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LEGO Knights Kingdom I 6091/6098 König Leo’s große Königsburg im Classic Review

LEGO Knights Kingdom I 6091/6098 König Leo’s große Königsburg: Erscheint bald eine weitere Burg? | © Jonas Heyer

LEGO Knights Kingdom I 6091/6098 König Leo’s große Königsburg im Classic Review: König, Ritter und Prinzessinnen.

Schon öfter habe ich in meinen Reviews gesagt: „Ein Review folgt, sobald ich das genannte Set besitze“, wann immer ich andere Sets erwähnt habe und heute möchte ich das LEGO Classic Review nutzen, um einem dieser Versprechen nachzukommen.

Als ich die 6094 bewachte Schatzkammer vorgestellt habe, hatte ich dieses Set hier angeteasert und inzwischen habe ich die fehlenden Teile ergänzen können, womit ich euch das Set nun in vollständigem Zustand mit allen Figuren präsentieren kann.

Zunächst ein paar Worte zu diesem Set. Vor vielen Jahren, im Jahr 2001 oder 2002 war ich im Alter, wo ich begonnen hatte mit „richtigem“ LEGO zu spielen, also LEGO Duplo und 4+ hinter mir gelassen hatte. Damals hatte ich einen LEGO Katalog aus dem Jahre 2000 und in diesem gab es mehrere Sets, die ich so gern gehabt hätte. Aufgrund dessen, dass die Sets bereits vom Markt waren und nur manchmal Restbestände bei Spielzeugläden zu kaufen waren, kam ich nie dazu diese „Flagschiffe meiner Kindheit“ zu bespielen. Zu diesen Sets zählten primär zwei Sets: Die fantastische 5987 Dinosaurier Forschungssation, welche ich bereits vorstellen durfte und die Ritterburg von damals, 6098 König Leo’s große Königsburg.


Damit sei gleich vorweg gesagt, ich habe starke Nostalgie für dieses Set, für die Figuren dieser Reihe, welche ich damals fast alle hatte und für einige Designelemente, die vielleicht nicht jedem gefallen.

Das Jahr 2000 markiert für viele LEGOs Tiefpunkt. Sie verwendeten viele große Teile und entfernten sich immer weiter von ihren Wurzeln. Ein zwei Sets haben aber, finde ich, weit weniger stark darunter gelitten und es gab durchaus Reihen, die ich persönlich als Diamanten dieser Zeit ansehe. Dazu gehören die Adventurers Reihe, Knights Kingdom 1, Rock Raiders und Arktis. Knights Kingdom ist aber ein besonderer Fall, denn aus dieser Themenreihe hatte ich tatsächlich einige Sets, fast alle kleineren. Meine favorisierte Figur war König Leo, den ich leider nicht besaß als Kind. Aber mein vierjähriges Ich darf heute seinen Kindheitstraum leben und damit geht es nun um König Leo’s große Königsburg. Diese Burg kam in Europa mit der Nummer 6098 heraus und in den Vereinigten Staaten unter 6091, allerdings sind beide Varianten identisch, weshalb ich nicht weiß, warum das so gemacht wurde.

Umfang und Zusammenbau

Mit 529 Teilen sind wir unterwegs, was für ein Flagschiff-Set nach wenig klingt. Allerdings ist es so, dass wir, wie bereits angemerkt, einige große Formteile haben und auch ein paar der klassischen Wandpanelen, was dafür sorgt, dass das Set sehr viel größer ist, als man es bei der Teilzahl erwarten würde.

Die Anleitung zeigt uns das wunderschöne Boxart der Burg, das mich bis heute fasziniert. Ich liebe die Szene, ich liebe den Hintergrund und vor allem, den mystischen orangenen Himmel. Es sieht genauso aus, wie ich mir die Welt von LEGO Castle vorstelle.

Sehr schöne Bilder, um vor dem Bau bereits Begeisterung hervorzurufen. Echt sehr schön!

Bevor wir mit dem Bau beginnen, baut LEGO noch etwas Spannung auf, indem wir eine Doppelseite mit weiteren tollen Fotos bekommen, wieder alle vor dem fantastischen Hintergrund. (ich gehe später noch auf das Set im Detail ein und nicht nur auf den Hintergrund ;-))

Gebaut wird das Modell in Sektionen, die ich ebenfalls gleich zeigen werde. So bekommt man das Gefühl, man hat zwischendurch schon immermal etwas geschafft. Allerdings muss ich auch anmerken, dass hier ein wenig das Gefühl verloren geht, dass man an einem großen Modell baut, statt vielen kleinen. Das bringt die Modularität aber mit sich.

Zum Schluss bekommen wir noch auf der Rückseite der Anleitung ein paar Comic-Illsutrationen und alternative Modelle, um die Kreativität zu fördern. Sehr schön! Zu diesen Ideen gibt es auch in der Anleitung einen Abschnitt, bei welchen in wenigen Schritten grob erklärt wird, wie man diese baut.

Insgesamt ein sehr kurzweiliges Bauerlebnis, welches viel Spaß bereitet und ein bis zwei Stunden dauert (mit Tee und Hörspielen)

Das fertige Modell

Von Burgen und Rittern… 🙂

Das Endergebnis kann sich sehen lassen. König Leo’s Burg erinnert an das Disney Castle und wirkt ziemlich mächtig, wenn es so vor einem steht. Es hat eine durchaus sehr ordentliche Höhe und bietet jede Menge Real-Estate zum Spielen an.

