In 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h! Aber taugt auch das LEGO Modell 42214 Lamborghini Revuelto Supersportwagen für die Rennstrecke?
Fünfhundertausend Euro. So viel muss man mindestens auf den Tisch legen, um den Lamborghini Revuelto sein Eigen nennen zu dürfen. Benannt ist er wie üblich nach einem spanischen Kampfstier, genau wie das Vorgängermodell, der Aventador.
Der 2023 auf den Markt gekommene Sportwagen fährt als Hybrid vor. Neben einem 6,5 Liter V12 Motor sind drei Elektromotoren mit an Bord: zwei treiben jeweils ein Vorderrad an, der dritte sitzt am Getriebe und übernimmt dort die Generator- und Anlasserfunktion.
Und weil sie so beeindruckend sind, werfen wir noch einen kurzen Blick auf einige Kennzahlen. Die Systemleistung (also was maximal aus Elektro- und Verbrennermotor herauszuholen ist) liegt bei 1015 PS. Damit beschleunigt der Supersportwagen von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden. Das spannende bei diesem Wert: Würde man von einem Hochhaus (oder weniger dramatisch: Bungee-Sprungturm…) springen, erreicht man erdbeschleunigt die 100 km/h nach etwa 2,8 Sekunden. Im Revuelto beschleunigt man also schneller als im freien Fall! Alleine sich das vorzustellen ruft doch schon ein Bauchkribbeln hervor…
Die Höchstgeschwindigkeit ist mit nicht minder imponierenden 350 km/h angegeben. Ganz so schnell ist der LEGO Technic 42214 Lamborghini Revuelto Supersportwagen nicht unterwegs, um mal endlich die Brücke zum eigentlichen Thema zu schlagen. Für eine UVP von 179,99 Euro kann man den rassigen Italiener aus 1135 Teilen zusammenbauen. Das Ganze motorisiert, beleuchtet und über die Control+ App und einem Smart Device fernsteuerbar. Wie schnell der Stier als Bausteinversion unterwegs ist, zeige ich euch weiter unten.
Inhaltsverzeichnis
Eckdaten
- Thema: LEGO Technic
- 1135 Teile
- 179,99 Euro UVP
- Release am 1. August 2025
- Zur Bauanleitung 🗺
- Im LEGO Online Shop 🛒
Verpackung und Inhalt
Das Foto des Modells vor retuschierter Stadtautobahn-Kulisse deutet schon die Funktion der leuchtenden Scheinwerfer und Rücklichter an. Die Altersempfehlung ist mit 10+ angegeben. Natürlich sind auch das Lamborghini Logo und der Hinweis auf Control+ vorhanden.


Auf der Rückseite der Verpackung zeigt der Lambo sein Heck, dazu gibt es einige Details zu Funktionen und seinen Maßen. Ein kleiner Screenshot von Asphalt Legends Unite weist darauf hin, dass man sich das LEGO Modell im bekannten Rennspiel freischalten lassen kann. Der notwendige Einmalcode liegt im Inneren der Schachtel mit dabei.
Des Weiteren finden sich dort natürlich die (Papier-) Tüten mit den Teilen, der separat verpackte große Powered Up Hub und sein passender Akku sowie die in einem Umschlag geschützte Anleitung mit zwei Stickerbögen. Die Anleitung ist 268 Seiten stark. Der große Stickerbogen mit weißem Trägerpapier beinhaltet 49 Aufkleber. Die zwei Aufkleber zum Verzieren der Rückleuchten sind auf dem kleinen Bogen mit transparentem Hintergrund ausgestanzt.

Der Aufbau
Der Aufbau ist in acht Bauabschnitte unterteilt und Technic-typisch. Begonnen wird mit dem Einsetzen des Akkus in den Hub, anschließend wird das Fahrzeug drum herum aufgebaut.
