Endlich ist LEGO ein Licht aufgegangen. Mit dem neuen 42176 Porsche GT4 e-Performance Rennwagen ist man auch des Nachts sicher unterwegs!
Kaufen kann man ihn leider nicht. Obwohl es sicherlich reizvoll wäre (wenn man das nötige Kleingeld hat): 612 PS Dauerleistung, maximale Leistung über 1000 PS. Rein elektrisch, natürlich, bei einer Antriebs-Architektur Spannung von 900V. Ladedauer von 5 auf 80 Prozent in einer Viertelstunde. Die maximale Renndauer beträgt 30 Minuten, wobei man das sicherlich verlängern kann, wenn man das Geschwindigkeitspotenzial nicht ausreizt und nur gemütlich zum Einkaufen fährt. 6000 Teile hat Porsche für den Bau des Prototyps beziehungsweise Versuchsträgers (um mal zu schauen, was elektrisch im Rennsport möglich ist…) neu konstruiert.
Ganz so viel Aufwand mussten unsere dänischen Freunde nicht spendieren. Das neue LEGO Technic Set 42176 Porsche GT4 e-Performance Rennwagen besteht aus 834 Teilen und wird am 1. August für eine UVP von 169,99 Euro erscheinen. Keine Einzelfertigung, sondern erhältlich für jedweden. Ganz ohne Neuerungen kommt er dann aber doch nicht daher. Bringen wir Licht ins Dunkel, im wahrsten Sinne des Wortes…
Inhaltsverzeichnis
Eckdaten
- Thema: LEGO Technic
- 834 Teile
- 169,99 Euro UVP
- 0 Minifiguren
- Release am 1. August 2024
- Zur Bauanleitung 🗺
- Im LEGO Online Shop 🛒
Verpackung und Inhalt
Die Altersempfehlung ist mit 10+ angegeben. Das Control+ Logo prangt unübersehbar auf der Vorderseite und deutet bereits an, dass für die Bedienung ein Smart Device, also Handy oder Tablet, notwendig ist, das wie immer nicht im Lieferumfang enthalten ist. Die Schlagwörter „High Speed“ und „Working Lights“ verweisen darauf, dass die leuchtenden Scheinwerfer und der verschwommene Hintergrund auf dem Coverbild nicht nur gephotoshopt sind. Dazu später natürlich mehr. Auf der Rückseite offenbart die Heckansicht, dass der Porsche auch mit strahlenden Rückleuchten aufwarten kann.
Im Inneren überwiegen die mittlerweile nicht mehr ganz so neuen Papiertüten. Die 224-seitige Anleitung liegt lose dabei, kommt aber unversehrt zum Vorschein. Ebenso der 26-teilige Aufkleberbogen.
In einer kleinen Schachtel ist der neue Technic wiederaufladbare Move Hub sicher verpackt. Der mitgelieferte Akku ist noch nicht verbaut und liegt extra dabei, kann aber einfach am Hub eingeclipst werden.
Farblich dem Design des bisher bei Technic Modellen eingesetzten Hubs nachempfunden, ist er fast doppelt so lang. Die genauen Maße betragen 16 Noppen x 7 Noppen x 5 Noppen (beziehungsweise 6 mit eingesetztem Akku), L x B x H.
Die Motoren sind bereits enthalten. Drei davon können separat angesteuert werden und sind über fünf außenliegende Technic-Achsen-Aufnahmen einsetzbar. Die Motoren A und B haben jeweils einen Auslass vorne und an der Seite, der Motor C nur einen auf der Rückseite. Hinzu kommen sechs Ausgänge für die Lichtleiter, wovon vier im vorliegenden Modell verwendet werden. Über eine USB-C Buchse an der Seite kann der Akku geladen werden. Ein USB-C Kabel liegt allerdings nicht mit dabei. Aus meiner Sicht eine nachvollziehbare Entscheidung, da dies bei den meisten Smart-Device-besitzenden Käufern vorhanden sein sollte.
