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LEGO Monkie Kid 80013 Monkie Kids geheime Teambasis im Review

LEGO Monkie Kid 80013 Monkie Kids geheime Teambasis

LEGO Monkie Kid 80013 Monkie Kids geheime Teambasis | © Susanne Krauss

Das LEGO Set 80013 Monkie Kid´s Team Secret HQ im Review: Justus, Peter und Bob sollten ihre Zentrale dafür sofort stehenlassen.

Ein neues LEGO Thema mit Bausätzen, einer Anime-Serie und einer literarischen Vorlage, da ist das bislang größte Set der Reihe LEGO Monkie Kid auf alle Fälle einen Blick wert!

Farbexplosion!

Als von LEGO Mitte Mai 2020 die erste Welle der Monkie Kid-Sets vorgestellt wurde, war ich sofort fasziniert vom „geheimen Hauptquartier“ bzw. der „geheimen Teambasis“, einem offenkundig für flache Binnengewässer konstruierten, mächtigen Containerschiffmodell, das mit den klassischen LEGO Farben Gelb, Rot und Blau, mit der Verwendung von Dunkelgrün, Dark Azure, Hellgrau, Dunkelgrau, Türkis sowie mit klug platzierten Akzenten in Weiß, Schwarz und Grün sofort alle Aufmerksamkeit bindet. Ich habe es mir zeitnah gekauft und es gebaut. Damit sollte vorab deutlich gemacht sein, dass das Set mir sehr gut gefallen hat und gefällt, sonst hätte ich es nicht erworben und würde ihm auch nicht bis heute den Platz in meinem Lesesessel einräumen. Wer hier also einen Verriss erwartet, der/die kann nur enttäuscht werden und sollte nicht weiter lesen.

Die Guten

Wenn ein auf einem weißen Drachenpferd-Motorrad fahrendes Mädchen, eine cholerische Mischung aus Schweinekopf und Menschenkörper, ein berühmter Kämpfer und ein Affe gemeinsam viele Abenteuer zu bestehen haben, dann weiß in China seit Jahrhunderten jedes Kind, dass es sich um eine Adaption des Stoffes aus dem Roman „Die Reise in den Westen“1 handelt. Wenn dann noch eine Figur namens „Tang“ in der Serie auftaucht, ist die Gruppe der fünf Protagonisten aus dem Roman vollständig: Abbildung eines Wandgemäldes aus dem Sommerpalast Beijing, das den Mönch, den Affenkönig, das weiße Drachenpferd, den Eber und den Sandmönch auf der Reise darstellt existiert bei Wikipedia 📖.


Tang Xuanzang oder Tripitaka, ein eher hilfloser und ängstlicher Mönch, der für den Kaiser von China buddhistische Schriften aus dem Westen, also aus Indien, holen soll. Er wird von vier Gefährten begleitet, die in der Vergangenheit Fehler gemacht hatten, bestraft wurden und nun an ihrer Selbstvervollkommnung arbeiten. Zuerst genannt sei der listige, schlagkräftige, gewaltbereite Affenkönig Sun Wukong, dessen Gehorsam und Kooperation durch einen disziplinierenden Stirnreif – also durch Folter – erzwungen wird. Er kann sich verwandeln, auf Wolken fliegen, weite und hohe Saltos springen, mit seinem Stab jeden besiegen, unsterblich ist er außerdem. Eigentlich ist er die Hauptfigur des Romans – beginnt dieser doch mit seiner Vorgeschichte, in der u.a. erzählt wird, wie der Affe seinen Stab und eine Rüstung quasi von einem seiner Gastgeber erpresste sowie durch den Diebstahl von besonderen Pfirsichen Unsterblichkeit erlangte.

Anschließend kommt das weiße Drachenpferd, eigentlich der verurteilte Sohn des Drachenkönigs vom Westmeer, als Reittier für Tang dazu. Der dritte Begleiter wird der mit einem Rechen bewaffnete Eber Bajie, der wegen eines Streichs gegen die Mondfee Chang’e zu irdischem Dasein verurteilte ehemalige Wassergott Tianpeng. Nach einem Kampf und einem Gespräch schließt er sich der Gruppe an.

Der sog. Sandmönch war als General Gardinenroller bekannt, bevor er beim Jadekaiser in Ungnade fiel, weil er einen gläsernen Kelch zerbrochen hatte. Nach einem schier endlosen ausgeglichenen Kampf mit dem Eber Bajie wird er als letzter zum Gefährten des Schriftenholers. Unterwegs müssen die Reisenden sich immer wieder mit Dämonen und Gefahren auseinandersetzen, einzelne Episoden und Geschichten, die nach dem Muster eine Schwierigkeit und deren Überwindung unter großen Anstrengungen gestrickt sind, reihen sich zu Dutzenden aneinander. Neben der actionreichen Handlung, in der Männer schwanger werden, viel geprügelt wird und attraktive Frauen sich als Spinnendämoninnen erweisen, geht es auf einer zweiten Ebene um spirituelle Reinigung.

Die Reisenden 2020: Mei, Pigsy, Monkie Kid, Sandy, Mo (v.l.n.r.)

Im Folgenden sollen nun zunächst mit Monkie Kid, Mei, Pigsy und Sandy die im Set 80013 enthaltenen LEGO Adaptionen der Begleiter aus der berühmten literarischen Vorlage im Fokus stehen.

