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LEGO erhöht die Preise von Sets teils drastisch: Das sagt die LEGO Group [Update]

"Money, Money, Money" | © Andres Lehmann

Ab August werden die Preise vieler LEGO Sets teils spürbar steigen: Nun äußert sich die LEGO Group und erläutert ihr Vorgehen [Update].

Update 6. Juni: Wir haben versucht, weitere Details ob der Preissteigerung von LEGO Sets im August und September in Erfahrung zu bringen und ein abermaliges Feedback der LEGO Group erhalten. Ganz wichtig ist uns zu betonen: Wir vertrauen auf Quellen. Wenn wir unsere Information von einer Quelle beziehen, geben wir sie auch an! Falschbehauptungen in den Kommentaren werden nicht freigegeben. Bei uns fallen keine Informationen oder LEGO Sets für Reviews vom Laster. Und wir versuchen auch stets, solch hitzige Themen sachlich zu beleuchten.

Eine genaue Übersicht all jener Sets, die hierzulande im Preis ansteigen werden, liegt uns noch nicht vor. Einzelne Preiserhöhungen zu „Set X“ können wir daher nicht bestätigen. Folgend also eine neue Information der LEGO Group, die einige Zahlen in den Ring wirft.

Die Preise werden je nach Land für 150 bis 190 Produkte aus einem Gesamtangebot von etwa 600 Produkten geändert. Bei circa 75 Prozent des Sortiments werden die Preise nicht geändert. Wir haben versucht, sicherzustellen, dass unser Sortiment von Sets für Kinder von den Preiserhöhungen möglichst wenig betroffen sind. Die Preiserhöhungen variieren von Set zu Set, und die Preise unserer größeren, komplexeren Sets für Erwachsene werden prozentual etwas stärker angehoben.

Weiterhin ist jede Meinung in den Kommentaren herzlich willkommen. Aber bitte diskutiert sachlich, wenn ihr etwas zu dem Thema zu sagen habt. Es sind schwierige Zeiten, und LEGO ist ein Hobby…


Artikel vom 2. Juni: Die Inflation im Mai betrug im Euro-Raum über acht Prozent. Weltweit steigen die Preise. Und da überrascht die Meldung wenig, dass auch die LEGO Group die Preise für viele Sets nach oben korrigiert. LEGO hat uns die folgende Stellungnahme geschickt, die wir automatisch übersetzt (und etwas sprachlich geschliffen) im Wortlaut veröffentlichen.

Statement der LEGO Group

Die gegenwärtigen globalen wirtschaftlichen Herausforderungen in Form von gestiegenen Rohstoff- und Betriebskosten wirken sich auf viele Unternehmen aus.

Für uns als Unternehmen steht der Verbraucher im Mittelpunkt, und wir haben die gestiegenen Kosten eine Zeit lang aufgefangen, um die Preise stabil zu halten. Da diese Kosten jedoch weiter rapide gestiegen sind, haben wir beschlossen, die Preise für einige unserer Sets zu erhöhen. Diese Erhöhung wird im August und September in Kraft treten.

Die Erhöhung wird je nach Set unterschiedlich ausfallen, wobei sich die Preise für etwa ein Viertel des Portfolios ändern werden. Bei einigen Sets werden wir die Preise nicht ändern, bei anderen wird es eine einstellige Erhöhung geben und bei größeren, komplexeren Sets wird die prozentuale Erhöhung höher ausfallen.

Wir werden weiterhin daran arbeiten, dass unsere Produkte ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und sind uns bewusst, wie wichtig dies für unsere Fans und alle, die unsere Produkte lieben, ist.

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Die Groschen werden gezählt…

Meine Meinung

LEGO ist ein Luxusgut und ich bin kein Ökonom. Bis zu einem gewissen Grad ließen sich solche turbulente Zeiten gewiss „abfedern“ – wie auch oben beschrieben. Aber dass eine Firma wie LEGO gewinnoptimierend agiert, dürfte keinen Baumeister überraschen. So manch Preisanpassung dürfte moderat ausfallen, bei manch anderem Set die Preisschraube spürbar gedreht werden. Es darf jedoch die Frage aufgeworfen werden, ob in diesen schwierigen Zeiten so manch einer Abstand davon nimmt, LEGO zu kaufen. „Subventionen“ wie an der Tankstelle oder im Nahverkehr gibt es hier nicht, wobei ja schon mit steigenden Preisen nach den „Aktionen“ gerechnet wird. Bleibt also die Hoffnung, dass LEGO wirklich seine Kunden im Blick behält und das Rad nicht überdreht. Denn einzig vom Anschauen von schönen Setbildern lässt sich kein Bauabend auf die Beine stellen. Denn nicht zu vergessen ist: Bereits im März wurden die Preise von exklusiven Bausätzen angehoben – beziehungsweise teilweise auch gesenkt, im Rahmen einer europäischen Anpassung der Preise. Diesmal betrifft es die regulären und exklusiven Sets – und es gibt nur eine Richtung: Der Pfeil geht nach oben. Es wird somit spannend zu beobachten sein, was vor allem die großen Shopping-Giganten damit machen.

Eure Meinung!

Nun, da das – recht schwammige – Statement der LEGO Group vorliegt: Wie steht ihr zu der Preissteigerung? Könnt ihr den Schritt seitens LEGO verstehen? Oder „irritiert“ euch die neuerliche Anpassung der Preise? Bitte äußert euch zu jedem Zeitpunkt sachlich in den Kommentaren. Beleidigende Kommentare werden nicht freigegeben. Jede Kritik ist willkommen, auch der Austausch untereinander. Achtet bitte auf die Wortwahl. Herzlichen Dank!

Andres Lehmann

Einst mit LEGO City und der 12V-Eisenbahn durchgestartet, Sammler von Creator Expert, Ideas, Architecture und City Modellen und baut gerne MOCs, die hoch hinaus gehen.

