LEGO Indiana Jones 77014 “The Temple of Doom” erscheint nicht: Statement

LEGO Indiana Jones 77014 The Temple of Doom

LEGO Indiana Jones 77014 The Temple of Doom | © LEGO Group

Das Set LEGO Indiana Jones 77014 “The Temple of Doom” kommt nicht auf den Markt: Mitteilung von LEGO.

Drei neue LEGO Indiana Jones Sets erscheinen im April und mit 77012 Verfolgungsjagd 📝 im Review und 77013 Flucht aus dem Tempel 📝 hat euch Gerhard bereits zwei Bausätze vorgestellt – das Review zu 77015 folgt in Kürze.

77014 “The Temple of Doom” kommt derweil nicht auf den Markt – obwohl das Set in Händlerkatalogen angekündigt wurde. Spekulieren hilft leider nicht weiter – doch auch das Statement seitens LEGO bringt wenig “Licht in den Tempel”.

Dies das offizielle Statement von LEGO – automatisch übersetzt:

Im Laufe des Jahres 2022 hat die LEGO Gruppe eng mit Lucasfilm zusammengearbeitet, um die geplante Produktpalette für die bevorstehende LEGO Indiana Jones Produkteinführung im April 2023 zu optimieren.

Infolgedessen haben wir die Markteinführung auf drei Produkte (77012, 77013, 77015) konzentriert, die einige der ikonischsten Szenen aus der Indiana-Jones-Reihe zeigen.

Eure Meinung!

Seid ihr enttäuscht, dass das Set 77014 nicht auf den Markt kommt? Und erhofft ihr euch weitere Bausätze zum Thema Indiana Jones? Äußert euch gerne in den Kommentaren!

Andres Lehmann

Einst mit LEGO City und der 12V-Eisenbahn durchgestartet, Sammler von Creator Expert, Ideas, Architecture und City Modellen und baut gerne MOCs, die hoch hinaus gehen.

22 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Klar hätte man gerne auch ein “Tempel des Todes”-Set gehabt, auch wenn es der schwächste Indiana-Jones-Film ist (ja, ohne Nostalgiebrille auch der schwächste von allen vier).
    Auf der anderen Seite spart man so halt ein bisschen Geld… 🙂

    Schade, dass das Statement nicht mal ansatzweise durchblicken lässt, warum das Set nicht kommt.
    Es wäre durchaus verständlich, wenn es an der nach heutigem Verständnis unangemessenen Darstellung der indischen Kultur läge – bei “Tempel des Todes” ist es praktisch unmöglich, eine ikonische Filmszene zu finden, die nicht zumindest etwas problematisch wäre…

    Vielleicht deutet man aber auch viel zu viel in die Streichung und es lag nur an Qualitätsproblemen.

    • Na ja – der schwächste??? kann man unterschiedlich sehen. Sicher nicht von den vieren. Könnte mir vorstellen, dass er sich in der Mitte von den fünfen einordnet. Ist Geschmacksache. Jedenfalls fände ich es schade, wenn man kein Set zum TdT bekäme. Ich fände es schade weder Willie noch Short Round zu bekommen.

      • Steven Spielberg selbst bezeichnete ihn als den schwächsten der Reihe.

        • Steven Spielberg selbst war ja auch am vierten Teil beteiligt.

        • Wäre ich böse, würde ich fragen, ob du alles glaubst was man dir sagt…

          Im Ernst: Welcher Film nun der Beste oder schlechteste ist, liegt sowieso im Auge des Betrachters. wenn es der Spielberger selbst so sieht, dann mag es durchaus seine Meinung sein, muss aber nicht unbedingt der Meinung der Mehrheit entsprechen. Genausogut könnte man sagen, dass Trump der Meinung ist, seine Präsidentschaft wäre die “Beste”…

          Lets agree to disagree

          • Die Qualität eines Films liegt natürlich immer stark im Auge des Betrachters.

            Was Tempel des Todes für mich zum schwächsten Film der Reihe macht, ist (neben den nervigen Sidekicks und eben der problematischen Darstellung Indiens), dass der Film sich am wenigsten nach Indiana Jones anfühlt.

            Die anderen drei Filme zeigen ein “Rennen” um ein mythisch-archäologisches Artefakt an vielen Schauplätzen auf der Welt.
            Tempel des Todes spielt, von der Eröffnungsszene abgesehen, komplett in Indien. Archäologie (selbst im Indiana-Jones-Stil a’la “Hinweise knacken, die zum Schatz führen”) spielt überhaupt keine Rolle, die Shankara-Steine wurden für den Film erfunden und sind eher ein kleiner Nebenaspekt.

