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LEGO Adventurers Retrospektive XII – 5988 Pharaoh’s Forbidden Ruins

Das große Finale unseres Abenteuers in Ägypten | © Jonas Heyer

LEGO Adventurers 5988 Pharaoh’s Forbidden Ruins im Classic Review – Der Schatz des heiligen Tempels und der Abschluss unseres Abenteuers

Heute ist es so weit. Wir haben unzählige Abenteuer erlebt, haben der Wüste, den Sandstürmen und den Skorpionen getrotzt, haben ägyptische Grabstätten von unschätzbarem historischem Wert entdeckt. Doch alles, was wir auf dieser Reise gemeinsam erlebt haben, hat uns hierher geführt und damit sind wir nun tatsächlich am großen Finale unseres Abenteuers in Ägypten angekommen. Das größte Set dieses ersten Ablegers der LEGO Adventurers Reihe ist 5988 Pharaoh’s Forbidden Ruins. Ganz passend dazu, was wir gleich erleben werden, hieß das Set im deutschen „Der Schatz des Pharaonentempels“ und heute wird der verloren geglaubte Ramses Rubin endlich wiederentdeckt werden.

Ich möchte ehrlich mit euch sein, dieses Set vorzustellen ist alles andere als leicht. Als es damals 1998 in den Ladenregalen erschien muss es der Traum unzähliger Kinder gewesen sein. Auch wenn ich persönlich es dort leider nie bewundern konnte, so erfuhr ich um dessen Existenz etwas später durch ein A4-Faltblatt-Werbeposter aus einem anderen Set. Als Kind war ich quasi schockverliebt. Was für Abenteuer ich wohl hier erleben könnte? Welche Geschichten ich erzählen könnte? Das Poster alleine schickte meine Fantasie auf eine Reise ins ferne Land der Pharaonen und Könige.

Ein paar Jahre musste ich mich aber noch gedulden, bis meine Eltern mir dieses Set auf eBay erstanden und zum Geburtstag schenkten. Nennt es nostalgische Verklärung, wenn ihr wollt, aber ich denke, dass dieses Modell eines der besten Sets ist, welches jemals eine Spielzeugfirma produziert hat. Ein Lieblingsset zwischen all den wundervollen Modellen in meiner Sammlung zu benennen wird mit jedem hinzukommenden Set schwieriger aber ich denke, wenn ich tief in mich gehe, so müsste es dieses hier sein. Warum? Das möchte ich euch im Folgenden erklären. Heute geht es also weniger darum, ob das Set meinen Standards gerecht wird, sondern vielmehr darum, ob ich dem Set gerecht werde.

Wie ich bereits sagte, unsere Reise findet heute ein Ende. Doch werden Johnny Thunder und seine Freunde die tückischen Fallen im Tempel von Anubis überwinden können? Werden sie den Rubin finden und dem Fluch des Pharao entkommen? Oder werden Baron von Barron und der finstere Sam Sinister ihn stehlen und er wird erneut verloren für die Geschichte sein? Folgt mir ein weiteres Mal ins Abenteuer!

Inhaltsverzeichnis

Die Eckdaten

  • Name: Pharaoh’s Forbidden Ruins / The Temple of Anubis / Der Schatz des Pharaonentempels
  • Teilezahl: 711
  • Minifiguren: 10
  • Tiere: 15
  • Retail-Preis: $80.00 / 120 – 160 DM
  • Preis: vollständig gebraucht ab 260 Euro, OVP ab 700 Euro
  • Erscheinungsjahr: 1998
  • Zur Bauanleitung 🗺

Umfang und Zusammenbau

Der Setumfang

Mit 711 Teilen liegt das Set, wie eigentlich alle Sets dieser Zeit noch ein gutes Stück unter der 1000 Teile Marke. Allerdings bekommen wir hier Teile, die so nützlich für MOCs sind oder so gut aussehen, dass mehr Teile eigentlich nicht nötig waren.

Es gibt hier unter anderem 17 bedruckte Elemente. (Minifiguren nicht inbegriffen), schaut mal, wo man das sonst so findet. Meist würden solche Dinge über Sticker geklärt, aber LEGO hat sich hier nicht lumpen lassen jede Extrameile zu gehen. Der Aufbau selbst ist nicht von sehr unkonventionellen Bautechniken gezeichnet, sondern auch für Kinder einfach zu erschließen, wodurch sich der Tempel wunderbar erweitern lässt.

Das Abenteuer ist nach ein bis zwei Stunden bereit zu beginnen. Schön gestaltet ist wie immer die Anleitung. Es gibt echte Kulissen, mit Gemälden als Hintergrund, zusätzliche Fotos, keine Part-Call-Outs und natürlich die Alternativmodelle auf der Rückseite. Ich wundere mich ja, woher die Idee mit der großen Steinkugel kommen könnte…

Wie wir es auch bereits von den anderen größeren Sets der Welle kennen, bekommen wir noch etwas zusätzliche Atmosphäre geboten. Vor dem Aufbau gibt uns die Anleitung noch zwei Seiten liebevoller Extrafotografie vom Set. Das gefällt mir ausgesprochen gut und es fügt der allgemeinen Vorfreude immer noch das besondere Etwas hinzu. Einfach großartig! Es ist offensichtlich, dass hier wirklich Liebe drinnen steckt. Wenn ihr jemals wissen wolltet, wodurch meine Fotos inspiriert sind, dann findet ihr genau hier bei alter Setfotografie die Antwort darauf.

Die Minifiguren

In diesem Set bekommen wir alle Charaktere der gesamten ersten Welle von LEGO Adventurers. Helden, Schurken und alles dazwischen, alle sind mit von der Partie. Zusätzlich bekommen wir drei Skelette, welche im Tempel für die richtige Stimmung sorgen werden. Damit sind insgesamt 10 Minifiguren im Set enthalten, was eine ordentliche Menge ist. Inzwischen kennen wir sie alle bereits aber für unser großes Finale, bin ich der Meinung, sollten wir sie nochmal ins Spotlight stellen.

Ah ja, Johnny. Wer weiß, diese Minifigur ist vielleicht der Grund, warum ich zu Zusammengebaut.com gefunden habe und warum ihr diesen Artikel gerade lest. Und wenn das so sein sollte, dann muss ich mich wohl bei ihm bedanken, nicht nur für all die Kindheitserinnerungen, sondern vor allem auch für alles, was mir die Arbeit auf dieser Webseite brachte, von neuem Spaß mit meinem Hobby bishin zu neuen Freundschaften, die sonst wohl nie entstanden wären.

Das Wort ikonisch wird diesem Abenteuer kaum gerecht. Johnny Thunder verdient definitiv seinen Platz in LEGOs Ruhmeshalle als Minifigur, die so schnell wohl nicht in Vergessenheit geraten wird. Dafür sorgen nicht nur Fans wie ich, sondern auch die Firma selbst, indem sie regelmäßig Easter Eggs in ihren Sets versteckt, die auf den grandiosen Helden anspielen. Vielleicht wäre es an der Zeit für ein Icons Set zu LEGO Adventurers?

