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LEGO ist zu teuer! [Meinung]

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Money, money, money... | © Tiago Catarino

Sind LEGO Sets zu teuer und ist der Konzern aus Billund dabei, den Pfad des sympathischen Familienunternehmens zu verlassen?

Am vergangenen Freitag haben wir hier auf dieser Baustelle neben dem gestarteten MOC-Montag, der die Liebe zu Fan-Kreationen bekundet, den Meinungs-Mittwoch angekündigt.

Die Spielregeln

Ein Redaktionsmitglied wird wöchentlich zu einem steinigen Thema kompakt seine Meinung kundtun und dabei ganz gewiss mit manch These bei dem ein oder anderen Leser anecken. Daher schieben wir den Stein zu euch, und ihr könnt euch in den Kommentaren selbstverständlich ebenfalls zu diesem Thema äußern. Der Austausch von Gedanken ist sehr wichtig – und das auch, wenn es sich „nur“ um ein gemeinsames Hobby handelt. Den Beginn macht ein Dauerbrenner. Folgend meine persönliche Meinung – und nicht die der Zusammengebaut-Redaktion als solches.

Meine Meinung

LEGO ist ein Spielzeug, das sich vor allem an Kinder richtet. Doch in den letzten 15 Jahren ist ein Wandel eingetreten, den wir intensiv mitverfolgt – und in der Anfangszeit der Portfolio-Erweiterung in weiten Teilen begrüßt haben. Da bedarf es keiner großen Statistiken, es genügt schon der Besuch eines LEGO Stores. An all den exklusiven Sets führt kein Weg vorbei. Es kommen immer mehr Bausätze dazu, die sich explizit an erwachsene Baumeister mit viel Taschengeld richten. Die Sets werden immer größer – und hochpreisiger. Nun, alles wird teurer – das ist nicht mein Punkt. Sondern die Preisgestaltung als solches: Bewusst etwa ging LEGO zuletzt mit einem 650 Euro Pokemon Bausatz nebst exklusiver Gratis-Beigabe mit einer neu eingeholten Lizenz in den Markt, und das, obwohl sich doch das Thema Pokémon an sich primär an Kinder richtet. Mit dem UCS 75419 Todesstern wollte LEGO offenkundig mal testen, ob Erwachsene bereit sind, 1.000 Euro auf den Tresen zu legen. Dies sind nur einige von vielen Beispielen, die aufzeigen: LEGO möchte Kasse machen. Und das sei ihnen zugestanden – LEGO ist eine gewinnorientierte Firma. Aber ins Herz geschlossen habe ich LEGO wegen all der schönen City und Piraten Sets. Später dann haben mich die modularen Gebäude in ihren Bann gezogen – und 150 Euro schienen mir eine wohl überlegte – und jährlich einmalige – Investition zu sein. Mittlerweile gibt es viele Dutzend Sets pro Jahr, die sich explizit an erwachsene Baumeister richten und 150 Euro in den Schatten stellen. Da ich schlichtweg nicht bereit bin, mehrere hundert Euro für ein Set auszugeben, erfreue ich mich an den Produktbildern, bin aber nicht versucht, eines der Sets zu kaufen. Ich bin gesättigt, in mir lösen viele Modelle keinen Reiz mehr aus. Und ich merke immer stärker, wie mir das aktuelle Geschäftsgebaren hinsichtlich des Auslotens der neuen Grenzen befremdlich vorkommt. Denn trotz Star-Trek-Affinität: Bei 380 Euro für die 10356 Enterprise D 📝 als Display-Modell bin ich raus und nicht gewillt, so viel Geld für ein Spielzeug auszugeben.

Doch bei aller Kritik an der Preisgestaltung bleibt ein nicht zu kleiner Hoffnungsschimmer. Denn neben dem erschwinglichen Kauf von Einzelsteinen an der „Pick a Brick“-Wand in den LEGO Stores für eigene Kreationen zeigen AFOL-Sets wie der 72046 Game Boy 📝, dass LEGO noch immer in preislich „vertretbaren Regionen“ mit großartigen Sets überraschen kann. Das Spiel ist noch nicht zu Ende – aber den aktuelle Preisgestaltungs-Level kann längst nicht mehr jeder meistern.

„Money, Money, Money“ | © Andres Lehmann

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Eure Meinung!

Äußert euch gerne in den Kommentaren. Bitte beachtet: Bleibt beim Thema, greift niemanden persönlich an, schreibt sachlich aber natürlich mit Emotionen. In diesem Sinne: Angeregtes Diskutieren!

Andres Lehmann

Einst mit LEGO City und der 12V-Eisenbahn durchgestartet, Sammler von Creator Expert, Ideas, Architecture und City Modellen und baut gerne MOCs, die hoch hinaus gehen.

45 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Lego ist nicht zu teuer…die Qualität und Teileanzahl passt aber nicht

    • Wichtig ist, und das sei an dieser Stelle keine Unterstellung, dass der ganze Artikel gelesen wird. Es geht um die Preisgestaltung bei exklusiven Sets. Ich sage nicht: Jedes einzelne LEGO Set für sich ist zu teuer (die Headline soll natürlich für eine gewisse Aufmerksamkeit sorgen, wir möchten ja eine breite Diskussion). Die Preise werden bei AFOL-Sets – aus meiner Sicht – bewusst hoch angesetzt. Mich beschlich auch schon einige Male das Gefühl: Hätte es wirklich diese Plattform bedurft? Oder dieses Nebengebäude etc.? Und sind wirklich 22 Minifiguren notwendig? Designer bekommen eine Vorgabe, wie viele Steine verbaut werden sollen. Und dann muss hier und dort eben auch mal „gestreckt“ werden. Das kennen wir alten Hasen ja noch von der guten alten CD: Sieben gute Songs, vier Füller. Nein, nicht die zum schreiben – um mal etwas launig in den Tag zu starten. 😉

      • Deswegen höre ich ja so gerne Luke Combs. Neues Album „The Way I Am“… 22 Songs und mindestens 20 davon absolut großartig und die anderen gut. 😀

        • So muss das sein! 🙂
          Die Vorab-Single der kommenden Platte von den Strokes gefällt derweil mir richtig gut – aber gespannt bin ich auf die ganze Scheibe.
          Um im Bild zu bleiben: Ein 650 Euro Pokemon-Set ist eine ganz spezielle Vinyl-Sonder-Sammler-Edition. Und das finde ich so schade… (auch wenn mich dieses Set im Speziellen überhaupt nicht reizt).

