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LEGO Modular Building: Schule mit Bauanleitung

Modulare Schule | © peedeejay

Wer die LEGO Modular Buildings mag, der weiß: Bislang fehlt eine große Schule. Auf drei Grundplatten habe ich eine errichtet: Vorstellung.

Jede Stadt benötigt eine Schule! Das war der erste Gedanke, bevor ich mich an dieses Projekt gewagt habe. Zu dem Zeitpunkt war mir noch nicht wirklich klar wie groß und umfangreich es werden wird. Alle meine bisherigen modularen Gebäude befinden sich maximal auf 32er Grundplatten. Dennoch war die Entscheidung schnell getroffen auf mindestens zwei, wahrscheinlich sogar eher drei Grundplatten zu bauen, denn eine Schule auf einer 32er Grundplatte halte ich für sehr schwierig, bzw. man müsste auf vieles verzichten. Also machte ich mich daran zu aller Erst Inspiration zu finden. Mir war klar, dass es keine moderne Schule, sondern – passend zum Stil meiner vorherigen Gebäude – etwas Älteres sein sollte. Es folgte ganz einfach Durchforsten des Internets mit Hilfe einschlägiger Suchmaschinen. Schlussendlich habe ich dann auf Bilder einer Schule gefunden, die das gewisse „etwas“ hatte: Die Chicopee High School in Massachusetts, USA. Und in diesem Fall nicht das aktuelle Aussehen, sondern der Bau, welcher um 1921 errichtet wurde.

Design Außen

Wie bei allen meinen modularen Häusern, habe ich das Modell zuerst digital erstellt. Hierbei verwende ich mittlerweile Studio (bis vor einem Jahr war es noch eine Kombination aus LEGO Digital Designer, MLCad und LPub3D), da man hier vom Design bis zur Bauanleitung alles in einem Programm machen kann. Das ist insbesondere bei Änderungen, welche oft erst beim Zusammenbau auffallen, eine große Zeitersparnis.

Ich begann wie jedes Mal mit dem Design und der Balance der vorderen Fassade. Diese beinhaltete einige mittlere bis größere Herausforderungen. Die erste Herausforderung waren ganz klar die durchgehenden Säulen, welche nur durch SNOT-Techniken möglich waren. Des Weiteren wollte ich die Säulen in jedem Fall durchgehend bauen und keine Unterbrechnungen haben, welche bei modularen Häusern oft notwendig sind um die einzelnen Stockwerke auseinanderbauen zu können. Die einzelnen Teile der Säulen mussten also genau aufeinander sitzen (in diesem Fall hängen die Säulen vom mittleren Stockwerk 1 Plate nach unten „über“) und zudem war es notwendig, dass die Stockwerke eine Gesamthöhe in Platten haben, welche durch 5 teilbar ist. In diesem Fall ist das mittlere Stockwerk genau 30 Platten hoch, um 12 Noppen in der Vertikalen passend zu ermöglichen. Die Befestigung der Säulen erfolgt vor allem durch Clips am unteren Ende. Dies ist dieselbe Technik, welche auch für die Befestigung des „Palace“-Schriftzug im Palace Cinema verwendet wurde und bietet ein ziemlich hohe Stabilität.


Nachdem die Säulen und die Hauptaufteilung der Fasse fertig war, machte ich mich an die Rückseite. Da man diese oft nicht sieht, habe ich dem Detailgrad etwas reduziert. Ich wollte auch auf jeden Fall nicht eine identische Rückseite bauen, jedoch einen Teil der Hauptstilelemente beibehalten. Daher gibt es die Säulen auch auf der Rückseite des mittleren Teils. Da ich keine Bilder der Rûckseite der Originalvorlage gefunden habe, ist der Rest völlig frei erfunden.

Der nächste Schritt waren die Dächer inklusive dem Abschluss der Säulen. Anfangs waren die Dächer der beiden Flügel noch leer. Mein Plan war erst das Äußere fertigzustellen bevor ich mich an die „Dekoration“ des Gebäudes wagen wollte. Das Dach des Mittelteils habe ich zuletzt entworfen. Die vier kleinen Säulen auf diesem Teil waren die mit Abstand größte Herausforderung. Ich habe viel Zeit gebraucht um die richtigen Durchmesser zu treffen und die mit SNOT-Technik gebauten Teile zu basteln. Zum Schluss musste schließlich auch noch eine Runde Platte oben befestigt werden. Erreicht habe ich dies dann mit einem meiner Lieblingsteile „Plate, Modified 2 x 2 x 2/3 with 2 Studs on Side“ (99206), welches im Inneren der Säulen vertikal verbaut ist.

Design Innen

Der Innenausbau meiner Gebäude ist für mich immer so etwas wie eine kleine Hassliebe. Das Design des Äußeren meiner Gebäude macht mir in der Regel immer sehr viel Spaß. Wenn ich damit fertig bin und mich an den Innenausbau machen muss, fällt die Motivationskurve immer ein bisschen ab. In diesem Fall habe ich tatsächlich 2-3 Wochen Pause gemacht um erst ein paar Ideen zu sammeln. Hierbei haben dann tatsächlich auch meine Frau und mein ältester Sohn geholfen.

Zuerst machte ich mich an die generelle Raumaufteilung und in diesem Fall vor allem an die Frage, wie die Klassenzimmer aussehen sollen. Mir war klar, dass es auf keinen Fall darauf hinauslaufen sollte, dass alle Klassenzimmer einfach nur eine Tafel, Lehrerpult und Tische mit Stühlen für die Schüler beinhalten sollten. Dies wäre zwar einfach und effizient in der Umsetzung gewesen, aber natürlich viel zu wenig abwechslungsreich. Begonnen habe ich dann mit dem normalen Klassenzimmer und dem Design der Tafel und den Tischen und Stühlen. Dies führte dann auch zu einem relativ großen Umbau, denn ich musste die Wand zwischen Flur und Klassenzimmer um einen Stein verschieben, weil es sonst zu eng geworden wäre im Klassenzimmer. Darauf folgte allerdings, dass der Flur zu schmal wurde um noch die Spinde für die Schüler unterzubringen. Ich habe also tatsächlich die gesamte Fassade an der Front um einen Stein weiter zur Straße schieben müssen. Hier zeigte sich logischerweise ein großer Vorteil des digitalen Bauens, da ich nicht erst das gesamte Modell wieder auseinanderbauen musste.

Die Schulbank drücken

Ein Detail in den Klassenzimmern mit dem ich sehr zufrieden bin, sind die Whiteboards und das auf den ersten Blick unscheinbare Herausragen des Whiteboard um eine halbe Platte Tiefe vom Rest der Wand. Erreicht wurde dies erneut mit Hilfe von „Plate, Modified 2 x 2 x 2/3 with 2 Studs on Side“ (99206), welche Vertikal nach oben und unten liegend die Wand und die Grundlage für das Whiteboard bilden. Die dadurch unschöne Rückseite der Wand (welches die Unterseite von 99206 zeigt) wurde dann anschließend mit den Spinden verdeckt. Die Spinde selbst sind vollständig seitwärts gebaut.

Nach dem ich das erste Klassenzimmer fertig hatte und somit auch die Breite der Zimmer und Flure definiert war, machte ich mich an die Eingangshalle inklusive der Toiletten. Dies ging relativ flott und zügig voran. Die Getränke- und Snack-Automaten jedoch haben gut 2-3 Stunden Zeit benötigt bis das Design fertig war. Es gab also viele Iterationen, die entweder zu breit oder zu hoch waren. Da ich auch den Anspruch hatte, dass die Automaten von allen Seiten sauber geschlossen sind und quasi überall aufgestellt werden können, musste entsprechend viel rumprobiert werden. Das Ergebnis hat mich jedoch am Ende absolut zufriedengestellt, weswegen ich mich entschieden habe gleich 4 davon in der Schule aufzustellen. 😉

Im nächsten Schritt machte ich mir Gedanken welche weiteren Räume ich in der Schule gerne umsetzen möchte. Ein Klassenraum für Naturwissenschaften war für mich gesetzt, vor allem auch weil Junior unbedingt ein Skelett unterbringen wollte. Die Idee mit dem IT-Klassenzimmer kam dann relativ schnell. Das Musikzimmer war die letzte Entscheidung und ich hatte zwischendurch auch mit dem Gedanken gespielt in dem Bereich eine Turnhalle unterzubringen, empfand dies jedoch als zu unrealistisch. Außerdem besteht ja immer noch die Möglichkeit einen Innenhof mit freistehender Turnhalle zu bauen. 🙂

Let’s rock!

Ein Klavier, ein Klavier!

Der IT-Klassenraum und das Klassenzimmer für Naturwissenschaften gingen dann relativ schnell von der Hand, da in dieser Phase die Ideen für die Details quasi direkt angeflogen kamen und nicht erst lange grübeln musste. Das Musikzimmer war dann wieder eine andere Geschichte. Das Schlagzeug hat einige Zeit verschlungen. Der Kontrabass ging relativ schnell. Das Piano ging ebenfalls sehr schnell, denn es handelt sich um eine modifizierte Version des aus meiner Sicht besten Pianos und Minifig-Scale von Masao Hidaka, welches bereits vor 9 Jahren entworfen wurde und bisher unerreicht ist.

Ich habe allerdings ein paar neue Teile verwendet um das Design abzurunden, insbesondere die runden Fliesen und die Kerzen als Standbeine. Ebenfalls habe ich die neue bedruckte Fliese für die Klaviatur ergänzt.

Mahlzeit!

Das ich eine Cafeteria/Mensa in der Schule haben werde, war mir ebenfalls schon relativ schnell klar. Das Design ging in den meisten Teilen ebenfalls sehr schnell von der Hand. Eine kleine Besonderheit ist die Verwendung von Stickern, wobei die zwei Sticker mit der Menükarte aus Set 60050 mit der Menükarte im Original nicht auf einen weißen, sondern einen roten runden Schrägstein geklebt werden. Es war also notwendig einen entsprechenden Stickerbogen zu besorgen.


Das Vorhandensein einer Bibliothek war ebenfalls von Beginn an klar und da Bücherregale in der Regel keine allzu große Herausforderung sind und ich gefühlt schon hunderte davon gebaut habe, ging dieses Zimmer auch sehr schnell. Allerdings habe ich mir für die Befestigung der Bücher im Regal selbst diesmal etwas Neues überlegt, um nicht einfach nur Steine in Kombination mit „Brick, Modified 1 x 1 with Stud on 1 Side“ (87087) zu nutzen, sondern stattdessen „Minifigure, Utensil Telescope“ (64644) verwenden zu können. Der Teufel steckt wie immer im Detail.

Der Computer-Raum

Es wird experimentiert!

Design von Peripherie Außen

Nach dem Innenausbau ging es dann die Peripherie außen. Begonnen habe ich mit den Dächern. Hier hatte ich ebenfalls ein paar Ideen, wie ein Basketballfeld oder ein Tischtennisfeld, welche ich jedoch am Ende nicht umgesetzt habe. Stattdessen wurden es umfangreiche Anlagen für die Klimatisierung und die Photovoltaikanlagen um den notwendigen Strom nach Möglichkeit gleich selbst zu erzeugen. Das mit Abstand teuerste Einzelteil des Gebäudes befindet sich im Übrigen auch auf dem Dach und ist relativ unscheinbar: Die „Solar Charge Level“ Fliese aus dem „WALL-E“ Set.

Nach den Dächern machte ich mich an das Design des Gehwegs, insbesondere der Bäume und der Bushaltestelle. Die Bäume basieren sehr stark auf dem grandiosen Design von Jonas Kramm und wurden nur ein wenig abgeändert von mir. Die Bushaltestelle war ebenfalls eine kleine Herausforderung, welche nur durch „den einen Ring“ möglich war. Dieser befestigt die hintere Glasscheibe, welches in Wirklichkeit eine Tür ist.

Teileoptimierung

Ein Riesenvorteil durch die Verwendung von Studio besteht in der direkten Verbindung mit Brinklink. So kann man durch die In Studio gezeigte Teileliste sehr schnell Steine identifizieren, welche sehr selten und dadurch teuer sind oder – im schlimmsten Fall – gar nicht existieren. Dieses Feature nutze ich um eine Optimierung der verwendeten Teile durchzuführen um zwei Dinge zu erreichen: Erstens, die Anzahl der notwendigen Lots (verschiedene Teile) zu reduzieren, um weniger Bestellungen und damit weniger Portokosten bei Bricklink zu erreichen. Zweitens um die Gesamtkosten zu reduzieren, indem teure Teile gegen weniger teure Teile getauscht werden. Ein Beispiel sind die Wände, welche einen sehr großen Teil der Gesamtmenge und -kosten verursachen. Für die sandgelbenen Wände, werden nur 1×1, 1×2, 1×3 und 1×8 Steine verwendet, jedoch keine 1×4 und 1×6, da diese im Verhältnis zu anderen Teilen zu teuer sind. So sind zwei 1×3 Steine günstiger als ein 1×6 Stein und ein 1×8 Stein allerdings günstiger als zwei 1×4. Auch wenn die Differenzen oft nur einen oder zwei Cent ausmachen, rechnet sich dies sofort bei der Verwendung von mehreren hundert Steinen dieser Art. Dies kann zwar dazu führen, dass die Gesamtzahl der Teile steigt, die Gesamtkosten aber sinken. Natürlich wird bei diesen Entscheidungen immer auch die Verfügbarkeit von Steinen mit betrachtet.

