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LEGO Technic 42108 Kran-LKW im Review

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LEGO Technic 42108 Kran-LKW | © André Micko

Der LEGO Technic 42108 Kran-LKW im Review: Welche Funktionen gibt es und lohnt der Kauf eines weiteren Krans?

Im Vergleich zum LEGO Technic 42009 Mobilen Schwerlastkran aus dem Jahr 2013 wirkt der neue 42108 Kran-LKW wie ein Spielzeug (ich weiß, die Formulierung ist etwas seltsam…).

Vergleich

Mit 1.292 Teilen hat er knapp halb so viele Teile wie der große gelbe Bruder. Das gleiche Verhältnis – diesmal im positiven Sinn – gilt für die UVP: 99,99 Euro versus 199,99 Euro. Ich war mir erstmal unschlüssig, ob der Kleine bei mir landen wird. Drei Dinge haben mich umgestimmt.

» Erstens: Laut Beschreibung lässt sich der Kranarm auf 78 Zentimeter ausfahren. Das ist mal eine Ansage!

» Zweitens: Mit den mittlerweile üblichen Rabatten bei Technic-Modellen habe ich schnell ein Angebot für 75 Euro gefunden. Da kann man eigentlich nichts sagen.

» Drittens: Ein Kran geht immer! Zuletzt erschien der 42082 Geländegängige Kranwagen im Jahre 2018. Schauen wir uns also an, was der neue Kran zu bieten hat!

Verpackung

Fast quadratisch und praktisch wartet die Schachtel auf. Vorne ein Bild des Krans vor einem Baustellenhintergrund. In der Ecke die Set-Nummer und die Altersempfehlung mit 10+. Auf der Rückseite sind einige Detailbilder zu den einzelnen Funktionen gedruckt. Ein B-Modell gibt es keines.

Die Anleitung hat 272 Seiten und ist zusammen mit dem Stickerbogen zum Schutz separat in Folie verschweißt. Zweiundvierzig Mal darf geklebt werden, so man denn die Verzierungen an den Paneelen und Balken anbringen will.

Die knapp 1.300 Teile sind auf drei Bauabschnitte verteilt. Auch bei dieser Teileanzahl praktisch, um auf dem Bautisch leichter den Überblick zu behalten.

Aufbau

Der Aufbau geht leicht und für erprobte Baumeister problemlos von der Hand. Die Anleitung ist auf dem zu erwartenden hohen Niveau. Wie bei LEGO Technic Modellen üblich, stecken die Herausforderungen allenfalls im Zusammenfügen von Teilen, bei denen mehrere Pins gleichzeitig in Lochbalken geführt werden. Das kann etwas haken und klemmen, insbesondere für jüngere oder Technic-unerfahrene Baumeister.

Aufgebaut wird von unten nach oben. Zunächst eine stabile Konstruktion mit den vier lenkbaren Achsen. Dann Führerhaus und Drehgestell für den Teleskopausleger. Zuletzt im dritten Bauabschnitt der Ausleger selbst. Positiv zu erwähnen ist die Befestigung der Schnur. Das Einfädeln in Abrollspulen oder Haken und fixieren mit einem Doppelknoten auf engem Raum hat mich noch nie begeistert. Bei der hier umgesetzten Montageart reicht ein einfacher Knoten im Seil.

Das fertige Modell

Das fertige Modell ist etwa 42 Zentimeter lang, 12 Zentimeter breit und 13 Zentimeter hoch. Bei eingefahrenem Ausleger natürlich. Damit hat es ganz ordentliche Maße. Und wirkt noch größer, wenn der 42009 nicht daneben steht. Der LKW-Kran ist stabil gebaut. Er lässt sich sowohl am Teleskopausleger als auch von unten problemlos greifen und tragen.

Das Grundgestell besteht aus dem vorderen Cockpit – mit drei blauen Sitzen – und den vier Achsen. Zusätzlich sind noch vier ausfahrbare Stützen vorhanden. Die hinteren beiden werden durch drehen eines Zahnrädchens ausgeklappt. Für die Vorderen muss man zwischen Reifen und Stütze einen kleinen Pin greifen und diesen nach unten drücken. Da hier kaum Platz ist, ist das selbst mit kleinen Fingern schon sehr eng. Sind die Stützen ausgeklappt, funktionieren sie super. Zum einen rasten sie stabil ein. Zum anderen heben sie den gesamten Kran etwa zwei Millimeter über den Boden, so dass die ganze Last nur auf ihnen liegt. Das bringt maximale Stabilität.

