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Wie BlueBrixx mit LEGO Baumeistern umgeht: Update – weiterer Fall

LEGO MOC Wedding Hall | © Inyong Lee / Flickr

Das Kopieren von LEGO Anleitungen und der Vertrieb von Sets wird immer dreister und dubioser: Das Spiel von BlueBrixx – UPDATE.

Letztes Update: Hätte ich all dies auf mich einprasseln sehen, nun, ich hätte die Zeilen zunächst geordnet, und den Artikel dann veröffentlicht – beziehungsweise Timon gebeten, die neuen Geschehnisse dem gestrigen Artikel hinzuzufügen. Zudem ist dieser Artikel eher ein persönlicher Kommentar denn Artikel (und ist jetzt auch mit dieser Rubrik betitelt), da ich mich sehr wohl emotional mit in die Diskussion einbringe und auch werte. Beleuchten möchte ich nun für diesen Artikel abschließend einen weiteren Fall, der in meinen Augen aufhorchen lässt: Soeben habe ich mit Inyong Lee geschrieben. Ihr MOC wird aktuell im Shop von BlueBrixx verkauft. Ich verlinke bewusst nicht auf das Produkt, wer es sucht, wird natürlich fündig. Beim Verkauf des Sets Europäisches Einkaufszentrum (im Original „Wedding Hall“) gibt es im Shop von BlueBrixx den Zusatz: „Wir haben dem Designer dieses MOC seine tolle Arbeit finanziell vergütet.“ (Genau so steht es dort, auch wenn dieser Satz etwas „unrund“ klingt). Wir haben bei der Baumeisterin aus Suwon in Südkorea nachgefragt und sie schrieb uns: „Hallo, ja, danke für deine Nachricht! Das ist mein MOC und ich habe von BlueBrixx kein Geld erhalten! Sie [Bluebrixx] haben nie mit mir gesprochen. Ich sollte sie kontaktieren!“ Ich bin überhaupt nicht daran interessiert, hier eine Firma zu beleuchten, die mir im Grunde genommen völlig egal ist, da sie kein LEGO verkauft. Mir geht es einzig darum, dass das Urheberrecht von LEGO Baumeistern geschützt wird.

Das Modell von Inyong Lee wird von BlueBrixx offenbar ohne Absprache verkauft. Eine Zahlung hat es laut Aussage der Baumeisterin nicht gegeben.

Zum Vergleich zunächst ein aktueller Screenshot aus dem BlueBrixx Shop. Und folgend ein Bild aus dem Flickr-Acccount der Baumeisterin sowie ihre alternative Bauanleitung, die sich bei Rebrickable findet. Wer das offizielle Modular Building 10211 Großes Kaufhof besitzt, kann das MOC aus diesen LEGO-Steinen nachbauen. Da BlueBrixx sich bezüglich Brickative noch nicht bei uns gemeldet hat, sehen wir davon ab, in diesem Fall erneut nachzuhaken. Ob dem wirklich so ist, vermögen wir somit nicht zu sagen. Wir haben in den letzten zwei Tagen dieses heikle Thema so gut es ging beleuchtet, Timon mit Sachlichkeit, ich mit Emotionalität, und werden nun wieder zur Tagesordnung zurückkehren. Es soll sich hier um schöne, steinige Themen drehen, und nicht um dubiose Machenschaften. Aber für Baumeister haben wir weiterhin stets ein offenes Ohr!

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Brickative: Neue Entwicklung

Update 14:02 Uhr: Brickative hat uns soeben mitgeteilt, dass sie den gesamten Schriftverkehr veröffentlicht haben. Nachdem BlueBrixx wiederum nur gekürzte Inhalte, sprich Auszüge aus dem Schriftverkehr, ins Netz gestellt hatte.

Update 13:07 Uhr: Freunde der Südsee, dieses Thema bewegt die Gemüter! Wir haben eben Brickative angeschrieben, und uns erreichte folgende Antwort: „Während des gesamten Kontakts mit Klaus [BlueBrixx] stellte er den Kontakt mit der chinesischen Firma her, und wir verhandelten den höheren Preis mit den Chinesen als Kompensation für uns aus, aber es gab keine Verhandlungen mit BlueBrixx darüber. Die Firma in China sagte uns, dass dies ein Missverständnis sei, und dass sie nicht wussten, dass die Entwürfe von uns stammen, weil irgendein chinesischer Designer sie ihnen gegeben habe. Wir sagten den Kontaktpersonen der Firma in China, dass, selbst wenn es wahr wäre, es uns nicht klar wird, denn sie hätten den Designer der Entwürfe erfragen sollen. Und wir sprachen mit den Chinesen darüber, uns eine ‚Entschädigung‘ zu geben. In unseren Köpfen war es für eine Vereinbarung zu spät, denn sie haben bereits getan, was sie getan haben.“ Angesprochen auf die Zahlung von BlueBrixx, schreibt uns Brickative: „Ja, es war eine Überraschung für uns!“ Das Geld wurde, wie unten beschrieben, sofort zurücküberwiesen.

Update 12:25 Uhr: Leser haben uns darauf hingewiesen, dass BlueBrixx soeben den privaten Schriftverkehr mit Brickative veröffentlicht hat, der darlegt, dass zunächst eine Einigung mit dem Baumeister erzielt wurde. Anstatt eine sachliche Gegendarstellung zu veröffentlichen oder auf unsere E-Mail von heute Morgen zu antworten, werden E-Mails veröffentlicht. Das Vorgehen, das kein Einzelfall zu sein scheint, hat Timon gestern ausführlich beschrieben. Ich kann nur jedem Baumeister raten, sich einen Anwalt zu nehmen, sollte es zu Konflikten kommen. Denn die Karte „Firma gegen kleinen Baumeister“ wird schnell ausgespielt. Und noch einmal, wie fast in jedem Absatz betont: Wir haben nichts gegen andere Klemmbausteinhersteller. Und auch nichts gegen den Vertrieb von alternativen Brick-Produkten. So denn alles sauber abläuft und man sich zunächst darüber informiert, wer denn das Set designt hat. Ein Anfang wäre es, einfach herauszufinden, wer ein komplexes Bauwerk, wie etwa ein Modular Buidling, erschaffen hat. Da diese Geschichte explizit sehr verworren scheint, haben wir die Überschrift, ursprünglich „Wie BlueBrixx LEGO Baumeister hintergeht: Brickative wehrt sich“, angepasst. Uns geht es darum, klar aufzuzeigen, dass der Diebstahl geistigen Eingentums verwerflich ist. Sollte uns eine Gegendarstellung von BlueBrixx erreichen, werden wir diese selbstverständlich ergänzen. Das Gleiche gilt für Brickative, so denn es hier noch etwas zu sagen gibt.

lego-universitaet-brickactive zusammengebaut.com

LEGO Universität von Brickative | © Brickative


Wie die Diskussion ins Rollen kam

Am gestrigen Tage haben wir den Artikel LEGO Fan-Modelle werden in China kopiert und hierzulande verkauft: Ein Vergleich veröffentlicht. Über Wochen hinweg hat Timon recherchiert und ein übles Spiel aufgedeckt. In diesem Zusammenhang drehte es sich auch um die deutsche Firma BlueBrixx. In den Kommentaren verlief eine Diskussion, die mich streckenweise erstaunte, wurde doch teils das Vorgehen von BlueBrixx verteidigt. Als Beispiel wurde angeführt, dass die Firma Baumeistern nun teils Geld zahle und das auf der Website vermerke. Angeführt wurde in diesem Zusammenhang Brickative. Dort werden Bauanleitungen von fantastischen – und von uns bereits mit großer Begeisterung vorgestellten – Modular Buildings verkauft. Angeblich sei es zu einer Einigung zwischen BlueBrixx und Brickative gekommen. Doch dem ist nicht so! Ich möchte keine Halbwahrheiten auf Zusammengebaut stehen lassen, und habe daher ganz bewusst einen weiteren Artikel zum Thema veröffentlicht. Was BlueBrixx macht, ist meiner persönlichen Wahrnehmung nach gelinde gesagt dreist und schadet massiv der AFOL-Community. Wir als LEGO-Fans verurteilen das Vorgehen und beziehen klar und ohne wenn und aber Stellung! Noch einmal sei betont: Wir haben überhaupt nichts gegen andere Klemmbaustein-Hersteller und mischen uns auch nicht in den Vertrieb von Firmen ein. Als LEGO Fan Blog konzentrieren und fokussieren wir uns stets auf die Steine aus Billund. Aber wie hier mit LEGO Baumeistern umgegangen wird, macht mich fassungslos! Hinweis: Dies ist die offizielle Website von Brickative! Mit sehr viel Aufwand werden modulare Gebäude erstellt und die Anleitungen zu fairen Preisen verkauft. Wir erhalten hier keinerlei Provisionen, wissen aber von vielen Lesern, wie fantastisch die Bauten und Anleitungen sind. Und bitte beachten: Eine neuerliche Anfrage von Timon an Bluebrixx wurde bis zur Stunde nicht beantwortet.

Im Folgenden die am Vormittag veröffentlichte Gegendarstellung von Brickative: Automatisch übersetzt und im Original-Wortlaut! Die Kommentarfunktion ist selbstverständlich auch unter diesem Artikel geöffnet. Bitte äußert euch stets sachlich und respektvoll im Umgang.


Offizielle Ankündigung

Wahrscheinlich haben einige von Ihnen gesehen, dass unsere Module im Bluebrixx-Shop verkauft werden. In diesem Fall fühlen wir uns verpflichtet, Ihnen mitzuteilen, dass wir mit Herrn Klaus Kunke (dem Eigentümer von Bluebrixx) keine Vereinbarung über den legalen Verkauf dieser Sets durch seine Firma getroffen haben. Wir haben kein Dokument unterzeichnet, das ihm dies erlaubt. Wir haben von ihm Geld per Banküberweisung erhalten, ohne unsere Erlaubnis oder unser Wissen darüber (wir haben erst gestern davon erfahren), und wir schicken ihm heute sein Geld per Banküberweisung zurück.

