LEGO City 60408 Autotransporter mit Sportwagen im Review

LEGO City 60408 Autotransporter mit Sportwagen | © Simon Brandt

Nach zehn Jahren erschien im Juni 2024 bei LEGO City endlich wieder ein Autotransporter: der 60408 Autotransporter mit Sportwagen im Review.

Vor einiger Zeit, genauer gesagt, am 1. Juni 2024, hatte LEGO endlich ein Einsehen mit Fans wie mir: Schon lange hatte ich mir einen Nachfolger des 60060 Autotransporters von 2014 gewünscht, und mit dem LEGO City 60408 Autotransporter mit Sportwagen erfüllten mir die Designer diesen Wunsch! (Den 60305 Autotransporter von 2021 ignoriere ich „aus Gründen“…)

Das 998-teilige Set enthält vier Minifiguren, und damit mehr als für einen Transporter eigentlich nötig. Zwecks Spielspaßes sind aber auch die drei enthaltenen Autos mit Fahrern besetzt. Bei einer UVP von 99,99 Euro ist der häufig erwartete Teilepreis von 10 Cent quasi perfekt erfüllt!

Und, gleich vorweg: Ich bin mit dem Review etwas arg spät dran, der Autotransporter wird Ende 2025 End of Life gehen. Ab auf den Schrottplatz mit ihm! Ach, das Review steht ja auch noch aus… Aber eins nach dem anderen, starten wir nun mit dem einen Ende des Lebenszyklus von Autos!

Eckdaten

Setumfang

Before imageAfter image

Das Motiv auf dem cityblauen Karton ist recht unspektakulär gestaltet und zeigt den Autotransporter lediglich auf irgendeinem Parkplatz in der Innenstadt, vermutlich vor einem Autohaus stehend. Auf der Rückseite sehen wir den Sattelzug dann in voller Fahrt begriffen, mit 50 km/h durch LEGO City! Zudem werden die Spielfunktionen gezeigt, darunter auch die vor wenigen Jahren eingeführte Möglichkeit, viele City-Autos ihrer Front- und Heckpartie zu berauben, um sie nach Belieben austauschen zu können.

LEGO City 60408 Autotransporter mit Sportwagen: Setumfang

Mit neun Bauabschnitten ist das Set durchaus umfangreich. Drei kleine Bauanleitungen gehören zu den Autos, eine große (und mit 140 Seiten sehr dicke) zum LKW. Dazu liegt ein kleiner Stickerbogen bei, der zweien der Autos und der Zugmaschine einige Details verleiht.

Aufbau

Wie beginnen beim Aufbau mit dem Elektro-Sportwagen und hangeln uns dann über das Muscle-Car hin zum Lowrider. Klassische Klimax des LEGO-Bauens. Danach beginnt die Mammutaufgabe, den Autotransporter selbst zu bauen, was überraschend (und erfreulich!) lange gedauert hat.

Elektro-Sportwagen

Eine nicht mehr ganz taufrische, aber immer noch sportliche Dame (cty1812) begeistert sich für E-Sport, und hat deswegen im Internet einen E-Sport-Wagen bestellt. Als DLC gedacht, war die Überraschung dann groß, als der Transporteur mit der Ware vorfuhr. Tja, da hat wohl jemand den Punkt in der Preisangabe als Komma gelesen…

Schaut man sich aber ihren modischen Trenchcoat (973pb5303c01) an, scheint sie genug Wohlstand angehäuft zu haben, um sich den Fehler leisten zu können. Hey, ihr Enkel wollte kürzlich das Doppelte, wegen plötzlicher finanzieller Schwierigkeiten. Sein Kumpel hatte die Scheine dann entgegengenommen, auch wenn ihr die dunkle Gasse am späten Abend etwas unheimlich vorkam.

Ihre neue Errungenschaft kann sich aber sehen lassen! Klar, der Motor fehlt, aber dafür ist die Karre orange! Und wie spannend wäre so ein Elektromotor auch? Na also. Besonders gut gefällt mir die Aussparung an den Seiten, die durch einen Bogenstein (70681) erreicht wurde. Ansonsten baut sich das Wägelchen wie jedes moderne City-Auto, simpel Stein auf Stein. Hervorheben möchte ich noch die Zahnstangen (3743) des Kühlers hinten und den transparent hellblauen Scheinwerferstreifen.

Insgesamt ist die Form des Autos wirklich gelungen, stromlinienförmig und modern. Die transparent schwarze Windschutzscheibe (3384) trägt natürlich einen guten Teil zur frischen Optik bei, und wird am Heck per Wedge (47753) in ihrer Form gelungen weitergeführt. Kurzum: schönes Auto!

Muscle-Car

Etwas mächtiger mag die Dame hier (cty1813) ihr Auto, hat sie sich doch für ein Muscle-Car entschieden. Ihre Jacke (973pb2066c02) ist zwar alles andere als selten, aber passend leger, wie auch ihre Frisur (36060).

Sehr stylish ist auch ihr Auto selbst, das in einem kräftigen Lila lackiert ist. Gleichzeitig werden hier drei der Aufkleber benötigt, um dem Flitzer ein paar komplizierte Decals zu geben. Und ja, auch in echt sind das Klebefolien! Besonders die fünfeckige Kachel (22385) ist eine fantastische Wahl für die Lufthutze vorn!

Die Form des Autos ist schön kantig, mit einem kleinen Spoiler (für die Filmabende mit ihrem Holden, dessen einziger Fehler ist, schlecht und recht Brecht studiert zu haben).

Schaut ihn euch an, den Wagen: rasant, böse, von nie verzeihender Wut getrieben. Sieg oder Sieg! Etwas anderes kennt er nicht! Und seine Fahrerin ebenso. (Muss ich betonen, dass ich das Muscle-Car grandios finde?)

Lowrider

Ebenfalls nicht mehr ganz jung, aber noch jugendlich cool. Stahlkette, silbern glänzende Zähne, ein lässiges Grinsen im Gesicht, Geheimratsecken im gefärbten Haar (21268) und das Logo des Rennstalls vom 60408 Autotransporter mit Rennwagen unter der Lederjacke (973pb5565c01). Dieser Typ (cty1814) fährt auf Sieg oder gar nicht! Die einzigen Nieten, die er kennt, sind an seiner Jacke! Und seine Konkurrenten, natürlich. Wobei, Konkurrenten? Phhh… Die doch nicht!

Sein Auto ist genauso jung wie er, und da die Augen nicht mehr ganz mitmachen, musste er das Innere recht bunt ausstatten, zwecks Kontrastes bei der Reparatur. Aber sein Führerhaus ist in schönem, rotem Leder gehalten. So sieht er jederzeit rot.

Während die vordere Hälfte der Karosserie gelb ist, ist das Heck komplett in pechschwarzem Schwarz gehalten. Flammen züngeln an der Seite entlang, so schnell ist der Lowrider unterwegs!

Zum allerersten Mal bei LEGO City haben die Designer die Hinterräder der Limousine verkleidet, um den Eindruck eines 50er-Jahre-Chevrolets zu erreichen. Die Hinterräder wirken zwar etwas lustig, so klein, wie sie sind – man sieht sie hernach ja aber auch nicht mehr.

Kaum Bodenfreiheit, dafür alte Scheinwerfer und ein fettes Heck: Der Lowrider hat sich in meiner persönlichen Liste der besten City-Fahrzeuge einen Platz ganz weit vorn erkämpft!

So, LEGO, jetzt wünsche ich mir einen 57er Bel Air, 58er Impala oder 59er Eldorado als Speed Champion! (Ja, ich stehe auf Heckflossen!)

Zugmaschine

Der Zugmaschinenfahrer (cty1815) trägt eine nette Jacke (973pb3162c01) und Kappe (2514), die aber beide nicht mehr selten sind. Irgendwie wirkt der Typ aber eher wie der Ganove von nebenan als wie ein Fernfahrer. Aber vielleicht arbeitet er ja für eine Autoschieberfirma, dann passt das beides zusammen.

Die Zugmaschine verfügt sogar über einen angedeuteten Motor aus Rollschuhen (11253), der mir gut gefällt. Zudem möchte ich auf die 2024 neu eingeführte Sattelkupplung (3779) hinweisen, die ihren Zweck vorzüglich erfüllt!

Im Anschluss bauen wir das Führerhaus, das über zwei Sitzplätze verfügt, wenngleich leider ohne eigentliche Sitze. Ebenso fehlen Türen, deren Absenz ich aber aufgrund des stattdessen eingesetzten zweifarbigen Streifens akzeptiere, sieht die Kombination aus Schwarz und Dark Azure doch grandios aus! Allgemein gefällt mir die zerklüftete Front gut, während viele City-LKW da traditionell recht langweilig aussehen.

Einen Punkt aber kann und will ich nicht verzeihen: Der Fahrer hat keine Kaffeetasse. Das Markenzeichen der Fernfahrer, Polizisten, Feuerwehrleute und vieler Charaktere mehr fehlt hier. Absolut indiskutabel intolerabel!

LEGO City 60408 Autotransporter mit Sportwagen: Zugmaschine

Zuletzt bekommt die Zugmaschine ein Dach. Das Formteil (61484) dafür existiert seit 2008, ist aber bisher in nur 28 Sets erschienen, hauptsächlich LKW und Wohnmobilen. In Dark Azure ist es hier neu und bisher exklusiv. Und: Die Einführung des Elementes zahlt sich aus, die Zugmaschine sieht fantastisch aus! Dazu tragen auch die neuen, etwas dickeren Reifen (5033) bei, die 2024 bereits mehrere Trucks optisch aufgewertet haben.

Sattelauflieger

Für den Sattelaufleger bauen wir zunächst das Heck mit den Achsen, wo abwechselnd rote und weiße Platten Warnstreifen bilden. Diese Bautechnik wurde 2023 mit der 60386 Müllabfuhr eingeführt und ist noch immer sehr effektiv!

Im Anschluss werden vorn zwei 10L-Achsen (3737) angebracht, deren Sinn ich zunächst in einem Versuch der Stabilisierung gedeutet hatte, ohne dass mich die Erklärung sonderlich überzeugt hätte. Erst ganz zum Ende des Aufbaus wurde klar, dass sie die maßgebliche Funktion des Aufliegers tragen. Welche das ist? Tja, da müsst ihr euch noch bis zum Ende des Aufbaus gedulden! (Und wehe, ihr springt jetzt gleich dahin! Ich merke das!)

Der vordere Teil des Aufliegers wird nun mit den Technic-Achsen verbunden, und auch er verfügt über Warnstreifen. Das bunte Innenleben wird aber noch verkleidet. Also: nicht über Fehlfarben jammern, bauen!

Wie versprochen, folgen die karnevalesken Tendenzen des Sets, will sagen, die Verkleidung vom Autotransporter. Dunkelazurne Platten und verschiedene schwarze Elemente wiederholen das Farbschema des Modells, während mit hellgrauen Käsereiben (61409) Halterungen für die Autos gebildet werden. Am Heck folgt schließlich die Auffahrrampe, die dank der noch ziemlich neuen 6 x 1-Schrägsteine (4569) eine schön flache Steigung besitzt.

Nun folgt der eigentliche aufliegende Teil des Aufliegers, der vorn leicht abgerundet ist. Zudem bauen wir die Stützen, damit der Auflieger auch auf eigenen Beinen stehen kann! Nur wenn er losläuft, wird es kritisch. Entweder haben wir einen Beweis für schwarze Magie – oder waren kräftig durstig. Im Zweifel sind es die Anderen. Also schwarze Magier. Diese experimentieren bekanntlich mit Dunkler Materie, und da die Stützbeine schwarz sind, ziehen sich die Teilchen gegenseitig an. Die Dunkle Materie wiederum lässt Schwarze Materie lebendig scheinen. Denn: Dunkel mal Schwarz gleich Hell, also Weiß, also Weisheit, also Leben. Nicht? Beweist mir das Gegenteil!

Die untere Ebene des Aufliegers ist nun fertiggestellt und gefällt mir schon einmal hervorragend! Die schwarzen Technic-Schrägsteine (2744) am Übergang zwischen den beiden Niveaus sind übrigens erst seit 2020 wieder in Schwarz im Sortiment, nachdem sie in den Neunzigern häufig eingesetzt worden waren, dann aber vom Markt verschwunden waren, von einem kleinen Cameo-Auftritt um 2010 einmal abgesehen. Das erklärt, warum ich überrascht war, die Teile mal wieder zu sehen, nachdem man den paar Exemplaren in meiner Sammlung deutlich ansieht, dass sie älter sind als ich.

Bei den vorderen Stützstreben für die obere Ebene bin ich nicht ganz überzeugt, dass sie wirklich so mächtig sein müssen, sie wirken mir etwas zu dick. Und bei LEGO-Sets darf ich das ja sogar schreiben, anders als bei Menschen…

Nun folgt die obere Ebene, für die Fahrer mit hohem Niveau. Fragt sich nur, wer sich davon angesprochen fühlt… Niewoh? Wat’n dat?

Vergleichen mit der unteren Ebene lässt sich diese hier erheblich schneller bauen, und bildet mit den Stützstreben zusammen den Inhalt einzig der Tüte Neun. Trotzdem ist die Optik auch hier gelungen.

Nun fehlt nur noch, die Ebene anzubringen und mit den hinteren Streben zu stabilisieren, dann sind wir fertig! Und jetzt seht ihr vielleicht auch besser, warum mir die vorderen Streben nicht ganz zusagen: Die hinteren wirken im Vergleich so unglaublich dünn, als wären sie seit Jahren auf Diät. Und das hat noch niemandem genützt. Außer Politikern, bei denen sich der umgekehrte Effekt eingestellt hat…

Ersatzteile

LEGO City 60408 Autotransporter mit Sportwagen: Ersatzteile

Neben einem dunkeltürkisfarbenen Steinetrenner (96874; wann kommt der eigentlich mal in einer neuen Farbe?) liegen 32 Ersatzteile bei. Über die Elemente in Dark Azure und Silbertönen freue ich mich besonders, während der Rest eher Standardware ist.

Finales Modell

LEGO City 60408 Autotransporter mit Sportwagen: Finales Modell

Und hier ist er: der fertiggestellte Autotransporter. Er bietet Platz für vier Autos und ist mit dreien bereits gut gefüllt. Und außer den Stützen ist es ein wirklich phänomenales Set!

Von hinten sieht der Sattelzug ebenfalls sehr gelungen aus. Und nun kommt die angeteaserte Funktion: Wie es sich gehört, ist die obere Ebene klappbar, damit die Autos hinunterfahren können (oder zunächst einmal hinauf). Dazu ist das hintere Stützenpaar beweglich gelagert und gleitet auf den beiden Technic-Achsen nach vorn. Während der Fahrt werden sie über Clips stabil befestigt, lassen sich aber ohne größere Kraftanstrengung lösen und dann verschieben. Das Ergebnis: Die Ebene klappt herunter, da die vorderen Stützen stabil perpendikulär befestigt sind. Und dank einer durchdachten Konstruktionsweise klappt die Ebene genau in den Spalt zwischen der Auffahrrampe und dem Rampenstück der unteren Ebene, sodass die Fahrzeuge nur einen winzigen Absatz überwinden müssen. Sehr gelungen!

Detailbilder

Sieht gut aus, das Teil, was? – Nein? RAUS!

Hier seht ihr einmal den Klappmechanismus genauer. Er funktioniert wirklich überraschend gut!

Die Adleräugigen unter euch werden es bereits beim Aufbau anhand der Kacheln gesehen haben (oder haben auf den Karton geschaut): Das Führerhaus ist klappbar! Dieses Feature gibt es nur bei ganz wenigen City-LKW, und ich erinnere mich noch gut, dass ich mich riesig gefreut hatte, 2009 beim 7686 Transporter mit Hubschrauber zum ersten Mal eine aufklappbare LKW-Motorhaube zu haben, hier nun haben wir eines der Beispiele für eine europäische Zugmaschine mit komplett klappbarem Führerhaus.

Jedes der drei Autos ist absolut gelungen, sodass wir hier einen schönen Streifzug durch die Geschichte der Automobile haben. Der Lowrider bleibt aber mein Favorit, weil es der erste Vertreter seiner Art ist, während Elektro-Sportwagen und Muscle-Cars schon einige Male erschienen waren, nicht zuletzt in der fantastischen 60415 Verfolgungsjagd mit Polizeiauto und Muscle-Car.

Vergleich mit dem 60060 Autotransporter

LEGO City 60408 Autotransporter mit Sportwagen: Vergleich mit dem 60060 Autotransporter

Zuletzt möchte ich noch einen Vergleich mit dem zehn Jahre älteren 60060 Autotransporter anstellen: 2014 erschienen, verfügt er über 342 Teile und zwei Minifiguren für 29,99 Euro UVP. Jetzt haben wir 982 Teile und vier Minifiguren für 99,99 Euro UVP.

Ich habe mich damals sehr gefreut, meinen ersten Autotransporter in Händen zu halten, und bis heute gehört er zu meinen Lieblingssets (auch wenn es da immer mehr werden…). Und man sieht deutlich, dass die fast verdreifachte Teilezahl im neuen Set auch genutzt wurde: Der Truck ist viel mächtiger, detaillierter, stabiler und größer. Außerdem sind die Autos nun in der regulären Breite von 6 Noppen gebaut, statt wie damals 4 Noppen zu nutzen.

Während die Optik heutzutage also um Klassen besser ist, muss ich trotzdem sagen, dass das alte Set im Prinzip genügt! Es ist ein Autotransporter, wir haben zwei Autos – also alles, was es zum Spielen braucht! Denn so schön hyperdetaillierte Sets auch sind, kommen sie eben auch mit dem entsprechenden Preisschild. Und da ist LEGO City 2024 etwas eskaliert: Die Sommerwelle war so teuer wie selten, bedingt durch die immense Vielzahl Sets, die (leider?) auch zum allergrößten Teil phänomenal aussahen! Und so muss ich an dieser Stelle doch anmerken, dass es ein etwas kleinerer Autotransporter auch getan hätte.

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Fazit: 60408 Autotransporter mit Sportwagen

Zusammengenommen liefern die Designer hier wieder einmal alles ab: einen wunderschön gestalteten Autotransporter als Hauptmodell, drei grandiose Flitzer als Nebenmodelle. Bei den Autos kann ich gar nicht genug betonen, wie sehr mir der Lowrider gefällt, aber auch der Elektro-Sportwagen und das Muscle-Car sagen mir zu. Besonders schön ist die Vielfalt im Automobildesign, anders als beim 60060 Autotransporter mit zwei Klon-Autos.

Am Sattelzug selbst gibt es genau zwei Dinge auszusetzen: Die vorderen Stützen sind mir zu dick, was der Optik minimalen Abbruch tut, und die Kaffeetasse des Fahrers fehlt. Ja. Tatsächlich. Ich hoffe, der verantwortliche Designer wurde zur Strafe für vier Monate hinters Lenkrad gesetzt, damit er lernt, wie wichtig Kaffee für Fernfahrer ist! Also wirklich. So etwas zu vergessen. Ich hoffe, das passiert nie, nie wieder!

Aber im Ernst, das Modell ist rundum gelungen, vor allem mit der Klappfunktion der oberen Ebene und der des Führerhauses. Nur die Minifiguren sind etwas generisch, mangels neuer Teile für sie. Trotzdem sind gerade die drei Autofahrer gut auf ihr Gefährt abgestimmt worden!

Zum Schluss die leidige Preisdiskussion: Ich wollte mir den Transporter nie zur UVP kaufen, weil sie mir deutlich zu hoch für einen bloßen LKW erschien (während der 60440 Sattelzug ja mit etlichen exklusiv bedruckten Teilen kam). Leider gab es das Set, als ich geschaut hatte, selten mal für die anvisierten circa 65 Euro, die es mir wert erschien. Nun, nach dem Aufbau, taxiere ich es auf rund 75 Euro als passenden Zielpreis. Wenn ihr das Set also noch wollt und irgendwo einigermaßen günstig findet, nehmt es mit! Aber, wie gesagt, es geht Ende des Monats End of Life – bei LEGO selbst ist es bereits vergriffen. Und ich bleibe dabei, ein etwas kleineres Modell wäre nicht von Schaden gewesen, um einen niedrigeren Preis zu erreichen. Für das, was er ist, ist der Autotransporter aber eines der besten Sets von 2024! Und das sage ich angesichts der immensen Konkurrenz nicht leichtfertig…

Bewertung

Positiv Negativ
  • Sehr schöner Autotransporter
  • Hervorragende Autos
  • Erster Lowrider LEGO Citys
  • Klappfunktion der oberen Ebene und des Führerhauses
  • Zu dicke Stützen vorn
  • Keine Kaffeetasse
  • (Etwas großes Modell)

Benotung 🎵

Gesamtnote: 9
  • Umfang & Bauspaß: 10
  • Optik & Farben: 10
  • Minifiguren: 8
  • Bespielbarkeit: 8
  • Preis/Leistung: 8

Von 1 (mau) bis 10 (wow)

Eure Meinung!

Wie gefällt euch der Autotransporter mit Sportwagen? Habt ihr ihn euch inzwischen zugelegt? Oder sagen euch City-LKW nicht zu? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare!

Simon Brandt

Seit frühester Kindheit begeisterter LEGO-Fan und sammelt vor allem City und Creator.

4 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Mir gefällt das Set ausgesprochen gut! Der Umfang stimmt, die Farben sagen mir zu und gerade die Fahrerkabine finde ich richtig schnittig. Gefühlt wird hier mehr geboten, als ich von einem „normalen City-Set“ erwarten würde. Danke für die umfangreiche Vorstellung dieses EOL-Sets, Simon!

  2. Hallo,
    ich bin wohl etwas aus dem Thema raus. Welche Gründe sind die erwähnten „aus Gründen“ für das Stillschweigen zum 60305 Autotransporter? Ich habe damals das Hellgrün auf Rot getauscht – also auf rot-grün-weiß, die Oktan-Farben – und finde ihn immer noch toll.
    Ein schönes Review ansonsten!
    Viele Grüße

    • Der Grund ist nur, dass das Set zu einer Zeit erschienen war, als bei City sehr viele primitive Sets erschienen waren, und mir die 60305 auf Anhieb nicht gefallen hatte. Ich „weigere“ mich manchmal, solche Sets als Teil meiner Lieblings-Themenwelt anzusehen. Das kann man als Leser nicht wissen.

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