Der Aufbau
Der Aufbau ist in sechs Bauabschnitte unterteilt und geht gut von der Hand. Gestartet wird direkt mit dem Hub, alles andere wird um ihn herumgebaut. Neu ist der Verbau der Lichtleiter: durchsichtige, biegsame Plastikstäbchen. Wobei das Konzept an sich nicht wirklich neu ist und in ähnlicher Form beispielsweise beim 8480 Space Shuttle zum Einsatz kam.
Neue, andersfarbige oder interessante Teile
In der Masse an LEGO Teilen und Sets sowie der Verwendung von unterschiedlichen Teilenummern und Farbnamen ist es oft schwierig zu bestimmen, ob ein Teil neu, in der Farbe bereits erschienen oder einfach nur selten ist. In diesem Kapitel will ich daher der Einfachheit halber alle Teile zeigen, die mir in einem Set aus vorgenannten Gründen (neu, interessante Farbe oder selten) zeigenswert erscheinen.
Das fertige Modell
Der Porsche ist etwa 36 cm lang, 15 cm breit und 10 cm hoch. Die Türen sind an einfachen Scharnieren aufgehängt und lassen sich 90° weit öffnen. Eine kleine Verriegelung sorgt dafür, dass sie beim Schließen in der Endposition einrasten und während der Fahrt geschlossen bleiben. Damit sind wir mit dem mechanischen Teil auch schon durch. Das Öffnen der Klappe am Heck wird vom Spoiler verhindert, ansonsten lässt sich nichts mehr verstellen. Die Räder sind nicht gefedert und das Lenkrad im Inneren nur Dekoration.



Die Haupt-Funktionalität liegt natürlich im ferngesteuerten Fahren: vorwärts, rückwärts, rechts und links. Als i-Tüpfelchen gibt es die Beleuchtung der Frontscheinwerfer und roten Heckleuchten.
Angesteuert wird alles per Control+ App. Schon während des Bauens kann die App mit dem Hub verbunden werden und eine Art Vortest durchführen. So wird sichergestellt, dass keine Fehler beim Zusammenstecken unterlaufen sind, die gegebenenfalls einen Rückbau erfordern würden.
Ist das Modell fertig aufgebaut, gelangt man nach dem Verbinden (und obligatorischem Firmware-Update, wenn es nicht schon beim Aufbau durchgeführt wurde) auf den Kontrollbildschirm. Beim ersten Start werden die einzelnen Funktionen erläutert. Über den linken Regler wird gelenkt, über den Schieber auf der rechten Seite kann man die Geschwindigkeit erhöhen oder rückwärts fahren. Lässt man diesen Schieber los, rollt das Fahrzeug aus und kommt langsam zum Stehen. Drückt man auf den daneben liegenden Bremsknopf, hält der Schwabe aus Billund abrupt an. Die Anzeigen können getauscht werden, das heißt dann: Lenkung rechts und Gas links.
Darüber hinaus gibt es einen Lichtschalter, über den die Beleuchtung an- und ausgeschalten wird. Der kleine Blitz im Kreis schaltet zwischen Akku-sparendem oder geschwindigkeitsoptimiertem Betrieb um. Wie immer bei Control+ Anwendungen von LEGO Technic Fahrzeugen stehen einige Spielmodi zur Verfügung, beispielsweise bestimmte Strecken auf Zeit zu fahren. Ebenso werden (fiktive) Geschwindigkeiten in km/h oder der Ladezustand des Akkus angezeigt.

Durch Wischen über den Bildschirm gelangt man auf eine alternative Ansteuerungsmöglichkeit. Hier wird über das Neigen des Handys gelenkt (Handy nach rechts oder links drehen) beziehungsweise -nach Lösen der Handbremse- gefahren (Handy nach vorne neigen).
Wie immer finde ich die App gut umgesetzt, mit schöner Graphik und einfallsreichen Funktionen. Und wie immer fehlt mir persönlich die Haptik einer Fernsteuerung mit Joystick oder Drehrad.