Wir haben herausgefunden, dass eine chinesische Firma unsere Old Town Pub- und Victor’s Lab-Module von der Bluebrixx-Website produziert haben. Danach haben wir uns sofort mit dem Besitzer von Bluebrixx in Verbindung gesetzt, um diese Situation zu erklären, und wir wurden darüber informiert, dass die Firma mit der Produktion dieser Sets begonnen haben. Sowohl Herr Kunke als auch die chinesische Firma sagten uns, dass sie nicht wüssten, dass sie unsere Designs illegal verwenden, da sie die Designs von einem chinesischen Designer erhalten hätten. Sie fügten auch direkt hinzu, dass wir nichts dagegen unternehmen können.

Herr Klaus Kunke setzte uns unter Druck, indem er uns diesen ganzen Fall so zeigte: Die Chinesen werden die Sets sowieso verkaufen, und wir werden kein Geld erhalten, oder er kann uns einen gewissen Betrag für den Verkauf dieser Sets in der EU bezahlen. Wir fühlten uns frustriert, weil wir ausgeraubt und von negativen Gefühlen beeinflusst wurden, also stimmten wir zunächst seinem Angebot zu. Aber nachdem wir klar gedacht hatten, lehnten wir sein Angebot nur 3 Stunden später ab und teilten ihm mit, dass dies unsere endgültige Entscheidung sei. Wir waren nicht damit einverstanden, Sets auf der Grundlage unserer gestohlenen Entwürfe zu verkaufen. Wir sagten ihm auch sofort, dass wir sein Angebot nicht akzeptierten, da wir es als einen Versuch der Legalisierung des Verkaufs dieser Sets ansahen. Schließlich teilte uns Herr Kunke mit, dass er seine Bestellung für diese Sets storniert hat und sie nicht in seinem Geschäft verkaufen wird, es sei denn, wir ändern unsere Meinung darüber, etwas Geld dafür zu nehmen. In Anbetracht dessen und der Tatsache, dass Herr Kunke behauptete, er unterstütze den Diebstahl von Designs durch die Chinesen nicht, dachten wir, dass der Fall abgeschlossen sei.

Leider scheint es, dass Herr Kunke unsere Meinung darüber und die Tatsache, dass die Chinesen uns unser Eigentum gestohlen haben, nicht wirklich interessiert. Er beschloss, uns trotzdem Geld zu geben, indem er eine Banküberweisung auf unser Konto tätigte, ohne uns überhaupt darüber zu informieren. Wir haben erst gestern eine seltsame Geldüberweisung auf unserem Konto gefunden. Das ist alles. Danach fanden wir heraus, dass diese Sets im BlueBrixx Shop verkauft werden.
Wir hatten das Gefühl, zweimal ausgeraubt zu werden. Im Falle der Chinesen ist die Realität so, wie sie ist, und wir können nichts dagegen tun, aber ein solches Verhalten des europäischen Verkäufers ist nur ein Tiefschlag. Außerdem haben wir letzte Woche die Ankündigung unseres Kuba-Hotels auf der BlueBrixx-Website gesehen. Wieder einmal haben wir Herrn Kunke nach einer Erklärung gefragt, und wieder einmal haben wir die gleiche Antwort erhalten: „Ich wusste nicht, dass es Ihr Design sein sollte“… Was an dieser Erklärung wirklich lustig ist, ist die Tatsache, dass Herr Kunke wollte, dass wir Entwürfe für ihn machen (ja, er hat uns einen Job angeboten), aber es scheint, dass er unsere Entwürfe nicht überprüft hat.

Da wir keine Vereinbarung mit Herrn Klaus getroffen haben, kein Vertragsdokument unterschrieben haben und wir ihm sein Geld zurückgeben, fordern wir, dass BlueBrixx den Verkauf dieser Sets einstellt. Herr Klaus sollte auch den Verkauf des anderen Sets namens „European Mall“ stoppen, denn soweit wir wissen, hat der Autor dieses gestohlenen Designs ebenfalls keine Vereinbarung mit Herrn Klaus getroffen.
Wir möchten auch erwähnen, dass die Erstellung von Designs uns viel Arbeit, Zeit und Opfer kostet. Außerdem sollten Sie wissen, dass wir zu Beginn der Erstellung von Brickative ein Jahr lang abends und an den Wochenenden arbeiten mussten, um unsere Arbeit zusammenzufassen und modulare Anweisungen zu geben. Schließlich haben wir unsere Arbeit aufgegeben, um normal leben zu können. Nach all dem ist das, was Herr Kunke tut, einfach unmoralisch und ein brutaler Versuch, mit der Arbeit eines anderen Geld zu verdienen. Trotzdem wollen wir sein Geld nicht, und wir werden auch keins akzeptieren. Wir haben sogar 150 Euro verloren, indem wir Herrn Klaus eine Rücküberweisung gemacht haben, um ihm Geld zurückzugeben, das wir nicht wollten.

Zahlungsdokument

Dokument, von Brickative auf Facebook veröffentlicht!

Official Announcement

Probably some of you saw our modulars being sold in the Bluebrixx shop. In this case, we feel obliged to announce that we didn’t make any agreement with Mr. Klaus Kunke (the Bluebrixx owner)about legal selling these sets by his company. We didn’t sign any document allowing him doing this. We have received some money from him by a bank transfer without our permission or knowledge about it (we found out about it just yesterday) and we send him his money back by a bank transfer today.

We found out the fact that the Chinese produced our Old Town Pub and Victor’s Lab modulars from the Bluebrixx website. After that, we contacted the Bluebrixx owner immediately to explain this situation and we was informed that the Chinese started producing these sets. Both Mr. Kunke and the Chinese told us that they didn’t know that they used our designs illegally cause they received the designs from some Chinese designer. They also added directly that we can’t do anything about it.

Mr. Klaus Kunke put us under the pressure showing us this whole case this way: the Chinese will sell the sets anyway and we won’t receive any money or he can pay us some amount of money for selling these sets in UE. We felt frustrated because of being robbed and influenced by negative feelings so we agreed his offer at first. But after thinking clearly we refused his offer just 3 hours later and informed him that that was our final decision about it. We didn’t agree about selling sets based on our stolen designs. We also told him straight away that we didn’t agree his offer considering it as an attempt of legalization selling these sets. Finally, Mr. Kunke informed us that he cancelled his order to these sets and won’t sell them in his shop unless we change our mind about taking some money for it. Considering this and the fact that Mr. Kunke claimed that he didn’t support stealing designs by the Chinese, we thought that that the case was closed.


Unfortunately, it seems that Mr. Kunke doesn’t really matter our opinion about it and the fact that the Chinese stole us our property. He decided to gave us money anyway by doing a bank transfer to our account without even informing us about it. We just found a strange money transfer on our bank account yesterday. That’s it. After that we found out that theses sets are sold in the BlueBrixx shop.
We felt like being robbed twice. In the case of Chinese, the reality is what it is and we can’t do anything about it but such behavior of the European seller is just a low blow. What is more, last week, we saw the announcement of our Cuba Hotel set on BlueBrixx website. Once again, we asked Mr. Kunke about an explanation and once again we have recived the same answer: „I didn’t know that it should be your design“… What’s really funny in this statement is the fact that Mr. Kunke wanted us to make designs for him (yeah, he offered us a job) but it seems that he didn’t check our designs.

Cause we didn’t make any agreement with Mr. Klaus, didn’t sign any document of agreement and we gave him his money back, we demand stop BlueBrixx selling these sets. Mr. Klaus should also stop selling the other set called „European Mall“ cause as far as we know the author of this stolen design didn’t do any agreement with Mr. Klaus, too.
We also want to mention that creating designs costs us a lot of work, time and sacrifice. Moreover, you should know that at the beginning of creating Brickative, for a year, we had to work at evenings and weekends to bring together our jobs and doing modular instructions. Finally, we have resigned our jobs to be able to live normally. According to all of that, what Mr. Kunke does is just immoral and a brutal attempt of earning money on someone else’s work. But, still, we don’t want his money and we won’t accept any. We even lost 150 Euros by doing a return transfer to Mr. Klaus to give him back money we didn’t want to.

Neuer Musikladen von Brickative | © Brickative


Andres Lehmann

Einst mit LEGO City und der 12V-Eisenbahn durchgestartet, Sammler von Creator Expert, Ideas, Architecture und City Modellen und baut gerne MOCs, die hoch hinaus gehen.

161 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Nett wie in dem Schreiben pauschal von “die Chinesen” gesprochen wird und ein ganzes Volk angeprangert wird. Bei allem Verständnis, Andres warum wird das nicht kommentiert? Sonst wird doch hier auf dem Blog immer so auf “das lesen auch Kinder, seid lieb” getrommelt.

    • Es handelt sich um eine automatische Übersetzung von https://www.deepl.com/translator, ich habe mir ausschließlich die englische Variante durchgelesen. In der Übersetzung mag dies mit viel Fantasie ein wenig falsch rüberkommen, ist aber im Originaltext gewiss nicht so gemeint wie von dir ausgelegt. Aber ansonsten hast du dazu nichts zu sagen? Ich habe immer noch nichts gefrühstückt, so sehr beschäftigt mich hier das Vorgehen. Das erreicht eine neue Dimension. 🙁

      Und um es klipp und klar zu sagen: Niemand prangert ein ganzes Land an. Es geht faktisch einzig um die Tatsache, dass die Sets, um die es hier geht, aus China kommen. Vertrieben werden sie aber auch in Deutschland.

      • Wenn die Anwälte von Lego vielleicht sich nicht nur auf die Minifigur fixieren würden, sondern auf die ganzen noch geschützten Steine hätte BlueBrixx kein einziges Set mehr im Laden.

