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Mädchen waren immer bereit…

Girls have always been ready | © LEGO Group

LEGO Spielzeug soll künftig nicht mehr als „für Jungen“ oder „für Mädchen“ gekennzeichnet werden: Die Hintergründe im Artikel.

… wir machen die Welt bereit für Mädchen.

Am Weltmädchentag am 11.10.2021 hat LEGO eine neue Kampagne Ready for girls gestartet. Anlässlich des von der UNO ausgerufenen Weltmädchentags hatte LEGO eine Studie in Auftrag gegeben, die prüfen sollte, inwieweit die Einstellungen zum Spielen und zu künftigen Berufen immer noch von Geschlechterklischees geprägt sind.

Studie zum Weltmädchentag

Die Studie kam zum Ergebnis, dass Mädchen bereit für die Welt sind, dass aber die Gesellschaft noch nicht ganz bereit ist ihr Wachstum durch Spiel zu unterstützen.

Obwohl viele Eltern LEGO als ein gutes Beispiel für eine inklusive Spielzeugmarke sehen, wird das Spielen mit LEGO immer noch als relevanter für Jungs als für Mädchen angesehen. 59 Prozent der Eltern sagen, dass sie ihre Söhne ermutigen mit LEGO zu spielen, aber nur 48 Prozent ihre Töchter. Diese Sicht wurde noch deutlicher als ein impliziter Vorurteilstest gemacht wurde, mit dem Ergebnis von: 76 Prozent ermutigen die Söhne und nur 24 Prozent die Töchter.

LEGO hat sich verpflichtet, das Spiel mit LEGO noch inklusiver zu machen und sicherzustellen, dass Kinder ihre Kreativität – jetzt und in der Zukunft – ohne Einschränkung durch Geschlechterstereotypen ausleben können. „Wir wissen, dass Arbeit getan werden muss, und deswegen fangen wir jetzt (2021) an, eng mit dem Geena Davis Institute on Gender in Media und der UNICEF zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass Produkte und Marketing für alle zugänglich und frei von Vorurteilen und schädlichen Stereotypen sind.“

Infografiken

Um Eltern und Erzieher zu unterstützen, gibt es noch zwei gute Infografiken, die leider nur auf Englisch verfügbar sind.

Auf der LEGO Seite gibt es einige Artikel über tolle Mädchen, die sehr kreativ die Welt verbessern.

» Sammie will die Welt verbessern – und ist nicht so leicht zu stoppen
» Erfahre, wie ein musikalisches Mädchen Freude in ihrer Heimatstadt verbreitet
» Wie Chelseas zehnter Geburtstag das Leben von Tausenden von Kindern veränderte
» Wie zwei erfindungsreiche Schwestern die Welt verändern möchten

Ich bin sehr gespannt, wie sich das in Zukunft auf LEGO Friends und LEGO City Sets auswirken wird, da diese beiden Serien am meisten mit Geschlechtsstereotypen überladen sind.

Eure Meinung

Was sagt ihr zur Studie und dem Vorhaben von LEGO? Gerade die Meinung von Eltern würde uns in den Kommentaren sehr interessieren.

Frauke Paetsch

Ich halte meine alten LEGO Weltraum-Sets in Ehren!

23 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Kleiner Tippfehler in der Überschrift 😉

  2. Die Lösung wäre extrem einfach:

    Einfach bei allen Themen, die nicht zwingend an Vorgaben einer Lizenz gebunden sind, wieder zu den generischen gelben Köpfen zurückkehren. Mit Haarteilen kann man dann je nach Wunsch das biologische oder gefühlte Geschlecht anpassen, fertig.

    Mich würde es aber wirklich wundern, wenn dadurch mehr Baumaschinen für Mädchen gekauft werden.

    • Das stimmt wohl 🙁
      TLC kann zwar die Grundlage schaffen, indem Sets bewusst Geschlechtsneutral gestaltet werden (die Idee mit generischen Figuren + beiliegenden verschiedenen Frisuren finde ich super), aber das Hauptproblem liegt oft dann in unserer Gesellschaft.
      Die Mädchen werden von Eltern/Großeltern genausowenig einen Bagger bekommen, wie Jungs einen Pferdehof. Auch wenn betreffendes Kind vielleicht lieber mit dem anderen Spielen würde, aber Pferde sind halt in den Augen unserer Gesellschaft leider „unmännlich“ und Bagger nicht „mädchenhaft“ genug 🙁
      ich hab schon so oft mit Freunden über solche Themen gesprochen, und am Ende sind wir immer traurig, wie schlimm das ist.

      Meine kleine Cousine hat sich zu ihrem Geburtstag sehr über den technik mini claas xerion gefreut und das Schleich Pferd lag plötzlich unbeachtet in der Ecke 😀

      • „Pferde sind unmännlich“ – wenn Arthur Morgan das hören würde, vermutlich mag er die Gesellschaft deshalb so wenig… 😀

        Aber ich denke auch, dass „gegenderte“ Spielzeuge sich besser an die jeweiligen Zielgruppen verkaufen, weil sich Kinder die Spielsachen oft nicht direkt aussuchen können, die sie geschenkt bekommen.