    • Das empfinde ich eher umgekehrt. Lego ist schon teuer (aber nicht so teuer das man es sich nicht mehr leisten kann) aber ich sehe nirgends diesen herbeigeredeten Qualitätsverlust von dem alle sprechen, seit der selbsternannte „Held“ der Steine diese Erzahlung in seinen virtuellen Wutausbrüchen verbreitet hat. Wo merkt man denn die schlechtere Qualität. Den einzigen Wandel den ich feststellen kann ist das die Sets kleinteiliger und detaillierter werden. Und das ist ja eindeutig ein feature und kein bug. 💁🏻

      • The Storytelling Brick

        16. April 2026 um 9:17

        Na prima! Dann sollten die Modelle, die ganzheitlich aus einer Farbe bestehen, weiterhin wie eine gescheckte Kuh aussehen, Sticker nicht möglichst an die Steinfarbe angeglichen, Angußpunkte immer größer und teils hanebüchene und instabile (Unter-)Konstruktionen verwendet werden. Und am besten weiterhin Teile wegsparen. Das hat übrigens wenig mit dem Helden zu tun, sondern viel mit eigener Beobachtung. Nicht in allem steckt deine persönliche Nemesis dahinter…

  2. Das Problem ist halt auch früher hatte man keinen Vergleich. Heute hat man Größe Fimenen wie Mega, Bluebrixx, kiddycraft und Co die zeigen was man an Qualität und Preis bieten kann und was Lego macht.

    Und da sind wir noch nicht bei Direkt Vertrieb wie Phantaie, Funhole und Co.

    Und ja kein hate aber wenn man bei einem 650€ glurak es nicht schafft Verbindungen in passender Farbe rein zu machen oder ein 1000€ todesstern 60 Sticker hat frage man sich schon ob die ihre Kunden verarschen wollen.

  3. Ich finde Legos Preisgestaltung zunehmend schwierig. Aber nicht nur bei den Exclusive Sets für Erwachsene. Ich merke das auch Sets für Kinder beispielsweise aus der City Reihe zunehmend an Bodenhaftung verlieren. Zum Beispiel der aktuelle Betonmischer. Früher wäre das ein stabiles 20-25 Euro Set gewesen. Jetzt sind es 40.
    Was mich an den Exclusive Sets aber noch viel mehr stört ist die Qualität. Da landen dann einfach Standardfiguren in den super teuren Exclusive Sets obwohl man sieht was geht wenn man sich nur die Minifiguren Serien anschaut. Und das Pokémon Set finde ich massiv zu teuer dafür das man ja eigentlich wirklich nur Steine kauft ohne Minifiguren.

    • Wichtig zu betonen ist: Preise steigen, überall. Inflation etc.
      Dass ein Modular nicht mehr 150 Euro kostet, ist klar. Aber die Preise werden obendrein durch mehr Steine „gepusht“ – neben dem gestiegenen Preisniveau.

      Dass City Vehikel teils 40 Euro kosten, ist schade, klar, da bin ich ganz bei dir. Aber um die „alten Preise“ zu halten, müsste LEGO hier wiederum die Anzahl der Elemente verringern…

      • Aber genau das tut Lego ja seit Jahren, die Preise steigen, die Teilezahl sinkt. Die Sets unterliegen selbst einer „shrinkflation“ tolle Beispiele findet man im star wars sektor, u-wing, x-wing, Razor Crest, V19…die früheren Varianten waren „maßstabsgetreuer“ im Vergleich zur Figur, jetzt muss man bangen, ob man überhaupt alle Figuren ist raumschiff bekommt. Die teilezahl sinkt dabei, beispiel Razor Crest 100 Teile weniger, 20€ teurer. Inflationsrate schön und gut, lego soll ja auch dran verdienen aber die gewinnmarge für abs plastik Bausteine ist schon verdammt hoch, klar man zahlt Entwicklung, Marketing, Lizenz mit aber dennoch überzeugen mich die neueren Sets nicht. Der Smart Brick mumpitz setzt dem ganzen die Krone auf, halbherzig, klein aber teuer, dafür „smart“ und machen grottige Imitationen der „filmgeräusche“

  4. Erstmal finde ich die Idee von Thementagen super und freu mich schon auf das was da so alles kommen wird.

    Nun aber zum Thema.

    Ich selber sammel seit über 40 Jahren Lego. Für mich war es immer eine schöne Abwechslung gewesen, um etwas den Alltag zu entfliehen.

    In der Zeit habe ich einige Veränderungen mit erlebt, sei es der Wechsel von 12V zu 9V bei der Eisenbahn, die neuen Baumöglichkeiten durch immer mehr Formteile und so weiter.

    Lego war dabei immer ne teure Angelegenheit gewesen, dennoch bekam man früher ein deutlich besseres Bauerlebniss als heute.

    Wenn ich bedenke das man bei Technik das Super Car mit fast 1500 Teilen in nur 36 Bauschritten ohne Unterteilung gebaut hat, dürften heute etliche damit überfordert sein.

    Doch genau da ist eins der Probleme, heute wird gefühlt je Bauschritt ein bis drei Teile verbaut, dass mag für einige toll sein, dennoch eine wirkliche Herausforderung ist das nicht und erklärt auch warum zum Beispiel Kinder heute in der Schule viel weniger können, als die Generationen wo einen das Denken nicht so abgenommen wurde.

    Und durch diese aufgeblähten Anleitungen steigen auch die Druckkosten.

    Ein weiterer Punkt der mir mal wieder negativ bei der Enterprise D aufgefallen ist, dass man gezielt die Teileanzahl hochtreibt. Wo zum Beispiel an vielen Stellen eine 1×6 Plate besser wäre, nimmt man eher zwei 1×3 Plates und das findet man an einigen Stellen auch bei anderen Steinen. Und das ist am Ende auch so gewollt. So habe ich das Gefühl für 380 Euro ein großes Set zu bekommen, was scheinbar mehrwert als das von der Konkurrenz ist, was vermeidlich gut 1/3 weniger Teile hat.

    Leider achten viele da nicht drauf und somit geht die Rechnung für Lego auf und ja auch ich bin da nicht nur einmal drauf reingefallen.

    Ein weiterer Punkt der nicht zu verachten ist, ist die Qualität der Teile. Besonders beim Gameboy und der Enterprise D gab es etliche Elemente mit zum Teil deutlichen Abweichungen bei den Farben und das sollte Lego endlich mal wieder in den Griff bekommen. Selbst so einige Mitbewerber bekommen das besser hin.

    Doch wo kommen am Ende die hohen Preise her?

    Die eigentlichen Produktionkosten dürfte weniger die Ursache sein, viel mehr die Marke und was alles zum Schutz dieser betrieben wird.

    Und Lego ist nicht der erste Konzern der sich teuer seine Marke bezahlen lässt, nur mitteile gibt es genug Alternativen die leider weit besser als Lego sind.

    Okay noch versucht man diese mit dubiosen Designschutz von Elementen klein zu halten, doch das geht gerade nach hinten los, wenn man Teile schützen will, die bereits Mitbewerber vor längerer Zeit auf dem Markt gebracht haben.