        • Was LEGO macht, ist deren Sache, ich habe das auch nicht im Detail verfolgt. Wettbewerb ist prinzipiell immer eine gute Sache, so denn alles mit rechten Dingen zugeht. Das ist hier aber offensichtlich nicht der Fall.
          Egal ob LEGO Designer in Billund oder Fan, der ein schönes MOC und obendrein eine aufwändige und zeitintensive Anleitung erstellt: Das ist die wahre Kreativität, die stets geschützt werden muss! Steine kann jeder herstellen (Qualität, Herstellung, Arbeitsbedingungen etc. spielen da noch natürlich mit rein), aber Ideen, das ist das hohe Gut! Ein Musiker möchte auch nicht, dass sein Song von einer anderen Combo geklaut wird.

          • Das Kreativität geschützt werden muss ist die eine Sache. Was ich allerdings bedenklich finde ist, das hier viele Dinge in einen Topf emotionalisiert geworfen werden.

            Das Design geklaut hat hier der Hersteller (oder der „Designer“, vom dem sie bekommen haben). Der Hersteller ist daher auch erstmal der einzige, der hierfür zu verteufeln ist. Hier wird es jetzt so dargestellt, das man von einem Händler erwarten MUSS das dieser vor dem Kauf von Waren eines Herstellers überprüft, ob die Produkte gegebenenfalls einen Copyrightverstoss beinhalten. Das kann man man moralisch natürlich verlangen, ist aber zum einen sehr weltfremd und zum anderen auch nie 100%. Die einzige sicher Konsequenz wäre gar nichts mehr zu kaufen. Wenn man das fortsetzt müsste man das auch von Kunden verlangen.

            Faktisch dürfte dann niemand überhaupt mehr was kaufen dürfen. IT-Produkte sind hier ein extremes Beispiel, wo eigentlich jeder durch große Hersteller sich auch Copyrightverstösse (insbesondere OSS-Verstöße) eingekauft hat.

            Was ist also das richtige Vorgehen? BB hat einen Weg versucht. Sie haben einen Kontakt an den Hersteller vermittelt und versucht für die bereits von ihnen erworbenen Produkte eine Abfindung dem Designer zu zahlen. Am Ende gab es gar keine Einigung, sondern diese Bericht hier im Blog. Nach dem ganzen hinunter her hatte BB die Wahl die bereits georderte Ware zu verkaufen oder die Ware als Verlust abzuschreiben. Der Hersteller hat so oder so sein Geld bekommen, und wenn ich davon ausgehe was BB für seinen Teil bezahlen wollte, wird es sich um größere Summen handeln. Da kann sich jeder selbst ehrlich fragen was er als Geschäftsmann getan hätte. PR mäßig hat es aber BB sicherlich nicht drauf und sie sollten auch solche Verhandlungen zukünftig Profis überlassen. Den viele der oben in der Stellungnahme genannten Vorwürfe kann ich nach dem lesen des Schriftverkehrs nicht wirklich nachvollziehen. Es sieht für mich vielmehr so aus, dass hier durch die Situation/Sprache und Unvermögen einiges an Chancen von ALLEN Beteiligten vertan wurde.

            Mir fällt leider auch keine echte Lösung ein, da die einzige Maßnahme die dauerhaft etwas bringen würde, das verklagen der Hersteller wäre – und das kostet Geld. Aber solange die vor Ort ihre Sachen problemlos vertreiben können (Europa ist ja kein wirklicher Markt für die), wird sich nichts ändern.

          • Wir freuen uns über jede Zuschrift, aber solche Begriffe wie „Unvermögen“ helfen in solch einer Diskussion nicht weiter. Hier wurde in meinen Augen auch keine Chance vertan. Wir möchten niemanden an den Pranger stellen. Nach dem gestrigen Artikel mit glasklarer Sachlage (https://zusammengebaut.com/auch-mocs-werden-geklaut-85861/) kam heute Morgen dieser Vorgang hinzu. Fakt ist, manches kam anfänglich ein wenig anders rüber. Im Kern aber bleibt das sehr unangenehme Geschmäckle! Wer sich im Thema Klemmbausteine ein wenig auskennt, dem ist bewusst, woher solch herausragende Bauten kommen. Zudem wäre es ein Einfaches, zu erfragen, wer denn nun der Baumeister ist. Da auf das lockere Wort zu vertrauen, ist makaber. Ein wenig drehen wir uns hier im Kreis, aber ein solcher Tag zeigt eben auch, dass noch viel zu tun ist, um wirklich geistiges Eigentum zu schützen. Manch boshafte Unterstellung gegenüber der Baumeister (die wir nicht freigeben) inklusive. 🙁

          • Der Bericht und auch das Update sind Wertungen, ansonsten hätte ich auch neutraler formuliert. Auch das alles glasklar ist, ist für mich kein Fakt. Das einzige das für mich klar ist und alle Beteiligten zustimmen, ist das der ursprüngliche AFOL der Designier ist und ein Hersteller in China ohne Lizenz sein Design verwendet hat. Beim Rest würde ich nicht von Glasklar sprechen.

            Bei der von BA veröffentlichten Korrespondenz wird für mich klar das hier zwei aneinander vorbeireden, z.B. bei dem Thema Kenntlichmachung das es sich hier um ein ohne Genehmigung verwendetes Design handelt. Durch die nachträglichen Unterstreichungen wird das im Kontext der Email davor und danach noch klarer.

            Mir geht es nicht um Verteidigung von BlueBrixx oder Schlechtmachen des Designers, der einen guten Job gemacht hat und dem der Hersteller nicht sein Design hätte stehlen dürfen. Aber hier wird ein SW-Bild meinungsgeprägt dargestellt das ich objektiv nicht nachvollziehen kann. Interessanter wäre auch eine REALISTISCHEN Lösungsansatz zu liefern wie man so etwa zukünftig besser lösen könnte. Den sehe ich hier nämlich auch nicht im Ansatz, so das es auch zukünftig nur Verlierer geben wird

    • Ich würde ja alles von lego kaufen ..wo bekomme ich den bitte die lego Bismarck her .von Kaufhof bis Real…alle kennen nur Lego..ich bin froh das es auch Shops gibt die was anderes verkaufen .wer das nicht will kauft es hald nicht .jeder setzt seine Modelle online und ist entsetzte wen sie jemanden kopiert..wie das 10 € Boss Hemd aus dem Türkei Urlaub. Wenn es legal durch den Zoll kommt ist es erlaubt. Moral hin oder her .

      • Es hat niemand was gegen alternative Hersteller. Das steht auch so im Text.
        Das mit dem Zoll ist Quatsch. Entweder du wirst beim Versuch erwischt ein gefälschtes Produkt in die EU einzuführen oder du führst es eben illegal ein, weil du nicht erwischt wurdest. Das mag dir dann moralisch egal sein. Aber legal ist es nicht. Das lässt sich aber schwer auf geklaute mocs umsetzen .

  2. Andres, das Problem ist nicht die Übersetzung, im Original ist von „the Chinese“ die Rede was den Text nicht besser macht.
    Wie schon schrieb, Ich verstehe den Grund der Aufregung. Das entschuldigt aber nicht die Wortwahl. Und von zusammengebaut.com hätt ich da wenigstens einen Satz dazu in der ‚Anmoderation‘ erwartet.

    Jetzt geh erstmal mal frühstücken 🙂

    • Ich habe es an einigen Stellen angepasst, ich verstehe hier durchaus deinen Punkt.

      Mache ich gleich. 🙂

    • Andre,

      auch wenn ich es auch nicht mag, wenn verallgemeinert wird, ist bei Formulierungen wie „the Chinese produced our Old Town Pub“ doch mehr als Offensichtlich was gemeint ist. Es wird wohl kaum das gesamte chinesische Volk das Set produziert haben – die Bedeutung ergibt sich aus dem Sinnzusammenhang mehr als deutlich.

      • Man könnte ihm eine Abmahnung wegen Urheberrechtverletzung schicken und Unterlassung fordern. Wenn das nicht fruchtet: Grenzbeschlagnahme beim Zoll beantragen und klagen. Am besten mal einen Fachanwalt Urheberrecht oder gewerblichen Rechtsschutz wenden.

  3. Hallo Andres,
    danke für den ausführlichen Artikel. Ich verstehe auch nicht ganz, warum so viele Leute Bluebrixx und co. … verteidigen. Ich finde einfach schlimm, dass die Firmen (teilweise) die Ideen von AFOLs klauen und mit den Kopien dann tausende von Euros verdienen. Und Bluebrixx möchte die Designer eines solchen Sets mit „nur“ 180€ bezahlen?! Ich bleibe auf jeden Fall bei Lego und werde keine Kopierer unterstützen. Kein Wunder, dass die Firmen die Sets dann billiger verkaufen können. Die Designer müssen sie ja nicht bezahlen. Wenn sie ein Modular Building veröffentlichen wollen, müssen sie ja einfach nur „Modular Building Moc“ googlen und sofort haben sie hunderte von Vorlagen, ohne einen Cent ausgegeben zu haben.
    Viele Grüße
    Matteo C.

  4. Das ist wirklich hart.

    Aber so in etwa hatte ich mir das bei BlueBrixx vorgestellt. Das ist halt keine Gruppe von Steinefans die sich zusammengefunden haben sondern eine rein gewinnorientierte Firma die eine Marktlücke entdeckt hat.

    Und die kämpfen mit harten Bandagen und alle. Was hier in Deutschland legal ist. (siehe z.B. Eintragung von „AFOB“)

    • Das BB eine Gruppe von Enthusiasten sind, hatte ich nie so verstanden, auch schon bevor mir die Verbindung mit ModelCarWorld auffiel.

    • Erstmal danke für den Bericht und das Thema ist ja nicht neu und BB kann man als Verteiler solcher Dinge austauschen.

