Womöglich erscheint ein LEGO Todesstern für 999,99 Euro. Ist das zu viel Geld für ein Spielzeug? Meine Meinung – und was denkt ihr?
Über den kolportierten neuen LEGO Star Wars Todesstern haben wir schon berichtet und Max hat sich zudem zu möglichen Minifiguren geäußert. Ein Gerücht aber hält sich bis zum heutigen Tage: Der neue LEGO Todesstern, ob nun geschlossen, offen, rund oder eckig („Resistance is futile“) soll laut „reinen Spekulationen“ 999,99 Euro UVP kosten. Runden wir doch einfach mal ganz sportlich auf 1.000 Euro auf.
Inhaltsverzeichnis
Ist das noch ein Spielzeug?
Dieser „magischen“ Summe von 1.000 Flocken hat sich LEGO in den letzten Jahren immer mehr angenähert. Wenn man so möchte, ging alles mit dem 75192 UCS Millennium Falcon im Jahre 2017 los. Matthias und mich hat dieses Set damals begeistert (wir hatten mit einem Interview in Billund den „Stein ins Rollen gebracht“…), aber ich hätte mir nie ein Set für 799,99 Euro gekauft. Mittlerweile verlangt LEGO für den noch immer erhältlichen – und exklusiven – Bausatz 849,99 Euronen. Aber: Nun einfach mal auf 1.000 Euro hochzuspringen, das ist eine klare Ansage an alle Sammler. Auch wenn mehr Steine verbaut würden, fragt sich: Ist das noch ein Spielzeug? Für 1.000 Euro kann ich – so wird ebenfalls gemunkelt – gleich zwei Mal die Switch 2 mit zwei Spielen kaufen. Oder ein Fahrrad. Oder ein Ticket für einen Sitzplatz außerhalb des Stadions bei einem Taylor Swift Konzert in den USA.
Der Markt regelt das
Um es klar zu sagen: Natürlich „darf“ das LEGO, und der Jahresbericht 2024 gibt dem Unternehmen, das mir seit vielen Jahren so viele Sympathien abverlangt, recht. Reine Marktwirtschaft sozusagen. Nur ab wann werden Sammler verprellt? Man stelle sich vor, jemand möchte alle UCS Sets bei sich haben („mein Schatz“), oder möchte seine Sammlung an Star Wars Minifiguren stets vervollständigt wissen. Kann sich dann noch „einfach mal so “ ein Set in dieser preislichen Größenordnung „geleistet“ werden?
Ich erinnere mich noch gut daran, dass es Monate (!) gedauert hat, bis ich mir vor zehn Jahren gesagt habe: Okay, dieses wunderschöne modulare Haus (10218 Pet Shop) kaufst du dir, für 150 Euronen. Das war damals meine Hürde! „Natürlich“ habe ich mittlerweile andere „Hürden genommen“ und viel, viel Geld in die bunten Steine aus Billund investiert. Und klar, natürlich habe ich in zehn Jahren Zusammengebaut auch zahlreiche Muster erhalten und jene Sets in Reviews vorgestellt, die ich mir nicht gekauft hätte (und nicht leisten konnte). Aber das einmal „ausgeklammert“: Ich persönlich würde mir kein LEGO Set kaufen, das mehr als 300 Euro kostet. Vielleicht 400, wenn es das lang ersehnte, neue spitzenmäßige Fahrgeschäft ist. Aber bis zu 1.000 Euro ist es dann noch immer ein sehr langer Weg.
Rundum: LEGO agiert weltweit. Nicht jedes Land mag so krisengebeutelt sein wie jene in Europa – und „schlecht“ geht es uns Europäern im Vergleich zu vielen anderen Ländern weltweit ohnehin nicht. Selbstredend veröffentlicht LEGO auch Sets für 20 Euro. Aber ich kann mich als langjähriger LEGO Fanman (der Bauer der Nacht) schlichtweg nicht damit anfreunden, dass in diesem Jahr vermutlich ein LEGO Set erscheint, dass 999,99 Euro kosten wird. Das ist dann für mich… keine runde Sache.
Eure Meinung!