Wie schon erwähnt sind alle vier Achsen lenkbar. Das macht den Kran gut manövrierbar. Die Räder sind nicht gefedert, und jeweils einzeln montiert. Differenziale sind daher nicht notwendig und auch nicht verbaut. Ein Technic-typischer 4- oder 6-Zylinder Motor ist ebenfalls nicht vorhanden.

Die Steuerung der Achsen zum Lenken erfolgt über die beiden orangefarbenen Warnleuchten auf dem Cockpit. Mit beiden kann unabhängig voneinander gelenkt werden. Leider ist hier der Platz bei eingefahrenem Ausleger eng. Die Leuchten, also die Lenkräder, lassen sich daher nicht sehr bequem bedienen. Ich bin zwar ein großer Freund von unauffälligen und realitätsnahen Umsetzungen. Aber gerade bei diesem Modell – auch unter Berücksichtigung der Zielgruppe – wäre ein weiteres oder ausschließlich am Heck bedienbares Lenkrad sinnvoll gewesen.

Hauptfunktion ist der Teleskopausleger. Er ist an einem Drehgestell montiert und um 360 Grand schwenkbar. Die Krankabine ist einfach, aber nett gestaltet. Da das Modell keine Motorisierung besitzt, werden alle Funktionen manuell bedient. Hierfür befinden sich drei Drehknöpfe an der Außenseite des Drehgestells. Mit dem vorderen auf der rechten Seite wird der Kranarm angehoben. Zur Verwendung kommt der neue lange Aktuator, wie er mit dem Liebherr 42100 eingeführt wurde. Das geht einfach und macht einen stabilen Eindruck. Es muss aber ein Weilchen gedreht werden, bis der Ausleger komplett nach oben gestellt ist.

Mit dem Drehrad dahinter wird die Schnur bedient, der Haken also abgelassen oder hochgezogen. Sowohl Übersetzung als auch notwendiger Kraftaufwand sind perfekt eingestellt. Zusätzlich gibt es eine Verriegelung, so dass bei Belastung des Hakens dieser nicht nach unten gezogen wird. Für das manuelle Ablassen des Hakens wird der Verrieglungsmechanismus durch einfaches Zurückklappen des Hebels außer Funktion gesetzt.

Gleiches Prinzip kommt bei dem dritten und letzten Drehrädchen auf der linken Seite zum Einsatz. Mit diesem wird der Teleskopausleger aus- oder eingefahren. Die Länge ist mit den angegebenen knapp 80 Zentimetern sehr beeindruckend. Weiter kommt der 42009 auch nicht nach oben. Trotzdem wirkt der gesamte Teleskoparm auch bei maximaler Länger sehr stabil. Zudem fühlen sich Übersetzung und Kraftaufwand zudem perfekt an.

Für die ersten Arbeitsschritte liegt dem Kran noch ein „Betonpfeiler“ bei, bestehend aus vier aneinander gebauten grauen Lochbalken. Eine Kette ermöglicht das Aufnehmen am Haken.


Video der Familie Baustein


Fazit: 42108 Kran-LKW

Bei kleinen Schwächen – wie das fehlende Lenkrad am Heck oder die fummelige Bedienung der vorderen Stützen – bietet der Kran-LKW eine tolle Bespielbarkeit. Die Kranfunktionen sind schön aufeinander abgestimmt, die Bedienung ist super. Der Teleskoparm lässt sich beeindruckend weit ausfahren. Werden die Angebotspreise berücksichtigt, erhält der Baumeister jeden Alters dafür eine Menge Kran!

Kran-Fuhrpark!

Wie gefällt euch der LEGO Technic 42108 Kran-LKW? Habt ihr euch das Set zu einem guten Preis gekauft, oder zögert ihr noch? Eure Meinung packt gerne in die Kommentare.

