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LEGO Creator 3-in-1 31387 Legendäres Piratenschiff im Review

Zack Ahoi! Auf in ein Abenteuer! | © Jonas Heyer

LEGO Creator 3-in-1 31387 Legendäres Piratenschiff im Review – Weit hinaus auf die sieben Weltmeere und rein in ein Abenteuer auf hoher See!

Als kleine Pause von meiner LEGO Adventurers Retrospektive, schauen wir uns heute mal ein modernes Set an. Auch wenn Ritter, Piraten und Abenteurer immer seltener bei LEGO werden, so kommt doch hin und wieder mal ein Set zu ebenjenen Themenbereichen heraus. Zumeist geschieht das bei Creator 3-in-1 und natürlich müssen wir uns das genauer anschauen. Damit werfen wir im heutigen Review einen Blick auf das „Legendäre Piratenschiff“ an, Set 31387. Das Set erschien erst kürzlich und ist der Ersatz für die Vorgängerversion, welche eine beeindruckende Lebensdauer in LEGOs Produktportfolio hatte.

LEGO Creator ist eine Reihe, die regelmäßig versucht daran zu erinnern, was LEGO einmal war und bietet regelmäßig fantastische Sets an. Ein Piratenschiff passt daher wie die Faust auf’s Auge für diese Reihe auch wenn ich sicher eine kleine eigenständige Piratenwelle bevorzugen würde.

Ich hoffe ihr seid bereit, mit mir in See zu stechen. Folgt mir und wir schauen ob wir hier einen Schatz heben können…

Pirat sein oder nicht sein?

Die Eckdaten

Umfang und Zusammenbau

Wenn ihr bereits Creator-Sets gebaut habt, sollte der Bau dieses Sets euch sicherlich keine großen Rätsel auferlegen. Man bastelt hier sehr viel mit SNOT Techniken und gerade dadurch, dass der Rumpf nicht aus Formteilen besteht, sitzt man hier auch eine gute Zeit lang am Bau.

Der Setumfang

Natürlich gibt es bei Creator 3-in-1 immer noch ein B- und C-Modell. Bei diesen merkt man im Bau eine eher zusammengewürfelte wahllosere Herangehensweise, was wenig überrascht, wenn man bedenkt, dass diese Modelle aus den Teilen eines anderen Sets bestehen. Da es doch viele Spezialteile sind, wie für modernes LEGO üblich, fühlt man das doch sehr intensiv beim Bauen.

Hier ein wenig musikalische Untermalung:

(Ich liebe Santiano so sehr!)

Die Minifiguren

Fünf Minifiguren bekommen wir in diesem Set, von denen vier Stück Piraten sind. Die letzte Figur ist ein Skelett. Was sofort positiv auffällt, jeder unserer Piraten bringt einen neuen Aufdruck mit sich. In einer LEGO Welt, die sich kaum noch um Themenreihe wie diese bemüht, ist das durchaus einer lobenden Erwähnung wert. Alle neuen Aufdrucke sind auch ganz großartig und erweitern unsere bestehende Crew ganz fantastisch.

Beginnen wir mal mit unserem Kapitän. Das Design ist recht klassisch gehalten und orientiert sich stark an den Piratenkapitänen der Vergangenheit. Gerade an den Piratenkapitän aus der Minifigurenserie 8 erinnert mich diese Minifigur doch stark. Möglicherweise als er noch jünger war?

Neu an dieser Minifigur sind sowohl der Torso, als auch der Hut mit Aufdruck. Beide sind natürlich sehr praktisch für unsere Piratenwelt. Das Gesicht selbst ist lustigerweise von der neuen Johnny Thunder Figur aus LEGO Ciyt ausgeliehen, passt hier aber sehr gut.

Unsere nächste Piratenfigur ist diese junge Dame. Ich liebe zunächst einmal ihre Frisur, das sieht richtig piratig und wild aus! Aber auch hier ist ihr neuer Aufdruck auf dem Oberkörper einfach toll. Die Gürtelschnalle mit dem Totenkopf ist speziell fantastisch. Zudem ist sie schwer bewaffnet mit gleich zwei sogenannten Steinschlosspistolen.

Auch von hinten ist sie simpel aber effektiv bedruckt. Irgendwie ist dieser piratige Torso-Aufdruck mein Favorit in diesem Set, weil er sich wirklich stark von anderen Piraten unterscheidet, die wir in der Vergangenheit sehen durften.

Oh nein! Jetzt ist ihr doch der Schatz über Bord gegangen! Naja, immerhin können wir so nochmal ihr Wendegesicht sehen.

