Gefällt euch Zusammengebaut? Wenn ihr einem Shopping-Link folgt, die Cookies akzeptiert und einkauft, erhalten wir eine kleine Gutschrift - am Kaufpreis ändert sich für euch nichts. Eure Unterstützung ermöglicht unsere tägliche Arbeit an dieser Seite. Herzlichen Dank!

» LEGO Online Shop DE | AT | CH 🛒

LEGO Überraschung: Neue Grundplatten für mehr Stabilität?

Die neue LEGO Grundplatte von unten betrachtet

Die neue LEGO Grundplatte von unten betrachtet | © Johann Härke

LEGO führt eine neue Form der klassischen LEGO Grundplatte ein: Wie steht es um die Zukunft des Klassikers? Alle Infos und Hintergründe!

Die LEGO Harry Potter 76417 Gringotts Zaubererbank habe ich euch gestern bereits im ausführlichen Review 📝 vorgestellt. Einen besonderen Fakt wollte ich aber noch einmal separat herausgreifen: Das neue Set bringt eine neue Gussform (fachsprachlich auch “Mould” genannt) der altbekannten 32×32 Noppen großen Grundplatte 3811 mit sich!

Mysteriöse Einkerbungen

Alle vier Ecken des neuen Grundplatten-Moulds ziert ein interessantes Muster an Einkerbungen auf der Unterseite – je vier Noppen in beide Ausrichtungen sind durch deutlich erkennbare Kerben sowohl untereinander, als auch schräg verbunden.

Von der Oberseite aus ist dieses Muster jedoch nicht zu erkennen – hier erschein die Grundplatte unauffällig glatt wie eh und je.

Der Grund – unbekannt

Was LEGO (beziehungsweise LEGOs Zulieferer) dazu bewogen haben könnte, den Mould umzustellen, bleibt rätselhaft. Ich könnte mir vorstellen, dass es etwas mit dem maschinellen Handling der Platten zu tun haben könnte – und beispielsweise Roboter so besser die Ausrichtung der Platte erkennen oder sie greifen können. So ganz überzeugt bin ich von dieser These jedoch nicht. Eine andere These: Die Stabilität wurde verbessert, und die Platten “wölben” sich nicht. Habt ihr eine bessere Theorie? Teilt sie gerne in den Kommentaren!

Das Ende der LEGO Grundplatten – vorerst abgesagt

Mit dem Ende der klassischen Straßen-Grundplattten 2020 hatte LEGO unter erwachsenen Fans einigen Unmut auf sich gezogen – wenngleich die neue Lösung einige kreative Bauten erst ermöglicht, wie zum Beispiel Timons grandiose Autobahn zeigt. Die damalige Entscheidung befeuerte jedoch auch wilde Gerüchte ob eines drohenden Endes der klassischen Grundplatten.

Fakt ist: LEGO stellt die Grundplatten bereits seit einigen Jahren nicht mehr selber her, das Produktionsverfahren ist ein anderes: Vereinfacht gesagt werden die Grundplatten aus langen “Folienbahnen” gefertigt, die erwärmt und in Form gebracht werden – das so genannte Thermoform-Verfahren. Die klassischen LEGO Steine dagegen werden im Spritzgussverfahren aus feinem ABS-Granulat hergestellt.

Zukunft der Grundplatten ist gesichert

Die neuen Baseplates im aktuellen LEGO Katalog | Screenshot LEGO Katalog

Zumindest nach derzeitigem Stand droht in naher Zukunft jedoch kein “Grundplatten-Aus” – das Lebensende (EOL, “End of life”) der aktuell vier erhältlichen Grundplatten 11023, 11024, 11025 sowie 11026 hat LEGO in seinen internenen Daten aktuell auf das Jahr 2026 gelegt – und auch danach können sie in neuen Farben ja einfach wiederkommen. Auch die jetzt eingeführte neue Gussform spricht nicht für ein baldiges Lebensende.

Unabhängigkeit von Zulieferern?

Vielfach hört man zuletzt von großen Unternehmen, die sich anschicken, unabhängiger von Zulieferern zu werden – und auch LEGO schien dieses Konzept zu verfolgen. Beispielhaft wurden 2019 die klassischen Metallachsen bei den Eisenbahnrädern durch eine Spritzgussversion ersetzt, und konnten so fortan selber produziert werden. In diesem Jahr folgte jedoch die Rolle rückwärts, völlig überraschend tauchten die Metallachsen im 76423 Harry Potter Hogwarts Express wieder auf. Die Gründe für diese Entscheidung liegen ebenfalls im Dunkeln – ich habe mich beim Bau jedoch sehr gefreut, da nach meinem subjektiven Gefühl nach die Metallachsen deutlich besser rollen und sich wertiger anfühlen.

Fazit

Einige Fragen bleiben offen, etwa zu dem Hintergrund der Umstellung bei den LEGO Grundplatten. Klar scheint jedoch: Auch in Zukunft wird es die klassischen “Baseplates” vom LEGO zum Einzelverkauf sowie in Sets geben. Das ist eine gute Nachricht!

Eure Meinung!

Was denkt ihr über diese Entscheidung – haltet ihr die LEGO Grundplatten in ihrer derzeitigen Form für richtig – oder würdet ihr etwa große, von beiden Seiten bebaubare Plates bevorzugen? Und habt ihr eine Idee, was mit der Umstellung – wie oben beschrieben – bezweckt wird? Schreibt eure Ideen gerne in die Kommentare!

