LEGO Art 31209 The Amazing Spider-Man im Review

LEGO Art 31209 The Amazing Spider-Man

LEGO Art 31209 The Amazing Spider-Man in farbiger Pracht | © Susanne Krauß

Vor Weiß oder Dunkelblau ist der neue LEGO Art 31209 Spider-Man ein Hingucker für jede Wand. Doch: Wie sieht es mit dem Bauvergnügen aus?

Vor einem dynamisch blubbernden Hintergrund aus konzentrischen Kreisen in nach außen dunkler werdenden Grüntönen schnellt sich der von seinem Netz offenbar nur unzureichend gehaltene Spider-Man in voller Montur aus einem Comic-Panel hinaus. Seine sich am Rahmen haltenden und diesen sprengenden Hände erzeugen ebenso Dynamik wie die gewählte extreme Perspektive, die Schatten und Falten repräsentierenden schwarzen Linien und Flächen sowie die dreidimensionale Darstellung. Das klassische in Rot und Blau gehaltene Kostüm Peter Parkers und das Gelb des Feldes mit dem Titel „the AMAZING SPIDER-MAN“ in der rechten unteren Ecke runden die Farbigkeit im klassischen Superhelden-Stil ab.

Daten und Fakten

» Thema: LEGO Art
» Steine: 2099
» Preis: 199,99 Euro (9,5 Cent pro Stein)
» Minifiguren: Keine
» Designer: Nico Vás
» Soundtrack: Ja (während der Arbeit am Review noch nicht freigeschaltet)
» Maße: 66 Studs plus überstehende Finger hoch, 50 Studs plus überstehende Finger breit, ungefähr 10 cm tief (der Kopf ist auf zwei Kugelgelenken gelagert und kann in der Neigung verändert werden)
» Release: 01.08.2023
» Verfügbarkeit: LEGO und freier Handel
» Link zur Bauanleitung auf der Webpräsenz von LEGO
» Link zun LEGO Online-Shop 🛒

Vorgeschichte

Als der Chefredakteur mir ein LEGO Art Set als Rezensionsexemplar avisierte, hoffte ich ja auf eine Skulptur von Niki de Saint Phalle, ein Gemälde von Alma Thomas, ein Aquarell von Lyonel Feininger oder ein Stillleben von Pieter Claesz. und bekam The Amazing Spider-Man. Lieber Leser, liebe Leserin, Du fragst Dich sicher, warum eine solche Bemerkung Teil der Rezension ist. Ich halte es für wichtig, die Karten auf den Tisch zu legen und meine persönliche Geschichte mit Spider-Man zu offenbaren.

Der Erstkontakt muss so um 1977/78, mitten in meinem ersten LEGO Zeitalter, stattgefunden haben, der ältere Bruder einer Freundin hatte eine Schwäche für den nerdigen Teenager/Superhelden, wir beide lasen seine Comichefte andächtig mit. Nach einer langen Pause sah ich dann 2002 und 2004 die ersten beiden Filme mit Tobey Maguire und Kirsten Dunst, ließ den dritten dann aber schon aus. 2016 besuchte ich eine Spiderman/Die Spinne-Ausstellung im äußerst empfehlenswerten Cöln Comic Haus, schließlich sah ich mich vor zwei Jahren, während ich meinen Daily Bugle erst baute und dann umbaute, noch etwas in Sachen Spider-Man um.

Bei Comics präferiere ich privat ältere frankobelgische Exemplare. Aus diesem Jahrtausend gehören Chris Wares „Building Stories“, „Persepolis“ von Marjam Satrapi, „Aya of Yop City“ von Marguerite Abouet und Clément Oubrerie sowie „Beta“ von Jens Harder zu meinen Favoriten. Kurzer Sinn der langen Rede: Ich bin keine Expertin! Da sich das LEGO Set laut Anleitung auf die frühen Spider-Man-Comics unter Ägide von Stan Lee und Steve Ditko bezieht, ohne ein ganz konkretes Heft in den Mittelpunkt zu rücken, denke ich gleichwohl, dass ich das schon hinkriegen werde.

Verpackung und Inhalt

Bei diesem stattlichen Karton macht der texturierte aber im Wesentlichen schwarze Hintergrund absolut Sinn, lenkt er doch den Blick direkt auf die Farbexplosion der Abbildung des gebauten Sets. Die Rückseite liefert ein erstes Lifestyle-Foto, illustriert die Beweglichkeit des Kopfes von Spidey, gibt einen Einblick in den Bauprozess, weist auf einen Soundtrack hin und verrät die Maße in zusammengebautem Zustand (54 mal 41 cm).


