Im Kino ist der Super Mario Galaxy Film angelaufen: Heißt es Level Up oder Game Over? Starten wir das Jump’n’Run!
Ich habe mir gestern gemeinsam mit meiner Tochter auf der großen Leinwand den Super Mario Galaxy Film aus der „Minions-Schmiede“ von Illumination angesehen und möchte gerne aufdröseln, warum mich dieser Animationsfilm begeistert hat und warum es sich um einen würdigen Nachfolger des Super Mario Bros. Films aus dem Jahre 2023 handelt. Also nichts wie rein ins Review-Abenteuer!
Um es in den Worten meiner Tochter zu sagen und gleich mit der Tür ins Pilzhaus zu fallen: Die Story ist wild! All jene Erdenbürger, die mit den Klempner-Spielen nichts an der Mario-Mütze haben, könnte das Geschehen schnell irritiert zurücklassen. Doch all jene, die zumindest einige der Mario 2D- und 3D-Abenteuer in den letzten Jahrzehnten mit Freude gespielt haben, werden, so denn sie ähnlich gestrickt sind wie ich, aus dem Lachen nicht mehr rauskommen. Ich kann mich an keinen Film erinnern, der mit so vielen Easter Eggs des Weges kommt – und das kurz vor Ostern!
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Inhaltsverzeichnis
„Schau mal da!“
An sich war ich die ganze Zeit dabei, die große Leinwand nach kleinen „Spielereien“ abzusuchen. Überall gab es etwas zu entdecken – die Liste an Überraschungen ist lang. Dass Yoshi etwa diesmal mit dabei ist, das verrät schon das Poster. Und in welchem Spiel tauchte der kleine grüne Dino zunächst auf? In Super Mario World auf dem altehrwürdigen SNES! Einige Male hatte ich fast Freudentränen in den Augen ob der klaren Anleihen an den Jump’n’Run-Klassiker. Nostalgie zieht eben immer.
Die Animationen und Bilderwucht sind unbeschreiblich gut – der hohe Standard von Pixar wird hier mit Leichtigkeit genommen. Und das ist etwas, dass auch ohne Nostalgie für die kleineren Kinogänger mit entscheidend ist, bei denen Nostalgie noch keine Rolle spielt. Die Identifikation mit den Figuren ist ebenso wichtig. Prinzessin Rosalina etwa zeigt auf: In der Ruhe liegt die Kraft.
Dieser Film ist wie gemacht für Nerds, die nie aufgehört haben, den Controller aus der Hand zu legen. Und kleine Kinder werden ihre helle Freude haben – so denn sie nicht zu jung sind. Wie meine Tochter zurecht sagte: Der Film sei sehr lustig, teils sei das Geschehen aber auch ein wenig „traurig“. Die Action lässt zudem fast keine Verschnaufpause zu. Aber: Bis zum Ende gibt es immer wieder diese auflockernden Momente, die einen sofort zum Grinsen oder gar zum Lachen bringen. Und was gibt es Schöneres, wenn die Tochter und ihr leicht ergrauter Vater auf dem Nachbarplatz über die gleichen Szenen lachen?
Let it go?
Was ich am Ende noch herausstreichen möchte: Der Super Mario Galaxy Film nimmt sich selbst nicht zu ernst. Das mag als Ausrede für eine teils verworrene Handlung nicht ausreichen. Aber: Zum einen werden „frei Schnauze“ einige Charaktere aus dem Nintendo-Versum in den Ring geworfen, mit denen der geneigte „Super Mario“-Freund nicht gerechnet hätte. Und zum anderen erinnern teils ganze Handlungsstränge an Star Wars oder die Eiskönigin. Und wer nun schimpft, „wie können die nur“, der hat sicherlich im Hinterkopf, dass auch Star Wars „kopiert“ ist.
Das Spiel Gut gegen Böse, und der Prinzessin, die gerettet werden muss, ist nicht neu. Aber gepaart mit ganz viel Fan-Service, einer wunderschönen „Grafik“ und unschlagbaren Situationskomik wird hier ein Koopa-Schuh draus. Für mich steht hinter diesem Film kein… gelbes Fragezeichen. Sondern ein dickes rotes Ausrufezeichen!
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Eure Meinung!
Meine persönliche Meinung – mitsamt der Einschätzung meiner Tochter – habe ich beschrieben. Nun interessiert uns eure Meinung: Habt ihr den Super Mario Galaxy Film gesehen oder habt ihr vor, für den zweiten Streich von Mario und Luigi ins Kino zu pilgern? Wie haben euch der erste und nun zweite Teil gefallen? Äußert euch gerne in den Kommentaren – auch Unterwelt genannt.

2. April 2026 um 11:22
Ich bin dann wohl eher auf der Seite der Leute, die den Film dann erst im Streaming schauen werden, wenn überhaupt. Ich fand schon den ersten nicht so besonders (und mein Bruder auch) und nach allem, was ich bisher gelesen und gesehen habe, steigert der zweite diese lose Aneinanderreihung von Referenzen und Gags aus den Spielen ins Extreme. Ja, das macht sich prima als 10-Sekunden-Clip auf TikTok, wird aber eben auch schnell fade. Wir waren immer Fans der Spiele, aber man muss auch nicht alles mitnehmen, was dann noch so drumherum vermarktet wird.
2. April 2026 um 12:25
Den Yoshi-Popocorn-Eimer für 35 Euro haben wir auch nicht gekauft. 😉
Aber klar ist: Wenn dir der erste Film nicht gefallen hat, dann wird dir womöglich auch der zweite nicht zusagen. Die Gag-Quote ist merklich höher. Und das hat ja, wie oben beschrieben, mir persönlich sehr zugesagt. 😀
Und zum Thema Kino oder Streaming: Meiner Meinung nach macht sich dieser Film ganz hervorragend auf der großen Leinwand. Ein grandiose technische Meisterleistung! Aber auch zu Hause am Bildschirm sollten die Gags zündern (so denn man auf Kalauer steht!).
3. April 2026 um 8:57
Ich hab den Film gestern mit meinen Kids im Kino gesehen, und ich musste mich an einen alten Spruch erinnern, den ich seinerzeit über den „Eurovision Song Contest“ gehört habe – „Nüchtern nicht zu ertragen, besoffen ein phänomenaler Spass“. Vielleicht hole ich dieses Gefühl im Heimkino nach 😉 Der 7-jährige zu meiner Linken war begeistert, die 13-jährige zu meiner Rechten war enttäuscht – und letzteres muss ich leider teilen. Ja, der Film bietet extrem viel Fanservice, richtet sich natürlich primär an Fans der Spiele plus deren Charaktere, die Qualität der Animationen ist erstklassig, das Ganze prinzipiell sehr liebevoll gestaltet und durchgehend mit hohem Tempo versehen. Leider fehlt dem Film aber die Seele, sprich: die Story bewegt sich auf dem Niveau der Super Mario Spiele: rette die Prinzessin, rette die Welt. Und das war es dann auch schon, die Inhaltsangabe passt locker auf ein Post-It. Klar, ist eine Frage des Anspruchs, aber zumindest der erste Teil hatte dann doch etwas Tiefgang im Angebot, Teil 2 ersetzt dies durch höhere Gag-Dichte, wobei so manches davon nur für das jüngere Publikum wirklich lustig ist. Für mich bleibt unterm Strich die Erkenntnis, dass hier über die gesamte Laufzeit eine Reizüberflutung stattfindet, die zwar optisch und akustisch durchaus beeindruckend ist, aber eben nur die Verpackung, ohne Inhalt. Schade….