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LEGO Technic Sommer-Neuheit: 42145 Airbus H175 Rettungshubschrauber und das Osprey-Debakel

Neuer Heli | © LEGO Group

Mit den Sets LEGO Technic 42145 Airbus H175 Rettungshubschrauber und 42144 Waste Handler zeigen sich zwei Sommer 2022 Neuheiten.

Im Sommer 2020 sorgte das Set LEGO Technic 42113 Bell-Boeing V-22 Osprey für Schlagzeilen. Das Set kam zwar offiziell nie auf den Markt, wurde aber in einigen Ländern – da schon ausgeliefert – dennoch „abverkauft“. Lizenzen mit Flugzeugherstellen können also „kompliziert“ sein, wenn die Herstellung von Rüstungsgütern einen Großteil des Firmenumsatzes ausmachen.

Auch Sascha hat eine begehrte Osprey ergattern können und das Set auf der Zusammengebaut 2022 ausgestellt.

Doch ganz offenkundig lässt sich LEGO von den jüngsten Erfahrungen nicht abschrecken. Und so erscheint im August als Sommer 2022 Neuheit der LEGO Technic 42145 Airbus H175 Rescue Helicopter. Rettungshubschrauber wurde also mal lieber im Namen untergebracht: Sicher ist sicher. Die zwei August-Neuheiten zeigen sich somit dank internationalem Katalog – die Detailbilder dieser und weiterer Neuheiten folgen, sobald sie uns vorliegen.

LEGO Technic 42144 Waste Handler

» 835 Teile
» 99,99 Euro UVP

LEGO Technic 42145 Airbus H175 Rescue Helicopter

» 2.001 Teile
» 199,99 Euro UVP

Eure Meinung!

Wie gefallen euch die beiden LEGO Technic Sommer 2022 Neuheiten? Packt eure Meinung gerne unten in den Kommentare.

Andres Lehmann

Einst mit LEGO City und der 12V-Eisenbahn durchgestartet, Sammler von Creator Expert, Ideas, Architecture und City Modellen und baut gerne MOCs, die hoch hinaus gehen.

11 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Ich denke, dass es da schon einen großen Unterschied zwischen der Osprey und dem H175 gibt. Der H175 wird größtenteils zivil eingesetzt, und tatsächlich auch häufig als Rettungshubschrauber. Er wird aber auch militärisch als H175M genutzt. Die Osprey ist ein ausschließlich militärisch genutztes Flugzeug. Soweit ich weiß gibt es keine einzige Osprey im zivilen Einsatz. Die „Rescue“-Geschichte war von Lego frei erfunden, um die selbst auferlegten, äußerst schwammigen „Kein Militär“-Guidelines einzuhalten. Hat nicht geklappt.

    Hersteller grundsätzlich auszuschließen, weil deren Produkte (auch) militärisch genutzt werden, kann man sicher machen. Dann müssten aber einige Lizenzen wegfallen, wie zB VW und Mercedes.

    • Vielen Dank für die Erläuterungen! Es war ein „Gedankenanstoß“. Und sofort habe ich natürlich das „Air Race“ im Sinn. Der Jet wurde nicht vom Markt genommen, und es gibt auch bei Creator immer neue. Aber: Hier eben ohne Lizenz.

      Aber schon interessant, welchen Gedanken ich als erstes hatte: Airbus, Helikopter, oh, oh…

    • GartenFreundDeutschland

      7. Juni 2022 um 9:21

      Die Rescue Variante von der Osprey war an sich keine Geschichte von Lego. Die war damals tatsächlich für die Coast Guard geplant. Aber der Plan wurde nie durchgesetzt, da die mit ihren Hubschraubern gut aufgestellt sind und die VTOL Technik für die Coast Guard zu arbeitsaufwendig war. Bei denen zählt jede Sekunde.

      ABER: selbst wenn die Opsrey bei der Coast Guard gelandet wäre (5€ ins Phrasenschwein), dann wäre es noch immer eine militärische Variante, da die Coast Guard neben Army, Air force, Marines und Navy die fünfte Teilstreitkraft in den USA ist. Hätte also trotzdem für Stress bei Lego geführt.

      Bezüglich der Lizenzen von Herstellern militärischer Ausrüstung (nicht nur militärisch genutzten Geräten) und dem Ausschließen dieser von Lego und anderer Spielzeughersteller schneidet man sich wohl tatsächlich selbst ins Fleisch… Und da meine ich nicht nur alle Luftfahrthersteller.

  2. Kann da nur Re:Kiss zustimmen. Macht ’nen Unterschied, ob ein Hubi originär zivil genutzt wird und dann vielleicht militarisiert wird oder umgekehrt. Beim H175 ist die Situation sogar recht eindeutig, weil selbst die „militärische“ Nutzung bisher eigentlich nur Rettung/ Evakuierung, Transport und ein bisschen Seeaufklärung umfasst.

  3. Hast du mal die Werkstour mitgemacht? Sehr interessant, nur zu empfehlen!

    Ich hoffe, Lego mach noch was aus der Airbus-Lizenz. Vielleicht nicht unbedingt einen „Rettungs“-A400M. Aber so ein schöner 350-Waschbär… da wäre ich dabei. Die Cobi-Boeings fand ich eher enttäuschend (zu viele Formteile, und Cobi-untypisch mit Stickern).

