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LEGO Technic Ferngesteuerter Stunt-Racer 42095 im Review

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LEGO Technic Ferngesteuerter Stunt-Racer 42095 und Tracked Racer 42065 | © André Micko

Der LEGO Technic Ferngesteuerter Stunt-Racer 42095 im Review und im Vergleich mit dem Tracked Racer 42065.

Ein Set mit 324 Teilen, Fernsteuerung, auf Ketten unterwegs für eine UVP von 79,99 Euro: Der neue LEGO Technic Stunt-Racer! Äh, Moment. Neu? Den gibt es doch schon länger. Beziehungsweise eben nicht mehr. Richtig, der Ferngesteuerter Tracked Racer 42065 ist vor Kurzem ausgelaufen. Die Rede ist hier vom neuen Set Ferngesteuerter Stunt-Racer 42095, welches fast übergangslos in die Fußstapfen beziehungsweise Kettenspuren seines Vorgängers tritt. Mein erster Eindruck, als ich die Beschreibung und die Bilder gesehen habe: Braucht man das? Jetzt kommt das gleiche Ding nochmals in Blau raus…

Immerhin lassen die bereits genannten Eckdaten keine großen Unterschiede erkennen. Um es vorweg zu nehmen: Nach intensiven Testfahrten und Ausprobieren ist Schritt für Schritt meine Skepsis gewichen und ich halte den Stunt-Racer für eine tolle Ergänzung zu seinem Vorgänger.

Zusammenbau und Umfang


Nach dem Öffnen der Schachtel findet man neben den Teilen die circa 60 Seiten starke Anleitung und einen Stickerbogen mit 18 Aufklebern.

Während der Vorgänger in dezentem Grün gehalten ist, dominieren beim Stunt-Racer die Blautöne. Ansonsten ist das Grundkonzept dasselbe geblieben: Jede Kette wird von einem Motor angetrieben, über die Drehrichtung des Motors beziehungsweise der Ketten kann vorwärts oder rückwärts gefahren, sowie gelenkt werden. Montiert ist das Ganze auf einem einfachen Rahmen, inklusive der Batteriebox sowie des Infrarotempfängers, um den Flitzer über die Fernbedienung zu steuern.

Eine einfache Karosserie aus Technik Paneelen führt dann zum letztendlichen Erscheinungsbild, hinzu kommen kleine Details wie die Rückspiegel oder eine symbolische LEGO-Angel-Antenne.

Der Aufbau geht dank der gewohnt detaillierten Anleitung problemlos, und die gut 300 Teile sind zügig zusammengesetzt.

Neu ist hierbei das große Kettenzahnrad, welches bei diesem Modell zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Es wird direkt vom Motor angetrieben und bewirkt so eine höhere Geschwindigkeit als bei Verwendung des kleineren Zahnrades. Natürlich ist hierfür mehr Kraft beziehungsweise Drehmoment erforderlich, welches von L-Motoren, anstelle der beim Vorgänger noch verwendeten M-Motoren, bereitgestellt wird.

Ein Detail sollte noch erwähnt werden: Im Heckbereich sind zwei Stützen mit Hilfsrädern verbaut, die verhindern sollen, dass der Stunt-Racer beim Anfahren nach hinten überschlägt.

Praxistest

Wenn man die Geschwindigkeiten im Kopf hat, mit denen sich motorisierte Technic-Modelle üblicherweise fortbewegen – und ich meine hier nicht nur den sehr langsamen Schaufelradbagger 42055­ –, hat bereits der Tracked Racer mit Speed und Wendigkeit überrascht.

Der neue Stunt Racer legt hier nochmal merklich eine Schippe drauf, bedingt durch den Direktantrieb des oben beschriebenen großen Antriebszahnrads. Als namensgebende Besonderheit („Stunt“) ist er so konstruiert, dass jeder Start mit einem „Wheelie“ erfolgt, das heißt die Vorderräder heben beim Anfahren ab, so dass nur auf den hinteren Rädern und den kleinen Hilfsrädern der erwähnten Stützkonstruktion am Heck gefahren wird. Ermöglicht wird das durch den relativ weit oben und hinten sitzenden Schwerpunkt, welcher im Wesentlichen durch die mit 6 AA Batterien gefüllte Batteriebox bestimmt wird.