    Und das Thema Lizenzgebühren spielen natürlich auch bei einigen Sets mit rein, da liegen die Kosten aber deutlich unter dem was viele glauben.

    Aber so lange es eine gewisse Nachfrage gibt und der Absatz entsprechend passt, wird man seitens Lego nur dann was ändern, wenn die Konkurrenz nicht mehr klein zu halten ist.

    • Lego ist in Teilen sehr teuer. Ich habe lange Jahre Harry Potter Sets gekauft. Nahezu alles was kam. Aber seit 2-3 Jahren konnte mich keins mehr überzeugen. Aber auch weil die letzten Sets quasi nur noch Fassaden waren. Selbst die kleinen Sets sind mehrfach schlecht gewesen. Da hat die Konkurrenz teilweise deutlich bessere Ideen. Dieses kleine und knuffige ist irgendwie verloren gegangen. Ich erinnere an die Sesamstraße oder das Elfenweihnachtshaus der ersten Stunde.

  5. Für mich ist der Preis nur die eine Seite. Ja, die grossen Sets wurden im Verhältnis (zumindest gefühlt) deutlich teurer. Grundsätzlich wäre ich gerne bereit, für ein tolles grosses Set auch einen angemessenen Preis zu bezahlen. Nur stimmt für mich oft der Gegenwert nicht. Zum Beispiel bei den Modulars: Ich besitze alle ab der Feuerwache. Das neuste habe ich nicht gekauft. Es gefällt mir grundsätzlich, aber der Wow-Effekt ist irgendwie ausgeblieben und das geht mir leider auch bei vielen anderen Sets so. Es gibt monatlich eine richtige Flut an neuen Sets, da habe ich einerseits den Überblick verloren und andererseits wirken die meisten für mich eher lieblos, eben ohne den „Wow, will ich sofort haben“-Effekt. und wenn der Preis dann so hoch ist (und in der Schweiz wird einem noch mit einem ordentlichen Schweiz-Zuschlag abgeknöpft, so hat sich die Frage, ob ich ein Set kaufen soll, oft schnell erledigt. Manchmal kaufe ich dann eines zu einem späteren Zeitpunkt mit Rabatt, aber oft interessiert es mich dann auch nicht mehr besonders. Vor einigen Jahren noch freute ich mich auf jedes neue Icons-Set und habe es sofort gekauft, bin manchmal sogar extra wach geblieben oder habe mir einen Wecker gestellt, damit ich um 0:00 zuschlagen konnte. Ich habe aus den mir zusagenden Themenbereichen alle Sets gekauft und andere Fans wahrscheinlich auch. Jetzt habe ich das aber schon lange nicht mehr gemacht. Fazit: Aus meiner Sicht sind die Sets zu teuer, aber es mangelt auch an der Qualität (nicht die Teilequalität, sondern die Modelle an sich). Weniger Sets, dafür mit mehr Liebe, besseren Funktionen etc., würden mich mehr ansprechen. Und vor allem bei den Preisen keine Sticker, die sich dann nach zwei Jahren abzulösen beginnen. Lego verlässt sich meiner Meinung nach zu sehr darauf, dass Fans alles kaufen, aber so wie ich von vielen Seiten mitbekomme, ist das nicht mehr unbedingt der Fall. Ich habe schon viele Bausätze von anderen Herstellern gebaut und jedes Mal war die Idee zwar gut, die Umsetzung aber nicht optimal und ich habe schon mehrmals gedacht, so ein Bausatz von Lego… das wärs. Es gäbe so viel Potential und Lego hat das Zeug dazu, die besten Klemmbausteine und Bausätze herzustellen, nur machen sie es meiner Meinung nach im Moment nicht wirklich… sehr schade und ich hoffe, es ändert sich wieder.

  6. Also geschockt bin ich bei der Preisgestaltung schon länger ja man merkt, dass Sets für Erwachsene gut und gerne teurer sind ob’s nun an filler-struckturen liegt oder an zu vielen Lizenzen?! Wer weiß das schon, LEGO wird’s uns nicht sagen.
    Aus allen Wolken viel ich als ich bei City den mobilen Kran gesehen hatte glaube 120 €? Ein Fahrzeug, ein großes ja aber 120€???

    Was auch stört ist das Gebäude nur noch selten mehr als 6 Noppen breite Fassaden sind (hierbei ist’s glaub ich egal ob für erwachsene oder Kinder. Und ja Steinequalitat bzw. Farbtreue bei unterschiedlichen Chargen ist teilweise echt schlecht und sich rausreden von wegen mit Recycling Kunststoffen geht’s nicht anderst .. oder so ähnlich ….. Find ich lame da geht bestimmt mehr wenn man will selbiges bei Aufklebern. Ich glaube die Liste was neben den steigenden Preisen nervt kann man sehr lang weiterführen und am Ende stehen blaue Pins die man nicht um Farben möchte weil man seine Kunden scheinbar für blöde hält (aber Baupläne mit einem Teil pro Arbeitsschritt druckt) entschuldigt das abschweifen vom Preis….

    • Genau auch mein Gedanke! Du sagst blöder Kunde. Ich sage Firma die ihre Fans ignoriert. ZB fand ich den Ahorn Baum eigentlich echt schön, bis ich die hellgauen nicht in Tan eingefärbten Bauteile überall durchschimmern sah. War für mich ein Grund es rigoros nicht zu kaufen. Fällt für mich unter: dem Kunden und Fan eigentlich den Stinkefinger zeigen, quasi du bist Afol, aber es uns nicht wert dir ein rundum stimmiges Produkt zu bieten.
      Lego’s Halbheiten kaufe ich nicht mehr. Da bin ich mittlerweile echt eisern, weil’s genug andere Anbieter gibt, wo ich das Gefühl habe, dass die sich richtig Mühe geben um ihre Fans zu begeistern. Auch mit der Spieltiefe etc gebe ich dir Recht. Der Preis ist echt nur ein Punkt einer langen Liste und nicht der, der am schwersten wiegt!

  7. Nicht nur ist der Teilepreis gestiegen, sondern vor allem der Grammpreis. Immer häufiger fragt man sich: „Wo sind da jetzt die Teile hin?“ Immer kleinere Teile werden verwendet und bei Sets mit Gebäuden immer mehr gespart, bis es so aussieht wie das eine Versteck von Choppers Lehrer bei One Piece oder die Lego City Schule. Teilweise kriegen wir nur noch Gebäude mit 2 Wänden…Was für mich positiv ist: Lego versucht jetzt weniger Sticker zu benutzen. Das ist mir wirklich positiv aufgefallen. Und sie wissen was wir wollen (auch wenns dann 1-2 Jahre braucht): Wir wollten Klone und Piraten und haben sie dann auch bekommen. Wollten weniger Sticker und auch das bekommen wir.

    • Die Idee des neuen Formats finde ich gut.

      Die Preisgestaltung bei Lego ist auf jeden Fall problematisch.