  4. Also ich finde den Hubschrauber schon grenzwertig. Farbe ist hier zwar erstmal kein Thema, die hat aber auch beim Zetros kaum jemanden gestört, und der wird tatsächlich zu einem Großteil militärisch genutzt, ich glaube aber am häufigsten in Sandfarben. Bei Lego geht es aber auch immer darum, was man aus den Teilen bauen kann, also z.B. einen Panzer aus einem olivgrünen Lamborghini. Ich vermute das ist mit ein Grund, warum das Lego-Modell im Gegensatz zu dem auf der Packung abgebildeten Vorbild giftgrün ist. Ebenso ist übrigens auch der Zetros in der militärischen Version meistens ein 6 x 6, es waren auch hier also möglicherweise nicht nur Buchhalter an der Veränderung des Sets beteiligt.

    Lego kann und will in erster Linie ja aber nur Kinder schützen, und da ist meine Erfahrung, dass denen die Farben relativ egal sind, die bauen auch an einen roten Hubschrauber Raketen dran und der schießt damit dann auf Stormtrooper oder je nachdem was im Kinderzimmer rumfliegt auch auf Piraten von Playmobil. Das kann man natürlich nicht verhindern, aber man muss es ja nicht noch fördern und Kinder erst auf diese Idee bringen. Andererseits sind bei einem Technic-Set für 200 oder 300 € aber auch nicht Sechsjährige die Zielgruppe, im Endeffekt verhindert man also gar nichts: Wer sich z.B. daran stört, dass der Zetros nicht komplett grau oder grün ist, oder eine Achse zu wenig hat, der hat auch die Mittel das zu ändern, oder Sets anderer Hersteller im Internet zu bestellen (es gibt da z.B. ein olivgrünes Wohnmobil mit verdächtiger Ähnlichkeit zum Unimog).

    Lego schadet sich also nur selbst, wenn Sie bunte und unrealistische Sets anbieten, die dann vor allem von 18+ nicht gekauft werden, und wenn Typ oder Farbe nicht das Problem sind, bleibt als einziges Argument eigentlich nur die Lizenz. Boeing stellt eben nicht nur Osprey her, sondern auch z.B. Kampflugzeuge wie die F/A-18 Super Hornet herstellt. Indirekt wären also mit jedem verkauften Set 10 € oder so an einen der größten Waffenhersteller der Welt geflossen, und das muss man nun wirklich nicht gut finden. Ich meine daher man sollte vor allem bei den teuren Sets komplett auf Lizenzen verzichten, denn wenn man mal genauer hinschaut, betrifft das gerade bei Technic praktisch jedes Set.

    Offensichtlich werden Kräne von Liebherr natürlich auch vom Heer und der Marine genutzt, die bauen z.B. aber auch Getriebe für die Triebwerke von Kampflugzeugen wie eben der F/A-18 von Boeing. Volvo baut U-Boot-Diesel und ebenfalls Flugzeugteile, hier allerdings für die schwedische JAS Gripen. Land Rover Defender fahren aktuell durch die Ukraine, wenn auch das ältere Modell, zum Konzern gehörte aber früher auch der Panzerhersteller Alvis und jetzt firmiert das Ganze als Tata Motors die ebenfalls Militärfahrzeuge herstellen. Ferrari gehört zu Fiat-Chrysler genau wie Iveco Defence, die neben den unvermeidlichen Militär-LKW auch Schützenpanzer verkaufen. Zum Volkswagenkonzern gehören nicht nur Bugatti, Porsche, Lamborghini, und Ducati, sondern auch die Fa. Renk, deren Spezialgebiet auch Getriebe für Panzer oder Kriegsschiffe sind. Daneben entwirft Porsche Design z.B. Schützenpanzer für Rheinmetall.

    Einzig Mercedes-Benz scheint seit Neuestem regelrecht vorbildlich zu sein, seit Februar ist die LKW-Sparte ja eigenständig und nur die nennt sich noch Daimler, damit ist außer den Speed-Champions aktuell aber auch kein Set mehr von diesem Hersteller im Sortiment.

    • Naja, die Erklärung für den Sian würde nur dann Sinn ergeben, wenn man nicht zeitglich einen olivgrünen Defender im Sortiment hätte. Ich denke das Giftgrün wurde gewählt, weil es zu den bunten Vorgängern passt, eine gedeckte Farbe hätte hier stark herausgestochen. Reine Designentscheidung und hat nichts mit irgendwelchen Firmenphilosophien zu tun.

  5. Man sollte nicht alles glauben, was die Firma Lego in die Presse gibt.
    Fragt euch doch mal, was es für ein PR-Desaster geworden wäre, wenn die Osprey in den normalen Verkauf gegangen wäre.
    – Lego verkauft nicht getestet Technic-Produkte
    – Rückrufaktion bei Lego
    – …
    Dann doch lieber eine kleine Diskussion bzgl. Kriegsgeräte, wo man auf der besseren PR-Seite steht, welche nach ein paar Tagen vorbei ist. Die Entscheidung ob die Osprey zu sehr in die Richtung Kriegsgerät gegangen ist, wurde bei Lego sicherlich schon vor dem Entwicklungsprozess geklärt (und aus Lego-Sicht) ausreichend bewertet. Wäre der Defekt nicht gewesen, hätte man sie garantiert für mindestens ein Jahr verkauft. Am Ende ging es nur noch drum, halbwegs gut aus der Situation raus zu kommen.

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