Wie immer bei solchen Meinungsbeiträgen gilt: Uns interessiert eure Meinung! Äußert euch aber bitte sachlich, geht lieb miteinander um und schreibt uns gerne eure Meinung. Zuletzt haben wir hier sehr sachliche Diskussionen auf dieser Baustelle erlebt und ich würde mich freuen, wenn das auch diesmal funktioniert. Also: Schmerzgrenze erreicht, oder darf ein Set gerne 1.000 Euro und mehr kosten? Haltet eure Meinung nicht hinterm Todesstern!
27. März 2025 um 15:20
Es gab schon einen sehr sehr guten sehr beliebten Todesstern der mit Rabatten unter 300€ zu haben war.
Damals haben sich viele eine Version gewünscht die eine Außenhaut bekommt.
Diese bekommen wir nun hoffentlich plus ein paar Szenarien im innern.
Wenn Preis Leistung stimmt, dann wird es grandios.
Wer groß will, muss auch groß bezahlen.
Finanziell potente Interessenten hat Lego weltweit zu genüge und die Star Wars Fangemeinde ist riesig. Wahrscheinlich würde sich auch ein 3000€ Todesstern gut verkaufen.
27. März 2025 um 15:45
Ich möchte hier ganz gewiss keinem Baumeister die Vorfreude nehmen. Für Urlaube geben „wir Deutschen“ ja auch ein Vermögen aus. Aber meinst du wirklich, dass sich auch bei 3.000 Euro noch immer genügend Käufer fänden? Ich vermag das nicht zum sagen… einzig meine persönliche Antwort wäre: No was. Aber eine Enterprise D für unter 300 Euro wäre schön. 😉
28. März 2025 um 7:29
Gerade diese großen und außergewöhnlichen Sets mit vielen Minifiguren haben unheimlich an Wert zugelegt und sind bei Sammlern sehr begehrt. Aber das ist nicht nur bei Lego der Fall sondern ist ein weltweites Phänomen. Ob es nun Legosets sind oder Sammelkarten, Sneakers, Eintrittskarten etc.! Die Leute zahlen die Preise, egal wie hoch die sind und das ist das Problem. Ich bin da tatsächlich aber auch schon lange raus. Meine Preishürde lag damals schon bei 100€ für ein Set. Alles darüber ist mir definitiv zuviel wenn man bedenkt welche Gewinnspanne Lego erzielt.
28. März 2025 um 18:48
Ich glaube schon, dass sich genügend Käufer finden würden. Es wäre eben die Aufgabe von LEGO im Vorfeld abzuschätzen wie die Marktlage ist, und die Produktionsmenge dem Begriff „genügend“ anzupassen. Der Preis wird kein Problem sein. LEGO positioniert sich in der Art der visuellen Produktpräsentation recht eindeutig im Luxussegment. Bei einem „Leuchtturmprojekt“ einer etablierten Marke reicht eigentlich schon die erregte Aufmerksamkeit um mit dann mehr Wahrnehmung mehr Umsatz zu generieren. Der muss dann gar nicht mehr mit dem „Leuchtturmprojekt“ selbst erreicht werden. Der Falke war 2017 eigentlich schon so ein Produkt.
Rethorische Frage: Na, warum wohl war der Falke zu Beginn erstmal „ausverkauft“…? Produktionskapazitäten können es wohl kaum gewesen sein.
Ich kritisiere nicht die Preise, sondern die meines Erachtens nicht (mehr) passende reale Qualität. Aber den Ansatz als exklusive Premiummarke über die anderen nachwachsenden Hersteller zu strahlen, könnte zumindest aktuell nur LEGO in der Klemmbausteinwelt erreichen. Niemand sonst hat in diesem Produktsegment eine vergleichbare Bekanntheit und Medienrelevanz. Wenn jetzt noch eine überragende Qualität am Start wäre – die LEGO ja absolut liefern könnte – wären auch Sets für 3, 4 und 5-tausend EUR möglich. Aber LEGO sieht sich meines Erachtens gar nicht in der Notwendigkeit hervorragende Qualität zu liefern. Die Zahlen stimmen ja auch so. Das ist traurig, weil nicht nachhaltig. So macht man schnelles Geld, aber langfristig die Firma kaputt.