      Ich wünsche mir in Zukunft keine GWPs, die eigentlich im Preis des Sets enthalten sein müssten / keine
      Lopps / mehr lizenzfreie bezahlbare Sets für Kinder und normalverdienende Erwachsene / keinen unnützen Einsatz von Kleinteile nur zur Profitmaximierung und bei Premiumpreisen, auch ein Premiumprodukt (dazu gehören Drucke und keine Billigaufkleber).

      • Es geht um Gewinnmaximierung, und zwar so gnadenlos, dass es mittlerweile auch dem letzten auffällt. Lego macht enormen Gewinn – das sieht man u.a. daran dass Mitarbeiter mit 60% Rabatt einkaufen können – und selbst da zahlt Lego noch nicht drauf. Das Problem beginnt dann wenn ein Unternehmen zu gierig wird. Wo läge das Problem wenn sie 10% des Gewinns reinvestieren würden um top Steinequalität, Prints statt Aufkleber, weniger […], mehr Noppentiefe bei Gebäuden etc. zu ermöglichen? Leider haben sich die Entscheider so unendlich weit von ihren Kunden entfernt dass ihnen das nicht mehr auffällt. Wann ist der Herr Kristiansen zuletzt auf dem Boden gesessen und hat mit ein paar Klötzchen etwas zusammengebaut? Wann zuletzt mit seinem Kind oder Enkel eine Autowaschanlage aus den Walzen der Kehrmaschine gebaut und anschließend im auf grosser Grundplatte gebauten Shop mit Goldmünzen aus dem Piratenschatz bezahlt? Die meisten City Gebäude sind so flach und lieblos dass sie kaum Spielerlebnis bieten, Display Sets enthalten […] oder sind einfach nur hohl (vergleiche Lego Titanic mit BlueBrixx grosses Krokodil !!!!), zudem kommen mittlerweile so viele hässliche Sets auf den Markt die weder zuende gedacht noch sinnvoll sind (Nike Sneaker…). Und nein, ich bin kein BlueBrixx Fan – die Packungen sind hässlich, die Steine tun beim bauen weh, die Preise sind ebenso überteuert (nackter Karton, keine gedruckte Anleitung). Ich will schöne, liebevolle, hochwertig designte Sets die Spass beim bauen machen, die einen entdecken und staunen lassen, die man sich auch mal gern ins Regal stellt. Eben Baustein Ästhetik. Das kann BlueBrixx leider kaum, auch die meisten anderen Anbieter aus China haben meist zu überladene oder zu bunte Sets. Lego kann bzw könnte es wenn es denn wollte. HDR Bruchtal, das Botanische Gewächshaus, der Anglerladen, Saturn V, Boutique Hotel, Monster Fighters Haunted House, Technik Unimog, Technik Claas Xerion, Technik Volvo Radlader, Technik Geländegängier Kranwagen… es gab und gibt von Lego immer wieder VEREINZELT Sets, die nahezu perfekt sind. Früher war das vllt. jedes 25. Set. Heute gefühlt vllt. gerade noch jedes 250. Set.
        Masse statt Klasse. Und das ist wirklich schade. Ich hatte bis ca. 2022/2023 nahezu jedes Lego Set über 75 Euro gekauft,…
        Jetzt sind es nur noch einzelne ausgewählte Käufe. Am ehesten taugen mir noch die Bricklink Sets, von der Umsetzung und Detailgrad so in etwa das was Lego Icons (Ideas) mal war und hätte werden sollen. ZB. Adventure in Transilvania – Wow!! Und zu den Preisen… klar, Inflation geht auch an Lego nicht vorbei, dennoch muss es realistisch bleiben… und wenn man Milliardengewinne (Gewinn, nicht Umsatz!!) einfährt dann fühlt es sich halt komisch an wenn Ottonormalverbraucher beim öffnen eines 500 Euro Sets Sticker in der Hand hält. Wenn wo Sticker drauf gehören dann auf grosse Trans/Clear Teile damit diese beim Transport vor Kratzern geschützt sind. Mein Wunsch wäre: 30% Preise runter, dafür mehr Liebe und Detailgrad, öfter auf die Designer hören und nicht alles auf Gewinnmaximierung trimmen… mehr Menschlichkeit und Miteinander – dann würden alle gewinnen.

        [Anm. d. Red.: Kommentar leicht gekürzt, bitte auf Wortwahl achten, danke.]

        • Du sprichst mir auch echt aus der Seele. Für mich sind es übrigens im Moment auch immer wieder Bricklink Sets die es noch schaffen mich mega begeistern!

  8. Es ist wie bei allen Dingen. Es gibt keinen Grund die Preise zu senken, solange es genug Leute gibt die das kaufen. Und anscheinend gibt es mehr als genug von diesen Leuten

  9. Ich finde lego nicht zu teuer aber ich will halt mehr haben für das Geld. Ich bin bereit viel Geld zb für ne ganze burg auszugeben aber dann will ich auch Tiefe und Detailtreue und nicht ne leere Hülle mit Türmen.

  10. War schon immer teuer, ist teuer und wird auch teuer bleiben. Für mich sind die Preise prinzipiell okay, allerdings erwarte ich hierfür detailliertere Figuren und bei Erwachsenensets keine Sticker. So hat es halt doch einen schalen Beigeschmack. Wobei die Steinequalität im Vergleich zur Konkurrenz noch immer herausragend ist und die Nachahmungen der Minifiguren bei der Konkurrenz absolut lachhaft sind. Der Service ist ebenso ungeschlagen wie auch die Gestaltung der Sets. Aber die Konkurrenz holt schön langsam auf. Leider setzt die Konkurrenz (Cobi ausgenommen) mMn völlig falsche Schwerpunkte. Zumindest eine Firma sollte sich auf richtig düstere, ernste Themenreihen für Erwachsene fokussieren. Da gäbe es riesiges Potenzial.

  11. Ich bin mehr und mehr dazu übergegangen, mir die großen und teuren Sets im Micro-Format nachzubauen. Spart Platz und Geld.

  12. Ich denke ich weiß ganz gut was gemeint ist, mir geht es prinzipiell genauso wenn ich mir das Portfolio von Lego heute anschaue.

    Ich bin auch mit etwa 30 Jahren über die Modulars wieder zu Lego gekommen. Es war halt ein besonderes, 150€ teures Set pro Jahr. Mehrere Abende bauen und freuen. Dazu kamen dann auch Stück für Stück einzelne, meist kleinere Sets. Oder auch Vintage aus der Kindheit per eBay.
    Das letzte Modular das ich (rabattiert) gekauft habe war das Hotel.
    Mehr als 200€ gebe ich nicht für ein Set nicht aus, auch wenn es mir super gefällt. Das ist dann eben so. Es mangelt ohnehin am Platz. Dieser Platz wird nämlich derzeit ohnehin von einigen Lumibricks Gebäuden belegt die ich mir stattdessen bin den letzten zwei Jahren ab und an gönne – gerade die neueren Sets sind für mich bezogen auf Preis, Bauerfahrung, Ideen und Optik der bessere Deal.

