Beim BrickLink Designer Program Series 10 hat die Abstimmphase begonnen! Mit dabei ist mein MOC „Grandparents’ Visit“: Vorstellung im Detail.
Bereits zum zehnten Mal dürfen Fans nun über ihre favorisierten LEGO MOCs im BrickLink Designer Program entscheiden: Die BDP Series 10 geht in die Abstimmphase!
Seit der Freischaltung der Teilepalette im November konnten die Fandesigner digitale Modelle entwerfen, und diese Ende Januar einreichen. Jetzt seid ihr gefragt: Welche Entwürfe verdienen ein „Like it“? Welche ein „Love it“? Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern, schauen wir zunächst nochmal kurz auf den Ablaufplan, bevor ich euch meine eigene Einreichung vorstelle!
Tipp: Um keine LEGO News und Angebote zu verpassen, abonniert gerne unseren WhatsApp-Kanal und aktiviert für regelmäßige Updates die Glocke 🛎️.
Inhaltsverzeichnis
Ablaufplan
Vom heutigen 9. Februar bis zum 20. Februar 2026 könnt ihr alle Modelle bewerten. Basierend auf der Anzahl Stimmen werden dann bis zum 19. März die fünf Gewinnermodelle ausgesucht, wobei auch etwa die Passung ins aktuelle Produktportfolio ein Auswahlkriterium ist.
Vom 1. April bis voraussichtlich zum 4. Januar 2027 werden die glücklichen Gewinner dann ihre Modelle überarbeiten, vor allem bezüglich der Stabilität. Außerdem werden erfahrungsgemäß einige neuere Teile eingebracht, die noch nicht in der Teilepalette enthalten gewesen waren, dafür weichen ältere. Im Februar 2027 startet dann das Crowdfunding der Modelle, bis sie schließlich im Juli 2027 produziert und versandt werden.
Stammleser werden das Prozedere inzwischen zur Genüge kennen, und auch ich habe das Gefühl, das jede Woche zu schreiben. Warum? Da alle vier Monate eine neue Runde im BrickLink Designer Program beginnt, laufen so viele Runden parallel, dass ständig neue Termine anstehen. Und so beginnt am 16. Februar 2026 das Crowdfunding für Series 7, zu der ich euch auch noch eines der Sets im Review vorstellen werde. Am 1. Juni folgt Series 8, am 7. Oktober dann Series 9.
Grandparents’ Visit
Nun aber zurück (oder voran?) zu Series 10! Zum ersten Mal seit Series 6 habe ich wieder Zeit gefunden, selbst ein Modell einzureichen, ebenso treffend wie „kreativ“ Grandparents’ Visit (Besuch der Großeltern) geheißen.
Überblick
- Thema: LEGO BrickLink Designer Program
- 4.000 Teile
- 5 Minifiguren plus Baby
- Viele Tiere
- Sehr viele bedruckte Teile
- Keine Sticker
- Crowdfunding vom 9. Februar 2026 bis zum 20. Februar 2026
- Bei BrickLink
Ich wollte mit dem Modell die gemütliche Idylle eines sonntagnachmittäglichen Besuchs der Großeltern einfangen. Opi schaut den Karpfen im Teich zu, Omi erntet Gemüse, Papi richtet die Veranda für den Festschmaus her, Mami kocht ihn gerade, das Baby schaut glucksend zu, und Sohnemann schaukelt im Garten vor sich hin.
Das kleine Einfamilienhäuschen ist zwar nicht mehr im besten Zustand, aber gemütlich eingerichtet. Umgeben von einem großen Garten, bietet es alles, was so eine kleine Familie zum Leben braucht. Im Erdgeschoss haben wir Küche, Ess- und Wohnzimmer, im Obergeschoss Schlaf- und Spielzimmer. Selbst ein kleines Bad gibt es, wenn auch draußen im Schuppen.
Beim Gestalten des Hauses habe ich wieder einmal schnell bemerkt, wie teileintensiv ein hoher Detailgrad ist. Ursprünglich hatte ich geplant, ein Modell von etwa 2.500 bis 3.000 Teilen zu bauen. Stattdessen bin ich nun, nachdem ich einige Ideen sogar habe streichen müssen, auf das absolute Maximum, das erlaubt ist, gekommen: 4.000 Teile! Dabei umfasst der Garten 1.502 Teile, das Erdgeschoss mit Veranda, Treppe und Schuppen 1.509 Teile, das Dachgeschoss 464 Teile und das Dach 525 Teile.
Die Teilepalette bot eine ganze Reihe bedruckter Teile, viele davon aus den 2026er-Neuheiten, und dazu diverse neue Tiere und Pflanzen. Von diesen Elementen habe ich besonders regen Gebrauch gemacht, und so tummeln sich im Garten zahlreiche Vögel, darunter auch Tauben und Enten; ein Eichhörnchen, eine Ratte und ein paar Kätzchen. Im Inneren haben wir zwei Hunde, sowie, als Plüschtiere, einen Polarfuchs und ein Einhorn.
Da exklusiv für BDP-Sets bedruckte Teile nicht möglich sind, sondern stattdessen Sticker genutzt werden müssten, habe ich komplett auf eigene Motive verzichtet und ausschließlich bedruckte Elemente genutzt. Das heißt, es gibt keinerlei Sticker im ganzen Modell!
Garten
Nach vorn hin wird das Grundstück durch einen Zaun abgeschlossen, der schon mal bessere Zeiten gesehen hat. Wir haben ein bisschen Gerümpel, einen Briefkasten und vor allem einen wenig hilfreichen Wegweiser. „Du bist hier.“ Schön. Und nun?
Auch der Weg zum Eingang, dessen Vordach etwas fernöstlich wirkt, ist arg in Mitleidenschaft gezogen worden, und bis heute nicht repariert worden. Immerhin versprüht ein Blumenkübel mit blühenden Blumen frische Farbe.
Links des Häuschens befindet sich ein kleiner Fischteich mit einigen Karpfen, Enten und einem Frosch. Und es könnte sein, dass sich unter dem Frosch ein kleines Easter Egg befindet… Ich hätte gern erheblich mehr Pflanzen hingebaut, das Teilebudget hat mir aber leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Für den Jungen haben wir einen kleinen Sandkasten, der in einem 36,87-Grad-Winkel angeschrägt ist. Kommt euch die Zahl bekannt vor? Genau, das ist einer der Winkel in dem Dreieck, dessen Seitenlängen 3, 4 und 5 Noppen messen. Sprich: das simpelste pythagoreische Tripel. Das ermöglichte es mir, den Sandkasten an vier Punkten befestigen zu können, statt nur an einem. Die Alternative, eine Drehscheibe, war mir zu labil.
Natürlich hat der Junge auch eine Schaukel zur Verfügung (die zweite ist fürs Schwesterlein, wenn es einmal alt genug ist)! Auch dieses Gerüst ist angewinkelt, diesmal um 53,13 Grad. Ebenfalls das 3-4-5-Dreieck, diesmal aber der andere spitze Winkel. Dadurch wird die Struktur im Garten schön aufgelockert. Und wie es aussieht, interessieren sich einige Kätzchen für die Schaukel! Nur eines nicht, das lieber ein Garn spinnt.
Hinter dem Haus haben wir einen Schuppen, in dem sich das Mini-Bad befindet. Links ist die Toilette eingebaut, rechts die Dusche. Zwischen Schaukel und Schuppen sollte ursprünglich noch ein Baumhaus entstehen, dieses fiel aber der Beschränkung der Anzahl Teile zum Opfer. Baum fällt! …zum Opfer.
An der Rückseite des Hauses führt dann eine steinerne Treppe, die mit einigen Ranken bewachsen ist, nach oben ins Dachgeschoss. Unten steht auch eine Schubkarre, die zum Blumentopf umfunktioniert wurde. Außerdem bilden einige kleine Bäume den Übergang zum Wald, der sich an das Grundstück anschließt.
Vorne rechts endet der Garten mit zwei Gemüsebeeten, in denen Kürbisse und Karotten wachsen. Und wie es aussieht, schmecken diese auch einer vorwitzigen Schnecke! Die muss nur aufpassen, dass Oma sie nicht sieht, sonst nimmt sie kurzerhand die Gießkanne, und schwupps!, steht sie da wie ein begossener Pudel! Die Schnecke, meine ich, nicht Oma. So kurzsichtig ist sie nun auch wieder nicht.
An der rechten Seite des Hauses, das um 67,38 Grad gedreht steht (5-12-13-Dreieck, vielleicht gibt es auch dazu ein kleines Easter Egg…), ist eine hölzerne Veranda angebracht. Auch nicht mehr die jüngste, hält aber noch! Hier haben wir einige Blumenkästen und zwei Stühle an einem Tisch mit Torte.
Die Veranda ist mit diversen Blättern und Ranken überdacht, sodass sie fast regendicht ist. Zumindest an strahlend schönen Sommertagen, wenn die Sonne vom Himmel scheint. Bei Regen setzt sich ja auch niemand auf die Veranda, es regnet ja. (Zirkelschluss? Wie?!)
Erdgeschoss
Im Erdgeschoss gehen Küche, Esszimmer und Wohnzimmer direkt ineinander über. Dadurch konnte ich mir bei dem ohnehin schon geringen Platz die Innenwände sparen. Außerdem kommt man besser an die Figuren, sollte man mit dem Modell spielen wollen.
Das Esszimmer verfügt über einen Esstisch mit karierter Tischdecke, drei Stühle und einige fast antike Holztafeln aus einer ehemaligen Gastwirtschaft als Dekoration. Neben der Tür steht zudem ein Kühlschrank mit gesunden Lebensmitteln. Birne, Kirschen – und Schokolade!
Die typische Einbauküche ist mit Schränken, einem Backofen mit Kochplatte, einer Spüle und einer Spülmaschine eingerichtet. Zudem finden sich hier diverse Kochutensilien sowie ein Beistelltisch. Nur, was für ein Grünzeug ist das?! Das muss gesund sein, das kann doch nicht schmecken!
Das Wohnzimmer schließlich besteht aus nicht viel mehr als einem gemütlichen Sofa, einem Fernseher und einer Stehlampe. Die Uhr ist ererbt, nur für den Fall, dass ihr euch fragt, wie eine sicher nicht auf Rosen gebettete Familie sich so ein Schmuckstück leisten kann! Und sollte einmal der Gerichtsvollzieher kommen, wird er die Uhr sicher nicht bemerken, schaut er doch permanent dahin, um zu sehen, wann der Familie die Stunde geschlagen hat… Und wenn er doch Mätzchen machen sollte, haben wir ja zwei Hunde, die das auch können – nur besser.
Dachgeschoss
Eine Etage höher, direkt unter dem (abnehmbaren) Dach, sind das gemeinsame Schlafzimmer und das Spielzimmer von Bub und Madel untergebracht. Ursprünglich standen hier zwei Babybetten, da die Familie eigentlich Zwillinge haben sollte. Um die Teilezahl zu reduzieren, musste eines der Babys leider ausziehen…
Die Eltern schlafen in einem hölzernen Kastenbett, und scheinen einen überaus seltsamen Kunstgeschmack zu haben. Ich meine, wer hängt sich schon so eine Braut ins Schlafzimmer?! Zumindest, wenn die eigene direkt daneben schläft – sonst natürlich… Aber gut, die eigene Holde ist natürlich auch der Horror! Ey, das war ein Lob, ich mag Vampirinnen!
Für den allerliebsten Sohnemann hat Papilein extra ein Rennwagen-Bett gebaut! Sogar an die Octan-Bettwäsche hat er gedacht! Die ist zwar ein bisschen schmierig, aus dem Jungen soll ja aber mal was werden, und warum nicht Gebrauchtwagenhändler? Da braucht es derlei Eigenschaften, denn kein Mensch, der auch nur die Hälfte seines Verstandes zusammen hat, ließe sich einen Wagen aus dem vorletzten Jahrtausend aufschwatzen! Echt antik! Aus Rom! Gut, made in Cathay… Übrigens, für den Plüsch-Polarfuchs, den Opi gerade mitgebracht hat, musste sogar der Teddy zeitweilig aufs Sideboard ausweichen!
Schwesterlein dagegen schläft für ihr Leben gern. Und so zeigt ihr Bettlaken überdeutlich, dass es sich nach ihr sehnt! Tja, Einhorn, da musst du bis morgen warten, bis du wieder Aufmerksamkeit bekommst! Und selbst dann könnten die Schaumstoff-Bausteine wichtiger sein… Mal schauen, ob das Baby schon einen Turm bauen kann, der größer ist als das Einhorn!
Für den Jungen gibt es dagegen definitiv nichts Wichtigeres als seine Bausteine! Obwohl, wenn man sich den Stapel noch unaufgebauter City-Sets anschaut, könnte man zu einem anderen Schluss gelangen… Baut er gerade noch am Hauptbahnhof, wollen auch ein Bagger, ein Monstertruck, ein Wohnmobil und ein Arktis-Zug entstehen! Kann es sein, dass ich damit mich umgesetzt habe? Nun… Ich sage es einmal so, ich besitze die Sets, habe aber nur den Zug und den Bahnhof noch nicht gebaut. Also kann nicht ich es sein!
Jedenfalls: Ja, die Teilepalette in der aktuellen Runde vom BrickLink Designer Program bot viele, viele schöne bedruckte Teile, hier aus der Januar-Welle von City.
Dach
Das Dach schließlich ist größtenteils mit dunkelgrünen Goldbarren (Grünbarren?) gedeckt, die aber auch schon teilweise verwittert sind. Brandneu ist dagegen die Solaranlage auf der Südseite, die fast so viel Strom erzeugt wie ihr Einbau verbraucht hat!
Den Abschluss des Dachfirstes bilden dann zwei Grotesken, außerdem haben wir eine Fernsehantenne für fast störungsfreien Satellitenempfang! Fragt sich nur, was man mit so einem Satelliten anfangen will…
Eure Meinung!
Wie gefällt euch mein MOC? Habt ihr selbst Modelle in der aktuellen Runde vom BrickLink Designer Program eingereicht? Präsentiert diese, wenn ihr wollt, kurz in den Kommentaren und gebt mir gern Rückmeldung zum Besuch der Großeltern!





























