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Gruß aus Japan! Auf der Suche nach dem Tokioer LEGO Store…

In Japan auf Entdeckungstour | © André Micko

Ich befinde mich gerade geschäftlich in Japan und habe mich am Wochenende auf zum Tokio Bahnhof gemacht, auf der Suche nach dem LEGO Store…

Ich verweile derzeit in Japan, genauer gesagt in Tokio. Noch genauer eigentlich in Yokohama, was so ziemlich dasselbe ist. Zumindest darauf bezogen, dass die Städte quasi verbunden sind. Im Detail ist es ein wenig komplizierter, daher hier ein paar Erläuterungen dazu. Das „eigentliche“ Tokio besteht aus 23 Stadtbezirken, in denen knapp 10 Millionen Menschen leben. Daran schließen sich übergangslos weitere (Millionen-) Städte an, wie Yokohama (die zweitgrößte Stadt Japans), Kawasaki oder Saitama. Das Ganze nennt sich dann Tokio-Yokohama- oder auch nur Tokio-Metropolregion und beherbergt unvorstellbare 40 Millionen Menschen auf einem zusammenhängenden Gebiet. Über ein riesiges Schienennetz ist alles miteinander verbunden, so dass man bequem innerhalb der „Stadt“ umherreisen kann.

40 Millionen Menschen auf einem Haufen… Schon krass.

Über Arbeit kann ich wahrlich nicht klagen, verbringe ich doch die Tage unter der Woche von morgens bis spät abends im Büro. So musste ich bis zum ersten freien Wochenende warten, um dem LEGO Store an der Tokyo Station, also dem Tokio Bahnhof, einen Besuch abzustatten. Wie bei allen anderen LEGO Stores in Japan handelt es sich nicht um einen von LEGO selbst betriebenen, sondern um einen „certified“ Store: In Kooperation mit LEGO betreibt ein Händler den Laden, in dem ausschließlich LEGO Produkte vertrieben werden und hat Zugang zu den ein oder anderen Exklusivitäten. LEGO eigene Programme wie beispielsweise VIP sind hier allerdings nicht gültig.

Als alter Hase in Japan hatte ich keine Schwierigkeiten, den Laden zu finden. So zumindest die offizielle Version. Inoffiziell habe ich mich beim Umsteigen in Yokohama mehrfach verlaufen und musste dreimal nach dem Weg fragen. Wurde aber nie verstanden. Was den ohnehin (geschlechterspezifisch?) in mir verankerten Grundsatz wieder bestärkte: „Ich frage nicht nach dem Weg. Ich finde es selbst.“

Aha… 15:42 kommt irgendeine Bahn…


Mit der Bahn von Yokohama nach Tokio


An der Tokyo Station schließlich angekommen, begab ich mich draußen auf die Suche. Die Spur war heiß: ich sah jemanden mit einer großen LEGO Tüte in der Hand. Angespornt lief ich, von meinem Instinkt angeleitet, in die Richtung aus der besagter Einkäufer kam. Nach fünf Minuten dann doch nochmal Google in Anspruch genommen. Aha. Der Shop befindet sich in der Station. Hatte ich mir ja gleich gedacht. Also wieder hinein.

Außerhalb der Tokio Station


Die Spur ist heiß!


Weit kann er nicht mehr sein…


…wobei es in den laaangen Gängen der Tokyo Station nicht ganz einfach ist, auf gut Glück zu suchen.

Und da war er endlich, der … wie soll ich sagen … winzig kleine LEGO Laden. Zumindest in Relation zu dem, was ich mir vorgestellt hatte: 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche, alles blinkt und glitzert, darunter Stapelweise Neuerscheinungen, die in Europa erst in 3 Monaten auf den Markt kommen, sowie unzählige exklusive Sets, die es nur in Japan zu kaufen gibt. (keine Ahnung wie ich auf sowas komme…)

Doch eher… klein.

Stattdessen ein kleiner, gemütlicher, lauter, enger Laden mit LEGO Sets. Natürlich. Was auch sonst. Einen mit „Tokyo Station“ bedruckten 2×4 Baustein habe ich entdeckt, der sicherlich exklusiv nur hier zu erhalten ist, mich allerdings nicht so beeindruckt hat, dass ich ihn hätte kaufen wollen.




Technic Technic TECHNIC!