Wie sieht es nun mit der Performance aus? Beginnen wir mit der Beleuchtung. Auch bei Tageslicht ist sie deutlich zu sehen. Jedoch wird das Licht nicht vollständig an die eigentlichen Scheinwerfer geführt, die Lichtleiter selbst strahlen auch ordentlich. Im Cockpit wird das durch eine Ummantelung verhindert. Am Tag selbst fällt das weniger auf, in dunklerer Umgebung blitzt es an diversen Stellen durch die Karosserie. Das stört allerdings nicht, da die vorderen Scheinwerfer und die Leuchten am Heck deutlich dominieren. Letztere leuchten heller, wenn man auf die Bremse drückt. Alles in allem gefällt mir die Beleuchtung ausgezeichnet.
Angepriesen wird der Stuttgarter als (bisher) schnellstes Control+ Set. Nun ja, mit einem reinen RC-Auto kann er freilich nicht mithalten. Zum Vergleich habe ich mir die Werte des 42124 Geländewagen nochmals angeschaut, der mir als ziemlich flott in Erinnerung geblieben ist. Der kleine Flitzer kam auf etwa 4 km/h. Den GT4 habe ich bei vollem Akku mit 7,5 Sekunden auf 10 Meter gestoppt, was einer Geschwindigkeit von 4,8 km/h entspricht. Das ist tatsächlich schneller, und schon ordentliche Spaziergeh-Geschwindigkeit. Nicht schlecht.
(Irgendwie bin ich jetzt getriggert zu schauen, was man durch Modifikationen aus dem Fahrzeug noch rausholen kann… kommt auf die Merkliste für zukünftige Projekte)
Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.
Fazit
Mit der reinen Bedienung über die Control+ App werde ich so schnell nicht warm werden, auch wenn ich finde, dass diese an sich schön umgesetzt ist. Der neue Hub mit Akku gefällt mir gut, insbesondere die Beleuchtung ist toll. Schade, dass sich diesbezüglich im Systembereich nichts getan hat (mit Wehmut denke ich an die 12V Leuchten der alten Eisenbahn zurück, aber das nur am Rande…).
Der Porsche ist für ein ferngesteuertes Technic Modell flott unterwegs und taugt zum Spaßhaben. Zu erwartende Rabatte sollten dann die Kaufentscheidung von Control+ Fans weiter erleichtern.
Bewertung
Positiv | Negativ |
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Benotung 🎵
Gesamtnote: 8 |
Von 1 (mau) bis 10 (wow) |
Eure Meinung!
Wie geht es euch mit Control+? Habt ihr euch Controller von alternativen Herstellern angeschafft, oder bedient ihr die Modelle über das Handy? Oder könnt ihr mit den Powered Up Sets nichts anfangen und vermisst die alten Power Functions? Äußert eure Meinung gerne in den Kommentaren.
27. Juli 2024 um 9:46
Einfach mal den Boden der Fahrgastzelle weggelassen. Bei einem 170-Euro-Modell. Das ist einfach nur noch infam und dreist. Oder knallhartes Kalkül. Beides schlimm. Und ein Zeugnis, dass so ein Produkt ohne jegliche Leidenschaft entsteht.
27. Juli 2024 um 13:02
Es handelt sich hierbei um ein Feature, das dazu dient, die enthaltenen technischen Funktionen (hier Türverriegelung) von unten betrachten zu können. Sonst wird immer gejammert, dass die schöne Technik umbaut ist..
27. Juli 2024 um 13:23
Vor allem bei einem 10+ Modell passend, bei dem Aufbau und Technic zugänglicher sein sollten als bei einem 18+ Vitrinenmodell.
Schon spannend, wie dann daraus „infam, dreist, ohne Leidenschaft,…“ wird…
27. Juli 2024 um 9:52
Sehr schönes Modell, gefällt mir gut.
Auf dem einen Bild mit der langen geraden Straße im Hintergrund ??? Ist das nicht des Königssträßle Richtung Freudental???? 😉
Tolles Review, macht weiter so
27. Juli 2024 um 10:53
😊 (kennst dich aus in der Gegend?)