Nicht ganz so ikonisch möglicherweise aber nicht minder mutig und abenteuerlustig ist Reporterin Gail Storm. In dieser ersten Welle von LEGO Adventurers fühlt sie sich aber leider etwas vernachlässigt an, da sie lediglich in den zwei, zwar coolsten aber auch größten, Sets der Reihe enthalten war. Das bedeutet, dass zumindest im Jahr 1998 wohl wenige Leute die Chance hatten, diese Figur in ihre Abenteuer zu integrieren.

Eine coole Minifigur ist sie aber allemal und natürlich passend gekleidet für dieses Wüstenabenteuer. Ich möchte auch hervorheben, dass ich es gut finde, dass LEGO damals die meisten weiblichen Torsos nicht mit den heute typischen „Konturlinien“ versehen hat, um sie femininer wirken zu lassen. Dadurch ist Gails Outfit hier wesentlich universeller.

Wenn niemand weiter weiß, dann ist der gutmütige Dr. Charles Lightning natürlich stets zu Stelle. Er füllt die Köpfe seiner Freunde stundenlang mit viel mehr Wissen, als sich irgendjemand merken könnte. Wie auch Gail vor ihm, trägt er den Expeditions-Sonnenhelm, welcher neu für LEGO Adventurers war. Auch heute finden wir diesen gelegentlich noch in Sets, auch wenn zumeist nicht mehr als Kopfbedeckung, sondern als… Pflanzenelement, von allen Dingen…

Das Design, so klischeebehaftet es auch sein mag, passt perfekt zum zerstreuten Wissenschaftler. Wie so oft kommt der Doktor auch hier mit dem großen Expeditionsrucksack daher, in welchem sich kleine Accessoires auch verstauen lassen.

Der vierte Held im Bunde ist unser furchtloser Daredevil Harry Cane. Das Design dieser Minifigur ist einfach fantastisch und entsprechend empfinde ich es als äußerst schade, dass Harry nur in den ersten beiden Wellen der Adventurers-Themenreihe auftauchte. Anschließend wurde er durch neue Seitencharaktere ersetzt. Aber ganz gleich was passiert, wir haben die Figur und nichts hält uns davon ab, ihn auch in zukünftigen Abenteuern unterzubringen.

Die Fliegerkappe war ebenfalls neu in 1998, wurde seitdem aber in hunderten Sets genutzt. Im alten Braun bleibt sie aber doch recht selten. Auch seine Bomberjacke ist ein sehr universell einsetzbarer Torsoaufdruck. All das wird abgerundet durch ein selbstbewusstes Grinsen. Insgesamt eine wirklich coole Minifigur.

Von unseren Helden kommen wir direkt zu den Schurken und den Anfang macht der Baron von Barron. Und ebenso perfekt wie unsere Helden, steht diesem Mann die Boshaftigkeit ins Gesicht geschrieben. Ich finde den Baron einfach herrlich, weil er so comic-haft böse aussieht.

Neben dem Schnurrbart und der Narbe, ist das markanteste Merkmal dieses Schurken wohl die Hakenhand, welche ihren Ursprung in der legendären LEGO Piraten Reihe hatte mit dem legendären Kapitän Roger Redbeard. Der Baron steht diesem in Sachen Style aber in nichts nach.

Und als wäre der Baron nicht schon Schurke genug, kommt noch sein finsterer Kumpane dazu, Sam Sinister. Auch wenn er wesentlich simpler gestaltet ist, als der Baron, so finde ich ihn ebenso großartig, was vor allem an seinem Gesichtsausdruck liegt, der böser nicht sein könnte. Diese Minifigur hat tatsächlich auch nicht von der Hand zu weisende Ähnlichkeiten mit gleich zwei Figuren aus Tim und Struppi, nämlich Prof. Bienlein und Dr. Sarkophagus.

Sein Torso ist tatsächlich bereits wesentlich älter, als die Adventurers Reihe und kam hin und wieder in LEGO Town in den 80ern vor. Seit 1979 existiert der Aufdruck, um ganz genau zu sein. Aber der schwarze Smoking mit dunkelrotem Hemd steht diesem Schurken natürlich gut zu Gesichte.

Zu guter Letzt bekommen es unsere Helden und Schurken auch noch mit höheren Mächten in Form des verfluchten Pharaos Hotep zu tun. Er ist der Hüter des Rubins und ihm ist es egal wer nach seinem magischen Schatz greift, er wird ihn auf alles verteidigen!

Diese untote Mumie ist die erste ihrer Art und designtechnisch bis heute aufgrund ihrer gleichzeit unheimlichen und farbenfrohen Optik mein persönlicher Favorit. Sie reiht sich zudem in eine Reihe von Figuren ein, die Nasen haben. Aufdrucke auf den Beinen waren damals ebenfalls recht selten und Zehen hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gesehen.

Der Lastkraftwagen

Nach all den Fahrzeugen im Old-Timer-Stil, welche wir im Rahmen dieses Abenteuers gesehen haben, sollte man meinen, dass wir inzwischen am Boden des Fasses graben würden und nichts uns hier mehr überraschen könnte. Doch damit würden wir weit daneben liegen, denn meiner Meinung nach ist dieser LKW wahrscheinlich das beste Fahrzeug der gesamten Reihe und eines meiner Lieblings-Autos in 90 Jahren der LEGO-Geschichte.

Das Design des Fahrzeugs erinnert ein wenig an den Truck aus „Jäger des verlorenen Schatzes“ und wie in diesem Film, kann man auch mit diesem Fahrzeug ähnliche Actionszenen nachspielen. Mit der enthaltenen Kette kann sich Johnny sogar an die Fersen des Trucks heften, wenn unsere Schurken versuchen damit zu entkommen.

Wie es sich für so ein Automobil gehört, hat es natürlich auch den klassischen Kühlergrill und das Fahrerkabinen-Element für den richtigen Look. Mir gefällt die gesamte Optik ausgesprochen gut. Unter der Kabine sind sogar Benzintanks angedeutet. Etwas gewöhnungsbedürftig an der Optik des Fahrzeuges mag für manche die Lücke zwischen der Scheibe und dem Dach sein.

Solche Designs gab es allerdings in den 1920ern tatsächlich. Außerdem sorgt es dafür dass auch Minifiguren mit Zylinderhut oder Tropenhelm sitzen können. Wir müssen also mit etwas Wind im Gesicht leben. Aber das sollte für uns alte Abenteurer ja kein Problem sein.

Neben der bedruckten Scheibe, welche wir bereits an einigen anderen Fahrzeugen der Adventurers-Reihe gesehen haben, finden wir in der Fahrerkabine natürlich ein Lenkrad und eine Gangschaltung, sowie die bedruckte 1×2 Fliese mit Tacho und Autoschlüsseln. Auch diese haben wir bereits in einigen vorangegangenen Teilen dieser Retrospektive gesehen.

Manche mögen gelegentlich auf der falschen Seite des Truck-Beds aufwachen aber bei diesem Fahrzeug denke ich, dass es keine falsche Seite gibt. Wir finden hier genug Platz für zwei Kisten, in welchen wir so ziemlich alles an Abenteuerausrüstung unterbringen können, was wir brauchen könnten.