Build a…


…Minifigure!


Blick in die Wühlkiste…


Die Steineauswahl…


… der PAB Wand


Wow! 4 Milliarden… irgendwas…


Überhaupt macht es nicht viel Sinn, mir hier LEGO anzuschaffen. In meinen zwei großen Koffern ist kaum noch Platz, das heißt ich kriege neue Sets nur schwierig mit nach Deutschland geschafft. Dank dem günstigen Yen ist es im Store etwas billiger, als wenn man bei LEGO in Deutschland einkauft, jedoch noch deutlich über den Preisen im freien Handel. Und zu guter Letzt bin ich geschäftlich hier und habe wie eingangs erwähnt ohnehin kaum Zeit. Einzig logische Schlussfolgerung: standhaft bleiben! Man muss auch mal vernünftig sein!

Die Sukkulenten habe ich mir dann nur gekauft, weil mein Mini Apartment durchaus ein wenig Grün vertragen kann.

Einfach damit ein bisschen Farbe in mein Zimmer kommt…

Der Rückweg führte über Shibuya (ein sehr bekannter Stadtteil Tokios. Die berühmte Diagonalkreuzung wird in Stoßzeiten von mehreren tausend Menschen überquert – gleichzeitig während einer Grünphase! Sehr beeindruckend…) und ein Abendessen im australischen Steakhouse „The Outback“. Einige Impressionen der beeindruckenden Metropole möchte ich euch auch davon nicht vorenthalten und verabschiede mich fürs erste aus dem Land der aufgehenden Sonne 🇯🇵😊

Weiter geht’s nach Shibuya


So kann eine Bahnhofstoilette auch aussehen…



In einer völlig überfüllten Bahn muss man sich auch mal einen Platz teilen. Das gebietet die Rücksicht gegenüber anderen!


Die berühmte Diagonalkreuzung Shibuyas


Die Hachiko Statue


Nicht typisch japanisch… aber sehr lecker! Mmmmmmh…


In den Straßen Shibuyas


Familie Baustein

Und in Ton und Bild der Familie Baustein:

Eure Meinung!

Wer von euch war schon Mal in Japan? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gesammelt? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

20 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. affengeil André, erinnert mich sehr an meine erste Japanreise 2006 nach…ja! Yokohama! Kaum wiederzuerkennen. Ich war öfters beruflich in Japan und da waren meine Hotelzimmer manchmal so groß wie Deine Küche. Aber es waren immer sehr geile Reisen mit supernetten Kollegen (bis heute) und nie ohne Erdbeben. Unvergeßlich das Geräusch/rhythmische Knarren der hin- und herschwankenden Gebäude. Leider gab es zu der Zeit nicht einen LEGO-Store in dem schönen Land.

    • Naja, „Küche“… 🙂 Bin etwas länger hier, daher diesmal mit Kochmöglichkeit…
      Erdbeben habe ich in früheren Reisen schon einige erlebt. Zum Glück ohne größere Auswirkungen, dann ist es echt spannend.
      Schönen Gruß aus der Zukunft (hier gehts demnächst ins Bett 😉 )

  2. Als ich in Tokyo war hatte uch den Store eigentlich recht schnell gefunden. Nur bei mir gab es da noch keine PaB Wall und als ich meinen extra mitgenommenen Lego Reisepass abstempeln lassen wollte hat mich da im Store leider keiner verstanden 🙁 ich hab übrigends auch einen viel größeren Store erwartet und auch einige exclusive Sets aber naja. Am Ende habe ich gar nix gekauft weil das Reisegepäck eh schon knapp bemessen war.

  3. Moin,
    ich persönlich war bereits zwei Mal in Japan als Backpacker. Da diese Reisen noch in meinen DarkAges gewesen sind habe ich mich mit Lego zu der Zeit wenig auseinander gesetzt.
    Aber ja die Straßenfindung ist manchmal sehr chaotisch, aber am Ende zählt nur Ziel erreicht.
    Grüsse Inu

  4. Oh, ich war schon seit Ende 2019 nicht mehr in Japan. Ich hoffe, dass private Individualreisen bald wieder erlaubt werden.