27. Juli 2024 um 16:24
Ja komm aus Bönnigheim 😊, fahr jeden Tag die Strecke. Aber net mit einem Porsche 🤣🤣
27. Juli 2024 um 11:30
Was ne […] (Anm. d. Red.: Kommentar gekürzt; gemeint war sinngemäß „fröhlich buntes Farbspiel“) an der Unterseite. Da warte ich doch auf das „Held der Steine“ Video. Das ist objektiver.
27. Juli 2024 um 11:59
Goldig, wie hast du dich denn hierher verirrt?😀 Du weißt doch, wo du dich austoben kannst…
Alles Gute und schönes Wochenende!😊
27. Juli 2024 um 13:48
Heißt es nicht immer „alle Wege führen nach Rom?“ 😜
27. Juli 2024 um 12:46
Auch die Videos bzw. Kommentare vom „Held der Steine“ sind nicht 100 Prozent objektiv, dass gibt es nirgendwo. Gerade seine bewusste Art der „Aufklärung“ über das vermeintliche, „was gut ist – was schlecht ist,“ suggeriert in nicht merklicher Form dem Betrachter, eine gewisse Objektivität. Dabei geht es aber immer um seine subjektive Wahrnehmung. Denn eine 100 prozentrige Neutralität gibt es auch in diesem Geschäft nicht. Durch seine Art und Weise und seiner gewandten Ausdrucksweise (Rhetorik) vermittelt er natürlich auch einen gewissen Charme, der vereinahmend und überzeugend klingt.
27. Juli 2024 um 22:54
Mein Problem mit ihm ist, dass er für eine zunehmende Spaltung sorgt und daraus Kapital schlägt. Berechtigte Kritik äußern, ist ja völlig in Ordnung. Die Art und Weise aber, wie er andere herabsetzt (ich sag nur ‚Fanboys‘), finde ich respektlos.
27. Juli 2024 um 13:46
Technic-Auto No. Drölfzig!
„Ein USB-C Kabel liegt allerdings nicht mit dabei. Aus meiner Sicht eine nachvollziehbare Entscheidung, da dies bei den meisten Smart-Device-besitzenden Käufern vorhanden sein sollte.“
So begründen Smartphone-Hersteller den Wegfall des Netzteils auch. Aus meiner Sicht ausschließliche Kostenersparnis. Zumal solche Teile – Netzteil, wie auch Kabel – auch schonmal kaputt gehen (habe schon mehrere originale(!) Kabel austauschen müssen; egal ob Apple oder Samsung oder Schießmichtot).
27. Juli 2024 um 13:58
Dass das Weglassen eine Kostenersparnis mit sich bringt, die dann als reine Vorteilnahme des Unternehmens ausgelegt werden kann, ist klar. Dennoch finde ich, dass es aus Resourcensicht mehr Sinn macht, wenn nicht für jedes USB betriebene Produkt jeweils Kabel und Netztteil dabei sind. Zumal USB-C in der EU jetzt auch noch standardisiert wurde…
(ähnliche Fragestellung ergibt sich bei den Elementtrennern (habe unzählige daheim) oder IKEA Inbusschlüssel, von denen ich auch schon viele entsorgt habe…)
27. Juli 2024 um 17:51
Stimme voll zu bei den Kabeln und Netzteilen. Bei den Elementetrennern muss ich aber widersprechen 😂
Ich hab in letzter Zeit einige Modelle zerlegt, Lego, Cobi bluebrixx und andere und muss sagen dass ich dabei doch etliche trenner verschlissen habe 🙈
27. Juli 2024 um 23:34
Vielleicht haben sich einfach zu viele bei mir angesammelt…😂
28. Juli 2024 um 14:56
Sehr schwieriges Thema. Aus Ressourcensicht wäre es mMn sinnvoller, wenn nicht jedes Jahr ein Nachfolgemodell oder zig ab-/aufgespeckte Versionen dieser USB-betriebenen Geräte auf den Markt geschmissen werden, da sich Neuerungen meist eh in Grenzen halten und bspw. Smartphones eh nahezu „ausentwickelt“ sind. Aber klar, dass man (Unternehmen, Brüsseler Gesetzgeber) sich lieber mit Kleinvieh macht auch Mist rausredet und die eigentlichen Ursachen nicht angeht. Weil man bspw. die kapitalistische Lebensweise nicht schädigen/negativ beeinflussen mag. Ähnliches Thema spielt sich auch in Hinsicht von (Einweg-)Plastik ab. Am Ende dreht sich eh alles um Marktwirtschaft und weniger um aktiven Umweltschutz oder Ressourcenersparnisse. Die Erde und der menschgemachte Klimawandel wartet nicht bis Jahr XY, bis die Zielvorgaben einiger Staaten erreicht sind.