29. März 2025 um 9:20
Lego hat was die Preise betrifft, längstens die Normalität aus den Augen verloren. Es geht schon lange nicht mehr alleine um Sets zum spielen oder der Kreativität freien Lauf zu lassen, sondern auf maximale Gewinne. Und zwar ausschliesslich auf maximale Gewinne, alles andere für was diese Marke einmal stand, ist völlig irrelevant geworden. Lebe nach dem Motto, nur gebrauchtes Lego ist gutes Lego.
29. März 2025 um 18:01
Leider ja. LEGO versteht sich mehr und mehr als Statussymbol, und nicht mehr als Kinderspielzeug. Das sieht man ja sehr deutlich an den Lifestylebildern zu den Produkten. Da sieht man Leute Techniksets in der Hand halten, die in der Realität nie und nimmer so ein Set bauen würden. Diese Models können genauso gut Uhren, Handys oder sonst ein Luxusprodukt präsentieren. Peinlich und traurig für ein ehemaliges Kinderspielzeug.
29. März 2025 um 10:06
Volle Zustimmung!
27. März 2025 um 20:04
Die Legoära ist vorbei, die können nur noch Teuer. Qualität, Farbzusammensetzung, Menge der Teile & vieles mehr
27. März 2025 um 20:14
Deine Aussage ist nicht korrekt. Schau dir doch Mal die Geschäftszahlen des Vorjahres an, oben im Artikel verlinkt.
Auch „nur noch teuer“ stimmt nicht, es gibt viele Sets im unteren Preissegment. Hier geht es ja darum, zu ergründen, wie teuer ein Spielzeug sein sollte. Den Todesstern werden sich viele Baumeister leisten können. Ich gehöre – wie vermutlich manch anderer Baumeistern – nicht dazu, denn für das Geld radele ich lieber ein paar Tage durch die Eifel und könnte mir viele, viele Eisbrecher leisten. Übrigens in der Hamburger Innenstart kostet die Kugel Eis nun drei Euro – ales was rund ist, wird teurer. 😉
28. März 2025 um 9:47
Okay, klar. Hamburg liegt am Wasser, und das KANN gefrieren. Einen Eisbrecher sehe ich also ein. Aber was willst du mit mehreren Eisbrechern?
28. März 2025 um 9:55
LOL
Bleibt jetzt so. 😉
28. März 2025 um 16:20
Ja, aber die Kugel in der Hamburger Innenstadt kauft auch kein Mensch. Außer vielleicht reiche Schnösel, die nicht wissen wohin mit dem vererbten Krempel 😆
Man fährt dazu mit dem Rad nach Poppenbüttel oder Harburg und kauft sich die Kugel für 1,80€.
Und ein Klemmbausteinset muss erstmal richtig abliefern, wenn es meint, in der preislichen High-Society mitspielen zu wollen.
Die Begründung dafür vom LEGO Konzern für die ganzen maßlos überteuerten Sets fehlt mir immer noch 🤔😉
27. März 2025 um 15:48
Mit jedem Set das mehrere hundert Euro kostet, werden Alternativen attraktiver…
27. März 2025 um 16:04
Du meinst die Alternativen die Plagiate ohne Lizenz anbieten?
Ich kenne außer Lego nämlich keinen Anbieter von Star Wars Klemmbausteinsets.
Der Preis steigt mit Größe des Sets. Solange der Teilepreis nicht explodiert ist der Preis doch legitim. Teilweise sind die Teilepreise bei 300€.
27. März 2025 um 16:17
da ist Text verloren gegangen.
Ich meinte teilweise sind bei SW die Teilepreise bei unter 80€ Sets höher als bei höher 300€ Sets
27. März 2025 um 19:18
Ah, der ewige Tanz zwischen Angebot und Nachfrage – oder vielmehr zwischen Konzerngier und Konsumentenleidensfähigkeit. Ist es das wert? Selbstverständlich nicht! Doch in einer kapitalistischen Marktlogik, in der Preise nicht durch Fairness, sondern durch die maximale Schmerzresistenz der Kundschaft definiert werden, gibt es nur eine Konsequenz: Weiter so, immer höher, immer dreister!