Damit wir von unserem Equipment nichts verlieren, werden die Kisten von zwei Zäunen in der Ladefläche gehalten. Diese Zaun-Elemente in braun sind exklusiv für dieses Set.

Abgerundet wird das Set durch das Nummernschild, welches wir bereits in unserem letzten Abenteuer gesehen haben. Die Kennung HC 514 bezieht sich wahrscheinlich auf den Namen des berühmten britischen Archäologen Howard Carter und die 514 auf einen seiner Funde, welcher als Carter No. 514 in den Carter Archives im Ägyptischen Museum von Kairo gelistet ist und eine Gruppe von Shawabti-Figuren in einem hölzernen Gehäuse. Dabei handelt es sich um altägyptische Grabfiguren, welche dem Verstorbenen mit ins Jenseits gegeben wurden, um Arbeiten für ihn zu verrichten.

Ich hoffe, dass ich damit alle überzeugen konnte, dass dieser Lastkraftwagen ein fantastisches Modell ist. Ja? Sehr gut.

Der Heißluftballon

Spannender noch, als der Truck, ist unser zweites Fahrzeug. Es handelt sich hier um eine durchaus antiquierte Form der Luftfahrt. Die Rede ist natürlich von einem Heißluftballon, eines der frühesten bemannten Luftfahrzeuge. Die Erfindung des Heißluftballons ist lang und lange Zeit fanden lediglich spielerische Experimente mit dem Konzept statt, bis die Brüder Montgolfier das Konzept praktisch nutzbar machten und daher heute als die Erfinder des Heißluftballons gelten. Die ersten Versuche mit diesen Heißluftballons wurden 1783 durchgeführt, zunächst unbemannt, anschließend mit Tieren und schlussendlich wurden der Physiker Jean-François Pilâtre de Rozier und der Gardeoffizier François d’Arlandes am 21. November 1783 die ersten Ballonfahrer der Geschichte.

Diese Art von Fahrzeug sehen wir nicht unglaublich häufig bei LEGO, auch wenn es mittlerweile sogar spezielle Elemente für den Ballon selbst gibt.

Unser Heißluftballon in diesem Set hat alles, was er braucht. Einen Ballon, einen Korb und einen Brenner. Der Ballon selbst ist interessanterweise mit zwei Elementen umgesetzt, welches wir eigentlich eher von LEGO Aquazone kennen. In vielen anderen Sets wird es für Aussichtstürme und Kuppeln verwendet. Ich finde, es eignet sich auch durchaus gut, um den Ballon anzudeuten, auch wenn es eigentlich ein Stück größer sein müsste, um ein realistisches Bild davon zu geben, wie solch ein Ballon ausgesehen hätte. Mich stört das aber weniger, da ich mich über die kreative Wiederverwendung von doch recht speziellen Teilen durchaus freue.

Auf dem Ballon ist sogar ein Netzaufgelegt, um die Belastung auf die Ballonhülle günstig zu verteilen. Das Netz selbst wurde ein paar Jahre zuvor mit den LEGO Piraten eingeführt und von Heißluftballons bis hin zu Spiderman fand es recht breite Verwendung.

Unter dem Ballon selbst sitzt der Brenner. Hier wird die Luft im Ballon erhitzt, um ihm den nötigen Auftrieb zum Abheben zu geben. Passenderweise gibt es dafür im Korb sogar eine Propangasflasche, welche über einen Schlauch mit dem Brenner verbunden ist. Perfekt!

Im Korb selbst haben wir einiges an Platz und können im Zweifel Johnny und seine ganze Crew hier unterbringen. Mit Harry Cane an Bord, kann dieser Flug nur zu einem Abenteuer werden. Und wenn es brenzlig wird, findet sich hier auch ein Fass mit einem Gewehr und eines Spitzhacke.

Außen am Korb finden sich zudem die typischen Sandsäcke, welche den Ballon beschweren und bei Bedarf abgeworfen werden können. Sie sind simpel konstruiert aber funktionieren ganz wunderbar.

Einen Heißluftballon ähnlicher Bauart würden wir fünf Jahre später auch noch einmal als eigenes Set bei LEGO Orient Expedition geben und wieder würde Johnny Thunder im Korb sitzen. Ich mag dieses Modell wirklich gern und bin daher auch ein Freund dessen, dass diese günstige zweite Version von dem Fahrzeug existiert.

Der Tempel des Anubis

Und mit unseren beiden Fahrzeugen kommen unsere Helden und Schurken zum finalen Ziel unserer Reise, dem mysteriösen Tempel von Anubis. Bedrohlich tut sich die Frontfassade des Gemäuers vor unseren tapferen Abenteurern auf. Wir haben bereits viele schöne Tempel und Grabstätten in dieser Retrospektive gesehen aber selbst in Summe würden sie im Schatten des Pharaonentempel stehen. Die Architektur der Front von Hoteps‘ ewiger Ruhestätte ist einfach perfekt umgesetzt. Sie mischt den unheimlichen Anblick eines Schakals durch dessen weit aufgerissenes Maul wir das Heiligtum der Sahara betreten sollen mit der Eleganz eines ägyptischen Nemes-Kopftuches. Letzteres deutet direkt auf die Grabstätte eines Pharaos hin.

Wer sich an unsere Geschichtsstunden erinnert, der wird noch wissen, dass der Schakalkopf meist auf den Todesgott Anubis hindeutet, weshalb der britische Name des Sets „Tempel von Anubis“ durchaus sehr viel Sinn macht. Besonders spannend sind hier die vielen bedruckten Elemente, welche den Eingang umgeben. Während wir ein paar davon bereits kennen, sind auch einige unter ihnen neu und somit exklusiv für dieses Set. Das betrifft vor die vier großen bedruckten Paneele. Auf diese und auch die geflügelte Sonne über dem Eingang werden wir im Kapitel Mythen und Hieroglyphen noch genauer eingehen.

Ebenfalls schön ist, dass auf dem Tempel sogar eine Pyramidenform angedeutet ist. Ich nehme an, dass einige sicher als größtes Set eine Pyramide erwarten würden aber ich denke, dass LEGO hier die richtige Entscheidung getroffen hat, in eine andere Richtung zu gehen, die wesentlich spannendere Spielräume aus architektonischer Sicht bietet. Der Sarkophag-Deckel in dunkelgrau ist in dieser Farbe exklusiv für dieses Set und macht sich hier ganz fantastisch. Abrunden tun die Optik einige Falkenstatuen am Tempel.

Beginnen wir jedoch mit dem uns inzwischen gut bekannten Obelisken links vom Eingang der Tempelanlage. Dieser ist aus zwei Kartuschen gebaut und die Turmspitze in beige sehen wir heute zum letzten Mal in einem Set. Dieses Element kam nur in den Sets der ersten Welle von Adventurers im Jahr 1998 in beige vor und ist entsprechend auch eine kleine Seltenheit, wenn auch unscheinbar.

Neben dem Obelisken haben unsere Abenteurer ihr Lager aufgeschlagen und eine kleine Feuerstelle gebaut. Der Doktor kocht gerade noch eine Stärkung, bevor sich die Helden auf in machen wollen, um den Re-Gou Rubin zu bergen.

Rechts vom Eingang finden wir eine klassische LEGO Palme. An diesem Punkt habe ich schon so oft über dieses alte zurückgelassene Element geschrieben, dass ich es eigentlich dabei belassen könnte. Aber ein letztes Mal noch, weil es einfach zu verlockend ist: Ich finde es unglaublich schade, dass diese quasi perfekte Version einer Palme im LEGO Stil lange der Vergangenheit angehört und wir heute auf Lösungen aus Technik-Elementen setzen, welche weder so gut aussehen, noch so funktional sind, wie diese Lösung hier. Die Palme kann mit Leichtigkeit in alle möglichen Positionen gebracht werden um einen sehr natürlich aussehenden Palmendschungel zu erschaffen. Wirklich große Klasse!

Die Palme würde uns ja etwas Schatten spenden aber leider hat es sich hier bereits ein Skorpion gemütlich gemacht. Die stechenden Teufel sollte man natürlich nicht unterschätzen und bei ihrer unheimlichen Größe würde das vermutlich auch niemand tun.

Aber es ist so weit. Zeit, den Tempel zu betreten. Die erste ominöse Erfahrung machen wir bereits jetzt. Während wir den Gang entlang laufen, werden wir von den leeren Schädelhöhlen der Skelette begutachtet, welche den Weg flankieren und für das beklemmende Gefühl sorgen, dass wir beobachtet werden. Doch wir sollten uns von ihnen nicht zu sehr beunruhigen oder gar ablenken lassen, denn wenn wir das tun…

… dann geht es uns schlecht. Von der Decke fallen einige große Felsbrocken und selbst wenn man versucht hier hindurchzurennen, so wird das Fallbeil für eine einschlägige Erfahrung sorgen.

Diese Falle wird über einen Technik-Pin aktiviert, welcher eine Falltür öffnet, aus welcher die Steine auf unliebsame Grabräuber fallen. Diese Falltür ist außerdem an einer Kette befestigt, mit welcher sie zusätzlich das Fallbeil in Bewegung versetzt. Eine simple, wie geniale Vorrichtung. Ob mir unsere Grabräuber da zustimmen würden, bleibt allerdings fraglich.

Nun da wir dieser Falle gerade noch einmal entkommen sind, befinden wir uns endlich in den verbotenen Ruinen des Pharaos. Hier sehen wir zwei weitere Kartuschen, welche auf den Säulen um neben dem Eingang thronen. Neben der linken Säule führt eine Leiter nach oben.

Sobald wir oben angekommen sind, erblicken wir eine große schwarze Schatztruhe. Doch leider sind wir nicht die einzigen, welche die Augen auf diesen Schatz geworfen haben, denn auch unsere Schurken sind uns gefolgt und haben es auf das Gold des Pharaos abgesehen. Während Johnny Thunder und seine Freunde gerade bereits gelernt haben, dass man in diesem Tempel vorsichtig sein sollte, preschen die beiden Gangster unvorsichtig vor und…

… landen eine Etage tiefer. Wir es hier mit zwei Falltüren nebeneinander zu tun. Die erste Falltür schickt uns zurück nach unten hinter die Leiter. Die zweite Falltür hält eigentlich die Felsen für die Steinschlagfalle, welche uns am Eingang fast zum Verhängnis geworden wäre. Sie kann hier jedoch erneut als zweite Falltür dienen. Gerade wenn wir dachten, dass wir an der ersten sicher vorbei gekommen wären.

Nach all diesen Nervenaufreibenden Strapazen können wir einen Blick in die Schatzkiste werfen. Ob wir hier den Re-Gou Rubin finden? Die Antwort ist nein, hier finden wir lediglich Gold. Aus einer Storyperspektive macht das auch durchaus Sinn. Selbst wenn all die Fallen, die überwunden werden wollen bis hierher, lästige Grabräuber nicht aus dem Palast schicken, wird es vielleicht die Verlockung eine Truhe voller Gold mit nachhause zu nehmen.

Hinter der Leiter befindet sich… nichts. Hier haben wir einen leeren Raum, den wir im Zweifel unseren Wünschen anpassen können.

Ich persönlich lagere hier meine Ersatz-Krabbeltierchen. Harry scheint kein Fan zu sein.

Rechterhand des Eingangs befindet sich eine Grabkammer. Mit einem Knirschen beginnt sich der Sarkophag langsam zu öffnen. Hier also befindet sich die letzte Ruhestätte von Pharao Hotep und dieser ist gar nicht erfreut darüber, dass die Schatzsucher noch immer hinter seinem Königsjuwel her sind. Die unheimliche Mumie verlässt ihren dekorierten Sarg und beginnt in Richtung der Schatzkammer zu wandeln.

Gemeinsam mit Johnny und seinen Freunden sind wir nun am Ziel dieser langen Reise angelangt und setzen Fuß in die Schatzkammer des Anubis-Tempels. Ich persönlich finde es sehr schön, dass wir in diesem Set eine richtige Schatzkammer haben, welche mit ihrem Filmkulissen-reifem Aufbau für die perfekte Atmosphäre sorgt. Die Architektur hier ist weitestgehend symmetrisch gehalten und verjüngt sich nach hinten, um unseren Blick direkt auf den Schatz selbst zu lenken.

Die Symmetrie wird von der Palme unterbrochen, welche sich über die Mauer neigt. Die luftige Gestaltung mit den beigen Säulen passt einfach sehr gut und die octagonalen Säulenelemente sind in dieser Farbe ebenfalls nur in diesem Set enthalten gewesen.

Links und rechts in der Schatzkammer finden wir zwei große dunkelgraue Krokodilsstatuen. Diese sind exklusiv für dieses Set und dienen als Tische. Sie tragen verschiedene Gefäße. Ihr wisst denke ich, was das für Gefäße sein sollen. Darin befinden sich die eingelegten Überreste von Hoteps sterblichen Selbst. Während der Mumifizierung werden den Toten die Organe entnommen, damit diese nicht faulen. Bei Pharaonen wurden diese dann in Salböl eingelegt und Balsamiert in Gefäßen innerhalb der Grabstätte aufbewahrt. Die Behälter hatten meist die Form der vier Söhne des Himmelsgottes Horus. Leicht unheimlich und makaber der Gedanke.

Weiterhin finden sich hier auch magische Schriftrollen. Diese bedruckte Fliese kennen wir aus den Drachenmeistern der LEGO Castle Reihe und auch aus verschiedenen klassischen Harry Potter Sets. Ein neuer Aufdruck eines mit Hieroglyphen beschriebenen Papyrus wäre vielleicht passender gewesen aber wenn ich mich über eine Sache in diesem Set nicht beschweren werde, dann sind es die Aufdrucke.

In der Mitte des Raumes, in welchem nebenbei erwähnt alle Art gruseliger Krabbler herumfleucht, finden wir zudem einen weiteren Tisch mit Gold geschmückt und aus Skorpionen gebaut.

Und hinter diesem Tisch haben wir ihn endlich, den magischen Re-Gou Rubin. Die gesamte Aufmachung hier finde ich äußerst gelungen. Wie bereits angesprochen sorgt die gesamte Deko im Raum für eine gute Atmosphäre, würdig unseres großen Finales und der Ruhestätte des Rubins.