Als Verbraucher habe ich insofern das Nachsehen, dass ich nochmal extra in die Tasche greifen muss. Ein originales Netzteil (weil vielleicht das alte nicht kompatibel/nicht geeignet ist) kostet mich dann nochmal 30-50 Euro, manchmal auch mehr, je nach Marke (= gut für den Hersteller; für die (meist) billigen Drittanbieter übernimmt der Hersteller wiederum keine Haftung). Bei einem kaputten Kabel, habe ich dann entweder die Möglichkeit beim originalen Hersteller ein Gesampaket (Kabel + Netzteil) für viel Geld nachzukaufen (aktuell so bei meinem Tablet) oder eben bei einem Fremdhersteller zuzugreifen.
Zudem wird man inzwischen fast schon dazu gedrängt, neue Modelle zu kaufen, weil bsp. der Akku fest verbaut ist und der Austausch je nach Hersteller sich fast nicht lohnt, weil zu teuer. Das frisst doch die Ressourcenersparnis durch Wegfall von Kabel und Netzteile eh um Längen wieder auf (bspw. seltene Erden sind ja nicht in Kabel verbaut, sondern in den Geräten). Bei meinem alten Handy (knapp 7 Jahre genutzt) habe ich drei Mal den Akku (herausnehmbar) austauschen können ohne direkt einen teuren Service aufzusuchen oder ein neues Smartphone kaufen zu müssen. Heutzutage müsste ich zwischen zwischen 150 und 300 Euro zahlen (hatte mal bei unseren tollen E-Läden nachgefragt). Da überlegt man es sich schon zweimal.
27. Juli 2024 um 16:18
Seit der Setvorstellung habe ich darauf gewartet, dass ein Review mir den neuen Hub einmal komplett mit Funktionen zeigen kann. Dank deiner vielen Fotos kann ich ihn mir jetzt ganz gut vorstellen, danke. Wenn es den Hub irgendwann einmal für einen tolerablen Preis gibt (guter Witz eigentlich…), will ich mir mal einen kaufen, um ein (noch zu konzipierendes) MOC-Auto damit anzutreiben und beleuchten zu können (dank PyBricks wohl sogar mit LEGO-Fernsteuerung). Wenn ich es richtig sehe, hat der Hub keine Powered-Up-Anschlüsse, richtig? Ich bin also trotzdem auf die drei Motoren und die LEDs angewiesen? Und wie steif muss ich mir die Lichtwellenleiter vorstellen?
27. Juli 2024 um 17:26
Genau, keine PoweredUp Anschlüsse.
Die Lichtwellenleiter sind flexibler, als man denken könnte und gehen in die Richtung der alten Pneumatikschläuche. Eine 180 Grad Biegung kriegt man mit nur ~1,5cm Schlauchabstand hin (Grenzbereich… fühlt sich schon nicht ganz richtig an 😊 und ob es für ne ordentliche Brechung reicht, habe ich nicht probiert. Aber zur Beschreibung der Flexibilität sollte es passen 😊)
27. Juli 2024 um 17:17
Also Kritisch ist dieses Review aber mal gar nicht, ich will jetzt hier eigentlich nicht in eine Hasstirade verfallen… aber Frage mich doch wie Porsche als Lizenz Geber dieses Modell abnicken konnte:
Denn wenn man es mal ganz nüchtern Betrachtet sieht es der Vorlage überhaupt nicht ähnlich, ein Porsche hat eine ganz klar erkennbare form, egal ob 911 oder 718 (und auf letzterem basiert ja der GT4 E Performance Prototyp). Ich Frage mich bei diesem Kasten an Klemmbaustein Modell wo diese Form überhaupt erkennbar sein soll? Und das Lego ja Porsche Modelle auch als Technik Modelle bauen kann haben sie ja schon gezeigt, siehe 911 RSR. Wieso hat man dieses Modell nicht als Vorlage genommen und weiter entwickelt/umgebaut so das daraus ein Modell des GT4 E Performance wird?
Auch Frage ich mich warum wenn die Beleuchtung ja schon als riesen Feature beworben wird die tatsächlich signifikanten Licht Design Merkmale der Vorlage bei diesem Modell nicht leuchten (ich rede vom Blauen Lichtband am Heck), gerade wo lego jetzt ja sowieso auf Licht Leiter setzt wäre das ganz einfach mit einem Blau Transparentem Licht Leiter umsetzbar gewesen. Das ist einfach verschenktes Potenzial!
Auch warum es bei Lego immer so Bunt sein muss ist wirklich eine Frage die sich mir immer wieder aufs neue stellt, ich verstehe warum Dinge bei einem Technik Modell nicht verkleidet werden, ich finde es auch cool wenn man die Technik Elemente sehen kann. Aber warum müssen die dann in allen Farben des Regenbogens sein? Gerade auf dem Bild der Unterseite des Modells sieht es aus wie in meiner Lego Reste Kiste in denen ein Buntes Mischmasch an allen Fraben liegt! Wenn man die Technik Komponenten hervorheben will okay aber warum dann nicht in einer Konstanten Farbe, vlt sogar zum Modell passend…hier hätte sich ja Hellblau angeboten…?
Für mich ist dieses Set eine absolute enttäuschung und das besonderes weil ich ein riesen Fan des GT4 E Performance Protoypes bin, ich hätte gerne Geld für dieses Modell ausgegeben, aber da es ohne die Sticker nicht Mal annähernd als Modell seiner Vorlage zu erkennen ist muss ich leider Passen… ich weiß nicht was sich Lego dabei gedacht hat (Außer „Ich mag Moneten“) und ich weiß auch nicht warum Porsche dafür seine Lizenz her gibt aber sowas zu Verkaufen ist eine absolute Schade für beide Konzerne (obwohl man von lego ja sowas schon gewöhnt ist weshalb es mich bei Porsche eigentlich noch mehr enttäuscht)
27. Juli 2024 um 18:02
Kritisch im Sinne von dass ich mich nicht „angemessen“ über bunte Lego Steine aufrege und niederschreibe (inkl. der üblichen Klassiker in der Richtung) bin ich sicher nicht, da hast du Recht. Wirds auch nicht geben!
(den Unterschied zwischen objektiven Eigenschaften und subjektiver Meinung dazu kaue ich jetzt nicht durch).
Ich hatte beim Aufbau und Inbetriebnahme (insbesondere beim noch erscheinenden Reel, da ich nicht gleichzeitig filmen und fahren kann) Unterstützung von vier Kindern (9…13 Jahre) und einem Erwachsenen. Es hat sich wieder gezeigt (und nach Aufbauten von über 1000 Sets ist es immer interessant, jemanden zu sehen, der das quasi zum ersten Mal macht) dass für einen ungeübten Legobauer der Aufbau nicht so trivial ist, trotz detaillierter Anleitung, und dass die bunten Steine durchaus hilfreich sind.
Vom Fahrzeug und dem Fahren waren alle Jungs und Mädchen begeistert. Erstaunlicherweise hat keiner die von dir erwähnten Punkte auch nur ansatzweise angesprochen (glaube auch nicht, dass sie mich ernst genommen hätten, wenn ich gesagt hätte „das Ding ist schlecht, weil man bunte Steine sieht wenn man es umdreht und von unten reinschaut“).
Ich freue mich, dass ich im Review alles aufzeigen konnte, was dir bei deiner Meinungsfindung geholfen hat (Ziel erfüllt!). Auch wenn du den Porsche Kacke findest, deine Meinung sei dir herzlich gegönnt.
