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LEGO Technic 42137 Formula E Porsche 99X Electric und 42138 Ford Mustang Shelby GT500 im Doppel-Review

LEGO Technic 42137 Formula E Porsche 99X Electric und 42138 Ford Mustang Shelby GT500 | © André Micko

LEGO Technic 42137 Formual E Porsche 99X Electric und 42138 Ford Mustang Shelby GT500 unterstützt durch Augmented Reality: Doppel-Review!

Zwei neue LEGO Technic Flitzer machen ab 1. Januar 2022 die Straßen unsicher. Der 42137 Formula E Porsche 99X Electric sowie das Set 42138 Ford Mustang Shelby GT500. Aus Dänemark ist erfreulicherweise vor kurzem ein Paket mit beiden Review-Exemplaren bei mir eingetroffen. Dem ersten Anschein nach spielen die Modelle in der gleichen Liga wie der 42123 McLaren Senna GTR und der 42093 Corvette ZR1. Alle vier sind passende Fahrzeuge, um den nicht mehr offiziell erhältlichen 42098 Autotransporter zu bestücken (der damit mehr als ausgelastet ist). Und doch unterscheiden sich die neuen in zwei Punkten, die einem auf der Schachtel schon ins Auge springen: Pull-Back und AR (Augmented Reality). Was das heißt und was es darüber hinaus noch zu sagen gibt, schauen wir uns im Folgenden an.

Eckdaten

42137 Formula E Porsche 99X Electric

42138 Ford Mustang Shelby GT500


Verpackung und Inhalt

Die Vorderseiten der Verpackungen zieren Bilder der Modelle sowie das bereits erwähnte Logo für den Rückziehmotor und -neu im Technic Bereich- die „Augmented Reality Experience“. Mehr zu Letzterem weiter unten in einem eigenen Kapitel. Die Altersempfehlung liegt bei 9+. Auf der Rückseite befinden sich die Heckansichten, weitere Details und ein Foto des jeweils realen Vorbilds.


Inhaltlich sind sich beide Sets sehr ähnlich. Neben den Teilen liegen jeweils zwei Aufzugsmotoren dabei, eine 112-seitige Anleitung und ein Stickerbogen mit 31 Aufklebern beim Porsche sowie entspannten 30 Aufklebern beim Ford Mustang.




Jeweils zwei Rückziehmotoren liegen den Sets bei

Berechnet man aus der UVP den Teilepreis, kommt man auf 12 ct/Teil beziehungsweise 9 ct/Teil. Für ein Technic Set ohne Elektronik ist das relativ hoch und vermutlich durch drei Faktoren begründet: Aufzugsmotoren, Lizenzgebühren sowie die AR Funktionalität (sprich: die Entwicklung der -kostenfreien- App).

Aufbau

Der Aufbau ist bei beiden Sets in zwei Bauabschnitte unterteilt und gestaltet sich problemlos, aber natürlich Technic-typisch. Das heißt, der ein oder andere Pin kann sich durchaus mal als störrisch erweisen, wenn man zwei Beams miteinander verbinden will. Meine mich unterstützende Nachwuchs-Technic-Meisterin musste dies zwischendurch leidvoll erfahren. Allerdings liegt sie auch noch deutlich unter dem empfohlenen Alter. Nur die Aufkleber gebe ich, nebenbei bemerkt, (noch) nicht aus der Hand. Das ist Chefsache.

Die 1×1 Rundfliese beim Porsche ist bedruckt


Neue Paneele mit den Nummern 60 und 61 (zumindest kannte ich sie nicht…) beim Porsche



Das fertige Modell – Ford Mustang Shelby GT500






Der Mustang ist etwa 12 cm breit, 27 cm lang und 8 cm hoch. Er macht einen sehr robusten Eindruck. Beim Hantieren kann quasi nichts abfallen oder verbogen werden (Außenspiegel sind hierfür beispielsweise übliche Kandidaten). Das liegt auch daran, dass er außer einer hochklappbaren Motorhaube und dem Pull Back Mechanismus keine weiteren Funktionen hat. Es gibt keine Federung, kein Differential, und die Türen lassen sich nicht öffnen. Von der Größe her passt er, wie schon erwähnt, auf den Autotransporter. Mangels Lenkung, was aufgrund des Rückziehmotors auch Sinn macht, kann er aber nur transportiert werden. Rangieren zum Beladen entfällt.

