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Endlich bei LEGO: Optionale Alternativ-Sets mit Prints anstelle von Aufklebern!

Kann man zukünfitg optional auf Sticker verzichten? | © André Micko

Die LEGO Alternative kommt mit neuer Set-Nummer und Prints anstelle von Aufklebern: Ist das endlich das Ende einer endlosen Diskussion?

Buuh, blaue Pins! Buuh, bunte Steine! Buuh, Sticker! Es gibt einige Themen, die immer wieder zu Unmut und heftigen Diskussionen führen bei unserem Lieblingshobby. Selbstverständlich entgeht das auch nicht der Chefetage in Billund. Immerhin sind Marktbeobachtungen essentiell für ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen, dazu gehören auch die Reaktionen der Fans. Dank einer glücklichen Verknüpfung diverser Faktoren ist Deutschland einer der mit Abstand wichtigsten Märkte in diesem Zusammenhang. Aufgrund des Fehlens relevanter Probleme können sich viele nahezu ablenkungsfrei auf die Missstände bei den kleinen Plastiksteinchen konzentrieren. Eine kulturbedingte, eher unzufriedene Grundhaltung, gepaart mit der Anonymität im Internet, bietet die Basis für eine unverfälschte, grundehrliche Meinungsäußerung. Nirgendwo sonst auf der Welt bekommt man offeneres und direkteres Feedback, das weiß man auch in Dänemark zu schätzen.

Und man nutzt es! Auch wenn die Reaktionszeit in großen Unternehmen nicht immer den Erwartungen entspricht. Im 2019 intern aufgesetzten Programm „Vi Forbedrer For Dig“ (initiiert durch eine für den Konzern völlig überraschende 370 Euro Enttäuschung), was so viel bedeutet wie „wir verbessern für dich“, werden die wichtigsten Themen unter die Lupe genommen und Maßnahmen abgeleitet. Nachdem ich mir durch mindestens neutrale bis zumeist positive Reviews, trotz offensichtlichem Vorhandensein objektiver Missstände in einem Set, den Rang eines Chief Senior Supporters erarbeitet habe, darf ich seit Beginn dieses Jahres an den einmal im Quartal stattfindenden VFFD Runden teilnehmen. Leider pandemiebedingt immer noch nur virtuell, aber das wird sich hoffentlich bald ändern.

Zunächst der Testballon

Die meisten Themen befinden sich im Entwurfsstadium. Eines steht jedoch kurz vor der Serie, daher wurde es nun offiziell zur Veröffentlichung freigegeben. Hintergrund ist die leidige Diskussion um Aufkleber, bei der sich zwei Fronten seit Jahren gegenüberstehen. Auf der einen Seite die Revoluzzer: Aufkleber müssen weg! Sie trüben den Bauspaß, kleben nicht richtig und verursachen Herzkreislauf-Probleme. Auf der anderen Seite die Ewiggestrigen: bedruckte Teile lassen sich in MOCs nicht wiederverwenden.

Die Lösung: Zukünftig sollen zwei Versionen eines Sets in den Handel kommen. Eine, wie zumeist bisher, mit Stickern. Eine zweite wird mit rein bedruckten Teilen geliefert. Kommt das Konzept bekannt vor? Richtig, beim LEGO Creator Fiat 500 wurde ein Versuch gestartet, der in dieselbe Richtung ging: nach Veröffentlichung des gelben Fiats 10271 folgte kurz darauf eine identische Version unter der Setnummer 77942, aber in Blau! Zitat aus dem Artikel vom 2. August 2021: „Eine Meldung, die auf den ersten Blick wie ein Aprilscherz klingt…“. War es aber nicht.

Der Fiat 500 in Blau!

Druckst LEGO fortan rum?

Im Steinchen-Hauptquartier hat man wohl Gefallen an der Idee gefunden und legt nach, in der Hoffnung, beide Seiten der Kleberfraktion damit zufriedenzustellen. Natürlich wird die bedruckte Version etwas teurer in der UVP. Ein Umstand, den viele Printbefürworter immer gerne bereit waren in Kauf zu nehmen. Das sollte also keinen Unmut erzeugen. Noch sind nicht alle Details final bestätigt, wie beispielsweise der Verkaufsstart des ersten Versuchsballons. Dieser ist für den 1. Juni anvisiert, kann sich aber auch um einen Monat nach hinten schieben. Unklar ist ebenfalls, ob VIPs früher zuschlagen können. Dafür steht das Pilot-Set bereits fest: es handelt sich um die 42130 BMW M 1000 RR, die dann unter der Nummer 91032 erscheinen wird. Eine ambitionierte Wahl für einen ersten Test, schließlich liegen der BMW im Original sage und schreibe 83 Aufkleber bei. LEGO geht also gleich in die Vollen. Die UVP soll bei 259,99 Euro liegen, allerdings ist auch dies noch nicht offiziell bestätigt. Ein durchaus akzeptabler Aufpreis, bedenkt man den Gegenwert an Prints und immerhin 83 Mal erspartes Klebergefummel.