Zur Frage wieso Lego und Porsche sowas bauen? Wie gesagt, ich kenne mind. vier Personen aus der Zielgruppe, die das Ding ziemlich cool finden (inkl. App Steuerung, und da bin ich auch nicht der Riesenfan von). Vielleicht deshalb…
27. Juli 2024 um 18:04
Also nach nochmaligem anschauen der Bilder muss ich leider zustimmen: ein Porsche Look will da nicht wirklich aufkommen.
Dass die Schaltung jetzt kunterbunt ist find ich nicht so wild, zur Anschauung nicht schlecht. Die Frage ob es dazu je genutzt wird ist eine andere 😂
27. Juli 2024 um 17:59
Hallo André, mich würde interessieren ob du vorhast vielleicht noch ein Review über den hub und die Lichtwellenleiter zu machen? Was da so geht, wie das Ergebnis aussieht,….
27. Juli 2024 um 18:47
Ist derzeit nicht geplant, aber möglich 😊
Kannst du‘s bisschen konkretisieren was du mit „was da so geht“ meinst? (Letztendlich hat er die Motorausgänge und die LED Ausgänge, an die die Lichtwellenleiter angeschlossen werden… was würde dich da genauer interessieren?)
27. Juli 2024 um 19:23
Ja gerade bei den led, ob da zb die Möglichkeit besteht das zu splitten, also mehr dafür schwächere Lichter zu haben. Wie lange so ein Leiter sein kann bevor nichts mehr ankommt. Bzw hast du da schon einen merklichen Verlust feststellen können?
Ist die Helligkeit eigentlich einstellbar? Farbe nur über entsprechende Transparent Bricks oder?
Ich finde das ganze ein interessantes System aber Weiß noch nicht so recht ob ich es gut bzw praktikabel finde 😂
Oder ob led mit Kabel nicht doch einfacher und praktischer wären.
Ich kann aber verstehen dass sich Lego sowas wie lightmybricks nicht antuen will. Das ist viel zu fein, schon für die meisten Erwachsenen 😂, für Kinder erst recht
27. Juli 2024 um 21:53
Ob ich da in einem Review mehr Licht ins Dunkel bringen kann, weiß ich nicht 😊 (aber mal schauen).
Bis dahin schon mal: Prinzipiell ist es schon möglich, das zu splitten. Da wäre aber ein entsprechender Baustein notwendig (den es noch nicht gibt und möglicherweise nicht geben wird), oder was Selbst-Gefummeltes.
Das mit dem Leiter ist schwieriger: zunächst mal sind Versuche begrenzt durch die von Lego vorgegebenen Längen (die erstmal dem Porsche entstammen). Oder man nimmt hier frei verfügbare Lichtwellenleiter. Die Reichweite ist dabei enorm und reicht sicherlich für jegliche denkbaren MOC Größen. Das gilt auch für die LEDs im Hub: sie sind sehr stark, ein merklicher Verlust bei den ca. 20cm ist nicht zu bemerken (ist aber prinzipiell vorhanden, weil es ja Streulicht über die Leiter gibt). Bei größeren Längen und wenn man Licht nur am Endpunkt haben will, wäre eine Abschirmung wie im Porsche hilfreich.
Ich gehe davon aus, dass Farbe nur über transparente Bricks möglich ist und sich im Hub nicht eine Farb-LED versteckt die nur im Porsche nicht genutzt wurde.
Die Helligkeit ist prinzipiell einstellbar (siehe Bremslicht). Auch hier gehe ich davon aus, dass es noch mehr Abstufungen gibt als nur die im Bremslicht (hatte nur eine Vorab-App-Testversion zur Verfügung).