    Ich bin mal zufällig über den Store gestolpert, als wir aus Kyoto angekommen sind. Meine Frau hat sich die Stores mit Hello Kitty, Toastbrot-Kuscheltieren und anderem Kitsch angeschaut, und dazwischen war dann auch der Lego-Store. Eigentlich wollten wir dort gar nicht hin, und ich weiss auch nicht, ob ich dort auf Anhieb noch einmal hinfinden würde. Tokio Station ist schon ein ziemliches Labyrinth 😀 (obwohl ich mich noch nie wirklich verirrt habe – aber ich entdecke bei jedem Besuch wieder einen unbekannten Teil).

  5. Hi Andre,

    war auch schon mal in Japan (insgesamt 6x) und kann deine Erfahrungen nur teilen. Was das Bahnsystem da angeht (Pünktlichkeit und Sauberkeit) gibts glaub ich auf dem Planeten nix Besseres. Da ist unsere DB…na egal. Generell ist Japan ein sehr sauberes und auch sicheres Reiseland. Die Japaner sind auch super Hilfsbereit. Mit Englisch durchzukommen ist bisweilen kein Problem mehr. Selbst im Süden des Landes. Sehenswürdigkeiten gibts hier sehr viele, seien es sehr schöne Städte wie Kyoto (weniger hektisch wie Tokyo) oder Nara, japanische Vulkane wie den Sakurashima oder Aso oder Inseln wie Yakushima. Was auch sehr schön ist in einem alten Ryokan (japanisches Gästehaus) mit eigenem Onsenbad zu übernachten.
    Das japanische Essen ist sehr lecker (abseits von Sushi und Makis…-> in Japan eher schwerer zu finden oder es gibt diese noch als „Absacker“ nach dem normalen Essen). Manche Dinge wie Natto (vergorene Sojabohnen), Thunfischaugen, Krabbenhirn und Nankotsu (Hühnergelenke rausfrittiert 🤮) sind allerdings schon gewöhnungsbedürftig…
    Wenn Du dort arbeitest kennst Du ja auch den japanischen „Arbeitsethos“…der ist auch sehr gewöhnungsbedürftig…Arbeiten bis zum Umfallen ist halt nicht jedermanns Geschmack…

    Viel Spass noch in Japan 😊

    Chris

    • Danke. Mal schauen zu welchen Sehenswürdigkeiten es mir noch reicht…
      Fast Mitternacht, ich melde mich ab 🙂 Schönen Gruß nach Deutschland!

  6. Vielen Dank für diese spannenden Eindrücke! In Japan war ich noch nie, aber das wird hoffentlich eines guten Tages mal ändern. Ich weiß nicht warum, aber mir kam sofort in den Sinn, dass der Einlassbereich für den Bahnhof ein super MOC darstellen würde. Vermutlich, weil es die passenden Elemente und Farben gibt.

    Schön, dass du dein Ziel gefunden hast, weiterhin ganz viel Freude (in den freien… Minuten ;D) und danke für die tollen Fotos!

  7. Vielen Dank fürs mitnehmen auf diese kleine Reise. Faszinierend, aber herrjee bin ich froh in Norddeutschland unweit Hamburgs in der Pampa zu wohnen! Diese Menschenmassen und diese Lautstärke… Aber so saubere Züge und Toiletten hätte ich hier auch gerne. Sehr gemocht habe ich deine Minifiguren Fotos und Kommentare.
    Lieben Dank für den Artikel. Eigentlich wollte ich die Sukkulenten nicht kaufen, aber ich glaube nun mag ich sie doch haben ☺️🌸

  8. Hach, Tokio… Für mich die geilste Stadt der Welt. Mit dem Transportsystem hatte ich nie Probleme, auch wenn da einige Stationen größer sind als hier so manche Kleinstadt. Die Probleme lagen dann eher oberirdisch beim Adressensuchen ^^

    Mein nächster Japan-Trip führt aber eher nach Ōsaka, zum Haru-Basho im März. Eventuell komme ich da ja mal am Lego-Shop vorbei, oder am Lego Discovery Center.