72 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Es ist schlichtweg Blödsinn und nur ein weiteres Zeichen von LEGO’s unersättlicher Gier. Die bekannt gewordenen Preissteigerungen liegen weit über den realen Kostensteigerungen, hohe Inflation, Lieferkettenprobleme und Energiekosten hin oder her. Wenn es ein Konzern, der jedes Jahr neue Gewinnrekorde vermeldet nicht schafft bzw. einfach nicht will, mal zwei magere Jahre aus der eigenen Kasse zu überbrücken, dann besteht wohl kaum Hoffnung für die Menschheit. Und ich hab’s auch schon anderswo geschrieben: Warum sollen wir als Kunden LEGOs komplizierte Produktionsabläufe mitfinanzieren, bei denen jeder Minifigurenkopf dreimal um die Welt geschippert wird? Klar steigen allein dadurch die Kosten, aber das ist ja deren Problem…

    • Steinfluencer (Michael)

      2. Juni 2022 um 9:24

      Lego ist zwar nicht Börsennotiert, dennoch ein Gewinnorientiertes Unternehmen. Demzufolge sind sie weder eine wohltätige Organisation, noch verpflichtet, ihre eigenen Reserven anzugreifen, um Krisen zu überbrücken.

      Das sie VIEL Gewinn machen, mag vielleicht schlimm klingen, würde ich allerdings erstmal positiv bewerten. Und DAS es so ist zeigt ja auch, dass es auch von den Kunden guttiert wird. Denn diese kaufen ja immer noch weiter.

      Klar, es gibt sicher eine Grenze (will absichtlich nicht rote Linie schreiben), die das ganze vielleicht zum Kippen bringen könnte. Da wir alle aber keinen Einblick in das Unternehmen haben, werden wir nicht sagen können, ob und wann die erreicht wird. Lego will das sicher auch nicht, denn warum sollten sie sich selber schaden?

      • Vorsicht, Deutsch Leistungskurs: https://www.duden.de/suchen/dudenonline/goutieren

        Natürlich hast du recht, aber letzten Endes sehe ich den Punkt, an dem mehr Kunden ange***** sind und eben einfach weniger LEGO kaufen, gefährlich nah rücken, zumindest auf den traditionellen, gesättigten Märkten. Und die Blindheit, mit der LEGO hier vorgeht, verwundert mich. Selbst starke Märkte wie UK und die USA schwächeln mittlerweile, weil die Leute ihr Geld anders verteilen. Von Bumerang-Effekt zu reden wäre sicher übertrieben, aber ich denke schon, dass die Aktion LEGO mittelfristig schon zumindest ein wenig auf die eigenen Füße fallen wird und man es merken wird, wenn insbesondere die teuren Sets nach dem ersten Release-Ansturm wieder länger rumstehen…

        • „Jedesmal 10 Cent, wenn das jemand sagt…“
          Ich würde ja vorschlagen, LEGO sollte prüfen ob sich nicht das alte Sprichwort umsetzen lässt.
          Wenn sie jedesmal 10 Cent bekommen, wenn selbsternannte Wirtschafts-, Produktions- und Marketingexperten mit Einblick hinter die LEGO Kulissen den Untergang voraussagen („mit dieser Aktion jetzt aber wirklich…“), wären Preissenkungen möglich bei steigendem EBIT.
          (die einzige Sorge: wohin mit dem Geld, da die Lagerhallen ja voll mit unverkäuflichen Sets sind…)
          😜

          • TheWalkingBrick

            2. Juni 2022 um 13:29

            Andre, Du bringst es auf den Punkt. Leider gibt es heutzutage zu viele selbsternannte „Experten“, „Wirtschaftswissenschaftler“ und „Durchblicker“.
            Keiner von denen hat tatsächliches Insiderwissen und somit handelt es sich bei diesen Aussagen bestenfalls um (meist leider toxische) Meinungen, die nicht dem allgemeinen Denken entsprechen.

        • Wollte eigentlich nur lesen und in Erfahrung bringen, was die Community von der Preiserhöhung hält. Ab das hier “Vorsicht, Deutsch Leistungskurs …“ Absolute Frechheit, an soziale Inkompetenz nicht zu überbieten.

          Hier für dich: https://www.mobilegeeks.de/artikel/grammar-nazis-besserwisserische-klugscheisser/

  2. Ist immer doof das sowas den Kunden trifft, vorallem wenn man sich die Preise von Legos Konkurrenz anschaut welche teilweise ebenso gute Qualität bieten kann und das meist zum halben Preis. Aber wie oben bereits erwähnt ist Lego (vorallem die Marke) ein luxusgut. Jetzt wird es nur schwerer gute Angebote zu finden.

  3. Steinfluencer (Michael)

    2. Juni 2022 um 9:15

    Hohe Rohstoffpreise, gestörte Lieferketten (Beispiel Shanghai und generell die Zero-Covid-Politik Chinas) sorgen eben für höhere Preise. Dass der Pfeil nach oben zeigt, ist daher nur all zu verständlich. Das Lego hier dem allgemeinen Trend folgt ist nur verständlich.

    Aus Sicht unserer Bubble sind vielleicht die großen, aufwändigen Sets interessant und daher mag man dazu neigen, zu sagen „Lego muss aufpassen, nicht zu überreizen“. Weil dieses Sets eben immer schon teuer waren und nun halt noch teurer werden.

    Lego hat ja auch extrem viele kleine Sets im Portfolio. Hier wird sich eine prozentuale Erhöhung vielleicht nicht so groß auswirken. Ich glaube, dass diese Sets ja auch immer noch einen großen Anteil am Umsatz haben. (Auch wenn ich das nicht belegen kann). Will sagen: die werden dann vielleicht weiter gut verkauft.

    Aber klar ist auch, wenn weniger im Geldbeutel ist, wird man bei Luxusmarken wie Lego vermutlich zuerst sparen und sich den Kauf 2x überlegen.

    • Hi Michael, sicherlich ist es verständlich, dass es teurer wird. Allerdings sind die nun bekannten Erhöhungen nicht gleich prozentual verteilt, sondern sehr unterschiedlich. Auch bei den kleinen Sets sind deutliche Steigerungen zu beobachten, bei größeren bis zu 25% (!). Das kann mir keiner mehr mit allgemeinen Steigerungen begründen, besonders nach der bereits erwähnten Erhöhung vor kurzem.