    Ab und zu gibt es bei Lego noch Perlen wo mir Idee, Optik und Preis passen, dann kaufe ich auch gerne (z.B. Game Boy, Spielautomat, Galaxy Explorer oder Blacktron)

    Lego wird schon wissen was sie tun. Und wenn es sich verkauft, sei’s drum, man zwingt mich nicht. Mir würde es aber gefallen wenn, vor allem zu den Lizenzen (z.B. Star Trek, Pokemon, Stranger Things, Ghostbusters, …), nicht immer nur einzelne riesige Sets kämen, sondern sich die Lizenz auf einige kleinere Happen verteilen würde. Dann würde ich auch mal was kaufen für die Vitrine…

    Mein Sohn hingegen baut mit seinen neun Jahren auch sehr gerne Lego. er bekommt oder kauft des öfteren mal Sets aus dem 20€ – 50€ Bereich. Diese Sets werden ja ohnehin reell mit mindestens 30%, eher 40% Rabatt verkauft online, da stimmt dann Preis-/Leistung auch wieder. Da gibt es heute noch wirklich tolle Sachen. z.B. diese City Food-Trucks. Er baut aber auch genauso gerne Sachen von BlueBrix, MEGA oder Area-X.

  13. Ich kann mich nur der Mehrheit der Kommentatoren anschließen … ob Lego zu teuer ist beurteile ich für mich nicht nach den absoluten Preisen, sondern nach dem dafür erhaltenen Gegenwert. Und der stimmt immer häufiger nicht mehr.
    Mein Ausgang aus den Dark Ages wurde getriggert von den Technic-Modellen 42009 (Mobilkran), 42030 (Radlader) und 42043 (Arocs). Jeweils für deutlich unter 200 Euro Ladenpreis. Und jeder, der diese Modelle mit dem 42215 vergleicht versteht sofort, was ich meine …
    Neben Technic waren es dann die Creator Expert Autos (Mini, Käfer) und die Modulars, die mich endgültig süchtig gemacht hatten … die Autos für unter 100, die Modulars für etwas über 100 Euro. Gut, die heutigen Icons-Autos und Modulars haben mehr Teile als damals – aber muss das wirklich sein? Zumal die Inflation der Bauabschnitte je Set dazu führt, dass zwangsläufig aus Kostengründen die Anzahl der verschiedenen Teile je Bauabschnitt nicht zu groß werden darf … hier wäre es wirklich wünschenswert, wieder auf die früher üblichen 2-5 Bauabschnitte zurückzugehen.
    Und von den Jahrmarkt-Sets, die ich seit dem Fairground Mixer 10244 auch vollständig habe, ist schon lange kein neues mehr erschienen. Genauso wie von den Architecture Skyline-Sets, die für mich der Inbegriff der Schönen, kleineren Sammel-Sets sind.

    Fazit:
    Glückwunsch an Lego für die (momentan) hohen Gewinne; meine Ausgaben sind insbesondere in den letzten zwei Jahren drastisch zurückgegangen – der Gegenwert fürs Geld passt einfach nicht mehr.

  14. Für mich sind die Sets von Lego zu teuer. Da stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr. Sticker sind bei mir ein Reizthema. Ich habe mittlerweile so viele Sets, an denen diese abgehen oder riesig sind ( nein, die bekommen keine Sonne ab). Für mich ein absolutes No-Go.

  15. Teuer? Ja! Zu teuer? Schwieriges Thema!

    Ich bin der Meinung, dass Lego teure Preise vor allem durch die wachsende Komplexität an Builds und der damit steigenden Teilzahl kommt. Rechnet man Sets durch kommen viele auf die 10 Cent/Teil Quote. Hat ein Set nun 600 Teile, kommen schnell 59,99 Euro zusammen.

    Ich denke das Hauptproblem ist, wie erwähnt, der Fokua auf Sets mit hoher Teilezahl und Komplexität.

    Wirft man einen Blick auf Classic und Creator sind die Preise nicht mehr so übel wie oft gesagt wird.

    Zum Thema Pokemon würde ich klar sagen, neun Pokemon ist lange kein Kinder-Thema mehr, wie die Karten und Videospiele zeigen. Die 3 Pokemon-Sets sind klar Sammlersets, keine Spielsets, die kommen Gerüchten nach ja im Sommer. Entsprechend finde ich den Kritikpunkt eher schlecht recherchiert, kann aber passieren, wenn man im Thema (Pokemon) nicht gut bewandert ist und stattdessen auf Nostalgie und Erinnerung geht.

    Lego muss sich aber definitiv neu ausrichten und klar mehr Sets auf den Markt bringen, die für ihre ursprüngliche Zielgruppe, die Kinder, designed sind.
    Teure Sammlersets haben ihren Platz, sollten aber nicht die Hauptproduktreihe sein.

  16. Es ist wohl vor allem das Verhältnis von viel teurem „Mist“ und einer eher geringen Menge an wirklich guten Sets. Ich könnte jetzt in die Vulgaritäten-Kiste greifen und allerlei blumige Worte finden, aber am Ende läuft es darauf hinaus, dass man geneigt ist, Leuten, die bestimmte LEGO-Sets noch kaufen, die Zurechnungsfähigkeit abzuerkennen. Wie viele schon gesagt haben, ist es ja nicht mal immer der absolute Preis, sondern die Qualität der Modelle, Qualität der Steine, das ewige Elend mit den Stickern und diverse andere Faktoren, die den Eindruck erwecken, dass LEGO versucht, mit minimalem Einsatz maximalen Gewinn zu erzielen und das passt halt nicht zum suggerierten Bild als netter Familienkonzern aus Dänemark. In einigen Bereichen hat man auch schlicht den Anschluss verloren und die Mitbewerber machen es einfach besser. Wer noch original Technic von LEGO kauft, weiß es vermutlich wirklich nicht besser und ist schlecht informiert. Für andere Bereiche könnte man das ebenso feststellen. Ein weiteres Problem sehe ich einfach in dem ausgeprägten Kontrollzwang. Man möchte den Markt für sich haben und mittlerweile geht das eben soweit, dass man Bricklink-Händlern das Leben schwer macht. Da gibt sich LEGO mittlerweile wie Luxushersteller, die ihren Kunden noch verbieten wollen, die teure Ledertasche weiterzuverkaufen. Insgesamt ist es wohl eher das Gesamtbild, das einen mit den Zähnen knirschen lässt.