Monkie Kid

Der Monkie Kid der Serie ist zunächst ein verträumter Junge, der im Nudelrestaurant des cholerischen Pigsy als Bedienung sowie in der Auslieferung tätig ist. Er interessiert sich sehr für den legendären Monkey King, so sehr, dass er eine Biographie über diesen zeichnet und schreibt. Die für dieses literarische Projekt notwendigen Informationen erhält er im Tausch gegen Gratisnudeln von Stammgast Tang – ohne Wissen bzw. gegen den Willen des Inhabers. Als Monkie Kid eines Abends in einer heruntergekommenen Fabrik eine Lieferung zustellen möchte, trifft er auf Prinzessin Iron Fan und deren Sprössling Red Son, die mit einem mechanischen Handschuh den Stab des legendären Monkey King an sich bringen möchten, um den Ehemann beziehungsweise Vater Demon Bull, der einst vom Affenkönig in einem Berg eingesperrt worden war, befreien zu können. Durch Zufall fällt der Stab jedoch in die Hände des Hauptprotagonisten, der dadurch als Auserwählter über die Waffe und die unfassbaren Fähigkeiten des Monkey King zu verfügen beginnt, auch wenn er diese zunächst erkunden muss. Die Grafik der Serie im Anime-Stil ist übrigens aufwendig gestaltet, für alle, die nicht bei YouTube hochgeladene Videos der ersten beiden Folgen in englischer Sprache von fragwürdiger Qualität konsultieren möchten – zum Zeitpunkt, an dem dieser Artikel verfasst wird, existieren keine Informationen zu einer Veröffentlichung in Deutschland –, liefern die Produktübersicht am Ende der Anleitung sowie die Schmalseiten des Kartons einen optischen Eindruck.

So sehen Pigsy, Sandy, Mei und Monkie Kig gezeichnet aus

Die Monkie Kid-Minifigur ist aufwendig und farbenfroh gestaltet: Ein neues Haarteil zeigt wehendes schwarzes Haar, das teilweise durch ein Stirnband in Rot mit Goldemblem gebändigt wird. Sein Gesichtsausdruck ist wahlweise entschlossen oder von der übernatürlichen Kraft des Kampfstabes geprägt. Um den Hals hängen ihm stylische, dem Aussehen nach Umgebungsgeräusche im Bedarfsfall wirksam unterdrückende, Kopfhörer in türkiser Farbe – ein neues Element (66913), von dem auch ein zusätzliches Exemplar beiliegt. Über einem Shirt mit rotem und schwarzem Kreisaufdruck trägt er eine offene modische Jacke in Dottergelb mit Reißverschluss, auf deren Rücken sein Piktogramm für den Monkey King prangt. Rote Hosen mit weißen Seitenstreifen und aufwendige knöchelhohe Sneaker in Schwarz und Weiß vollenden sein Outfit. Die in metallischem Gold gehaltenen Griffe seines Kampfstabes bestehen ebenfalls aus einem neuen Element (67131), das an die Lichtschwert-Griffe erinnert, aber etwas länger ist. Ohne diesen wäre die Figur in meinen Augen für jede LEGO Stadt eine Bereicherung.

Gestatten, Kid, Monkie Kid

Das richtige Outfit ist wichtig!

Eventuell ist ja für einige, die lediglich eine oder zwei Minifiguren aus der Reihe haben möchten, interessant, dass Haarteil, Kopf, Kopfhörer, Oberkörper und Beine für Monkie Kid ebenso bei LEGO Steine und Teile verfügbar sind wie Haarteil, Helm, Kopf, Oberkörper und Beine für Mei oder Mütze, Kopf, Oberkörper und Beine für Pigsy. Auch für die Bigfig Sandy sind Körper, Arme und Hände sowie die Katze in Medium Azur gelistet, aber bislang nie zu kaufen gewesen, wenn ich danach geschaut habe. Warnend sei allerdings hinzugefügt, dass insbesondere das Haarteil, die Kopfhörer und die Beine von Monkie Kid dezidiert nicht als günstig bezeichnet werden können.

Wie der Affenkönig ist auch Monkie Kid ein großartiger Kämpfer, dessen Stab bei Bedarf dicker oder dünner sowie kürzer oder länger wird. Analog zu modernen Anime-Gepflogenheiten verwandelt sich aber nicht sein Körper, sondern er kann bei Bedarf auf einen schlagkräftigen Mech in Rot und Gold zurückgreifen. Die Minifigur wird von vorn mit einem Bügel im Mech gehalten, der durch Schulter-, Hüft- und Fußgelenke sowie durch Ellenbogen- und Fingerscharniere sehr beweglich ist. Die große Standfläche und das Gewicht der Füße sorgen für eine gute Balance, die viele dynamische Posen ohne Umkippen ermöglicht. Die geheime Teambasis umfasst diese kleine Ausgabe davon, die große, von Justin Ramsden designte, Version bildet die Hauptattraktion des LEGO Sets 80012 „Monkey King Warrior Mech“.

Mein Kampfstab passt sich meinen Bedürfnissen an

Mei

Die kleine Rolle des fast durchgängig stummen Reittieres in der literarischen Vorlage baut LEGO zu einer dynamischen Protagonistin aus, die ihr riesiges Drachenpferd-Motorrad (vgl. Set 80006) und andere Fahrzeuge mit Pferdeemblematik souverän beherrscht und die über beträchtlichen Mut verfügt. In der Serie rettet sie folgerichtig Monkie Kid, der seine Kräfte noch nicht ganz einschätzen kann, auf der Flucht vor Red Son. Als Reinkarnation des weißen Drachenpferdes trägt ihre Minifigur ein vornehmlich in der Farbe Weiß gehaltenes Outfit, das mit einem detailreich ausgeführten hellgrünen Drachen verziert ist, dessen Schwanzspitze sich auf dem Rücken fortsetzt. Sehr gelungen sind in meinen Augen der Übergang des Aufdrucks vom Oberkörper auf die Beine sowie der mit Gold abgesetzte und mit Schuppen akzentuierte Drachenkörper. Etwas schade ist hingegen, dass die Seiten der Beine unbedruckt geblieben sind.

Hallo! Ich bin Mei.

Pass bloß auf!

