LEGO: Noch in 2018 erscheinen erste nachhaltige LEGO-Steine

Nachhaltige LEGO-Steine | © LEGO Group

LEGO produziert in Zukunft LEGO-Steine aus pflanzlichem Kunststoff, noch in 2018 machen Blätter, Büschen und Bäume den Anfang: Pressemitteilung.

Soeben erreichte uns folgende Pressemitteilung von LEGO: Noch in 2018 erscheinen erste nachhaltige Bricks. Ein Schritt in die richtige Richtung! Was sagt ihr? Äußert euch gerne in den Kommentaren.


Botanische LEGO® Elemente wie Blätter, Büsche und Bäume werden in Zukunft aus pflanzlichem Kunststoff gefertigt. Sie werden aus Zuckerrohr gewonnen und sind in dieser Form bereits 2018 in LEGO Packungen enthalten.

Aus Pflanzen – für Pflanzen. Die Produktion einer Reihe von nachhaltigen LEGO® Elementen mit aus Zuckerrohr gewonnenem pflanzlichem Kunststoff hat bereits begonnen. Die neuen, nachhaltigen „botanischen“ LEGO Elemente werden in verschiedenen Varianten erhältlich sein, darunter Blätter, Sträucher und Bäume.

„Als LEGO Gruppe wollen wir einen positiven Einfluss auf die Welt um uns herum nehmen und arbeiten hart daran, großartige Spielprodukte für Kinder aus nachhaltigen Materialien herzustellen. Wir sind stolz darauf, dass die ersten LEGO Elemente aus nachhaltig hergestellten Kunststoffen in die Produktion gehen und schon in diesem Jahr Einzug in LEGO Packungen halten werden. Dies ist ein großer erster Schritt in unserem ehrgeizigen Vorhaben, alle LEGO Steine aus nachhaltigen Materialien zu produzieren“, so Tim Brooks, Vice President für Environmental Responsibility in der LEGO Gruppe.

Diese Maßnahme ist Teil des Engagements der LEGO Gruppe für den Einsatz nachhaltiger Materialien für Kernprodukte und Verpackungen bis zum Jahr 2030. Mehr zur Mission der LEGO Gruppe erfahren Sie hier.

Kompromisslose Qualität und Sicherheit

Die neuen, nachhaltigen LEGO Elemente bestehen aus Polyethylen, einem weichen, langlebigen und flexiblen Kunststoff auf Zuckerrohrbasis. Technisch sind sie identisch mit LEGO Elementen aus konventionellem Kunststoff. Die Elemente wurden getestet, um sicherzustellen, dass der auf pflanzlicher Basis hergestellte Kunststoff den hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entspricht, welche die LEGO Gruppe selbst hat und die Verbraucher von LEGO Produkten erwarten dürfen.

„Das Spiel mit LEGO Produkten steht für qualitativ hochwertige Spielerfahrungen, die jedem Kind die Möglichkeit geben, seine eigene Welt mit viel Fantasie zu gestalten. Kinder und Eltern werden keinen Unterschied in der Qualität oder dem Aussehen der neuen Elemente bemerken, weil pflanzliches Polyethylen die gleichen Eigenschaften wie konventionelles Polyethylen hat“, so Tim Brooks.

Das einzigartige LEGO Design und der kompromisslose Fokus der LEGO Gruppe auf Qualität und Sicherheit während der letzten sechs Jahrzehnte sorgen dafür, dass zwei LEGO Steine, die im Abstand von 60 Jahren hergestellt wurden, noch heute zusammenpassen. Während die LEGO Gruppe auf die Verwendung nachhaltiger Materialien in Kernprodukten und Verpackungen hinarbeitet, bleibt sie gleichzeitig ihrem kompromisslosen Anspruch auf hohe Produktqualität und -sicherheit treu.