    • Ich verstehe absolut nicht, wie man zu der Annahme gelangen könnte – ganz im Gegenteil handelt es sich bei Lego um einen riesigen Weltkonzern, der (selbstredend) so agiert wie alle anderen Großkonzerne. Das war Lego allerdings auch schon vor 30 Jahren. Ich denke, besagte Personen sollten eher die (beschlagene) Nostalgiebrille abnehmen. Zudem darfst du bitte allen selbst überlassen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Unglaublich, dass du dir tatsächlich anmaßt, anhand deines inneren Kompasses, andere zu beurteilen – absolut unreflektiert und egozentrisch.

  17. So. Feierabend. Nun komme ich mit meiner Meinung auch noch mal dazu. Zurück aus den Dark Ages durch Corona. Völlig fasziniert, von NC und den Modular Buildings. Und am Anfang als ich viele der schon ausgelaufen Sets, gebraucht für teilweise viel Geld noch nachgekauft hatte, die totale Begeisterung. Da hatte ich nie das Gefühl, dass mir mein Geld zu schade ist für das was ich bekommen habe. Wenn ich mir die NC 1 anschaue wundervoll, mit ernst zu nehmenen Räumen und das gesamte Design mit den wahnsinnig vielen tollen Details innen und außen, die mich mit Freude erfüllt haben. Auch bei NC 2 und 3. Und dann schaue ich NC 5 an, was ich mit meinen Grundschülern gebaut und selber nicht mehr gekauft habe,weils eine Fassade mit wenig dahinter ist.
    Wenn ich zusätzlich sehe wie andere Unternehmen Kritikpunkte der Fans aufgreifen, annehmen und im positivsten Sinne umsetzen. Dann sage ich für mich, dass der Preis das Eine ist. Aber das Andere: wieviel Liebe und echtes Engagement steckt in einem Set. Lego ignoriert uns Fans auf so viele verschiedene Arten (Stockwerke nicht gefliest, bunte Achsen etc, Sticker in hoch preisigen Sets, lieblos gestaltete Figuren in Sammler Objekten, Fassaden statt Spielsets mit Tiefe, nur angedeutete Details… Ich könnte die Liste wahrlich fortsetzen…)
    Das ist es was mich richtig nervt und mich von Lego weg bewegt hat zu anderen Anbietern, eben genau das alles. Vor allem die Ignoranz. Da merke ich habe ich keine Lust mehr und kaufe andere Anbieter, die sich richtig Mühe geben und was rundum Tolles bieten!!
    Vor einigen Tagen dagegen habe ich aus dem Lego/Bricklink Designer Programm die Art Factory 910054 fertig gebaut. Was für ein schönes und großartiges Set!! Kann ich wärmstens empfehlen, selbst zu Zweitmarkt Preisen. Und das meine ich: ja, es war mega teuer. Eigentlich zu teuer für mich. UND: ich habe es trotzdem. Und freue mich und nehme 3 Monate finanzielle Einschränkung hin. Selten reizt mich noch ein Lego Setund wenn sind es meistens Exclusive Sets zu teuren Lego Preisen. Meistens habe ich von anderen Anbietern noch Sets auf meiner Wunschliste und bekomme dort mehr für weniger Geld. Beides zusammen bedeutet, es muss ein richtig grandioses Lego Set sein. Dann zahle ich auch den Preis. Aber das ist verflixt selten geworden.

  18. Mir geht es genau gleich. Es gibt einige interessante Sets, aber das Lego Management hat den Bodenkontakt völlig verloren.

  19. Lego hat teilweise schon coole neue Sets aber dieses Preis- und Leistungsverhältnis ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Da stehen mir ja nur noch die Haare zu Berge.
    Dazu kommt natürlich das Gefühl, dass es nur noch um Lizenzthemen geht und die sonstigen Sachen mehr und mehr am Käufer vorbeilaufen.

    Da liebe ich mir die ganzen Klemmbausteinanbieter: Qualität und abwechslungsreiche Sets zu brauchbaren Preisen.

  20. Ich baue viel selbst und kauf meist bei Bricklink. Dem Kauf der Steine geht eine lahaaange Planungsphase voran, bei der ich – gerade wenn’s „Swooshen“ soll, sehr auf Statik und Haptik achte. Man will ja nicht, dass es dem Nachwuchs zwischen den Fingern zerbröselt.

    Worauf will ich hinaus? Ich habe seit einigen Jahren den Eindruck, dass Lego bewusst viele kleine Teile verbaut – also die Steinezahl künstlich erhöht – um das Argument, dass man immer noch ein „günstiges Stein-zu-Geld“-Verhältnis hätte am Leben zu halten. So werden beispielsweise oft mehrere kleine Plates direkt aneinander verbaut, wo man (auch im Sinne erhöhter Stabilität) besser eine größere genommen hätte.

    Dieses Vorgehen führt nicht nur dazu, dass bei gleicher Steineanzahl und gleichem Preis die Modelle immer mikriger werden, sondern es schmälert auch die kreativen Möglichkeiten, selbst etwas Neues aus dem erworbenen Set entstehen zu lassen. Ein achtjähriges Kind kann ein Friends-Set ohne Probleme mit Anleitung bauen, aber die Teile sind oftmals zu speziell und zu klein, als dass die Möglichkeit besteht, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Da fehlen einem Kind einfach die benötigten Bautechniken und die räumliche Vorstellungskraft.

    Sehr schade.

    • Das Gefühl kann ich so nicht teilen!
      Mir fällt auf, dass sie vermeiden zu viele verschiedene Teile und Farben in einem Bauabschnitt zu haben. D.h. wenn in dem Bauabschnitt schon 1×2 Plates in Reddish Brown vorkamen und 1×4 in rot, wirst du 2x 1×2 Plates in Reddish Brown statt einer 1×4 bekommen.
      Ich denke dabei geht es um Fehler der Bauer, die damit reduziert werden sollen.

  21. Der absolute Preis eines Sets ist für mich das eine – es gibt sehr hochpreisige Sets und andere, die es nicht sind. Da sehe ich nicht das Problem, solange es die anderen auch gibt. Es gab in den letzten Jahren Sets, die mich sehr begeistert haben, z.B. der Gameboy oder die Concorde. Es ist für (fast) jedes Interessengebiet etwas dabei, das Angebot ist breit. Soweit gut.

    Das eigentliche Problem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis – und da stimmt es bei vielen Sets aus meiner Sicht nicht. Als Beispiel Harry Potter. Ich bin beim Reboot der Reihe eingestiegen. Das waren super Sets zu vernünftigen Preisen. Bei dem, was heute auf den Markt kommt, denke ich nur: Ernsthaft? Ich bin raus!
    Wenn die Preise derart ansteigen wie in den letzten Jahren, dann muss auch der Gegenwert ansteigen. Aber die Figuren sind oft etwas lieblos (man vergleiche dies mit den meist sehr aufwändigen Exemplaren aus der Minifiguren-Reihe), die Aufkleber bei einem Displaymodell gehen gar nicht (erst recht, wenn die Farben nicht stimmen), die Farbabweichungen sind auch schwierig und was mich sehr stört sind häßliche Designelemente wie die immer grauen Konnektoren oder die blauen Pins. Es wären nur wenige Stellschrauben, um den Gegenwert eines Sets deutlich zu erhöhen – wenn man in Dänemark nur wollte.