Sicherheitsbewusst kann sie sich zwischen einem zur Kleidung passenden Helm mit aufgedrucktem Visier und aufgedrucktem Drachenkopf in Hellgrün mit Schuppen und goldenen Akzenten oder ihrem Haarteil entscheiden. Letzteres kombiniert zwei kleine, vom Kopf abstehende Zöpfe und längere, grün gefärbte Strähnen, die das Gesicht rahmen, und ist meiner Einschätzung nach neu für sie entwickelt worden. Ihr stehen wahlweise ein freundliches Lächeln oder grimmige Entschlossenheit als Gesichtsausdrücke zur Verfügung – beide Minen passten auch in andere Kontexte bzw. zu anderen Figuren. Bewaffnet ist sie mit einem Schwert, das aus einer Nexo Knights-Klinge in transparentem Hellgrün und einem weißen Schwertgriff in Form eines Drachenkopfes zusammengesetzt wird. Das Element für den Griff (36017) gab es zuvor nur in Gold, in der nun vorliegenden weißen Farbe werden wir es sicherlich in Zukunft gelegentlich als Fassadendetail in MOCs zu sehen bekommen, ich habe jedenfalls schon zusätzliche bestellt. Die verwendeten Farben Weiß und Grün sowie der stilisierte Pferdekopf zeigen deutlich, auf welchen kleinen Wasserscooter sie im Kampf gegen die Bullenklone steigen wird. Die Konstruktionsweise des Pferdekopfes um ein dunkelgraues Droidenoberteil, mit einer runden 1*1-Plate in transparentem Hellgrün als Auge, einer an der Taille angebrachten weißen 1*1-Plate mit Greifer an der Oberseite als Unterkiefer, einer weißen 2*1 curved Slope als Andeutung der Kopfform und zwei an den Schultern verbundenen kurzen Stäben mit Greifer in Hellgrau als Ohren finde ich sehr interessant, wenig Aufwand, hoher Wiedererkennungswert, tauglich für den Bau von Pferdeskeletten. Das kleine Fahrzeug ist hervorragend ausbalanciert, schräg und mit gestrecktem Pferdehals hingestellt, sieht es einfach schnell aus.

Weißes Drachenpferd 2020

Pigsy

Aus dem behaarten, gefährlich aussehenden Eber im Roman ist 2020 der cholerische Inhaber eines Nudelrestaurants oder –imbisses geworden, der auch selbst in der Küche mit Hand anlegt. In der Serie wandelt er sich recht abrupt vom brüllenden Chef von Monkie Kid zu einem zuverlässigen Mitstreiter. Seine Minifigur fällt unmittelbar durch rosafarbene Arme und einen rosafarbenen Schweinekopf ins Auge, auf dem eine weiße Kochmütze sitzt. Ohne diese sieht seine Kopfform weniger geglückt aus, der doch recht große Wulst stellt zwar sicher, dass Minifigurenhüte passen, irritiert aber zugleich ziemlich.

Wo ist meine Mütze?

Als ich die ersten Bilder sah, fühlte ich mich an die Fabuland-Sets aus den Kindertagen meiner jüngeren Schwester erinnert, allerdings ist sein Kopf im Vergleich mit denen der damaligen Fabelwesen kleiner in den Proportionen. Seine mittellangen Beine in der Farbe Dark Tan werden durch den Aufdruck von Taschen zu einer Cargo-Hose, ein sehr nützliches Element für selbst zusammengestellte, alltagstaugliche Minifiguren! Der Oberkörper ist mit einem ärmellosen quergestreiften Shirt in roter und gelber Farbe unter einer offenen Jeansweste bekleidet, deren Rücken einen Aufdruck von Taschen und dem Firmenemblem – einem übertrieben grinsendem Schweinekopf mit Kochmütze – tragen. Die Nähe der Figur zur Nahrungsaufnahme oder -verarbeitung wird durch eine silberne Gabel in einer der Taschen zusätzlich betont.

Essen kann ich eigentlich immer!

Auch Pigsys Wasserscooter ist auf den ersten Blick als seiner zu erkennen, weist er doch eine stilisierte Schweineschnauze, stilisierte Schweineohren, einen Wurstbrät-Shooter und ein rosa-weißes Farbschema auf. Aus dem Rechen der literarischen Vorlage ist eine optisch dominierende dreizinkige Forke in klassischem LEGO Rot geworden, die auch an sein Wasserfahrzeug geklemmt werden kann. Mit Lenkrad und klassischer Frontscheibe aus den guten alten Tagen der vier Studs breiten LEGO Autos wirkt sein Gefährt auf den ersten Blick weniger windschnittig als dasjenige von Mei, allerdings bilden zwei hellgraue Technic-Pin-Connectoren als Raketenantrieb beträchtliche imaginative Möglichkeiten. Hervorgehoben seien an dieser Stelle noch die beiden mit kleinen Schweineäuglein bedruckten rosafarbenen 1*1-Plates, eine dritte ist im Set als Extrateil enthalten (leider war ich beim Aufräumen zu voreilig und habe sie in die Schublade mit den unbedruckten 1*1-Plates geworfen, mal sehen, wann ich sie wiederfinde, ich habe mehr rosafarbene Plates in diesem Format als ich gedacht hätte!).

Nimm mein extrascharfes Wurstbrät!

Sandy und Mo, oder: Mo und Sandy

Zunächst war ich ja beunruhigt, ob es der Katze oder dem Kater Mo – eine andersfarbige Version der Katze mit Irokesenfrisur aus der LEGO Minifigurenserie zum The LEGO Movie 2 – gut geht bei Sandy, so eine regelmäßige Färbung des Fells und mit Spray, Gel oder Klebstoff in Form gebrachte Haarimplantate oder Extensions auf dem Kopf, nicht sehr artgemäß. Dann überkam mich die Erkenntnis: nicht das Tier wird gestylt, sondern der Katzenbesitzer passt sich sehr aufwendig dem Haustier an, obwohl er im wörtlichen Sinne die Hosen anhat. Die Farbkomposition aus Medium Azur und Orange, bei Sandy noch um Akzente in Magenta ergänzt, ist jedenfalls nicht zu übersehen … und es ist auf den ersten Blick ganz eindeutig, dass die beiden zusammengehören.