Die Figuren

Hier haben wir ein paar der Helden meiner Kindheit. Von diesen Figuren besaß ich als Kind alle außer König Leo und seine Frau Königin Leonora (ihr erkennt den Trend mit den Namen). Von links nach rechts haben wir: Gilbert den Bösen, Cedric den Bullen, Richard den Starken, König Leonard Löwenherz, Königin Leonora Löwenherz, Prinzessin Sturm (ich nenne sie Leonie Löwenherz), John von Mayne und das Schlossgespenst. Das bringt das Set auf stolze acht Figuren. Und wenn wir sie uns mal so ansehen, dann sind es auch wirklich gelungene Figuren, zu denen ich ein paar Dinge zu sagen habe.

Einige dieser Figuren haben Aufdrucke auf den Beinen und dem Gürtel. Das war damals wirklich etwas besonderes und diese Figuren sind die wohl bis Dato detailliertesten Figuren, die es gab. Viele der Prints können meiner Meinung nach heute noch mithalten. Es gefällt mir außerdem, dass die meisten der Figuren keine Fraktionsembleme auf ihren Torsos aufgedruckt haben, was die Torsos auch außerhalb des gegebenen Szenarios sehr interessant macht.

Helden und Heldinnen!

Auch möchte ich noch auf die weiblichen Figuren des Sets eingehen. Wir alle kennen das Klischee von der holden Maid in Nöten. Diese Rolle geht wohl an die Königin Leonora Löwenherz, welche vermarktet wird als eine gutmütige, gütige Königin, welche sich aber selbst nicht verteidigen kann. Sie erfüllt also dieses Klischee. Für Mädchen, die vielleicht davon träumen als Prinzessin vom edlen Ritter gerettet zu werden, gibt es quasi diese Figur. Und was ist mit den anderen? Nun wir haben die Prinzessin Leonie Löwenherz (ich ziehe das mit dem Namen durch), welche von John von Mayne ausgebildet wurde und nun eine der besten Kämpferinnen des Königreiches ist. Sie muss nicht darauf warten von den Rittern gerettet zu werden, sondern kann sich sehr wohl selbst ihrer Haut wehren.

Ich persönlich finde das gut. Und habe ich bereits erwähnt, dass die Königin sehr selten ist und entsprechend teuer? Sie ist… entsprechend teuer. Wenn ihr das Set kauft, achtet darauf, dass sie dabei ist, sonst seid ihr sicher hinterher enttäuscht.

Das Pferd

Zum Pferd habe ich zwei Dinge zu sagen. Zuerst: Es gefällt mir sehr gut. Ich mag die alten Pferde mehr, als die neuen, welche bewegliche Hinterbeine haben. Außerdem haben wir einen tollen Umhang für die stolze Kavallerie, welcher toll bedruckt ist. Natürlich ist das hier König Leonard’s Schimmel.

Schade ist aber, dass wir nur noch ein Pferd bekommen. Die ersten Ritterburgen enthielten meist vier Reiter. Nur ein Pferd ist zu wenig für diese Burg. Dies markiert übrigens den Trend der nächsten Jahre, wo bei Burgen eigentlich fast immer nur noch ein Pferd dabei war. LEGO ihr lasst nach! Bitte packt mehr Pferde in eure Sets. Glücklicherweise gab es aber damals ein Set für 6 Euro, welches ein Pferd, einen kleinen Turm und zwei Figuren enthielt, mit dem man seine Kavallerie etwas aufstocken konnte.

Die Balliste

Die Bullenritter sind ja sehr auf Belagerungswaffen fokusiert. Jedes ihrer Sets enthält Ausrüstung für eine Belagerung und da ihr Ziel ist, die Burg hier einzunehmen, macht das auch Sinn. Hier fahren sie mit einer kleinen Balliste vor, welche mit einer federgelagerten Kanone versehen ist. Diese Kanonen kennt ihr z.B. aus den Action Battle Sets von Star Wars und stammte ursprünglich aus einer LEGO Technik Reihe namens „Competition“. Diese hat einiges an Kraft verglichen mit z.B. meiner Lieblingskanone aus der Piratenreihe. Also hier wirklich aufpassen, dass man niemandem ins Auge feuert.

Die Kanone lässt sich minimal in der Höhe verstellen und ist mit einer Flagge und einem Bullenschild dekoriert, sowie einem Pferdehelm mit Hörnern. Die Bullen lieben es die Horn-Bullen-Referenz in ihre Fahrzeuge einzuarbeiten.

Die großen Holzstämme als Räder wurden auch hier eingeführt und bis heute… also genaugenommen bis 2013 bei der letzten Ritterburg beibehalten. Ja sieben Jahre sind es schon… 🙁

Ich mag die Bullenritter und ihre Fahrzeuge und die kleine Balliste hier ist keine Ausnahme. Auf die Burg schießen wir später noch etwas. 😉

Das Fundament

Wie bereits angemerkt ist die Burg sehr modular. Es gibt insgesamt 5 Sektionen, welche alle auf die Grundplatte aufgesteckt werden. Um euch zu zeigen, wie die Grundplatte allein aussieht, kann ich alle Sektionen entfernen und erhalte:

An der Platte selbst sind nur die Zugbrücke, mit zwei Chromschwertern als Deko und zwei kleine Torbögen angebracht. Es handelt sich hierbei um eine 32×48 Noppen 3D-Grundplatte. Meiner Meinung nach sind die 3D-Grundplatten sehr gut für Kinder, die zwar Fantasie haben, allerdings keinen Einstieg für ihren MOC finden. Die Platte hilft dabei, denn sie gibt ein wenig Form und Struktur vor, während sie sich noch völlig frei kreativ bearbeiten lässt.