Wenn alles ausgeschüttet vor einem liegt, wird unmittelbar deutlich, dass dieses LEGO Art-Set nicht wie beispielsweise die 31203-Weltkarte auf mit Pins verbundenen 16×16 Technic-Bricks (65803) basiert, sondern auf klassischen 16×16 Plates in Bright Green/Green. Auch die sofort ins Auge fallende schiere Menge von klassischen zwei Studs breiten-Bricks in den Farben Weiß, Gelb, Rot, Blau und Schwarz für den Rahmen, die Stabilität und den Unterbau ist eine große Reminiszenz an LEGO in den 1960er und 1970er Jahren sowie natürlich an die Superheldencomics jener Zeit.

Anleitung

Die durch einen eigenen Pappumschlag wirkungsvoll vor Knicken geschützte Anleitung ist aufwendig gestaltet und liefert vielfältige Hintergrundinformationen zu verschiedenen Bereichen von den „Ben Day-Dots“ als Drucktechnik für Pulps über Cover von frühen Spider-Man-Heften als Inspiration für das durch das Set dargestellte Panel bis zu für alle LEGO Fans sehr nützlichen Hinweisen für die Konstruktion von Dreiecken in LEGO auf Basis des Satzes des Pythagoras.

Der graue Hintergrund, vor dem die fünfzehn Bauabschnitte Stein für Stein übersichtlich dargestellt werden, ist für dieses Set sehr klug gewählt, da fast kein Grau verbaut wird. Um größtmögliche Klarheit sicherzustellen, wechseln die klassische schräg auf die gezeichneten Steine herabblickende und eine senkrecht von oben blickende Perspektive einander ab. Letztere dominiert insbesondere die Applikation von Plates und Fliesen, die flächig anzuordnen sind. Ein Stickerbogen existiert nicht, sowohl die Netz-Details auf den Fliesen im Gesicht von Spider-Man wie das gelbe Schild unten rechts sind bedruckt.


Aufbau

Nachdem mit großen Steinen in klassischen LEGO und Comic-Farben schnell eine stabile Rahmenkonstruktion entstanden ist, geht es ab Bauabschnitt 2 darum, zunächst Abschnitt für Abschnitt auf hellgrünen 16×16-Plates einerseits den Hintergrund mit verschiedenen Rundfliesen in den Tönen Dark Green/Grün (28), Bright Green/Hellgrün (37), Lime (119) und Spring Yellowish Green (326) zu gestalten, während andererseits das Fundament für die Tiefe der Figur über Bricks und Plates gelegt wird.


Die sich später zum weißen Netz zusammenfügenden Elemente sind häufiger auf interessante Weise gehalten bzw. verankert, sehr clever werden beispielsweise die noch recht neuen halbkreisförmigen Jumper im Format 1×2 (1745) oder sogar Zwischenräume zwischen vier 2×2-Rundfliesen genutzt, um optisch abwechslungsreiche Effekte bei ungewöhnlichen Ankerpunkten außerhalb des klassischen Stud-Rasters zu erreichen. Viele nicht horizontal oder vertikal rechtwinklig verbauten Elementgruppen passen nachgerade wie von Zauberhand genau, hervorgehoben seien an dieser Stelle der an zwei Greifern hängende „Brustkorb“ und die auf zwei Turntables angebrachten Schultern des Helden sowie die präzise platzierten Halterungen für den geneigten Kopf. Bei letzterem ist übrigens die Konstruktion der Stirn besonders aufwendig.


Die Sedimente des Hosenbodens, des Rückens mit Spinnenemblem etc. machen für die Farbwechsel tollen Gebrauch von den inzwischen sehr vielfältig verfügbaren Wedge-Plates und Wedge-Bricks. Dunkel gehaltene “Falten” im Übergang zwischen Rumpf und Beinen hätten in meinen Augen davon profitiert, wenn sie nicht auf das Blau gesteckt worden wären, sondern unter dem Blau herausschauten, das wäre aber zweifelsohne mit mehr Materialaufwand verbunden gewesen und hätte nicht zu so feinen Linien geführt. Insgesamt besitzt das fertig gebaute Panel aus einer gewissen Entfernung durch die Wucht der Farben, die Dynamik der Figur, die Dreidimensionalität und die Ausmaße eine eindrucksvolle Präsenz im Raum. Aus der Nähe können die Spalten zwischen Kopf und Körper, das flache statt abgerundete Haupt sowie die extreme Perspektive allerdings schon irritieren.