Wie sollen wir den zubereiten?

Wie der Sandmönch in „Die Reise in den Westen“ ist die Figur Sandy in der Serie ein ehemaliger berühmter Krieger, der auch nach wie vor gefährlich aussieht, nun aber – im Roman eher mit wechselndem Erfolg – seine philosophische und friedliche Seite erkundet. Die Kette aus menschlichen Schädeln ist in der Spielzeugversion allerdings in eine aus Kugeln transformiert worden. Wie bei anderen LEGO-Großfiguren bestehen Beine, Rumpf und Kopf von Sandy aus einem Stück, zwei Arme und zwei drehbare Hände komplettieren die Figur. Mit solchen Großfiguren von Lego tue ich mich eigentlich immer schwer, aber ich finde in diesem Fall, dass Sandy dem Quartett der Protagonistin und der Protagonisten eine willkommene farbliche Ergänzung und Diversität verleiht. Wie Monkie Kid kämpft Sandy mit einem eindrucksvollen Stab, seiner ist mit Zacken oder Hörnern verziert.

Die Bösen

Ein Bullenklon von vorne…

… und von hinten.

Die Antagonisten werden im Set durch vier Figuren verkörpert: Die Bullenklonsoldaten Grunt, Roar und Snort gleichen einander wie ein Ei dem anderen, ganz wie sich das für Klone gehört. Pearl Dark Gray bzw. Titanium Metallic als Hauptfarbe wird mit Magenta kontrastiert. Die Oberkörper sind mit Rüstungsdetails in Silber, Magenta und Orange auf der Vorder- wie der Rückseite aufwendig bedruckt. Köpfe ohne Gesichter in transparentem Neonorange sorgen bei der richtigen Beleuchtung für unheimlich glimmende Augen unter den hornbewehrten Helmen, auf die als Bullenikonogramm ein goldener Nasenring gedruckt ist.

Bullenklonfeuer als Kopf

Der Offizier, der Kartonaufdruck nennt ihn General Ironclad, ist durch Ranginsignien hervorgehoben. Von der Truppe unterscheidet er sich durch Arme und Hörner in Pearl Dark Gray statt Magenta, durch eine martialische Epaulette über der einen und einen kleinen Umhang in Magenta über der anderen Schulter. Wie schon häufiger bei Ninjago finde ich auch hier die Bösen sehr aufwendig und schön gestaltet – ob und wie ich die künftig in meinem Stadtensemble unterbringe ist natürlich eine andere Frage.

General Ironclad

Auch die Bullenklone sind mit einem kleinen, schnellen Wasserfahrzeug mit wenig Tiefgang ausgestattet, das durch die Farbtrias Schwarz, Lila und Orange – für die Flammen des Raketenantriebs und der Waffen sogar Neonorange – zumindest in meiner Wahrnehmung schon auf den ersten Blick als unsympathisch und nicht vertrauenswürdig gekennzeichnet ist – über Farbsymbolik in der Kultur/den Kulturen Chinas weiß ich leider zu wenig. Der Bau ist nicht komplex, aber es erfüllt seinen Zweck, ein Spiel mit zwei Parteien zu ermöglichen. Zudem macht ein vierstrahliger Raketenrucksack den Antagonisten auch Angriffe aus der Luft möglich. Neben den in Spielsets von LEGO derzeit omnipräsent vorkommenden Shootern verfügen die Bullenklone über martialisch wirkende, nicht ganz so ehrenhafte Waffen: ein Hammer, eine Axt, eine Kettensäge [?] und ein Flammenwerfer bieten ihnen zahlreiche Möglichkeiten.

Schneller, wir holen sie ein!

Snort wird noch abstürzen! (Der transparente Stab gehört nicht zum Set.)

In diesem Set tauchen nur die Truppen der Antagonisten auf, nicht die für die Planung verantwortliche Superschurkenfamilie, die aus den folgenden drei Personen besteht: Prinzessin Iron Fan (Minifigur in den LEGO Sets 80016 „Die glühende Gießerei“ und 80010 „Demon Bull King“), Red Son (Minifigur in den LEGO Sets 80016 „Die glühende Gießerei“, 80011 „Red Sons Inferno Truck“ sowie 80008 „Monkie Kids Wolken-Jet“) und dem Demon Bull King (großer Mech im LEGO Set 80010 „Demon Bull King“; kleiner Mech im LEGO Set 80016 „Die glühende Gießerei“). Die Versionen für 2020 basieren zwar lediglich lose auf den Vorbildern, sind aber eindeutig erkennbar – auch die Handlungsebene weist Parallelen auf. In „Die Reise in den Westen“ kommen sie an verschiedenen Stellen vor, beispielsweise hier:

„Eine Palmgrotte gibt es hier wohl, nur keine Unsterbliche mit dem Eisenfächer“, lachte der Holzfäller. „Hier wohnt nur eine Prinzessin mit dem Eisenfächer. Sie nennt sich auch Rakshasi; es ist die Frau des Rinderdämons.“
Pilger [i.e. der Affenkönig Sun Wukong] erschrak nicht wenig, als er dies hörte. „Schon wieder ein Erzfeind!“ dachte er im Stillen. „Damals, als ich das Rotkindchen besiegt habe, hieß es doch, er sei der Sohn von diesem Weib. […] Und jetzt muss ich auch noch seinen Eltern begegnen!“ (Die Reise in den Westen, Kapitel 59, S. 722).

