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Eine LEGO Kapelle für die Winter Village: Frohe Weihnachten!

Die schneebedeckte Kapelle für das Winterdorf.

Ergänzen wir das Winterdorf um dieses MOC einer Kapelle, um Weihnachten gebührend feiern zu können!

Seit vielen Jahren schon versieht LEGO die Winter Village regelmäßig in der Vorweihnachtszeit mit neuen Sets. 2009 begann diese schöne Sitte mit dem Weihnachtlichen Spielzeugladen, und jährlich folgten weitere Häuser des Dorfes. Aus bekannten Gründen fehlt jedoch die in wohl jedem Dorf vorhandene Kapelle (für mich stehen die Weihnachtshäuser in einem schönen, kleinen Bergdorf in den Alpen, inmitten unberührter Natur), und ich halte es auch für recht unwahrscheinlich, dass hier in nächster Zeit ein Umdenken stattfindet. Aus diesem Grund habe ich bereits im Jahre 2018 mit dem damals gerade neu erschienenen Studio 2.0 eine weihnachtliche Kapelle gebaut. 873 Teile und 7 Minifiguren (also insgesamt 901 virtuelle Teile) fanden so zueinander, um die Weihnachtswelt zu komplettieren.

Das Modell

Auf einer Grundfläche von 12 x 24 Noppen erhebt sich majestätisch die jahrhundertealte Kapelle, bereit, jedes Jahr zu Weihnachten den Familien einen Ort zur Weihnachtsandacht zu bieten, aber auch festliche Gesangs- und Schauspieldarbietungen der Kinder sind immer gern gesehen. Letztere könnten in der (leider noch nicht existierenden) Schule weihnachtliche Theaterstücke einstudieren und hier ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.


Bei Tag und Nacht zeigt die Turmuhr die Uhrzeit an und vermittelt den Dorfbewohnern so ein Gefühl der Ruhe, denn auch von Last-Minute-Einkaufsstress ist in dem besinnlichen Dorf nichts zu spüren. Kein Kaufhaus mit seinem hektischen Trubel stört das Flair dieses halb unter Schnee verhüllten, einsam zwischen hohen Bergen liegenden Dorfes.

Ein Wetterhahn ganz oben auf der Turmspitze zeigt den Kindern, in welche Richtung sie sich drehen müssen, um vom böigen Wind über und über mit Schnee beschenkt zu werden, während ein über der eichenen Tür aufgehängter Adventskranz für die richtige Stimmung sorgt.


Der hintere Teil der Kapelle ist über Scharniersteine (3830 / 3831) als halbes Achteck gestaltet, wobei sich durch das ebenfalls geneigte Dach eine schöne Rundung ergibt.

Der Innenraum

Öffnet man die Eichentür (oder schaut von der offenen Seite hinein), fällt der Blick auf je vier Reihen zwei beziehungsweise vier Noppen breiter Holzbänke, die die Besucher zum Sitzen einladen. Einem mutigen Rittersmann wurde hier ein in Stein gemeißeltes Denkmal gesetzt, er wacht nun über die Sicherheit der Kapelle.

Hinter den Gitterfenstern befinden sich bunte, transparente 1 x 1-Platten, die von außen betrachtet die Illusion alten Butzenglases ergeben.

Der erhöhte, über ein Treppchen zugängliche Altar wird geschmückt durch zwei Kerzen auf hohen Ständern, während im Hintergrund ein Holzkreuz den Segen des Himmels herbeiruft. Davor steht ein kleines Pult, auf dem ein Zettel mit mysteriösen Schriftzeichen (3068bp40) liegt, die nur der Priester zu deuten imstande ist. Alles ist bereit für die weihnachtliche Andacht.

Beim Glockenturm habe ich einige Teile ausgeblendet, um den Blick ins Innere zu ermöglichen.

Im steinernen Turm über dem an knarrendem Holzgebälk befestigten Dach hängt eine Glocke, die mit ihrem melodischen Läuten zu jeder Viertelstunde die Uhrzeit angibt, sodass Kinder auf dem Nachhauseweg von der Schule spaßeshalber überprüfen können, ob die Turmuhr auch richtig geht. Auch Exkursionen im Rahmen des Musikunterrichtes sind möglich, um die Töne des Glockenspiels zu erraten. Eis-B-A-C-H.

Die Minifiguren

Die ganze Familie hat sich in der Kapelle versammelt, um den Worten des Priesters zu lauschen. Wie an ihren glücklichen Mienen unschwer zu erkennen ist, macht sie der Besuch froh und erhaben über alle Nichtigkeiten dieser Welt. In den Händen halten sie vier dick gebundene Bücher, deren erste Seite mit den berühmten Worten „Once upon a time…“ beginnt. Einst vor langer Zeit… erschuf Ole Kirk Christiansen den LEGO-Stein, der seither Jahr für Jahr unzählige Kinder erfreut hat. So möge auch unter eurem Weihnachtsbaum viel LEGO liegen!

Eure Meinung!

Wie gefällt euch die Kapelle? Wünscht ihr euch ebenfalls eine für euer Weihnachtsdorf, oder findet ihr, es braucht keine solche? Habt ihr vielleicht auch schon eine gebaut? Erzählt es uns in den Kommentaren!

+9

Simon Brandt

Seit frühester Kindheit begeisterter LEGO-Fan und sammelt vor allem City und Creator.

5 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Lego schadet sich mit der Tatsache, dass in Bezug auf religiöse Gebäude ein selbst auferlegtes Entwicklungs-Embargo besteht in mehrfacher Hinsicht. Niemand wäre gezwungen sich ein derartiges Gebäude zuzulegen. Auch gibt es genügend Menschen die derartige Bauwerke aus architektonischen oder historischen Gründen kaufen würden. Durch den Kauf bzw. Bau einer Kirche mache ich mir ja noch nicht die Glaubensgrundsätze einer Religionsgemeinschaft zu eigen. Außerdem erscheint mir das Ausschließen religiöser Bauwerke in der heutigen Zeit fast schon mittelalterlich, wo die Kirche sich damals auch sehr schwer getan hat wissenschaftliche Realitäten anzuerkennen. Ja, die Erde ist keine Scheibe. Außerdem wird durch das quasi Negieren religiöser Gebäude eine Welt abgebildet, der etwas real vorhandenes, substantielles fehlt. Man könnte von einer falschen Wirklichkeit sprechen. Außerdem hat Lego in den Legoland Parks in Günzburg und Billund auch kein Problem damit Kirchen zu bauen und in die Szenarien vor Ort zu integrieren. Aber, die Hoffnung stirbt zuletzt.

    +1
  2. Ich weiß nicht ob die Kommentatoren zu jung sind um das Debakel mit Star Wars „Jabbas Palast“ im Gedächtnis zu haben? Da ging es nicht mal um eine explizit genannte Moschee, es ging eigentlich nicht mal annähernd um eine Moschee, und trotzdem haben einige geistig minderbemittelte Moslems zum „heiligen Krieg“ gegen Lego aufgerufen, so daß sich Lego gezwungen sah, das Set vom Markt zu nehmen um Selbstmord Attentate gegen Kunden und Mitarbeiter zu verhindern. Also wird Lego in Zukunft die Finger von sakralen Themen lassen.

    +1
    • Nein, der Kommentator 🙂 ist nicht zu jung.
      Ich zitiere im Folgenden in Auszügen einen Spiegelbericht vom 24.01.2013: „Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich erkennt aber etwas anderes in dem Bausatz: Eine waffenstrotzende Moschee mit Minarett, daneben brutale Figuren. Es handele sich bei dem Spielzeug um eine Mischung aus „Sakralbau und Bunkeranlage“
      „Der Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, Birol Kilic, glaubt aber, dass etwas ganz als Vorbild gedient haben könnte: Das Gebäude sehe aus wie „ein Eins-zu-eins-Abklatsch der Hagia Sophia in Istanbul oder der Moschee Jami al-Kabir in Beirut und eines Minaretts.“ Es stelle einen Sakralbau dar, also entweder eine Moschee, einen Tempel, vielleicht auch eine Kirche. In Verbindung mit den Spielfiguren und ihren Waffen könnte bei Kindern der Eindruck entstehen, Religion, insbesondere der Islam, sei mit Gewalt gleichzusetzen. Deshalb sei der Bausatz „pädagogischer Sprengstoff.“ Die Verbindung zwischen Waffen und etwas, das wirke wie ein religiöser Bau, sei immer problematisch, insbesondere wenn Kinder damit in Kontakt kämen.“
      Die Türkische Kulturgemeinde sieht außerdem schon in der Figur des „Jabba der Hutte“ eine ziemliche Beleidigung. Er sei ein Terrorist, der gerne Wasserpfeife rauche und es sei offensichtlich, „dass für die Figur des hässlichen Bösewichts Jabba und die ganze Szenerie rassistische Vorurteile und gemeine Unterstellungen gegenüber den Orientalen und Asiaten als hinterlistige und kriminelle Persönlichkeiten benutzt wurden.“

      Wie also unschwer zu erkennen ist ging es damals eben nicht um ein kirchliches Gebäude, sondern um ein „Moscheeähnliches Bauwerk“, das in Zusammenhang mit oben erwähnten negativen Zuschreibungen hätte gebracht werden können.

      Eine „unschuldige“ Dorfkirche aber auch ein mittelalterlicher Dom würden sicher nicht Gefahr laufen derartige Missverständnisse zu erzeugen. Lego müsste sich in dieser Hinsicht also keine Sorgen machen. Jedes kleine Dorf hat nicht unbedingt eine Feuerwehr, Polizeiwache oder Schule. Aber eine Kirche findet sich zumindest in Europa fast immer.
      Also Ihr Legomacher: Traut Euch! Mut zur Kirche, Moschee. Tempel oder Synagoge!

      +3
  3. @michael, natürlich wird eine Kapelle oder Kirche nicht diese Reaktionen hervorrufen, da es sich beim Christentum der Neuzeit um eine relativ tolerante Religion handelt. Auch buddhistische, hinduistische oder chinesische Tempel stellen bestimmt keine „Gefahr“ dar, bei islamischen Moscheen sieht das, meines Erachtens, etwas anders aus! Es gibt zuviele radikale Gruppierungen die zu intolerant und aggressiv sind. Auch bei jüdischen belangen ist immer Vorsicht geboten, da der „Zentralrat der Juden“ gerne alles was das Judentum negativ sehen/darstellen könnte persönlich (Stichwort : Antisemitismus) nimmt und sich für den ‚Richter über die Meinung der Welt“ hält!

    +2

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