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LEGO Technic 42144 Umschlagbagger im Review

LEGO Technic 42144 Umschlagbagger

LEGO Technic 42144 Umschlagbagger | © André Micko

Überzeugt der LEGO Technic 42144 Umschlagbagger oder geht der Pneumatik die Luft aus? Die Antworten gebe ich in meinem Review.

Ein Umschlagbagger ist ein Bagger, der Zeug, beispielsweise Schrott, umschlägt, also von einem Haufen auf einen anderen beugt oder sortiert. Zur besseren Übersicht des Fahrers lässt sich dessen Kabine nach oben anheben. Einen solchen hat LEGO mit dem neuen Technic Set 42144 Umschlagbagger herausgebracht. Der Bagger, dessen wesentliche Funktionen sich pneumatisch bedienen lassen, besteht aus 835 Teilen und kostet in der UVP 119,99 Euro. Technisch ähnelt er dem 2016 erschienenen 42053 Volvo EW160E, der ebenfalls mit Pneumatik ausgestattet war (1166 Teile für 89,99 Euro). Der etwas ältere 42006 Bagger hatte einen ähnlichen Ausleger mit Mehrschalengreifer, wurde aber rein mechanisch beziehungsweise ohne Pneumatik bedient, und kam auf Ketten und ohne anhebbare Kabine daher. Zusammengesetzt aus 720 Teilen, bei einer UVP im Erscheinungsjahr 2013 von 79,99 Euro.

Eckdaten

Verpackung und Inhalt

Die Verpackung erstrahlt im typischen Technic-Design. Die Altersempfehlung ist mit 10+ angegeben. Auf der Vorderseite ist ein Bild des Baggers in ein… ja, sieht wie ein Kieswerk aus, reinretuschiert. Ich hätte diese Art von Bagger eher auf einem Schrottplatz oder einer Müllhalde verortet, aber vielleicht war das den LEGO Designern zu schmutzig. Rückseitig sind die wesentlichen Funktionen graphisch dargestellt. B-Modell gibt es keines.


Im Inneren befinden sich nummerierte Plastiktütchen mit den Teilen. Ich bin sehr gespannt, wann die ersten Papiertüten zum Einsatz kommen, die seit geraumer Zeit angekündigt sind. Mehr als einen Hinweiszettel, dass es in der Übergangsphase zur Durchmischung von Plastik- und Papierbeutelchen kommen kann, habe ich noch nicht gesehen. Und auch dieser scheint mittlerweile wieder verschwunden zu sein.

Die Pneumatikschläuche sind separat eingetütet, ebenso die knapp 200 Seiten starke Anleitung mit dem Stickerbogen. So bleibt alles schön vor Feuchtigkeit geschützt (falls man seinen Kaffee aus Versehen in die Schachtel schüttet), aber nicht knicksicher, wie man bei meinem Exemplar sehen konnte. Das ließ sich aber wieder hinbiegen, und auch den dreizehn Aufklebern ist nichts passiert. Puh.




Aufbau

Der Aufbau ist in drei Bauabschnitte unterteilt. Begonnen wird mit dem Fahrgestell, dann folgt der Oberwagen mit der Fahrerkabine, zuletzt der Baggerarm mit den Pneumatikzylindern. Dank der detaillierten Anleitung macht der grundsätzliche Aufbau keine Probleme. Jüngere Baumeister werden dennoch neben dem ein oder anderen sperrigen Technic-Pin bei den Pneumatik-Schlauch-Verbindungen Unterstützung benötigen. Seit den vor Jahren eingeführten Verbesserungen mit den „angespitzten“ Anschlüssen sind die Schläuche einfacher anzubringen als bei den alten Pneumatik-Sets. Da sie sehr fest sitzen (müssen), ist dennoch ein gewisser Kraftaufwand erforderlich.

Ende Bauabschnitt 1


Ende Bauabschnitt 2



Das fertige Modell




Der Bagger ist etwa 28 cm lang, 17 cm breit und 18 cm hoch. Die Fahrerkabine kommt voll angehoben auf eine Höhe von knapp 24 cm. Der Baggerarm hat ausgefahren eine Länge von etwa 30 cm.