Denn wer zahlt, bestätigt. Und wer protestiert, aber dennoch kauft, liefert die empirische Evidenz, dass die Grenze noch lange nicht erreicht ist. Der Homo oeconomicus ist schließlich ein Mythos – der Homo ludens hingegen ein willfähriges Versuchskaninchen.
28. März 2025 um 16:31
Der Preis sollte aber mit der Größe des Sets fallen ☝️. Das Mehr an Steinen steigert den realen Set-Wert nicht linear, da Synergien hinsichtlich der kostentreibenden Faktoren wie Verpackung, Anleitung, Stickers 🤣 und der Vertriebskosten erzielt werden.
27. März 2025 um 18:06
Es gibt zwar andere Hersteller, aber sowas wie Star Wars, Potter, Avengers stellt halt niemand legal her, da weiss man halt auch nie was so im Material drin ist
27. März 2025 um 15:57
Naja solange Star Wars Fans die Preise bezahlen, so lange wird es Star Wars Fans geben die das kaufen. Und in diesem Fall ist das Wort Fan auch negativ behaftet.
Kauft es doch einfach nicht, Euch zwingt ja keiner es zu kaufen.
27. März 2025 um 16:06
Ein Star Wars Fan würde das sicher zahlen.
Einen Borg Cubus in vergleichbarer Größe und Preis, würde sich aber wahrscheinlich nicht so gut verkaufen.
27. März 2025 um 16:10
Kürzlich einen Artikel gelesen: Offenbar schafft es Paramount nicht, neue Star Trek Fans zu gewinnen. Section 31 war ein Versuch… aber der ging nach hinten los. Insofern hoffe ich inständig, dass LEGO mit der kolportiert eingeholten Star Trek Lizenz den Bogen nicht überspannt…
27. März 2025 um 16:14
Aber Borg Cube, klingonischer Bird of Prey und die Defiant müssen schon sein. 😉
27. März 2025 um 16:17
Natürlich, darüber diskutieren wir doch nicht. 😉
Und wir sprechen uns dann wieder, sobald DS9 für 1.000 Euro vorgestellt wird. 🙂
27. März 2025 um 18:06
Im Prinzip habe ich nichts gegen diese hochpreisigen (oder auch riesigen) Sets, sie kommen mir aber zu häufig. Alle paar Jahre nen Eiffelturm oder Todesstern ist dann eben ein Werbeprojekt.
27. März 2025 um 18:51
Schwierig. Mir als DINK (Double income, no kids) geht es finanziell recht gut, mal gelegentlich nen Tausender für Quatsch auszugeben ist machbar. Und ja, ich würde diese Summe auch für ein Lego-Set ausgeben, wenn zwei Vorraussetzungen gegeben sind:
– ich will es haben
– das Preis/Leistungsverhältnis stimmt für mich
Gerade Letzteres wird so schnell nicht passieren. Ich fange jetzt gar nicht mit hohen Preis-pro-Teil-Verhältnis oder günstigeren Alternativen an, darum geht es mir nicht. Aber ganz realistisch habe ich dann 1000 Euro für ein paar Kilo Plastik ausgegeben, was ich einmal zusammenklöppel und dann in irgendeiner Ecke verstauben lasse. 1000 Euro! Die sind in der nächsten Urlaubsplanung besser aufgehoben.
Beim Todesstern zieht bei mir auch kein „haben will!“. An den Star-Wars-Sets habe ich allgemein wenig Interesse.
27. März 2025 um 19:08
Das Problem bei Lego ist nicht, dass es so ein teures Set geben könnte, sondern dass mittlerweile quasi nur noch teure Sets auf den Markt geschmissen werden. Der Falke war da mit 800€ noch der hell strahlende irsinnig hohe Leuchtturm in einem Meer erschwinglicher Sets, aber die 1000€ für nen Todesstern leuchten da angesichts der Menge an super teuren Sets kaum noch. Warum sollte man sich sowas kaufen, wenn es doch auch nur ein beliebiges Set ist, das einfach nur nen paar Euro mehr kostet als die anderen ebenso beliebigen Sets am Markt?