      Was aber auch gerne von einigen Künstlern übersehen wird, vor allem dann wenn man Mocs nach Vorbildern macht und diese mit Kostenpflichtigen Anleitungen ins Netz stellt. Das diese auch sich illegal damit im Netz bewegen. So unterliegen viele Dinge gewissen Lizenzen oder dem Urheberrecht des Architekten. Diese können im schlimmsten Fall den Treiben auch mit gewissen Forderungen ein Ende treiben.

      Hier sieht man wie schnell Grenzen Fließend werden.

      Ich muss nicht gut heißen was da nun BB und Co. treiben, nur sollte man objektiv bleiben.

      Lobenswert ist da die Vorgehensweise einiger kleiner Händler, welche zumindest versuchen, die Leute welche die jeweiligen Modelle erstellt haben mit zubeteiligen.

      Viele Grüße

    • „Das ist halt keine Gruppe von Steinefans die sich zusammengefunden haben sondern eine rein gewinnorientierte Firma“

      Skandalös! Natürlich bleibt man lieber ausschliesslich LEGO treu, die bekanntlich eine non-profit-Organisation sind.

      Für’s Protokoll: Ideenklau finde ich auch nicht prickelnd, aber alles aus dem Zusammenhang reissen, weil nur schwarz/weiß gedacht wird, ist das ebensowenig.

  5. Das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten! Wie können wir helfen? Da ich nichts bei anderen Firmen kaufe, kann ich nicht mal etwas boykottieren. Gibt es unter uns Rechtsanwälte, die eine Unterlassungsklage an BlueBrixx anstrengen könnten? Dann könnten wir Geld sammeln um das zu unterstützen?

    • Vieles deutet darauf hin, dass dies schlichtweg Masche ist. Es ist ja nun wahrlich nicht der erste Fall, Brickative selbst führt einen zweiten nicht gefragten Baumeister an.
      Gerne auch hier in den Kommentaren noch einmal, wie schon oben verlinkt, der direkte Draht zu Brickative: https://brickative.shoplo.com/

      Mit jedem Kauf ist den Kollegen geholfen und sie können ihre grandiose Arbeit fortführen! Bei mir war leider sehr viel zu tun, aber seit Monaten plane ich, eine Anleitung zu kaufen und das Modell vorzustellen.

      • Ich habe bisher 6 anleitungen von Brickative erworben und für vier Modelle noch die Steine hier. Mehr Zeit wäre toll. Auf meiner Wunschliste stehen jedenfalls noch drei Anleitungen für Modular Buildings von Brickative, so ich denn die anderen fertig habe. Auf jeden Fall ein tolles Bauerlebnis, auch das Legosteine zusammensammeln war klasse, habe Leute in aller Welt kennengelernt. also, wenn Du Zeit hast…ein Review wäre super!

        • Hätte auch Interesse daran mir dort eine zu holen da die Modularhäuser mein liebstes Lego Produkt sind. Aber wie stell ich mir das vor? Anleitung nur digital? Wie stell ich mir die Steine zusammen? Gibt’s da wenigstens nen nützlichen Bricklink Link der das geld rechtfertigt, so wie man auf rebrickable auch für jeden MOC ne Bricklink Wunschliste exportieren kann, oder muss ich das tatsächlich komplett manuell machen? Das dauert doch Wochen. 😀

  6. Das ist abstoßend, dieser dreiste Diebstahl von geistigen Eigentum einiger Afols, die Mühe und Zeit in ihre Mocs investiert haben. Traurig ist, dass der oben genannte Händler von einem gewissen Youtuber, der die Chinaplagiate und den obengenannten „Händler“ anpreist. Leider sind auf Social Media Plattformern viele Fans dieser China Raubkopien unterwegs und verteidigen dieee, wie toll doch diese alternativen Steine sind. Ich finde es in Ordnung, dass es Klemmbaustein alternativen gibt, dass allerdings solange es mit rechten Dingen zu geht. Ich finde es fragwürdig, dass die alternativen Hersteller von Klemmbausteinen eine Konkurrenz aufbaueny in dem sie auf illegale Weise geistiges Eigentum von der Lego Gesellschaft und von den Fans, die sich Mocs ausgedacht haben und diese nun gestohlen werden. Auch traurig ist, dass diese kriminellen Machenschaften enorm viele Fans hat und diese Unterstützen.

  7. Eine Frage, hast du dich diesbezüglich auch mit BlueBrixx in Verbindung gesetzt? Was sagen die genau über diesen Sachverhalt? Interessiert mich wirklich und sicher auch andere.

    • Wir haben BlueBrixx bezüglich des anderen Sachverhaltes angeschrieben und eine Standard-Antwort erhalten. Dies ist ein weiterer Fall.
      Die Antwort der Firma wird hier zitiert: https://zusammengebaut.com/auch-mocs-werden-geklaut-85861/

      • Und mal telefonisch versucht? Nicht das euch am Ende die gewählte Überschrift noch auf die Füße fällt. Ich hätte es zumindest als Frage formuliert.

        • Wir haben BlueBrixx angeschrieben, dies ist ein weiterer Fall. Wir haben die Antwort von der Firma im gestrigen Artikel veröffentlicht und werden auch weiterhin, so denn es ergänzende Informationen gibt, diese hier hinzufügen. Eine neuerliche Anfrage von heute Morgen wurde noch nicht beantwortet. Wir sind jederzeit erreichbar. Die Tatsache, dass schon wieder ein neues Modular Building von Brickative bei der Firma angekündigt wird, spricht hier Bände: Es ist System. Und niemand fragt sich ernsthaft, wer ein solch komplexes Set erstellt hat? Für mich ist das ein absolut enttäuschendes Verhalten.

  8. Ich hab BB einst ein paar Designs zur Verfügung gestellt. Vorweg angemerkt, es ist alles entlohnt worden und okay. Aber ich fühlte mich irgendwann nicht mehr wohl mit diesen Vorgehensweisen dass Sets stumpf kopiert und dann verkauft werden. Auch jetzt findet man Designkopien zum Verkauf auf BB die definitiv Lego Modulars darstellen, auch wenn es andere Steingrößen sind. Hätte ich vorher gewusst wie da teilweise vorgegangen wird bei anderen, hätte ich mich nicht drauf eingelassen auch wenn für mich persönlich alles okay verlief.

  9. Wenn hier unaufgefordert Geld geflossen ist, sollte man doch rechtlich vorgehen können. Spenden Aufruf, um einen Anwalt zu finanzieren? Ich wäre dabei.

  10. Hab ich gern gemacht lieber Andres 👍🏼 Ich finds echt beschissen wie andere so dreist kopiert werden und damit dann Geld gemacht wird. Aber selbst unter Afols kommt das hin und wieder vor ohne dass der Original Designer erwähnt wird. Ist mir schon öfter passiert.

  11. @Maxx: Unterlassung von was? Auch wenn das moralisch verwerflich ist, muss es noch lange nicht illegal sein. Ich glaube nicht, dass es hier eine großartig rechtliche Handhabe gibt. Für den Hersteller der Sets dürfte Europa als Markt höchstens ein Nebenschauplatz sein, und wenn Bluebrixx den Vertrieb einstellt, wird das beim Hersteller noch nicht mal ein Achselzucken auslösen.
    Und ob den MOCern hierdurch ein finanzieller Schaden entsteht muss auch erst noch bewiesen werden.
    Hier jetzt alle Hersteller von alternativen Klemmbausteinen über einen Kamm zu scheren, was hier immer mal wieder mitschwingt, ist ebenfalls moralisch daneben.

    • NIEMAND hat hier etwas gegen andere Hersteller gesagt. Niemand. Es geht hier einzig um jene Firmen, die dreist kopieren und solche Sets vertreiben.

      • Hi Andres,

        du schreibst, es geht um „Firmen, die dreist kopieren und solche Sets vertreiben“ und es wird ausdrücklich Bluebrixx genannt. Nur ist das Bluebrixx nicht.
        Und genau das ist doch der Diskussionspunkt in dem Kommentaren, gerade auch gestern.

        Bluebrixx klaut keine Designs und Bluebrixx stellt die Sets nicht her. Das macht der chinesische Hersteller. Jeder, der sich über geklaute Designs aufregt (also auch die MOCler), müsste sich an den chinesischen Hersteller wenden. Dort liegt das Grundproblem. Nur ist es schwierig, an die ranzukommen. Ich bin kein Fachmann, aber meine gelesen zu haben, dass es in China z.B. so etwas wie ein geistiges Eigentum vergleichbar mit unserem nicht gibt.

        Weil man nicht an den Hersteller rankommt, werden nun die EU Shops als Ziel ausgemacht. Das ist aber m.M.n. der falsche Weg. Der MOCler wird nicht verhindern, dass Sets auf Basis seiner Designs rausgebracht werden. Daran ist ein Shop wie BB nicht schuld. Daher kann ich nicht verstehen, wieso man sich nicht mit Bluebrixx und anderen Shops um eine Lösung bemüht und stattdessen abblockt.

        Denkbar wäre z.B. dass Bluebrixx für jedes verkaufte Set dem MOCler seine Anleitung vergütet (Mengenrabatt etc.) oder für 100 bestellte Sets auch 100 Anleitungen abnimmt. Der MOCler bekommt seine Anleitung vergütet und der Käufer die Steine für das Set. Bei dem ein oder anderen Chinesen (Yourwobb, Jeremy) bekommt man Steine für ein MOC Set und wird darauf hingewiesen, die Anleitung direkt beim Designer zu kaufen. Wenn man diese beiden Stränge zusammenführt, wäre das doch für die Kunden optimal. Ich weiß nicht, wie viele BA ein MOCler wirklich verkauft, könnte mir aber vorstellen, dass ein solcher Deal auch für die MOCler lukrativ sein kann. Und machen wir uns nix vor, die MOCler wollen auch Geld verdienen. Die handeln auch unternehmerisch, sonst wären die BA umsonst.