Mit der Spider Queen (vgl. Kapitel 72 von „Die Reise in den Westen“) im LEGO Set 80014 „Sandys Speedboat“ und dem Gold Horn Demon sowie dem Silver Horn Demon aus dem LEGO Set 80015 „Monkie Kids Wolkenroadster“ (vgl. Kapitel 32 von „Die Reise in den Westen“) ist mit der zweiten Setwelle inzwischen deutlich, dass weitere Abenteuer aus der literarischen Vorlage adaptiert werden und werden sollen, Dämonen existieren dort jedenfalls noch in großer Zahl.

Und das Hässliche

Etwas kurz geraten

Kommen wir zum Schiff von Sandy, dem geheimen Hauptquartier, das trotz der im Intro bereits lobend hervorgehobenen Farbigkeit in seinen Proportionen mit ungefähr 40 cm Länge, ungefähr 23 cm Breite und bis zur Antenne ungefähr 38 cm Höhe recht ungewöhnlich und als Containerschiff auch disfunktional gestaucht aussieht. Da ich trotz Nähe zum Rhein und trotz großer Hafenrundfahrt bis zur Maasvlakte 2 in Rotterdam vor nur drei Jahren sicherlich keine Expertin für Schiffbau und Schiffsgeometrie bin, habe ich nach den Dimensionen vergleichbarer Schiffe auf dem Jangtsekiang gesurft, um an optisches Referenzmaterial zu gelangen, das Kindern in China bekannt und zum Spielen erstrebenswert erschiene. Dabei bin ich u.a. auf Berichte über ein 2018 in Dienst gestelltes Containerschiff gestoßen, das wohl zwischen Wuhan und Shanghai Waren transportiert; es ist angeblich 130 m lang, 24 m breit und soll bis zu 1140 Standardcontainer befördern können. Damit liegt es nicht an mir, dieses LEGO Schiff ist extrem gestaucht und sieht in Folge davon etwas merkwürdig aus.
Der Rumpf besteht außen vor allem aus Technic-Panelen, insbesondere diejenigen in Dunkelgrün dürften für Freude bei den Technic-Mocenden-Fans sorgen, da sie laut Brickset wie Bricklink neu sind – ihr könnt sogar alle drei im Schiff enthaltenen Sorten über Steine und Teile bestellen –, jene in Dark Azure habe ich hingegen schon bei meinem Bugatti Chiron (42083) sowie beim Allrad-Abschleppwagen (42070) gesehen. Das Heck mit Aufgang zu einer für Sandy eingerichteten, ziemlich den Elementen ausgesetzten Brücke ist etwas erhöht. Die Anbringung der Satellitenschüssel mit dem nicht-rechtwinkligen Griff einer Harpune zugleich einfach und raffiniert gelöst; eine Angelrute und ein Degen sorgen zusätzlich für einen filigranen Look des Sendemasts.

Achtung, jetzt kommt ein Karton!

Besonders attraktiv sieht das Schiff aus dem Winkel aus, den das Grafikdesign-Team auch für die Vorderseite der Box und der fünf Anleitungshefte gewählt hat. Die geladenen Container in Rot, Blau und Gelb, das unaufgeräumte Deck, die bepflanzten Hochbeete, das große Werbeschild in Türkis für Sandys Frachtunternehmen, kleine Details wie eine grüne Mülltonne, Care-Pakete aus Pigsys Nudelrestaurant, rote Laternen, ein roter Feuerlöscher, ein Lautsprecher, eine bzw. zwei Klimaanlagen, Solarpanele, Graffiti, ein Treibstofffass, Fallrohre, Hebel sowie Fender setzen Akzente und weisen das Schiff als bewohntes Areal aus, auf dem man es sich gut gehen lassen kann. Nicht einmal die Abgase wirken schädlich oder umweltzerstörend, sondern präsentieren sich als kleine weiße Unikitty-Wolke. Der schlichte Kran wäre zwar mit den Containern überfordert, dafür gibt es schließlich spezielle Terminals, ist aber geeignet, der Crew das Aus- und Einladen von Dingen des täglichen Bedarfs zu erleichtern. Auch von der entgegengesetzten Seite betrachtet, bietet das Schiff dem Auge Farben und Details, allerdings insgesamt deutlich weniger.

Graffiti, Schilder, Beschriftungen, Solarpanele, Bedienelemente und Abnutzungen des Schiffsrumpfs werden übrigens beinahe ausschließlich durch Sticker gelöst, insgesamt 32 Stück auf einem Bogen weißer Klebefolie gehören zum Set. Leider reicht das Graffiti auf dem gelben Container über zwei Steine und damit auch über zwei Sticker. Ihr habt die Wahl, verklebt ergeben diese beiden entweder einen Spalt (meine Lösung) oder eine Art Absatz im Buchstaben O, keine der beiden Varianten überzeugt mich. Lediglich eine Anzeige auf einer runden 1*1-Fliese am gelben Container und die beiden gelbschwarzen 1*4-Fliesen am Bug und an der Brücke sind Prints.

Zwei Aufkleber für ein Wort – suboptimal

Es ist allerdings nicht so, dass ausschließlich Aufkleber für die Textur sorgen, eine Mischung aus genoppten und glatten Oberflächen, Kontraste mit dem entsprechenden dunkleren Farbton am roten und blauen Container, Panels, Plates und Bricks mit Struktur und dezentes Greebling sorgen in Kombination mit der Vielfarbigkeit auch so für eine abwechslungsreiche Optik. Ich freue mich persönlich sehr über das neue gelbe Containerpanel (23405), damit werde ich einen Postcontainer für einen meiner Güterzüge bauen.

Verschiedene Texturen allenthalben

An Wege für die Minifiguren wurde durchgängig gedacht, zwei Treppen sichern den Aufstieg zum erhöhten Achterdeck, zwei Luken führen unter Deck, angedeutete Leitersprossen ermöglichen den Zugang zur Brücke, ein Ende des gelben Containers kann aufgeklappt werden. Sogar eine Katzenklappe ist vorhanden. Unterhalb von Brücke und Kran kann an Backbord wie an Steuerbord die Außenwand des Schiffes mit abgewinkelten Technic-Liftarmen hochgeklappt werden, dahinter verbergen sich die Parkpositionen für Meis und Pigsys Wasserspeeder. Damit existiert nicht nur ein perfekter Zugang für menschliche Hände, sondern im Spiel ist auch ein sehr schneller Start für beide Gefährte möglich – Pech für die Bullenklone.