Die zweite Dame an Bord unseres Schiffes ist diese Piratin. Sie hat nicht nur einen neuen Torso-Aufdruck, sondern auch auf den Beinen bringt sie Details mit sich. Sie ist optisch die aufwendigste Figur in diesem Set und klares Highlight auch für mich. Mir gefällt vor allem ihr Medaillon oder Kompass, den sie um den Hals trägt.

Und schießen kann sie defintiv. Mit ihr sollte man sich lieber nicht anlegen!

Auch von hinten ist sie natürlich mit ein paar Details bedruckt. Außerdem können wir hier wieder die schöne neue Version des Dreispitz mit Haaren darunter sehen. In dieser Farbkombination kennen wir das Element bereits aus Sets wie der Neuauflage von Eldorado Fortress.

Unsere letzte Piraten-Minifigur mag auf den ersten Blick unspektakulär aussehen aber ich versichere euch, dass er das nicht ist. Er orientiert sich natürlich an dem klassischen Bild eines Piraten, welches LEGO seit 1989 bedient. Aber er trägt sein gestreiftes Hemd mit Stolz und zeigt uns sogar seine Tattoos darunter.

Cool finde ich hier aber im speziellen, dass er auf seinem Rücken einen Kraken auf dem Hemd hat. Dieser ist natürlich an den klassischen LEGO Kraken angelehnt, welcher aus LEGO Aquazone stammte und seitdem in vielen Sets vorkam. I love it!

Diese Figuren sind absolut fantastisch und schon alleine für sie bin ich glücklich, dass dieses Set existiert.

Was dem Set ein wenig fehlt, sind Accessoires, wie ich finde. Wir haben zwei Pistolen und zwei Säbel (plus je einmal Ersatz). Das empfinde ich tatsächlich als wenig. Speziell die Abwesenheit der klassischen Flinte ist auch echt schade.

Der Kraken

Neben dem Hauptmodell haben wir hier einen tierischen Begleiter in Form dieses Oktopusses. Ich finde ihn schick gebaut und er hat eine gute Menge an beweglichen Armen.

Dadurch, dass die Arme Noppen haben, kann er damit auch Minifiguren packen. Das ist für den Spielspaß doch sehr zuträglich.

Außerdem muss ich sagen, dass hier mit wenigen Teilen ein recht gutes Ergebnis erzielt werden konnte. Der Krake bekommt einen Daumen nach oben von mir.

Das Piratenschiff

Auf den ersten Blick sieht dieses Modell der Vorgängerversion doch sehr ähnlich, wie ich finde. Und hier ergeben sich für mich aber meine Hauptprobleme mit dem Modell: Die Farben. Ich finde das Schiff farblich recht langweilig. Die ältere Version aus 2020 hatte rote und grüne Akzente, sowie eine schöne bunte Gallionsfigur. Das hat dieses Set beides nicht. Dennoch, die Gesamptoptik passt doch und sieht schön aus.

Wenn wir am Bug des Schiffes beginnen, sehen wir zunächst den Anker, welcher über eine Winde nach oben und unten gelassen werden kann. Außerdem können wir einen Blick auf das erste gebaute Segel werfen. Ich persönlich bevorzuge natürlich Stoffsegel aber ich verstehe, dass ich das in einem Creator Set nicht erwarten kann, da diese ja aus Standardelementen gebaut sein sollen…

Sternegucken!

Hinter der Ankerwinde ist etwas Platz an Deck für unsere Piraten, um sich auszuruhen. Zudem führt dahinter das Fuchsloch zum Hauptdeck.

An den Seiten des Schiffes befinden sich natürlich Luken für die Kanonen, welche das klassische Klappen-Element nutzen, wie es schon das erste Piratenschiff im Jahr 1989 tat. Zwei Kanonen sind auch enthalten und es handelt sich im Gegensatz zur Black Pearl dieses mal um schießende Kanonen. Feuer frei!

Das Deck darüber ist simpel aber effektiv gestaltet. Wir haben etwas Platz zum Positionieren von Figuren und ein Fass, in welches ich die Ersatzteile von Pistole und Säbel gepackt habe.

Die Winde hier ist nur Deko und hat keine Funktion. Sie dient aber dazu, die gesamte Platte abzuheben, um einen Blick ins Innere werfen zu können.