Am Ende des zweiten Bauabschnitts, wenn Hinterachse und Lenkung soweit montiert sind, darf zum ersten Mal die App eingeschaltet und der Aufbau kontrolliert werden. Ein kleiner Testlauf der hinteren Radnaben sowie der Lenkung vorne zeigt, ob alles korrekt zusammengesteckt wurde. Auch nach der Montage der transparenten Lichtleiter gibt es einen Hinweis in der Anleitung, durch Anschalten des Hubs zu prüfen, ob das Licht auch dort ankommt, wo es scheinen soll.
Neue, andersfarbige oder interessante Teile
In der Masse an LEGO Teilen und Sets sowie der Verwendung von unterschiedlichen Teilenummern und Farbnamen ist es oft schwierig zu bestimmen, ob ein Teil neu, in der Farbe bereits erschienen oder einfach nur selten ist. In diesem Kapitel will ich daher der Einfachheit halber alle Teile zeigen, die mir in einem Set aus vorgenannten Gründen (neu, interessante Farbe oder selten) zeigenswert erscheinen.
Das fertige Modell
Der Lamborghini Revuelto ist etwa 40 cm lang, mit Außenspiegeln 18 cm breit und 10 cm hoch. Er ist robust gebaut und lässt sich gut greifen, ohne dass man das Gefühl hat, dass Teile abfallen könnten. Einzig die Außenspiegel und kleine Dreieckselement im vorderen Scheinwerferbereich lassen sich leicht verstellen.
Nach Hochklappen der hinteren Motorabdeckung offenbart sich der Blick auf den Hub. Wie das Original ist auch dieser mit drei Motoren ausgestattet. Die beiden hinteren, seitlichen Ausgänge treiben die Heckräder an, über den vorderen Ausgang wird gelenkt.
Von den sechs LED Licht-Ausgängen des Hubs werden vier genutzt. Über zwei lange Lichtleiter, die zur Reduzierung von Streueffekten mit schwarzen LEGO Rohren ummantelt sind, wird das Licht zu den vorderen Scheinwerfern gelenkt. Zwei weitere Lichtleiter gehen zu den Heckleuchten. Eine Ummantelung gibt es hinten nicht, so dass etwas weißes Licht zwischen den Heckleuchten den Unterboden bescheint.



Die Türen, im Original Scherentüren, lassen sich nicht öffnen. Allerdings sind die beiden Türmodule nur mit je zwei Technic-Pins befestigt und können seitlich abgezogen werden. So wird auch der Zugang zum Nachladen des Akkus ermöglicht. Der dafür verwendete USB-C Anschluss sitzt hinter der Fahrertür. Ein passendes USB-Kabel liegt übrigens nicht mit dabei.
Die selbstleuchtenden, dreieckigen Elemente im Scheinwerferbereich lehnen sich an das Beleuchtungskonzept des großen Italieners an und bieten einen tollen Effekt. Natürlich kommt er erst in dunkler Umgebung und bestenfalls nach vorherigem „Aufladen“ der Leuchtmasse so richtig schön zur Geltung.
Performance und Control+ App
Wie manch Stammleser wissen mag, stehe ich Control+ ambivalent gegenüber. Einerseits finde ich die App an sich gut umgesetzt. Sie punktet durch schöne Optik, nette Funktionen und Zusatzfeatures. Andererseits missfällt mir die Notwendigkeit eines Smart Devices, um ein LEGO Technic Modell zu betreiben. Ganz zu schweigen von der Haptik einer Bildschirmsteuerung im Vergleich zu einer Fernbedienung.
Beim Lamborghini geht es mir nicht anders. Die App, die einen auch wie oben schon beschrieben beim Aufbau unterstützt, ist schön gestaltet. Designtechnisch ist die Oberfläche angelehnt an das Interieur des großen Revueltos. Wobei in diesem Punkt mein Wissen auf Youtube Videos und Autoblogs zurückgeht, leider nicht auf eigene Erfahrung.
In der linken unteren Ecke befindet sich das Lenkrad. Darüber ein kleiner Taster zum Ein- und Ausschalten der Beleuchtung.
Über einen Taster kann man zwischen zwei Fahrmodi wählen, die sich natürlich auch am realen Vorbild orientieren (wobei dieses insgesamt bis zu dreizehn Modi aufweist): Città für den rein elektrischen, entspannten Stadtbetrieb. Und Corsa für das andere Extrem, die Rennstrecke. Hier wird dem Fahrzeug alles an Leistung abgerufen, was geht.
Auf der rechten Seite des Bildschirms sitzt das Gaspedal, ausgeführt als Schiebregler. Bewegt man diesen nach oben, beschleunigt der Lambo nach vorne. Durch Schieben nach unten kann man rückwärst fahren. Links daneben sitzt die Bremse. Drückt man darauf, hält das LEGO Modell nahezu schlagartig an, anstatt auszurollen, wenn man nur den Finger vom Gas nimmt. Natürlich leuchten auch die Heckleuchten beim Bremsen heller auf und simulieren so das Bremslicht.
Über einen Taster rechts neben der digitalen Geschwindigkeitsanzeige können eigene Rennen gefahren und gestoppt werden. Die zurückgelegte Streckenform wird nach beenden dieses Modus ebenso angezeigt wie die dafür benötigte Zeit und weitere Details der Fahrt. Auch Kollisionen mit Schrankwänden oder Bettpfosten werden vom Hub mittels interner Sensoren registriert und angezeigt.
Wer nicht einfach aufs geradewohl losfahren will, baut mit Hilfe der App vorgegebene Rennstrecken auf und versucht sich an diesen. Dabei ist es ratsam in den Corsa-Modus zu schalten, da auch beim LEGO Modell nur hier die volle Leistung des Hubs abgerufen wird. So ist im Città Modus nicht nur die Beschleunigung deutlich geringer, auch die Höchstgeschwindigkeit ist reduziert.


Auf meiner Messtrecke, eine zwei Meter-Gerade, habe ich im gedrosselten Modus eine Zeit von etwa 1,7 Sekunden gestoppt. Im Corsa-Modus lassen sich hier locker 0,3 Sekunden rausholen. Das entspricht einer Geschwindigkeit von 5,14 km/h gegenüber 4,24 km/h im Stadtmodus. Beides ganz schön flott für ein ferngesteuertes LEGO Modell.
Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.
Fazit: 42214 Lamborghini Revuelto Supersportwagen
Das Vorbild ist, wie fast alle Lamborghini, faszinierend. Auch das ferngesteuerte LEGO Modell ist gut umgesetzt und gefällt mir. Der große Hub mit drei motorisierten Ausgängen sorgt für flottes Vorankommen. Das Auto ist dabei robust genug, um Zusammenstöße mit Möbeln auf der Rennstrecke problemlos wegzustecken. Meistens jedenfalls. Schön ist auch die Beleuchtung, inklusive funktionierenden Bremslichtern.
Die Control+ App bietet wie immer einiges an Zusatzfeatures wie die Aufzeichnung von eigenen Rennen oder Anleitungen zum Aufbau vorgegebener Rennstrecken. Mit der Fernsteuerung über ein Handy-Display und der damit verbundenen Haptik wird sich die jüngere LEGO Generation vermutlich leichter tun als ich.
Zusammenfassend ein solides Control+ Modell, das liefert was es verspricht.
Bewertung
| Positiv | Negativ |
|---|---|
|
|
Benotung 🎵
| Gesamtnote: 8 |
Von 1 (mau) bis 10 (wow) |
Eure Meinung!
Was haltet ihr von den ferngesteuerten Control+ Technic Sets? Verwendet ihr den Hub auch für eigene Kreationen? Teilt gerne eure Erfahrungen mit dem Lambo in den Kommentaren, und natürlich auch, was ihr aus dem Hub mit Motoren und Beleuchtung Eigenes erschaffen habt!



























25. Januar 2026 um 13:10
Endlich gibt es Akkus und Beleuchtung bei Technic Modellen 🙂
Gerade bei Modellen die viel bespielt werden war die Menge an Batterien enorm, die verbraucht wurden.