28. März 2025 um 10:23
Genau das. Vor allem, wenn dann alle paar Jahre so ein Set rauskommt, kaufe ich es mir eventuell auch, wenn es mich wirklich reizt. Aber ich habe einfach nicht das Geld (und den Platz), um mir ständig Sets im Bereich von 300-600€ zu holen. Wobei die Flut an Sets in diesem Bereich auch den Haben-will-Reiz deutlich absenkt, eben weil es nichts mehr besonderes ist.
28. März 2025 um 10:38
Gut getroffen. Ja der war sehr teuer aber eben auch was sehr sehr besonderes.
Bis dann immer mehr 500€+ rauskamen…und jetzt 1000€ für eine graue Plastikkugel 😂
28. März 2025 um 16:43
Hmm, gute Analyse.
Kann dem nur vollumfänglich zustimmen 👍.
27. März 2025 um 19:29
Sind wir also fast schon über die sagenumwobenen 1000€ für nen paar Kilo Plastiksteinchen und Leute werden das nach wie vor kaufen, Wahnsinn. Ich habe mich schon lange von Lego verabschiedet da es einfach nur noch langweilig ist Lego-Sets aufzubauen, dennoch gibt es das hier und da mal ein Set das ich doch gerne hätte. Aber da Lego-Sets von der Qualität her -mit ausnahme der No-Name-Kopierer- eh schon lange unter den meisten Herstellern befindet, innen kunterbunt sind und ich mich bei solchen Preisen nicht nur einmal übern Tisch gezogen fühle kaufe ich lieber Plagiate. Da kommt dann auch das Lego-Feeling von früher wieder auf wo es noch keine Bauschritte gab.
27. März 2025 um 19:45
Der Kauf von Plagiaten ist falsch. Natürlich kosten Lizenzen Geld und Sets wollen entwickelt werden. Auch LEGO Designer wollen bezahlt werden. Aber Designer legen nicht die Preise für die Sets fest.
Und ich meine hiermit nicht andere Hersteller, die eigenständig Sets entwickeln – mir geht es um Raubkopien.
28. März 2025 um 10:37
Da kann ich nur zustimmen! Wenn ich einen Sternenzerstörer quasi 1:1 kopiere und das Ding dann „Mächtiges Kriegsraumschiff“ nenne, ist das einfach ein Plagiat – Punkt. So etwas gehört nicht unterstützt! Wenn ein Hersteller eine Achterbahn rausbringt, die von der Optik her (Farbwahl,…) ganz klar am Legomodell orientiert ist, ansonsten aber eine eigenständige Entwicklung, dann hat das vielleicht ein Gschmäckle, aber ist dann doch nochmal was anderes. Wobei ich mich selbst da schwer tue, das dann zu kaufen, weil ich diesen absichtlich herbeigeführten Kopielook nicht mag. Im Gegensatz dazu, habe ich bei komplett eigenen Entwürfen keine Berührungsängste.
Und was das bauschrittlose Legofeeling von früher angeht: Der Lego 8868 Pneumatik Truck war 1992 ein riesiges Leuchtturmmodell, das ich mir nicht in den kühnsten Träumen vorstellen konnte zu besitzen. Ich war dermaßen happy, als ich den dann tatsächlich bekommen habe. Das war stundenlanger Bauspaß – mit 954 Teilen. Aus heutiger Sicht sind das absurd wenig Teile für ein Technic-Flaggschiff. Wenn ich mir vorstelle, den Falken ohne Bauschrittunterteilung zu bauen…
28. März 2025 um 16:49
Ich glaube er meint die primär solche Sets wie die von Mould King.
Die sind ja schon lange keine reinen Plagiate mehr. Natürlich nicht lizenziert und immer hart am Legalen, aber keine Kopien. Zumindest nicht von LEGO.
Geht ja auch gar nicht, bei den Teilezahlen die die mittlerweile verbauen. Sowas findet ja bei LEGO gar keine Entsprechung.
27. März 2025 um 22:07
Ich habe letztes Jahr meine Lego-Leidenschaft nach über 45 Jahren Abstinenz wiederentdeckt. Man, war ich shoppen. Ich denke, in den ersten 9 Monaten habe ich um die 5000,- Euro ausgegeben. War eine Sucht – so reich bin ich nicht. Aber zum ersten Mal seit Ewigkeiten hatte ich (bis heute) wieder richtig tief Spass. Im Endeffekt habe ich ein paar Sparraten ausgesetzt. Ab und an darf man auch mal Spaß haben, und das hätte ich.
