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LEGO Technic Porsche 911 RSR 42096 im Review

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LEGO Technic Porsche 911 RSR 42096 | © André Micko

Der LEGO Technic Porsche 911 RSR 42096 im Review: „Nur“ der kleine Bruder des Porsche 911 GT3 RS 42056?

Ein tolles LEGO Technic Jahr 2018 ist zu Ende gegangen. Meine Vitrine platzt aus allen Nähten, dafür ist es in meinem Geldbeutel umso leerer geworden (ich bereue nichts!). Und auf den letzten Drücker hat LEGO am 26. Dezember – etwas zu spät, um unter dem Baum zu landen – noch einige neue Technic-Sets veröffentlicht. Das herausragendste, sprich größte, ist der Porsche 911 RSR 42096 mit 1.580 Teilen bei einer UVP von 149,99 Euro.

Die ersten Produktbilder fand ich sehr ansprechend (auch wenn die Glubschaugen auf den zweiten Blick etwas irritierten), daher war ich gespannt, wie sich der Rennwagen in echt macht und habe ihn für dieses Review genau unter die Lupe genommen.

Auch drängt sich natürlich der Vergleich zum derzeit auslaufenden Porsche 911 GT3 42056 auf, und damit eventuell die Frage: Warum denn schon wieder ein Porsche? Nun, für mich gilt: Ob es an der verfügbaren Lizenz oder anderen Gründen liegt, ich finde der 911 RSR hat seinen eigenen Charakter und solange Porsche spannende Autos baut, habe ich nichts dagegen, wenn diese auch in einer LEGO Technic-Version erscheinen.


Umfang und Zusammenbau

Die Verpackung ist ein Standard Technic Karton. Die Altersempfehlung wird mit 10+ angegeben – eine Begrenzung nach oben gibt es bei den neuen Sets nicht mehr, der AFOL bedankt sich.

Nach dem Öffnen findet der Baumeister 13 nicht nummerierte Tütchen vor, plus vier Reifen und ein dickes Anleitungsbuch mit zwei Stickerbögen.

Die Anleitung ist mit knapp 300 Seiten sehr detailliert und auf dem bekannten hohen Standard.

Zu den Aufkleberbögen: Insgesamt 54 Mal hat man bei diesem Modell wieder das Vergnügen, einen Sticker anzubringen. Die meisten sind relativ groß und werden auf Karosserieteilen angebracht, einige kleinere Aufkleber landen zudem im Innenraum. Wer meine Reviews kennt, der weiß, dass das meinen Blutdruck nicht nach oben treibt – auch wenn hier durchschnittlich nach jeweils fünf Anleitungsseiten wieder geklebt wird. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Einzig bei den Kotflügeln erspart LEGO das Anbringen der Sticker, diese vier Teile sind bereits bedruckt.

Zum Aufbau muss der Inhalt der Tütchen möglichst strategisch geschickt um einen herum platziert werden, was bei gut 1.500 Teilen gerade noch so geht. Hilfreich ist auch die gute Aufteilung der Steinchen, so dass man nach kurzer Bauzeit schon ganz gut herausfinden kann, in welchen Haufen (oder bei mir in welches Schüsselchen) gegriffen werden muss, um das passende Teil zu finden.

Der Aufbau geht dank der bereits erwähnten detaillierten Anleitung ohne Probleme voran.
Zumindest was das Verständnis der einzelnen Bauschritte angeht. Naturgemäß sind unzählige Teile mit Technic Pins zusammen zu fügen, was hin und wieder etwas haken kann und Fingerspitzengefühl erfordert.

Grob gesagt wird von unten nach oben gebaut: zunächst die Hinter- und Vorderachse, welche über Balken und Rahmenelemente in einer stabilen Bodenplatte integriert werden. Dann der Motor, Lenkung, Cockpit mit Fahrersitz, und schlussendlich der gesamte Karosserieaufbau.

Besondere Bautechniken oder spezielle neue Teile kommen nicht zum Einsatz, abgesehen von einer kleineren Variante (13 x 2 x 5) der Kotflügel. Erwähnenswert sind aber die Viertelkreis-Zahnstangen als Frontspoiler, was ich sehr gelungen finde. Diese fanden zum ersten Mal beim Schaufelradbagger 42055 in Verwendung – da in Gelb, diesmal in Schwarz.

Daneben findet sich dann noch ein LEGO-“Degen“ (Element 93550 in silberfarben) als hintere Antenne auf dem Dach: Originell!

