Mit dem LEGO City 60486 Elektro-Supersportwagen erschien im Januar der alljährliche Sportwagen der Themenwelt: Review des Elektro-Flitzers!
Quasi Jahr für Jahr erscheinen bei LEGO City Sportwagen als kleine Sets für zwischendurch. Das diesjährige Modell ist der 60486 Elektro-Supersportwagen, ein schicker Flitzer in Schwarz und Rot.
Das 109-teilige Set mit einer Minifigur erschien am 1. Januar 2026 für eine UVP von 9,99 Euro. Sowohl Preis, als auch Teilezahl liegen damit im für diese Modelle üblichen Bereich, eben in Taschengeld-Reichweite. (Gut, so gesehen ist auch der 75419 Todesstern in Reichweite. Man muss halt nur entsprechend länger zur Schule gehen… Aber stellt euch nur mal die Freude des Dreizehntklässlers vor, wenn aus dem in der Vorschule angelegten Cent plötzlich tausend Euro geworden sind! Jesus hätte – ohne spinnerte Römer – heute sogar Millionär sein können, und das ganz ohne Günther! Und es steht zu hoffen, dass der gute Schüler im Laufe seiner Schulzeit sogar gelernt hat, wie das angehen kann…)
Zurück zum Elektro-Supersportwagen: Ein ganz ähnliches Konzept eines elektrisch angetriebenen Hypercars verfolgte LEGO bereits 2023 mit dem 60383 Elektro-Sportwagen, und die Farbe des neuen Modells ist direkt vom unmittelbaren Vorgänger, dem 60448 Roten Sportwagen von 2025, gestohlen worden. Was bei der Unzahl Verbrecher in der Stadt niemanden überrascht. Schauen wir nun, ob Sportwagen Nummer X + 1 etwas Neues zu bieten vermag!
Inhaltsverzeichnis
Eckdaten
- Thema: LEGO City
- 109 Teile
- 9,99 Euro UVP
- 1 Minifigur
- Release am 1. Januar 2026
- Zur Bauanleitung 🗺
- Im LEGO Online Shop 🛒
Setumfang


Das Kartonmotiv zeigt den Elektro-Supersportwagen auf der Fahrt durch die Bürohäuser LEGO Citys. Sicher nicht der Ort, an dem ich mit 10.000 PS durch die Gegend führe! Etwas verwundert bin ich aber, dass auf den Bildern nirgends andere City-Sets zu sehen sind, während es heutzutage ja immer häufiger Referenzen an andere Modelle gibt. Aber bei 500 km/h verwischt ja auch jede Erinnerung an die Kollegen!
Im Karton enthalten sind zwei Tüten aus dem allbekannten papierbasierten Kompositmaterial, die hier jedoch nicht nummeriert sind. Einerseits sind es so wenig Teile, dass es keiner Unterteilung in Bauabschnitte bedarf, andererseits traut LEGO seit einigen Jahren der Zielgruppe 5+ nicht mehr zu, Zahlen lesen zu können. (Das meinte ich mit den Fähigkeiten, äh, Skills des Dreizehntklässlers oben!)
Umgekehrt gibt es aufgrund der Altersempfehlung im Set auch keine Sticker – jedoch auch keine exklusiv bedruckten Elemente, nur zwei eher generische. Und schließlich ist das Chassis (7035) lose enthalten und damit durch den Abrieb der Papierbeutel schön eingestaubt. Was mit Plastiktüten nie passiert war… Greenwashing führt eben doch nur zu Whitedusting…
Aufbau
Der Fahrer des Sportwagens (cty1945) ist zwar an sich nett gemacht, aber völlig am Thema vorbei. Wie soll sich der bei Muttern Brick-Phone-Apps entwickelnde Nerd ein solches Wägelchen leisten können?! (Zumindest ohne Glatze wird daraus nichts…) Aber ansonsten gefällt mir die neue Jacke (973pb6440c01), die auch im 60502 Flughafen mit Flugzeug auftritt, gut. Der doppelseitige Kopf (3626pb3516) mit dem verschmitzten Grinsen, wenn der Debugger kapituliert (null Bugs, super!), und dem sanften Lächeln, wenn der Compiler ihm endlich nicht mehr mit Meldungen über undefinierte Pointer auf den Zeiger geht, ist aber das Highlight! (Wie auch der Programmzustand, den der gute Nerd da erreicht hat…)
Wie eine ganze Reihe City-Fahrzeuge seit der Einführung des Elementes 2025, wird auch dieser Sportwagen um ein schwarzes Chassis-Formteil (7035) konstruiert, das dem Modell sofort die zum Bespielen nötige Stabilität verleiht. Solange man nicht zu heiße Rennen spielt, und es schmilzt. Aber dann ist der geneigte Käufer des Sets wieder flüssig…
In der Mitte des Gefährtes kommen vier hellgraue Brackets (7674) zum Einsatz, die dieses Jahr neu erschienen sind, aber schon in einer beeindruckenden Anzahl von Sets auftreten! Und auch ich habe sie schon in MOCs verwendet. (Was niemanden verwundert, der weiß, dass ich einen fast krankhaften Zwang verspüre, neue Teile zu nutzen… Neoelementarismus-Utilitarismus, fachsprachlich gesprochen.)
Für die Radkästen werden vorn schwarze und hinten rote Exemplare des seit 2023 existierenden Formteils (3387) genutzt, die die farbliche Zweiteilung des Supersportwagens durchziehen. Ein Hypercar ist zu teuer?! Gut, dann kaufe ich eben zwei halbe! Blöd nur, wenn der Hersteller meint, er mache keine halben Sachen…
Eine einzige Batterie, die dieses Jahr mit einem neuem, Octan-freien (!!!) Aufdruck (3069pb1455) aktualisiert wurde, soll die Propulsion des Fahrzeuges ermöglichen. Da wird es etwas schwierig mit den 100 km/h, geschweige denn, 500! Schreibt’s, erinnert sich des Rimac Nevera R, und erfährt beim Nachlesen vom Yangwang U9…
Am Heck wird zudem eine 2 x 4-Platte (3020) in Trans-Red eingesetzt, von der später nur noch die Schmalseite zu sehen bleibt. Da das Element neu in der Farbe ist, und sonst nur noch im im März erschienenen 60508 Überfall auf den Polizeizug verwendet wird – als Karosseriebeleuchtung des Gangsterautos – frage ich mich, ob es wirklich nur für diese Sets neu eingefärbt wurde, oder nochmal ein Set erscheint, bei dem diese Form-Farbe-Kombination essentiell ist. Ich will mich aber nicht beklagen, Teile in mehr Farben zu bekommen! (Falls ihr fragt, nee, das Ding habe ich noch nirgends in MOCs genutzt… Es geht mir mehr um neue Moulds; das ist die Subsektion des neokorporalen Neoelementarismus-Utilitarismus)
Front und Heck des Fahrzeugs sind durch Wedges (80177/80178) schön rundgelutscht-aerodynamisch gestaltet, während Kacheln den Übergang dazwischen bilden. An der Seite bieten Dreieckskacheln (35787) Textur, und ermöglichen gleichzeitig den farblichen Übergang von Schwarz zu Rot. An sich gefällt mir die Form gut, nur die zwei teilweise freiliegenden Noppen der dunkelgrauen/schwarzen Unterkonstruktion stören mich etwas.
Noch einige Curved Slopes (7302), die transparent schwarze Windschutzscheibe (3384), und einen Satz farbcodierter Räder (72206pb01) später ist der Elektro-Supersportwagen dann fertig!
Ersatzteile
Zwei Teile bleiben übrig, deren Exklusivität, sagen wir, beschränkt ist. Aber somit umfasst das Set zwei Elemente mehr, und damit einhundertelf. Repunit! (Wenn es sonst schon nichts Bemerkenswertes gibt…)
Finales Modell


Das Auto ist ein typischer Vertreter der City-Sportwagen: Sechs Noppen breit, dreimal so lang, windschnittig, und farblich wenig dezent. Alles Charakteristika, die mir sehr zusagen, und so gefällt mir auch dieses Exemplar hier!
Der Sportwagen ist aus allen Perspektiven gut umgesetzt, und es gibt kaum freiliegende Noppen. Zudem ist die Motorhaube aufklappbar, um an die Batterie zu kommen. Praktisch, wenn sie mal wieder in Flammen aufgeht!
Vergleich mit früheren City-Sportwagen


Ich habe hier mal wieder ein paar der jüngeren City-Sportwagen zusammengestellt: links den neuen 60486 Elektro-Supersportwagen (2026), dann im Uhrzeigersinn den Sportwagen aus den 60396 Tuning-Rennautos (2023), den modernen Sportwagen aus dem 60408 Autotransporter mit Sportwagen (2024), den 60383 Elektro-Sportwagen (2023), den Sportwagen der 60258 Tuning-Werkstatt (2020), und schließlich den 60448 Roten Sportwagen (2025). Was direkt ins Auge fällt, ist die sehr konsistente Formsprache in den letzten Jahren, aber auch die farbliche Varianz. Mit einer Ausnahme: Der letztjährige Rote Sportwagen wirkt fast wie ein Klon des neuen Modells… Beziehungsweise umgekehrt, sollten es die Designer trotz Doctor-Who-Bemühungen noch nicht geschafft haben, durch die Zeit zu reisen.


Im direkten Vergleich könnte man das 2025er-Modell für den Prototypen des 2026er-Modells halten, ist die Form doch fast identisch, und die Farbe nur ein wenig mehr Schwarz gewichen. Aber ansonsten? Räder, Radstand, Windschutzscheibe: alles identisch. Überraschend ist nur, dass die einige Jahre lang durchgezogene Möglichkeit, Front- und Heckpartie der einzelnen City-Autos austauschen zu können, hier keine Verwendung mehr findet, also möglicherweise wieder eingestellt wurde. Da das aber nicht zur Optik beiträgt, ist nicht einmal dies ein wirklicher Unterschied zwischen den Sets! Im Ernst, auch wenn der Rote Sportwagen mittlerweile End of Life ist, hätte ich mir hier erheblich mehr Abwechslung gewünscht, und wenn es nur die Farbe gewesen wäre! Rein optisch gefällt mir die neue Version aber ein Stück besser als die „alte“.
Fazit: 60486 Elektro-Supersportwagen
Zusammengenommen ist der 60486 Elektro-Supersportwagen wieder einmal ein wirklich schön gestaltetes Hypercar, insbesondere die Formsprache gefällt mir gut. Ebenso bringt der Farbübergang von Schwarz zu Rot etwas Varianz in die Reihe.
Sehr bedauerlich ist dagegen, dass Form und Farbe sehr, sehr ähnlich zum Vorjahresmodell sind. Ich habe absolut nichts dagegen, wenn sich Modelle alle paar Jahre wiederholen – es wachsen immer wieder neue City-Fans heran – aber unmittelbar aufeinanderfolgende Sets sollten hinreichend unterscheidbar sein.
Ich bin ja nun wirklich nicht das Maß der Dinge, aber als ich den 60486 Elektro-Supersportwagen auf dem Stapel meiner zu rezensierenden Sets gesehen hatte, dachte ich zunächst, ich hätte den Karton irrtümlich dahingelegt, weil ich ihn als 60448 Roten Sportwagen erkannt hatte – von dem ich in der Tat noch ein unaufgebautes Exemplar besitze, das nun aber keines zweiten Reviews bedürfte… Wenn selbst ich mit all meinen Jahren Erfahrung die Modelle nicht auseinanderhalten kann, wie soll Oma im Spielzeugladen dann sehen, dass dies ein anderes Set ist als das, was sie ihrem Enkel unlängst geschenkt hat? Man kann doch nicht wissen, dass LEGO die Produktpalette so oft ändert wie unser Bundeskanzler seine Politik! Und sich bei beiden trotzdem nichts verbessert!
Auf der Plusseite verbuche ich aber die neu hinzugekommene Spielfunktion der aufklappbaren Motorhaube, die den Nachfolger der (von mir nie genutzten und daher verzichtbaren) austauschbaren Front- und Heckpartie bildet. Ebenso ist die Minifigur eigentlich schön gestaltet, nur leider in Geek-Optik nicht wirklich zum Thema eines Supersportwagens passend.
Zuletzt: Dass die UVP noch immer bei 10 Euro liegt, ist fantastisch! LEGO hat bei City letzthin spürbar die Preise erhöht – wie bei so vielen anderen Themenwelten – aber zum Glück die Einsteigersets bei der altbekannten UVP gehalten, und das, auch ohne die Teilezahl zu verringern.
Insgesamt kann ich das neue Hypercar sehr empfehlen, wenn es euer (oder eures Kindes) erstes ist. Wenn ihr/er aber das letztjährige Modell schon habt, braucht es das neue nicht unbedingt. Da gibt es genug andere Sets mit Fahrzeugen im Sortiment, die mehr Abwechslung bieten (etwa das 60487 Gelbe Taxi).
Bewertung
| Positiv | Negativ |
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Benotung 🎵
| Gesamtnote: 8 |
Von 1 (mau) bis 10 (wow) |
Eure Meinung!
Wie gefällt euch der neue Sportwagen? Hättet ihr euch ebenfalls etwas mehr Unterschiede zum letzten Modell gewünscht oder stört ihr euch nicht an Wiederholungen? (Das ist dann die Zielgruppe der heutigen TV-Produzenten…) Äußert eure Meinung zum Set gern in den Kommentaren!



