Doch wer glaubt, dass es uns Pharao Hotep einfach machen wird, seinen Schatz zu stehlen, der hat sich geirrt! Weg ist er! Dieser kleine Trick ist äußerst clever und nutzt für die Umsetzung sogar Magnete.

Um unseren faulen Zauber zu erklären: Der Rubin ist auf einem Magneten angebracht. Das Skelett hinter dem Schatz steht auf einer Drehtür. Auf deren Rückseite befindet sich der andere Magnet. Wird die Drehtür schnell um 360° rotiert, so „verschwindet“ der Rubin hinter der Wand. Ein absolut genialer Trick und der letzte Versuch des Pharaos, seinen Rubin vor Räubern zu schützen.

Es gilt zum Schluss auch nochmal die vielen verschiedenen Tiere zu erwähnen, die wir in diesem Set haben. Drei Schlangen, drei Skorpione, sechs Falken, zwei Krokodile und eine Fledermaus. Eine großartige Auswahl und schon allein die schiere Anzahl ist beeindruckend.

Mythen und Hieroglyphen

Bei solch einer Tempelfront müssen wir uns natürlich noch ein letztes Mal die wundervollen bedruckten Elemente und deren versteckte Bedeutungen ansehen. Während wir in den vorangegangenen Sets zumeist eine Auswahl an bedruckten Teilen, wie z.B. die Kartuschen, immer wieder gesehen haben, finden wir in diesem Set mehrere exklusive Elemente.

Umso besser finde ich es noch, dass die beiden unteren bedruckten Tempelwände sogar eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Dabei handelt es sich um den Pharao der vom Totengott Anubis an den Himmelsgott Horus übergeben wird. Aber schauen wir uns das mal im Detail an.

Die Tempelwand links unten zeigt besagten Pharao, welcher neben dem Totengott Anubis auf einem Stul sitzt. Diese Darstellung ist recht typisch und es gibt diverse Hierglyphen aus realen Tempeln, welche dies so oder so ähnlich darstellen.

Weiterhin finden wir diverse religiöse und kulturell bedeutungsvolle Symboliken hier wieder. So hält z.B. der Pharao das Anch und den Hirtenstab. Ersteres ist ein Symbol für das Weiterleben im Jenseits und der Krummstab, auch Heqa-Zepter genannt, steht für den Herrschaftsanspruch. Der Pharao führt sein Volk als Hirte.

Die Sichel des abnehmenden Mondes stand im alten Ägypten für den Mondgott Jah und das Ende des Tages, was auch als das Ende des Lebens interpretiert werden kann.

Auch sehen wir hier vier verschiedene Hieroglyphenfolgen, welche immer wieder an den Tempelwänden vertreten sind. Es handelt sich dabei übersetzt um die Worte „Niels“, „Zissa“, „Gair“ und „Hainrk“. Nur eine dieser Botschaften ist für mich deutlich und das ist das Wort Niels, wobei es sich um den federführenden Designer der Themenwelt LEGO Adventurers handelt: Niels Milan Pedersen. Es ist daher naheliegend, dass die anderen vier ggf. auch Namen von LEGO Designer sein könnten.

Über dieser Tempelwand sehen wir weitere darstellungen von Pharaonen und Priestern. Stets bleibt das Anch-Kreuz und der Hirtenstab ein wichtiges Element. Hier kommt allerdings noch das Auge des Re hinzu, sowie der Skarabäus.

Das Auge des Sonnengottes Re ist ein weiteres Himmelssymbol, welches in der Mythologie der Ägypter für die Sonnenscheibe steht. Der Skarabäus smybolisiert erneut die Wiedergeburt. Wie ihr seht gibt es einen nicht unbedeutenden Teil der ägyptischen Mythologie, die mit dem Totenkult zu tun hat. Im Falle des kleinen Krabbeltiers, ist der Bezug tatsächlich die Entstehung des Lebens aus dem „Nichts“. Dazu muss man wissen, dass die Käfer ihre Eier in Dungkugeln ablegen, welche sie mit sich transportieren. Schlüpfen die Larven „entsteht Leben“ quasi aus Schei… ähm aus dem Nichts.

Die Tempelwand rechterhand unten könnte sogar mein Favorit hier sein. Sie zeigt zentral den Himmelsgott Horus, welcher wie der Pharao auch einen Hirtenstab trägt. Dies kann in Kombination mit dem Anch bedeuten, dass Horus dem verstorbenen Herrscher seine Verantwortung entnimmt und Schäfer des Jenseits ist. Dazu passt es auch, dass er eine Figur, wie „sein Kind“ an der Hand führt. Auch der Skarabäus findet sich hier wieder, sowie ein weiteres Auge.

Aufmerksame Leser werden bemerkt haben, dass es sich hier um eine ikonografisch gespiegelte Version des Auge des Re handelt. Dies ist nämlich das Horusauge, dessen Bedeutung nicht final geklärt scheint, aber meist mit dem Mond in Verbindung gebracht wird. Es sei hier noch lobend erwähnt, dass die Designer sogar daran gedacht haben, dass das Horusauge im Gegensatz zum

Die aufgebäumte Kobra als Stab stellt eine weitere typische Zepterform dar. Sie symbolisiert den Schutz des Trägers durch die Verwendung der Symbolik der Uräusschlange.

Die letzte der vier Tempelwände zeigt uns eine ganze Menge neuer Symbole, auf die ich natürlich auch eingehen möchte. Wo fange ich hier an… vielleicht damit, dass ich es designtechnisch eine schöne Entscheidung finde, hier und da doch eine LEGO-Ästhetik aufzugreifen, obgleich die Symbolik großteils realistisch gehalten ist.

Hier sehen wir den Skarabäus, welcher den Sichelmond wie eine Dungkugel vor sich herschiebt. Die Punchline würde sich hier wieder von selbst schreiben aber ich widerstehe an dieser Stelle mal dem Drang unangebrachte Scherze zu machen.

Der Falke ist erneut ein Symbol für den Himmelsgott Horus und gilt als solcher auch als Beschützer des Königtums in Ägypten.

Zu guter Letzt sehen wir noch die Barke des Sonnengottes Re, mit welcher er jeden Tag über den Himmel fährt und so den Lauf des Tages und der Sonne symbolisiert.

Über dem Eingang des Tempels haben wir zudem auch noch den bedruckten Stein mit der geflügelten Sonne, Symbol des Herrschaftsanspruches im alten Ägypten, welchen wir schon aus anderen Sets kennen.

Ebenfalls bereits gut bekannt sollten uns die bedruckten Kartuschen sein. In diesem Set finden wir alle vier verschiedenen Versionen von ihnen. Zwei am Obelisken neben dem Eingang und zwei im Inneren des Tempels. Sie tragen die Aufschriften „Horus“, „Anubis“, „Chnum“ und „Thoht“, vier Götter der Ägyptischen Mythologie.

In der Schatzkammer haben wir zudem noch die bedruckte 1×4 Fliese mit dem Fluch des Pharaos, welcher uns bildsprachlich zeigt, welches Schicksal Grabräuber zu erwarten haben. Außerdem finden wir hier erneut die Worte „Niels“ und „Zissa“ in Hieroglyphenschrift.