    Jedenfalls freue ich mich, wenn mal wieder etwas kommt, das mich wirklich überzeugt. Das gibt es immer wieder, aber es dürfte auch öfter sein…

  22. bei so Meinungsartikeln „ist Lego zu teuer“ oder ist es teurer geworden oder wie auch immer bekomme ich oft Sodbrennen. Sind sie oft gefühlt eher ein weiterer Hammerschlag der den Keil tiefer in die Gemeinschaft der Self locking Bricks treibt…

    Mal rein aus der Brille der BWL betrachtet, solange die Firma steigende Umsatzzahlen und vor allem steigende Gewinne verzeichnen kann, ist der Preis noch nicht auf einem Preisoptimum angekommen.
    Auf der anderen Seite sind es eben diese ordentlichen Gewinne, die zeigen das der Preis so hoch ist, das eben kräftig Gewinne gemacht werden, so sehr das eine Preissenkung über das gesamte Sortiment LEGO nicht an den Rand eines Ruins bringen würde.

    Der Rest ist doch rein abhängig von den persönlichen Ansprüchen, Geldbeuteln und Bedürfnissen. Wer bereit ist Betrag X für die angebotenen Sets zu zahlen, der wird nicht sagen, sie sind zu teuer. Und wer die Sets nicht kauft, dem wird der Preis zu hoch sein. Eine Diskussion ist da überflüssig.

    Da kann man eher fragen was jemand genommen haben muss, um eine Firma wie LEGO als „Familienunternehmen“ zu klassifizieren und nicht als milliardenschwerer, international agierender Großkonzern. Ich würde ja auch Porsche oder BMW als Familienunternehmen bezeichnen. Die Zeiten des kleinen Familienunternehmens sind aber mal eben so 50 Jahre oder mehr her. Und das bezieht sich nicht auf die Praktiken oder die Preisgestaltung sondern rein auf die Größe.

    Oder die Frage ob es jemals in der Geschichte der Menschheit für die Masse der Menschen von Vorteil war, wenn ein privates Unternehmen eine Monopolartige Marktstellung in einer Produktkategorie inne hat und es schafft durch Lobby Arbeit die Gesetzgebung in Europa zu eigenen Gunsten zu beeinflussen (Stichwort LEGO Paragraph). Beispielsweise wenn Mercedes Benz seit Jahr und Tag jeden anderen Autohersteller verklagen könnte weil sie sich irgendwann mal ein Auto als 3D Marke haben eintragen lassen. Und das meine ich rein sachlich ohne Vorliebe für oder gegen irgendeinen Hersteller. Ich habe genug LEGO Star Wars Sets bei mir rumstehen. Mir, als allgemeiner Konsument widerstrebt jedes Monopol Verhalten, egal ob bei Spielzeug (was ich nicht zum Leben unbedingt brauche) oder akut an der Zapfsäule. (Die steigenden Öl Preise werden sicher über kurz oder lang auch Einfluss auf die Plastik Spielzeuge haben).

    Es ist keine 3 Jahre her, da hatte ich Angebote von Self locking Bricks Sets auf dem Tisch, bei dem ein Teilepreis von etwas mehr als 1 Cent pro Teil angeboten wurde. Und da hatten schon 2 Stellen dran verdient (Hersteller und Großhändler) eigentlich 3 mit der B2B Plattform auch noch. Das war inkl. Prints, inkl. einer Verpackung die aufwändiger ist als die typische LEGO Verpackung, Anleitung und EN71 Zertifizierung und einer Steine Qualität die nicht signifikant von anderen größeren Herstellern abwich. Haken war, da sind Teile drin, die sich LEGO hat schützen lassen + steigende Transportkosten. Und der Hersteller muss auch selber Formen entwickeln, selber Verpackung und Produkt designen etc… Vermutlich mit noch mehr Handarbeit als bei anderen Firmen.

    Daher sind für mich Diskussionen über Preise und „ist es zu teuer“ witzlos. Kaufe ich etwas, dann entweder weil ich muss, oder weil ich mit dem Preis einverstanden bin. That´s it.

  23. Lieben Dank euch allen für die Beiträge! Ihr sprecht mir aus der Seele! Und ich dachte, mir geht es alleine so.
    Danke Andres für die neue Rubrik!

  24. Ich habe mal ein wenig zurückgeblickt, weil mich nicht losließ, dass viele hier davon sprechen, Lego mache nur Fassaden, statt Häuser…
    Ich habe mir zB die 6683, oder 6699, oder 6592 angesehen und mich gefragt: Wo ist der Unterschied zu heute? Warum hat das früher niemanden gestört? Liegt es nur am Preis?

    Für mich ist Lego nicht unbedingt zu teuer. Aber durch die, gegenüber früher, deutlich höhere Ausschüttung an Modellen auf dem Markt pro Jahr, kann und will ich mir einfach nicht alles leisten. Gefühlt sind auch die Wiederholungen in immer kürzeren Abständen. Und ja, dann schaut man genauer hin und merkt, dieses Knistern von einst, wenn etwas neues herauskam, fehlt (leider) immer mehr. Ich habe meinen Konsum deutlich eingeschränkt. Ich habe auch die Konkurrenz getestet. Diese konnte mich aber bisher meist nicht überzeugen.

    Aber hin und wieder finde ich sie doch noch, diese „Knistersets“. Deswegen gebe ich die Hoffnung noch nicht auf.

    • The Storytelling Brick

      16. April 2026 um 9:10

      Der größte Unterschied ist, dass einstige Kinder nun erwachsen sind, das (teils überüberüberteuerte) Plastikzeugs selber bezahlen (müssen) und mehr Zeit haben über KInderspielzeug zu fachsimpeln. Eltern damals hatten keine Zeit fürs Kinderspielzeug. Die haben in der Regel auf etwas anderes hingearbeitet (’schaffe, schaffe Häusle baue‘) oder versucht die (möglichst gesunde) Ernährung der Kinder (und der eigenen) zu gewährleisten. Oder sich eben wie Erwachsene zu benehmen und zu leben, so wie es die Gesellschaft erwartet hat (Lebensglück und Freude mal dabei außen vor gelassen). Lego war und blieb Kinderspielzeug, kein Spekulations- und/oder Sammelobjekt, wie heute.

