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LEGO Drachenbootrennen 80103 im Review

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LEGO Drachenbootrennen 80103 | © André Micko

Das zunächst China exklusive Set LEGO Drachenbootrennen 80103 ist nun auch hierzulande erhältlich: Grund genug, es im Review vorzustellen.

Aller guten Dinge sind drei… dachte sich wohl auch LEGO als sie entschieden, drei Festival-Sets zum im Februar begonnenen Jahr des Schweines – nach dem traditionellen chinesischen Kalender – zu veröffentlichen. Bereits Anfang des Jahres, jetzt wieder nach dem westlichen Kalender, wurden zu diesem Anlass die Sets Chinese New Year’s Eve Dinner 80101 und Dragon Dance 80102 exklusiv für den asiatischen Markt heraus gebracht. Rechtzeitig zum Drachenbootfest erschien Anfang Mai in Asien nun das dritte Set: Drachenbootrennen 80103.

Im Unterschied zu den erstgenannten Bausätzen hatte LEGO aber ein Einsehen mit den weltweiten Fans, so dass das „Dragon Boat Race“-Set auch außerhalb Asiens erhältlich sein wird. Hierzulande zur UVP von 49,99 gekauft werden. Da derzeit ein lieber Freund aus Korea in Deutschland zu Besuch ist, habe ich die Gelegenheit genutzt, und mir das Set mitbringen lassen. In Korea liegt die UVP bei 79.400 Won, was umgerechnet knapp 60 Euro entspricht.

Umfang, Hintergründe und Zusammenbau

Das Set LEGO Drachenbootrennen 80103 besteht aus 643 Teilen und einem Elementetrenner. Bevor ich das Set nun genauer vorstelle, in Kürze ein paar Hintergrundinformationen. Bei Drachenbooten handelt es sich im Prinzip um große Kanus, welche mittels Paddeln von Ruderern angetrieben werden. Diese sitzen paarweise nebeneinander. Im Heck steht der Steuermann, der das Boot mit einem langen Paddel auf Kurs hält. Der Trommler gibt den Takt vor.


Charakteristisch ist der verzierte Drachenkopf vorne sowie der Drachenschwanz hinten, die natürlich auch namensgebend sind. Die Ursprünge liegen in China. Auch heute noch ist das Drachenbootfest dort ein wichtiges Fest, bei dem jährlich mit den Drachenbooten Rennen gefahren werden. Dieses Jahr findet es am 7. Juni statt, dem „fünften Tag des fünften Monats im chinesischen Kalender“. Traditionell wird bei dem Fest „Zongzi“ gegessen: klebriger Reis, eingewickelt und verschnürt in einem Blatt, welches dann eine Dreieck- oder Tetraederform aufweist. Hinsichtlich Form als auch Zutaten gibt es unzählige Varianten. Darüber hinaus sind Drachenbootrennen mittlerweile eine weltweit beliebte Attraktion, und werden in vielen Ländern durchgeführt.

Damit genug der Theorie, und zurück zum Set. Das Drachenbootrennen kommt in der für die Festival-Sets typischen Aufmachung daher, einschließlich des Logos in der Ecke, welches es als „Chinese Festival Special Edition“ kennzeichnet.

Im Inneren sind die Teile auf fünf nummerierte Tütchen beziehungsweise Bauabschnitte verteilt. Diese werden gewohnt detailliert in der 115-seitigen Anleitung beschrieben. Darüber hinaus gibt es einen Stickerbogen mit 24 Aufklebern, welcher bei mir allerdings ziemlich ramponiert zum Vorschein kam. Da die Anleitung nicht in Folie verschweißt ist und der Stickerbogen lose in der Verpackung liegt, haben ihm die Teiletütchen wohl entsprechend zugesetzt. Die geknickten Stellen sind nach dem Ankleben nicht mehr zu sehen, allerdings hat die Klebekraft an einigen Stellen nachgelassen, was natürlich ärgerlich ist.

Nach überschaubarer Bauzeit stehen dann zwei Drachenboote, 15 Minifiguren, ein Anleger mit Imbissstand, Zuschauerbereich und Richtertribüne, sowie zwei Bojen mit Flagge für die Markierung des Zieleinlaufs vor einem. Die Drachenboote sind ausgelegt für einen Steuermann, drei Ruderer sowie einen Trommler. Dies ist nicht ganz authentisch, da eigentlich paarweise nebeneinander gerudert wird. Vermutlich wollte man hier eine gewisse Größe der Boote nicht überschreiten.

Der Aufbau ist einfach und nicht sehr komplex. Interessant sind die Drachenköpfe. Wie immer ist es faszinierend, wenn Elemente einen Platz finden, der fern ihrer eigentlichen Nutzung liegt, so zum Beispiel ein Telefonhörer als Nase des einen Drachen, oder das Croissant im Gesicht des anderen. Beiden gemeinsam sind die Minifigur-Flossen im Ohrenbereich.


