Das Set LEGO Icons 11377 Der Herr der Ringe Minas Tirith im zauberhaften Review: Die Weiße Stadt erhebt sich!
Mit Minas Tirith setzt LEGO die Reise durch Mittelerde in beeindruckender Größe fort. Nach dem gewaltigen Barad-dûr und dem etwas kompakteren Auenland folgt nun die Weiße Stadt – ein ikonisches Bauwerk, das in den Filmen ebenso majestätisch wie wehrhaft inszeniert wurde. Das neue Icons‑Set richtet sich klar an erwachsene Fans, die Freude an detailreichen Architekturmodellen haben und bereit sind, viele Stunden in ein monumentales Displaystück zu investieren. Wie gut gelingt die Umsetzung der weißen Stadt? Sehen wir uns das im Review genauer an!
Inhaltsverzeichnis
Eckdaten
- Thema: LEGO Icons
- 8278 Teile
- 649,99 Euro UVP
- 10 Minifiguren
- Release am 1. Juni 2026 (für LEGO Insiders)
- Zur Bauanleitung 🗺
- Im LEGO Online Shop 🛒
Die Verpackung
Die Box von Minas Tirith kommt mit einer fast quadratischen Grundfläche daher. Trotz der enormen Teilezahl wirkt sie auf den ersten Blick weniger wuchtig als erwartet – das ändert sich jedoch sofort, sobald man sie anhebt: Rund 12 Kilogramm Gesamtgewicht machen klar, dass hier ein echtes Schwergewicht der Icons‑Reihe vor einem steht.
Auf der Oberseite sind die zehn Minifiguren sowie Schattenfell abgebildet.
Die Rückseite zeigt den modularen Aufbau der Stadt und einen Blick in den Thronsaal.
Nach dem Aufschneiden der Siegel und dem Aufklappen des Kartons kommen drei nummerierte Innenboxen zum Vorschein. Aneinandergereiht zeigen sie das Modell der Weißen Stadt auf weißem Hintergrund – ein sehr aufgeräumtes Design.
Auch die Innenboxen selbst sind mit dem Modell und dem ikonischen weißen Baum verziert. Und sie sind wirklich prall gefüllt.
In der ersten Box finden sich die Teile für die Bauabschnitte 1 bis 18 sowie die ersten beiden Anleitungen.
Insgesamt ist der Bau auf drei Hefte verteilt, jeweils mit einer kurzen Einleitung zu den markantesten Bereichen des Modells.
Zum Start gibt es zudem einen Blick auf die Filmvorlage und die Überlegungen des LEGO Design-Teams.
Aufbau
Gestartet wird mit dem äußersten Stadtring im Minifigurenmaßstab.
Das markante Tor eröffnet den Aufbau – ein stimmiger Einstieg, der bereits den grundlegenden Baustil vorgibt: abwechslungsreich, kleinteilig und mit vielen architektonischen Akzenten.
Es folgen die Mauern des ersten Rings samt Innenleben. Die angewinkelte Basis ist auf beiden Seiten nahezu identisch aufgebaut. Besonders interessant ist die Wahl der Winkel und die Kombination der Bautechniken, die für eine glaubwürdige Rundung sorgen.
leine Szenen wie Marktstände lockern den Aufbau angenehm auf und bieten Minifiguren‑Interaktion, bevor später die Micro‑Scale‑Details dominieren.
Bereits nach dem Zusammensetzen dieses Abschnitts wird die imposante Grundfläche der Weißen Stadt sichtbar.
Weiter geht es mit der Basis des Hauptteils, inklusive des großen Thronsaals. Auch diesem Bereich ist eine eigene Einleitung gewidmet.
Die Konstruktion ist robust und trägt später den Großteil des Gewichts – Stabilität ist hier spürbar ein zentrales Designziel.
Der linke Flügel der Halle der Könige entsteht, inklusive einer der beiden Statuen im Inneren. Am Sockel kommen vier bedruckte Fliesen zum Einsatz.
Anschließend folgen die Außenfassaden, die dem Modell seine charakteristische Struktur verleihen.
Die Halle der Könige ist in diesem Abschnitt schon fertig, zumindest der untere Bereich davon. Der Thron ist dabei modular abnehmbar.
Die Mauern des nächsten Stadtrings werden modular gebaut und am Hauptmodell eingehängt – ein sauber gelöstes System, das den Bau angenehm gliedert.
Der obere Teil der Stadt wird als eigenständiges Modul aufgebaut. Hier entstehen wieder kleine Räume im Minifigurenmaßstab, darunter die Bibliothek, die Gandalf im ersten Film besucht.
Innen wachsen die Säulen der Halle der Könige, außen entstehen die Micro‑Scale‑Stadtteile.
Es folgen Felswände und die Kuppel der Halle der Könige. Gerade die Kuppel ist ein Highlight des Aufbaus: abwechslungsreich, technisch interessant und mit vielen cleveren Teileverwendungen.
Zwei seitliche Module runden diesen Abschnitt ab. Hier findet sich unter anderem ein kleines Holzlager für Denethors Scheiterhaufen.
Im Außenbereich folgen natürlich auch hier Stadtteile in kleinteiliger Bauweise.
Im zweiten Modul ist ein Palantír versteckt – inklusive kleinem Teaser auf einen Reiter Rohans. In der Vergangenheit haben solche Details in LOTR‑Sets oft zukünftige Modelle angedeutet. Man darf gespannt sein.
Nun fehlen nur noch einige Türme, Felsdetails und schließlich die Zitadelle. Danach steht die Weiße Stadt in voller Pracht vor einem.
Das fertige Modell
Nach rund 15 Stunden gemütlicher Bauzeit steht Minas Tirith fertig da. Der gewählte Maßstabs‑Kompromiss – eine Mischung aus Minifiguren‑ und Micro‑Scale – funktioniert hervorragend und knüpft konsequent an die Darstellung von Barad-dûr an.
Die Halle der Könige ist detailliert umgesetzt, inklusive mehrerer speziell bedruckter Teile, die der Filmvorlage sehr nahekommen. Gemeinsam mit dem ersten Stadtring und den kleinen Räumen im oberen Bereich ergeben sich mehrere Schauplätze für Minifiguren.
Im oberen Bereich befinden sich eine Bibliothek, ein Zimmer des Krankenflügels, ein Holzlager sowie der versteckte Palantír.
Die Stadt selbst wirkt durch ihre Größe und die kleinteilige Bauweise äußerst imposant. Der Bau erfordert Konzentration, wird aber durch die Abwechslung zwischen Micro‑Scale‑Architektur und Minifiguren‑Innenleben nie monoton.
Das GWP Grond ist aus meiner Sicht eine passende Ergänzung. Ob es ein echter Kaufanreiz zum Release ist, muss jeder für sich entscheiden.
Die Minifiguren
Dem Set liegen insgesamt zehn Minifiguren bei. Wir bekommen eine neue Figur von Gandalf dem Weißen samt Umhang und Stab. Ebenfalls neu sind Faramir und Denethor, beide mit frischen, detaillierten Torsodrucken.
Peregrin Tuk (Pippin) kommt mit dual‑moulded Beinen und einer Gondor‑Rüstung. Erstmalig erhalten wir Aragorn als König Elessar, inklusive neuem Kronen‑/Haarteil. Die bedruckte Rüstung und der zweifarbige Umhang gehören zu den Highlights des Sets. Arwen trägt wie Aragorn Armbedruckungen und ein schönes Stoffbanner.
Abgerundet wird die Auswahl durch vier Soldaten von Gondor mit neuen Helmen, Schilden und bedruckten Torsos. Die Rüstungen wirken hochwertig und sehr nah an der Filmvorlage.
Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.
Fazit: 11377 Der Herr der Ringe: Minas Tirith
Man liest es wohl schon heraus: Ich hatte viel Freude mit diesem Modell. Schon Barad-dûr hat mir extrem gut gefallen, und mit Minas Tirith liefert LEGO ein weiteres Highlight für Fans von Mittelerde – stilistisch wie konzeptionell eine perfekte Ergänzung.
Der Aufbau ist trotz der enormen Teilezahl erstaunlich abwechslungsreich. Das liegt vor allem am gelungenen Mix aus Displaymodell und Minifiguren‑Innenleben.
Das Endergebnis ist beeindruckend, und die Anmutung der Weißen Stadt ist trotz des Maßstabs‑Kompromisses hervorragend getroffen. Wer Barad-dûr besitzt oder generell Freude an großen Icons‑Modellen hat, findet hier ein würdiges Pendant für die andere Seite der Filmtrilogie.
Ein Set, das Zeit und Platz verlangt – und beides mit einem eindrucksvollen Display belohnt.
Bewertung
| Positiv | Negativ |
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Benotung 🎵
| Gesamtnote: 9 |
Von 1 (mau) bis 10 (wow) |
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Eure Meinung!
Wie gefällt euch das neue Herr der Ringe Set? Fibert ihr schon auf den Verkaufsstart hin oder holt euch dieser Koloss doch nicht so ab wie mich? Teilt eure Eindrücke gerne in den Kommentaren.
























































4. Juni 2026 um 9:15
Vielen Dank für das ausführliche Review.