Blick unter die Haube…

Die Hinterachse geht als Starrachse durch beide Rückziehmotoren, was doppelte Power für den Vortrieb ergibt. Da nur geradeaus gefahren werden kann, ist auch kein Differential nötig. Über einen Hebelmechanismus kann mit einem Liftarm die Hinterachse in Vorwärtsrichtung gesperrt beziehungsweise verriegelt werden. Das Modell kann dann zum Aufziehen der Motoren nur rückwärts bewegt werden. Die Räder können sich nicht in der eigentlichen Fahrrichtung drehen, die Energie bleibt gespeichert. Drückt man einen am Heck herausschauenden Hebel herunter, wird die Achs-Sperre entriegelt und der Mustang schießt energiegeladen nach vorne. Voll aufgezogen sollte man ihm einige Meter freie Fahrt ermöglichen, damit er nicht unsanft und mit großer Wucht gegen ein Hindernis knallt.

Hinterradachse in Vorwärtsrichtung gesperrt…


…und entriegelt (Freilauf). Dasselbe Prinzip kommt auch beim Porsche zum Einsatz.


Hinterachse verriegelt (in Vorwärtsrichtung)


Hinterachse freigegeben…

Schätzt man eher die äußeren Werte, lässt sich der Hebel hinten entfernen und das Loch mit Fliesen und passenden Technic-Elementen schließen, sodass ein ansprechendes Heck entsteht. Den Verriegelungsmechanismus im Inneren kann man dabei auf Sperr- oder Entsperrposition stellen. Bei letzterem ist die normale Fahrfunktion gegeben. Selbst aufziehen ist möglich, man muss eben die hinteren Räder manuell festhalten oder das Fahrzeug auf den Boden drücken, bis man es fahren lassen möchte.

Verblendetes Heck und separater Verriegelungshebel beim Mustang


Das fertige Modell – Formula E Porsche 99X Electric






Der Porsche ist etwa 12 cm breit, 31 cm lang und 7 cm hoch. Alles weitere gilt analog wie beim Mustang. Der einzige Unterschied: Der Hebel zum Sperren und Entsperren der Hinterachse ist ein fest angebrachter Teil der Karosserie und kann nicht entfernt werden.

Hinterachse verriegelt…


…und freigegeben

Brrrrmmmmmm….

Augmented Reality Experience

Unter „Augmented Reality“ versteht man eine computergestützte, erweiterte Realität oder Wirklichkeit. Das kann beispielsweise das Live-Kamerabild auf dem Handybildschirm sein, auf dem Informationen zur angezeigten Landschaft eingeblendet werden.

Technic Modell? Handy? Wer meine Reviews kennt, weiß, dass ich zum einen LEGOs Schritte in diese Richtung (Stichwort: Control+) nachvollziehen kann, auf der anderen Seite selbst aber kein großer Freund davon bin. Ist wohl eine Generationenfrage. Entsprechend schob sich skeptisch meine linke Augenbraue nach oben, als ich den Schriftzug auf der Verpackung erblickte. Mit professionell erzwungener Unvoreingenommenheit ging ich natürlich dennoch die Sache an und lud die notwendige App herunter. Ein Aspekt stimmte mich auf jeden Fall bereits versöhnlich: Die AR Experience ist eine reine Option und hat keinerlei Einfluss auf das Modell. Es kann, im Gegensatz zu den Control+ Modellen, auch ohne Handy uneingeschränkt bespielt werden.

Hinweis: Als Rezensent hatte ich Zugriff auf eine Beta-Version. Es kann daher durchaus sein, dass sich die finale App inhaltlich von dem unterscheidet, was ich hier zeigen werde.

