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LEGO Harry Potter 76406 Ungarischer Hornschwanz im Review

LEGO Harry Potter 76406 Ungarischer Hornschwanz

LEGO Harry Potter 76406 Ungarischer Hornschwanz | @ Johann Härke

Dank des Sets LEGO Harry Potter 76406 Ungarischer Hornschwanz ist ein LEGO Drache im Minifiguren Maßstab im Anflug: Feurig?

Im Jahre 2020 brachte LEGO im Zuge der dritten Welle an neuen Harry Potter Sets mit dem Set 75979 Hedwig eine Neuerung in die LEGO-Welt. Mit der Mechanik, die der Schneeeule einen realistischen Flügelschlag ermöglichte, überzeugte LEGO viele Fans – und so folgte im letzten Jahr mit 76394 Fawkes direkt ein weiteres Set mit diesem Prinzip. 75979 Hedwig ist noch immer im Programm – und 76394 Fawkes war im letzten Jahr nur schwer zu bekommen. Die Sets scheinen sich einer stabilen Nachfrage zu erfreuen. Kein Wunder also, dass LEGO in diesem Jahr einen weiteren Bausatz herausbringt, der auf eben diesem Mechanismus basiert. Der 76406 ungarische Hornschwanz ist mit 671 Teilen zu einer UVP von 49,99 Euro am 01.06.2022 Im freien Handel erschienen.

Die Eckdaten

Der Ungarische Hornschwanz in Buch und Film

Was für unwissende Beobachter, unser Chefredakteur gehört unter Umständen auch dazu, wie ein simpler Drache aussieht, können Fans der Harry Potter Romane und Filme mit Sicherheit als den ungarischen Hornschwanz identifizieren. Im vierten Teil der Buch- und Fimreihe, zu Deutsch „Harry Potter und der Feuerkelch“, muss Harry im Rahmen des trimagischen Turniers gegen eine Vertreterin dieser Drachenart antreten. Seine Aufgabe: Er muss der Drachenmutter ein goldenes Ei stehlen …

Das Set im Überblick

Eine heiße Angelegenheit!

Genau diese Szene wird mit diesem Bausatz aufgegriffen. Den drei Kandidaten im Turnier wird über die Wahl ihrer Hilfsmittel freie Hand gelassen – Harry wählt seinen Besen, um dem Drachen das Ei stibitzen zu können. Der Drache speit Feuer, um Harry außer Gefecht zu setzen und setzt ihm nach – Harry dagegen bemüht sich den Attacken standzuhalten und an das begehrte Objekt heranzukommen.

Der Ungarische Hornschwanz im Detail

Anders als Hedwig und Fawkes erscheint der Hornschwanz im Minifigurenmaßstab. Dennoch steht er beiden in Sachen Detailgrad kaum nach. Die Flügel sind hier zum großen Teil nicht aus Steinen gebaut sondern bestehen aus einem Stoffmaterial.

Stoffflügel

Dies ist dem Maßstab geschuldet und macht sich in der Obtik aber sehr gut. Beine, Schwanz und Körper sind mit Steinen sehr filigran dargestellt. Zahlreiche Stacheln spicken hier den Körper.

Den möchte man lieber nicht im Gesicht haben

Pieksig

Zugriff!

Auch der Kopf gefällt mir grundsätzlich gut – statt auf ein Formteil wird auch dieser aus Einzesteinen zusammengesetzt. Leider werden die Augen jedoch aufgeklebt – Drucke hätten die hochwertige Optik als Präsentationsobjekt meiner Meinung nach besser umgesetzt.

Kopfpartie

Wie es sich für einen ordentlichen Drachen gehört, kann der Hornschwanz natürlich auch Feuer speien – Eine blau-orangene Stichflamme wird zu diesem Zweck eingesetzt.

Das Set als Präsentationsobjekt

Der Bausatz ist konzipiert, um ausgestellt zu werden – um die angesprochene Szene einzufangen, wird Harry mit seinem Besen auf einem transparenten langen Bar befestigt. So scheint er nur kurz vor dem Drachen zu fliegen.

Am Standfuß ist eine beklebte schwarze 2×4 Plate angebracht – auch hier hätte Druck besser gewirkt. Dahinter ist das goldene Drachenei zu sehen –  es ist in Pearl-Gold gehalten und glänzt aus diesem Grund tatsächlich gülden.

Flügelschlag

Die Funktion des Flügelschalges erinnert stark an die schon angesprochenen Sets – der Mechanismus dürfte mittlerweile recht bekannt sein – über eine Kurbel und mehrere Zahnräder werden die Flügel bewegt. Nicht Kreisförmig, sondern in einem sehr natürlich wirkenden Flügelschlag.

Bei der Technickonstruktion ist LEGO jedoch ein kleiner Konstruktionsfehler unterlaufen – zumindest wirkt es auf mich so. Die Technic Achse ist am Flügel nur drei Noppen lang – und hat damit eine Noppe Spiel nach hinten. Versucht man jetzt den Flügel, etwa bei einer Reparatur, wieder auf die Achse zu setzen, rutscht sie durch. Ich habe sie durch eine vier Noppen lange Achse ersetzt – das sollte den geneigten Baumeister in der Regel ja nicht vor allzu große Probleme stellen.