  9. The Storytelling Brick

    4. Juli 2022 um 11:14

    Woah! Domo arigatō für die Impressionen aus Edo im Land der aufgehenden Sonne! Auch ein Wunschtraum von mir mal dorthin zu reisen… beruflich ist natürlich noch besser, aber das liegt wohl aktuell ferner als fern O.O

    Eigentlich auch krass, dass Japan nur Certified Stores hat, aber keine „echten“ Stores. Dafür bekommt der große Nachbar ein paar hunderte neue Stores ^^“

    • Hat beides Vor- und Nachteile, wie ich finde. Beruflich war ich schon in vielen Ländern, und über die Kollegen bekommt man oftmals schneller einen tieferen Einblick in das Land (das fängt schon an wenn man da isst, wo die Einheimischen hingehen und nicht die Touristen). Dafür hat man andererseits natürlich auch weniger Zeit für Sightseeing usw….
      Schönen Gruß von hier zu euch! 🙂

  10. Also einen wirklich grossen Lego Store gibt es Japan. Allerdings ist der im Legoland Nagoya.
    Ich war 2019 da, wegen der beiden exclusiven Asia Sets. Die waren woanders in Japan längst ausverkauft und ich mußte sowieso nach Nagoya.
    Aber im riesigen Store im Legoland gab es noch haufenweise davon und auch Alles andere war da, es war mit Abstand der größte Legoladen in dem ich je war!

    • Ich hatte überlegt nach Nagoya ins Legoland zu fahren, es aber schon fast wieder verworfen. Größter Lego Store… jetzt hast du mich ins Grübeln gebracht (die Bilder die ich eben gesehen habe sehen auch interessant aus). Abgesehen vom Store, lohnt es sich?

      • In Tokyo auf Odaiba gäbe es noch ein Discovery Center. Mangels junger Begleitung war ich noch nicht dort (beim nächsten Besuch dann 😀 ), daher weiss ich leider nicht, was der Shop dort kann.
        Man könnte einen Besuch aber mit einem Besuch im teamLab Borderless und dem liebevoll gemachten Toyota History Garage (kostenlos) verbinden.

        Ups – zum Glück noch schnell nachgeschaut vor dem Absenden: die Garage hat seit Jahresbeginn zu, und das teamLab hat nur noch bis August offen (also schnell hin!)

  11. Lieber André, was muss man arbeiten, damit man dienstlich nach Japan darf? Das wäre die erste Neugierdefrage – ich war noch nie da und rechne auch nicht damit, von Kollegen hörte ich, dass es irre teuer ist. Allerdings ist das, was Du da zeigst, schon sehr beeindruckend. Ich mag die alte Kultur, die Sauberkeit, die Höflichkeit (Hörensagen). Weniger die Menschenmassen. Habe in Canada mal mit ein paar Japanerinnen die Schulbank gedrückt, sehr freundliche Personen und sehr angenehm.
    Sind die Lego Kartons eigentlich japanisch beschriftet? Bei den grossen Fotos sah ich englisch oder eben nichts.
    Vielen Dank für den tollen Bericht – falls Du länger bleibst (zweite Neugierdefrage), wäre ein off topic Bericht sehr nett, falls es keinen zweiten Legoladen gibt über den Du einen Bericht machen kannst.
    Guten Aufenthalt, gutes Essen (ich hätte auf jeden Fall Sushi genommen…) und viel Spass noch!

    • Automobilindustrie und japanischer Kunde. Schwupp, bist du in Japan 😉
      Passt so ziemlich alles, was du geschrieben hast. Auf jeden Fall eine andere Welt und sehr spannend.
      Die Lego Kartons sind nicht japanisch beschriftet und sehen aus wie bei uns. Setname in Englisch, Hinweise an der Seite in allen möglichen Sprachen.
      Bin noch einige Wochen hier, mal schauen obs an dieser Stelle nochmal einen Bericht geben wird (ansonsten kannst bei Familie Baustein mal nachschauen, dort plane ich noch1…2 Videos…)
      Vielen Dank und noch nen schönen Gruß aus Japan (kaum 12…13 Stunden im Büro, schon ist auch schon wieder Nacht 😊)

  12. Lieber André, vielen Dank für Dein „Herr Baustein“-Video und diesen Artikel, sehr vergnüglich zu schauen und zu lesen! Hoffentlich durfte die Andres-Minifigur auch mal beißen (-: Fühlt sich sonst noch jemand von dem giftgrünen Zugsitzpolster an diese alten gelb und grün gefärbten Sitze in ICE-Zügen hier in D erinnert? Hab weiter viel Spaß, gönn Dir was und arbeite nicht zu viel. Ganz viele Grüße von Susanne

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