Die folgende Bauzeitangabe ist eine grobe Schätzung, weil ich selten am Stück aufbauen kann und es doch auch von Bauerfahrung abhängt, aber vier Stunden Bauspaß kommen in etwa zusammen, bevor der Porsche vor einem steht.

Das fertige Modell

Mit einer Länge von 50 Zentimetern, Breite von 20 Zentimetern und 17 Zentimeter Höhe steht ein ordentlicher Brummer auf dem Tisch. Stabil gebaut, so dass man ihn problemlos in die Hand nehmen und auch transportieren kann.

Optisch gefällt mir der 911 RSR sehr gut. Ich könnte noch nicht einmal eine Schokoladenseite benennen, das heißt sowohl das Heck, die Front als auch von der Seite macht er eine gute Figur.

Einzig die bereits erwähnte klobige Scheinwerferabdeckung sticht hervor. Allerdings muss ich auch sagen, dass sie mir beim vor mir stehenden Modell weniger störend vorkommt als auf dem Produktbild der Verpackung, und sich besser ins Gesamtbild einfügt. Insofern schwanke ich noch regelmäßig zwischen „könnte besser sein, aber akzeptabel“ und „sieht jetzt doch nicht so schlecht aus“.

Bezüglich der inneren Werte braucht sich der Porsche grundsätzlich nicht verstecken.
Alle vier Räder sind gefedert und die hinteren Antriebsräder über ein Differenzial miteinander verbunden. Gelenkt werden kann nur über das Lenkrad im Innenraum, das heißt es gibt keine von außen zugängliche Möglichkeit. Hier folgt das Modell seinem großen Bruder 42056 – und opfert die Bespielbarkeit einer realistischen Umsetzung.

Das Lenkrad ist in einem 90-Grad-Winkel zur Ebene vor dem Fahrersitz montiert und relativ schwer zugänglich – selbst bei geöffneter Tür. Hier hätte mir sowohl ein etwas weiter Richtung Armaturenbrett platziertes und vor allem nach oben geschwenktes Lenkrad besser gefallen. Auch beim 911 GT3 RS 42056 und Bugatti Chiron 42083 hätte ich mir das übrigens gewünscht.


Die vordere Abdeckung, unter der sich die Achse samt Lenkgetriebe befindet, lässt sich bei diesem Porsche nicht öffnen. Dahingegen die beiden Türen sehr wohl. Die Mechanik ist hier besser umgesetzt als beim Bugatti, allerdings gibt es auch hier noch Luft nach oben. Man muss schon etwas tricksen, um zu verhindern dass die Türen bei normalem Schließen nicht wieder zurückfedern und somit ein klein wenig offen stehen bleiben.

Öffnet man die Heckabdeckung, wird der Blick frei auf den von den Hinterrädern angetriebenen 6-Zylinder Motor. Es handelt sich um einen Standard Technic Motor mit gelben Kolben.

Der Vollständigkeit halber: Im realen Vorbild ist ein 6-Zylinder Boxermotor verbaut, während wir hier im LEGO-Modell einen 180 Grad V-Motor haben. Was sich meiner Meinung nach im Rahmen der bestehenden Technic-Möglichkeiten nicht besser umsetzen lässt, jedoch allemal zur grundsätzlichen Veranschaulichung des Prinzips ausreicht. Nebenbei bemerkt finde ich es immer amüsant, wenn Leute an solchen Dingen Anstoß finden, während beispielsweise die grundsätzlich fehlende Zylinderkopfabdeckung noch nie zu Unmut geführt hat.

Damit sind auch schon die wichtigsten Punkte aufgeführt und man merkt: Ein Getriebe ist nicht mit dabei. Stattdessen beziehungsweise dadurch ergibt sich allerhand verfügbarer Raum unter der Haube, der sich wunderbar für eine Motorisierung anbietet.

Fazit

Um es zusammenzufassen: Der neue 911 RSR ist für mich der kleine, abgespeckte Bruder des 911 GT3 RS, im besten Sinne. Preislich bei der Hälfte und das bei ähnlicher Performance. Daher dürfte das Set für all jene interessant sein, die den Porsche in erster Linie optisch ansprechend finden, Freude an einem möglichst realistischen Ausstellungsstück haben und bisher auf Grund des Preises beim Porsche 42056 nicht zugreifen konnten oder wollten.