      • Steinfluencer (Michael)

        2. Juni 2022 um 9:37

        Hi Christian,

        Die Ungleichheit bei den Preiserhöhungen kann vermutlich nur mit den unterschiedlichen Produktionsprozessen erklären.

        Ob sie gerechtfertigt sind, wird dann letztendlich der Markt regeln. Wenn „zu teure“ Sets nicht mehr gekauft werden, hat Lego meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten: Das betreffende Set billiger machen oder einstellen. (Erstere Option ist sicher nicht drin 😁)

        Wie gesagt: Sie werden genau wissen, wo die Grenze zu „überreizen“ liegt.

      • Wo kann ich die neuen Preise sehen? Im Artikel steht doch nichts oder übersehe ich etwas?

        • Den Händlern wurden in der vergangenen Woche Listen geschickt. Da diese aber nicht weitergegeben werden dürfen, veröffentlichen wir sie nicht. Was wir aber sagen können: Die Preissteigerungen erfolgen im August und im September.

          • Ich finde es nur Schade. Ich bin jetzt einer der seine Legowelt im Keller baut und jetzt auch nicht übermäßig viel Geld zur Verfügung hat. Die Entwicklung kam schon ins stocken und wird es weiter. Langsam kommt auch der Gedanke andere Hersteller zu wählen.
            Und vllt trifft die kleineren Sets die Steigerung nicht so hart. Aber wenn man ehrlich ist und auch aus einer Sicht eine 10 jährigen schaut sind die „kleinen“ Sets 5 bis 25 € nicht wirklich interessant. Außer man möchte nur Pseudogebäude mit einer Wand und unendlich viele Fahrzeuge. Mein Sohn möchte für seine Stadt auch richtige Gebäude und die fangen bei 90€ an. War nicht immer so.
            Und die Oberfrechheit besteht bei Lego immer noch. Das bei Display-Sets Aufkleber mitgegeben werden. Das gibt es bei wenigen anderen Anbietern. Für das Geld was Lego haben will müssen sie das abstellen.

        • Die neuen Preise findest du zB bei einem der grossen deutschen Lego Blogs.

  4. Inflation, steigende Preise allgemein, besonders an den Tankstellen bekommt jeder mit.
    Auch ist es richtig zu behaupten Lego sei ein Luxusgut, aber wenn ein Konzern wie Lego in den letzten Jahren, besonders seit Anfang der Corona Pandemie einen Umsatz- und Gewinnrekord nach dem anderen raushaut lässt mich die jetzt angekündigte Preiserhöhung mit einem sehr großen Fragezeichen zurück und wie im Artikel erwähnt sollte der Konzern die Preisschraube nicht überdrehen!!! – Bei einigen Sets ist das aus meiner Sicht bereits geschehen!
    Die Konkurenz holt auf sage ich nur… Möchte an der Stelle nicht wieder mit der Stickerdiskussion beginnen aber grade bei den aktuellen Sets – Lightyear, Marvel,… fällt mir das wieder besonders unangenehm auf!

    • Steinfluencer (Michael)

      2. Juni 2022 um 9:31

      Ich mag die „Alternativen“ auch, dennoch glaube ich weiterhin, dass diese im Verhältnis zu Lego keine oder nur eine geringe Rolle spielen.

      Ein Beispiel: Saturn in Berlin am Alexanderplatz (Flagshipstore) hatte neben Lego eine sehr große Anzahl an Alternativen im Sortiment. Wirklich gute Sets.

      Diese sind nun komplett verschwunden. Das mag sicher nicht repräsentativ sein, gibt aber ein Bild des Verhältnisses wieder.

      Ja Konkurrenz belebt das Geschäft, aber Lego wird es vermutlich noch sehr lange, wenn nicht gar immer, dominieren. (Auch wenn das reine Spekulation ist)

      • Dem würde ich zustimmen. Ich habe zwar wenig Erfahrung mit solchen Alternativen in Shops, aber das heißt auch, dass es die bei uns größtenteils nicht gibt. Wenn ich dann noch schaue, dass in meinem Bekanntenkreis lediglich ein Klemmbausteinfan diese Alternativen kennt, alle anderen, insbesondere auch kaufkräftige Großeltern, nur Lego kennen, dürfte das durchaus wahrscheinlich sein.

  5. „daran arbeiten, dass unsere Produkte ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten“

    Ich musste laut lachen als ich das gelesen habe.

    • Yupp, das hätte sich kein Stand-Up-Comedian besser ausdenken können. Aber wie war das nochmal: Die Ironie [I·rō·nje] ist eine bittersüße Frucht, bei deren Genuss man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll… 😀

  6. Für mich sind die Sets jetzt schon teilweise zu teuer. Klar wenn einem ein Model gut gefällt und man möchte es sich ins Regal stellen, dann kann man auch ein paar Euro mehr abdrücken. Aber in letzter Zeit gefallen mir immer weniger Sets… Ist aber dann halt nur meine Sicht der Dinge

    • Auch wenn ich lieber etwas weniger zahlen würde, es sieht nicht danach aus 😉 Mir geht es ähnlich wie Jojo. Letzes Jahr hatte ich schon den Eindruck, dass mein Geschmack und das Sortiment nicht zusammen finden. Das hatte sich dann in der zweiten Jahreshälfte Gott sei dank geändert. Dieses Jahr hoffe ich ebenfalls darauf. Aber um ehrlich zu sein, habe ich den Eindruck, dass die grossen Würfe ausbleiben. Das wird dann, mit einer gekoppelten Preissteigerung, in meinen Augen schwierig. Bei mir. 🙂

  7. *!?**## – Soweit das achten auf die Wortwahl!

    Mit Preiserhöhungen muss man immer rechnen. Und „objektiv“ betrachtet sind die bei LEGO gar nicht mal die größten und außer der „Norm“.

    Aber trotzdem trägt LEGO damit auch noch zur allgemeinen Preisspirale bei. Nicht dass LEGO diese verhindern könnte.

    Ich finde es jetzt nicht gut, aber ich rege mich auch nicht (zu sehr) darüber auf.

    Was viele vergessen: Die hohe Inflation wird sich hoffentlich auch in höheren Lohn- und Gehaltsabschlüssen niederschlagen. Ich hoffe, dass zumindest eine kleine Reallohnerhöhung ausgeht. GO Gewerkschaft GO.

    Was mich aber wirklich stört, ist der Fakt, dass für manche Sets vor rund einem Monat die Preise bekannt wurden und manche dieser Sets plötzlich teurer wurden. das ist mmn optisch unglücklich.

    Die heurige EOL Liste ist ja riesig und kam spät, in gewisser weise dürfte da einiges ausgelistet worden sein was einer Preisanpassung bedurft hätte, aber nicht wirklich der „Renner“ war. Manche der neuen Produkte, wo ich mich über den Preis gewundert habe, erklären sich mir jetzt ein wenig.

    Geschickter wäre es – in Anbetracht der vergangenen „fetten“ Jahre – gewesen, die Preise erst für neue Produkte des Jänners anzuheben -am Besten mit dem Hinweis auf die entwicklung am Weltmarkt.

    Es steht jedem frei jetzt weniger LEGO zu kaufen.

    Ich für meinen Teil werde aber trotzdem mein Hobby weiter ausüben. Mit kleinen Modifikationen – sprich ich habe z.B. jetzt die neuen City-Mond Sets von meiner Liste gestrichen, weil ich eben mehr Geld für andere Sets einplanen muss (Sanctum, Zug,…)

    Tja Lego wird mit mir also nicht mehr, aber wahrscheinlich auch nicht weniger Umsatz machen.

    Und Lego wird auch das überstehen.

    PS und die Drittanbieter – ich bemerke auch dort einen Preishike nach oben – es wird halt von den dortigen Fans nicht so „entsetzt“ wahrgenommen – wenn ich Gespräche in entsprechenden Läden richtig interpretiere 😉

    • Was die alternativen Hersteller angeht: Ja, die haben ebenfalls die Preise angehoben, einige davon allerdings zeitgleich auch die Qualität. Und wenn ich bei einer Erhöhung von ca. 20% jetzt für ein CE Auto statt 140€ auf einmal 170€ zahle, ein vergleichbares Auto aus China aber statt 70€ nun 85€ kostet, dann ist das schon ein Unterschied (absolut gesehen).

  8. Schade das die Preise teilweise so dramatisch ausfallen…die Speed Champions Serie hatte meiner Meinung nach bislang noch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis (mit den einschlägigen Rabatten), aber wenn diese neue UVP umgesetzt wird, bin ich aus dieser Serie raus. Meine Will-ich-haben-Liste habe ich die letzten Wochen von 7 auf nur noch 3 Sets reduziert, wobei ich bei 2 Sets mittlerweile auch noch nicht sicher bin, ob ich mir diese jemals holen werde.
    Also, um mal das positive aus der Aktion zu nennen, viele Sets werden bald vermutlich besser lieferbar sein, da die Nachfrage sinken wird und ausserdem erreicht man jetzt den Mindesumsatz für die GwP nun auch ganz leicht.

    • Das denke ich ehrlich gesagt nicht. Jetzt ist das Gejammer groß, gekauft wird trotzdem. Auch von den erwachsenen Sammlern. Darüber hinaus werden die Preiserhöhungen den meisten Eltern der Kernzielgruppe sowie deren selbst gar nicht auffallen bzw. wird es dem Gros davon schlichtweg egal sein. Und das kann ich gut nachvollziehen. Wenn sich meine Kinder zum Geburtstag ein Legoset wünschen, ist es mir im Endeffekt egal, ob dieses nun 20 % mehr kostet oder nicht. Das wird gekauft, um ihnen eine Freude zu bereiten und fertig.

      • Wenn ich sowas lese freue ich mich wenn Lego nächstes Jahr hoffentlich nochmal kräftig an der Preisschraube dreht…trifft ja keinen Armen. Je mehr solche Aussagen kommen umso weniger rudert ein Konzern zurück. Die lesen doch auch sehr aufmerksam solche Blogs weltweit mit.

  9. Das die Preise etwas anziehen, ist vermutlich jedem bereits irgendwie klar gewesen. Ich finde es auch vollkommen verständlich, wenn dies zb bei sehr alten Sets, die weiterhin im Programm sind, passiert. Als Beispiel sei hier der Falcon genannt, welcher 2019 auf den Markt kam. Dieser soll nun um 10€ teurer werden, was aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung ist.

    Was dagegen überhaupt nicht in Ordnung ist und zurecht die meisten Fans auf die Palme bringt ist, wenn man Sets wie den Creator Expert Porsche oder Mustang nimmt, welche für 130€ auf den Markt kamen, dann dieses Jahr auf 140€ erhöht wurden und nun auf 170€ steigen sollen. Das kann einem selbst der härteste Fanboy nicht mehr schönrechnen. Das ist einfach die unstillbare Gier von Lego. Punkt aus. Ich finde es auch unverhältnismäßig, sehr teure Sets einfach noch teurer zu machen und die kleine beim gleichen Preis zu halten. Dann hätte Lego sagen müssen, passt auf, wir müssen die Preise um x% anheben und das machen wir bei ALLEN Sets. Ohne Ausnahme. Dann wird halt das 10€ Set 1€ teurer aber dafür steigt das 100€ Set nicht gleich um 40€. Wir erreich hier jetzt wirklich langsam Dimensionen, wo man selbst mit dem obligatorischen Rabatt von 30% (den man mittlerweile direkt ein paar Tage noch Marktstart erhält), die Preise einfach nicht mehr bezahlen möchte.

    Ich werde in Zukunft meine Ausgaben für dieses Hobby stärker einkürzen und nicht mehr jedes Set kaufen, wenn mir zb nur noch die Minifiguren gefallen – und seien wir mal ehrlich, in letzter Zeit gab es einige dieser Sets, die man doch verstärkt nur wegen der Figuren (oder Tiere/Dinos) gekauft hat. Unglücklich finde ich auch, dass bereits neue Sets, die gerade erschienen sind im Preis steigen sollen. Hätte man da nicht den Preis vorab direkt besser kalkulieren können? Auch wirft es für mich Fragen auf, wenn zb ein Set aus der neuen Harry Potter Welle im Preis steigt, der Rest der Neuheiten aus dem Thema aber nicht? Was ist in dem einen Set drin, dass genau dieses teurer werden muss? Das Gleiche gilt für den neuen Nano Infinity Handschuh. Dieser kostet 70€, während das Modell von Thanos erst von 70 auf 80 und jetzt nochmal auf 90€ erhöht werden soll? Die Modell sind so gut wie gleich groß. Lego will mir jetzt nicht sagen, dass die paar goldenen Steine 20€ mehr in der Produktion kosten, oder?

    Als Fazit kann ich festhalten, dass es wieder ein sehr ungeschickten/ unglücklicher Move von Lego ist, der dieses mal vermutlich noch mehr Fans über die besagte rote Linie treiben wird / das Fass zum Überlaufen bringt. Dazu kommen weiterhin die massiven Qualitätsprobleme bei den Farben (Vespa lässt grüßen, wo bei mir gefühlt jeder blaue Stein einen anderen Farbton hat), die dazu beitragen, dass man sich wohl in Zukunft 3x überlegt, ob man sein Geld noch für Lego ausgeben möchte…

    • Schon mal vom Begriff „Mischkalkulation“ gehört? Scheinbar möchten sie, aus welchem Grund auch immer, die Preise der (meisten) kleineren Sets nicht erhöhen bzw. ist es ja auch sinnvoll die Preise jener Sets zu erhöhen, die sich besonders gut verkaufen. Es gibt halt immer Gewinner und Verlierer. Das Leben ist nicht fair. Fertig. Und bitte verschone uns künftig mit infantilen Begrifflichkeiten wie „Fanboy“. Wir sind hier keine Teenager am Schulhof.

  10. Die Preiserhöhungen an sich verschrecken mich jetzt nicht wirklich. Natürlich ist es nichtsdestotrotz unerfreulich. Lego springt nun ebenfalls auf den „Melkzug“ auf. Es gab zuletzt in vielen anderen Bereichen weitaus extremere Preiserhöhungen. Im Endeffekt ist es mir relativ egal, ob ich künftig im Jahr 1000 Euro oder 1100 Euro für Lego ausgebe. Im Lego Onlineshop kaufe ich ohnehin ausschließlich exklusive Sets, ansonsten warte ich auf (hohe) Rabatte. Dies werde ich weiterhin entsprechend handhaben. Womöglich werde ich künftig zweimal überlegen, ob ich das ein oder andere Set tatsächlich kaufe. Dabei spielt jedoch eine wesentliche Rolle, dass mir schön langsam der Platz ausgeht.

  11. Bei einigen ohnehin schon teuren Sets sind die Preise dann in kurzer Zeit in zwei Etappen um 30% erhöht worden – das ist schon heftig, und nicht mehr durch höhere Produktions- Transportkosten erklärbar, die nur einen kleinen Teil der Kalkulation ausmachen.
    Dazu kommen auch die immer höheren Limits für GWP, und die immer offensichtlichere absichtliche zeitliche Entkopplung von GWP und Releases.

    Natürlich will Lego Gewinn machen, und ist keine karitative Einrichtung.

    Allerdings hat Lego ja aufgrund falscher Entscheidungen schwere Jahre hinter sich – und ich gewinne immer öfter den Eindruck, dass es jetzt wieder einmal in die komplett falsche Richtung läuft (wieder teure Fehlversuche mit der Digitalisierung von Sets, Release von sehr teuren Sets fast schon im Wochentakt, Lizenzen, Preissteigerungen, Verschlechterungen bei GWP und VIP, etc.).

    Die erste Konsequenz aus der Preiserhöhung wird wohl sein, dass der Direktvertrieb im Online Shop und den Lego Stores zurückgehen wird, wo die Preiserhöhungen 1:1 weitergegeben werden.
    Schon in den letzten Jahren war zu beobachten, dass der Lego Store in meiner Nachbarschaft immer leerer geworden ist (bei meinen letzten Besuchen war ichbder einzige Kunde), während die Menschen sich an Angebotstagen zB bei Müller um Legosets prügeln.

    Ich selbst habe auch im Vorjahr erstmals die sommerliche Harry Potter Serie nicht mehr bei Lego sondern im Versandhandel mit Rabatten gekauft. Und ich habe die neuen Sets auch gestern nicht vorbestellt, weil ich auf Rabatte im Handel warte bzw. nur das teilexklusive Set wegen des GWP ab 15.6. ausnahmsweise doch bei Lego kaufen werden.
    Duplo für meine Kinder habe ich noch gar nicht direkt bei Lego gekauft.

    Hoffen wir mal für unser Hobby, dass Lego den Bogen nicht überspannt.

    • An die schweren Jahre und die falsche Richtung musste ich vor knapp einem Monat schon denken, als bei Golem berichtet wurde dass Lego bis nächstes Jahr die internen Software-Entwickler von 600 auf 1.800 erhöhen möchte und damit „unter anderem eigene Spiele und Unterhaltungssoftware entwickeln“ möchte.

      • Das neue „digitale HQ“ in Kopenhagen (nicht Billund) war letzte Woche vor Ort auch Thema…

      • The Storytelling Brick

        3. Juni 2022 um 12:20

        So viele Software-Entwickler und der S@H läuft immer noch (ich entschuldige mich für den doch ernst gemeinten Ausdruck) so erbärmlich? Ob die zwei Drittel zusätzliche Manpower dann auch Verbesserung versprechen (und nebenbei deswegen eine weitere Preiserhöhung in ein paar Monaten ansteht)? Ich bleibe skeptisch. Und ja, mir ist bewusst, dass LEGO nicht nur an der Website rumdoktert, sondern auch weitere Projekte, bei denen Software-Entwickler gebraucht werden, am Laufen hat 😉

        • The Storytelling Brick

          3. Juni 2022 um 13:28

          Sorry, kleine Korrektur: zwei Drittel ist falsch, meinte drei mal so viele Software-Entwickler. Ist mir nach Absenden des Kommentars aufgefallen :/

  12. Dass ein Unternehmen gestiegene Preise weitergibt ist normal.
    Aber die Preispolitik von Lego schon vorher ist meines Erachtens fragwürdig. Ich bin leider nicht bereit die aktuellen Preise zu bezahlen. Da gibt es legale Alternativen.