        Wie BB das hier handhabt, ist allerdings sehr strange, wenn das alles so stimmt (einfach so Geld überweisen…). Aber offensichtlich bemühen sie sich ja auch um irgendeine Lösung. Sie könnten ja auch einfach sagen: „Ich bin nicht für die Klärung des Designrechte zuständig. Das muss der Hersteller tun. Ich habe alle notwendigen Rechte eingeräumt bekommen. So lange es keine rechtliche Entscheidung gibt, verkaufe ich weiter.“ Stattdessen scheinen sie sich ja dem Thema irgendwie annehmen zu wollen. Ob das aktuelle Vorgehen der richtige Weg ist, ist ein ganz anderes Thema.

        Der MOCler sagt auch, er habe BB nicht erlaubt, die Sets zu verkaufen. Ich bin kein Anwalt, aber kann das überhaupt zwischen Händler und Designer geklärt werden? Müsste nicht überhaupt erst einmal festgestellt werden, dass hier tatsächlich ein juristischer Verstoß existiert, bevor man mit Unterlassung argumentiert. Und dafür ist sicherlich BB nicht die richtige Anlaufstelle.

        Dann fordert der MOCler mehr oder weniger, dass ein Onlineshop zu all seinen Sets sagen kann, ob diese Designs geklaut sind. Wie realistisch ist das denn? Ihr schreibt selbst, BB ist ein Unternehmen, die sind nicht so tief in der MOC Welt drin, wie wir. Ja, man könnte argumentieren, dass sie das sein sollten, aber voraussetzen? Klappt nicht. Dafür müsste man Rebrickable, Brickvault etc. auswendig kennen.
        Ich habe es im anderen Thread schon geschrieben, in der Regel lässt sich ein Unternehmen vom Lieferanten alle benötigten Rechte zusichern und sich gegen Ansprüche Dritter freistellen. Wenn dann jmd kommt, verweist man rechtlich zurecht auf den Lieferanten.

        Man kann von BB halten was man will, ich bin auch kein großer Fan. Aber hier wird der falsche zum Sündenbock gemacht, weil man an den richtigen nicht rankommt. Und das artet hier leider immer wieder in ein BB Bashing aus. Ihr betont zwar immer, dass ihr nichts gegen alternative Klemmbausteinhersteller habt, aber gefühlt wird hier immer gegen die selben Shops gewettert, die alternative Klemmbausteine verkaufen. Es gibt viele andere, auch in der YT Welt beheimatete, die ähnliche Sets verkaufen wie BB. Aber die werden nicht mal erwähnt.

        • Es geht um BlueBrixx, weil sich jetzt mehrere Baumeister explizit über diese Firma beschwert haben. Sollten auch andere Firmen, die solche Sets mit geklautem geistigem Eigentum vertrieben, so vorgehen, ist das genau so beschämend.
          Bis zum gestrigen Tage habe wir noch nie (!) auch nur mit einer Zeile über diese Firma berichtet, weil wir uns an sich nur auf LEGO konzentrieren. Wir schreiben hier über unser Hobby, und das und diese Seite soll Spaß machen! Solche Artikel verbreiten aber keine gute Laune. :/

          Auch der Rechtsstreit zwischen LEGO und BlueBrixx wurde etwa bei uns „ausgeklammert“. Und zumindest fragwürdige Kooperationen, die mit LEGO-Bashing einhergehen, haben wir ganz bewusst ignoriert. Jetzt aber hat sich ein Baumeister an uns gewandt, und ein weiterer Star der AFOL-Szene schreibt sich heute seinen Frust von der Seele: Daher dreht es sich um diese Firma.

    • Andy,
      diese recht komplexe MOCs um die es geht, dürften mit ziemlicher Sicherheit unter das Urheberrecht fallen. Eine signifikante kreative Leistung ist klar zu erkennen. Wäre das nicht der Fall, würden die Hersteller diese auch nicht kopieren.
      Und natürlich entsteht ein potentieller finanzieller Schaden, vor allem, wenn die MOCer die Anleitungen auch selbst verkaufen. Es ist aber nicht zwangsläufig relevant, ob die Käufer ansonsten die Anleitung beim MOCer gekauft hätten – um das mal mit Übertreibung zu verdeutlichen: Wenn jemand die Mona Lisa kopiert und vertreibt, ist es auch nicht relevant, ob der/die Käufer ansonsten das Original gekauft hätte/n. Es geht um die Wertschätzung von kreativem Eigentum und Leistungen.

  12. Bluebrixx könnte einfach die Anleitung aus den Sets entfernen und nen Hinweis geben wo diese zu erwerben ist. So bekommen die Designer ihr Geld und die Anerkennung, und Bluebrixx kann seine Steine abverkaufen.

  13. Alternativ könnten BB und Brickative ja auch eine Lizenzzahlung je Set vereinbaren. Das wäre sicherlich fairer, würde aber das Grundproblem (das die Sets in China ohne Lizenz nachgebaut und produziert werden) nicht Lösen, und wäre zumindest ein Ansatz dahingehend das der Designer etwas vergütet bekommt, was sonst nicht passieren wird.

    Die MOC Designer werden vermutlich keine Lizenzabkommen mit den chinesischen Kopierern erreichen.

    Das BB die hier ohne Lizenz verkauft zeigt von deren moralischer „Flexibilität“. Ich werde BB einfach von nun an vermeiden, das ist das einzige was, neben der Herstellung von Transparenz, hilft.

  14. Und wieder eine Beweis dafür, dass es besser ist die Finger von BlueBrixx zu lassen.
    Ich für meinen Teil werde hier nichts mehr bestellen bzw. habe schon zum Glück seit Monaten hier nichts mehr bezogen…
    Schon die Nummer mit Xinbao von BlueBrixx finde ich schwach.
    Nun dies….
    Es bestätig einfach meinen Eindruck von diesem Unternehmen.

    Finger weg und lieber beim Original bleiben

  15. Das wäre eine super Idee aber so wie ich diese unsympathischen Laden einschätze, werden die das niemals machen.
    Wie schon oft in dem Kommentaren geschrieben – das sind keine Klemmbaustein Fans, das sind gewinnorientierte Unternehmer ohne Skrupel…

  16. Mal abgesehen was andere machen, das geht nicht. Ich habe schon bei Bluebrixx gestöbert und da gibt’s tolle Sachen, speziell die China Architektur Sets sind nicht schlecht auch die neue Eigenlinie mit Hammer Designs von Raziel Regulus. Was mir aber wirklich sauer aufstösst sind die Sets die Lego Designs kopieren egal in welchem Maßstab das geht nicht.
    Was das geistige Eigentum angeht sollte man unbedingt fragen bevor man einfach produziert, damit tut sich BB keinen Gefallen ich wäre auch bereit MOCs zur Verfügung zu stellen auch ohne Geld solange mein Name als Designer genannt wird.
    BB sollte sich mehr auf eigene oder mit Afols/Afob Designer konzentrieren dann steht BB eine grosse Zukunft bevor.

  17. Könnte es sich nicht vielleicht einfach um einen Buchungsfehler Handeln?
    Im Sinne von Buchung ist freigegeben für die Buchhaltung…. Oh nein 3 Stunden später wollen sie mein Geld doch nicht? Doof denn der Antrag ist schon bearbeitet.

    • nein, kein Buchungsfehler
      BB hat reagiert, siehe deren Facebook Seite

      BB war Ende Oktober mit Brickative per Mail in Kontakt
      Dabei hat man sich wohl darüber ausgetauscht, dass BB gerne 2 Sets (Victors Lab + Old Town Pub) ins Programm nehmen würde deren Design auf Brickative zurückgeht

      Pro Set hat Brickative wohl dann eine Zahlung von 1000 Euro gefordert
      Nun sind die Sets offensichtlich per Seefracht in Deutschland angekommen, stehen zum Verkauf und dementsprechend wurden auch die 2x 1000€ (=2000€) überwiesen, an das Konto das Brickative selbst per Mail angegeben hat
      Mir scheint es also keineswegs so als hätte BB mal einfach so aus völlig heiterem Himmel 2000€ nach Polen überwiesen……

      An den Blogbetreiber hier:
      Was nun Andres?
      Hat Brickative wirklich bisher alles wahrheitsgetreu wiedergegeben oder wurde da nicht zu erheblichen Teile eine Story regelrecht zurecht gebogen?

      1000€ pro MOC haben (so als Nebenerwerb) oder nicht ist doch alle mal besser als nichts, oder etwa nicht?!?

      Bin echt mal gespannt ob dieser Kommentar auch freigeschaltet wird……..

      • Warum nicht?

        Nein, es wurde in meinen Augen nicht gelogen. Klar ist doch, dass der Baumeister massiv unter Druck stand. Dass jetzt ein Schriftverkehr veröffentlicht wird, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Und was ist mit dem anderen Fall, der angesprochen wurde? Und dem neuen Modular Building? Und dem Vorgehen bei anderen Baumeistern? Es ist sehr traurig mit anzusehen, wie Baumeister unter Druck gesetzt werden.

        • ehrliche und ganz kurze Frage dazu zum Verständnis:
          Warum ist es klar, dass der Baumeister massiv unter Druck stand?
          Weil er das selbst angibt oder lässt sich das noch irgendwie auf andere Weise faktisch belegen?

          Warum einigt man sich dann auf 1000€ pro MOC?
          Warum hat der Baumeister nicht knallhart seine Linie durchgezogen a la „nein, ich will auf keinen Fall die Sets in eurem Shop sehen“

          Mit diesem Rumeieren und erst mal auf 2000€ einlassen plus darum bitten, „sagt das bloß nicht weiter mit der Zahlung“ hat sich der „Baumeister“ selber in eine massiv angreifbare Position gebracht!

          Auch das ist nun mal Teil der Wahrheit, das sollte man dann bitte auch nicht alles einfach mal so ausklammern!

          • Wir klammern hier gar nichts aus, und jeder findet doch die von BlueBrixx veröffentlichten E-Mails. Das gehört sich übrigens auch nicht.