Diese Version der Platte wurde auch in mehreren anderen Sets eingesetzt und besitzt einen Tunnel in der Mitte und zwei Bergformationen links und rechts, mit jeweils zwei, also insgesamt vier, „Löchern“, in welche später die Module gesetzt werden können.

Die Platte ist von allen Seiten bedruckt und hat sehr hohen Detailgrad, was mir sehr gut gefällt. Während diese Platte natürlich dem Modell Größer verleiht, ist es nicht so, dass sie das Set ausmacht. Sie ist meiner Meinung nach gut integriert.

Der Mauerwall

Diese Sektion ist sehr simpel. Es gibt nicht viel zu ihr zu sagen. Wir haben eine simple Wandkonztruktion mit Zinnen und ein großes Formteil, welches mit Fackeln und fest montierten Armbrüsten versehen ist.

Das einzig besondere hier ist der braune Vogel, wahrscheinlich ein Falke. Dieser ist nämlich exklusiv in diesem Set vorgekommen und daher recht selten.

Der Aussichtsturm

Wenn wir uns die nächste Sektion ansehen, dann haben wir hier schon etwas mehr, was interessant ist. Auffällig sind hier vor allem die bedruckte Löwenflagge und das Turm-Formteil in dunkelgrau.

Im Turm haben wir einen kleinen Raum, mit einem Balkon an der Seite. Eine Menge Platz ist hier nicht aber eine Spielfunktion, die mit der Schatztruhe auf dem Turm und der Balliste zu tun hat. Denn wenn wir mit der Balliste gegen den Turm feuern:

Dann befördern wir die Schatztruhe über die Mauer aus der Burg, wo Cedric und seine Schergen den Schatz plündern und sich vielleicht endlich ein Zelt für ihr Lager im dunklen Wald leisten können.

Aufgrund der Funktion ist leider kein wirklicher Platz hier eine Figur auf den Turm zu stellen. Das ist schade.

Das Katapult

Kommen wir nun zum Katapultturm der Burg. Dieser Turm hat gleich zwei Spielfeatures, auch wenn ich eins davon noch nicht ganz durchschaut habe. Also erstmal zum Katapult, welches als Türmchen designt ist und den vorgefertigten Katapultarm verwendet. Zum abfeuern sind auch 1×1 Rund Steine als Munition dabei. Das Katapult funktioniert recht gut und kann die Steine durchaus eine gute Distanz feuern.

Es ist zudem auf einem Drehteller montiert, womit es die Burg effektiv in jede Richtung verteidigen kann. Leider ist durch das Katapult auch hier wieder die Möglichkeit verloren, Figuren auf dem Turm zu positionieren. Mhh 🙁

In der unteren Etage ist wieder ein kleiner Raum mit Balkon. Auch hier ist wieder eines der großen dunkelgrauen Formteile verbaut. Dieses befindet sich allerdings auf einem Drehteller. Ich weiß nicht ganz genau, was die Idee hier ist, vielleicht ist es ein Geheimgang in die Burg? Oder der Burggeist soll sich darin verstecken? Kinder können hier aber bestimmt kreativ sein. 🙂

Die Schatzkammer

Hier haben wir die Schatzkammer und tatsächlich hat diese Sektion soetwas wie Inneneinrichtung. Ein simpler Tisch mit einem Smaragd darauf. Wenn Gilbert diesen aber steheln will, kann er sich auf etwas gefasst machen.


Wenn wir in der zweiten Etage den Headlight-Brick nach oben klappen, dann fallen zwei Äxte nach unten und geben dem Dieb etwas zu denken.

Ansonsten bietet diese Sektion nur noch eines der großen Turmelemente, welches in hellgrau gehalten ist und ein blaues Dach hat. Mir gefällt dieses Design sehr gut. Normalerweise mag ich die großen Turmelemente nicht unbedingt aber in Kombination mit diesem Dach finde ich das schon wesentlich ansprechender und diese Burg verwendet diese Bautechnik öfter. 🙂

Der Thronsaal des Königs

Hier haben wir die größte Sektion des Sets. Insgesamt erinnert mich diese Sektion an das Gebäude des 60271 City Main Squares. Das Haupthaus der Burg verfügt über ein Burgtor, welches einen interessanten Mechanismus hat. Anders als bei klassischeren Burgen wird das Fallgatter nicht mit einer Seilwinde gehoben, sondern einfach mit dem Banner, welches darüber hängt, eingerastet und in seiner Position fixiert.

Funktionieren tut das einwandfrei, leider hat es den Nachteil, dass das Fallgatter dann über dem Burgtor einfach aus der Burg hinausragt, da die Burg aufgrund der Bauweise kein Torhaus besitzt.

Als Display-Modell würde ich also empfehlen das Tor geschlossen zu lassen. Leider befinden sich hinter dem Tor auch keine Türen und der Thronsaal liegt direkt dahinter, was bedeutet, dass ein Bogenschütze am Tor eine direkte Gefahr darstellt.

Immerhin lässt sich die Zugbrücke hochklappen. Hier gibt es keinen cleveren Mechanismus in irgendeiner Form, man klappt die Brücke einfach nach oben. Das klingt jetzt erstmal nicht sonderlich beeindruckend.