  13. Ich kenne die Kosten und Margen von Lego nicht, daher kann ich nicht beurteilen ob diese Preissteigerungen tatsächlich zwingend notwendig sind. Da nur manche Sets steigen sollen, stelle ich das aber mal in Frage.
    Generell gilt ja, ein Produkt kann so viel kosten wie der Markt bereit ist zu zahlen, ganz unabhängig von den Produktionskosten.
    Und da wird man sehen wie es sich auswirkt, dass 8% Inflation nicht bedeutet, dass einfach alle Zahlen um 8% steigen, sondern das Gehalt beim Großteil erst mal gleich bleibt und man somit 8% WENIGER übrig hat um Lego (oder andere Luxusartikel) zu kaufen.

  14. Die Listenpreise sind mir relativ egal, den vollen Preis zahlen ich höchstens an der Supermarktkasse bei einem Spontankauf für 9,99€. Ansonsten hängt es einfach davon ab, was ein Set bietet, und wenn der Preis zu hoch ist und ich das Set trotzdem unbedingt haben will, dann ist eben Geduld angesagt. Kommt kein Rabatt bleibt immer noch Gebrauchtkauf, manchmal kann man auch tauschen oder einen Schatz verkaufen.

  15. Warum Lego immer solchen Shitstorm auslösen muß, bleibt mir schleiherhaft. Gestern kam doch ein Schwung neuer Sets auf den Markt, warum wird da nicht gleich ein neuer Preis festgelegt?
    Wieso wird der Ecto-1, der das ganze Jahr lang fast „verramscht“ wird und somit doch schon fast jeder einen haben müßte, nochmal 40 Euro teurer oder der Ferrari, grad erschienen und nach 3 Monaten steigt der Preis um 50 Euro? Irgendwie hab ich das Gefühl, das einfach das Sommerloch ausgefüllt werden muß, denn nach dieser Nachricht wird der ein oder andere bestimmt nochmal bei den günstigeren Preisen zuschlagen, bevor die Sets in 3 Monaten teurer werden. Ich ärgere mich jetzt weniger über die Preissteigerung, denn zur Zeit wird ja alles teurer, sondern passe meinen Konsum eher den Umständen an. Ich war bis jetzt schon Cherry Picker und kaufe nur was mir gefällt und das mache ich weiter so und das auch nicht mehr lange, denn der Platz für Lego ist fast erschöpft 😉

  16. 1. Die Preissteigerungen bei vielen Sets liegen weit (teilweise EXTREM) über der Inflation, wenn man die schon zur Begründung anführt.
    2. Vor kurzem gab es schon eine „Preisanpassung“, die in Deutschland nur zu Erhöhungen führte.
    3. LEGO hat im letzten Jahre riesige Gewinne gemacht.

    Im Ergebnis lässt sich das für mich in einem Wort zusammen fassen: GIER. Oder etwas ausführlicher: Wenn in vielen Bereichen die Preise steigen, will halt auch LEGO mitnehmen, was sich mitnehmen lässt und testet die Schmerzgrenze der Fans bis ans absolute Limit (das bei manchem längst überschritten sein dürfte). Ich liebe die Produkte, aber meine Güte was für ein unsympathisches Unternehmen.

    • Was mir noch besonders sauer aufstößt: einige Sets werden tatsächlich schon wieder im Preis „angepasst“. Das Creator 3 in 1 Piratenschiff zum Beispiel. Erst von 100 auf 120 Euro und jetzt auf 130 Euro. Das ist schon sehr frech!

  17. Die Preiserhöhungen vollkommen unwillkürlich und teilweise echt übertrieben.
    Gerade Lego hatte 2020 und 2021 sehr fette Jahre.
    Und das Sets in der Machart wie manche Lebensmittelhersteller es machen schon „versteckt“ teurer sind als sie sein sollten lässt sich nicht bestreiten.
    Einfach eine Frechheit was die mit ihren Konsumenten abziehen.
    Aber niemand muss Lego Produkte kaufen.

  18. Pauschalaussagen wie „gestiegenen Rohstoff- und Betriebskosten“ verstärken für mich die Zweifel an der Ehrlichkeit der Begründung. Wie hoch ist der Anteil dieser Kosten am Gesamtpreis? Wie sehr beeinflussen diese Kosten die Gewinnspanne welche bei Lego in den letzten Jahren trotz „gestiegener Rohstoff- und Betriebskosten“ bereits vor den Preiserhöhungen gestiegen ist? Welchen Einfluss haben Optimierungen wie die neuen Fabriken usw?

    Ganz ehrlich: Hier will jemand nur die allgemeine Lage ausnutzen und ich hoffe das es Lego am Ende schaden wird, auch wenn ihre Produkte liebe. Aber so ein Verhalten darf sich nicht auszahlen!

  19. Am Ende regelt die Nachfrage den Preis. Architecture Pyramide gestern rausgekommen für 140€ UVP, heute gekauft für 110€.

  20. Die Preise von LEGO waren einigen jungen Kolleg/inn/en mit Kindern schon vor den Krisen zu teuer und haben sich schon vor 2019 weitgehend asiatischen Herrstellern zugewendet. Keine Nachbauten, aber Produkte von Wange, CaDa, Loz (ich bekomme immer die Fotos). Auch auf Facebook gibt es einige Gruppen die schon sehr intensiv kein LEGO mehr kaufen. Vielschichtige Gründe – der Preis ist sicherlich ein wichtiger Grund.
    Und wir erinnern uns das in der Krise die zu große Farbpalette und Teilevarianten deutlich reduziert wurden. Jetzt gibt es mehr Sonderteile und Farben den je würde ich gefühlt sagen.
    Aber die GIER ist ein grundsätzliches Problem in unserer Zivilisation (nicht nur LEGO davon betroffen)

  21. Aus dem weg Geringverdiener.

    • Ich glaube, du bist am dichtesten dran, an der Wahrheit.