Johann Härke

Interessiert sich für LEGO Harry Potter, Modular Buildings und Beleuchtung seiner Stadt.

20 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Ich kann mir vorstellen, dass dadurch verhindert werden soll, dass sich die Ecken anheben, wie es bspw. bei allen Modulars der Fall ist.

  2. Ich finds zumindest schön das die Platten nicht gleich mit den Straßen aussortiert wurden, auch wenn ich die Straßen lieber weiter im Sortiment gesehen hätte.

  3. Warum steht in der Überschrift “Alle Infos und Hintergründe” und im Text finden sich nur Vermutungen?

    • Johann hat sehr schön die Verfahren der Herstellung beschrieben. Zudem wurde erläutert, dass LEGO die Grundplatten nicht selber produziert etc.
      Das sind Hintergründe.

      • Vielen Dank für die Antwort.

        Im Fazit ist selbst zu lesen:

        „…. Einige Fragen bleiben offen, etwa zu dem Hintergrund der Umstellung bei den LEGO Grundplatten….“

        Wenn doch einige Frage offen bleiben, dann kann man meines Erachtens nach nicht von allen Infos und Hintergründen schreiben.

        • Okay. Bei dem schönen Wetter drehe ich jetzt ein Wörtchen nicht drei Mal im Kreis. Die Einleitung habe ich so angepasst, also alle Beschwerdebriefe direkt an mich adressieren.

          Und ein dickes Dankeschön an Johann für den Artikel. 🙂

  4. Interessanter Gedankengang. Ich habe gestern ein älteres Building gebaut und ja, die Grundplatte wölbt sich ein wenig nach oben. Wenn man mit dieser Veränderung das verhindert, wäre es schön. Leider kann ich es von der Logik her nicht nachvollziehen. Warum äußert sich Lego nicht dazu? Irgendeinen Grund muß es doch geben?

  5. Das kann man bestimmt in ein paar Jahren für Punkte abfotografieren…

  6. Ich hab gestern die 21335 (Leuchtturm) aufgemacht und angefangen zu bauen. An der Baseplate sind mir dieselben Markierungen aufgefallen. Bedeutet dass der Leuchtturm aus einer neuen produktionscharge stammt?

    • Das ist eine gute Frage! Mir ist es jedenfalls bislang noch bei keiner Baseplate aufgefallen. Aber bei Instagram hat uns jemand geschrieben, bei den grauen Baseplates sei das schon seit Jahresbeginn so.

    • Hallo Max, davon würde ich an Deiner Stelle ausgehen, die Baseplate von meinem Leuchtturm 21335 hat noch die alte Baseplate-Form, ich hatte im Oktober 2022 bestellt. Viele Grüße!

  7. The Storytelling Brick

    5. September 2023 um 12:00

    Meine Vermutung wäre, dass die Änderung aus Stabilitäts-/Verstärkungsgründen erfolgt ist (die Aufwölbung an den Rändern wurde ja angesprochen). Immerhin sind auch Verstrebungen bei den normalen 16×16 Platten und den neuen Straßenplatten auf der Rückseite zu sehen. Ansonsten sag ich zum Thema Bauplatten, dass ich mich freue, sie weiterhin in LEGOs Programm zu sehen, obwohl LEGO sie ja nun eher weniger (als Unterbau) nutzt.

  8. Danke für die Info!

    Es ist sehr erfreulich zu hören, dass in den nächsten Jahren die Grundplatten weiter verfügbar sein werden!

    Schön wäre nun nur noch, wenn die alten Straßenplatten zumindest für Steine & Teile wieder hergestellt werden würden. Für Städtebauanfänger, die hauptsächlich die neuen City Sets kaufen, sehe ich schon die Vorteile der neuen Straßenplatten. Wenn man jedoch als AFOL bereits mit einer Stadt mit den alten Straßenplatten angefangen hatte, ist es sehr ärgerlich, dass diese nicht mehr zum Verkauf stehen.

  9. Das hat Lego gemacht um das Gewicht zu reduzieren. Dadurch spart man plastik und kann es kostengünstiger produzieren. Der Preis bleibt gleich. Somit steigt der Gewinn. Die sind clever, diese Grönländer.

  10. Mein im Mai bestellter JazzClub direkt bei Lego hatte das auch schon. Kann mir auch nur vorstellen, dass sich damit die Ecken nicht mehr so stark hochbiegen sollen

  11. Kerben (weniger Material) damit es stabiler wird? Euer Ernst?

  12. Die Kerben an den Ecken haben ihre Gründe in den Produktionsprozessen. Die Kerben sollen ein Aufwölben der Ecken durch die Prozesswärme im Formgebungsprozess verhindern. In der 21335 war bei mir auch schon eine Baseplate mit Kerben enthalten.

  13. Favorisiere die 32x32x1/3 und 16x16x2/3. Weitere Platten währen schön. Lego sollte aber die klassischen Baseplate und Straßenplatten 32×32 mit Straße 16&20(?) breit beibehalten. Es gibt soviele selten genutzte Steine, warum so bedeutende Teile einstellen?

  14. Mould heißt es nur im Englischen, fachsprachlich wäre hier dann Spritzgussform.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert