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ToysRUs will offenbar alle US-Geschäfte schließen oder verkaufen

ToysRUs am Times Square | © Andres Lehmann

Laut einer Meldung der Washington Post will ToysRUs offenbar alle US-Geschäfte schließen oder verkaufen: Die Sanierung scheint fehlgeschlagen.

Es ist spät, aber eine Nachricht betrübt mich: ToysRUs will in den USA laut einem Bericht der Washington Post alle 800 US-Filialen für immer schließen und verkaufen, so denn es Interessenten gibt. Eine Sanierung scheint somit fehlgeschlagen.

Ich war vor wenigen Wochen im improvisierten ToysRUs am Times Square, der „alte Laden“ nebst Riesenrad ist seit Jahren verschollen. Doch ich mag die Atmosphäre, die Regale waren gut sortiert und viele Maxi-Minifiguren werteten die Abteilung auf.



33.000 Mitarbeiter würden in den USA ihren Job verlieren. Und: Auch in Großbritannien werden vermutlich alle TRU-Geschäfte geschlossen, außer es gibt noch ein Wunder. ToysRUs Deutschland ist von all dem offenbar nicht betroffen. Sobald wir Neuigkeiten erfahren, werden wir berichten.

Andres Lehmann

Einst mit LEGO City und der 12V-Eisenbahn durchgestartet, Sammler von Creator Expert, Ideas, Architecture und City Modellen und baut gerne MOCs, die hoch hinaus gehen.

17 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Daumendrück, das wenigstens Deutschland erhalten bleibt!
    Wäre echt schade drum…

  2. Also ich persönlich glaube ja das die Toys´R´us Filialen in Deutschland und Österreich in den nächsten beiden Jahren dann auch schließen.
    Wenn dem Konzern plötzlich 800! Filialen fehlen ergibt sich garantiert ein komplett anderes Einkaufsvolumen von den Spielzeugherstellern.
    Und in folge darauf können sich die diversen Aktionen und Rabatte für TR nicht mehr auf lange Zeit lohnen also werden andere (Online) Shops – bzw eigentlich eh nur Amazon die Nase vorne haben.

  3. Tja, das gefräßige Amazon treibt immer mehr Händler in den Ruin. Sollte einem schon zu denken geben.

    Wenn ich mir meine Innenstadt bei mir Zuhause so ansehe wieviele Läden leer stehen ist das sehr traurig. Es sollte wirklich bald ein Umdenken stattfinden wenn selbst die Großen einknicken.

    • Sehe ich etwas anders… und viele Betreiber der kleinen Läden auch. Früher kauften die Leute halt lokal, da es nix anderes gab. Schuhe und Kleidung und Spielwaren wurden alle im Ort oder zumindest in der nächstgrößeren Stadt gekauft. Online gabs halt nicht. Viele Ladenbesitzer haben sich auf diesen Lorbeeren ausgeruht. Haben ihr Sortiment nicht angepasst oder den Service oder oder oder. Bei uns im lokalen Schuhgeschäft bekomme ich zB noch die 2016er Kollektion von Salomon-Trekkingschuhen. Und orthopädische Schuhe für unsere Kleine gibts da auch nicht. Was soll ich dann da drin?
      Anderes Bsp.: Ich war auf der Suche nach einem Foto-Trekking-Rucksack aber keiner meiner lokalen Fotohändler wollte mir da so recht weiterhelfen. Bestellen geht sowieso nicht, wenn dann nur mit Kaufpflicht (d.h. ich muss dann alle 5 Test-Modelle kaufen, oder was?) und dauert auch 3-5 Wochen, weil ja nicht jeden Tag was geliefert werden kann. Toll. Dann eben nicht.
      Wenn denn dann wenigstens die Reklamationsabwicklung gut wär. Aber da heißts dann auch „muss eingeschickt werden, dauert 5 Wochen“ oder „Ersatzgerät? Nein, gibts nicht!“ oder „Erstattung? Nein, wenn dann nur eine Gutschrift!“

      Aber im selben Atemzug jammern, dass die Kundschaft zu den großen Ketten oder nach Amazonien abzieht…

      • Ja dass ist auch richtig. Solche Situationen erlebe ich auch bei uns.
        Dennoch ist es dann wichtig, das der Kunde es dem Geschäft auch mitteilt. Nicht dem Verkäufer, sondern der Geschäftsleitung, die Verantwortlichen!

        Eine E-Mail ist da schon sehr sinnvoll und kostet ja dank der Technik und des Internets nicht viel Zeit und Aufwand.

        Viele viele KundenInnen meckern nur beim Verkaufspersonal, dass solche Beschwerden weiter gibt, aber keinerlei Gehör bekommt.
        Da ist der Kunde das wichtigste Sprachrohr in dem er direkt der Chefetage genau solche Fälle wie bei Ihnen mitteilt.
        Dass macht aber so gut wie überhaupt keiner.
        Und deswegen bekommt man seine Artikel nicht mehr im Geschäft.
        Da muss man einfach nur den richtigen ansprechen, so erreicht die „Masse“ auch etwas.
        Aber dennoch klappt sowas ja in Deutschland leider nicht.
        Denn gemeckert wird immer und überall nur nicht an der richtigen Stelle!
        (Dies hab ich allgemein gemeint und ist nicht auf Ihre Person bezogen)

  4. Für das „Spielerherz“ ist das natürlich eine erdrückende Nachricht. Aber wirklich überraschen tut sie mich nicht. Ich bin sogar der Überzeugung, dass noch andere Ketten folgen werden…

    Die Schuld hierfür würde ich jedoch nicht Amazon oder dergleichen geben. Es gibt zuviele Faktoren, die den Markt beeinflussen…

    Durch massiv gestiegene Grundsteuern ist es vielen Läden nicht mehr möglich, in den Innenstädten präsent zu sein. Daher wird sich oft in größere Einkaufszentren außerhalb eingemietet. Die Folge: die tägliche Laufkundschaft geht verloren (die klassischen Window Shopper).

    Ein anderer Aspekt ist die Digitalisierung. Wenn ich mir heut ein typisches Kinderzimmer ansehe und dagegen meins – da liegen Welten dazwischen. Ich denke, gerade die ältere Generation erinnert sich nur allzu gut an die unzähligen Actionfiguren von Hasbro (Spider-Man, Batman, Action Man und Co).

    Und da kommen wir zum größten Punkt:
    Heutiges Spielzeug bindet nicht mehr in der Form den Spieler wie früher. Selbst bei Lego. Es sind wirklich schöne Sets, aber ich vermisse hier und da das gewisse Flair von damals. Die Robin Hood-Reihe seinerzeit war absolut genial. Ebenso die Ritterburgen, die alten Segelschiffe und die wirklich traumhafte Reihe des Model Teams…
    Heutige Sets wirken zwar toll, aber in Summe eher weniger stimmig. Und das Problem sehe ich mittlerweile bei Spielzeug allgemein…

    Hach ja, genug abgeschwiffen…

    Fazit:
    Shit für TRU, schlecht für die Fan-Kunden aber ein Signal für den Markt, in Summe alles zu überdenken…

  5. Ich bin gespannt wie Lego darauf reagiert. Ein Premium-Partner in einem der wichtigsten Märkte fällt weg und ich bezweifel, dass sie zu Target wechseln werden. Auch wenn TRU in Deutschland bestehen bleibt, könnte ein anderer Partner gesucht werden. Amazon eine Option? Wobei das den eigenen Onlinestore (noch mehr) schwächen könnte, aber die aktuelle Entwicklung lässt wohl wenig Alternativen zu. Bleibt abzuwarten, ob nur eine regionale Korrektur stattfindet, oder eine Verschiebung der Partnerschaften in der USA (und UK) auch Auswirkungen auf den deutschten Markt hat.

  6. Also Amazon ist nun wirklich an allem schuld was? Amazon bedient halt einen Markt der anscheinend dringend benötigt wird. Ich brauche schnell eine neue Tastatur für meinen PC? Amazon Same day oder spätestens morgen. Spontan zu einem Geburtstag eingeladen und kein Geschenk? Ich könnte in die Innenstadt fahren, auf Parkplatzsuche, mich über den Verkehr ärgern und und und. Ach dann bestelle ich das lieber online (egal bei wem) Amazon hat den Vorteil, wenn mir etwas nicht passt, schicke ich es zurück und das ganz unproblematisch. Geld gibt’s zurück, keine Diskussion.

    Jeder online Händler macht im Endeffekt den stationären Handel kaputt, selbst der online Handel von Toys r US selbst.

    Dazu kommt, wie bereits erwähnt der Wandel am spielen selbst. Früher haben wir mit irgendetwas draußen gespielt oder zu Hause Monopoly, hotel, Spiel des Lebens oder Mensch ärgere dich nicht. Heute sitzen alle vor dem PC, Konsole oder Smartphone. Auch da brechen in der Masse gewaltige Umsätze weg.