Die Teileoptimierung ist aus meiner Sicht wichtig, damit nicht nur ich Kosten spare bei der Beschaffung der Teile, sondern auch all jene, die eine Bauanleitung von mir erwerben und das Modell selbst nachbauen möchten. Ich schätze, dass die Gesamtkosten ohne die Optimierung bei einem Modell dieser Größe zwischen 200 Euro und 300 Euro mehr ausgemacht hätten.

Die Bauanleitung

Früher habe ich meine Modelle immer erst einmal unter Zuhilfenahme des digitalen Modells zusammengebaut, bevor ich mich an die Bauanleitung gemacht habe. Mittlerweile erstelle ich diese direkt nach dem digitalen Entwurf, damit ich diese beim Zusammenbau auch gleich selbst auf Fehler und Unklarheiten prüfen kann.

Die Vorgehensweise für die Bauanleitung ist relativ klar. Zuerst mache ich mir Gedanken über alle Submodels oder Callouts, welche dann in Studio entsprechend so angelegt werden. Dies passiert häufig auch schon in den meisten Fällen während des Designprozesses, denn bei vielen Modellen (insbesondere im Innenbereich) ist im Vorfeld schon klar, dass diese in der Bauanleitung separat gebaut werden müssen. Während der Erstellung der Bauanleitung werden meistens nur noch bestimmte Teilelemente oder Callouts angelegt.

Für die Erstellung der Bauschritte gehe ich immer rückwärts vor, was bedeutet, dass ich mit dem letzten Bauschritt beginne. Dies erfordert zwar ein bisschen Nachdenken, aber ist viel effizienter, da man nicht dauernd einen Großteil des Modells ausblenden muss. Insgesamt hat das Erstellen der Bauanleitung sicherlich 20-30 Stunden gedauert, wobei tatsächlich leider 75% der Zeit mit Warten verbracht wird, da der Editor in Studio leider ab einer gewissen Größe von Modellen ziemlich in die Knie geht.

Bauanleitung

Das Ergebnis ist eine Bauanleitung mit 1602 Bauschritten in einem 1089 Seiten umfassenden PDF. Wen es nun in den Fingern juckt: Die Bauanleitung ist erhältlich auf Rebrickable. Bei Fragen nutzt gerne die Kommentare und nutzt das Formular, Andres leitet die Nachrichten dann gerne an mich weiter.

Die Teilebeschaffung

Vor dem Kauf von Teilen wird erst einmal der eigene Vorrat geprüft und alles zusammengetragen, was ich schon „auf Lager“ habe. Insgesamt waren dies in meinem Fall gut 55% der notwenigen Teile. Viele dieser Teile habe ich bei vorherigen Bestellungen „auf Vorrat“ gekauft oder im lokalen LEGO Shop in Hamburg aus der Pick a Brick-Wand. Dort bin ich regelmäßig und kaufe ebenfalls „auf Lager“.

Die externe Teilebeschaffung findet bei mir dann immer in zwei Phasen statt, da ich zwei Quellen verwende: Direkt bei LEGO und natürlich über Bricklink. Ich empfehle in jedem Fall immer die Kombination aus beiden Quellen, da es viele Teile deutlich günstiger bei LEGO direkt gibt, also bei Bricklink (und natürlich anders herum). Die Verwendung von Bricklink ist dabei jeodch Pflicht, denn alle Teile bekommt man bei LEGO leider nicht direkt.

Im ersten Schritt tätige ich meine Bestellungen bei LEGO direkt, wobei die allermeisten teile über den Kundenservice bestellt werden. Das Zusammenstellen dauert zwar etwas, jedoch lohnt es sich, denn insbesondere Fliesen und Platten der Größe 1×1 und 1×2 sind bei LEGO meistens günstiger. Des Weiteren lohnt es sich Teile, welche noch nicht solange im Sortiment sind direkt bei LEGO zu bestellen, da die Vorräte bei Bricklink oft gering sind und der Preis daher hoch ist. Außerdem bestellte ich oft Teile bei LEGO direkt von denen ich nur ein bis zwei Stück benötige, auch wenn diese ggf. zwei bis drei Cent günstiger sind bei Bricklink. Der Grund hierfür ist die Gesamtzahl der Bestellungen bei Bricklink so gering wie möglich zu halten und bei so wenigen Shops wie möglich zu bestellen, da die Portokosten einen ehrblichen Teile bei Bricklink ausmachen. Hier agiere ich größtenteils nach Gefühl.