Ebenfalls enthalten ist natürlich die Fotofliese, welche Johnny Thunder und Dr. Lightning am Eingang eines Grabes zeigt. Johnny trägt hier ebenfalls den Krummstab und das Anch-Kreuz bei sich.

Was natürlich in keinem dieser Sets fehlen darf, ist eines der Papyrus-Stücke, welche als Schatzkarten fungieren. Nach wie vor bin ich begeistert vom Detailgrad dieser Elemente und küre sie zu den besten bedruckten Teilen, die LEGO jemals gemacht hat.

Nicht nur sind die Götter, in diesem Fall Horus, sowohl als Bild, als auch in Hieroglyphenschrift zu erkenne, sondern auch die Städtenamen unter der Lupe lesbar.

Unser Abenteuer

Die Dämmerung ist bereits angebrochen und die letzten Sonnenstrahlen lassen den Himmel in einem mystischen orange-rot aufleuchten. Stundenlang sind unsere Helden bereits auf der Suche nach dem mysteriösen Grabtempel durch die Wüste gefahren und haben nichts gefunden. Doch gerade jetzt unter diesem fast unheimlichen Himmel, tut sich ein prunkvolles Bauwerk vor ihnen auf. Sie sind angekommen.

Schnell packen sie ihre Ausrüstung aus und bereiten sich vor. Johnny ist sich sicher, dass sie die beiden Schurken noch nicht abgeschüttelt haben. Besser sie machen sich schnell auf die Suche nach dem Rubin, bevor der Baron und Sam Sinister hier auftauchen.

„Wo habe ich denn mein Vergrößerungsglas?“ fragt der Doktor.

„Aber Doktor, das haben sie doch in der Hand.“

„Achso, ja richtig.“

Und schon rennt der zerstreute Wissenschaftler zu den Grabtafeln an der Fassade des Tempels und nimmt diese genau unter die Lupe.

„Wie interessant! Faszinierend! Eine Sensation!“ hören ihn die drei Abenteurer murmeln.

Gemeinsam machen sie sich daran, den Tempel zu erkunden. Bedächtig setzen sie jeden Schritt. Inzwischen haben sie bereits einige der arglistigen Fallen der alten Ägypter in Aktion erleben dürfen. Daher sind sie besonders vorsichtig.

Direkt hinter dem Eingang werden sie von zwei Skeletten empfangen, deren leere Schädelhöhlen beinahe beobachtend auf die vier herunterschauen.
„Lasst uns lieber schnell weitergehen, bevor mich noch ganz der Mut verlässt.“ sagt Gail.

„Ich bin überrascht, das aus deinem Mund zu hören.“ antwortet ihr Harry leicht spöttig.

„Weißt du, Harry, ich glaube du bist nicht ganz so tough wie du tust und hast selbst Angst.“

„Niemals. Vor nichts.“ grinst der Pilot umgreift den Lauf des Gewehrs aber zur Sicherheit etwas fester.

Als die vier am Ende der Eingangshalle ankommen, hören sie ein kurzes Knarren. Johnny braucht keine Sekunde um zu realisieren, dass das kein gutes Zeichen sein kann. Geistesgegenwärtig packt er den Doktor am Rucksack und Gail am Kragen und zieht die beiden ein paar Schritte zurück. Und keine Sekunde zu früh, denn in dem Moment, als die beiden außerhalb der Gefahrenzone sind, rauscht eine Ladung schwerer Steine von der Decke auf sie herab und verfehlen unsere Helden nur mit knapper Not. Gleichzeitig saust ein schweres Fallbeil von der Seite herab und hätte eine Flucht nach vorne zu einem einschlägigen Erlebnis gemacht.

Selbst Harry erschreckt so sehr, dass es ihm ein lautes „Oh Mist!“ entlockt.

Hämisch blicken nach wie vor die Skelette auf unsere Helden. Der Doktor steht wieder auf, schüttelt den Staub von sich und sieht sich das Ganze näher an.

„Wie interessant. Ein Steinschlagmechanismus. Darin waren die alten Ägypter…“

„…Meister?“ beendet Harry seinen Satz. „Warum konnten die nicht Meister im Kuchenbacken oder Badmintonspielen gewesen sein?“

Vorsichtig steigt Johnny über die Axt und wirft einen Blick ins Innere des Tempels. Fasziniert von all den engen Gängen und den prunkvoll mit Hierglyphen verzierten Sandsteinwänden hält er inne.

„Berühren Sie nicht die Kette, wir wissen nicht, welche tödlichen Überraschungen sich die Erbauer dieses Tempels noch für uns überlegt haben!“ mahnt Doktor Lightning, während Gail und Harry ebenfalls über die Axt steigen.

Nun im Inneren des Tempels angekommen, beginnen sie zu erkunden. Dabei finden sie eine Leiter, die in die erste Etage des Bauwerkes zu führen scheint. Voller Abenteuerdrang beginnen sie, diese zu erklimmen. Doch lange darf ihr Mut nicht anhalten. Kaum sind sie oben angekommen, schickt sie eine sich plötzlich öffnende Falltür beinahe wieder nach unten. Nur knapp können sie ausweichen.

„Ach herrje, das nimmt ja gar kein Ende hier…“ sagt Johnny.

Als er weitergehen will, rechnet er überhaupt nicht damit, dass sich direkt neben der ersten Falltür direkt eine weitere auftut und so rutscht er in die Tiefe. Gerade noch rechtzeitig kann er sich am Rand der Falltür festhalten und wäre Harry ihm nicht sofort zu Hilfe gekommen, wäre das Abenteuer wohl vorbei gewesen.

„Oh Mann! Das kann ja wohl nicht wahr sein, wie konnte ich auf die nur hereinfallen?!“ ächzt der Abenteurer. Harry zieht seinen Freund nach oben.

„Wie wäre es, wenn wir spätestens von jetzt an aufpassen wohin wir treten?“ belehrt er ihn.

„Hey Dok, waren die alten Ägypter auch Meister der doppelten Falltür?“

„Nunja, sie haben in der Tat einige Mechanismen von tödlicher Arglist konstruiert und es bleibt anzunehmen, dass wichtige Kulturstätten auch mit einigen dieser Konstruktionen abgesichert worden sein können. Diese Diskussion ist aber nun nicht mehr rein akademischer Natur. Ich würde sagen, dass…“

„Schon gut, war’n Scherz.“ unterbricht Harry das Referat.

Nachdem sie nun die Falltüren überwunden haben, erblicken sie die schwarze Truhe. Zweifellos, das muss der Pharaonenschatz sein. Als Johnny die Truhe vorsichtig öffnet, leuchtet ihm ein Haufen goldener Münzen entgegen. Es ist so viel Gold, wie es die Wenigsten zu ihren Lebzeiten zu sehen bekommen. Enttäuscht tritt Johnny zurück.

„Kein Rubin… was soll das? Handelt es sich doch nur um eine alte Legende?!“ fragt er laut.

„Ach was, das glaube ich nicht. Dieser Schatz ist wahrscheinlich für Grabräuber hier platziert worden.“ der Doktor greift sich grübelnd an den Bart.