Hier wurden immerhin viele schöne Details eingebaut und das Ganze ist sehr stabil. Man beachte die Löwenköpfe neben dem Eingang. 🙂

Die Türme mit den blauen Dächern gefallen mir immernoch sehr gut. Wenn wir weiter nach oben schauen finden wir einen weiteren Kritikpunkt (zumindest für mich) und es ist mein größter mit dieser Burg. Zwischen dem Tormechanismus und dem Bergfried der Burg ist eine klaffende Lücke. Ich weiß nicht was das soll… Es lässt sich auch sehr einfach lösen, indem man ein paar invertet Slopes und 1×4 Bögen verwendet.

Hier ist mal meine Lösung, wie ich die Lücke geschlossen habe und die Burg sieht sofort wesentlich besser aus. Das hat auch nur um die zehn Teile hinzugefügt:

Und wo wir gerade bei klaffenden Lücken sind:

König Leo’s Burg hat ein paar fatale Sicherheitslücken aber ja die Seiten sind komplett offen, lediglich ein paar Balkone befinden sich hier. Auch dafür arbeite ich noch an einer Lösung.

Immerhin haben wir hier ein paar Armbrüste, mit welchen die Burg beschützt werden kann. Zusätzlich möchte ich natürlich das toll bedruckte Fenster mit dem gefärbten Glas nicht unerwähnt lassen, welches so ein schönes Teil ist. Sehr gut!

 

Ganz oben thront der Bergfried, welcher ein weiterer der Türme mit blauem Dach ist und rundet das Gesamtbild ab.

Hier mal ein Bild von hinten. Während die Burg von vorn fantastisch aussieht, macht sie von hinten wenig her. Das liegt nicht zuletzt an der nicht ganz so wundervollen Rückseite des Stoffteiles im Thronsaal. Allerdings erlaubt das auch einfachen Zugang zum Spielen in der Burg.

Wenn wir uns das Ganze aus Minifigurenperspektive anschauen, dann macht der Thronsaal doch einiges her. Ich liebe das Stoffbanner im Hintergrund, mit dem Löwenemblem, welches sich auch gut als Schiffsegel verwenden lässt. König Leo hat auf jeden Fall den schönsten Thronsaal, den je ein LEGO König hatte.

Sein Thron birgt übrigens noch ein Geheimnis. Es handelt sich dabei um ein Geheimfach unter dem Sitz, welches einige chromgoldene Münzen beinhaltet.

Modularität der Burg

Ich möchte die Burg nun nochmal in ihrer Gesamtheit zeigen. Bisher habe ich das zu selten getan. Denn die einzelnen Module wirken in sich nicht zu beeindruckend, aber wenn man alles zusammensetzt, dann ergibt sich ein schönes Gesamtbild. Da alle vier Ecktürme die gleichen Grundplatten nutzen, sind sie natürlich miteinander austauschbar und ihr könnt die Burg nach euren Wünschen anpassen.

Für Kinder ist das auch deshalb toll, weil es ihnen zeigt, dass man kreativ werden sollte. Und wenn man die Burg umbaut, dann kann man auch anfangen erstmal einzelne Module umzubauen oder zu tauschen ohne die Burg vollständig auseinandernehmen zu müssen. (Was sich Kinder gelegentlich zuerst nicht trauen)

Zuletzt möchte ich nochmal auf das Set 6094 Bewachte Schatzkammer eingehen. Dieses beinhaltet zwei Türme und wer sich diese anschaut wird sofort sehen, dass sie die gleiche Grundfläche haben, wie die Türme von König Leo’s Burg. Genau, die Burg kann mit diesen Türmen ergänzt werden. Das finde ich großartig, Sets verbinden. Ich finde die neue Ninjago-Reihe von 2020 macht das ebenfalls großartig.

Eine Burg oder ein Schloss?

Hier noch ein Bild, wie mein Kater das vollbringt, was Cedric nicht konnte: Die Burg erobern!

Unter einer Burg stellen wir uns ja eine Befestigungsanlage vor, welche vor allem errichtet wird, um zum Beispiel umliegenden Dörfern im Falle einer Invasion eine Zuflucht zu bieten, welche sich gut verteidigen lässt und Belagerungen über längere Zeit standhalten kann. König Leo’s großer Königsburg fehlen diese Elemente jedoch und sie ist aus rein konstruktiver Sicht für die Verteidigung gegen eine Belagerung schlicht und ergreifend nicht geeignet.

In der deutschen Sprache gibt es viele verschiedene Begrifflichkeiten für mittelalterliche Gebäude und so gibt es bei uns neben den Begriffen Burg und Feste, sowie Fort auch das Schloss. Dieses fehlt z.B. in der englischen Sprache. Ein Schloss ist historisch betrachtet ein Gebäude bzw. ein Gebäudekomplex, welcher eher als Zeichen des Wohlstandes und Reichtumes einer Provinz oder Landes von Landherren und Adligen errichtet wurde, bzw. in derem Auftrag. Dieses ist nicht dazu ausgelegt Belagerungen standzuhalten oder sich strategisch verteidigen zu lassen, sondern als Form der Kunst. Beispiele sind Schloss Neuschwanstein oder auch Schloss Charlottenburg.

Kater Leo erobert die Burg, naja, damit ist es dann wohl immer noch König Leo’s Burg 😀

Diese Schlösser beherbergen oft den Thronsaal und persönliche Gemächer des Schlossherren, sowie zuweilen auch Kunstsammlungen. Diese Beschreibung trifft auf die „Burg“ von König Leo viel eher zu, als die einer echten Burg. Ich denke, dass man dieses Set also eher als Königsschloss ansehen sollte, dann funktioniert es wesentlich besser in einem historischen Kontext.