Aber dann habe ich mich auch (sehr viel) tiefer in die Materie eingearbeitet. Ich hätte kapiert, das alle paar Wochen, eigentlich ständig, Rabattwellen durchs Lego-Land rollen. Bis dahin hatte ich nur im Store gekauft. Dann halt Amazon.
Und dann… dann habe ich verstanden, dass Lego Faktor 2-3 teurer ist als die bösen Nachahmer. Dann habe ich mich mit denen beschäftigt. Derzeit schließe ich den Bau von Burg Blaustein ab. Was ein Spaß. 5200 Teile, 199,90 Euro. Kein Unterschied zum Original erkennbar. Modellbau für Größere. Und da sind bestimmte Spezialteile dabei, da möchte ich Grade nicht bei Pick-a-Brick nachschauen.
Was ich sagen will: Lego ist obszön. Und scheinheilig. Nun bringen sie „Häuser“, die nur noch aus Fronten bestehen und andere Geschichten außerhalb jeden Massstabs. Ich bin ein riesen Fan der ganzen Hausmodelle. Eben waren Doppel-Punkte-Tage und ich habe endlich den Jazz-Club gekauft. 229,00 Euro. Jazz-Club. 229,00. Blaustein. 199,90. Und da lese ich doch vom Gerücht, dass Lego via Nike wohl auf den Sneaker-Hype aufspringen will.
So wie ich das sehe, wird man mit Lego glücklich, wenn man an Lizenzkram Freude hat. Phantasievolles bauen, Burgen, Eisenbahn und so weiter kennt andere Namen. Bei denen landet jetzt jedenfalls die große Masse meines Geldes.
Wie gesagt: ich bin nicht reich. Aber wenn ich anderswo den doppelten Spaß für den halben Preis haben kann, naja. Dann habe ich halt keine Fragen mehr.
28. März 2025 um 16:57
Wer Spezialteile als Rechtfertigung für die sehr hohen Preise gelten lässt, bei dem hat das Marketing alles Richtig gemacht.
Und der gesunde Menschenverstand natürlich vieles Falsch 😜.
28. März 2025 um 22:17
„Nun“ bringen sie Häuser, die nur noch Fassaden sind? Sind wir endlich im Jahr 1980 angekommen?
27. März 2025 um 23:46
Da ich kein Star Wars Fan bin und es ja nicht um dieses spezielle Set, sondern um die Preise und Größe der Sets geht, rede ich von meiner Sparte: Modular Buildings.
Ich liebe sie. Doch ich habe weder das Museum, noch den Botanischen Garten gekauft,obwohl mich der richtig reizt. Da haben wir Preise erreicht, die ich nicht ansparen und dafür ausgeben will. Insofern bin ich gerade bei Funwhole gelandet und sehr happy damit. Aber es gibt Menschen, die viel Geld und damit verbunden oft sehr viel mehr Platz haben und für die spielt das Geld eben nicht die Rolle und auch die wollen sich besonderes gönnen. Und ich denke, da kommen dann große und teure Sets an ihre Abnehmer.
Ich kann mir nicht alles leisten und das ist ok so. Mich stört es wirklich viel mehr, wenn ich das Gefühl habe, das Lego geizt. Wenig geben will:(wenig Details, oft nur Fassade und wenig dahinter…) und dafür viel Geld haben will. Das macht mich als Fan richtig sauer. Da fühle ich mich als Fan wie mit Füßen getreten und dann gehe ich weg.. Wohin?… Genau im Moment zu Funwhole.
Da stimmt für mich gerade alles.
28. März 2025 um 6:49
Preise sind eine Sache, aber die Qualität passt für mich nicht mehr bei dem Preis. Ich kaufe inzwischen mehr alternative Hersteller und bin begeistert!