Ich habe das mal fotografisch dargestellt: Ganz links der Original-Aufbau mit durchgerutschter Achse, mittig die ersetzte Achse und rechts die endgültige Optik mit wieder verbautem Technic-Liftarm.

Bunte Steine

Grundsätzlich: Bunte Steine in Unterkonstruktionen von Bausätzen kann ich teilweise nachvollziehen – zum Beispiel an Stellen, an denen sie helfen, Baufehler zu vermeiden. Kritisch sehe ich sie an Stellen, an denen sie auch im fertigen  Modell zu sehen sind. Besonders dann, wenn die Steine auch in passenden Farben massenhaft vorkommen – so wie es sich beispielsweise mit dem Technic Bush 1/2 Smooth verhält, der seit Jahren etwa 50/50 in gelb und grau vorkommt. Warum er ausgerechnet in diesem Display-Set in gelb beiliegen muss, erschließt sich mir leider nur mühsam.

Die Minifigur

Auch wenn nur eine Figur im Set enthalten ist, lohnt es sich, ihr einen ganzen Abschnitt zu würdigen – denn die Figur sieht einfach enorm schön aus. Sie überzeugt durch einen exklusiven Torsodruck und bedruckte Arme – so sorgt sie dafür, dass das Set zu einem echten Blickfang wird. Natürlich ist auch ein alternativer Gesichtsausdruck dabei, die Arme sind beide gleich bedruckt.

Neue Steine: Der Besen

Eine kleine Revolution hat sich unbemerkt mit der diesjährigen neuen Harry-Potter Sommerwelle vollzogen: Der alte 4332 Reisigbesen scheint in Zukunft ausgedient zu haben – er ist seit 1982 in insgesamt 86 LEGO Sets erschienen. Als Nachfolger wird auf eine Brick-Build-Lösung gesetzt. Ein neues Teil (90826) stellt die Reisigzweige dar – und wird mit mit der seit Jahrzenten erprobten 3957 Antenne kombiniert. Dies gefällt mir aus gleich mehreren Gründen sehr gut. Durch die Kombination verschiedener Farben wirkt der Besen natürlicher. Zum anderen demonstriert dieses Set sofort die neuen Einsatzmöglichkeiten: Der Besen wird auf den zwölf Noppen langen, transparenten 42445 Bar aufgesteckt: Der Baustein ermöglicht an seiner Unterseite nun ein Aufnoppen oder Aufstecken, außerdem kann der Besen nun eigenständig stehen.

Zum dritten kann das neue Element natürlich kreativ für Mocs verwendet werden: Mir ist gleich ein Palmenstamm als Möglichkeit eingefallen.

Stapeln möglich!

Fazit

Zuerst einmal: Mir gefällt die Serie der „fliegenden“ magischen Wesen aus der Harry Potter Themenwelt sehr gut. Sie stellen meiner Meinung nach jeweils einen schönen Blickfang dar und eigenen sich so auch als Dekostück für erwachsene Käufer – ohne gleich 200 Euro aufwärts zu kosten. Der Hornschwanz ist dabei eine passende Ergänzung und auch gelungene Abwechslung, die Integration der Minifigur und die sich daraus ergebende dynamische Szenerie überzeugt – auch wenn hier vielleicht noch der letzte Kniff gefehlt hat – etwa durch einen sich auf und ab bewegenden Harry. Wermutstropfen für mich – gerade da das Set zehn Euro mehr kostet als eine Vorgänger hätte ich eine stickerfreie Umsetzung bei diesem expliziten Displaymodell sehr begrüßt. Dennoch überwiegen für mich die positiven Aspekte.

Eure Meinung!

Wie gefällt euch das Set 76406 Ungarischer Hornschwanz? Habt ihr euch das Set, das schon zu guten Rabatten erhältlich ist, gekauft? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

Johann Härke

Interessiert sich für LEGO Harry Potter, Modular Buildings und Beleuchtung seiner Stadt.

3 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Ich bin noch am überlegen. Mein Problem ist wirklich, dass ich keine große Lust habe, zum dritten Mal den gleichen Mechanismus zu bauen. Das war bei Hedwig noch lustig, bei Fawkes eher unpassend und hier gleich hätte ich es auch spannender gefunden, den Drachen einfach in aufgerichteter Position zu bauen mit bedrohlich aufgespannten Flügeln. Dann hätte man ihn auch noch ein bissl glatter machen können. Er sieht schon ganz schön zerhackt aus. Der neue Besen sieht tatsächlich vielversprechend aus. Wenn das Teil in ein paar mehr Farben rauskommt, lässt sich tatsächlich was damit anfangen…

  2. Wenn man mal das ganze Harry Potter Zeug weglässt, passt der Drache perfekt zur Löwenburg. Mal sehen ob ich ihn irgendwo mal günstig ergattern kann 😃

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