Mir sind keine ganz neuen Steine im Set aufgefallen, zumindest drei Exemplare sind aber dieses Jahr erschienen und seien an dieser Stelle erwähnt, nur für den Fall, dass diese von der einen oder dem anderen bislang nicht bemerkt worden sind: a) eine an den Enden abgerundete 1×3-Plate mit Löchern in den Studs (77850) in Schwarz; b) eine 2×2-Fliese mit an gegenüberliegenden Ecken ausgesparten ¼-Rundfliesen in Schwarz (3396); c) ein nicht aus Schnur, sondern aus Plastik bestehendes flexibles Band mit Verdickungen, die beispielsweise von einer Minifigurenhand gegriffen werden könnten, das an beiden Enden Schlaufen hat, die über eine Bar gezogen werden können, in Weiß (2630).

Nachbarn im LEGOversum

In einigen größeren LEGO Stores – beispielsweise in Düsseldorf – wie bei AFOLs daheim – etwa bei André – hängen seit geraumer Zeit ebenso anspruchsvolle wie großformatige LEGO Mosaike an den Wänden. Als Set gab es Anfang der 2000er Jahre beispielsweise kurzzeitig bereits die Option, Johnny Thunder in Mosaikform (k34433) zu besitzen. Der Mosaik-Designer 40179 böte schon seit 2016 allen Interessierten die Möglichkeit, ein Selbstportrait zu bauen. 2020 startete dann LEGO Art, u.a. mit einer Interpretation von Andy Warhols Marilyn Monroe mit gedruckter Unterschrift auf Fliese (!), die ich mir zulegen musste, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier. Teil meiner Faszination war und ist die Überzeugung, dass der Pop Art-Künstler diese Option der Vervielfältigung seines Werks interessant gefunden hätte. Aus kleinen Rundfliesen entsteht eine zweidimensionale Variante der Diva mit schwarzem Rahmen und Aufhängern.

Andere Mosaike setzen mit kleinen runden Plates auf einen körnigeren Look. Tiefe in den LEGO Wandschmuck brachten im selben Jahr die von den MOCs von Chris McVeigh inspirierten Brick Sketches. Die auf der Idee von Truman Cheng/Legotruman basierende großartige Version von Vincent van Goghs Sternennacht bei LEGO Ideas (21333) im vergangenen Jahr trieb diese Räumlichkeit in eindrucksvoller Weise auf die Spitze. Das hier besprochene Set ist meiner Diagnose nach von all diesen Vorgängern und Baukonzepten inspiriert.

Präsentation

Wahrscheinlich haben wir alle mit dem Phänomen zu kämpfen, dass die Gier nach mehr LEGO recht schnell eine auf ästhetische Wirkung des einzelnen Sets abzielende Präsentation verunmöglicht. Für ein Foto habe ich mich immerhin mal bei uns im Flur versucht. De facto sieht es wahrscheinlich bei Euch aus wie bei mir in der LEGO Höhle, in der auch freie Wände inzwischen nur noch so limitiert vorhanden sind, dass Neuzugänge froh über ein Plätzchen zum Anlehnen hinter der Tür sein müssen.

Mein Fazit

Das Set zieht nicht nur alle Blicke unmittelbar auf sich, es ist meines Erachtens zudem aus drei Gründen interessant zu bauen:
1. Der Hintergund liefert viele Inspirationen für die abwechslungsreiche Gestaltung von Flächen mit LEGO.
2. Das Spinnennetz eröffnet ein neues Level nicht-rechteckigen Grieblings, das für alle Cyber Punk-Baumeister und Baumeisterinnen interessant wäre.
3. Die Anbringung von Brust, Schultern, Armen, Händen und Kopf kann durch viele Anregungen zu schräg angebrachten Baugruppen den Weg zu einer natürlicheren Look von Layouts jeder Größe ebnen – schließlich basieren nicht alle Städte auf Quadraten und Rechtecken, sondern eher wenige (Mannheim, Lissabon, New York).


Der Preis von 199,99 Euro lässt mich zugegebenermaßen schlucken, wobei ich einräumen muss, dass die Relation angesichts von 119,99 Euro UVP für ein Exemplar von Warhols Monroe vor ziemlich genau drei Jahren durchaus stimmig erscheint; schließlich enthält Spider Man viele interessante Basissteine, Plates, Wedge-Bricks und Wedge-Plates. Wahrscheinlich handelt es sich meinerseits eher um so ein Gefühl, dass gut hundert Euro eher mal für eine Spielerei auf den Kopf gehauen werden können, als 200. Da ich das Set schon jenseits von LEGO im Handel angekündigt gesehen habe, wird es aber Rabatte geben, die es wohl zu einem meines Erachtens angemessenen Preis erwerbbar machen werden.
Allen Superhelden-Fans im allgemeinen und Fans von Peter Parker im besonderen ist der neue Wandschmuck uneingeschränkt zu empfehlen. Aber hätte ich mir das Set selbst gekauft? Wahrscheinlich nicht. Es erreicht mich irgendwie nicht auf einer emotionalen Ebene – wohl, weil ich keinen ganz direkten Bezug zu den Comics habe. Ein anderer Grund könnte das Gefühl sein, dass es bei uns irgendwie nirgendwo so recht dauerhaft hinpasste bzw. dass andere Exemplare eine höhere Anschaffungspriorität bekämen. Ich bin zugleich wirklich froh, dass ich es bauen und besprechen durfte – ein tolles Set, aber nicht unbedingt für mich persönlich.

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Deine Meinung!

Wie gefällt Dir der Wandschmuck aus LEGO? Bist Du ein großer Spider-Man-Fan? Wie viele der Comics und Serien und Filme inklusive der zahlreichen Gastauftritte von Spidey in anderen Marvel-Linien hast Du rezipiert? Erwägst Du einen Kauf? Welches LEGO Art Set würdest Du Dir für die Zukunft wünschen? Ich freue mich auf Austausch in den Kommentaren!

Susanne Krauß

Afoline, die sich für viele verschiedene LEGO Themen begeistern kann.

14 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Schön, von dir endlich auch mal wieder was zu lesen 🙂 Vielen Dank für die Vorstellung, die mich darin bestärkt hat, dass Spiderman eine wunderbare Ergänzung für meinen Treppenabgang ist (Ich hätte ja nicht gedacht, dass die Treppenhauswände so schnell so bzw. zu klein werden… ).
    Aber wie schon im Ankündigungsartikel kommentiert, hoffe ich noch auf geschickte Verhandlungen mit der Chefin ob der Nutzung der übrigen Flurwände im Haus 🙂

    Dennoch warte ich auf die von dir angesprochenen Rabatte. So eilig ist es nicht, zumal sich hier noch ein riesiger Haufen unaufgebauter Sets türmen, die alle auf ihr neues Zuhause warten (muss nur noch in der Vitrine Ordnung schaffen… Kleinigkeit 🙂 ).

    Schönen Tag dir noch 🙂

    • Lieber André,
      Daumendruck für erfolgreiche Verhandlungen! Spidey würde sich bei Dir im Treppenhaus definitiv sehr gut machen. Dank für Deine freundlichen Worte. Darf ich fragen, wie Du so “Ordnung schaffst”? Zusätzliche Vitrine errichten? Abbauen? Verdichten? Oder verfügst Du über Zauberkräfte und kannst zwei Sets an einem Ort aufbewahren – ich wäre im letztgenannten Fall an einer Anleitung interessiert.
      Ganz viele Grüße von Susanne

      • Ordnung schaffen heißt: ca. 50 bis 100 Sets akribisch aussortieren, rückwärts Bauen für garantierte Vollständigkeitsprüfung und in Bauabschnittstütchen verpacken. Dann ab auf den Dachboden damit. Vitrine ästhetisch neu bestücken mit definierten Themenwelten / Sets.

        Ob das funktioniert, wie ich mir das vorstelle, weiß ich noch nicht. Alleine mit dem, was hier wie gesagt an unaufgebauten Sets rumsteht, ist der Glaskasten gleich wieder voll 🙂

        • @André: Rückwärts Bauen und auf Vollständigkeit prüfen…allein dieser Textabschnitt führt auf dieser Seite des Internets am Frühstückstisch zu andächtigem Schweigen und ehrfürchtiger Bewunderung…! Ich habe das für drei Sets gemacht – ohne Bauabschnittstütchen nur nach Farben geordnet – der Enkel, der das wieder Aufbauen und bei hochgradiger Freude behalten darf, befindet sich schon im Ferienkindmodus auf der Autobahn.
          Wow! 50 bis 100 Sets…
          Hochachtungsvoll! Eine Bewunderin :-)))

        • Oha, das klingt nach vielen Wochen voller Abbauspaß (-; Ich wäre nach einem Abbau gefährdet, zur Belohnung erstmal mindestens einen Aufbau zu unternehmen … Faszinierend, dass Du die Sets regelhaft sortenrein aufhebst, bei mir wandern abgebaute Exemplare in die Steinesammlung, bislang zwei Ausnahmen: Silent Mary, Joker Manor; sobald ich Bruchtal haben und bauen werde, wird sich das Microscale Hogwarts als Dritter im Bunde dazugesellen. Euer Dachboden muss groß sein ((((-: Dank für Deine Antwort!