Äußerlich ist der Unterschied nur über die Setnummer zu erkennen.


Die gute Nachricht: war der Fiat 500 nur in Großbritannien erhältlich, wird die bedruckte M 1000 RR aus bekannten Gründen in Deutschland an den Start gehen. Hat das Gemecker doch mal was genutzt! Andere Länder sollen noch während der Pilotphase folgen.

In einer Betaversion des Onlineshops, auf die ich Zugriff habe, sind die Änderungen bereits umgesetzt. Die UVP ist aber wie gesagt noch mit Vorsicht zu genießen. Wie es mit dem Thema weitergeht, wird vom Erfolg der BMW abhängen. Zumindest ein Rollout auf hochpreisige Sets scheint mehr als wahrscheinlich zu sein.

Mein Fazit und eure Meinung!

Mich persönlich stören die Aufkleber nicht. Allerdings bin ich genervt von den nicht enden wollenden Diskussionen um dieses Thema. Daher finde ich den Ansatz von LEGO gut und richtig, fortan – zumindest bei einigen Sets – zweigleisig zu fahren! Hoffen wir, dass damit tatsächlich alle Kunden zufriedengestellt werden können. Doch was denkt ihr über die Neuerung? Äußert euch gerne in den Kommentaren!

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

37 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. April April 😊

  2. Was wäre es schön, wenn LEGO tatsächlich mal durchgängig bei allen Themenbereichen einfach mit Drucken arbeiten würde…
    FAST hätte ich es geglaubt…

    Schönen 1. April! 😁

  3. Jaja… immer wieder der 1. April! 😉

  4. Wenn etwas zu schön ist um wahr zu sein dann ist es eben leider auch nicht so.
    Danke für den unterhaltsamen Beitrag!

  5. Eigentlich schade das Jedem sofort klar ist das es sich hier nicht um einen Aprilscherz handeln muss…

  6. Sehr lustich

  7. Herzlichen Glückwunsch zum Chief Senior Supporter 😉

  8. April April, wäre aber klasse!

    • Ich bin grade äußerst verwirrt. War der ganze Artikel jetzt ein Aprilscherz oder nicht? Wenn nein finde ich einen Aufschlag von 60€ heftig, dafür, dass auf Plastik anstatt auf folienpapier gedruckt wird.

  9. Das ist echt schade, dass das ein Aprilscherz ist, wobei ich selbst den Aufpreis für Lego-mäßig heftig gehalten hatte, insofern hätte es gut gepasst 😀
    Aber ja, das wäre eigentlich ne richtig gute Idee, bei manchen Aprilscherzen ist man echt traurig, dass sie nicht wahr sind…

  10. StickerWerdenAuchBedruckt

    1. April 2022 um 10:27

    Noch ein Aprilscherz, danke für die Unterhaltung. 😁
    Erstklassige Schieber, vor allem der mit dem Preis!
    Erstaunlich nah an der Realität, hoffentlich wird das in Billund nicht als Anlass genommen, die Erhöhungen 2022 sind schlimm genug.
    Der Schieber mit den retuschierten Stickerrändern tut aber weh, da man jetzt sieht, wie schön das wäre. 😉

  11. Netter Retuscheversuch bei den Stickern XD

  12. Also ich finde ja, dass ein guter Aprilscherz etwas ist, bei dem man sich -sofern man vergessen hat welcher tag heute ist- verwundert am Kopf kratzt oder ob der Absurdität schmunzelt, bis man dann doch einen Blick in den Kalender wirft.

    Einen Aprilscherz aus etwas zu machen, das sich viele Leute wünschen würden und das obendrein noch nicht mal sooo weit ausserhalb des möglichen liegt… naja, das würde ich fast schon zynisch nennen.

    Wirklich nicht böse gemeint, aber hier würde ich sagen: Thema „Aprilscherz“ verfehlt. …Oder zumindest die schlechte Art des Aprilscherzes gewählt.

    Naja, im nächsten Jahr ist wieder 1.April. Viel Erfolg im nächsten Jahr. 😉

    • Der erste Satz und das Fazit zeigen recht deutlich, dass sich der Beitrag nur als Aprilscherz tarnt. Zusammengebauts oberster Stickerfan, wollte nur mal wieder gegen die austeilen, die davon weniger begeistert sind.