Die Boote sind auf der Unterseite noch mit kleinen Rädern (beziehungsweise Felgen) versehen, mittels derer sie über den Tisch geschoben werden können. Beim Aufbau war ich hier etwas skeptisch, ob die Räderchen nicht die Ästhetik negativ beeinträchtigen ohne dabei zwingend notwendig zu sein. Allerdings fallen sie nicht auf, und die Boote lassen sich damit tatsächlich sehr angenehm bewegen.

Am Anleger befindet sich der kleine Imbissstand. Ein älterer Herr verkauft und bereitet – natürlich – „Zongzi“ zu. Diese werden durch einen kleinen Dachstein dargestellt, und sind die einzig bedruckten Elemente. Das satte grün sind die rohen Zongzi, die tan-farbenen die abgekochten. Daneben hängen noch ein paar Blätter, aus denen mit Reis aus dem Reiseimer weitere hergestellt werden können.

An den Imbisstand schließt sich der Zuschauerbereich an, der jedoch außer einem kleinen Geländer und angedeutetem Wasser nicht mit weiteren Details glänzt.

Die Schiedsrichtertribüne steht auf Stelzen und ist über eine Treppe erreichbar. Der Bereich darunter mit Frosch und Seerosenblättern erinnert an den Ninjago City Hafen 70657, hier ist natürlich alles etwas kleiner. Neben Drachenflaggen am Geländer steht ein goldener Siegerpokal auf einem kleinen Podest.

Als Zierelement auf der angedeuteten Dachreling kommen… Würstchen zum Einsatz! Und wieder einmal habe ich mich gefragt, ob die Designer dieses Elements bereits eine Ahnung hatten, dass die Würstchen nicht nur auf Tellern landen, sondern als Augenbrauen der Freiheitsstatue beim Set Willkommen in Apokalypstadt! 70840 oder eben wie hier als Zierelement zum Einsatz kommen werden.

Video Review

Fazit: Drachenbootrennen 80103

Auf den ersten Blick wirkt das Drachenbootrennen nett, aber nicht überragend. Zwei einfach umgesetzte Boote, mit einem nicht wesentlich komplexeren Anleger. Beschäftigt man sich allerdings ein wenig mit den Hintergründen, entdeckt man viele liebevolle Details, angefangen vom Design der Minifiguren, bis hin zu ungekochten und gekochten Zongzi. Das macht das Set – sowie auch schon die beiden Vorgänger – weitaus interessanter als es die Größe und Teileanzahl erahnen lassen, und es wandelt sich zu einem kleinen Botschafter der chinesischen Kultur. Das Drachenbootrennen 80103 bildet in diesem Sinne einen würdigen Abschluss dieser Festival-Trilogie.

Wie gefällt euch das Set LEGO Drachenbootrennen 80103? Seid ihr froh, dass es den exklusiven Bausatz nun auch hierzulande zu kaufen gibt? Äußert euch gerne in den Kommentaren.

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

6 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Vielen Dank für das tolle Review, Andre. Fortan bist du nicht nur unser Technic, sondern auch noch China Set Experte – die Hintergrundinfos sind klasse! 🙂

  2. Nach dem Einkaufen mit einem zweiten Kaffee eine Setbesprechung von André lesen und betrachten – ein perfekter Start ins Wochenende! Die eingestreuten Hintergrundinformationen unterhalten und informieren, die Fotos sind ästhetisch ansprechend. Die Räder unter den Drachenbooten überzeugen mich nicht so, aber ich denke angesichts des Detailfotos, dass ich einen Umbau hinkriegen können sollte. Ja, ich bin froh, dass es den Bausatz auch hier gibt! Ob ich ihn für mich erwerben werde, weiß ich aber noch nicht, einfach zu viele neue Sets sprechen mich persönlich derzeit an. Selbstkontrolle, Legoetat, Platz, … Eine Stimme in meinem Kopf murmelt allerdings: „Irgendwann wirst Du Ninjago City als Chinatown am Wasser erweitern wollen, dort könnte ein Drachenbootrennen stattfinden“. Ein Exemplar werden wir aber auf jeden Fall verschenken, das passt einfach perfekt.

    • Und mit deinen netten Worten fängt mein Wochenende auch perfekt an 🙂
      Das mit den vielen neuen ansprechenden Sets geht mir gerade genauso, da ist priorisieren notwendig. Nur bei der Landefähre konnte ich nicht warten (gestern Nacht gleich bestellt), und die neuen Architektur Sets werden vermutlich bald folgen… 🙂

  3. Schönes Review, das Set ist allerdings nicht meins. Die vielen Minifiguren und manche Teile sprechen eingentlich für einen guten Gegenwert, aber mich sprechen Sets die aus vielen kleinen Einzelbauten bestehen, einfach nicht an. Schade, dass das für mich schwächste Set das einzige ist, was es hier in die Läden schafft.

  4. Vielen Dank an Andre für das rundum tolle Review! Ich freue mich, dass das Set auch hierzulande erhältlich ist und werde Lego dafür höchstwahrscheinlich mit einem Kauf belohnen.

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