Nach dem Start der App wählt man eines der beiden Fahrzeuge aus. In kurzen, optionalen Videos erfährt man ein paar Hintergrundinfos zu Drag-Rennen beziehungsweise der Formula E, bevor man selbst Rennen fahren kann. Dafür wird Platz benötigt. Eine große, freie Fläche im (Wohn-)zimmer eignet sich am besten. Nachdem man der App Zugriff auf die Kamera gewährt hat, zeigt der Bildschirm das Bild der Kamera, welche auf den Boden gerichtet sein sollte. Alle weiteren Schritte gibt die App vor. Nach dem Setzen einer (fiktiven) Start- und Ziellinie werden auf das Kamerabild Gebäude und Rennstrecke eines ausgewählten Szenarios projiziert, die Realität (das Wohnzimmer) also um das ausgewählte Szenario erweitert.

Nach dem Start der App muss das Fahrzeug ausgewählt werden


Einzelrennen gegen die Uhr oder Turnier?


Kamerazugriff ist notwendig


Die Anforderungen damit alles reibungslos abläuft…


Die Startlinie wird positioniert, ausgerichtet und mit einem Klick virtuell auf dem Boden fixiert.


Anschließend erfolgt das gleiche Prozedere für die Ziellinie



Die Kulisse steht, das Rennen kann beginnen (ja, die Ziellinie ist etwas knapp vor der Terrassentür platziert… 🙂 )

Weiter geht es, immer geleitet durch die App, mit simulierten Burnouts vor dem Rennen und schließlich dem Rennen selbst. Nach dem Countdown lässt man den Flitzer losfahren, die Kamera immer auf das Fahrzeug beziehungsweise die Rennstrecke gerichtet. Die App ermittelt Zeit und Geschwindigkeit.

Virtuelle Burnouts. Vorteil: Kein Reifenqualm und Gummigestank im Haus…



Die App führt durch alle Schritte



Los geht’s!


Fehlstart. Kacke.


Nochmal…



Das kann ich noch ausbauen…




Krass, was die App aus unserem Wohnzimmer gemacht hat…



Das stand doch eben noch nicht da??



Bereit für das Turnier!




Das grüne Ding schnapp ich mir!


Mist



Die Formula E im Wohnzimmer…


Selbes Prinzip für den Porsche…

Das Hantieren mit Handy in der einen Hand und Fahrzeug in der anderen erfordert etwas Übung. Auch die Darstellung beziehungsweise das Erkennen des Autos und dessen Position lief nicht immer perfekt. Aber das Ergebnis hat mich schwer beeindruckt. Zugegebenermaßen. Die projizierten Gebäude wirken so echt und ändern perspektivisch ihr Aussehen in Abhängigkeit der Kamerabewegung, dass Realität und Fiktion ineinander übergehen. Ich musste des Öfteren sehr genau hinschauen, um unterschieden zu können, was Teil eines realen Möbelstücks ist und was mir nur vorgegaukelt wird.

Wenn die Performance der App annähernd so bleibt wie bei meinen Versuchen, muss ich dazu uneingeschränkt sagen (und das hätte ich nicht gedacht): geile Sache! Sehr toll und spannend umgesetzt. Wobei sich die jüngere Zielgruppe vermutlich eher für die Spielmöglichkeiten, Rennen und Challenges begeistern wird, während mich die grundsätzliche Darstellung des Szenarios fasziniert. Auf jeden Fall sehe ich mich in den nächsten Tagen mit dem Handy vor dem Gesicht noch mehrfach durch unser Wohnzimmer kriechen. Rein im Interesse meiner journalistischen Tätigkeit, wohlgemerkt!

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Fazit

Auf den ersten Blick zwei weitere Modelle in der Corvette / McLaren Klasse für den Autotransporter. Dank Umbaumöglichkeit des Hecks könnte der Mustang auch als Deko -neben den anderen- ins Regal (er gefällt mir optisch besser als der Porsche, einfach weil ich die Ästhetik der Formula E Fahrzeuge persönlich weniger ansprechend finde).

Als nicht-lenkbare Pullback-Fahrzeuge ist der eigentliche Einsatzort aber der Boden, um Wettrennen zu fahren oder über Schanzen zu springen. Die optionale Augmented Reality Experience ist darüber hinaus ein faszinierendes Feature, dass sich lohnt auszuprobieren. Meine uneingeschränkte Zustimmung erhält es, da sich die Modelle auch vollwertig ohne Handy bespielen lassen. Einziger Wermutstropfen: AR dürfte mit ursächlich die UVP angehoben haben. In diesem Preissegment und mit zu erwartenden Rabatten ist das aber zu verschmerzen.