Stein für Stein die Zukunft unserer Kinder bauen

Um die Nachfrage nach nachhaltig produziertem Kunststoff zu unterstützen und zu fördern, arbeitet die LEGO Gruppe mit dem World Wildlife Fund for Nature (WWF) zusammen. Dabei ist sie Teil der Bioplastic Feedstock Alliance (BFA), einer Initiative des WWF, um die nachhaltige Beschaffung von Rohstoffen für die Biokunststoffindustrie zu sichern. Die pflanzlichen Kunststoffe für die Herstellung der botanischen LEGO Elemente sind nach dem Bonsucro-Produktkettenstandard für verantwortungsvoll beschafftes Zuckerrohr zertifiziert. Hier erfahren Sie mehr.

„Es ist wichtig, dass Unternehmen in jeder Branche Wege finden, ihre Produktmaterialien verantwortungsvoll zu beschaffen, und dabei helfen, eine Zukunft zu sichern, in der Mensch, Natur und Wirtschaft gedeihen“, so Alix Grabowski, ein Senior-Programmverantwortlicher des WWF. „Die Entscheidung der LEGO Gruppe, auf nachhaltig beschaffte Biokunststoffe zu setzen, stellt eine unglaubliche Chance dar, die Abhängigkeit von endlichen Ressourcen zu reduzieren. Die Arbeit mit der Bioplastic Feedstock Alliance erlaubt es der LEGO Gruppe, gemeinsam mit anderen Unternehmen weiterhin kreativ über Nachhaltigkeit nachzudenken.“

Über LEGO Elemente aus Pflanzen

> Polyethylen-Elemente stellen 1–2 Prozent der Gesamtmenge an von der LEGO Gruppe produzierten Kunststoffelementen dar. Die nachhaltige Produktpalette, die ausschließlich aus pflanzlichen Kunststoffen gefertigt wird, umfasst derzeit botanische LEGO® Elemente wie Blätter, Büsche und Bäume.

> Die für LEGO Elemente verwendeten pflanzlichen Polyethylene werden mit aus Zuckerrohr gewonnenem Ethanol hergestellt.

> Das verwendete Zuckerrohr wird nach den Richtlinien der Bioplastic Feedstock Alliance (BFA) nachhaltig erzeugt und ist nach dem Bonsucro-Produktkettenstandard für verantwortungsvoll gewonnenes Zuckerrohr zertifiziert.

> Alle Zulieferer müssen den „Code of Conduct“ der LEGO Gruppe einhalten. Dieser basiert auf weltweit strengen Anforderungen und Richtlinien für ethische, ökologische, gesundheitliche und sicherheitstechnische Standards.

> Die LEGO Gruppe arbeitet eng mit ihren Zulieferern zusammen, um sicherzustellen, dass mithilfe von Ökobilanzen die Umweltauswirkungen der Produktion von biobasiertem Material erfasst werden.

Was sind nachhaltige Materialien?

Es gibt keine gemeinsame Definition für nachhaltige Materialien. Mehrere Aspekte haben Einfluss auf die Nachhaltigkeit eines Materials. Diese wird zu einem hohen Grad von der Quelle, der chemischen Zusammensetzung, der Verwendung (in einem Produkt), der Verwertung (am Ende des Lebenszyklus) und den Auswirkungen bestimmt, die das Material sowohl auf die Umwelt als auch auf die Gesellschaft haben kann.

Die LEGO Gruppe ist der Auffassung, dass ein neues, nachhaltiges Material immer einen kleineren ökologischen und sozialen Fußabdruck haben muss als das Material, das es ersetzt. So beispielsweise bei der Nutzung fossiler Ressourcen, den Menschenrechten und dem Klimawandel.

Andres Lehmann

Leadgitarrist bei The Rolling Bricks und Schlagzeuger bei den Brickles

14 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Ich verstehe deine Bedenken absolut. Ich werde mich alsbald mit der Thematik auch noch näher beschäftigen: Dies hier ist die Pressemitteilung von LEGO kommend.

    Eine Sache bezüglich der Karton-Größe: Die muss so sein, da gibt es genaue Vorgaben, wie viel Luft in einem Karton sein muss. In Asien müssen teilweise noch ein paar Steine ergänzt werden, das hat uns LEGO mal erklärt. Dort gibt es andere Vorgaben in Bezug auf das Verhältnis Gewicht und Luft.

    • Also über solche Vorgaben habe ich noch nichts gehört. Wenn es diese tatsächlich gibt, sind sie doch totaler Quatsch. Dann sollte man die Vorgaben ändern. (auch gerade der Umwelt zu Liebe. Aber größere Verpackungen beeindrucken vielleicht mehr.)

  2. Hallo Andres (zu einem anderen Thema), überprüfe doch mal Deine Seiten. In letzter Zeit verschwinden in den Blogs bei Dir immer wieder verschiedene Einträge, manchmal tauchen sie wieder auf, oft leider nicht. Vorhin war hier in diesem Blog noch ein anderer Beitrag, der ist jetzt auch weg. Gestern ist mir das auch in einem anderen Blog mehrmals aufgefallen.

    • Hallo Andres,

      ist bei mir auch so, auf der Übersichtsseite/Startseite steht, zu diesem Artikel gäbe es um 15.37 8 Kommentare, unter dem Artikel finde ich dann aber lediglich 7.

  3. …nicht dass es irgendwann noch so weit kommt, dass ich meine Lego-Pflänzchen gießen muss, damit sie nicht eingehen! Habe doch so was von keinen grünen Daumen!
    😉

  4. Davon ist nicht die Rede, die Bäume dürften vielmehr Bestandteil anderer Sets sein. Früher gab es solche Erweiterungen – die fand ich großartig! 🙂

    • Ich fand die auch absolut großartig. Es war mir immer wichtig, Grün in meiner Legostadt zu haben – das hat das Bild halt vervollständigt und abgerundet. Daher hatte ich in meiner Kindheit letztlich bestimmt mehr als ein Dutzend der verschiedenen Pflanzensets, die in der ersten Hälfte der 90er so angeboten wurden.
      Aber da die klassische Legostadt, abseits von Polizei und Feuerwehr, seit Jahren mehr oder weniger vernachlässigt wird (eine Stadt bekommt man heute maximal unter Zuhilfenahme von Creator oder Friends zusammen), wird dahingehend mit Sicherheit nichts kommen. Nicht mal in den Dschungelsets sind wirklich Pflanzen oder Bäume vorhanden, nur so ziemlich das absolute Mindestmaß.
      Bin froh, dass ich meine Bäume noch habe.
      Wird Zeit, dass ich mit allen meinen Bausätzen aus der Classic-Town-Serie und dem ganzen Zubehör mal wieder eine schöne, große Stadt zusammenbastele. Da wird mein Herz wohl noch mehr aufgehen, als bei einer Modular-Building-Straße! 🙂

  5. Schwitzt Polyethylen nicht Bisphenol-A aus?

    • Bitte nicht solche Horrorbehauptungen äußern.
      Bisphenol-A (BPA) ist als Weichmacher in Kunststoffen, wie Polycarbonat oder billigem PVC. Es kann nur bei Kontakt mit Flüssigkeiten gelöst werden.
      Also, keine Panik, PE ist der Kunststoff, aus dem mittlerweile die meisten, wenn nicht alle, Babyflaschen hergestellt werden.

  6. Hoffentlich wird keinen Regenwald für Zuckerrohrplantage abgeholzt.

  7. Warum werden kritische Beiträge sofort komentarlos gelöscht?

  8. Nun, muss ich auch mal meine Meinung dazu äußern. Natürlich ist es immer ein guter Schritt biologisches Plastik (Ich weiß, es ist nicht der Fachausdruck 🙂 ) zu verwenden. Aber nun stellt sich natürlich die Frage, wo und wie viel angebaut werden muss um den bedarf zu decken. Stellt sich für mich auch die Frage, ob altes Granulat immer noch verwendet wird, oder auch in der Zukunft verwendet wird?

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