Die Hinterachse ist lenkbar. Der Ausschlag der Räder wird nur von den Spaltmaßen dreier nebeneinander liegender Lochbalken begrenzt. Er ist daher nicht sehr groß, aber ausreichend zum Manövrieren. In meinem Set sitzen allerdings einige der schwarzen Z12 Zahnrädchen relativ locker auf den Achsen. Das hier für die Lenkung verwendete rutscht daher beim Rückwärtsfahren durchaus mal herunter. Der Verbau von ½ Technic Buchsen verschafft hier Abhilfe. Das hätte allerdings auch LEGO schon so konstruieren können.


Beim Rückwärtsfahren kann es passieren, dass man plötzlich das „Lenkrad“ in der Hand hält…


…so wäre es stabiler!

An den Ecken des Fahrgestells befinden sich vier Stützfüße. Über eine einfache Hebelkonstruktion, ebenfalls über ein Z12 Zahnrad zu bedienen, lassen sie sich herunterklappen. Der Bagger steht dann, je nach Untergrund mehr oder weniger rutschsicher, auf den Stützfüßen. Die Räder hängen ein paar Millimeter in der Luft.


Der gesamte Oberwagen des Baggers ist über eine große Technic Drehscheibe mit dem Fahrgestell verbunden. Das ermöglicht unbegrenzte 360° Drehungen.

Das sechste und letzte Z12 Zahnrad zum Steuern einer Funktion kommt bei der Fahrerkabine zum Einsatz. Durch Drehen kann diese angehoben oder wieder abgesenkt werden. Das Schneckengetriebe hält sie dabei in der gewünschten (Zwischen-)Position.

Die linke Türe der Kabine lässt sich öffnen. Sie ist als kleines Paneel ausgeführt und im Gegensatz zur rechten Türe mit nur einem Pin montiert, der dann als Scharnier dient.

Neben der Fahrerkabine sitzt die Luftpumpe, mit der der Druck für die pneumatische Bedienung des Baggerarms aufgebaut wird. Dahinter liegen drei Schalter für die Verstellung der Ventile, die die Luftströme entsprechend leiten. So werden die drei Zylinder jeweils ein- oder ausgefahren, zum Anheben und Senken des gesamten Baggerarms, Anheben und Senken des vorderen Baggerarmteils sowie Schließen und Öffnen des Greifers. Kleine Piktogramme beschreiben, welcher Hebel für welche Bewegung zuständig ist. Das funktioniert ausgezeichnet und macht großen Spaß. Wie immer eigentlich bei der Technic-Pneumatik. Freilich muss ordentlich gepumpt werden, wenn man was wegschaffen will. Der kleine Zylinder, der den Greifer öffnet und schließt, benötigt zu Beginn manchmal etwas Unterstützung (einfach manuell kurz „anstubsen“), läuft dann aber auch rund.






Zum Spielen im Kinderzimmer hat der Mehrschalengreifer, der hier zum Einsatz kommt, Vorteile. Es lassen sich LEGO Elemente einfacher vom Boden aufnehmen als mit einer klassischen Baggerschaufel (freilich gilt das nicht für Schüttgut aus kleinen Teilchen). Auch wenn er sich am F40 die Zähne ausgebissen hat.

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Fazit

Herzstück des 42144 Umschlagbaggers sind die pneumatischen Funktionen. Die übrige Mechanik ist einfach, aber funktional umgesetzt. Gleiches gilt für den Aufbau, insbesondere der Unterwagen beziehungsweise das Fahrgestellt wirken „luftig“. In erster Linie ist das Modell für die angegebene Zielgruppe, also die jüngeren Baumeister, interessant. Die erwartet dann aber auch ein hoher Spielfaktor. Die UVP schmerzt. Im freien Handel ist er für unter 90 Euro zu bekommen, was angemessener ist. Leider gehen hiervon nicht nochmals Rabatte ab.

Eure Meinung!

Wie gefällt euch der Umschlagbagger? Habt ihr euch das Set gekauft oder plant noch, ihn euch zu einem guten Rabatt zu holen? Äußert euch gerne in den Kommentaren.

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

4 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. An sich kein schlechtes Set. Werde ich mir dennoch nicht holen, da ich den erwähnten Volvo-Bagger schon habe. Den finde ich optisch deutlich ansprechender, und er hat mehr Teile und ne Lizenz bei günstigerem Preis. Da bestelle ich mir lieber nen Haufen Teile und baue den wirklich gelungenen Greifer zum Wechseln nach…

  2. Grandioses Aufmacherbild! Wetten, dass… du damit Preise gewinnst? 🙂

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