Viel Platz ist hier zwar nicht aber wir bekommen immerhin zwei Kanonen unter. Und ja es gehen nur zwei Kanonen hier herein, denn der Rumpf ist zu schmal um tatsächlich vier Stück unterzubringen. Das finde ich persönlich nicht weiter schlimm, sehe aber, dass es manche als störend ansehen könnten. Auch Figuren können hier nicht stehen, wenn man das Deck schließt. Auch das finde ich jetzt nicht unglaublich schlimm. Problematischer hingegen finde ich, dass das Farbschema hier im Inneren interessanter ist, als das außen.

Nett finde ich auch, dass es einen Eingang in die Kajüte und eine Leiter zum Achterdeck gibt.

Als nächstes kommt die Kapitänskajüte und hier gefallen mir ein paar der Details ziemlich gut. Ich mag den angedeuteten Totenkopf mit Kopftuch und Augenklappe hier. Sehr sympathisch und sofort ein Pluspunkt, da es dem Schiff Persönlichkeit gibt.

Das Innere der Kajüte ist eng und man muss den Charakteren zumindest die Federn an den Hüten abnehmen, damit sie hier stehen und sitzen können. Es gibt einen Tisch und einen Stuhl. Das ist soweit auch alles in Ordnung. Es gibt noch genug Platz, dass wir zusätzlich sicher eine Schatzkiste unterbringen könnten.

Hier haben wir das Ruder des Schiffes und was das mit der gerade erwähnten Schatzkiste zu tun hat, sehen wir gleich. Zunächst einmal ist es simpel gebaut aber durchaus effektiv. Etwas beweglich ist es auch.

Es dient zusätzlich als Griff um ein kleines Geheimfach aus dem Schiff zu ziehen und siehe da: Hier ist die Schatzkiste. Unser Kapitän ist ein wirklich cleverer Hund, denn hier wird selbst der gründlichste Kolonialbeamte nicht suchen!

Und was wäre eine Schatzkiste ohne Inhalt. Zum Glück müssen wir uns diese Frage hier nicht stellen, denn wir bekommen Goldmünzen und Juwelen, herrenlose Besitztümer von unschätzbarem Wert! Ich möchte LEGO hier gerne nochmal an die Chromgoldmünzen erinnern, über die man vielleicht nochmal nachdenken könnte, jetzt wo die Chromfelgen bei Speed Champions da sind.

Auf dem Achterdeck finden wir das simple Steuerrad. Ich vermisse das Formteil, welches wir früher mal hatten. DIe Lampen am Heck gefallen mir aber unglaublich gut. Sehr ihr? Ich mag auch manche modernen Moulds!

Die Segel selbst sind natürlich wie eingangs erwähnt aus Platten gebaut. Die Optik ist aber tatsächlich nett und um ehrlich zu sein, kann ich nicht anders, als den Einfallsreichtum bei diesem gebauten Totenkopf zu bewundern.

Ein Krähennest darf natürlich auch nicht fehlen. Es ist schwer hier wirklich eine Figur unterzubringen aber wie ihr seht funktioniert es! Das ist tatsächlich eine Sache, die mir an meinen geliebten klassischen Piratenschiffen fehlt, wenn ich sie für etwas kritisieren müsste.

Die gebauten Segel bedeuten natürlich auch, dass das Ganze von der einen Seite nicht ganz so gut aussieht, wie von der anderen. Das sollte man fairerweise dazu sagen.

Hier sind ein paar Vergleichsbilder zu den meiner Ansicht nach besten Schiffen der Klemmbausteinwelt. Seht euch diese markanten Farben an! Genau das fehlt mir bei diesem Modell irgendwie. Auch generell bin ich ein größerer Fan der Design-Philosophie der alten Modelle und bevorzuge sie daher einfach. Aber zugegeben, dieses Schiff gegen meine Lieblingssets zu stellen, ist auch etwas gemein. Das Creator Schiff gefällt mir auch und ist für mich das Highlight schlechthin im aktuellen Katalog, das sei hier ganz klar gesagt.

Und so segeln wir dem Sonnenuntergang entgegen in einem putzigen kleinen Piratenschiffchen. Auf zu neuen Abenteuern, Richtung Freiheit geradeaus!

Das Piratenversteck

Hier haben wir das B-Modell, ein kleines Piratenversteck. Um ehrlich zu sein empfinde ich das Modell als zweischneidiges Schwert. Von weitem betrachtet sieht es toll aus und ich denke eine Version des Ganzen, die nicht an die Teile eines anderen Sets gebunden wäre, könnte ein echtes Highlight sein. Je näher man jedoch kommt, desto mehr sieht man den Flickenteppich aus Notfalllösungen, wie ich finde. Ich will wirklich nicht derjenige sein aber: Mit einer simpleren Teilepalette, ließe sich solch ein Konzept meiner Ansicht nach besser umsetzen.