Bei Bricklink verwende ich logischerweise eine „Wanted List“. Diese ergänze ich vor dem Bestellen mit einem entsprechenden Maximalpreis pro Teil um nicht unerwünschte Überraschungen zu überlegen. Zusätzlich verwende ich niemals die „Auto-Buy“ Funktion, denn es gibt leider mittlerweile einige Shops die sich darauf spezialisiert haben diese auszunutzen. Hierbei wird ein Shop erstellt, der ein extrem breites Sortiment an verschiedenen Teilen hat um bei der „Auto-Buy“ Funktion immer oben zu erscheinen und dann werden die Preise deftigst nach oben geschraubt. Es gibt leider Beispiele wo ein Teil in einem solchen Shop das 20- oder 30-fache von dem „normalen“ Bricklink-Preis kostet. Also vorsichtig bleiben und lieber manuell vorgehen. In jedem Fall aber Maximalpreise pro Teil setzen und die entsprechend Checkbox bei Bricklink setzen, dass Shops mit höheren Preisen aussortiert werden.

Insgesamt habe ich 15 Bestellungen bei Bricklink und vier bei LEGO direkt getätigt. Die Gesamtkosten sind schwer zu schätzen, da ich vieles schon auf Lager hatte. Ich gehe bei einer optimierten Bestellweise von einem Durchschnittspreis pro Teil von 0,08 Euro inklusive aller Versandkosten aus.

Der Zusammenbau

Der Zusammenbau erfolgte schlussendlich mit Hilfe der bereits erstellten Bauanleitung. Während des Zusammenbaus mache ich mir entsprechend Notizen, wo Fehler in der Bauanleitung sind oder etwas nicht ganz klar ist. Mittlerweile lasse ich auch meinen fünfjährigen Sohn mitbauen. Somit merke ich sehr schnell wo etwas genauer sein könnte. Nach dem Zusammenbau werden diese Änderungen dann im digitalen Model und somit auch in der Bauanleitung angepasst.

Der Zusammenbau hat circa 25 Stunden gedauert, obwohl alle Teile schon vollständig sortiert waren und ich das Modell selbst entworfen habe. Ich gehe also davon aus, dass andere Personen runde 30 Stunde Spaß haben werden. 🙂

Der letzte Schritt sind dann natürlich die Fotos. Diesmal war es eine kleine Herausforderung aufgrund der Größe des Modells. Alle anderen Modelle die ich bisher gebaut habe waren lediglich auf einer Grundplatte. Fotografiert wurden diese immer mit einem Fotokarton als Hintergrund. Allerdings musste ich feststellen, dass es passenden Fotokarton in dieser Größe schlichtweg nicht gab und bin daher auf Jersey-Stoff ausgewichen. Da es nicht ganz einfach ist diesen komplett frei von Falten aufzuhängen, waren ein paar Retuschen in Photoshop notwendig.

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Für die Minifiguren greife ich immer in meine große Kiste mit Figuren (meistens sind diese aus irgendwelchen Sets entnommen) und nutze diese genauso wie sie sind oder baue mir etwas Neues zusammen. Für die Kinder musste ich für ein paar Fotos die Beine austauschen, da die Kinder nicht sitzen können und ich leider noch keine von den neuen mittellangen Beinen in meinem Fundus hatte.

Die Fotos selbst wurden mit einer handelsüblichen Spiegelreflexkamera aufgenommen, wobei man hier aus meiner Sicht kein wirklich teures Equipment benötigt. Viel wichtiger ist ein Stativ mit Fernauslöser, sowie das richtige Licht. Dabei sollte das Licht immer indirekt sein um keine harten Schatten zu haben. Auch das geht ganz einfach. Eine weiße helle Glühbirne in die Deckenlampe und dann die Lampe mit einem Stück Karton abschirmen, damit kein direktes Licht auf das Modell scheint. Lieber das Licht von den Wänden zurückprallen lassen und länger belichten.

Eure Meinung!

Wie gefällt euch meine modulare Schule? Wie geht ihr vor, wenn ihr ein modulares Gebäude entwerft? Äußert euch gerne in den Kommentaren unter diesem Artikel.

36+

38 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Vielen Dank für diese sehr ausführliche Vorstellung eines sehr schönen Modells! 😀

    Und vom Timing her hätte es nicht besser laufen können: Bei 1000steine.de wurde die Schule zum MOC des Monats August gekürt. Herzlichen Glückwünsch!
    https://www.1000steine.de/de/gemeinschaft/forum/?entry=1&id=441466&fbclid=IwAR1dwwlQ5qgBAo2Q7qRPD6EP1Ca-kxXyISDVA-Xae1iJhg7Fk5DSlpUptV4#id441466

    10+
  2. Wow, das ist echt beeindruckend! Sowas würde ich mir auch bauen wenn ich den Platz dazu hätte, aber sag mal wie viele Teile hat das set denn? Entweder fehlt die Info oder ich hab sie übersehen.
    Auf jeden Fall ist der Detailgrad wirklich überragend. Ein wunderschönes Bauwerk mit viel Liebe zum Detail, auch wenn die Minifiguren immer mit etwas weniger Platz auskommen müssen XD.

    6+
  3. Das ist ein sehr schönes Modell. Sowohl von außen sieht sie großartig aus, als auch von innen. Sehr schön!

    3+
  4. Ein fantastisches MOC! So unglaublich detailliert und verspielt! Allein schon die Heizkörper hätten einen Preis verdient, die Idee mit den Türen als Schutzscheiben ist aber schlicht genial! Einziges „Problem“ an dem Haus: Wir müssen hoffen, dass LEGO sich nicht solche gigantischen Häuser zum Vorbild nimmt, sonst ist unser ganzer Platz schon mit einem zwei, drei Modulhäusern ausgefüllt! Jedenfalls, man sieht, wie viel Liebe und Zeit du in die Schule gesteckt hast. Und was mich noch interessieren würde (wenn ich es nicht ob des sehr schön umfangreichen Textes übersehen habe), wie viele Teile hast du verwandt?

    3+
  5. Hallo, Paul, vielen Dank für dieses wunderbare Projekt. Wenn sie auf einer oder, wie das Rathaus, auf 1,5 Grundplatten wäre, gäbe es kein Halten und ich wäre schon beim Steinekauf. Für ein Gebäude mit drei Platten, fehlt mir einfach der Platz. Klar, wenn alles kleiner wäre, dann wäre es wohl eher eine Dorfschule. Mir gefällt an Deinem Entwurf einfach alles, die Details, die Farbwahl…eben alles bis auf die Größe. Vielen Dank fürs Zeigen. Schade, das man nicht nur den Mittelteil bauen kann.

    3+
    • Moin Maxx,

      Danke! Die Größe und Teileanzahl ist natürlich eine Herausforderung (was ich spätestens beim Fotografieren bemerkt habe ;-)). Auf einer Baseplate hätte ich allerdings große Probleme gehabt eine richtige Schule unterzubekommen.

      Prinzipiell könnte man das Mittelteil bauen, dieses hätte allerdings auf beiden Seiten Öffnungen für die Durchgänge zu den Flügeln (diese könnte man aber einfach schließen). Ich habe allerdings keine separate Bricklink Wanted List nur für den Mittelteil, wobei man auch diese einfach aus Studio generieren könnte.

      0
  6. Ein sehr schönes Modell welches ich schon früher entdeckt hatte. Gefällt mir sehr gut.
    Eine Anmerkung: Wenn man der Vorstellung so prominent Platz bietet gehört meiner Meinung nach auch ein Hinweis hinzu, dass die Anleitung kostenpflichtig ist. Dies erfährt man erst nach mehreren Klicks.

    5+
  7. Fantastischer Bau. Gefällt mir ausgesprochen gut. Vor allem die unzähligen vielen kleinen Details. 😃👍

    1+
  8. ein grandioses haus. ich bin bei rebrickable schon drüber gestolpert und war von den details total begeistert. es ist natürlich ein großes und damit auch teures projekt wenn man sowas angeht. von den farben her find ich die auswahl toll. und ganz ehrlich….irgendwie könnte man die schule auch in springfield platzieren mit hausmeister willy;)

    1+
    • Moin Florian,

      Danke! Den Vergleich mit der Springfield HS habe ich auch schon woanders gelesen. Vielleicht liegt es an der „klassischen“ Aufteilung mit Zentralgebäude und zwei Flügeln. 😉

      0
  9. Das ist ja mal ein schönes Gebäude, wenn ich mehr Platz auf meiner Platte hätte würde es dort direkt Einzug finden.

    1+
  10. Äh ja…. Krasse Kiste…. Echt. Hammer. Mein absoluten Respekt!

    2+
  11. Das Farbschema der Fassade ist wirklich sehr schön, ich mag die Fenster in Blau vor Medium Nougat und Tan sowie Dark Tan! Aber die gesnotteten Lisenen sind das Allerbeste an Deiner Fassadengliederung! Innen ist schön viel los. Die Einblicke in Deinen virtuellen Designprozess finde ich auch sehr interessant, Vielen Dank, dass Du uns auf diese Weise teilhaben lässt, Paul!

    4+
    • Moin Ennasus,

      vielen Dank. Wie beschrieben habe ich bei der Farbkombination auch mit Dark Red / Tan gespielt, fand es aber einen zu starken Kontrast. Man sollte die Kombinationen auf jeden Fall immer vorher mit echten Steinen testen, bevor man in Studio loslegt, da Studio leider alles andere als farbtreu ist.

      0
  12. Unfassbar gutes MOC. Super detailliert. Vielen Dank für die Vorstellung und die Detailfotos, so kann man sehr schön die unterschiedlichen Bautechniken nachverfolgen.

    0
  13. Tolles, nein – grandioses Modell! Und dass die herangehensweise der Design und Umsetzungsphasen erklärt und auch soviele Tipps zur Teilebeschaffung mitgegeben werden ist super. Vielen Dank. Kleiner Hinweis: die drei Fotos der fertigen Gebäudemodule sind falsch betitelt, denn diese sind nicht etagenweise fotografiert, sondern jeweils alle Etagen eines der 3 Gebäudeteile 🙂 Ich liebe große Gebäude, wenn nur die Kosten nicht wären 😉

    0
  14. Was würden alle Steine ungefähr kosten?
    Will das set eventuell bauen aber bevor ich die Anleitung kaufe, wäre es gut einen ungefähren Preis zu wissen.

    Mfh

    0
    • Moin Robert,

      das ist immer schwer zu beantworten. Ich kalkuliere für die optimierte (sehr wichtig!) Teilebeschaffung je nach Modell zwischen 0,075€ und 0,085€ pro Teil. Dieser Preis beinhaltet auch sämtliche Versandkosten, welche gerade bei Bricklink ja einen sehr hohen Anteil ausmachen, wenn man mehrere Bestellungen aufgeben muss. Somit kann man einen ungefähren Gesamtpreis ausrechen. Des Weiteren kaufe ich bei Bricklink nur neue Steine und keine gebrauchten. Zu guter Letzt tätige ich 99% meiner Bestellungen bei deutschen Shops, aufgrund der hohen Versandkosten aus dem Ausland. Nur für etwas seltenere Teile (die „Wall-E“-Fliese z.B.) weiche ich auf Shops aus Europa aus. Solche kleinen Teile werden dann oft per Briefumschlag versendet, was dann nicht mehr so teuer ist. Insgesamt würde ich mit 1.200€ bis 1.300€ rechnen.

      Sofern man allerdings bereits einen guten Fundus an Steinen „auf Lager“ hat, reduziert sich der Gesamtpreis natürlich (wobei man für die Steine „auf Lager“ natürlich auch irgendwann mal Geld ausgegeben hat ;-)). Natürlich kann man den Preis auch noch reduzieren, wenn man auf gebrauchte Steine bei Bricklink ausweicht.

      Insgesamt habe ich 3 Bestellungen beim LEGO Kundenservive durchgeführt (da man pro Bestellung nur max. 200 Stück eines Teils bestellen kann) und 15 Bestellungen bei Bricklink.

      Ich hoffe das hilft Dir zur Orientierung. 🙂

      0
  15. Für sich genommen ein wunderbares MOC mit viel Liebe zum Detail. Die Frage, die sich mir dabei allerdings aufdrängt: warum musste es eine amerikanische Highschool sein und nicht ein deutsches Gymnasium oder eine klassische Jungen- oder Mädchenschule aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts? Da wäre man nicht so weit weg von der eigenen Realität und hätte so viel Auswahl an schönen Gebäuden, insbesondere des Jugendstils, die bautechnisch ebenfalls eine Herausforderung wären. Wenn nicht sogar noch mehr als hier. Dafür hätte ich Dir definitiv noch mehr Respekt gezollt. 😉
    Die offiziellen Modulars sind mir aber ehrlich gesagt mittlerweile schon zu Amerika-lastig.