        Es ist schade, dass so viele Eltern ihren Töchtern nie einen Technik Bagger schenken würden. Nunja, vielleicht hat LEGO aber tatsächlich etwas Macht daran etwas zu ändern, indem sie schon alleine nicht mehr „für Mädchen“ auf die Packung drucken (oder sie komplett in pink halten), weil die Eltern sich beim Kauf dann vielleicht mehr auf die Sets selbst konzentrieren, als darauf aus welcher Ecke des Spielwarenladens sie kommen.

    • Wären nicht eine Definition des Geschlechts über die Haarteile noch mehr stereotypisch als über Gesichter? Wie soll man dann langhaarige Jungs und kurzhaarige Mädels bauen? Die geschlechtsspezifischen Gesichter sind mir da lieber. Oder man macht Wendegesichter, eine Seite Junge, die andere Mädchen.

    • Meine Tochter würde gerne mehr Bagger, Traktoren und Krähne haben, einzig ist das Angebot recht überschaubar.

  3. Bin mal echt gespannt. Wenn man die heutigen City/Friends-Welten betrachtet hat man schon das Gefühl, dass TLC da noch einen weiten steinigen Weg vor sich hat. Warum nicht beides zusammenlegen zu einer neuen Serie? Wäre ein mutiger Schritt solche „berühmten“ Marken fallen zu lassen, aber ich befürchte ohne einen Neuanfang wird man Geschlechterklischees nicht los.
    Für meinen persönlichen Geschmack sollten als erstes die gruseligen Friends Figuren eingestampft werden :-p

    • Die Trennung haben sie selbst mit der Einführung der Minidolls bei Friends gelegt und ich denke, dass es zu spät ist, um von diesen Figuren wegzugehen. Daher halte ich ein Zusammenlegen von Friends und City für unwahrscheinlich, auch wenn es der wohl effektivste Schritt wäre. Vermutlich würden viele Mädchen aber die Minidolls vermissen.

    • Du siehst es bei Harry Potter. Gefühlt jede Altersklasse und jedes Geschlecht kauft sich die Sets. Figuren und Farben sind dabei quasi egal bzw. kommen bei allen super an.

      • Da gebe ich dir recht, aber ich denke trotzdem, dass es für viele Mädchen, die mit den Minidolls groß geworden sind (Friends hat ja nun schon ein paar Jahre Karriere gemacht), so wäre, wie wenn LEGO die Minifigur abschaffen würde. Und wenn ich so drüber nachdenke, wenn LEGO jetzt sagen würde, ab jetzt keine Minifiguren mehr und nur noch Minidolls, denke ich doch, dass viele von uns das uncool finden würden, um es mal vorsichtig auszudrücken. 😉

  4. Nie im Leben würde ich auf die Idee kommen meiner Tochter „spezielles“ Lego für Mädchen zu schenken – für mich war und ist Lego schon immer geschlechtsneutral und für jedes Alter geeignet! Sie hat freie Wahl und mit der Saturn V Rakete genau so viel Spaß wie mit dem Hunde Frisör Salon.

    Aus meiner Sicht ist eine Kategorisierung von Lego Spielsachen in für Jungs oder Mädchen sowieso immer schon Nonsense gewesen.

  5. Klingt für mich eher nach: Wie können wir noch mehr Profit machen? 😏

    Aber grundsätzlich finde ich die Idee sehr schön. Dann aber bitte keine LEGO friends mehr und mehr tolle City Sets. Gibt doch einige Friends Sets die ich kaufen würde, aber wegen den Farben und vor allem wegen den Figuren eher nicht zu greife.

  6. Letzten Endes hat LEGO doch an dieser Misere selber nicht einen unerheblichen Anteil. Man braucht nur an die völlig übertriebenen Klischees bei LEGO Friends zu denken. Und natürlich sind Spielewelten wie City immer noch sehr maskulin geprägt, sowohl was die Themenauswahl wie auch die Umsetzung angeht. Es hätte wohl auch keiner teuren Studie bedurft, um das zu erkennen. So gesehen hat LEGO also erstmal einen langen Weg vor sich, die eigenen Sünden der Vergangenheit zu korrigieren. Alles andere halte ich vorerst nur für gefälliges Marketing. Das ist wie mit den (vermeintlichen) LGBTQI+ Sets. Mir fehlt da einfach noch ein wenig der ernsthafte Wille, wirklich was auf breiter Basis was zu ändern und solche Statements und vereinzelten Maßnahmen fühlen sich halbherzig an.

    • The Storytelling Brick

      12. Oktober 2021 um 14:40

      Sehe ich genauso und stimme mit Dir völlig überein! Die Studie brauchen sie eigentlich nicht, da reicht ein eigener Blick ins Friends-Portfolio. Allein wenn man die kommende Welle der Friends-Reihe wieder sieht, was an Klischees umgesetzt werden… als ob Mädels nur einen Lifestyle in Glanz und Glamour – vorzugsweise am Strand – ausleben und ständig Tiere retten müssen. Wo ist da die nerdige ITlerin? Wo die Wissenschaftlerin, die sich sich hinter ihre Experimente im Labor versteckt? Wo die Mechanikerin/Mechatronikerin, die an Fahrzeugen herumwerkelt? Wo die Astro-/Kosmo-/Taikonautin, die nach den Sternen greift? Etc. etc. Das ruft nur Kopfschütteln bei mir hervor.

  7. Na dann bin ich mal gespannt, ob es dann auch nicht nur auf pinken T-Shirts im LEGOLAND (Günzburg) Weibliche LEGO Gesichter geben wird, sondern auch auf blauen, grünen, schwarzen usw. Das war nämlich im September 2020 nach langem Stöbern in den Shops dort noch so und auch auf Anfrage in den einzelnen Läden dort bei den Mitarbeiten, bekam man die Aussage, dass es diese zu diesem Zeitpunkt nur auf pinken bzw. rosafarbenen Shirts gibt. Allerdings möchte nicht jedes Mädchen pink oder rosa tragen.

  8. Setzen wir mal bei Friends an…

    Ich würde hier (schrittweise) Folgendes umsetzen:

    1. Farben – Reduzierung der Verwendung (ugs sprachlich super) „pastellbunter Farben“ – was nicht heisst, dass es sie NICHT mehr geben soll, es gibt nicht wenige Hauser mit Fliederfarbenen mauern 😉
    2. Themen – Feuerwehr, Polizei verstärkt bei Friends (im Prinzip hieße das: entsprechende Minidolls)
    3. Mehr männliche Minidolls – bei City z.B. ist das Geschlechterverhältnis „besser“ – 60295 – Stuntshow Arena: Ich zähle 3 weibliche und 4 Männliche Gesichter – allerdings hat eines der männlichen Gesichter eine „Rosa“ Kappe auf – könnte man hier davon ausgehen hier ein NONBINÄRES Wesen darstellen zu wollen 😉 – Natürlich ist nicht jedes City Set (annähernd) „ausgeglichen“…
    4. Einbringen von Friends Themen in „City“ – warum nicht einen City Hundesalon, Friseur, Reiterhof…

    Im Endeffekt kann dann der Kunde entscheiden, was er will…

    Man „muss“ jetzt auch nicht „mit Gewalt“ Friends einstellen – wäre unfair jemem gegenüber, die Friends gerne haben und nicht „wechseln wollen“.

    Man könnte einige Sets (verschiedener Linien) auch in Version Minifig und Version Minidoll anbieten – muss ja nicht gleich das ganze Sortiment sein, aber ein paar ausgewählte Sets …

    Friends hat auch viel was alle ansprechen würde.

    Vision „Heartlake City“ 😉

    • Das wäre genau das, was ich auch machen würde – und was ich mir erhoffe 🙂 Wenn es bei City mal weniger Verfolgungsjagden gäbe, wäre das echt ein Fortschritt!

  9. Schaue ich meine beiden Töchter im Grundschulalter an, spielen beide sehr gerne mit Lego. Dabei mischen Sie unkompliziert Friends und City und kombinieren ohne Hintergedanken Köpfe und Körper in allen (Haut)-Farben. Die beiden Bauen und Spielen mit viel Fantasie Geschichten nach und orientieren sich dabei an den Dingen, die sie kennen: Kinder, Tiere, Schule, Häuser, Familie, Autos. Das Ganze möglichst freundlich und farbenfroh. Insofern ist die Friends Panda-Rettungsstation natürlich naheliegender als der Sternenzerstörer.

    Lego ist nicht unser Freund, sondern ein Konzern, der Geld verdienen möchte. Und das tut er, indem die Produkte an der Zielgruppe und dem Zeitgeist ausgerichtet werden. Mit Livestyle-Produktbildern und Regenbogen-Community-Sets wird dabei ein modernes Weltbild offeriert, hinter dem man auch Konstruktionsfehler (Osprey) oder Widersprüche (Lego baut kein Kriegsspielzeug) verstecken kann. Niemals wird ein gewinnorientierter Konzern dafür die Cashcows Friends oder Star Wars opfern. Die Macht hat einzig und allein der Kunde mit seinem Kaufverhalten.

    Insofern ist eine Meldung wie diese das übliche Marketing BlaBla und damit eigentlich keine weitere Diskussion wert.

  10. Dieses 40+ Jahre alte Mädchen ist auch schon mit Lego groß geworden. Friends habe ich das erste Mal gesehen als ich als AFOL das Hobby neu belebt habe. Hat mir nicht geschadet, generische gelbe Männchen und weniger Glitz und Glamour zu haben. Würde es bei Kindern heute auch nicht.:-)

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