            Aber es kann doch nicht sein, dass, wie im gestern beschriebenen Fall, Bausätze verkauft werden, ohne den Designer zu erfragen! Und zu der „Gegendarstellung“: Jetzt auszugsweise einige E-Mails zu veröffentlichen ist absolut unseriös. Ich habe keine Ahnung, was zwischen den beiden Parteien vorgefallen ist. Aber mir scheint, als hätte gleich zu Beginn ein Anwalt eingeschaltet werden sollen.

  18. Möge die Schlammschlacht beginnen. BlueBrixx hat sich zum Vorwurf geäußert und veröffentlicht den internen Mailverkehr…
    [ Kommentar gekürzt ]

    • Ungefragt den internen Schriftverkehr zu veröffentlichen… darauf können wir nicht verlinken. Aber es findet sich natürlich alles im Netz.

      Wir haben von BlueBrixx auf unsere Anfrage von 10 Uhr noch immer keine Antwort erhalten, nur um das noch einmal klarzustellen.

      • Sorry Andres,

        aber Bluebrixx hat sich öffentlich zum Thema geäußert.
        Diese Stellungnahme kannst du ruhig in deinen Bericht unkommentiert mit einarbeiten um ein sauberes, ganzheitliches Bild dar zu stellen!!!

        Durch die allgemeine und öffentliche Bekanntmachung, sehe ich persönlich ehrlich gesagt keine Notwendigkeit dass sie dir noch mal eine gesonderte Antwort zukommen lassen.
        Die betreiben einen Online Versand, die haben also auch noch was anderes zu tun als „Öffentlichkeitsarbeit“ und von daher würde ich wenn ich BB wäre, in meiner Antwort an dich einfach auf die bereits zugängliche Veröffentlichung verweisen!

  19. Auch wenns einen faden Beigeschmack hat, der Kunke hat recht, die Chinesen verkaufen sie sowieso und dafür würden sie nie einen Cent sehen. Sie werden auch so nix gewinnen da hätten sie lieber ne ordentliche Summe verlangen sollen.

  20. Hallo, macher dieser Website,

    Ich war eben auch mal auf der Webseite von bluebrixx und finde diverse Modelle aus den Bereichen Eisenbahn und strassenfahrzeuge gut und hatte einige Minuten lang überlegt, dort einzukaufen.

    Aber durch euren Eintrag ueber die faelschung und ueber die unerlaubte Aneignung der Ideen von diversen lego bausaetze von diversen lego modellbauern durch die Leute von bluebrixx und das Handeln dessen dabei bzw hierbei, wie z b das unerlaubte und unangekuendigte ueberweisen von 1 auch so recht geringen Geldmenge an euch, finde ich einfach nicht gut und halte erstmal Abstand von dieser Webseite und werde meine Pläne zum einkaufen dort aus obenstehenden Gründen erst mal einfrieren.

    Hoffe, dass ihr euch noch mit den Machern von bluebrixx einig werdet, so dass man irgendwann in der Zukunft einmal auch so sehr legal die teilweise auch so sehr gut gestalteten eisenbahn – und strassenfahrzeugemodelle dort erwerben kann durch Interessenten wie mich.

    • Wir stehen in keinerlei Verbindung zu Bluebrixx. Es ist nur auffällig, dass immer wieder so getan wird, als ob die Firma nicht wusste, dass es sich um ein MOC eines Baumeisters handelt. Das hat leider System: Erst verkaufen, dann abwarten, ob sich jemand meldet. Es sollte genau andersherum sein.

      • Sorry Andres,

        aber da schreibst du schlicht die Unwahrheit oder um es noch viel netter zu formulieren (falls nötig): da schmeisst du unnötigerweise alles in einen Topf

        In dem Fall um den es hier in diesem Blog Eintrag geht hat BB definitiv nicht so getan als wüssten sie nicht dass es sich um MOCs handelt!

        Sie haben recherchiert, den Moccer ausfindig gemacht
        Diesen kontaktiert, diesem dann anscheinend dann Vorschläge für eine Vergütung gemacht und der Moccer hat dann auch erst mal schriftlich einem der unterbreiteten Vorschläge (1000€ pro Set) zugestimmt

        Wie kommst du also nun dazu, genau unter diesem Blog Eintrag hier so etwas zu schreiben???
        „Es ist nur auffällig, dass immer wieder so getan wird, als ob die Firma nicht wusste, dass es sich um ein MOC eines Baumeisters handelt.“

        Sorry aber dafür fehlt mir jegliches Verständnis!
        Wirkt für mich einfach so, dass du dich massiv auf BB eingeschossen hast (die ja gerade hinsichtlich der Minifiguren auch noch ein laufendes Verfahren mit Lego haben) und diese Welle jetzt bis zum Erbrechen reitest……

        • Siehe bitte hier: https://zusammengebaut.com/auch-mocs-werden-geklaut-85861/

          Und auch gerne hier noch einmal: Woher willst du nun wissen, dass BlueBrixx alle E-Mails veröffentlicht hat, oder nur die, die ihnen in den Kram passen? Ich finde das alles so unfassbar. Jeder möge da einkaufen, wo er möchte. Aber wie hier mit Baumeistern umgegangen wird, ist sehr betrüblich.

          Zudem der Hinweis: Bis zum gestrigen Tage haben wir auf Zusammengebaut mit keiner Zeile die Firma BlueBrixx erwähnt.

          • Christian Schmitt

            11. Februar 2020 um 12:53

            Bluebrixx hat nicht alle Mails veröffentlicht
            Das will ich nicht wissen, das ist für mich eindeutig und da sind wir uns denke ich beide einig
            Da fehlen mind. 1 bis 2 Mails und zwar Mails von BB an den Moccer

            Der Moccer wollte stillschweigen, fängt dann aber an Teilwahrheiten zu veröffentlichen inkl. 2 Auszügen/Copies von Banküberweisungen
            Das war ganz schlechter Stil Nummer 1

            Das konnte dann BB einfach so nicht stehen lassen weil es einfach der Halbwahrheiten zu viel war.
            Daraufhin wurden dann Teile des Schriftverkehrs veröffentlicht die erklären wie man dazu kam überhaupt 2000€ zu überweisen
            Auch dieses Vorgehen mit dem Schriftverkehr kann man als schlechten Stil bezeichnen

            Losgetreten wurde es aber zuallererst durch Brickative und der doch sehr einseitigen Berichterstattung hier

            Warum du nun seit gestern (erst) über BB berichtest, keine Ahnung
            Eigentlich müsstest du das nicht, denn die verkaufen kein LEGO und damit sind sie streng genommen erst mal vollkommen irrelevant für Zusammengebaut da man sich hier ja voll und ganz den Dänen verschrieben hat und eben nicht auch dem polnischen Herstellern oder den zig Herstellern aus Asien

            Wenn ich nun eine Vermutung anstellen müsste, würde ich vermuten dass du neuerdings über BB auch berichtest weil dieses Unternehmen die Klemmbausteinszene innerhalb der letzten 1 bis 2 Jahre bereits gehörig aufgemischt hat und damit nun eine gewisse Relevanz besitzt
            Zumindest für all diejenigen, die keine absoluten LEGO Hardliner (mehr) sind

          • Alle Absätze sind von dir völlig sachlich geschrieben, dem habe ich nichts hinzuzufügen. Doch zum letzten Satz: Die letzten beiden Artikel kamen zustande, weil wir direkt angeschrieben wurden und sehen, welche Entwicklung sich in den letzten Monaten abzeichnete. Immer das gleiche Spiel? Oh, das wussten wir nicht. Das ist aber die Aufgabe eines jeden Unternehmens, erst einmal die Rechtefrage zu klären!

            Zusammengebaut bleibt auch zukünftig ein reiner LEGO Blog. Wir haben selbst die letzten Meldungen, auch von LEGO selbst als Pressemitteilung veröffentlicht, zu Lepin (Verbote, Klagen etc.) nicht mehr veröffentlicht. Weil ich es ehrlich gesagt auch nicht mehr hören kann. Wir berichten am liebsten über LEGO Sets und vor allem über LEGO Bauten von Baumeistern auf der ganzen Welt! Viele, viele kreative Ideen kommen aus der LEGO-Szene und werden dann immer häufiger in dieser Form veröffentlicht: „Ach, das ist von dir dir? Das wussten wir nicht!“ Das ist sehr schade.

  21. Wer im Internet ein wenig recherchiert, kommt auf interessante – und für diesen Fall doch recht relevante Informationen über die bisherigen Praktiken des Herrn Kiunke. Stichwort: Modellautos. Mit ein wenig Aufwand lässt sich gut nachverfolgen, warum dieses Tätigkeitsfeld aufgegeben wurde…

  22. Phoah, Profis am Werk …

    – die MOCer (klar dass die nicht professionell agieren, sie sind ja privat unterwegs, aber …)
    – die Firma (wie immer aktionistisch, plakativ, unseriös, deal-kapitalistisch mit Schlupfloch-Bewusstsein)
    – der „journalistische“ Berichterstattung (die ständig in Meinung, Rechtfertigung und Distanz kippt, Lücken offen lässt, Angriffspunkte bietet und überfordert wirkt)
    – die Leserschaft (geteilt in Gerechtigkeitspaladine und Opportunisten)

    Zum mitlesen spannend … und endlich mal was los in den Kommentaren hier 🙂

  23. Ich bin auch MOCer von Gebäude. Da ich nicht will, dass diese kopiert werden, veröffentliche ich keine Bauanleitungen sondern zeigen die MOCs in meinem Youtube Kanal. Die Chinesen kopieren alles. Aber man sollte dies nicht als deutsche Firma unterstützen und einfach mal etwas einzahlen.

    Das man einfach 2000 CHF ohne Kommunikation dem MOCer gegeben hat, ist eine Unverschämtheit. Wie wo man einfach Firmen angeschrieben hat, dass sie Xingbao Sets nicht verkaufen dürfen. Wo ich dies aufgedeckt habe, kam ich unter die Schusslinie von BB Fans.

