Teile gibt als für andere, weil die sich so gut verkaufen lassen. Diese Teile tauchen dann aber auch irgendwann in anderen Sets auf, oder ich kann sie einzeln kaufen. Das ist ja auch ein Nutzen.
    Solange es Sets gibt, dir mir gefallen und neu Teile dazukommen, die ich gut brauchen kann werde ich weiterhin gerne diesem Hobby treu bleiben.

  42. Wow. Ich LIEBE diesen Artikel! Richtiges und Wichtiges Thema gut geschrieben, genau mein Humor und trotzdem nicht „jeder muss meiner Meinung sein“. Top 👍🏻

    Zum Inhalt: LEGO ist – ich habe es schon einmal erwähnt – ein Konzern der auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Mit all seinen Vor- und Nachteilen.

    Sogar Fuß- und Basketball (ok NBA war ja eigentlich eine Lizenz) war mal interessant und hätte eventuell heute noch Platz.
    Jonny Thunder ist mir mittlerweile sogar lieber als der gute „Indie“.
    Da gäbe es ja auch die Möglichkeit die Dinos von JP/JW zu recyceln und eine „Alternative“ zu bieten. Das Flugzeug 5935 und die Adventures Dinoforschungsstation 5987 (hab ich noch immer!) sind einige meiner absoluten Lieblinge!
    Ich hab das Flugzeug damals sogar selbst nachgebaut- ohne Anleitung! – als mein Schulfreund eins hatte (und ich nicht). Und GENAU DAS vermisse ich heute. Versteht mich nicht falsch, es haben auch Display Sets eine Berechtigung. Nur wenn ich ehrlich bin, bau ich die – streng nach Anleitung – und dann verstauben die im Regal.
    SPIELzeug? 0
    Kreativität? 0
    Langzeitbegeisterung? 0

    Da verliert LEGO dann seine eigentliche Identität. Wenn nicht mehr gespielt, sondern nur noch ins Regal gestellt wird.

  43. Vielleicht noch einen “anderen” Gedanken – oder zwei…

    Aus einem Grund finde ich dann doch, dass LEGO zu viele Lizenzen hat. Nämlich die reine Setanzahl. Sieht man von Star Wars, Marvel und eventuell HP ab, dann haben Lizenzthemen oft nur relativ wenige Sets. HP 4, davon 3 Brickheads, Indy – 3, JP/JW inkl Duplo – 16.
    (Manche mögen durchwegs höhere Anzahlen haben, aber sie sind jetzt nicht auf meinem Radar)
    Da fällt es schwer sich eine Spielwelt aufzubauen. tatsächlich denke ich, dass eine Themenwelt eine diverse Preisrange haben sollte.
    Nehmen wir indy: 35 €, 40 €, 150 € – da fehlt der Einstiegsbereich. Ein 10€ Set z.b. als “Quengelware” im Supermarkt (Idee: Indy an der “Brücke des Vertrauens”) Aus dem Jagdflugzeug hätte man wunderbar 2 Sets machen können 15-Euro Auto + 20Euro Flugzeug. Das Grabmal muss ich zugeben ist nahe am “Idealen Set” – das hätte in meinen Augen durchaus auch 50 € kosten können und ich würde es immer noch als gut empfinden. Der Tempel ist klar das “Flagschip Set”. Aber da fehlt noch einiges. Mit den ursprünglich (Sets (angekündigt? Gerüchte?) würde ich gerade mal ein unteres Limit an Sets für eine Themenwelt – in der nähe sehen.
    Bei Star wars sehe ich derzeit keine Gefahr, dass ich mich langweile (nichts finde) – durch die Serien (Boba, Mando; Ashoka, selbst Kenobi) gibt es eine weiten Bereich von Sets – ohne dass man viel wiederholen muss. Jede Subserie bringt (neue) Figuren – für Abwechslung ist gesorgt.
    bei Harry Potter fehlt einfach das “neue” – Nach den 7 Filmen mit oft gleichen Schauplätzen stösst man irgendwann an die Grenze des bekannten Universums – Wieviele große hallen oder Hagrids Hütten braucht es. Man sieht es an den “Büchern” und “Bannern” das sit mittlerweiel eher eine Merchreihe als eine Spielreihe. Sicher es gibt immer wieder Sets, die mich interessieren – aber der wie vielte Hogwaarts express ist es jetzt? Einen City Personenzug kann man alle 2-4 Jahre bringen – den kann man variieren – aber der Hogwarts Express ist immer rot.
    Marvel – mir fehlen die Sets zu den Serien (Minifigurenreihe ja, aber). Die Kinofilme werden bedient – aber.
    An Sets finde ich (fast) mehr Helme, Hämmer Schilde, baubare Figuren als Sets zum Spielen, und was “gut-bespielbar” ist, ist meist zu teuer.

    Ich bin nach wie vor “für” Lizenzen – Star wars kann man jedes Jahr machen , anderes sollte abgelöst werden und anderem Raum geben 😉

    BTW ich sehe in City nicht nur eien Themenwelt, sondern mehrere – City Proper mit Feuerwehr Polizei, dann Stuntz (würde ich als eigene Themenwelt sehen) Sodann Zug (könnte gerne mehr (kleine) Sets haben, Arktis, Tier(rettung), Weltraum, eventuell sogar Bauernhof (nicht city but countryside ;)) – sind meiner Meinung durchaus auch ohne City Label “vermarktbar”

  44. The Storytelling Brick

    15. Oktober 2023 um 23:29

    Mir persönlich sind das auch zu viele Lizenzen, aber es ist wohl bewiesen, dass License Sells. Ohne Star Wars, LoTR, Marvel/DC-Superhelden, sonstige popkulturelle Themen und was noch an lizenzierten Themen bzw. Sets (siehe Technic-Sparte) laufen, wäre LEGO vermutlich nur halb so erfolgreich und würde nicht da stehen, wo sie heute stehen. Ein Bugatti verkauft sich besser als ein Noname-Hypercar, Star Wars zieht noch immer (Evergreen) und Harry Potter hat ebenfalls eine starke Fanbase (die durch die kommende Neuserie vielleicht noch weiter wachsen wird). Am meisten stört mich jedoch an lizenzierte Sets, dass Lizenzen echter Modelle auf den Stickern zu finden sind (z.B. Marke) statt bedruckt auf Steine (vgl. Technic). Zumal die Umsetzung der Modelle oftmals nur entfernt an das Vorbild/Original erinnern (z.B. Flexrrari). Persönlich freue ich mich mehr auf hauseigene Serien/Reihen (Ninjago, DreamzZz und auch Hidden Side war toll) sowie CITY und Creator 3in1.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert