Die Neuheit LEGO Star Wars 75423 Smart Play: Lukes Rot Fünf X-Wing im Review: Was taugt das neue Spielsystem?
Diesen März sind die ersten LEGO Smart Play Neuheiten in den Verkauf gegangen. Das neue interaktive System wird zur Zeit stark diskutiert. War der Startschuss des Smart Bricks in der LEGO Star Wars Themenwelt ein guter Schachzug? Versuchen wir diese Frage zu beantworten indem wir das Set LEGO Star Wars 75423 SMART Play: Lukes Rot Fünf X-Wing einmal genau unter die Lupe nehmen!
Inhaltsverzeichnis
Eckdaten
- Thema: LEGO Star Wars
- 584 Teile
- 89,99 Euro UVP
- 5 Minifiguren
- Release am 01. März 2026
- Zur Bauanleitung 🗺
- Im LEGO Online Shop 🛒
Zusammenbau
Die Verpackung der SMART Play Sets sind etwas anders aufgebaut als die von regulären Modellen. Die Box ist optisch dem interaktiven Stein nachempfunden und ein Deckel lässt sich abnehmen, statt dass die Box von der Seite geöffnet wird. In der unteren rechten Ecke findet sich ein gelber Einleger, in dem der SMART Brick liegt. Dieser ist leider nur in den drei All-in-One Sets enthalten.
Der Zusammenbau ist in acht sehr kurze Bauabschnitte unterteilt. Die Modelle lassen sich dank mehrerer Anleitungen auch gut separat voneinander aufbauen, sodass gemeinsamer Bauspaß kein Problem ist. am Ende eines jeden Hefts werden die SMART Play Funktionen der jeweiligen Gebilde genannt. Auch eine separate Broschüre zum neuen System liegt bei.
Ein Stickerbogen liegt leider ebenfalls bei.
LEGO Smart Play
LEGO Smart Play ist die neue große Technikoffensive des dänischen Herstellers. Im Zentrum steht der Smart Brick, der durch einen Sensor Informationen von verschiedenen roten SMART Tags und spezieller SMART Minifiguren ablesen und eine Reaktion aus Licht- und Soundeffekten abspielen kann. Der interaktive Stein reagiert also auf seine Umgebung und wird auch von Bewegungen und Farbcodes beeinflusst. Der Stein selbst ist nur in den All-in-One Sets enthalten (bisher 75421,75423 und 75427). Darüber hinaus gibt es noch SMART-Play-kompatible Sets, die SMART Minifiguren und SMART Tags enthalten, aber ohne den Stein auskommen. Um die technischen Funktionen zu nutzen, muss also der Stein aus einem anderen Set genutzt werden. Der Stein wird via Induktionscharger aufgeladen und kann via App in Sachen Lautstärke reguliert werden. Ein Adapter für die Steckdose liegt leider wie bei den meisten Smartphones heutzutage nicht bei.
Minifiguren
Der X-Wing enthält zwei SMART Minifiguren, zwei Standardfiguren und eine, die irgendwie dazwischen steht.
Die smarten Helden sind Luke im Pilotenoverall und Leia. Diese sind auf der Rückseite des Torsos durch einen großen Druck und unter den Armen mit Warnhinweisen gekennzeichnet. Arme und Beine sind fest miteinander verbunden, da sich darin die Technik findet. Die Figuren sehen abseits der speziellen ganz normal aus, doch leider stören die sehr auffälligen Hinweise doch ziemlich das Design. Hier hätte zumindest auf der Rückseite auf eine subtilere Kennzeichnung gesetzt werden sollen.
Die beiden Standardfiguren sind ein Sturmtruppler und eine Rebellenmechanikerin. Beide sind nichts Besonderes, können in großer Zahl aber gut genutzt werden, sodass eine Inklusion immer schön ist.
Eine Zwischenglied stellt R2-D2 dar, der dank eines Smart Tags auf der Rückseite auch Reaktionen des Steins verursacht, ohne selbst eine richtige SMART Minifigur zu sein. Die rote Fliese stört das Gesamtbild des Droiden aber ebenso wie die Drucke der Figuren, sodass ich auch davon nicht begeistert bin. Wenigstens kann der Astromech dank eines neuen Körperelements nun auch den Kopf drehen.
X-Wing
Dieser X-Wing dürfte den kleinsten der bisherigen Spielmodelle des Jägers darstellen. Dennoch befindet er sich im oberen Preissegment. Das Design des beliebten Schiffs wirkt sehr zusammengedrückt und scheint vollends auf den SMART Brick ausgerichtet zu sein.
Das Cockpit wurde mit einer neuen Scheibe versehen, die aber leider überhaupt nicht filmakkurat ist und viel zu gedrungen wirkt. Dahinter liegt ein SMART Tag, der die X-Wing Geräusche für den Brick codiert. Auch für R2-D2 hier ist Platz.
Am heck des Schiffs lädt ein roter Knopf zum Drücken ein. Dieser schiebt die gesamte Konstruktion aus R2 und Smart Brick dann so nach vorn, dass rote Markierungen an den Seiten Schussgeräusche auslösen können. Der Knopf erfüllt zwar seinen Zweck, hätte aber auch ruhig zumindest etwas subtiler versteckt werden können.
Die S-Flügel sind insgesamt recht kurz und lassen sich leider nur per Hand öffnen. Vergangene Modelle des Sternenjägers hatten nahezu immer einen Mechanismus dafür mit an Bord. Besondersin diesem Angriffsmodus sehen die Flügel viel zu klein aus.
Die Rückseite des Modells sieht noch so ziemlich am besten aus, da so die überstilisierte Front nur wenig sichtbar ist. Das sollte nicht Sinn der Sache sein.
Über das gesamte Modell sind Markierungen via Sticker aufgebracht. Wenn man schon ein solches Spielset explizit an Kinder bewirbt, wären in dieser Preisklasse auf jeden Fall Prints Pflicht gewesen.
Die Unterseite ist ziemlich unspektakulär. Der Rumpf besteht maßgeblich aus einem Guss und könnte ebenso aus einem 4+ Set stammen.
Yavin IV Nebengebilde
Abgesehen vom winzigen X-Flügler sind auch noch ein paar Nebengebilde enthalten. So sollen ein Hovercraft, eine Kommandostation und eine Leiter den Hangar von Yavin IV symbolisieren.
Beginnen wir mit meinem Highlight: der Leiter. Diese ist das mit Abstand schönste Modell im ganzen Set (was leider überhaupt nicht für das Set spricht…).
Der Hovercraft besteht aus zwei Waggons.
Vorne kann ein Pilot das Gefährt steuern und auch Clips für Werkzeug, mit dem der SMART Brick reagiert, sind angebracht.
Im hinteren Abschnitt finden sich Kanister und ein Tankschlauch, mit denen der Stein ebenso interagiert. Das Gebilde umfasst ebenso einen SMART Tag, der die Hovergeräusche nachstellen soll.
Die Kommandostation besticht eigentlich nur durch das Display (leider mit Sticker). Der gesamte Bereich kann gedreht werden, sodass der Tag ein Geräusch zum Ausrichten der Antennen codiert.
Imperialer Geschützturm
Obwohl für richtige Dogfights Vaders separat erhältlicher TIE Advanced nötig ist, ist im Setumfang zumindest ein Geschützturm als kleiner Trost enthalten. Dieser hat ebenso einen Tag eingebaut, das beim Drücken des roten Hebels Schussgeräusche simuliert.
„Smarte“ Funktionen
Lange habe ich mich bei einem Review nicht mehr so schwer getan wie bei diesem. ich habe mir extra viel Zeit genommen um das neue System zu Testen, hab die Modelle der Zielgruppe zum Spielen gegeben und was soll ich sagen? Das war leider nichts, LEGO. Das Grundkonzept dank eines interaktiven Steins Licht und Sound hervorzurufen ist ja an sich nicht schlecht, aber es mangelt massiv an der Ausführung.
Zunächst glaube ich, dass LEGO zur Einführung nicht die Star Wars Themenwelt hätte wählen sollen. kaum ein Franchise besticht durch solch ikonische Sounds wie die beliebte Weltraumsaga. Statt diese Sounds einfach zu reproduzieren, hören wir lediglich unverständliches Gebrabbel und 8-Bit-Versionen des bekannten Soundtracks. Mit den Originalsounds hätte das alles schonmal deutlich wertiger gewirkt. So klingt es leider eher nach einem Knockoff. Ich denke Themenwelten wie City oder Ninjago ohne eine solche Vorlage wären weitaus besser für die Markteinführung gewesen. Man merkt, dass die Tonqualität des Steins sehr eingeschränkt ist und das Gewünschte nicht abliefern kann.
Neben der mangelhaften technischen Umsetzung, sehen leider auch die Modelle alles andere als schön aus. Idealerweise hätte der SMART Brick gute Sets nur noch besser gemacht. Hier scheint jedes Modell aber einzig um den Stein herumdesignt zu sein, sodass extreme optische Kompromisse eingegangen werden müssen. ich weiß, dass die Zielgruppe sich nicht wirklich um Detailtreue schert, aber dennoch sollten die Gebilde doch einigermaßen wie die Filmvorlage aussehen. Diverse Moccer haben im vergangenen Monat bereits gezeigt, wie subtil man den Stein anderweitig verbauen kann, ohne dass es die Optik allzu stark einschränkt.
Einen funken Spaß hatte ich mit dem Set eigentlich nur als ich den Dogfight mit dem TIE Advanced ausprobiert habe. Lässt man die blechernen Sound außen vor, ist es doch faszinierend wie der Stein auf die Umgebung reagiert, Treffer des Gegner anzeigt und auch die Flugroute mit Ton unterstreicht. Leider ist dieser Spaß aber auch nur beim Ausprobieren wirklich da. Nach ein paar Minuten sind eigentlich alle Funktionen einmal durchgeführt und durch die schlechte Optik machen sich die Gebilde dann nicht mal gut im Regal. Davon abgesehen waren für diesen Spielspaß zwei recht hochpreisige Sets notwendig. Die Technik treibt die Kosten natürlich nochmal ordentlich in die Höhe, aber dennoch fühlt sich das Gebotene nicht nach einem adäquaten Gegenwert an. Schade! Da hab ich eindeutig mehr erwartet. Hoffentlich wird die Umsetzung in zukünftigen Sets noch massiv verbessert…
Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.
Fazit: LEGO Star Wars 75423 Smart Play: Lukes Rot Fünf X-Wing
Eigentlich ist schon alles gesagt. Das Set ist leider nichts. Für Erwachsene erst recht nicht, aber ich denke auch, dass Kinder nach kurzer Überraschung schnell die Lust an den Modellen verlieren. Ich bin großer LEGO Fan und sehe viele Kritikpunkte an anderen Sets abseits des Preises häufig entspannter, aber diesen Modellen konnte ich leider gar nichts abgewinnen. Wer einen LEGO X-Wing möchte sollte lieber bis Ende April auf die The Mandalorian & Grogu Welle warten. Der X-Wing daraus ist deutlich filmakkurater und dazu sogar noch günstiger und größer.
Bewertung
| Positiv | Negativ |
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Benotung 🎵
| Gesamtnote: 3 |
Von 1 (mau) bis 10 (wow) |
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Eure Meinung
Was haltet ihr vom Service LEGO Star Wars 75423 SMART Play: Lukes Rot Fünf X-Wing? Wie steht ihr zu Smart Play? Schreibt eure Gedanken gerne in die Kommentare!
































24. März 2026 um 9:05
Mit vernünftigen Preisen wäre SmartPlay sicher okay, aber so, wie es aktuell vermarktet wird, dürfte es wohl nicht der Renner werden. Selbst die Kids bräuchten eben immer noch mehr Geräuschgeneratoren, also z. B. mindestens zwei für einen Dogfight und das lässt sich eben derzeit nicht realisieren, ohne die Oma zu verkaufen. Die schlechte Bauqualität der Modelle kann eh keiner erklären. Nur, damit der Brick immer erreichbar ist, alles offen und halbfertig zu machen, ist wohl kaum eine ausreichende Rechtfertigung.
24. März 2026 um 9:59
Danke für die Vorstellung des Systems. Eine Frage hätte ich an dich dazu: Ist es tatsächlich so, dass beim Dodgefight keine Treffer gelandet werden müssen, sondern man die Raumschiffe auch in die völlig falschen Richtungen zielen kann und dennoch einen „Treffer“ bekommt?
Ich finde die Grundidee an sich ja gut aber wie du schon schreibst, scheint die Umsetzung leider nicht so gut zu sein. Die Smart Figuren hätte man sich eigentlich sparen können, da die „Redegeräusche“ echt unnötig sind. Und wenn sie unbedingt sein mussten, dann sollten sie den Brick lediglich verschiedene Musikstücke spielen lassen, wenn sie am Steuer sitzen. Die 8-Bit Versionen des Soundtracks finde ich ja eigentlich sogar ganz charmant.
Wenn ich einfach so einen Brick und ein paar der Tiles einzeln kaufen könnte, würde ich gerne ein paar Space MoCs damit ausprobieren, da mich das ganze System an die abgefahrenen Ideen der 90ern erinnert, die ich ziemlich liebe. Aber leider geht das nicht und ich bin nicht bereit 170€ für zwei der Bricks und eine Hand voll Fliesen auszugeben. Ich weiß, Bricklink existiert aber auch da zahlt man, zumindest derzeit noch, einen heftigen Preis für die Elemente.
24. März 2026 um 10:21
Vielen Dank für dein Review und deine ausführlichen Gedanken zum Set, Max!
@Jonas: Ohne das System selbst ausprobiert zu haben: Jang hat das in einem seiner Videos sehr aufschlussreich gezeigt – Treffer sind nicht (!) notwendig, sprich du kannst das Raumschiff auch in eine ganz andere Richtung halten und einen Treffer erzielen…
24. März 2026 um 11:05
Das ist… enttäuschend. Das wäre die SMART-Funktion gewesen, die ich tatsächlich als spaßig und sinnig erachtet hätte. So könnte man ja glatt sagen, dass ein Soundbrick sinniger wäre.
Es ist außerdem ziemlich traurig, dass der LEGO Duplo MyBot aus dem Jahre 2000 offenbar mit Technik von vor 26 Jahren mehr bieten konnte, als es das Smart-System kann. Da dieses Set mit Infrarot-Technik funktioniert, musste man hier nämlich tatsächlich zielen 😀
24. März 2026 um 11:27
Eine Gesamtnote von 3 ist bei Einzelnoten von 2,4,6 und 6 sagen wir mal …. interessant
24. März 2026 um 12:22
Wie immer bei Lego, es geht nur ums 💰 wenn sie endlich mal die Sticker abschaffen würden, dann wäre so mancher Preis auch erträglich. Der XWing sieht aus als hätte ihn mein Neffe(4 Jahre) selbst entworfen. Ich bin sehr enttäuscht 😞 von der Zusammenstellung der Sets die den Preis in keinster Weise rechtfertigen. Lego schafft es Jahr für Jahr sich immer mehr von ihrer eigenen 💡 Idee, nämlich Qualität zu entfernen und das ganze dann noch mit gepfefferten Preisen zu untermauern. Wo ist das Lego von vor 20 Jahren, mein Gott waren das noch Zeiten.
24. März 2026 um 12:25
Jeder Firma geht es ums Geld. Und nicht nur das. Auch wir alle möchten unsere Groschen zusammenhalten, um es einmal freundlich zu formulieren.
Mir persönlich gefällt dieser X-Wing übrigens auch überhaupt nicht, da bin ich etwa nicht einer Meinung mit – ich verweise ich noch einmal auf sein sehr gutes Video – Jang, der die Optik des X-Wings sogar gelobt hat. Geschmäcker unterscheiden sich!
24. März 2026 um 18:55
Wenn dein vierjähriger Neffe auf diesem Niveau MOCs konstruieren kann, dann wird er in zwei Jahren bei LEGO Chef der Designabteilung sein. Glückwunsch!
Und wo das LEGO von vor 20 Jahren ist? Meins in meiner Stadt, deins vielleicht in einer Kiste bei deinen Eltern?
24. März 2026 um 13:28
Achja, ich kann die Veröffentlichungspraxis einfach nicht nachvollziehen. Wenn es sich lohnt, dann hat Lego zwar alles richtig gemacht, aber mir wäre City einfach viel lieber gewesen, weil ich da die Stärken des Systems sehe, die es ohne Zweifel gibt. Und dann eben noch die einzelne Verfügbarkeit (oder alternativ sehr günstige Startersets, quasi ein Polybagmodell mit Smartbrick) Ich bin gespannt wie es weitergeht und hoffe tatsächlich auf eine schnelle Erweiterung in diverse Themenwelten hinein. Dann werde ich ihn wohl auch mal mit meinen Jungs testen. Als jemand, der Star Wars nicht sammelt, werde ich da momentan noch abwarten.
24. März 2026 um 18:57
Laut anfänglicher Pressemitteilung werden die Smart Bricks zunächst nicht einzeln verkauft (auch nicht via PaB). Leider. Das ist aber auch nachvollziehbar, weil sonst wohl niemand die Starter-Sets kaufen würde…
Und ich bin ebenfalls der Ansicht, dass Star Wars nicht die ideale Themenwelt war, um das System zu präsentieren. Die LEGO-eigenen IPs wie Ninjago, City, Friends oder Dreamzzz wären viel passender gewesen, weil es da keine vordefinierten Sounds gibt. Und wir wissen ja, dass Fans bestimmter IPs manchmal komisch sein können… (Das geht mir mit meinen Favoriten aber nicht anders!)
24. März 2026 um 19:03
Meine Vermutung ist, das wird sich auch so schnell auch nicht ändern. Spannend ist jedoch dennoch die Frage, wie teuer ein Smart Brick im Einzelverkauf wäre… 30 Euro?
24. März 2026 um 18:52
Da mich Star Wars nicht weiter interessiert, kann ich zum Realismus der Umsetzung des X-Wings nicht viel sagen, mich stört die Optik aber nicht weiter.
Zu den Minifiguren: Es hat einen Grund, warum sie sich optisch so stark von „normalen“ Figuren unterscheiden: Damit die Kinder verstehen, welche Figuren mit dem Smart Brick interargieren können und welche nicht. Spätestens, wenn man die Sets in die große LEGO-Kiste wirft und Monate später wieder herausholt, wird man nicht wissen, welcher der zwanzig Lukes derjenige ist, der mit dem X-Wing beim Fliegen Geräusche machen kann. Das nächste Problem sind die Eltern, die womöglich noch dümmer agieren, und das Set retournieren, weil es nicht so funktioniert, wie sie glauben, weil nicht jede Figur erkannt wird.
Dann: „Wenn man schon ein solches Spielset explizit an Kinder bewirbt, wären in dieser Preisklasse auf jeden Fall Prints Pflicht gewesen.“ Äh, Spielsets für Kinder enthalten traditionell Sticker, seit Jahrzehnten. Im Umkehrschluss hieße dieser Satz, dass nur Erwachsenenmodelle Sticker haben sollten. Ich glaube kaum, dass du das meinst. Allenfalls könnte man sagen, dass die Smart-Play-Sets besonders intensiv bespielt werden und daher an den wichtigsten Stellen keine Aufkleber genutzt werden sollten.
„Man merkt, dass die Tonqualität des Steins sehr eingeschränkt ist und das Gewünschte nicht abliefern kann.“ Ja, das ist bedauerlich, aber einfach dadurch begründet, dass die Datenmenge für hochwertige Sounds viel zu hoch wäre, als dass sie per RFID in vertretbarer Zeit an den Smart Brick übertragen werden könnte. Und auch dessen Lautsprecher ist einfach aus physikalischen Gründen limitiert. Es ist kein Zufall, dass ein Subwoofer ein Koloss von Lautsprecher ist.
Beim Preis stimme ich dir zu, dass er rund 10 Euro zu hoch ist, selbst wenn man einrechnet, dass Star Wars grundsätzlich überzogen teuer ist. Allerdings rechne ich für den Smart Brick 20 Euro an, plus 10 Euro für das Ladepad. Damit landen wir bei 60 Euro für knapp 600 Teile. Das wäre sogar günstig für Star Wars…
Ich bin ehrlich gespannt, was du von dem TIE-Fighter hältst. Momentan wirkt es, gerade beim Blick auf die nicht nachvollziehbare Gesamtnote, so, als wölltest du um jeden Preis Smart Play schlechtmachen – was ich bei dir eigentlich nicht erwarte. Ich hoffe also, im Juni dann bei den City-Neuheiten den Smart Brick ausprobieren zu können, um endlich „mitreden“ zu können.
25. März 2026 um 10:46
Da bin ich voll bei dir, Simon! Hab die Sets Ende Februar bei Lego ausprobieren können. Klar, der Sound und die zusätzliche Drucke auf den Figuren sind keine Highlights, aber technisch bedingt bzw. weil es da Vorgaben zur Kennzeichnung gibt. Die von Lego gewählte Lösung macht es möglich, die SmartBricks zu nutzen, ohne das einer app oder Updates bedarf (das hätte man auch als positiv bewerten können). Wäre das notwendig gewesen, wäre der Aufschrei auch wieder groß gewesen. So kann man die Bricks bis zum Ende ihrer Lebenszeit nutzen – und zwar für alle Themengebiete, die noch erscheinen werden (was ebenfalls hätte positiv bewertet werden können). Mir persönlich wäre City als Startthemenreihe auch lieber gewesen, Lego hat sich aber aufgrund der Verkaufszahlen? oder der starken Marke? anders entschieden. Am Ende werden wir erst in zwei, drei Jahren sehen, ob die Bricks angenommen werden. Wenn die Verkaufszahlen nicht stimmen, wird Lego nach einer wahrscheinlich etwas längeren Phase die Reißleine ziehen.
25. März 2026 um 12:28
Ich schließe mich den Vorrednern an – abgesehen vom zu hohen Preis ist es wirklich schade, dass der Smart Brick ausgerechnet bei Star Wars eingeführt wurde. Nicht nur wegen der Qualität der Geräusche, sondern meiner Meinung auch deshalb weil es wieder einmal hauptsächlich ums Schießen geht. Bei City gäbe es viel mehr kinderfreundliche Anwendungsmöglichkeiten (Tankstelle, Einsatzfahrzeug mit Sirene, Türklingel oder meinetwegen sogar Alien-Erstkontakt für eine neue Space-Reihe).
25. März 2026 um 22:11
Lego hätte es einfach haben können und einfach dasselbe System von Light and Sound mit einer größeren Option raushauen sollen. Heute müsste das in so einen Brick passen. Aber auch unverändert oder mit Akku wäre das genug gewesen und dann eben zu einem günstigen Preis.