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

11 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Dieser Kran hat einen nicht unerheblichen Schönheitsfehler: schwenkt man den Arm zur Seite kippt das Fahrzeug um. Das ist für Kinder frustrierend. Mein Modell ging daher aufgebaut an Lego zurück. Kaufpreis wurde erstattet, da eine Nachbesserung laut Kundenservice nicht möglich sei.

    • Ich kann leider zum Kran nichts sagen, und André weilt aktuell in Australien. Er wird die Kommentare aber später bestimmt im Blick haben. In seinem Familie Baustein Video – und im Text – geht er auf kleinere Schwachpunkte ein. Ein so massives Problem stellte sich offenbar bei seinem Modell nicht ein. Aber wie gesagt: Da müsst ihr Technic-Experten euch austauschen. Ich hoffe, dein Sohn und du hattet nun mit einem anderen Modell viel Freude. 🙂

      • Wenn man den Arm erst komplett hoch fährt und dann dreht fällt das nicht so auf und wurde vielleicht daher etwas übersehen.
        Der Kran hat nun mal kein PF/PU, damit auch keine Batterien etc. als Gegengewicht, wenig Teile und ist einfach ein Fliegengewicht. Damit der nicht kippt, braucht der ausfahrbare Stützen – von Hand betrieben ist das kein Problem.

        Auch wenn man die Stützen verbessert:
        Komplett ausgefahren stößt der Arm schnell an seine Grenzen (ist bei allen Kran-Modellen so). Da darf man nie ein Schwerlastmonster erwarten.

        Sein Eigenwicht sollte er aber schon in jeder Position halten können, sonst machts wenig Spaß.

  2. Ich habe diesen Kran auch und kann eigentlich nichts positives berichten.
    Einzig die Allradlenkung gefällt mir.
    Aber dieser Kran hat keine Stabilität! Die Stützen sind für so einen Kran viel zu klein! Bei echten Kränen werden die gerne ein paar Meter herausgefahren und diese bocken das Fahrzeug einige Zentimeter auf.
    Und der LEGO Kran kippt schon durch sein Eigengewicht um, wenn man den Ausleger um 90° dreht und den Arm etwas absenkt.
    LEGO hat uns aber schonmal gezeigt, dass sie es besser können! Mein guter alter LEGO City 7249 Baukran kann nämlich in der selben Stellung eine volle Batteriebox heben.

  3. Man kann ja versuchen, die Stützen so umzubauen, dass er mehr trägt. Mit einigen Kniffen brachte ich den sonst etwas spiddeligen Spinnenkran dazu, etwa 800 Gramm zu heben. Habe das dann bei 1000steine und eurobricks gepostet.

  4. Ich finde, der Kran ist optisch recht gut gelungen. Das war auch der Grund dafür warum ich ihn mir gekauft habe.
    Die Stützen sind wirklich eine Katastrophe. Sie vergrößern kaum die Stellfläche um den Unterbau richtig abzustützen. Bei den vorderen Stützen hatte ich immer das Gefühl etwas vergessen zu haben. Durch den langen Ausleger kommt schon ein ordentlicher Hebelarm zustande.
    Ist halt eher ein Lego OPTIC Modell als ein Lego TECHNIK Modell. 🙂

  5. Ich finde den Kran optisch gelungen. Mich stören im wesentlichen drei Punkte:
    – Die Stützen lassen sich nur manuell an den Stützen bewegen und nicht zentral über ein Zahnrad oder ähnliches. Das ist für ein Technik Modell schwach.
    – Selbiges gilt für die Drehung vom Aufbau. Das sollte wenigsten über ein Zahnrad geregelt werden. Einfach von Hand drehen ist für ein 100€ Modell zu billig.
    – Die Arretierung an der Mechanik vom Arm und vom Seil stört mehr als sie bringt. Beides ist so schwergängig, dass es sich auch ohne die Arretierung nicht bewegt. Stattdessen muss man bei einer Bewegungsrichtung unnötig mit der Arretierung fummeln…

  6. Ich habe letztens für knapp 75,-€ gleich zweimal zugeschlagen.
    Aufgebaut habe ich ihn noch nicht, aber das passiert auf jeden Fall bevor er zum Teilespender wird. ?

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