      Außerdem hat sich die Zeit und die Welt seitdem weitergedreht. Warum sollte LEGO weiterhin auf jahrzehntealte Designentscheidungen setzen? Früher war das eben das damalige Designverständnis, heute läuft’s einzig und allen auf den Spartopf zu 🤷🏻‍♂️

    • Das mit den Fassaden von früher ist mir zuletzt auch öfters aufgefallen, als meine Jungs meine alten Modelle bei der Oma gebaut haben. Das sieht oft nicht sooo anders aus. Je nach Modell hat eine Baseplate das Set deutlich größer erscheinen lassen, aber rein vom Gebäude her, war das oftmals auch sehr rudimentär – auch wenn von vielen das Gegenteil suggeriert wird.

  25. In vielen Punkten stimme ich mit Andres überein, gerade was die eigene Sozialisation mit City, Piraten und in meinem Fall auch besonders Space angeht. Damit verbindet man einfach Kindheitserinnerungen und ausgiebiges Spielen.

     

    Was das sympathische Familienunternehmen aus der Einleitung angeht, ist es das schon lange nicht mehr. Sympathisch war für mich noch selten eine Kategorisierung für Unternehmen (egal ob sie sich sozial engagieren oder nicht, ich verbinde das einfach nicht mit einer Firma) und Familienunternehmen klingt so schön klein. Lego ist inzwischen einfach ein milliardenschwerer Weltkonzern geworden, dass der nach anderen Regeln ticken muss als eine kleines regionales Unternehmen, ist auch klar.

     

    Dann haben wir die Erweiterung der Produktpalette. Ja, da hat einiges stattgefunden, was zwangsläufig bei mir auch zu einer anderen Herangehensweise an die Produkte führen musste. Früher hatte ich mir immer vorgenommen, mir das größte erschienene Technicmodell zuzulegen. Das kam dann aber so alle paar Jahre raus, nicht fünfmal in einem. Auch die gewaltige Erweiterung der Produktpalette führt zwangsläufig dazu, dass man sich vom Vollständigkeitsgedanken verabschieden muss, weil weder Geld noch Platz ausreichen. Das Positive ist aber natürlich, dass man viel genauer findet, was einem zusagt.

     

    Einhergehend mit der Erweiterung der Palette, gab es auch eine Aufteilung der Zielgruppe. Dein Einleitungssatz mit dem Spielzeug für Kinder, trifft nämlich nur noch auf die eine Hälfte zu. Die andere zielt eindeutig auf Erwachsene und hat mehr mit Modellbau als mit Spielzeug zu tun. Wer sich eine Enterprise kauft, der baut die auf und wird sie nicht mehr umbauen (ich rede hier nicht von MOCern, sondern vom Durchschnittskäufer). Das unterscheidet diese Zielgruppe so immens vom Kind (wobei ich da früher auch sehr selten umgebaut habe, wenn es sich nicht gerade um Technic gehandelt hat, aber anderes Thema). Lego hat es hier tatsächlich geschafft, seine Zielgruppe gewaltig auszuweiten und auch gesellschaftlich akzeptabel zu machen. ALs Jugendlicher hätte ich mir früher keine Legos mehr gekauft und war froh, dass man mich ab einem gewissen Alter dann nicht mehr schräg angeschaut hat, als es theoretisch für die Kinder hätte sein können. Heute wäre das ganz anders.

     

    Und ja, Lego nutzt die Kaufkraft seiner erwachsenen Zielgruppe gnadenlos aus (nicht so negativ gemeint wie es klingt), wobei sie das eben auch können und in gewisser Weise dumm wären, es nicht zu tun. Das von dir genannte Pokemon Triumvirat ist hier ein sehr gutes Beispiel, weil es eben bewusst als extrem teures Modell in den Markt gebracht wurde. Und damit meine ich nicht, ob das fertige Modell den Preis wert ist, das muss jeder für sich entscheiden, sondern weil es gezielt teuer gemacht wurde. Lego hätte die drei Figuren auch als separate Modelle auf den Markt bringen können, ggf. als viertes noch den Displayständer dazu. Das wäre insgesamt vielleicht sogar noch teurer geworden, aber es wäre kein so markantes Leuchtturmprojekt geworden. Dafür hätten Kinder und nicht so potente Käufer gezielter zugreifen können. Mit den kolportierten Verkaufszahlen, hat Lego aber gezeigt, dass es diese Preise aufrufen kann. Ähnlich mit anderen Modellen wie Todesstern, Eiffelturm, etc. Die sind dafür da in den Medien zu kommen, das große Ahhh und Ohhh im Schaufenster zu erzeugen und schlichtweg Aufmerksamkeit zu erzeugen.

     

    Was hat das ganze für mich als Auswirkung? Ich kaufe heute bewusster ein und ich habe meinen Horizont auf alternative Anbieter erweitert. Das begann zwar ursächlich eher darin, dass andere Hersteller Modelle hatten, die Lego nicht angeboten hat (Militärflugzeuge bei Cobi z.B.), aber wurde durch die hohen Preise bei Lego zumindest auch begünstigt. Da merkt man dann ziemlich schnell, dass die anderen Hersteller inzwischen stark aufgeholt haben und wirkliche Konkurrenz für Lego heranwächst. Die kochen auch alle nur mit Wasser, aber das inzwischen recht ordentlich und jeder Hersteller – auch Lego – hat da seine eindeutigen Stärken und Schwächen.

     

    Und zu deinem letzten Absatz, auch bei den neu erscheinenden Edition Sets zur WM, sind einige erstaunlich günstig eingepreist, es geht also wirklich noch (das andere Extrem gibt es in der Reihe auch, aber thematisch ist das ohnehin nicht meins)

  26. Zunächst einmal. Ich teile die Einstellung der meisten Vorschreiber. Auch mir gefallen immer weniger Sets (ich baue hauptsächlich Technikmodelle). Alternative Hersteller haben in dem Segment nicht nur aufgeholt. Meiner Ansicht nach sind viele bereits an Lego vorbei.

    Kommen wir zur Kernaussage der Überschrift. „Lego ist zu teuer!“

    Ich sage mal „kätzerisch“ Nein, ist es nicht. Solange Lego die aufgerufenen Preise (ich meine nicht die rabattierten Sets bei Händlern) vom Endkunden und die entsprechenden EK-Preise von Händlern bekommt, und Lego mit den Sets Gewinne einfährt, ist Lego nicht zu teuer. Die Umsatz- und Gewinnzahlen sprechen an dieser Stelle auf jeden Fall dafür. Lego ist erst dann zu teuer wenn entsprechende Sets nicht mehr gekauft werden.

  27. Kurz und ehrlich: JA! Dazu muss man nur Preise der Konkurrenz zu Rate ziehen. Alles weitere ist dann nur noch Diskussion ob Hardcorefan oder ob es auch mal was anderes sein darf(gibt ja zig Alternativen die Top sind und wesentlich weniger Verlangen für einen Haufen Plastik).
    Alternativen? Mattel Brickshop, Cada, Lumibricks, Phantasy, Cobi(!), Mouldking(nicht alle aber einige Sets) und und und…..

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