Sobald die Beschleunigung nachlässt und die Endgeschwindigkeit erreicht ist – nach etwa einem Meter Fahrstrecke –, kippt der Racer wieder nach vorne und fährt auf den Ketten weiter.

Insbesondere beim Anfahren auf zwei Rädern, sowie bedingt durch den kurzen Radstand, reagiert das kleine Gefährt sehr schnell auf Lenkbewegungen, was ihn sehr wendig und dynamisch macht. Eine kontrollierte Steuerung ist somit schwieriger und erfordert etwas mehr Übung.

Zunächst hatte mich diese „Spielerei“ nicht sehr überzeugt. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich meinen Tracked Racer ganz gut im Griff habe und jetzt ein Gefährt steuerte, das nicht mehr so einfach meinen Befehlen folgt. Letztendlich geht es ja aber genau darum, so schnell und wendig wie möglich unterwegs zu sein, und so fand ich schnell Gefallen an der neuen Herausforderung. Auch hier gilt: Übung macht den Meister.


Wer eine Stufe zurückschalten möchte, dem sei das B-Modell angeraten, dessen Anleitung auf zum Download bereit steht. Ich habe es zugegebenermaßen noch nicht aufgebaut, aber die Batteriebox und damit der Schwerpunkt sitzt wesentlich tiefer, so dass davon auszugehen ist, dass zumindest die destabilisierenden Wheelies hier nicht vorkommen. Außerdem liegen die Ketten weiter auseinander, was zusätzliche Stabilität verschaffen sollte.

Was mir beim Vorgänger schon nicht sehr gut gefallen hat und sich auf Grund der größeren Dynamik hier noch stärker auswirkt, ist die Haftung der Ketten auf glatten Böden, also Laminat oder Fliesen. Auf Grund der durchdrehenden Ketten kommt man nur schwer aus dem Rutschen und Schlittern-Modus heraus. Abhilfe könnten hier die kleinen Gummipropfen schaffen, wie sie zum Beispiel beim bei LEGO Boost 17101 oder auch beim Extremgeländerfahrzeug 42069 verwendet werden. Diese werden einfach in die Löcher der Kettenglieder gesteckt und sorgen für mehr Grip. Leider liegen sie hier nicht bei.

Um das mal zu testen, habe ich mich bei besagten Sets bedient. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass mir die kleinen Teile um die Ohren fliegen, aber auch nach längerer Fahrt hat sich nichts gelockert. Und die Wirksamkeit ist ausgezeichnet: Auf jeder Kette in jedem zweiten Glied ein Gummipropfen hat schon ausgereicht, um „normal“ auf Laminat fahren zu können. Insofern wäre es wünschenswert gewesen, wenn LEGO hiervon ein Tütchen mit dazu gepackt hätte.

Und zum Schluss mein Highlight der Testphase, welches in ein vermutlich nun regelmäßig wiederkehrendes Event gipfeln wird: Natürlich durfte der direkte Vergleich mit dem Tracked Racer nicht fehlen, und so habe ich meinen Nachwuchs um Unterstützung gebeten. Ich kann ja nicht beide Modelle gleichzeitig steuern. Nach Geschwindigkeits- und Dynamikvergleichen landeten die Flitzer auf einer Matratze in der Spielecke. Wer sich noch an die früher im Fernsehen übertragenen Roboterwettkämpfe erinnert, mag erahnen, was kommt. In besagter Show traten selbst konstruierte ferngesteuerte Roboter zweier Teams in einer kleinen Arena gegeneinander an, mit dem Ziel, den Gegner zu besiegen, in dem man ihn in ein Loch im Boden stößt oder fahrunfähig macht.
Unser Ziel: den jeweils anderen Racer von der Matratze zu schieben oder Fahrfehler des Gegners zu provozieren, so dass er von sich aus den Abgang macht. Volle Punktzahl gibt es, wenn man den Gegner auf den Rücken wirft und ihn so fahrunfähig macht. Und was soll ich sagen: der Hammer! Ein riesiger Spaß für Jung und nicht mehr ganz Jung! Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile in diesem Wettkampf. Abgesehen davon hat sich gezeigt, dass sie ausreichend robust sind, um das mitzumachen. Hin und wieder löst sich mal ein Pin oder auch der IR-Empfänger, aber das ist schnell wieder behoben. Lediglich die Antenne bzw. Fahne hatten wir entfernt, denn diese werden bei Überschlägen zu sehr in Mitleidenschaft gezogen. Nebenbei hatte ich die Antwort auf eine meiner ersten Fragen gefunden: kann es Sinn machen, sich den Stunt-Racer anzuschaffen, wenn man doch den Tracked Racer bereits sein eigen nennt? Definitiv ja!