Den Turm finde ich tatsächlich sehr gelungen, da er die Elemente der Segel auf kreative Art wiederverwendet. Es ist zwar kein Leuchtturm aber die Optik stimmt hier durchaus.

Auch das zusammengeklöppelte Häuschen ist erstmal eine witzige Idee.

Ich finde nur, hier zeigt sich das chaotische Design. Es sieht einfach unruhig und unfertig aus.

Diese Optik setzt sich an der Schatzhöhle fort. Das Konzept ist nett aber man merkt hier halt deutlich, wie viele SNOT-Elemente einfach so in Wände eingebaut werden, ohne dass es wirklich notwendig ist, einfach weil das Set kaum normale Bricks enthält, die man stattdessen verwenden könnte.

Das wird auch nochmal deutlich, wenn man das Gebäude zusammenklappt. Ich hoffe ich bin nicht der einzige der hier Chaos und Unruhe sieht oder?

Ein bisschen Innenleben gibt es ebenfalls, mit dem doch sehr limitierten Platz.

In der Taverne gibt es ein Klavier und einen Tisch. Beides ist nett gebaut und spaßig anzuschauen.

In der Etage darüber finden wir eine Kanone und einen Waffenhalter, der so unintuitiv gebaut ist, wie es überhaupt nur möglich wäre. Generell ist die Optik hier wieder pures Chaos.

Im Schatzkeller sehen wir Berge von Gold und natürlich die Schatzkiste!

Der Turm bietet natürlich unglaublich wenig Platz aber es wurde sowohl an eine Leiter als auch an etwas Inneneinrichtung gedacht, was ich durchaus gut finde.

Zuletzt erwähnen möchte ich noch, dass die zweite Kanone hier auf kleine Räder gesetzt wurde. Das finde ich sehr gelungen!

Insgesamt hat dieses Modell zwei entscheidende Probleme. Das eine ist das chaotische Design. Ich weiß, das gehört zu Creator 3-in-1 einfach dazu aber ich habe zu viele Alternativmodelle von 90er und 80er Sets gebaut, um das als Ausrede annehmen zu können. Mit einer simpleren Teilepalette haben sich damals alternative Modelle bauen lassen, die dem Hauptmodell in nicht viel nachstanden.

Das zweite Problem ist ein auch recht typisches für Creator 3-in-1: Für dieses Modell lohnt es sich nicht das Set zu kaufen. Eigentlich müsste man versuchen die drei Modelle gleichwertig zu halten, um dass sie sich lohnend anfühlen. Nochmal: Die Idee dieses Modells ist großartig und wenn LEGO es als Set mit eigenem Teilebudget umsetzen würde, wäre ich hellauf begeistert!

Die zwei Piratenboote

Das C-Modell ist eine weitere grandiose Idee. Was könnte es besseres geben, als ein Set, welches man in zwei kleinere Modelle zum Zusammenspielen umbauen könnte. Grundsätzlich bin ich komplett für dieses Alternativmodell und freue mich es euch zeigen zu können. Auch muss man hier sagen, dass man diesen Modellen nicht so stark anmerkt, dass sie die Teile eines anderen Sets nutzen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass diese Modelle dem A-Modell wesentlich ähnlicher sind, was Konstruktion angeht.

Die Schiffchen selbst sind schnell gezeigt, jedes bekommt eine Kanone und wird von zweien der Figuren gesteuert. Hier zunächst das rote Schiff. Ich finde die Totenköpfe auf den Segeln beider Boote äußerst charmant, da sie nun auch noch dekoriert sind.

Weiterhin gefällt mir, dass sie farbcodiert in blau und rot sind, was den Konflikt verschärft und sie zu perfekten Gegnern macht.

Das blaue Schiffchen hat sogar eine kleine ausklappbare Planke, etwas, dass sogar das Hauptmodell vermissen lässt.

Also dann Feuer frei! Möge der bessere Pirat den Schatz für sich beanspruchen!

Hier nochmal die beiden Segel, sie sind neben den Minifiguren das beste an diesem Set, wie ich finde. So ein großartiges Design, simpel aber effektiv und unglaublich charmant, das ist LEGO wie ich es mag!

Wie ihr wisst, habe ich das Hauptmodell für zu wenig Farbe kritisiert und ich finde, dass diese beiden Schiffe hier da schon wesentlich interessanter sind. Sie können zwar immer noch nicht mit so einem markanten Farbschema der 90er mithalten aber der Versuch ist da.

Hier können wir aber noch das größte Problem mit diesem Alternativmodell sehen: Die Boote sind winzig. Man darf trotz meiner Freude über das Konzept am Ende eben doch nicht vergessen, dass es sich hier um ein 100€ Set handelt. Dieses C-Modell zu bauen würde wahrscheinlich einem 40€ Set gleichkommen und das ist einfach sehr wenig, leider.

Die Alternativmodelle, die Creator 3-in-1 ausmachen sind, zumindest meiner Erfahrung nach, meist nicht wirklich ebenbürtig zum A-Modell, was sie aber in solch einer Reihe meines Erachtens nach sein müssten, damit all das als Selling-Point das Sinn macht. Ich bin großer Verfechter von Alternativmodellen und würde mich freuen, wenn alle LEGO Sets diese wieder auf der Rückseite der Packung hätten. Wäre es nicht das Konzept der Themenreihe, würde ich die Größe und den Umfang der Alternativmodelle auch weniger kritisch einordnen.

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Fazit: 31387 Legendäres Piratenschiff

Dieses Piratenschiff ist keine Skulls Eye Schooner oder Black Seas Barracuda, es ist auch keine Red Beard Runner. Es ist nicht einmal eine Crossbone Clipper. Was es aber ist, ist ein schönes Creator 3-in-1 Set. Auch wenn es für mich nicht an die Schiffe der klassischen Piratenzeit herankommt, bietet es ein schönes Spielmodell und eine schöne Optik. Die neuen Figuren sind natürlich ein absolutes Highlight und mein favorisierter Aspekt an diesem Set. Außerdem ist es natürlich immer schön, ein Piraten-Set in den Ladenregalen zu haben. Die 100€ sind ein zweischneidiges Schwert, wie ich finde. Es ist nicht „absolut überteuert“ aber es ist schade, dass dies die kleinste Preisklasse ist, um ein Piratenabenteuer zu haben. Es weckt in mir den Wunsch mehr Sets für die Piraten in den Preisklassen 10€-50€ zu bekommen.

Grundsätzlich ist es aber ein gutes, wenn auch einsames Set. Mit doch durchaus etwas Platz an Deck, einem Kanonendeck und einer Kajüte bietet es Raum zum Spielen. Außerdem sind das kleine Schatzversteck, der Anker und die schießenden Kanonen natürlich tolle Spielfunktionen, die es zu einem spaßigen Set für Kinder machen. Auch kleine Details wie die gebauten Totenköpfe gefallen mir recht gut.

Nachteile gibt es aber natürlich auch. Diese sind zu weiten Teilen eher kleiner, wie dass man im Kanonendeck nicht stehen kann, wenn die Ladeluke geschlossen ist. Meine größten Kritikpunkte sind die folgenden: Das Farbschema ist doch eher langweilig, auch verglichen mit der Vorgängerversion. Außerdem ist „Creator 3-in-1“ vom Problem geplagt, dass nicht alle drei Modelle gleichwertig sind. Baut man zum Beispiel die beiden kleinen Schiffe, verwandelt man sein 100€ Set in ein 40€ Modell und das ist schade.

Alles in allem ist es aber ein schönes Set und eines meiner Highlights im aktuellen Katalog. Zugegebenermaßen liegt die Messlatte aber derzeit auch nicht sonderlich hoch. Dennoch bin ich mir sicher, dass das Set früher oder später auch ohne Rezensionsexemplar bei mir gelandet wäre.

Bewertung

Positiv Negativ
  • Schönes Spielset
  • Alternative Modelle
  • Fantastische Minifiguren
  • Krake sehr gut gelungen
  • Etwas zu teuer
  • Alternativmodelle zu chaotisch oder klein
  • Farbschema eher langweilig

Benotung 🎵

Gesamtnote: 7
  • Umfang & Bauspaß: 8
  • Optik & Farben: 5
  • Minifiguren: 10
  • Bespielbarkeit: 8
  • Preis/Leistung: 6

Von 1 (Mast- und Schotbruch!) bis 10 (Arrrrrrrr!)

Eure Meinung!

Was denkt ihr über dieses Set? Werdet ihr es eurer Sammlung hinzufügen? Wie gefallen euch die neuen Piratenfiguen? Freut ihr euch über ein neues Piratenschiff? Wie immer interessiert mich eure Meinung in den Kommentaren!

Jonas Heyer

Geht mit Johnny Thunder auf die Suche nach den Schätzen der LEGO Geschichte. Von den Gewässern Redbeards geliebter Karibik, über die Helden des Westens, bis hin zu den tapferen Rittern von Richard Löwenherz!

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