Praktisch!

In Heckansicht wirkt das Schiff merkwürdig unvollständig, drei Panele in Dunkelgrün scheinen eher willkürlich befestigt, Löcher in Technic-Bricks und Liftarmen bleiben sichtbar. Das Design-Team hat sich für das Gegenteil eines geschlossenen schwimmfähigen Rumpfes und gegen eine attraktive Optik von dieser Seite entschieden, um ein wesentliches Spielfeature zu ermöglichen: Das gesamte Schiff lässt sich aufklappen! Dabei fungieren die durch jeweils einen dicken gelben und einen dünnen dunkelgrauen 1*2 Technic-Liftarm verbundenen angeklipsten Bars als gebaute Scharniere.

Dieses Schiff schwimmt nicht!

Erst müsst ihr den Teil des Decks zwischen Brücke und gelbem Container abnehmen, dann lässt sich das Schiff vom Bug her öffnen. In diesem Zustand ist das Innere des Modells in fünf Räume oder Bereiche gegliedert, die für kleine wie große Hände hervorragend erreichbar sind. Noch besser wird der Zugriff, wenn auch die Oberseite des gelben und des blauen Containers abgenommen werden.

Der rote und der gelbe Container enthalten einen hohen Raum, in dem Monkie Kids Mech mit zwei Klammern befestigt, gewartet oder aufbewahrt werden kann. Ein großer Sticker zeigt einen Wartungsbildschirm, auf dem gerade komplexe, computergesteuerte Prozesse ablaufen, während zeitgleich Werkzeuge, ein Treibstofffass und eine Leitung mit Drehregler auf eine analogere technische Periode verweisen.

Selbst der Mech kommt an Bord bequem unter

Ab und zu ein Tröpfchen Öl

Der sich anschließende Raum beinhaltet weitere Werkzeuge, die mit der bereits erwähnten Außenklappe versehene Parkbucht für Pigsys Wasserscooter und den Durchgang zum Maschinenraum im Zentrum des Schiffes. Letzterer ist in meinen Augen eine echte Schwachstelle im Set; ich hätte mir hier mehr verbaute Elemente gewünscht, die Antrieb und Steuerung darstellen statt der wenigen mageren Anzeigen. Dieser Minimalismus war allerdings wohl nötig, um die Bigfig Sandy im Maschinenraum positionieren zu können.

Wenig Maschinen viel Raum

Weiter geht es durch die Parkbucht für Meis auf den Wellen tanzendes Wasserpferd, vorbei an weiteren Halterungen mit traditionellen Werkzeugen in den sich innerhalb des blauen Containers befindenden Wohnbereich. Die dortige Toilette für Männer, Frauen und Katzen mit Irokesenfrisur ist umfassend ausgestattet mit WC, Waschbecken und Pömpel für Menschen sowie einem großzügigen Katzenklo. Darüber befindet sich ein für den Blick nach unten oder das Positionieren von Figuren abnehmbares kleines Katzenhaus mit direktem Zugang zur Hängematte, in die alternativ Sandy oder alle anderen sich hinlegen können. Darunter liegt ein gemütlicher Clubraum mit bequemem Sessel, ein Videospiel wurde nur kurz unterbrochen.

Irgendwie hätte ich erwartet, dass in diesem Jahr Mario auf allen LEGO-Konsolen läuft…

Sehr praktisch finde ich, dass alle Guten und ihre Ausrüstung mühelos im Schiff verstaut werden können, wenn der oder die Spielende das Schiff bewegen, transportieren oder aufbewahren möchte. Der Klappmechanismus funktioniert gut und bietet ein stimmiges Verhältnis von Halt und Beweglichkeit. Die beiden gebauten Klimaanlagen an den Seiten der Container werden in der Anleitung als ideale Druckpunkte für das Schließen des Modells empfohlen. Dank verbauter Technic-Bricks, Technic-Rahmen, Pins und langer schmaler Plates ist das Schiff trotz Größe sehr stabil, Slide Shoes auf der Unterseite erlauben, es gut über einen Teppich, über Dielen und über Fliesenböden zu schieben – hoffentlich wisst Ihr zu schätzen, dass ich extra zu Versuchszwecken im Flur herumgekrochen bin.

Der Rumpf hält was aus!

Wenn der Mech und die Scooter im Rumpf verstaut sind, steht ein zivil wirkendes, farbenfrohes Containerschiff vor uns, wie James Bonds DB 9 hat es allerdings immer noch eine Überraschung auf Lager, am Bug lässt sich bei Bedarf ganz schnell ein automatisches Trommelgeschütz ausfahren, das tödliche Studs durch das Zimmer fliegen lässt.

Sechs auf einen Streich!

Abspann

Das LEGO Set 80013 „Monkie Kids geheime Teambasis“ enthält 1959 Teile, umfasst eine Bigfig, sieben Minifiguren, eine Katze, einen hellblauen Fisch und einen dottergelben Krebs. Als Altersempfehlung liefert die Box den Hinweis 10+, ich falle somit voll darunter. Meiner Einschätzung nach können auch jüngere Kinder mit diesem Bausatz auf jeden Fall wunderbar spielen, werden aber unter Umständen und abhängig von den Vorerfahrungen mit LEGO Hilfe beim Aufbau des Schiffes benötigen. Das Set ist in Europa nur bei LEGO erhältlich und kostet in Deutschland in Folge der aktuell greifenden Mehrwertsteuersenkung derzeit 165,70 Euro. Das entspricht einem Preis pro Stein von knapp 8,5 Cent. Im Vergleich mit anderen LEGO Reihen für Kinder und Erwachsene ist das günstiger als City oder Friends aber teurer als Ninjago oder Harry Potter, die aber alle vier auch bei anderen Händlern und somit leichter mit Rabatt erhältlich sind. Wegen der schieren Größe des Schiffes, der vielen Spielmöglichkeiten, des Vorhandenseins von zwei Parteien erscheint mir der Preis zwar hoch, aber nicht zu hoch zu sein. Ich habe die Anschaffung jedenfalls noch keine Sekunde bereut.

Ein sehr schönes Set für alle, die als Kinder von einem Geheimclub träumen oder geträumt haben bzw. die als Erwachsene Fans von Settings mit Geheimagentinnen und -agenten geblieben sind. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews hätten mit dieser Ausstattung und diesem Hauptquartier auf jeden Fall deutlich weniger Probleme im meines Erachtens besten Dreifachband aller Zeiten – „Feuermond“2 – gehabt: Mehr Platz für technische Geräte und zum Rumhängen, keine Pannen bei der Bewegung der Zentrale an einen anderen Ort, keine in die Jahre gekommenen Fortbewegungsmittel… Zusätzlich wäre eine von Sprayern getagte heruntergekommene Hafengegend als Ort mindestens so spektakulär wie ein Schrottplatz, nur erwachsener und gefahrvoller. Und als Verpflegung gäbe es eben chinesische Nudelgerichte statt Kirschkuchen.

Eure Meinung!

Habt ihr schon einen Blick auf das LEGO Thema Monkie Kid riskiert? Wie gefällt euch das Set 80013 „Die geheime Teambasis“? Welche Hinweise und Kommentare zu diesem Review oder für künftige Reviews möchtet ihr mir geben? Kanntet ihr den Stoff schon vorher? Woher? Könnt ihr chinesische Schriftzeichen lesen? Ich wäre für jegliche Übersetzungshilfe zu den Beschriftungen auf den Aufklebern im Set dankbar! Äußert euch gerne in den Kommentaren.

9+

Susanne Krauss

Afoline, die sich für viele verschiedene LEGO Themen begeistern kann.

17 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Christina Mailänder

    11. November 2020 um 12:10

    Vielen Dank für diese mittagspausenfüllende Review mit reichlich Hintergrundwissen. Mit Monkie Kid habe ich mich bisher nur wenig beschäftigt. Ich bin daher sehr froh, dass du einen kleinen Crash-Kurs spendiert hast. Die Figuren sind allesamt wunderbar. Meine Favoriten sind Iro-Katze und Pigsy.
    Den Container-Aufbau finde ich, im Gegensatz zu dem Schiffsrumpf, sehr ansehnlich und scheint gut ins Design-Konzept des Themengebiets zu passen. Sehr gerne mehr davon!

    2+
    • Vielen Dank für Dein Feedback, Pigsy sitzt im Alltag auf dem Fuß meiner Schreibtischlampe (-: Der Containerstapel ist wirklich optisch toll gelöst. Und: Im kommenden Jahr kommen noch mehr Sets, zur 80023 gibt es schon offizielle Bilder mit Containerpanels in Türkis! Ob der dortige Wohncontainer auf den Stapel passen wird? Sonst baue ich eben um.

      0
  2. Artikel angeklickt, um mal rasch zwischendurch ein Review zu lesen. Viereinhalbtausend Wörter und eine halbe Stunde später endlich an der Kommentarsektion angekommen, nachdem ich schier die gesamte Monkie-Kid-Saga kennengelernt habe. Eines der umfangreichsten und gleichzeitig informativsten Reviews, die ich je gelesen habe. Danke dafür!
    Auch wenn mir auf den ersten Produktbildern die Sets nichts weniger als gefallen haben, muss ich doch sagen, dass das Containerschiff schon schön aussieht, auch wenn es eben viel zu kurz und nicht schwimmfähig ist. Hätte man es noch ein wenig größer gemacht, wäre es zwar teurer geworden, ich denke aber, dass es dem Aussehen gut getan hätte. Ich erinnere an dieser Stelle an das herrliche Schiff vom 7994 Hafen von 2007 (wobei hier wiederum zu wenig Container vorhanden waren). Eine Art Gemisch aus beiden Schiffen sollte dann ja perfekt wirken. Wahrscheinlich wurde jedoch nicht auf diese Form zurückgegriffen (vorausgesetzt, sie existiert noch), weil es schwer gewesen wäre, die ganzen Details in den flachen Rumpf einzubauen. Und aufklappbar wäre er dann ja auch nicht, also deutlich weniger bespielbar. Jedenfalls freue ich mich schon auf das nächste Monkie-Kid-Review!

    3+
    • ich weiß, ist lang geworden, ich hatte irgendwie erwartet, dass Andres von mir energisch verlangen würde zu kürzen … wahrscheinlich ahnte er, dass ich um jedes Wort feilschen würde (-: Danke fürs Durchhalten! Das Hafenset 7994 ist wirklich super, damals war ich noch tief in den Dark Ages.

      1+
  3. Ich habe bis dato ausgeschlossen, mir dieses Set zu kaufen. Aber sollte ich eines Tages doch mal einen Hafen in meiner Stadt haben, dann könnte ich es bereuen…

    Ganz lieben Dank für die ausführliche Vorstellung und das tolle Review! Ein wahrlich farbenfrohes Set. 🙂

    1+
    • Mich wundert ja tatsächlich, dass die New Ukonio City keinen Hafen hat, bei dem großen Büro … Danke, dass Du mich in Ruhe diesen langen Riemen hast schreiben lassen – ich hatte viel Spaß dabei.

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  4. Für Kinder ist das sicher toll, aber mich persönlich spricht’s bisher nicht an abgesehen von ein paar einzigartigen Teilen, die ich gern in der Ramschkiste hätte für den Fall, dass man sie mal für ein MOC braucht. Ich hab mir Pigsy’s Food Truck gekauft und das war’s dann erstmal. Die Serie scheint auch generell nicht so recht vom Fleck zu kommen. Den Review finde ich etwas zu lang, vor allem wegen der ausführlichen Figurenbeschreibungen, die mir nicht so viel geben, weil ich keinen Faible dafür habe und keine Minifigs sammle. Ich hätte das gekürzt, mich dann aber vermutlich bei der Teile-Schwärmerei wieder verzettelt. 😉 Also so gesehen schon okay…

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    • Geht mir auch so, das Kürzen von fremden Texten ist viel einfacher als das von eigenen (-: Ich stimme Dir zu, der Artikel ist eigentlich zu lang für eine Rezension. Aber da ich selbst erst das Set toll fand, dann den Roman las, dadurch viele – sicherlich besonders in den Bereichen Symbole, Philosophie, Religionen, Sprache bei weitem nicht annähernd alle oder die Mehrheit der – Anspielungen erst verstand, anschließend andere über meine Erkenntnisse informieren wollte … kurz und gut, dann war es eben ein eher ausführlicher Text. Und ja, ich mag Minifiguren. Den Food Truck finde ich auch großartig – irgendwann werde ich eine Modular-Building-Metzgerei bauen, die braucht dann den schießenden Aufsteller auf dem Dach des Gefährts als Werbematerial -, aber ich spare aktuell auf das Colosseum … Ich nenne das „posteriorisieren“.

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  5. Vielen Dank für dieses herrliche Review, ich hab es in Etappen gelesen. Die Geschichte ist sicher sehr spannend, das erklärt natürlich auch die Figuren. Ich bin ehrlich, mir haben es ganz unabhängig von der Handlung die Farben angetan und zwar von mehreren dieser Sets. Gekauft habe ich mir den großen Monkie King Mech und der ist wirklich wunderbar. Er steht als großes Standbild in meiner Abenteuerstadt. Ich habe ihm eine Aussichtsbrücke in die Hände gegeben. Das Schiff gefällt mir auch sehr… es passt leider nicht in mein Konzept…kein Wasser weit und breit. Und die Idee mit dem Lesesessel … wie heißt es immer so: ich muss stark bleiben…ich muss stark bleiben😂

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    • Hallo Maxx, vielen Dank, dass Du bis zum Ende durchgehalten hast. Ich erinnere mich, Du hattest mir den großen Mech hier in einem Kommentar schon mal angepriesen, er gefällt mir auch sehr gut … Das mit dem Lesesessel klingt dramatischer als es ist, seit ich im März ins Homeoffice wechselte, arbeite ich gewissermaßen vollzeit in der Legohöhle … wenn ich nun etwas gemütlich lesen möchte, gehe ich eher ins Sofa im Wohnzimmer – Luftveränderung! Ich baue derzeit sogar meine Winkelgasse am Esstisch. Ich hab einfach Glück in der Liebe, die bessere Hälfte ist damit einverstanden (-: Ganz viele Grüße!

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  6. Hallo Susanne, schönes Review. Und sehr detailliert…und lang 🙂 Musste es auch etwas aufteilen, aber war schön, Hintergrundinfos zum neuen Thema zu bekommen. Mit dem ich -wie wohl viele- zunächst nicht viel anfangen konnte… wobei ich mittlerweile den großen Mech ganz interessant finde.
    Auf dem roten Sticker mit den senkrechten Schriftzeichen steht übrigens „Nur im Notfall benutzen“. Auf dem großen Sticker darüber -der mit D-H Shipping Co.- steht auf chinesisch das gleiche: „Dragon and Horse Shipping Company“, also die Drachen und Pferde Schifffahrtsgesellschaft (oder Spedition…)…

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  7. Hallo André, wir sollten individuell immer froh sein, wenn wir etwas von LEGO nicht interessant finden … passiert bei mir zu selten. Der große Mech ist wirklich eindrucksvoll! Ich erstarre in Ehrfurcht, Du kannst Chinesisch! Danke!!! Auf das Zeichen für „Pferd“ hätte ich tatsächlich auch selbst kommen können, ich habe ein chinesisches Schachspiel geerbt, da ziert es mit seinen vier Beinen die chinesiche Variante der Springer. Ganz viele Grüße!

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    • Ich würde das mit den Chinesisch-Kenntnissen ja gerne so stehen lassen und auf meinen 2-jährigen Aufenthalt in Changsha zurückführen. Leider bin ich zu ehrlich und muss daher gestehen, dass vom Sprechen nicht viel übrig ist, geschweige denn vom Lesen. Aber die guten Kontakte zu chinesischen Freunden, bei denen ich nachhaken kann (siehe auch meine China-Set Reviews…), habe ich noch 😉

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    • Und ja, stimmt. Bei mir platzt alles aus allen Nähten, daher bin ich froh um jedes Set (oder Themenwelt) das mich nicht direkt anspricht. Leider ändert sich das ab und zu (viel zu oft) durch solche Reviews… 🙂

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      • Vielen Dank, dass Du für mich nachgefragt hast, André (((-: Es beruhigt mich, dass Du auch Raumprobleme hast … Ich werde am Wochenende meine ISS und den Mini und den Käfer von Creator Expert zerlegen … sonst kann das Colosseum nicht einziehen. Falls Du Dich über die Setauswahl wunderst: Es kamen nur solche in Frage, die keine Lagerkrise in Sachen Steine auslösen, die Schubladen für Azurtöne und Dunkelgrün sind aktuell recht luftig befüllt .

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  8. Das nenne ich mal ein ausführliches Review, danke dir. Auch die ganzen Hintergrundgeschichten auf Deutsch und in Kurzform erneut zu lesen war schön, „Monkey“ war/ist ein sehr gutes Buch meiner Meinung nach.

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