Eure Meinung!

Was sagt ihr zu den beiden neuen Sets LEGO Technic 42137 Formula E Porsche 99X Electric und 42138 Ford Mustang Shelby GT500? Äußert euch gerne zu einem oder beiden Modellen unten in den Kommentaren!

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

9 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Ich bin ganz bei Dir. Mir gefällt der Mustang auch viiiiel besser als der Porsche. Und ich denke schon mal darüber nach ihn mir anzuschaffen (also den Shelby). In puncto AR bin ich mit meinen 52 Jahren noch völlig unberührt und laß mich mal überraschen. Könnte sinnvoll sein, wenn ich den Kameramann gebe und die beste Ehefrau von allen macht das Pull Back Gridgirl…
    Aber anschließend wird er wohl neben seinem größeren Bruder im Regal stehen!

  2. Dass beide Modelle auch mit dem Autotransporter kompatibel sind, ist ganz nett. Aber mit „Technic“ verbinde ich was anderes. Kann mich noch daran erinnern, dass jedes Billigst-Set aus der Technic-Reihe früher zumindest eine Lenkung und einen Kolbenmotor hatte… waren nicht viele Teile notwendig damals, aber das Ergebnis war beeindruckender, als die ganzen Panele mit Pins zusammen zu stecken und unterm Strich im Grunde gar keine Technic-Features zu bauen… und NEIN, Aufziehmotoren sind mMn. KEIN Technic-Feature (es sei denn, ich muss diese selber bauen).

    • Einerseits stimme ich da zu. Andererseits sehe ich aber den Nutzen nicht, für jede Variation eine extra Themenwelt zu öffnen – gerade wenn sie sich dann auch noch überschneiden und nicht so richtig einzuordnen wären.
      Es wird eben in breite Schubladen sortiert.

      Insofern: Keine Vorzeigemodelle für „Technic“ – aber auch kein Grund für endloses Kopfschütteln.

  3. Bin immer noch extrem zwiespältig
    544/ 420 Teile für 50 €

    Und was haben wir letztes Jahr noch über den Jeep gemeckert und seinen Sticker Motor.

    Der Mustang gefällt mir eigentlich gut. Jedoch fände ich nach wie vor blau weiß klassischer. Aber bei dem Preis ist es nicht schlimm wenn er nicht zu mir finden wird. Preiswecker bei 50% 🤷‍♂️

    Der Porsche gefällt mir optisch schon nicht der Preis tut sein übriges dazu.

  4. Die AR Funktionen sehen in der Tat deutlich besser, erwachsener aus, als es noch bei Hidden-Side der Fall gewesen ist. Sehr spannend! Danke für die tollen Einblicke!

  5. Beim Teilepreis kann man durchaus nochmal nachrechnen. Der Mustang kostet rund 9,1ct/Teil. Ansonsten interessantes Review. Die AR wird man wahrscheinlich ein Mal machen und danach nie wieder. Dafür und die unnötige Lizenz ist der Preis für beide Modelle zu hoch, 40€ Liste, also 25-30€ inkl. Rabatt hätten mehr als ausgereicht.

    • Danke, korrigiert 🙂
      (Führe Buch über meine Modelle in einer Excel Tabelle und habe in der Spalte für die Teile 375 anstatt 522 eingetragen. So kam ich auf die 13ct. Die Teileanzahl habe ich beim Schreiben der Lego Homepage entnommen, diese aber mit der Zahl der VIP Punkte (375) verwechselt… Wo war ich nur schon wieder mit meinen Gedanken…?! 😊😊).

  6. Der Mustang gefällt mir insgesamt sehr gut, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Frontpartie etwas mehr Wiedererkennungswert hat. Ist bei diesem Maßstab oftmals ein schmaler Grad zwischen gut getroffener Vorlage und generischer Sportwagen, wenn man die Aufkleber weglässt. Nichtsdestotrotz wird der wilde Mustang als großer Ford-Fan in meinem Fuhrpark landen und dem 10265 Gesellschaft leisten (bei entsprechendem Rabatt).

  7. Die Stop-Funktion finde ich interessant, schade dass der Auslösemechanismus nicht unauffälliger in das Modell integriert werden konnte.

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