    Ich finde die Situation traurig. es geht primär nur um die Kohle und nicht mehr um den Bauspass.

    Euer Steine Meister

    • Aber du hast dir schon auch die Updates und das Statement von BB angeschaut was es mit den 2000 Euro so auf sich hatte, oder? Das da jemand von Brickative unter den Teppich kehren wollte das er Geld von BB annimmt? Und das die 20.000 Euro verlangt haben und ihnen das dann um die Ohren geflogen ist?

      • Der Schriftverkehr wurde unvollständig veröffentlicht. Zudem darf ich dich bitten, das neue Update oben im Artikel zu lesen.
        Und sieh bitte hier: https://www.facebook.com/Brickative-909030272534174/

        • Ok… es waren nur 10.000 Euro die ihnen um die Ohren geflogen sind aber ansonsten ist mein Kommentar ja nicht falsch.

          Unterm Strich hat BB dann ja die Wahrheit gesagt und sich wirklich bemüht eine Einigung zu finden damit die Designer nicht leer ausgehen. Weil seien wir ehrlich… juristisch nötig hätte das weder BB noch der chinesische Hersteller gehabt.

          Erst gab es eine Übereinkunft und Zusage seitens Brickative über 1.000 Euro pro Set… und dann ist man bei Brickative zurückgerudert und hat versucht beim chinesischen Hersteller mehr Geld rauszuholen. Und als das nicht geklappt hat kahm der Facebook-Post. Mag jeder von halten was er mag.

          • Zuerst wurde die Idee geklaut, das Set produziert. Und BlueBrixx kauft eben jene Sets ein, OHNE zu prüfen, ob womöglich (hüstel) der Baumeister nicht bekannt ist. Darum geht es in dem heutigen Artikel unter dem Strich.
            Und mal ganz ehrlich: 1.000 Euro für ein modulares Gebäude, in dem so viele kreative Ideen stecken? Das ist in meinen Augen lächerlich und dreiste Abzocke.

          • Die 1.000 Euro waren der Vorschlag von dem Mann von Brickative… verbunden mit der Bitte das Vertraulich zu behandeln.
            Der hat also seine eigene Arbeit so eingeschätzt… was er selber am besten kann weil er weiss wieviele Anleitungen er im Schnitt – sagen wir pro Monat – verkauft.
            Soll BB dann sagen… „hey… viel zu billig… wir geben die 10.000“? 😉

          • Ja, ich weiß nicht wie oft solche Anleitungen verkauft werden, aber ich finde 50 Verkäufe, was die 1000 Euro wert sind, schon recht viele sind.
            Ich kann mir auf jeden Fall beim Besten Willen nicht vorstellen, dass sie ohne die ganze Geschichte jemals soviel Geld mit Ihren Sets hätten verdienen können.
            Und hier Bluebrixx alleine Vorwürfe zu machen, kann ich in keinsten Fall verstehen, ich finde auch die Brickative hat sich nicht wirklich toll verhalten. Außerdem muss man Klaus zu Gute halten, dass er sich in der Sache wirklich bemüht hat.

      • Der Schriftverkehr zeigt, dass es nur Emails und keinen Vertrag gab. BB hat die 2000 Euro gezahlt und geschrieben dass damit alles Ok ist. Sie hätten vor dem bezahlen wenigstens die Firma kontaktieren können. Darauf wollte ich hinweisen. Gemäss meinen Infos hat dies BB nicht gemacht. Es gab vorher aber eine Email Kommunikation. Sorry, für dieseS Missverständnis.
        Ich finde das Vorgehen von BB nicht gut. Aber dies ist meine Meinung.
        Als MOCer finde ich es auch nicht gut wenn man einfach schöne Häuser kopiert und als eigene Idee verkauft und dies auch noch von BB unterstützt wird.

        • Es gab eine Vereinbarung. BB hat gefragt. BA hat geantwortet wir hätten gern 1000 Euro pro Set – aber erzählt bloss niemandem davon. ^^ BB hat Ja gesagt und die Bankverbindung erhalten und danach erst hat BB die Sets in China bestellt.
          Nach deutschem Recht ist das eine verbindliche Vereinbarung die keiner zusätzlichen förmlichen weiteren Schriftform bedarf.
          BA hat die Vereinbarung gebrochen indem sie es sich nachträglich dann doch noch anders überlegt haben um mehr Geld in China rauszuschlagen.

    • Lieber Thomas, ich mag Dich Ehrlich ABER aufgedeckt hast Du nix was wir AFOLs, AFOBs oder wie auch immer nicht schon vorher wussten. Hör bitte mit diesem unqualifizierten nachgerede auf und baue lieber Deine schönen Mods.

      • Ich habe es wie zusammengebaut.com über Recherchen veröffentlicht. Zudem habe ich einem Händler geholfen. Ich finde es wichtig, dass solche Informationen ans Licht kommen. Aber es hat mich auch viel Sympathie gekostet.

        Als MOCer bin ich hier auch betroffen. Ich darf ja keine Bauanleitungen veröffentlichen, da dann die Chinesen dies einfach für ihre Modelle verwenden.
        Daher mein Feedback zu diesem Thema. Ich habe auch schon aus MOC‘s neue Modelle erstellt. Darauf weisse ich aber hin. Das es überhaupt Anleitungen gibt, wissen viele gar nicht. Daher finde ich gut wenn man das Thema publik macht. Das Seilziehen zwischen den Beiden ist aber ein Trauerspiel.
        Du hast aber Recht, dass ich mich nun wieder auf meine Modelle konzentrieren soll. Es geht um den Bauspass.

  24. Was ich mich gerade frage bei dieser ganzen undurchsichtigen Lage.
    Wie kommt ihr darauf das das privater Schriftverkehr gewesen sei? Das war Geschäftskorrespondenz und wenn man die eine Seite anklagt hat diese in meinen Augen das Recht sich zu verteidigen und die Geschäftskorrespondenz auch vorzulegen.
    Oder wäre BB etwas nicht der Lüge bezichtigt worden wenn sie nicht die Emails als Beleg vorgezeigt hätten? Zwischen den Zeilen werden die ja auch jetzt der Lüge bezichtigt weil man eigentlich glaubt das die Emails gefälscht wurden wie es im Update zur Lage angedeutet wird.

    Und so einen Artikel rein auf einen Facebook-Post zu stützen der natürlich sehr einseitig die Ansicht von Brickative wiedergibt und dann gleichzeitig im selben Artikel selber zu schreiben man möchte hier keine Halbwahrheiten auf der Seite stehen haben entbehrt nicht einer Gewissen Ironie. 😉

    Alles in allem ganz schlechter Stil in Sachen Berichterstattung. Keinerlei Neutralität oder Objektivität erkennbar. Ich bin ja mal gespannt was hier stehen wird wenn sich doch heraustellen sollte das sich BB im Endeffekt gar nicht so schlecht verhalten hat sondern die Jungs von Brickative einfach zu hoch gepokert haben…

    • Dann lies dir bitte mal den gesamten (!) Schriftverkehr durch, und schon sieht wieder alles ganz anders aus. Ich hätte diesen zwar auch nicht veröffentlicht, kann dies aber verstehen, nachdem BlueBrixx Auszüge (so durchschaubar) veröffentlicht hat. Es wurde versucht, aus der Not eine Tugend zu machen, ja. Dies ist nicht der erste Baumeister, der schlichtweg für dumm verkauft wurde. Anders kann ich das persönlich nicht beschreiben: Niemand wusste, wer die modularen Gebäude entworfen hat? Und mit solchen Firmen werden Geschäfte gemacht? In mir dreht sich alles.

      • Genau meine Bedenken sehe ich hiermit bestätigt. Anstatt alle Seiten erst einmal zu Wort kommen zu lassen, ist die ganze Geschichte unnötig eskaliert.
        Interessant ist eben auch, dass der Sachverhalt dann doch viel komplexer ist, als euch von der einen Seite dargelegt wurde.

        • Ja, ich bin über die Komplexität in diesem Fall (nicht in dem von gestern!) auch überrascht. Aber lies dir bitte, so denn dich das interessiert, mal den gesamten Schriftverkehr durch. Da wird mit allen Tricks gearbeitet, und sich eben nicht an Abmachungen gehalten. Und auf einmal hängen die Auszüge, die BlueBrixx veröffentlicht hat, völlig in der Luft. Als letzter Anker dann noch: Willst du nicht für uns arbeiten? Meine Güte… :/

          Manchmal ist das Internet schneller als man selbst. Aber an der Sachlage ändert sich nichts: Hier wird ein übles Spiel betrieben.

      • Habe ich inzwischen getan … zum Zeitpunkt meines Kommentars war mir der komplette EMail-Verkehr noch nicht bekannt. Aber aus dem kompletten Emailverkehr lese ich jetzt auch nichts anderes heraus was das Gesamtbild grundlegend ändern würde und an der grundsätzlichen Art und Weise der Berichterstattung ändert das m.M.n. auch nichts.

        Ich sehe das so das die Firmen in Deutschland… seien es nun BB oder steingemachtes sich ehrlich bemühen Kompensation an die Designer zu leisten sobald sie Kenntnis erhalten. Das gibt es meines Wissens nach so in keinem anderen Land.

        Und wenn dann so ein Laden nach einer erstmaligen Zusage das die Kompensation akzeptiert wird dann die Sets bestellt und der Designer es sich dann danach doch noch anders überlegt… was soll der Laden machen? Die Sets die er bezahlt vernichten weil man es mit einem sprunghaften Gegenüber zu tun hat der sich nicht entscheiden kann?

  25. @Christin Schmitt: …
    Warum du nun seit gestern (erst) über BB berichtest, keine Ahnung
    Eigentlich müsstest du das nicht, denn die verkaufen kein LEGO und damit sind sie streng genommen erst mal vollkommen irrelevant für Zusammengebaut da man sich hier ja voll und ganz den Dänen verschrieben hat und eben nicht auch dem polnischen Herstellern oder den zig Herstellern aus Asien.