25. Januar 2026 um 13:27
Statt Batterien kann man da ja auch Akkus benutzen. Wobei die natürlich noch häufiger ausgetauscht werden müssen.
26. Januar 2026 um 9:49
Hallo Gerhard, der Hub mit Motoren und Beleuchtung ist 2024 beim 42176 Porsche schon rausgekommen, also (ungeachtet meines verspäteten Reviews des Lambos) nicht ganz neu 🙂
Beim Revuelto kommt eine aktualisierte Version zum Einsatz, bei der der Akku nochmals mit zwei Pins separat fixiert werden kann…
27. Januar 2026 um 12:50
Aaaber viel zu Teuer.
25. Januar 2026 um 13:24
Ein optisch und funktinstechnisch sehr ansprechendes Modell, aber der Preis schreckt schon etwas ab, auch wenn der natürlich auch durch den Motor bedingt ist. Wenn ich allerdings sehe, wie selten ich den Porsche GT4 zum spielen/fahren nutze, wäre mir eine abgespeckte Variante ohne Technic-Hub für 80 € lieber gewesen.
25. Januar 2026 um 13:29
Beim GT4 haben wir die Lichtleiter zusätzlich mit Alufolie umwickelt, um weniger Streulicht zu haben (und ggf etwas heller leuchtende Lampen durch die Rückspiegelung in den Lichtleiter).
26. Januar 2026 um 9:50
Gute Idee 🙂 Wie war der Effekt?
26. Januar 2026 um 18:18
Lieben Dank für deine Review mitsamt feinem Bildmaterial, @André! Habe mir den Artikel heute Mittag durchgelesen.
Ich würde ja ein gutes Wort zur Umsetzung des Sets und dessen Gelingen zum Vorbild verlieren, aber mir gefällt das Modell einfach nicht. Für mich könnte das irgendein Supercar/ Hypercar sein… Löblich sind natürlich der Akku-Hub und die Licht“röhren“, die finde ich ganz gut sinnvoll. LEGO kann das gerne noch weiter ausbauen. Und vielleicht noch stärkere Motoren herstellen. Die 4-5 km/h sind Schritttempo. Immerhin kann LEGOs Modell in einer verkehrsberuhigten Straße fahren, ohne Gefahr zu laufen, spielende Kinder umzufahren 😉
26. Januar 2026 um 21:21
Danke für den Dank 🙂
Ja, schneller wäre spannend; aber vermutlich nur bedingt sinnvoll mit Lego Bausteinen / Elementen. Bei meinen Mocs auf der Zusammengebaut ist schon erstaunlich, wie schnell Abnutzungserscheinungen zu erkennen sind im (langsamen!) Dauerbetrieb (Plastik-Schleifstaub u.ä.).
Man könnte in den Lambo auch mal einen ordentlichen RC Motor reinbasteln 🤔 Würde aber vermutlich nicht lange gut gehen.
Für Inhouse Nutzung sind die 4…5 km/h gar nicht schlecht. Die Schrankwand kommt schneller näher, als man denkt… 😅
28. Januar 2026 um 21:14
Sorry, gerade der Auspuff-Aufkleber disqualifiziert das Modell doch mit Bravour.
Zu teuer für die Leistung, zu teuer für die Optik. Das Design des Originals wurde doch hier auf die Zielgruppe von 6-10 jährige angepasst.
29. Januar 2026 um 7:39
Oh mein Gott sieht das Modell peinlich aus…. das war mein erster Gedanke..
Mein zweiter war… omg das kann echt nicht Lego’s Ernst sein.
Die Optik ist ja mal richtig daneben, wer das gelungen findet hat echt niedrige Ansprüche. Allein wie das Licht aus allen Ecken und Ritzen scheint….. ohne Worte.
Für 100€ weniger UVP vielleicht denkbar das Modell, das wäre dann tatsächlich auch eher ein realistischer Preisrahmen für den Teile-Haufen. Aber Hauptsache Lizenz.