      Das ist schon alles logisch. Die kleinen Sets bumpen sie kaum.
      Aber es ist so, wie beim Tempolimit: 130 auf der Autobahn? Das hilft nicht denen, die wenig Geld haben. Die fahren keinen it der bei 240 abriegelt.
      So ist es bei Lego auch. Wer 140€ für nen Platikklötzchen-Porsche ausgeben kann, den stören auch 170€ nicht.
      Lego sieht seine Kundschaft nur bei den AFOLS und den Walen. Wenn ich so viel Geld habe, das es mir nichts macht, das mein Kind jeden Monat hundert Euro in digitale FIFA Karten steckt, kann ich ihm zu Weihnachten auch den 700€ Todesstern kaufen um mein Gewissen zu beruhigen.
      DAS sind die Kunden, die Lego haben will.

  22. Was soll ich sagen … 2015 gingen meine Dark Ages zu Ende, danach folgten einige Jahre im Kaufrausch … mit Beginn vorletzten Jahres habe ich angefangen einige „Sammelgebiete“ komplett einzustellen und die Sets wieder zu verkaufen … angefangen mit Creator Expert Fahrzeugen, dann Architecture, dann Harry Potter, Minifigurenserien habe ich anfangs alle komplett gesammelt, nun nur noch wenige Figuren aus den „normalen“ Serien und alles was ansonsten da war veräußert, Simpsons – weg, City – weg, Züge – weg … und bei den Käufen … von zig Sets bin ich runter auf bisher 5 in diesem Jahr … heute war ich mal wieder in einem LEGO Store in Dresden … ich war 15 Minuten lang der einzige Kunde – nix los
    … was mich persönlich angeht … bei immer mehr Sets, die man dort aufgebaut sieht denke ich mir WTF wenn ich auf das Preisschild schaue … ich bin dann mit 3 Minifiguren nach Hause gegangen …

  23. Lars.Interactive

    2. Juni 2022 um 20:55

    Ich hatte mal eine Vorlesung in der Uni zum Thema BWL. Der Professor hatte was etwas Nettes gesagt, die Kunden stimmen mit den Füssen ab, ob sie eine Unternehmensstrategie mittragen oder nicht. Geht keiner in den Laden, wir das Unternehmen schon merken, dass etwas schief läuft. Lego hat den punkt bei mir erreicht. Ich bin teils mit den Sets unzufrieden und/oder mit dem Preis. Meine Ausgaben haben sich auf wenige Highlights im Jahr reduziert und dann nur, wenn diese rabattiert sind. Da Lego scheinbar immer höhere Gewinne ausweist, bin ich wohl einer der wenigen, welcher tatsächlich konsequent ist. Das ist auch völlig verständlich, wenn man bedenkt, dass der eigentliche Umsatz nicht von irgendwelchen nörgeligen Lego-Nerds generiert wird, sondern von ganz normalen Konsumenten. Es gibt aber eine weitere Beobachtung. In meinen jüngeren Verwandtenkreis, spielt Lego als Spielzeug eine immer geringere Rolle. Es ist schlicht zu teuer oder aufgrund der kleineren Setgröße zu langweilig. Man könnte das Gefühl gewinnen, dass Lego langfristig an Relevanz verliert. Aber da dieses bestimmt noch 10-20 Jahre dauert, ist für die Leute in Dänemark alles Bestens.

    • In meinem Bekannten- und Verwandtenkreis ist Lego zumeist das Nonplusultra für die Kids. Da wird jedem Großereignis aufgrund des/der neuen Legosets regelrecht entgegengefiebert. Wird aber natürlich auch immer von der Kaufkraft der Eltern bzw. Verwandten abhängen.

    • Wie kommst du auf die Idee, dass die Sets immer kleiner werden? Im Gegensatz zu früher haben sie im Schnitt zunehmend mehr Teile und werden detaillierter.

      Die Preiserhöhungen selbst finde ich bei angeblich steigenden Gewinnen dagegen falsch – in unserer Firma nutzen wir so eine Situation sogar zum entgegenkommen und damit langfristigen Kundenbindung.

      Der Plan Kindersets möglichst nicht zu erhöhen finde ich dagegen sehr gut!

    • Ich denke das LEGO jetzt schon an Relevanz verloren hat, wenn ich so die einschlägigen Chats auf Facebook etc. verfolge. Und bei Technic ist meiner Meinung nach CaDa bereits der große Gewinner – auch da man mit Fandesignern kooperiert und Lizenzabkommen mit verschiedenen Marken eingeht. LEGO Technic ist bei mir mittlerweile (2 Jahre) komplett aus dem Focus raus.
      Auch ich habe junge Kollegen die aufgrund der hohen Preise sich auf andere Hersteller eingeschossen haben. Als junge Familie muss man eben auch auf den Geldbeutel achten.

  24. Es gibt noch andere Klemmbausteine

  25. Anders als bei Nahrungsmitteln ist bei Lego ja niemand darauf angewiesen, etwas zu kaufen. Insofern muss einem der Preis nicht stören. Wenn er zu hoch erscheint, dann halt das Set nicht kaufen.

  26. LEGO are greedy. Pure and simple. A good friend who works at the big London store got a 16p (22 cents) pay rise this year. That’s taking the piss!

    • 16p per „what“ – Per pound, Per hour, day, week, month, yearly salary? – What ist the former inciome? more revealing would be the increase in percent.