„Als Trostpreis?“

„In gewisser Weise… als Ablenkung.“ antwortet Dr. Lightning. „Wenn die Falltüren oder die Steinfalle die Grabräuber nicht aufhalten, dann tut es vielleicht die lukrative Perspektive eine Truhe voller Gold mit nach Hause zu nehmen.“

Harry schaltet sich ein. „Das sollte uns dann vielleicht auch genug sein? Immerhin haben wir den Tempel gefunden. Ist das nicht Sensation genug?“

Johnny klopft seinem Freund auf die Schulter. „Das hättest du wohl gerne, du Bandit. Vergiss nicht, wir sind keine Grabräuber und wir werden keine einzige Münze aus dieser Truhe nehmen.“

„Du hast ja recht.“ murmelt Harry einsichtig, auch wenn er den Blick noch nicht ganz von der Truhe lösen kann.

Nunmehr sehr vorsichtig gehen unsere Helden weiter. Johnny dreht sich zu Harry um und setzt einen ernsten Blick auf. Harry blickt zurück und in seinen Augen funkelt der Zweifel.

„Ich sollte die Desert Eagle holen. Irgendetwas sagt mir, dass wir die Maschine brauchen werden.“

Gail grinst.

„Oh, traust du dich etwa nicht weiter? Angst, du Harry?“

„Ach Quatsch, ich bin nur… noch nicht gelangweilt vom Leben.“

Johnny schaltet sich in die Unterhaltung ein.

„Du könntest es vor Gail zumindest zugeben, mein Freund. Aber ich gebe dir recht. Vielleicht müssen wir hier sehr schnell weg. Hol das Flugzeug.“

Harry nickt und macht sich auf den Weg.

Zu dritt betreten unsere Helden die große Schatzkammer, die sich beinahe bedrohlich vor ihnen auftut. Der Doktor bewundert sofort die Architektur und vor allem die großen Statuen des Totengottes Anubis.

„Was für ein gewaltiger Raum“ staunt Johnny.

„Faszinierend, solch eine gut erhaltene Grabkammer habe ich noch nie gesehen!“ flüstert der Doktor.

„Und habt ihr schon die zwei steinernen Krokodilswächter gesehen? Hier drüben?“ fügt Gail hinzu.

„Tatsächlich, die, die muss ich aus der Nähe sehen. Eine Sensation!“ Der Doktor ist wieder voll in seinem Element und macht sich sofort daran alles genau unter die Lupe zu nehmen.

„Nicht zu glauben, in diese Steinplatten sind überall Inschriften geritzt.“

„Können Sie die entziffern Professor?“

Der Professor lächelt. „Aber natürlich. Sie haben allesamt mit dem magischen Rubin und seinen Kräften zu tun.“

„Und dahinter, diese zwei riesigen sitzenden Menschenfiguren mit den Schakalsköpfen ist das wieder…“

„Ja, richtig Gail, das ist wieder Anubis der Totengott.“

Und dort, zwischen den Statuen, beschützt von den wachsamen Augen eines Skelettes, erblicken sie ihn. Der große rote Rubin funkelt nur so im dämmerigen Licht.

Vorsichtig untersuchen unsere Helden die Umgebung. Es war zu einfach. So leicht konnte es nicht sein. Und dann plötzlich ertönt ein Knirschen. Johnny tritt einen Schritt zurück.

… und verschwindet.

„Das verstehe ich nicht.“ staunt der Professor. „Johnny ist verschwunden. Und mit ihm der Rubin. Wie kann das angehen?“

Doch viel Zeit darüber nachzudenken bleibt ihnen nicht, denn zwei finstere Gestalten nähern sich.

„Gute Frage Professor. Und ich schlage vor, dass Sie besser schnell eine Antwort darauf finden.“ dröhnt die Stimme des Barons durch die Grabstätte.

„Finger weg!“ Gail sträubt sich, als Sam Sinister ihr seinen Revolver in den Rücken drückt.

„Ich rate Ihnen eines! Schaffen Sie den Rubin wieder her, so schnell wie möglich! Sonst geht es Ihnen und der jungen Dame nämlich schlecht.“ brüllt der Baron.

Der Professor blickt ungläubig auf die Wand und dann wieder auf den Revolver der Gangster.

Da ertönt neben ihm leise die Stimme von Johnny durch die Wand.

„Doktor! Das hier ist eine Art Drehtür. Ich muss sie ausgelöst haben, als ich gegen das Skelett gekommen bin. Sie müssen dem Skelett einen Stoß geben!“

Nachdenklich mustert der Wissenschaftler den Schädel des Skelettes, der bedrohlich auf ihn herabblickt.

„Soso“ murmelt er. „Verstehe.“

„Aber treten Sie dabei nicht auf die Steinplatte auf der das Skelett steht. Sonst drehen Sie sich mit ihm.“

„Aha. Einen Stoß, nicht auf die Steinplatte… wird erledigt.“

Der Doktor gibt dem Skelett den Schubser. Es knirscht und knackt erneut hinter den Wänden und die Drehtür rotiert erneut. Dahinter taucht Johnny mit dem Rubin auf.

„Ah, was für ein Anblick, Johnny Thunder und mein Rubin.“ lacht der Baron.

„Johnny, du darfst ihm den Stein nicht geben! Wir haben so lange danach gesucht. Es darf nicht umsonst gewesen sein!“

„Spielen Sie jetzt lieber nicht die Heldin, Mädchen!“ hämt Sam Sinister Gail an.

Als der Baron auf Johnny zugeht, um ihm den Rubin abzunehmen, wirft der Abenteurer diesen zur Seite. Im gleichen Moment tritt Gail dem finsteren Sam Sinister auf den Fuß und löst sich von seinem Griff. Schnell springen die drei hinter eine der Krokodilsstatuen. Nur einen Moment später beginnt es, Blei zu hageln.

„Geben Sie auf! Wir haben den Rubin und wir sind Ihnen überlegen!“ brüllt Sam Sinister. Doch als er sich umschaut, bemerkt er, dass sich der Baron bereits aus dem Tempel gemacht hat.

„Es sieht so aus, als könnten Sie sich nicht auf Ihre Freunde verlassen, nicht wahr!“ schreit ihm Johnny zurück und feuert seinen Revolver über dem Kopf des Schurken hinweg, sodas Sandstein auf ihn herabregnet.

„Sie sind derjenige, der den Revolver weglegen sollte. Der nächste Schuss ist scharf, Sinister!“

„Sie werden mich nicht aufhalten!“ wild feuernd rennt Sam Sinister in Richtung Ausgang. Johnny nimmt ihn ins Visier. Doch er kann sich nicht dazu bringen, abzudrücken. Sinister mag ein mieser Gangster sein aber Johnny ist kein Mörder, der Rubin wäre das nicht wert.

Und so rennen sie dem Schurken nach, dem mittlerweile auch die Kugeln im Revolver ausgegangen sind.

Als sie draußen angekommen sind, weht ihnen der Wüstensand entgegen. Lautes Dröhnen tönt am Himmel. Der Baron ist wieder da und er liefert sich in seinem Jagdflieger ein erbittertes Duell am Himmel mit Harry Cane in seiner Desert Eagle.