LED mit Kabel hatten wir ja bei den alten Power Functions schon. Grundsätzlich tendiere ich zu einer Kabelversion und denke, dass man damit flexibler bauen kann. Aufgeräumter sieht aber irg.wie der Lichtwellenleiter aus 😊
Eigentlich, ich hatte es geschrieben, wäre sowas wie das 12V Lichtsystem wieder toll. Als man Kabel noch selbst konfektionieren und mit Steckern versehen konnte. Das hat den kleinen Elektroniker in mir begeistert 😀
27. Juli 2024 um 22:35
Danke für die ausführliche Antwort 👍
Wenn du schreibst prinzipiell einstellbar: heißt das man kann das selber regeln wie zb die Geschwindigkeit oder ist das halt irgendwo in der App hinterlegt dass das Bremslicht heller wird wenn man bremst?
Also dass das heller werden nur auf dieses Modell zugeschnitten ist man selbst aber keinen Einfluss darauf hat.
Ja das mit dem Kabel basteln war toll aber ich glaube da bekäme Lego heutzutage Probleme mit diversen kontrolleinrichtungen 😂
Das war bei der pneumatik früher ja auch so, dass man sich die Schläuche alle passend geschnippelt hat. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wie das heutzutage ist?
28. Juli 2024 um 2:30
In der „Control+“ App sind die Fahrzeugspezifischen Eigenschaften hinterlegt und werden automatisch ausgeführt (bspw. Hecklicht ist etwas dunkler und leuchtet dann auf, wenn man die Bremse betätigt). Alle Funktionen sind auf die jeweiligen Modelle zugeschnitten.
Die Hubs lassen sich aber in der „PoweredUp“ App ansteuern und programmieren (bspw. für Modelle, die man selber baut). Dort könnte ich mir vorstellen, dass sich die Lichter dann manuell regeln lassen…
Bei Pneumatik ist es (schon lange) so, dass die Schläuche in den passenden Längen im Set mit dabei liegen. Keine Schnippelei 😊
27. Juli 2024 um 20:39
Licht ist ja schon was feines. Aber gerade wieder bei nem 10+ set mit Stickern zu arbeiten und vorallem control +. Es ist heutzutage so, ja, aber diese Handy Gebundenheit ist schon schade, vor allem bei Lego
27. Juli 2024 um 21:31
Naja, die 10+ler stören sich nicht an Stickern und erfreuen sich am allermeisten an control+ (meine Erfahrung).. insofern macht das schon irg.wie Sinn…
(persönlich bin ich auch kein Freund von der Smart Phone Nutzung bei Lego…)
29. Juli 2024 um 10:02
Wieder ein Set, […]
Kommentar fast vollständig gekürzt. Ich verstehe nicht, wie man in solch einer Sprache über ein Spielzeug schreiben kann.
Sachliche Kritik ist immer herzlich willkommen!
4. August 2024 um 12:12
Erst einmal Danke für diese sehr ausführliche Set-Besprechung.
Ich hab mir das Set für 122 € zugelegt, weil ich diesen Akkumotorlichtblock haben und ausprobieren wollte. Und ich denke auch, dass die Kinder, die das Set in 4 bis 8 Wochen bauen dürfen (ich bau ihn wieder „tütenweise“ zurück), sowohl beim Bau, als auch beim Fahren ihren Spaß haben werden.
Positiv hervorzuheben ist der 6408182 L-Liftarm modified, der 12 Mal verbaut ist (8 Mal im 42171, sonst max 4/Set).
Die Preisleistungsbewertung 8 von 10 finde ich allerdings sportlich. 3 Motoren, 2 Lichtelemente und ein Akku für 100 bis 120 € seitens Lego einzupreisen (ergo ca. 50 € für die restlichen Teile) ist schlicht zu viel. Da wären 5 von 10 vielleicht angemessen (ich gehe davon aus, dass sich die Preisleistung auf die UVP bezieht).
Beim Negativen sollte die fehlende Modularität des Akkumotorlichtblocks aufgezählt werden und vielleicht auch, dass es ein Technikset mit genau einem Zahnrad ist ;). Mir persönlich wäre auch eine Federung lieb gewesen.
Ich hoffe darauf, dass der Akkumotorlichtblock auch mit anderen Apps ansteuerbar werden wird und bin gespannt, was für schöne Autos mit dem Motorblock gebaut werden.