Natürlich beinhaltet Leo’s Schloss ebenfalls ein paar Elemente einer Burg, wie Wehrgänge und Verteidigungsanlagen aber im großen und ganzen würde ich sagen, dass es eher Elemente eines persönlichen Domizil der herrschenden Familie aufweist und daher als solches bewertet werden sollte.

Die Eckdaten

  • Nummer: 6098 (Europa)/6091 (Amerika)
  • Name: King Leo’s Castle/König Leo’s große Königsburg
  • Teilzahl: 529
  • Retail-Preis: 90 Dollar/ 90 Euro
  • Figuren: 8
  • Tiere: 2
  • Bauanleitung: PDF-Download

Fazit: 6098 König Leo’s große Königsburg

Wenn ich nochmal so über mein Review lese, klingt es so negativ, weil ich viel kritisiert habe. Daher möchte ich hier nochmal etwas richtigstellen. Mir gefällt die Burg, ich mag sie wirklich. Aber ich möchte die Modelle fair bewerten und kritisieren und manchmal bedeutet das, meine Nostalgiebrille abzusetzen und die Schwächen eines Sets objektiver zu sehen. Und dieses Set hat definitiv Schwächen vor allem, wenn man die Burg mit anderen Burgen vergleicht. Sie ist aber für Kinder wunderbar zu bespielen und war zum damaligen Zeitpunkt ein vollkommen neues Design, während vorangegangene Burgen doch immer wieder ähnliche Stile verfolgten.

Zugegeben, nach diesem Modell fielen die Burgen in eine Art repetitives Muster. Die nächste Burg 8781 kopierte viel vom Design dieser hier, downgradedete den Look und benutzte ein hässliches Chemie-Blau-Violett, welches nach Off-Brand aussah.

Die Burg 10176 darauf verschlimmerte den Look meiner Meinung nach nochmal mit einem ziemlich chaotischen Design, welches wirklich so aussieht, als wären die Teile ausgegangen. Außerdem waren hier die Schilde und Wappen der Ritter Aufkleber… *würg

Dementsprechend kommt die 6098 noch sehr gut weg und wenn man sie vor sich stellt, dann sieht sie auf jeden Fall sehr stark aus, eine wunderschöne Burg für ein Display. Auch die Figuren sind wunderbar. Es werden viele schöne Burgteile benutzt und einige Chromteile. Einzig die Anzahl an Schilden für die Löwenritter ist etwas traurig, nur eines bekommen wir. Drei wären besser gewesen. Der Spielwert ist ebenfalls aufgrund der vielen Figuren von zwei Fraktionen und dem Burggeist, sowie den Spielfunktionen sehr hoch, was diese Burg ideal für junge Baumeister macht.

Was euch nun freuen wird, die Burg bekommt ihr heutzutage gebraucht für etwa 100 Euro und das ist sie auf jeden Fall wert. Dafür bekommt ihr eine schöne Burg mit vielen Spielfunktionen und einer Menge tollen Teilen. Für Kinder optimal. Daher empfehle ich die Burg trotz einiger Schwächen wärmstens.

Nun bleibt noch zu klären, wie ich mich nun nach der Erfüllung dieses Kindheitstraums fühle. Ich weiß, dass ich als Kind sehr viel Spaß mit diesem Set gehabt hätte und meine Erwartungen wurden erfüllt. Es ist nicht die beste Burg, die es jemals gab aber es ist die Burg meiner Kindheit, die, die ich in den Katalogen bestaunt habe und als dieses tolle Modell ist sie mir in Erinnerung geblieben. Ein schönes Set alles in allem und so gesehen ist es eher ein 4+ Set und dafür ist es großartig.

Bewertung

Positiv Negativ
  • Schönes Displaymodel
  • Gut zu bespielen
  • Wundervolle Figuren
  • schießende Kanone für Action!
  • mehrere Ritterfraktionen
  • Stoffteile
  • Platz nicht optimal ausgeschöpft
  • Offene Seiten

Eure Meinung

Das war ein nostalgischer Trip. Mir hat es viel Spaß gemacht, diese Burg zu bauen und auch dieses Review zu schreiben und endlich mal über sie reden zu können. Jetzt interessiert mich aber eure Meinung. Was haltet ihr von dieser Burg? Besitzt ihr sie? Äußert euch gerne in den Kommentaren!

9+

Jonas Heyer

Geht mit Johnny Thunder auf die Suche nach den Schätzen der LEGO Geschichte. Von den Gewässern Redbeards geliebter Karibik, über die Helden des Westens, bis hin zu den tapferen Rittern von Richard Löwenherz!

31 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Kürzlich konnte ich bei einer Bricklink-Bestellung ein Exemplar des farbigen Glasfensters mit dem Reiter mitordern, seither plane ich ein historistisches Wohnhaus von ungefähr 1890, das dieses zentral in der Fassade verwendet, die bedruckten Schilde konnte ich über die Jahre auch ansammeln, die Montur des Königspferdes suche ich weiterhin … Leonie Löwenherz kannte ich bisher noch nicht, aber sie gefällt mir auf Anhieb! Vielen Dank für ein weiteres interessantes Review, das mir dabei hilft, die Kenntnisse über Lego während der laaaaaangen Dauer meiner Dark Ages zumindest mit einigen Inseln des Wissens zu versehen, Jonas! Genau das richtige für einen verschneiten Sonntagvormittag!