Noch ein Wort zur Batteriereichweite: Insbesondere die Leistung der L-Motoren bezahlt man mit höherem Stromverbrauch. Dennoch ist mein Eindruck, dass man mit einem Satz Batterien ordentlich weit kommt. Nach geschätzten ein, zwei Stunden Betrieb waren beide Racer immer noch fahrtüchtig. Bei intensivem Gebrauch ist natürlich der Einsatz von Akkus empfehlenswert.

Fazit

Das Set Ferngesteuerter Stunt-Racer 42095 für sich alleine betrachtet: ein schnelles, ferngesteuertes Modell, mit dem man herausfordernden Fahrspaß haben kann. Die UVP mag hinsichtlich der Teileanzahl hoch erscheinen. Allerdings ist auch dieses Modell im freien Handel mit 20 bis 30 Prozent Rabatt zu bekommen. Damit ist man dann schon günstiger dran, zumindest im Vergleich zum Erwerb der Power Functions Komponenten. Insofern auch als Teilelieferant für eigene Modelle oder Motorisierungen interessant. Im Vergleich zum Tracked Racer: das A-Modell ist dynamischer, wendiger, aber dadurch auch etwas schwerer zu kontrollieren. Der direkte Wettkampf bietet hier großes Spaßpotenzial. Dadurch auch für diejenigen spannend, die den Vorgänger bereits im Sortiment haben.

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

5 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Anfang des Jahres stand ein einzelner, erheblich reduzierter Stunt-Racer bei uns in Düsseldorf im Kaufhof rum. Für 45 Euro, so dachte ich, ist der als Teilespender ganz okay (wenn man überlegt was die Powerfunctions einzeln kosten). Seither habe ich das A und auch das B Model mal aufgebaut.Letztlich hab ich den dann doch nicht zerpflückt weil der mir eigentlich ganz gut gefällt

  2. Das neue Modell ist eigentlich nicht unbedingt notwendig, wenn man beimischen älteren Tracked Racer ein paar Sachen ein-bzw . umbaut.
    Ich habe den Tracked Racer 1x neu und 1x nur die Teile komplett ohne Power Funktion erworben.
    Die mittelstarken Motoren und die gelben Antriebsräder hab ich mir im Internet besorgt.
    Ein bisschen etwas umändern und etwas tüfteln und schon habe ich mehrere Modelle mit wenigen Aufwand und Kosten.
    Und den Funkempfänger kann man ohne Problem mit 4 schwarzen Pins und 1 weissen 5er Technikbalken oben zwischen die beiden Elemente 4547581 und 4547582 befestigen.
    Dort sitzen die bombenfest.

  3. Der alte Tracked Racer fuhr bei mir immer eine leichte Kurve, bedingt dadurch dass ja ein Motor unten schiebt, der Andere zieht. Der Stund Racer müsste ja nun eigentlich prima geradeaus laufen…

  4. Der Stunt Racer macht bei mir auch eine leichte Kurve. Ich vermute bedingt durch die Toleranzen der Motoren, sprich leicht unterschiedliche Drehzahlen. Bin aber noch nicht dazu gekommen die Motoren mal miteinander zu tauschen um das zu verifizieren…

  5. Beide Modelle sind bei mir daheim.
    Der Tracked Racer insgesamt 6 x
    Der Stunt Racer 2 x.
    Ich habe aus diesen Modellen mehrere MOC gebaut.
    Gut ist, dass man eigentlich nur 1 x die elektrischen Elemente braucht.
    Die kompletten Karosserien ohne Power Funktion kriegt man sehr günstig bei E-BAY Kleinanzeigen.
    So habe ich mir nicht nur einen tollen Fuhrpark zugelegt, sondern auch jede Menge an Ersatzteilen besorgt.
    Ein Umbau vom Stapler 42079 wurde auch schon als Kabine verwendet.
    Einfach genial

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