    Zu guter Letzt werden die Mitarbeiter im Store auch nicht günstiger, die Mieten steigen und die Margen der Händler geringer, weil die Hersteller den Hals auch nicht voll genug bekommen können sowie der Druck wegen online Handel stetig steigt

    • Es ist doch eine reine organisatorische Selbsteinstellung sich auf Privatereignisse einzustellen.
      Amazon hat den Onlinehandel angestrebt und revolutioniert, dass ist klar. Und vieles ist da nach gezogen. Doch was ist mit den schlechten Behandlungen der MitarbeiterInnen bei Amazon?
      Dass scheint dem Kunden egal? Hauptsache der Preis (ein paar Euro weniger als im Handel) und schnelle Lieferung stimmen?

      Sie haben Recht, vor 15 Jahren hat man noch Brett spiele gespielt und war draußen in der Gesellschaft.
      Aber dann streben Sie es doch auch wieder an, in die Stadt zu fahren, zu shoppen und ein Spaziergang zu machen.
      Es gibt unzählige Möglichkeiten draußen was zu unternehmen und ein zukaufen.
      Werden Sie selbst doch nicht zu einem PC- oder Konsole Freak. 😉

      • Sry, aber die Unwissenheit so mancher schmerzt gewaltig. Der Brettspielmarkt boomt wie nie zu vor. Es wurden bis dato (inflationsbereinigt) noch nie auch nur annähernd solche Umsätze erwirtschaftet wie heute. Hierbei sind die USA und der deutsche Sprachraum die beiden größten Absatzmärkte. Extreme Wachstumsraten gibt es zB in Polen und Südkorea.

        In meinem Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich tatsächlich niemanden, der nicht zumindest ein paar Brettspiele daheim hat bzw. regelmäßig spielt. Und dabei spreche ich nicht von „lächerlichen“ Spielen wie DKT, Monopoly, Spiel des Lebens oder Mensch ärgere dich nicht.

  7. Ganz ehrlich, ich war schon seit Jahren nicht mehr im stationären Handel. Viel zu viel Zeitaufwand etc.
    Vielleicht sollte ich schnell nochmal mit meinem kleinen Sohn hingehen, damit er es noch „erlebt“. Aber diese Generation wird auch kein lineares Fernsehen mehr genießen etc. Die Zeiten ängern sich halt.

  8. Ich persönlich denke aber, dass TRU von einer oder mehreren Firmen übernommen wird. Die Deutschen Filialen könnten als Kette (z.B. Toys’r’us GmbH) weiterbestehen.
    Aber, es wurde nur gesagt das sie die Filialen verkaufen! Was ist mit dem Onlineshops?

    Wird TRU als Onlineshop weiterbestehen, oder wird dieser Offline genommen?
    Fragen über Fragen.

  9. Wenn in den USA alle Shops geschlossen haben wird es nicht lange dauern und es ist in EU so weit. Mir geht TRU nicht ab, hab bei denen nie was gekauft da sowieso immer zu teuer.

  10. Es ist schade an zusehen, wie Traditionsgeschäfte kaputt gemacht werden.
    Vieles wird vom Onlinehandel zerstört und der Handel hat es stetig schwerer aber auch die die vieles entscheiden können, die Chefetwagen machen vieles kaputt und entscheiden oftmals falsch.
    Lange Öffnungszeiten bringen z. B. nichts, denn es verschiebt sich nur der Kunde über den Zeitraum. Zudem sind die Geschäfte nicht alle in einer Straße gleich geöffnet und geschlossen.
    Wer geht dann Freitags nur für einem Laden der länger als 20h auf hat in die Stadt?!
    Genauso wie die ständigen Rabattschlachten verwirren.
    Leider erlebe ich den Wandel im Handel hautnah mit.
    Und weiß auch nicht wie es für mich und meine zahlreichen KollegenInnen in Zukunft ausschaut.
    Aber eins ist klar, vieles (so gut wie alles) dreht sich nur noch um Technik und online (ob beim Amt oder im Handel)!

  11. Laut einer offiziellen Meldung heute morgen, wird TRU in USA dicht gemacht, die Rettung ist fehlgeschlagen. In einigen Ländern (übrigens auch Deutschland) sollen die Geschäfte aber bleiben (naja, mal sehen).
    Ich hätte gerne den Link mit reingestellt, aber Andres hat es mir verboten und löscht alle meine Kommentare, bei dehnen ein Link zu einer externen, kommerziellen Seite steht.

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