  13. Also da hätte ich mir doch, da ich in meiner Jungend fleißiger Aufklebersammler war, die umgekehrte Lösung gewünscht. All diese langweiligen Print-Steine, die man, ohne jeglichen weiteren Bastelspaß, einfach so zusammenstecken kann und die dann auch noch jeder 3-Jährige 100% gerade hinbekommt, hätte man durch Blankosteine mit Stickerbögen ersetzen sollen.
    Die Herausforderung wäre damit sowohl für LEGO-Einsteiger, als auch für langsam zittrig werdende AFOLs ungleich höher – hier könnte sich man die Spreu vom Weizen trennen.
    Schade LEGO, wieder eine Chance verpasst – so eine Aukleberbesfetigungspinzette hätte man doch sicher auch patentieren lassen können 😉
    Und als Königsdisziplin sollte es rein weiße Set-Versionen geben, welche dann, in Kooperation mit der Edding AG (Lizenzkosten?), ein mehrfarbiges Filzstifteset zum Selbstcolorieren enthalten. „Malen nach Zahlen“ hat es vorgemacht, da ist definitiv ein Markt vorhanden.
    Möglichkeiten über Möglichkeiten…

    • ‚*$%&§$# , ich sollte mehr Korrekturlesen… peinlich. 🙂

    • Das gab es ja früher mal bei Playmobil. Da wurden weiße Figuren, Tiere und Zubehör zum selber anmalen verkauft. Nannte sich damals Playmobil color mit eigens dafür zusammengestelltem Stifteset.
      Diese Figuren stechen heute noch aus der, an meine Kinder vererbten Playmobil-Kiste deutlich hervor. 😀

  14. Hallo, schön wenn Lego einfach eine komplette Umstellung auf das Bedrucken machen würde. Ich habe keine finanzielle Kenne, aber ich frage mich, ob das Anfertigen der Stickerbögen wirklich soviel günstiger, bzw. das Bedrucken soviel teurer ist!? Was mich bei den Stickern teilweise sehr geärgert hat, war deren Qualität: Nicht selten haben sich die Aufkleber schon nach wenigen Monaten/Jahren abgelöst, fast wie aufgelöst. Besonders ist mir das bei den Speed-Champion-Fahrzeugen der ersten Generation aufgefallen – echt frustrierend, nach der ganzen Arbeit des Aufklebens.

    • The Storytelling Brick

      1. April 2022 um 13:41

      Kann durchaus sein, dass Drucke teurer als Stickerbögen sind. Schließlich weisen die Teile alle möglichen Formen, von glatten Flächen über Dellen bis hin zu Rundungen, auf. Zumindest sind Sticker weniger anspruchsvoll beim Bedrucken (Achtung: Nicht beim Erstellen! Da auch hier erstmal die Designer die Motive und eventuell auch Fonts gestalten müssen). Da wird einfach ein glattes Stickersheet in die Maschinen gelegt.

      Den Artikel finde ich übrigens witzig geschrieben 🙂 Auch wenn es traurige Wahrheit bleibt, dass die teuren Displaymodelle mit Bestickerung abgespeist werden.

  15. Das ist so gemein 😉

  16. Auch wenn das hier leider nur ein Scherz ist, vom Steindrucker wird es bald tatsächlich Prints für das geben.

  17. Reicht ein 1.-April-Artikel nicht, was? Ihr Scherzkekse seid so lustig. 🤪

  18. Schöner Aprilscherz #clickbait … DAS wäre nun wirklich zu schön um wahr zu sein. Schade eigentlich!

  19. LEGO nimmt seine Kunden ernst und macht gute Dinge, die bei anderen Herstellern ganz normal sind.
    Top Aprilscherz!!! Bei dem Aufpreis hätte ich es fast geglaubt.

  20. Wahre Worte.
    Die 2008 bis 2010er Sets habe ich einige wo nur noch Sticker Krümmel drauf sind. Bei einem gebraucht erstandenem müsste ich sogar Klebestreifen drüber kleben um die Aufkleber beim berühren des Sets nicht an den Fingern kleben zu haben. Ich habe festgestellt, dass es eher bei Sets passiert, die aus Platzgründen in einer Kiste landen und durch bewegen der Kiste in Kontakt mit anderen Steinen kommen.

    Währe interessant zu wissen, ob die Langzeitstudien von welchen aus der Community noch bessere Resultate ergeben bezüglich Erhaltung von Stickern.

    Stickererhaltologie als Wissenschaft?

  21. 😀😀😀👍

  22. Ein großartiger Artikel, hat mir beim Lesen sehr viel Freude bereitet 😃

    Besonders die nicht ganz unironischen Kommentare über uns deutsche und die ehrlichen Aussagen im Netz. 😄

  23. Zweiter Aprilscherz?

  24. Schade sollte es sich um einen Aprilscherz handeln 🙂 Ich hatte mich schon gefreut!
    Selber großer BMW Motorrad Fan, bleibt die Maschine mit Aufklebern dennoch im Regal stehen. Mit Print würde ich sie mir definitiv kaufen, auch für den doppelten Preis.
    Aber ich verstehe auch jeden der die Maschine trotzdem gekauft hat oder sich noch kaufen wird. Schön ist sie ja allemal. 🙂 Ich selber habe es nicht so mit Aufklebern. Bin wohl auf diesem Gebiet zu untalentiert. 🙂

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