28. März 2025 um 7:30
Das Einzige was ich schade finde, dass ich keine Lego-Aktien kaufen kann…
28. März 2025 um 7:58
Familienunternehmen… 😉
28. März 2025 um 8:10
Meines Erachtens wurden die schon immer recht hohen Preise von LEGO früher nicht so sehr in Frage gestellt wie es heute passiert. Und das hat auch einen guten Grund. Es war früher nicht erforderlich, weil man für einen hohen Preis auch ein hochwertiges Produkt bekommen hat. Ein mit Liebe und Engagement gestaltetes Set aus besten Teilen, dem man anmerkte, dass die Herstellerfirma einen hohen Anspruch an sein Produkt hat.
Da muss man gar nicht weit zurückblicken. Die früheren Modulares sind traumhaft. Oder die überragende Saturn V.
Wenn ein Set immer die Balance aus Preis und Qualität behält, kann es meinetwegen 1000,-, 2000,- oder was auch immer kosten. Es ist dann etwas Besonderes und wirklich Exklusives, was man sich entweder leisten kann / will, oder eben nicht.
Was wohl viele und auch mich ernüchtert ist die Tatsache, dass LEGO leider nur noch selten seinem einstigen Qualitätsanspruch folgt. Das ist schade. Und das ist eben zu oft passiert. Wäre es nicht so, würde dieser Artikel hier gar nicht existieren.
29. März 2025 um 10:24
Sehr richtig!
28. März 2025 um 8:20
Noch eine kleine Ergänzung zum anderen Kommentar:
Zum Beispiel nenne ich hier mal den UCS AT-AT.
Eigentlich steht das Set außer Frage. Ikonisches Gerät, top Film, beeindruckende Größe. Alles prima. Wenn man es sich leisten kann oder will – dann los.
Aber dann wird man für sehr sehr viel Geld mit einem Geiz konfrontiert, der einem nicht einmal alle Snowtrooper für die freien Sitze gönnt. Was werden 40 Figuren für LEGO selbst wohl kosten? Wahrscheinlich keine 2 EUR. Und zudem noch Aufkleber für ein absolutes Sammlerset. Hier macht sich LEGO selbst wieder klein. Es fehlt einfach der Anspruch der beste Hersteller zu sein. Aber der Preis ist auf absolut top eingestellt. Das passt einfach nicht. Und ich fürchte aus Erfahrung einfach, dass es beim TS wieder so sein wird.
28. März 2025 um 9:00
Sehe ich genauso. Also wenn für 1000€ ein Stickerbogen dabei wäre, wäre das einfach nur noch lächerlich. Lego verprellt keine Kunden durch den Preis sondern durch Geiz, Einsparungen und dem fehlenden Anspruch die beste Qualität die nur möglich ist anzubieten.
28. März 2025 um 15:50
Eure Armut kotzt mich an 😉
Die SW Fans werden es kaufen, ich selbst bin mir noch nicht sicher, da ich SW gerne schaue, aber kein Fan bin.
Bei LotR würde ich blind bezahlen.
28. März 2025 um 18:26
Na ja, manche Leute meinen diesen Spruch ja tatsächlich ernst.
Wenn das jemand zur Aufrechterhaltung eines gewissen Selbstbewusstseins braucht, dann kann er meinetwegen gerne seinen Frieden damit haben.
Es wird nur dann recht peinlich, wenn das dem Preis gegenüberstehende Produkt so gar nicht die passende Qualität besitzt.
Auf der LEGO-Seite gibt es beim „Flexferrari“ eine Bewertung in der jemand allen ernstens geschrieben hat, dass es schon gewisse Mängel gibt, aber die Qualität eben über den (hohen) Preis kommt. Da kann man dann leider auch nicht mehr helfen.
28. März 2025 um 16:09
Die Frage ob ein LEGO-Set 1000€ oder gar mehr kosten darf, hast du dir im Artikel schon selbst beantwortet.
Klar darf ein Set das. Nur ist es dann halt kein Spielzeug für Kinder mehr.
Diese Grenze, damit es OK sei, für das Wunschspielzeug unterm Weihnachtsbaum 1000€ zu latzen, haben wir noch lange nicht erreicht.
Aber du selbst sagtest es öfters im Artikel‘ für Sammler, ja für Sammler scheint das eine gewisse Normalität geworden zu sein.
Trotzdem bin ich persönlich bei solchen Preisen raus. Dafür ist das Gebotene definitiv nicht wertig genug. Da braucht mir auch keiner mit „Aber die Lizenz!“ kommen.