Durch die Verringerung der Komplexität – insbesondere das fehlende Getriebe – ist das Set einfacher im Aufbau und damit auch für jüngere Baumeister geeignet. Demgegenüber steht allerdings, dass es sich um ein „Vitrinen-“ oder „Schreibtischmodell“ handelt, da die Bespielbarkeit nicht wirklich gegeben ist. Sollte der oder die 10-jährige nach einem interessanten Aufbau dann etwas ratlos vor dem Modell stehen, was man denn jetzt damit anstellen soll, könnte eine Motorisierung für die jüngere Zielgruppe wieder Spannung reinbringen…

Was sagt ihr zum Porsche 911 RSR 42096? Äußert euch gerne in den Kommentaren.

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

20 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Und um Lego auch mal zu loben: was im Modell vorbildlich umgesetzt wurde, ist die Position des Motors: der RSR ist ein Mittelmotorfahrzeug, und hat keinen Heckmotor, wie die normalen 911er.
    Ich finde es ein schönes Modell, und mit der nächsten Rabattaktion auch sein Geld wert.

    Ich hoffe ja immer noch auf einen Porsche 936 von Creator Expert im Wermut-look…

  2. Lieber André, ein perfekter Start in diesen nassen Sonntagmorgen, zweite Tasse Kaffee einschenken und in Ruhe Deine gewohnt detaillierte Rezension in Ruhe lesen und die Fotos betrachten – vielen Dank dafür! Irgendwie bist Du schuld daran, dass ich inzwischen auch einige Technic-Modelle gebaut habe – Deine analytische Begeisterung in ansteckend! Am Chiron (Weihnachtsgeschenk – hurraaaaaa!) habe ich zwischen den Jahren tagelang getüftelt. Ich verstehe zwar immer noch nicht wirklich, wie das Getriebe funktioniert, aber ich kann erkennen, dass sich die Übersetzung ändert (-:

  3. Ist beim GT3 auf dem letzten Foto die Federung schon eingedrückt? Oben ist ziemlich wenig Luft zwischen Reifen und Kotflügel, was auch beim RSR gut aussehen würde.

    • Der GT3 ist von der Bauart her schon recht tief. Das ist auch meine Kritik am RSR: zu kleine Räder, zuviel Bodenfreiheit für einen Rennwagen, die Räder vorne müssen weiter nach vorne wegen dem Radstand. Schade, aber das stört mich dann doch, warum er bei mir nicht gekauft wird.

    • Hallo Oliver, nein, Federung ist nicht eingedrückt. Wie Arno schon geschrieben hat liegt er von Haus aus tiefer.
      Und stimmt, der RSR würde ein klein wenig tiefer noch etwas sportlicher wirken…

  4. Mir gefällt das Set auch sehr gut. Kritikpunkte wird es immer wieder geben. Man muß nur wissen, ist es so schlimm? Wir bauen hier ein Original in Lego nach. Die „Glubschaugen“ sind nicht so toll – was hätte man sonst für ein Teil nehmen sollen? Wenn es einen guten Vorschlag gibt, kann man es auch ändern. Das Set gab es nach Weihnachten bei Galeria-Kaufhof für 117,44€. Ich habe es mir zu Weihnachten gewünscht und es als nachträgliches Weihnachtsgeschenk am 27.12. bekommen.

    • Gleich vorweg, ich weiß nicht, was die bei Lego alles ausprobiert haben. Vielleicht würde alles andere noch schlimmer aussehen.
      Die vier Lichter unter den Kuppeln sehen gut aus, aber die Kuppeln finde ich zu groß und zu stark gewölbt. Also müßte das Auto größer sein und/oder die Teile weiter heruntergeklappt, so daß der untere Rand hinter Karossierieteilen verschwindet. Meiner Meinung nach ist der gesamte Bereich vor der Vorderachse zu hoch und zu lang. Wenn der niedriger wäre, wären der vordere Rand der Kuppeln automatisch etwas weiter unten.
      Oder andere Teile verwenden und es so ähnlich machen wie beim GT3 RS.

      • The incredible Holg

        7. Januar 2019 um 21:07

        Die Scheinwerferkuppel ist ansich falsvh gewählt, da der echte RSR nur ovale Scheiben vor den „Lampen“ hat und keine Kuppel. Aber ich kenne leider auch kein Legoteil, welches das abbilden könnreubd von daher wurde wohl diese Kuppel verwendet – rein optisch eine schlechte Entscheidung. Es gibt ein ovales transparentes Schild – leider nur in blau, das hätte man vielleicht nur in klar-transparent oder gelb-transparent herstellen müssen. Nunja, hätte, wenn und aber

  5. Mal völlig abgesehen davon ob er nun zu hoch ist und die Räder zu klein sind oder nicht ist es eine absolute lachnummer mit über 50 Aufklebern daherzukommen und dass auch noch bei einem vorwiegend weißen Modell wo es doppelt bescheiden aussieht. Für 100€ oder weniger werde ich es mir überlegen da er prinzipiell nicht so schlecht ist. Aufkleber werden aber niemals drauf kommen.