            Man hätte in Tempel des Todes einen anderen Schauspieler eine andere Rolle spielen lassen können, und abgesehen von den zwei, drei Szenen, in denen die Peitsche ins Spiel kommt, hätte niemand bemerkt, dass es sich eigentlich um einen Indiana-Jones-Film handelt…

    • Von welchem ominösen vierten Teil redest du denn da?

  2. Ratschlag an Lego (mal wieder): “Erst denken…”

  3. Ich muss zugeben, dass mit das Set ohnehin nicht gut gefällt. Das liegt daran, dass ich die Statue leider gar nicht gelungen finde…

    Allerdings hätte schon gerne Sets zum Tempel des Todes, weil ich den Film sehr mag. Auf der anderen Seite ist es definitiv der “dunkelste” der Filme was die Atmosphäre angeht. Die Thematiken sind doch explizierter gezeigt und gerade diese Szene stellt ja eigentlich einen Opferaltar dar, was nicht unbedingt… kinderfreundlich ist.

    Schade aber verständlich.

  4. Bin ein wenig von der Reihenfolge der ganzen Umsetzung geschockt: Wenn es tatsächlich an der (durchaus verständlichen) generell problematischen Thematik des Filmes liegen sollte, entscheidet man dies dann nicht vor der Kreierung des Sets? Vielleicht lag es aber auch tatsächlich an Qualitätsproblemen seitens der Produktion, dann hätte ich mich über ein aussagekräftiges Statement gefreut. Mag den Film sehr (kenne aber auch seine deutlichen Kritikpunkte) und finde es sehr schade, vielleicht sogar das Set auf das ich mich alleine durch die thematische Abgrenzung zu den anderen Sets am meisten gefreut habe.

  5. Ich habe den Film zuletzt als Kind gesehen und kann mich nicht erinnern, dass er bei mir einen negativen Einfluss auf die Sichtweise auf andere Länder oder Nationalitäten gehabt hätte. Gleichwohl glaube ich natürlich all den Berichten über die vor allem Indienfeindlichkeit. Der erste Satz soll auch nichts verharmlosen. Als Kind waren die Guten eben gut und die Bösen böse. Nicht die guten Briten, nicht die .. also ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr so gut an den Film erinnern, aber wahrscheinlich waren es wohl böse Inder(?). Das hat für mich damals keine Rolle gespielt. Gut, dass wir in aufgeklärteren Zeiten leben. Nur ist doch auch der Film weder geschnitten, noch sonstwie umgeändert worden. Warum also ein Spielset nicht veröffentlichen?
    Ich habe meinem älteren Sohn die weitaus problematischeren Tim und Struppi Comics vorgelesen und dabei eben den – dem Zeitgeist damals geschuldeten – Rassismus erklärt und auf dessen Falschheit hingewiesen. Ich bin davon überzeugt, dass diese Herangehensweise viel mehr zu seinem (mein Sohn) offenen Weltbild und Verständnis von Gleichheit beigetragen hat, als es das Vermeiden dieser Comics hätte tun können.

    Oha, doch etwas lang geworden. Auch wenn das wahrscheinlich aufgrund der Länge niemand lesen wird…

    • Soweit ich mich erinnere, gab es im Film sowohl “gute” als auch “böse” Inder bzw. Chinesen. Auch finde ich, dass die “englische Kolonialmacht” in Gestalt des Colonel Blumburtt auch nicht gerade “gut” wegkommt (typisch Englische Hochnäsigkeit und Ignoranz zum Beispiel)
      Ich finde durchaus, dass der Film Klischees bedient, aber nicht in einer eindimensionalen Weise, sondern durchaus auch differenziert.
      Könnte es nicht sein, dass das Bemühen um Vermeidung von Diskriminierung nicht auch schon eine Diskriminierung darstellt? Diskriminierung hier nicht auf Abwertende Diskriminierung eingeschränkt, sondern im Sinne der Trennung oder unterschiedlichen Behandlung von Entitäten?
      In der Theorie kann durch die Gleichbehandlung Aller eine Diskriminierung entstehen (alle erfahren die – theoretisch – gleiche Behandlung durch den:die Lehrer:in. Dadurch wird ein teil der Schüler zu wenig gefördert, ein anderer zu wenig gefordert – Orientierung am Durchschnitt – bzw. immer öfter Orientierung am schwächsten Glied)

      Mein Motto: Gleiches soll gleich behandelt werden – ungleiches erfordert ungleiche Behandlung. Also Orientierung nicht an der Gruppe, sondern am Individuum.

      Um den Bogen zu schließen: Klischees und Stereotype verhindert man nicht dadurch, dass man ihre existenz negiert, sondern dadurch, dass man sie adressiert.