    3+
    • Bin gespannt, ob du uns Bilder zeigst, wenn das Haus fertig ist 🙂

      Schilde, Schwerter, Pferde mit Satteln und Rüstungen versuche ich auch mehr zusammenzubekommen für kleine Armeen 😀

      Freut mich, dass dir das Review gefallen hat 🙂 Die Prinzessin ist wahrscheinlich nach der Königin die seltenste Figur der Reihe. Damals waren weibliche Figuren aus irgendwelchen Gründen recht selten… 🙁

      2+
      • Ja, mache ich! Kann aber etwas dauern – ich bin beim MOCen nicht die Schnellste. Derzeit organisiere ich gerade die Legohöhle um und nutze das zum Entstauben, ein repräsentativer Stellplatz für das Colosseum muss her, egal wie, es kann wegen seiner Größe leider nicht dauerhaft am Ende des Esstischs bleiben, ich wohne hier schließlich nicht alleine (-: Anschließend baue ich erstmal die Ninjago City Gardens (Lego hat sie an DPD übergeben, Hurrrraaaa), dafür habe ich bereits den Platz freigeräumt. Wie machst Du das eigentlich mit der Lagerung und Präsentation Deiner Schätze? Das dachte ich mir schon, ich habe Leonie nun mal ins Lego-Notizbuch aufgenommen, eventuell habe ich ja mal Glück! Ansonsten kann ich mich auch an Figuren und Sets erfreuen, die ich nicht besitze.

        3+
        • Ich bin gespannt. 🙂

          Das Platzproblem habe ich auch massiv, derzeit steht einiges einfach nur an freien Stellen 😀 Da ich eine Dachbodenwohnung mit schrägen Wänden habe, kann ich auch keine Regale gut aufstellen. Das wird sich aber irgendwann ändern, dann findet sicher alles einen Platz 🙂

          Die Reihe war nicht beliebt, also ich denke nicht, dass die Prinzessin so teuer sein würde, Bricklink sagt zwischen 3 und 6 Euro. 😉

          1+
  2. Ich kann verstehen warum viele die Burg nicht so cool finden ( die Baseplate ist für mich aber zum Beispiel ne positiver Faktor!).
    Das die Burg an manchen Stellen zu offen ist hast du ja gezeigt aber auch wie sich das schnell verbessern lässt.
    Ich brauche halt ne Zugbrücke die eine richtige Zugbrücke ist sowohl von der Breite als auch von der Funktion 😅 bis auf den Thronsaal finde ich allerdings auch die Details lassen zu wünschen übrig😅

    Finde allerdings die Burg auch nicht so schlecht wie sie gemacht wird .

    LG The Brickpool

    1+
    • Die Burg hat ihre Schwächen und die Zugbrücke ist leider eine davon, da sie überhaupt keinen Mechanismus hat. 🙁

      Aber dafür sieht die Burg als „Display“ Modell schick aus und lässt sich prima von Kindern bespielen. 🙂

      Also ich denke als Spielzeug ist sie ein gelungenes Set. 🙂 Die Figuren sind außerdem klasse und im Gegensatz zu den Burgen, die davor kamen, bekommen wir hier nicht nur einen „Gefangenen“ von einer anderen Fraktion, sondern einen kleinen „Angriffstrupp“ mit Belagerungsgerät, was den Spielwert erhöht.

      0
  3. Bei Lego ideas läuft gerade mit Hyrule Castle – hier der Link –
    https://ideas.lego.com/projects/9f8eacd8-6647-417a-b935-17f62174c789
    eine Burg Richtung 10000 Stimmen bei aktuell 7447 Supportern die der sehr schönen oben vorgestellten Burg sehr nahe kommt.
    Burgen kann es nie genug geben, Oder? Lego sieht das hoffentlich genauso!

    2+
  4. Jetzt weiss ich auch endlich wohin die Base gehört. Ich hatte die mal in einem Konvolut mitgekauft.

    1+
  5. Der andere Patrick

    17. Januar 2021 um 13:30

    Danke für den schönen Reviewartikel! Man merkt dir die Begeisterung an. Das ist schön. 🙂

    Ich finde, hier sieht man gut, wie sich Meinungen im Zeitverlauf ändern und man unterschiedliche Perspektiven einnehmen kann. Damals, als die Sets rauskamen, war es der Untergang des Abendlandes. Ich war gerade noch in einem Alter, wo ich sie haben wollte, obwohl ich den „Niveauverlust“ schon gesehen habe. Heute sind es Sammlerstücke und ich würde, wenn es sie als Neuauflage gäbe, mir jedes Set zehn Mal kaufen für MOCs/Armeen.

    Das sollte man bedenken, bevor man sich wieder mal über neue Sets aufregt. Klar, die 80er/frühen 90er Sets waren schon besser, aber verglichen mit der Alternative keine Rittersets waren die Knight’s Kingdom-Sachen super.

    1+
    • Danke 🙂

      LEGO macht heutzutage auch gute Sets, da bin ich ganz bei dir. Allerdings vernachlässigen sie einige Themen, die mir persönlich sehr am Herzen liegen. Ritter zum Beispiel. Das Thema Ritter ist natürlich auch vor allem in Europa interessant und LEGO ist mittlerweile sehr auf den Asiatischen Markt fokussiert. Schade für uns hier 🙁

      Die Sets der 80er und 90er sind ja meine Favoriten aber auch das Jahr 2000 brachte noch schöne Dinge hervor 🙂

      0
  6. ich weiß ja, dass es viele gibt, die die dreidimensionalen grundplatten nicht mögen. ich fand sie als kind immer toll, auch wenn ich selbst kein set hatte, bei dem so eine dabei war.
    außer einem futuron-set mit „mondlandschaft-platte“, aber die fällt für mich in eine andere kategorie.
    die platte der obigen burg finde ich von der form her auch toll. aber die prints darauf gefallen mir leider gar nicht.