  6. Gerade bei Galeria-Kaufhof für 108,75€ gesehen.
    Schönes Wochenende.

  7. Im Rennsport sind (Werbe-)Aufkleber an den Wagen tatsächlich Realität, von daher passt es hier.

  8. Die Anleitungen haben einen bedenklichen Zustand erreicht. Mein dreijähriger Sohn baut derzeit am 42082 mit. Sein Problem ist die Konzentration und die fehlende Kraft für die Pins. Es scheitert nicht an der Anleitung. Und das ist für mich etwas enttäuschend. Das Topmodell bei Technic muss auch mal Scheitern zulassen und provozieren. Aber heutzutage ist das ja nicht mehr gewünscht.
    Zu den Aufklebern: bei Technic lasse ich sie grundsätzlich weg. Das fällt nicht auf und schmälert auch nicht den Spielwert.

    • Da lässt sich ja leicht Abhilfe schaffen: Überblättere einfach immer x Seiten und finde selbst raus was du anbauen musst. Den Schwierigkeitsgrad kannst du anhand der überblätterten Seiten selbst bestimmen (die kleinen hilfreichen Kästchen welche Teile im Bauschritt benötigt werden gab es früher auch nicht). Ich würde sagen mit x=10 bist du beim herausfordernden Bauen aus den 80ern… 🙂

      • Hi Andre,
        das ist endlich eine sehr kreative Bauidee!

        Schade finde ich, dass es schon wieder ein Porsche ist und das bedenkliche Maß an Aufklebern. Hoffentlich bekommen wir im Sommer keinen neuen Allrad-Abschlepper 🙂

  9. Ich finde auf den ersten Blick sieht er auf dem ersten Bild des Reviews aus wie ein Supersportwagen auf kleinen Stahlfelgen. Außerdem ist die Vorderachse zu weit nach hinten gerutscht, was irgendwie gedrungen aussieht. Ohne diese zwei gravierenden Mängel sowie schönere Scheinwerfer würde mir das Modell gut gefallen. Etwas schade finde ich, dass in dem Review viel Wert auf die positiven Aspekte gelegt wird, aber die negativen gar nicht angesprochen werden oder „schöngeredet“ werden. Wenn ein Lego Verantwortlicher das lesen würde, würde er denken, dass sie eigentlich alles richtig gemacht haben.

    • Das Review entspricht hundertprozentig der persönlichen Meinung von André. Er beschreibt was ihm gefällt, und er beschreibt, was ihm nicht so gut gefällt. Und das in einer wunderbaren Art und Weise, ich schätze die Reviews von André sehr. Insgesamt ist er von dem Set positiv angetan. Wo also ist hier das Problem? Wenn du das Set baust, und eine andere Meinung hast, ist das völlig in Ordnung.

  10. Danke für das schön geschriebene Review und die Bilder. Die Meinung kann ich nicht ganz teilen:

    – Weiße Teile mit einer regelrechten (auch weißen) Aufklebertapete zu überziehen, ist doppelt gruselig. Vor allem, da es sich um zwei verschiedene Weißtöne handelt.
    – die Mini Räder gehen gar nicht, vor allem wenn man das Original daneben stellt. Das muss doch einem auffallen bei Lego?! Die Räder aus dem 42056 sehen darauf tausendmal besser aus, zumal es ja eh ein Displaymodel ist. Spielen kann man damit nicht, dank fehlender „Hand of God“-Lenkung
    – die Glubschaugen sehen auch bescheiden aus, hier wüsste ich aber auch nicht was man anders machen könnte/welches Alternativteil in Frage kommen könnte :-/

    Meiner Meinung nach sind diese ganzen Supersportwagen der letzten Jahre keine Technikmodelle, das wäre in Creator tausendmal schöner gewesen und auch besser umzusetzen gewesen. Zumal man die sich eh nur ins Regal stellen kann. Naja vielleicht kommt ja irgendwann nochmal eine Model Team Reihe, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt 🙂

    Alles in allem werde ich ihn mir trotzdem irgendwann kaufen, wenn er für max. 100 € zu haben ist. Ist halt leider ein Technic Model…

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