      Daher finde ich es schade, dass das Set so nicht kommt – und ich gebe zu ich will es haben, weil mir der Film trotz aller (berechtigter) Kritik gefällt.

    • The Storytelling Brick

      15. März 2023 um 15:39

      “Als Kind waren die Guten eben gut und die Bösen böse.”

      So erging es mir damals auch als Kind. Ich hatte die Darstellung des (Opfer-)Kults auch nie als Verunglimpfung und Diffamierung auf ein ganzes Volk / Land gesehen. Für mich waren die Filme Abenteuergeschichten, gespickt mit Gefahren, die der Hauptcharakter zu entkommen versucht.

      “Ich habe meinem älteren Sohn die weitaus problematischeren Tim und Struppi Comics vorgelesen und dabei eben den – dem Zeitgeist damals geschuldeten – Rassismus erklärt und auf dessen Falschheit hingewiesen. Ich bin davon überzeugt, dass diese Herangehensweise viel mehr zu seinem (mein Sohn) offenen Weltbild und Verständnis von Gleichheit beigetragen hat, als es das Vermeiden dieser Comics hätte tun können.”

      Zu dieser Thematik habe ich eine Artikel vor ein paar Tagen auf tagesschau.de gelesen:

      https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/kinderbuch-streit-101.html

  6. was ist das bitte für eine spooky Fanart Version der Verpackung? Vor allem die Figuren sehen horrorfilmartig aus. Indy oben rechts ist das Highlight. Hilfe ich bekomm Albträume!

    • Das ist ein schlecht aufgelöstes Bild mit übergebügelter KI. Bei Brickset steht’s, da hatten sie das Bild schon gestern mit der entsprechenden Bildangabe.

  7. da hat man wohl in diesem Artikel dass von einer KI hochgescalte Bild benutzt statt das richtige geleakte Bild.
    Anyways, das Statement von LEGO erwähnt den Tempel des Todes mit keinem Wort, es könnte also immer noch gut möglich sein, dass der Release des Sets einfach nur verschoben wurde, weil es vielleicht an einer Stelle nicht besonders stabil war oder weil man es nochmal umdesignt, da die Statue ja überhaupt nicht aussieht wie im Film.

  8. Ich weiß dass ich mir mit folgender Aussage jetzt vermutlich keine Freunde mache und um es im Vorhinein klar zu stellen ich liebe Indiana Jones: Aber wenn man Tempel des Todes wegen seiner Stereotypen “entartet” und “cancelt” dann kann man gleich die ganze Reihe bleiben lassen. In Teil eins sind es die Deutschen und Arabischen Stereotypen, in Teil zwei die Inder, Chinesen und Engländer, in Teil drei Deutsche und Österreicher und in Teil vier die Russen. Alle sind überzeichnet und nur in schwarz/weiß dargestellt. Einzig in Raiders werden auch die Amis etwas karikaturhaft dargestellt: in Form der Bundesbehörde. Auch Harry Potter ist nach den Gesichtspunkten (abseits der bekannten Aussagen der Autorin) mit politisch inkorrekten Stereotypen besetzt. Goblins basieren auf alten jüdischen Karikaturen, übergewichtige Personen kommen durchwegs schlecht weg im Buch, etc. cancelculture tut uns nichts gutes. Es müsste wieder vermehrt Dialoge über die Themen geben und nicht einfach nur alles weg geschwiegen werden. Hat schon die letzten Jahrzehnte nicht funktioniert und man sieht ja wohin uns das mit den extremen Rechten heutzutage gebracht hat. Jetzt macht man den gleichen Fehler wieder.

  9. Es teht ja nur da, dass es nicht zur Markteinführung kommt. Dass es nicht später in einer zweiten Welle kommt, hat ja keiner gesagt oder verneint 😉

  10. Als Editionswissenschaftler schüttele ich sowieso nur noch mit dem Kopf.
    Da werden Werke postum einfach umgeschrieben, anstatt sie zu kommentieren. Rein wissenschaftlich und vom Kunstverständnis ist das Geschichtsklitterung und eine Katastrophe, die nicht durch den Autor autorisiert ist. Allerdings ist es vollkommen okay, ein Werk nicht mehr zu veröffentlichen. Das ist eine wirtschaftliche Entscheidung, hat aber keine Eingriffe in das Werk zur Folge.

    Was den Umgang mit Kunst angeht, sind wir in sehr dunklen Zeiten. Das ist zwar keine Zensur im staatlichen Sinne, aber eine Selbstzensur im wissenschaftlichen.

    Das hat nichts mit dem Legoset zutun, oder doch? Ein Spielzeug nicht rauszubringen, weil es zu einem S..storm kommen könnte (mutmaßlich), wäre Selbstzensur.

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