    1+
    • Ich bin auch ein großer Fan der 3D Grundplatten. Die Mondlanschaft Platte zählt für mich dazu 😉

      Die Platte dieser Burg gab es sogar in verschiedenen Farben und mit verschiedenen Aufdrucken. Unter anderem einer graue Platte mit Gestein, eine weiße mit Eis und eine graue Version mit etwas Gras aufgedruckt.

      Ja die Prints sind manchmal an Kanten etwas verzerrt leider. Aber insgesamt finde ich die Platte trotzdem sehr gelungen 🙂

      0
  7. Gerade diese Burg finde ich von allen Castles am schlechtesten. Von vorne sieht sie noch ganz gut aus, aber die ganze Aufteilung in Module, die dann auch noch viel Luft dazwischen haben… Nein danke. Ich finde die spätere Überarbeitung dieser Burg besser gelungen. Da hat man sich auch mehr Gedanken gemacht, wie man die Baseplate besser nutzen kann (Folterkammer/Kerker unter der Zugbrücke bspw.). Hier sieht man wirklich, was das große Problem von LEGO in dieser Zeit war. Überall große Formteile und kaum Bauspaß. Allerdings muss ich sagen, dass meine erste Burg die 6086 war und da bin ich vielleicht zu voreingenommen.
    Trotzdem Danke für das sehr ausführliche Review! Einen viel besseren Einblick kann man eigentlich nur kriegen, wenn man das Set selbst baut. Und zumindest die Figuren sehen auch heute noch klasse aus.

    1+
    • Ich sehe es tatsächlich genau andersherum, die neuere Version der Burg ist meiner Meinung nach sehr sehr langweilig gebaut und die Figuren sind ziemlich fürchterlich.

      Zu den Formteilen muss man natürlich sagen, dass LEGO seit der ersten Ritterburg 6080 die großen Wandpanele verwendet und auch die 6086 sie benutzt, genau wie eine 3D Platte. Die 6086 ist zweifelsohne eine der, wenn nicht die, beste Burg, die LEGO jemals gemacht hat. 🙂
      Das Formteil was hier hinzukam war im Prinzip nur der Turm, der hier öfter mit dem blauen Dach benutzt wurde und vielleicht das Glasfenster. Aber ich bin bei dir, dass es nicht eine der besten Burgen von damals ist 😀

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  8. Wie cool das du das Set hast. Dieses Set war mein ganzer Stolz als Kind. Ich hatte alles von der Reihe mir über Jahre zusammen gewünscht. Mit samt Belagerungs Set und sieben Mal dem Katapult Set (ich war sehr begeistert davon und habe mir an einem Kindergeburtstag von allen das gleiche gewünscht) Mit diesem Set habe ich viele Burg Varianten Gebaut und dann habe ich mich mit Freunden getroffen und jeder hat seine Burg mitgebracht und wir haben viele Schlachten geschlagen.

    Vielen Dank für das wecken dieser tollen Nostalgischen Erinnerungen!

    Ich freue mich sehr darauf wenn meine Tochter im Lego Alter ist!

    1+
    • Es freut mich sehr, dass ich dich in deine Kindheit zurückbringen konnte. Ich mag das Set ebenfalls sehr, auch wenn sie nicht meine favorisierte Ritterburg ist. 🙂 Die restlichen Sets der Reihe habe ich auch fast komplett. Vielleicht gönnen wir der Reihe hier mal einen eigenen Artikel mit allen Sets 🙂

      Wenn du die Burg an sie weiterreichst, dann glaube ich wird ihr die Prinzessin sicher gut gefallen, als tapfere Ritterin 🙂

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      • Die z.B. 6080 ff. funktionierten so gut, weil sie keinen Firlefanz hatten. Das war all das, was eine Burg benötigte. Ich finde, die sind auch besser gealtert, weil zeitlos schön in ihrer Abstraktheit. Wenn Du ein Icon oder Symbol für eine Burg erstellen würdest, sähe es im Prinzip aus wie die 6080. Nimm mal das Basteilogo. Die Burgen der 90er ff. hatten alle mehr was von Actionspielzeug ala Ninjago. Aber die sind irgendwie in ihrer Zeit hängengeblieben. Das Design der frühen Burgen kannst Du Dir ins Regal stellen und sieht auch jetzt noch gut aus. Übrigens erinnert z.B. die 6080 auch an Kingsquest 1. Man muss sie einfach nur aufklappen, einen der grünbemützten Waldläufer mit roter Feder davorstellen, einen Burggraben mit zwei Lego-Krokodilen bauen und fertig.

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        • Schönheit liegt ja im Auge des Betrachters, ich finde auch diese Burg im Review kann man sich hinstellen, weil sie an sich auch gut aussieht. Die ersten Burgen, wie z.B. die 6080 haben natürlich ebenso ihren Charme und wie du sagst, sind sie halt das Bild was man von einer Burg hat. Auf der anderen Seite, hätte LEGO immer weiter nur Burgen dieser Sorte gemacht, wäre das Thema wahrscheinlich schon früher zu Ende gegangen. Ich finde es gut, dass es beide Typen von Burgen gibt, die ganz klassischen und die mit anderem Layout. 🙂

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  9. Man kann ja sagen was man will. Am besten waren immer noch die ersten 3 Burgen nach der gelben 6080 ff. Die späten burgen hatten immer was von Playmobil.