    0
    • Moin Keks,

      findest Du die Schule hat den „klassischen“ US-Highschool-Look? Ich finde das irgendwie nicht, denn alleine durch die gemauerte Fassade ist das schon etwas Besonderes. Vielleicht nicht unbedingt etwas das man so in Deutschland sehen würde, jedoch durchaus in Großbritannien.

      Der Grund warum ich mich für das Gebäude entschieden habe ist relativ einfach. Wenn ich mich auf Suche nach Vorbildern mache google ich immer auf Englisch, da ich so meistens mehr Treffer habe. Die Chicopee HS war dann einfach auf der ersten Seite und hat direkt mein Interesse geweckt. Darüber das es eine US HS ist/war habe ich mir tatsächlich nie Gedanken gemacht. 🙂

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  16. Christina Mailänder

    14. September 2020 um 16:43

    Ich scrolle mich jetzt zum dritten Mal durch diesen Artikel und kann mich an den vielen Kleinigkeiten gar nicht sattsehen. Und bei jeden Durchlauf gibt es etwas Neues zu entdecken. Die Fassade ist schon beindruckend und die Gestaltung der einzelnen Räume wirklich meisterlich. In diesem Modell stecken so viele gute Ideen. Angefangen von den typischen grünen Bibliotheken-Lampen, den rippten Heizkörpern, bis zu den unterschiedlichen bedruckten tiles auf jedem Tisch. Am längsten bin ich bei den Instrumenten im Musik-Raum hängen geblieben. Grandios.

    1+
  17. Tolles Modell!

    Ich hätte aber mal eine Frage zu Bricklink, da du in dem Artikel darauf eingehst: mir ist ein dt. Shop aufgefallen, der scheinbar nicht nur jedes Teil hat, sondern auch extremst teuer ist. Gibt es eine Möglichkeit solche Shops zu blacklisten, oder musst du wirklich manuell kontrolliereb bzw Autobuy adé?

    VG

    0
    • Das Ganze ist möglich, aber etwas versteckt: Du musst den Store anklicken, also auf dessen Seite gehen, und dann erscheint oben rechts neben deinem Avatar der Schriftzug „Favorite Stores“. Du klickst darauf und dann auf „Bookmark this store“. In dem Pop-Up-Fenster kannst du dann als Action „Dislike“ auswählen, ggf. einen Kommentar dazu abgeben (zu teuer, unverschämte Kundenbehandlung usw.), danach klickst du auf „Bookmark“. So lange du eingeloggt bist, wird dir dieser Store nicht mehr angezeigt, es ist, als gäbe es ihn nicht. Genauso kannst du aber auch als Action „Favorite“ angeben und bekommst den Store dann immer ganz oben angezeigt. Voraussetzung: Du setzt in den Store Filters beim Kaufen der Wanted List (Buy Wanted List) den Haken bei Exclude Disliked Stores.
      Du kannst auch das Zahnrad daneben anklicken, dann werden dir deine Favoriten und „Favoriten“ angezeigt und du kannst den Username des zu dislikenden Stores direkt angeben. Du musst das aber vollständig orthografisch korrekt schreiben, inkl. Sonderzeichen, das ist in vielen Fällen nicht möglich, da sich solche Abzocker-Stores oft dagegen schützen, indem sie z.B. einen Punkt in ihren Namen einbauen. Das Anklicken der Store-Website finde ich persönlich bequemer und ist oft die einzige Möglichkeit. Nach dem Disliken kann man auch mit Auto-Select und ohne Max Price einkaufen.
      Vorsicht ist aber meiner Erfahrung nach beim Kauf von gebrauchten (Used) Sets geboten, da einige Stores hier nicht angeben, dass das Set unvollständig (Incomplete) ist, sondern das in die Beschreibung schreiben. Für das System handelt es sich um ein vollständiges Set und es wird dir auch als solches angeboten. Ebenfalls ist bei unvollständigen Sets Vorsicht geboten, da oftmals nur die Minifiguren angeboten werden, und das für horrende Preise. Bei der 21322 Piratenbucht wird ein vollständiges Set (neu und ungeöffnet / versiegelt) für ca. 150 € angeboten. Für 40 € weniger bekommt man bei einem anderen Store aber nur die Minifiguren, also da auch unbedingt aufpassen. Für 65 Euro bekommt man bei einem Store gar nur die Segel. Es grenzt teilweise an Betrug.

      1+
    • Hi Jessica,

      Danke!

      Die Frage zu Bricklink hat ja Simon schon perfekt beantwortet. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen! 🙂

      0
  18. Grandioses Set, da fängt man schon an zu überlegen, wo man dafür Platz hätte.

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