Plötzlich schlägt eine Salve von den Maschinengewehren am Flugzeug des Barons neben ihnen in die Tempelwand. Sandstein splittert ihnen entgegen.

Der Baron setzt zum Sturzflug auf unsere Helden an. Harry weiß, er muss ihn aufhalten. Als sich die Maschine des Barons direkt in seinem Visier befindet, feuert er seine Maschinengewehre. Doch was ist das? Es gibt nur ein klicken! Das Magazin ist leer.

„Oh gottverdammt!“ flucht Harry.

Seiner Möglichkeiten beraubt und mit den Gedanken fest dabei, seine Freunde zu retten, nutzt er die letzte Patrone, die er noch im Magazin hat: Den Desert Eagle selbst. Der Baron kann nicht schnell genug reagieren und so prallen die Flugzeuge aneinander. Die Salve des Bi-Wing Barons verfehlt Johnny, Dr. Lighting und Gail nur knapp. Beide Flugzeuge stürzen in den Wüstensand.

Während Gail und Dr. Lightning sich daran machen, die Wracks zu untersuchen, um den Piloten zu helfen, schafft es Johnny gerade noch, sich an die Fersen des finsteren Sam Sinister zu heften.

Das Heck des Trucks fest umklammernt klettert Johnny mit aller Kraft am Truck entlang. Der Fahrtwind und rauer Wüstensand peitschen ihm ins Gesicht und er hat Mühe den Hut auf dem Kopf zu halten.

Er hat Sinister beinahe erreicht und versucht an der Beifahrerseite in den Truck zu klettern. Doch der finstere Schurke versetzt ihm mehrere Tritte, bevor er Johnny über die Front aus dem Fahrzeug wirft.

Es sieht nicht gut für unseren Helden aus. Sam Sinister tritt auf das Gaspedal und beginnt hämisch zu lachen.

„Das war’s für Sie, Thunder! Sie hätten die Partie aufgeben sollten, als Sie noch konnten!“

Doch gerade als es scheint, als würde Johnny abrutschen ertönt ein schriller lauter Schrei.

Für den Bruchteil einer Sekunde taucht eine gespenstische Gestalt nur schemenhaft in den Frontscheinwerfern des Trucks auf und ein bedrohlicher Schatten legt sich wie eine schwarze Hand über die Wüste.

Sam Sinister reißt das Steuer zur Seite und geht voll in die Eisen. Johnny springt seitlich vom kippenden und wirbelnden Truck ab und fängt sich im Wüstensand ab. Hatte er das gerade wirklich gesehen oder es sich eingebildet?

Bevor Sam Sinister zu sich kommt, entwaffnet ihn Johnny und hebt den auf dem Boden liegenden Rubin auf. Als er den Sand mit der Hand vom Re-Gou streicht, sieht er, wie im Inneren des Rubins ein Glühen zu sehen ist, welches langsam nachlässt. Der Fluch des Pharaos hatte Lord Sinister getroffen und für ihn und seinen Kumpanen wartete sicher schon eine gemütliche Zelle hinter schwedischen Gardinen.

Der Rubin ist gerettet und die Schurken gestoppt. Nun da sich der Staub gelegt hat, geht Johnny zu seinem Freund Harry, welcher vor dem Wrack seiner Maschine steht und das schwer beschädigte Flugzeug mustert.

„Weißt du, sie war schon eine Wahnsinns-Maschine…“ sagt Johnny.

Harry schaut zu ihm herüber.

„Ich hasse dich…“ antwortet er.

Für einen Moment herrscht Stille, bevor Harry beginnt zu grinsen und die beiden Männer in Lachen ausbrechen.

Fazit: 5988 Pharao’s Forbidden Ruins

Das Ende unserer Reise haben wir damit erreicht und was für ein gelungenes Finale dieses Set doch ist. Wer mich kennt oder aufmerksam gelesen hat, weiß, dass es sich hier um mein persönliches Lieblingsset aller Zeiten handelt. Nach diesem detaillierten Blick auf das Modell ist hoffentlich auch klar geworden, warum ich so sehr hinter diesem Modell stehe. Es bietet einfach unglaublich viele Möglichkeiten und niemals zuvor und niemals danach hat LEGO meiner Meinung nach ein so schönes Set herausgebracht. Alle kleinen Details, die Idee, Fahrzeuge, Fallen und Figuren ergeben ein sehr stimmiges Gesamtbild und dieses Set ist alles, was die Adventurersreihe auszeichnet.

Es wird für immer das Set sein, auf welches ich zeigen werden, wenn man mich fragt, wie ein perfektes Set aussehen sollte. Mit allen Charakteren, unzähligen kleinen Mechanismen und zwei tollen Fahrzeugen, sowie einer großen Anzahl an wundervollen bedruckten Elementen, könnte es vollständiger nicht sein. Weiterhin sind auch die vielen Tiere, die wir hier bekommen zu erwähnen. Von Falken über Krokodile bishin zu Skorpionen ist alles dabei. Ich würde ja jetzt gerne noch negative Punkte benennen aber… ich finde beim besten Willen nichts. Normalerweise bin ich gerne bereit strenger mit großen Sets ins Gericht zu gehen, da diese alle Mittel zu ihrer Verfügung stehen haben.

Und wenn ein Set alle seine Mittel nutzt, dann ist es der Tempel von Anubis. Es war mein Lieblingsset als Kind, es hat mich aus den Dark Ages zurückgeholt, als ich es eines regnerischen Abends aus Langeweile wieder entdeckte und es hat mich damit auch hierher geführt. Es ist damit indirekt diesem Set zu verdanken, dass ich mit Acrylmalerei angefangen habe und auch, dass ich Freunde von überall aus der Welt in dieser Community gefunden habe. Damit reite ich nun, mit dem Rubin in meiner Tasche in den Sonnenuntergang aber dieses Abenteuer ist noch nicht ganz vorbei. In den nächsten Artikeln blicken wir nocheinmal auf diese Themenreihe und ich möchte ein wenig über unser Abenteuer reflektieren, sowie ein kleines Special mit euch teilen. Seid gespannt und bleibt neugierig!

Damit bleibt mir nur zu sagen: Archäologen graben in der Vergangenheit, um die Gegenwart zu verstehen. Brick On!

Eure Meinung!

Sagt mir eure Meinung zu diesem Set! Hattet ihr es? Steht es auf eurer Wunschliste oder möglicherweise bereits in eurer Sammlung? Erzählt mir eure Geschichten zu Adventurers, zu diesem Set und auch zu euren Lieblingssets in den Kommentaren! Ich freue mich von euch zu lesen.

Jonas Heyer

Geht mit Johnny Thunder auf die Suche nach den Schätzen der LEGO Geschichte. Von den Gewässern Redbeards geliebter Karibik, über die Helden des Westens, bis hin zu den tapferen Rittern von Richard Löwenherz!

Ein Kommentar Kommentar hinzufügen

  1. Vielen Dank Jonas, für die großartige Arbeit, die du mit diesen Reviews auf dich genommen hast, das Ergebnis ist wirklich grandios und es war jeden Sonntag ein Fest!

    Ich glaube zum Set selbst ist alles gesagt, was gesagt werden musste. Ein geniales Abenteuer an jeder Ecke wo man hinsieht!

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