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    • Weiß nicht ob ich gezwungenermaßen zustimmen würde. Die ersten Burgen waren definitiv genial und haben uns so viele Jahre voll toller Sets eingebracht. Aber die späteren Burgen mit den 3D Platten waren vielseitiger gestaltet. Die ersten Burgen bauen sich fast gleich und sind vom Layout sehr ähnlich, während spätere Burgen mehr Abwechslung boten. Aber beide Typen von Burgen waren und sind sehr sehr toll. Eines Tages hoffe ich, die meisten davon mein Eigen nennen zu können und das hier war sicher nicht die letzte Ritterburg, die wir uns angesehen haben 🙂

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  10. Ich kann mich leider mit der sogenannten „Juniorisierung“ der Legoritter (und der Legopiraten) nicht anfreunden. Die Wappen auf den Schilden der Löwenritter der zweiten und dritten Generation sehen wirklich albern aus (wie auch die Schilde der Insulaner, wie die Totenkopfsegel etc.)! Ich kann mich noch erinnern, wie mich die neuen Löwenwappen am Ende meiner aktiven Legozeit anno 1994 (?) irritiert haben. Obwohl ich die Darstellung im Legokatalog, den Angriff der Ritter vom Drachenorden auf die Königsburg, super fand. 😉
    Trotzdem, ich lese deine Artikel immer sehr gerne. Sie wecken auch bei mir Nostalgie. Ich finde auch, die Reihe um die Bullenritter ist durchaus gelungen und nicht lieblos gestaltet.

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    • Danke erstmal, schön zu hören, dass du meine Artikel gern liest 🙂

      Ich verstehe absolut was du meinst mit den Wappen. Persönlich habe ich kein Problem mit ihnen, vor allem nicht mit denen der Insulaner, weil ich die eigentlich ganz passend finde. Dieses Löwenwappen ist recht kindlich gestaltet, da gebe ich dir aber recht. Auch muss ich sagen, dass ich vielleicht nicht zu 100% an Bord mit der Idee bin, dass der Löwenkopf für das Wappen ja von der vorangegangenen Fraktion an Löwenrittern einfach wiederverwendet wurde. Ansonsten finde ich das Orange-Blaue Farbschema aber ganz nett. Was die Juniorisierung angeht, finde ich sie bei dieser Burg nicht mal sooo schlimm, weil sie nicht wesentlich weniger komplex ist, als vorangegangene Burgen, abgesehen vom Tormechanismus, wenn man denn großzügig genug ist, es überhaupt Mechanismus zu nennen 😀

      Die Bullenritter bevorzuge ich in diesem Unterthema von LEGO Castle auch. 🙂

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  11. Warum es eine US Variante gibt, hast du im Review bereits erwähnt, unwissentlich. Es dürfte an der Balliste liegen, die analog zu den Kanonen bei den Nordamerikanern nonfunktional sein wird. Denn Kinder dürfen sich nur mit echten Waffen verletzen, nicht mit Spielzeug.

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    • Teillisten bei Bricklink sagen, dass beide Versionen des Sets über identische feuernde Ballisten verfügten. Bei den Kanonen, die ohne „Schussfunktion“ in den USA herauskamen, war die Setnummer immer noch die Gleiche bei z.B. der Black Seas Barracuda 6285. Außerdem war diese Regulierung bereits nicht mehr in Kraft als diese Burg erschien. Ich denke nicht, dass es daran lag. Es gab in der Vergangenheit gerade in den Jahren 1996-2002 immer mal Sets, die aus keinem ersichtlichen Grund in verschiedenen Ländern verschiedene Nummern hatten. Wäre aber interessant zu wissen, warum das so gemacht wurde.

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  12. Hallo Jonas, tolles Review wie immer. ich fand vieles der knights kingdom Serie irgendwie zu „kindisch“, ja klar es war ja für Kinder gemacht, logisch. Ich persönlich finde die klassischen Burgen besser, was aber wohl auch daran liegt das ich Bj 71 bin. Aber Prinzessin Leonie war schon was besonderes, sehr schöner Rüstungsprint. Naja jetzt warte ich erstmal auf die Schmiede bzw mehr Details davon, sie scheint doch noch interessant zu werden, was die Figuren angeht.

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    • Das verstehe ich absolut. Diese Burg ist zwar die, mit der ich aufgewachsen bin, bzw. die, die ich immer haben wollte, aber auch ich finde sie heutzutage eher auf der „schwächeren Seite“, was bei Burgen immer noch „gutes Set“ bedeutet.

      Die Schmiede wird sehr interessant 🙂

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  13. Danke für die schöne Review. Ich bin ein großer Fan der klassischen Burgen (6080 bis 6086) und allem drum herum, habe aber vor ein paar Wochen die 6098 günstig ergattern können und hab’s mal mit ihr probiert… 😊 Ich persönlich finde die Burg furchtbar, liegt aber natürlich an meiner Prägung…
    Trotzdem, die Prinzessin ist cool und ich freue mich, dass ich sie habe und das bunte Fenster ist super, wenn man mal irgendwas in Sachen Historismus (19. Jahrhundert) bauen möchte.
    Eine Review der ganzen Knights Kindom-Serie wäre bestimmt interessant, aber bitte erst nachdem die Classic-Sets und vielleicht auch die Kingdoms-Sets und die Fantasy Era-Sets vorgestellt wurden… 😉
    Ach ja, LEGO hat so viele coole Ritter-Serien rausgebracht, da braucht man doch gar keine neue… 😊

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