LEGO kann ein erfüllendes Hobby sein und es macht Spaß. Aber dann gibt es Phasen, in denen die Steine nicht angerührt werden: Meine Meinung.
Es ist Meinungs-Mittwoch! Und heute habe ich eine Meinung zu… folgendem erbaulichen Thema: Die Freude beim Bauen und wie sie teilweise schwindet.
Inhaltsverzeichnis
Die Spielregeln
Ein Redaktionsmitglied wird wöchentlich zu einem steinigen Thema kompakt seine Meinung kundtun und dabei ganz gewiss mit manch These bei dem ein oder anderen Leser anecken. Daher schieben wir den Stein zu euch, und ihr könnt euch in den Kommentaren selbstverständlich ebenfalls zu diesem Thema äußern. Der Austausch von Gedanken ist sehr wichtig – und das auch, wenn es sich „nur“ um ein gemeinsames Hobby handelt. Folgend meine persönliche Meinung – und nicht die der Zusammengebaut-Redaktion als solches.
Meine Meinung
Es gibt Phasen, in denen habe ich überhaupt keine Lust auf LEGO. Klar, das Thema begleitet mich täglich – aber ich konnte bislang, in über zehn Jahren, stets meinen Beruf von meinem Hobby ganz gut trennen. Das gelingt mir nicht immer, gerade in stressigen Zeiten, in denen sich die steinigen News-Themen stapeln, bin ich dann abends auch mal ganz froh, keine Steine in die Hand zu nehmen. Aktuell durchlaufe ich ein Tal. Nicht der Tränen, aber in Bezug auf die Steine mangelt es an Kreativität. Es gibt Zeiten, in denen schwindet die Lust, selbst mit den bunten Bricks etwas Neues zu erschaffen. Und dann auf einmal, aus heiterem Himmel, poppt die eine Idee auf, und sofort werden die Kisten geöffnet und der Bauspaß ist wieder da. Für unsere LEGO Ausstellung im letzten Jahr habe ich spontan mit meiner kleinen Bau-Assistentin einen Ikea gebaut. Wir hatten an dem Bauvorhaben viel Freude. Zugegebenermaßen spielten bei einem anderen Projekt selbstredend ökonomische Gesichtspunkte eine Rolle: Ich erhalte pro Jahr stets einige Anfragen, ob ich etwas bauen könne. Oft passt es nicht, thematisch, zeitlich und handwerklich. Doch der Nachbau des Hallenbads in Witten hat mich sehr motiviert, mich zeitlich ganz wunderbar unter Druck gesetzt und am Ende war ich sehr glücklich mit dem finalen Konstrukt. Was Sets angeht, habe ich in den letzten zehn Jahren hunderte Bausätze gebaut, aber Wiederholungen sind hier schlichtweg nicht vermeidbar. Das habe ich allen voran bei den modularen Gebäuden gemerkt: Auch, wenn noch immer einzelne Details überraschen, so ähnelt sich der Bauvorgang ein ums andere Mal. Aber: Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie mich die ersten Modular Buildings begeistert haben. Ich weiß noch, wie ich mir einst einen zweiten TGV gekauft habe, damit der Zug vollständig ist. Wiederholungen des Bauvorgangs haben mir überhaupt nichts ausgemacht. Dieses alte Feuer ist noch tief in mir. Es wurde in den letzten Jahren weniger entfacht – was immer auch an den Begleitumständen liegt. Aber Sets wie der 72046 Game Boy schaffen es dann doch, mich an an jene Zeiten zu erinnern, als das Bauen eines LEGO Sets zu den absoluten Hochgefühlen zählte. Jeder hat mit LEGO – und einem Hobby im Allgemeinen – einen anderen Umgang. Aber ich für mich kann sagen, dass mir aktuell ein wenig die Ruhe fehlt. Wer im Familienverbund lebt, angekommen ist, mag sich gediegen an einem Samstagabend oder Sonntagnachmittag zum Bauen in den Hobbykeller begeben. Ich habe das Gefühl, an Tagen ohne meine Kinder etwas zu verpassen, wenn ich mich einfach so stundenlang an einen Tisch setze, und drauf los baue. Aber die gute Nachricht ist: Die Steine laufen nicht weg. Ich werde die Kisten alsbald wieder mit Freuden öffnen. LEGO ist ein wundervolles Hobby.
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Meinungs-Mittwoch
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Eure Meinung!
Äußert euch gerne in den Kommentaren. Bitte beachtet: Bleibt beim Thema, greift niemanden persönlich an, schreibt sachlich aber natürlich mit Emotionen. In diesem Sinne: Angeregtes Diskutieren!



22. April 2026 um 9:22
Zumindest was die Kreativität angeht gibt es auch bei mir Phasen in denen der Kopf irgendwie leer ist 😄
Das liegt allerdings meist an den äußeren Begleitumständen und weniger an der Lust zum Bauen,
manchmal ist der Alltag einfach fordernd genug.
So ein kleines Set für zwischendurch geht aber immer 🙂
22. April 2026 um 9:50
Immer wieder faszinierend, was manche – in dem Fall natürlich du – mit den Steinen hinbekommen. Wenn ich mir vorstelle, ich müsse einen Nachbau des Sindelfinger Hallenbades erstellen, ich würde grandios scheitern (auch wenn es seinen Reit hätte, das Teil vor dem Abriss noch für die Nachwelt zu konservieren). Aber anderes Thema, mit den Hobbys geht es wohl jedem so. Die kommen bei mir immer in Phasen. Ein anderes, in gewisser Weise durchaus ähnliches Hobby ist bei mir ja das Puzzeln. Da lege ich auch mal fünf, sechs am Stück und dann ein halbes Jahr nichts mehr. Man ermüdet einfach und wie du auch schreibst, die Sachen ähneln sich dann halt doch irgendwann.