  27. The Storytelling Brick

    7. Juni 2022 um 11:19

    Ja puh… Das Statement zeigt doch letztendlich nur, dass Erwachsene für LEGO eine noch fettere Piñata darstellen, die man noch viel mehr ausnehmen kann. Da kommen Krisen doch sehr gelegen, um als Ausrede herzuhalten. Gleichzeitig verstehe ich aber den Schritt nicht, bestimmte (gut laufende?) vermeintliche Kindersets zweimalig im Preis zu erhöhen (erst „Harmonisierung“, dann Erhöhung), namentlich das Creator 3in1-Piratenschiff. Das wird für Kinder ein Stück weit unerreichbarer. Oder darf ich an dieser Stelle annehmen, dass das Set nicht mehr zur Gänze in die Kategorie Kinder gezählt wird, und dass Piraten auch gar nicht diese Zielgruppe ansprechen sollen?
    Jedenfalls, ich bleibe dabei, die beiden Statements sind Wischiwaschi-Marketingbla. Mir bleibt da als Konsequenz nur übrig, mein Kaufverhalten noch weiter anzupassen und wählerischer zu sein. Und mit Sicherheit nicht zu Gunsten von LEGO. Irgendwo ist halt dann auch eine Grenze erreicht. Schließlich steigt mein Lohn nicht mal annähernd so an wie die Preise auf dem Markt (mit einer Erhöhung darf erst nächstes Jahr gerechentet werden. Mit ein paar Cent alle drei bis sechs Monate. Nach Streiks. Bis zur nächsten Tarifrunde.). Leider wird der Großteil der Käufer von Legoprodukten die Preiserhöhungen auch gar nicht wahrnehmen, dann anders als wir AFoLs, stecken sie nicht so tief in der Materie und bekommen solche Artikel erst gar nicht mit. Omma, Oppa, whatever Verwandte oder Bekannte bzw. Freunde machen noch immer den größten Umsatz bei LEGO aus (sei es aufgrund von Burzeltage, Quängelbengel im Markt, Belohnung für Top Verhalten/Noten oder bloße Freude am Beschenken 😉 ). Deshalb wird sich da auch nicht viel ändern, und LEGO führt dann im nächsten Jahr die nächste Preiserhöhung durch.

  28. Ich finde es durchaus gefaehrlich, wenn man solche winkelzuege via querfinanzierung loesen will. Ich z.b werde keineswegs mein Budget erhöhen, somit funktioniert der gewünschte Effekt mit mir nicht. Und falls ich nicht der einzige bin, der nicht unbegrenzt in lego investiert, dann könnte es sogar passieren, dass es eine weitere Preiserhöhung geben muss. Und diese würde dann die kindersets auch betreffen.
    Und ganz ehrlich: da lego ohnehin aktuell im hochpreisigen Bereich eskaliert und 500 Euro Modelle zum Standard werden, kann das auch nach hinten losgehen.

    • Hm, wenn nun max. 2% der LEGO-Sets insgesamt im 500 Euro Segment liegt, dann ist das Standard? Komisch.

      Ich vermute mehr, dass gerade die Sets, die am beliebtesten sind, auch die Teuersten sind. Bei 2% insgesamt sind das 12 Sets. Herzlichen Glückwunsch, dass ist dann Standard…

  29. hmmm …. grundsätzlich habe ich natürlich Verständnis, wenn Firmen ihren Gewinn erhöhen wollen …. ABER: Lego macht einen auf „wir-sind-ach-so-gütig-und-edel-und-helfen-und-blablabla“. Da passt die knallharte Gewinnoptimierung einfach nicht.

    • Ach und für LEGO ist der „wir-sind-ach-so-gütig-und-edel-und-helfen-und-blablabla“-Satz gültig und alle anderen Hersteller sind anders, richtig?

  30. Hat Lego euch das Statement vom 2. Juni proaktiv zugeschickt?

  31. Das ist Wasser auf die Mühlen von Seiten wie Rebrickable und Co. Ich prophezeie eine gesteigerte Nachfrage nach gebrauchten Steinen.
    Ich werde wohl nicht der einzige sein, der versuchen wird Sets mit durchschnittlichen Steinpreisen > 10 Cent aus günstigeren „Kindersets“ und dem eigenen Fundus nachzubauen. Die Anleitungen sind ja nach wie vor offen zugänglich.
    Lego wird versuchen bei den teuren „komplexen“ Sets den Nachbau durch Einsatz einzigartiger Steine zu erschweren.
    Der „Krieg“ der kreativen Köpfe wird härter 😉

  32. Die Preiserhöhung ist das normalste der Welt.
    Habt ihr gedacht das Lego das einzigste Unternehmen ist, dass die Preise nicht erhöht?
    Die Erhöhungen sind auch in meinen Augen nicht übertrieben.
    Firmen wie Pelikan, HP, Stabilo und co haben dieses Jahr auch schon mehrfach die Preise erhöht, auch mehrfach exakt die gleichen Artikel! Erst heute sind die Preise von Karteikarten um 33% gestiegen!
    Ist also alles noch sehr human bei Lego.
    Mich wundert es eher, warum Sony noch immer nicht die UVP der PS5 noch nicht auf 599 oder 699€ angehoben hat.
    Aber das wird sicher auch bald passieren, denn die sehen ja auch das die Preise bei eBay bezahlt werden.
    Aber letztendlich ist es so, ist es euch zu teuer, dann kauft andere China Firmen.
    Dann nervt ihr wenigstens nicht bei jeder Vorstellung eines Sets über die Preise.

    • Wenn es dich nervt, dann lies es doch einfach nicht, was ist daran so Schlimm, wenn man nicht jeden Preis mitmachen will?
      Und klaro, sind Preiserhöhungen normal, wenn alles drumherum teurer wird, aber dann kann man nicht einfach sagen, das man versucht Kindersets nicht teurer zu machen und dafür lieber die AFOL Gruppe schröpfen will. Diese Großsets bestehen doch aus den selben Steinen wie die Kindersets und exclusive Figuren will Lego doch auch nicht mehr in die UCS Sets legen, also, wenn schon Preiserhöhung dann vernümpftig und nicht diese 2 Klassengesellschaft!

  33. Ne Frage zum letzten Statement, sind bei 600 Produkten nur Sets gemeint? Oder sind da auch Schlüsselanhänger und ähnliches dabei?

  34. Ich habe dieses Jahr deswegen auch kein Lego mehr gekauft Ich warte bis sich due Inflation wieder legt. Dann eben Alternativen die nächsten 2 Jahre.

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