  2. Hallo Susanne

    könntest Du bitte noch was zur Aufhängung sagen?

    • Sehr guter Hinweis, vielen Dank, Schmiddy04! Die Aufhäng-Optionen hatte ich total vergessen – Entschuldigung! Du kannst Spider-Man an zwei Technic-Aufhängern (67139) an einer Wand befestigen. Die funktionieren meiner Erfahrung nach gut.

  3. Nun ja, so ein Fall von „Muss ich das gut finden?“, bei dem für mich immer ein Nein rauskommt. Im Gegensatz zu den anderen Bügelperlen-Bildern (gemeinhin als Mosaik tituliert) hat hier zwar erkennbar eine kreativ-gestalterische Auseinandersetzung mit der Interpretation der Bewegung und der Umsetzung stattgefunden, aber wirklich schön isses trotzdem nicht. Und klar, für den Preis kriegt man sogar mehr als einen Kunstdruck mit Hintergrundbeleuchtung auf Blech bei einem namhaften Hersteller.

    • Hallo Mylenium,
      die Baustrategien sind wirklich super, ich empfehle Dir auf jeden Fall einen Blick in die Anleitung. Schönheit liegt halt im Auge des Betrachters bzw. der Betrachterin – oder in der Wertung der Gruppen in denen er oder sie sich so bewegt. Das ist ja das Großartige an der aktuellen Vielfalt an Sets, es gibt immer welche, die gefallen. Bei mir sind es regelmäßig mehr, als ich kaufen möchte/kann. Hab weiterhin einen schönen Abend!
      Susanne

  4. Zuerst fand ich das Teil ja mal gar nicht soo schlecht, aber jetzt mit besseren Bildern und zu einer UVP von guten 200 Euro…nein danke!
    Da kaufe ich mir lieber Spider-Man 2 für PS5 im Oktober oder den UCS Batwing für die Wand, selbst den bekommt man neu noch günstiger. Aber wie Susanne schon so schön geschrieben hatte, Schönheit liegt im Auge des Betrachters 😉

  5. Liebe Susanne, was haben wir gewartet – auf eine dieser sprachlich so wunderbar formulierten und unglaublich tiefgründigen Rezensionen von Dir. Vielen Dank dafür, allein schon das Lesen war ein Vergnügen. So vielfältige Hintergrundinformationen – der Chefredakteur hatte eine sehr gute Idee Dich zu beauftragen, schon allein weil ich glaube, dass einige der betuchteren Lego KäuferInnen eine ebenso lückenhafte Beziehung zu SpiderMan haben – ich auch – 2 Filme. Am ehesten ist mir noch diese Tante in Erinnerung.
    Das Set gefiel mir schon beim Auftauchen der ersten Bilder sehr. Jetzt immer noch – die 3 Dimensionalität und die Farben find ich gut. Dass keine schwarzen Platten verbaut sind ist super. Bis jetzt habe ich von den Art Sets nur das riesige Potter-Wappen „gebaut“, das war mehr so wie Stricken. Die anderen Kunstprojekte aus Lego sind nicht so mein Geschmack, da würde ich doch die Originale (van Gogh 😂😂😂) oder einen sehr guten Druck bevorzugen.
    Aber dieses hier reizt mich, noch dazu sind interessante Bautechniken zu erwarten.
    Meinem Neffen, mittlerweile über 20 und seit er 5 ist ein großer Peter Parker Fan, habe ich die Rezension geschickt – die Antwort: das ist genau meins.
    Ich denke, dass ich bei einem guten Angebot schwach werden könnte, jedenfalls ist es eine Geschenkidee für besagten Neffen.
    Liebe Susanne, vielen Dank für diesen tollen Beitrag – vielen Dank für die tollen Fotos – Lifestyle-Fotos!!! Ich denke gerade, dass ich noch dringend Staubwischen muss.

    • Vielen Dank, liebe Walli! Dein Neffe wird ganz sicher viiieeeel Spaß mit seinem Peter haben. Er hat Glück mit seiner großzügigen Tante! Ganz viele Grüße!

  6. Gutes Review – Danke! 🙂
    Ich könnte mir nach einem substanziellen Rabatt durchaus einen Kauf vorstellen. Allerdings würde ich wohl versuchen, den Kopf anders zu befestigen, um den Abstand zum Rest des “Bildes” zu verringern – das scheint von der Seite schauend etwas “merkwürdig” auszusehen (siehe letztes Foto). Schaun mer mal…

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