    Klar verkauft BB Lego. Hatten die jedenfalls in ihrem Lager(Verkauf) stehen und soll dem HdS gehören.

    Und warum darf man nicht mal bei Zusammengebaut auch ein wenig über den Dänentellerrand hinweg sehen? Die Modularwelt, welche gerade unter AFOL beliebt ist, lässt sich mit Legosteinen und Bauvorschläger anderer gut kombinieren, aber halt nicht in Chinamanier.

    • Natürlich darf zusammengebaut auch über den Tellerrand schauen… aber es drängt sich der Eindruck auf das das nur passiert wenn es etwas negatives von der anderen Seite des Tellerrands zu berichten gibt. 😉

      Und die Sets sind wirklich vom HdS die dort in seinem Namen verkauft werden soweit ich informiert bin. BB selber vertreibt kein Lego auf eigene Rechnung.

      • Es geht hier um LEGO Baumeister, die LEGO MOCs erschaffen haben und über den Tisch gezogen werden. Das ist ein Thema. Das alles ist so bitter… 🙁

        • Und… und das ist sehr wichtig zu wissen: hier werden Ideen kopiert und zu Geld gemacht. Ich fotografiere ein Motiv, Matthias kopiert das Bild ab, Michael kauft es und Andres klatscht Beifall, weil Matthias ein tolles Angebot hat und empfiehlt es deswegen an alle seine Kumpels weiter? Matthias hat nichts eigenes an kreativer, geistiger und handwerklicher Leistung erbracht.

          Ich schreibe Matthias an, er bietet mir einen roten Apfel als Ausgleich an, er sagt zu mir, du musst jetzt annehmen, da er morgen verschrumpelt ist. Ich nehme an, stelle dann aber fest, dass ich allergisch auf Äpfel reagiere und gebe ihn zurück mit dem Hinweis, dass die Vereinbarung hinfällig ist.

          In diesem Fall muss man erstmal das Verfielfältigen des Bildes, ebenso den Vertrieb, einstellen. Aber einfach weiter produzieren und glauben, es ist schon alles gut, ist nicht nur naiv, sondern ziemlich blöde, dreist und mitunter sogar kriminell.

          Und hier gibt es Kommentatoren, die das Verhalten von Matthias allen ernstes gut finden?

          Ich bin schockiert.

        • Das ist alles so bitter? Nun mach aber mal einen Punkt. Ehrlich. Der Designer hat BB 1.000 Euro pro Set selber vorgeschlagen und BB hat gesagt… nehmen wir an gib uns deine Bankverbindung – die er dann auch bekommen hat. Damit ist ein Vertrag über die Nutzung des Designs zum Verkauf der Sets durch BB zustande gekommen. Weil Verträge bedürfen nicht der förmlichen Schriftform.

          Dann bestellt BB aufgrund dieser Vereinbarung die Sets und DANN rudert der Designer zurück und versucht erstmal in China das 10fache an Geld rauszuholen was dann scheitert.

          Unbestritten wird mit MOCern oftmals schlecht umgegangen… wie die es selber mit Lizenzinhabern ja auch mal gern tun die dann z.B. Mercedes-Benz-Mocs auch so unter dem Markennamen verkaufen ^^ – aber in diesem speziellen Fall ist nicht BB der alleinige Buhmann.

          • Das Set war schon produziert! Gegen seinen Willen! Das ist nicht bitter? Das findest du okay?
            Meine Güte!

            Und alle die Beträg sind in meinem Augen lächerlich. Aber was als Baumeister mit einem Anwalt in China ausrichten? Ich weiß es nicht… :((

          • In China gibt es kein privates Urheberrecht… daher sind die sich auch keiner Schuld bewusst. Moralisch nicht so toll… keine Frage… aber juristisch würde da auch kein chinesischer Anwalt nutzen. Mich wundert sogar das auch die Chinesen versucht haben eine Einigung mit Brickative zu erzielen – auch wenn dies nur nachträglich und wohl auch auf Drängen und Vermittlung von BB überhaupt in Erwägung gezogen wurde.

            Und ich persönlich finde 1.000 Euro nicht lächerlich. Und wie gesagt… er hat die selber vorgeschlagen – nicht vergessen.
            Dafür müsste ich bei einem Anleitungspreis von sagen wir 20 Euro 50x die Anleitung an Leute verkaufen die dann auch noch bereit sind hunderte Euro auszugeben um die Steine für mein MOC zusammenzubekommen. Finde ich als Entlohnung für ein Hobby gar nicht so übel.
            Und hätten Brickative clever und vernünftig weiter verhandelt wäre noch mehr dabei rausgekommen. Aber 10.000 Euro als Ultima Ratio da in den Raum zu stellen ist bei den Chinesen halt auf taube Ohren gestossen.

            [….]

          • Dein letzter Absatz wurde rausgenommen – ich darf dich bitten, dich an die Spielregeln zu halten. Danke.

          • @Ruffel:
            „In China gibt es kein privates Urheberrecht… daher sind die sich auch keiner Schuld bewusst.“
            Auf welcher Grundlage hat die chinesischen Polizei denn im April 2019 einige Fabriken besucht und Waren im Gegenwert von fast 30 Mio USD beschlagnahmt?

            War das etwa staatliche Willkür oder die Vollstreckung einer Gerichtsentscheidung?

          • Johannes 8,7

  26. I am sorry, I have deleted a „Spam“-comment in English. May you post it again? Thanks

  27. Davon abgesehen das Andreas so wie gestern zu feige ist diese Kommentar zu veröffentlichen:

    #1 es findet kein DIEBSTAHL statt.
    #2 Warum hasst Andreas auf einmal BlueBrixx so???

    • 1. Natürlich wird hier geistiges Eigentum gestohlen und BlueBrixx arbeitet bereitwillig mit einer Firma zusammen, die sich nimmt, was durch das Netz geistert. Siehe auch das Beispiel von gestern, was bei der heutigen Diskussion ein wenig unter zu gehen scheint.
      2. Ich hasse die Firma nicht, aber ich finde es bedauerlich, wie hier mit Baumeistern umgegangen wird. Wie ich schon 100 Mal schrieb: Vielfalt ist gut, und es zeigt, wie groß der Markt für Klemmbausteine ist. Kein Problem, alles bestens. Wenn nicht Baumeister betrogen und abgezockt werden. Denn die Entwicklung von Sets ist das, was richtig Geld kostet und vor allem Kreativität fordert!
      3. Wir prüfen gerade einen weiteren Fall: Es zeichnet sich immer mehr ab (nach dem ersten Beispiel gestern), das es schlichtweg Masche ist. Immer so tun, als man von nichts wüsste. Und bloß nicht nachfragen, ob es wirklich einen Designer gibt! Alle Beteiligten ist in meinen Augen bewusst, welches Spiel hier gespielt wird.

      Und, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, ich heiße Andres. 🙂

      • Ich bin nach wie vor der Meinung, dass du dich vergallopiert hast bzw. dich vor den Karren hast spannen lassen. Es gab eine Einigung, welcher ein Vorschlag seitens von Brickative vorlag, welchen BB angenommen hat.
        Der Sachverhalt lässt sich doch anhand der gegenseitigen Indiskretionen nun nahezu komplett nachvollziehen.

  28. Es ist auch irgendwie schräg, das es „in den Köpfen“ für eine Kompensation zu spät ist. Warum das denn? Oder geht es hier vielleicht gar um eine ganz andere Kampagne?

    • Weil so eine (Anfrage!) und Absprache getroffen werden muss, bevor ein Set produziert wird!! Hier wurden MOCs dreist gestohlen – die bei AFOLs sehr beliebt sind. Und niemand wusste, dass da Diebstahl an geistigem Eigentum begangen wurde? Hubs, das wussten wir nicht? Ein Vertriebspartner sie s Deutschland auch nicht? Das ist nicht der erste Fall, siehe bitte Artikel von gestern. Lächerlich und beschämend. Mir tun die Baumeister, die so viel Zeit in ihre Projekte stecken, leid. Ich wäre da auch total überfordert ohne Anwalt. Und genau das zeigt der Schriftverkehr.

    • Stell dir mal vor ich klaue etwas aus deiner Wohnung. Wenn du mich erwischt, biete ich dir eine Kompensation an. Wenn nicht behalte ich es. Hört sich doch gut an oder? 😉

    • Eine Kompensation nennt sich imm Urheberrecht Schadensersatz. Jeder Pfennig, der damit eingenommen wurde plus noch ein Betrag obendrauf.

      Wenn ich auf meiner Webseite ein Foto verwende, das vielleicht als Lizenz 500 Euro kostet,
      dann würde mich das 500 Euro Lizenz + Anwaltskosten + eine Strafe (hier dann vielleicht 250 Euro) kosten.

      Wenn ich das Foto aber verkaufe, würde ich damit ungleich mehr Schaden verursachen. Sagen wir, ich verlaufe es 10x. Dann verkaufe ich 10 mal 500 Euro + Anwaltskosten + eine Strafe (die dann schon höher sein wird)

      Die Käufer des Fotos nutzen das vielleicht für ihre Werbebroschüren. Also kann ich auch jeden Käufer nochmal um 500 Euro + Anwaltskosten + Schadensersatz. Die können mich aber wieder in Regress nehmen usw. usw.

      Du verstehst das Prinzip. Sowas kann teuer werden.

      • Danke dir für deine Erläuterungen. Dieser Artikel hat mich jetzt einen Tag lang beschäftigt, und vieles andere blieb liegen. Die Diskussion wurde aber in meinen Augen größtenteils sachlich geführt, was mich dann auch wieder freut. Wenngleich die Meinungen natürlich auseinander gehen. Aber solange noch sachlich diskutiert wird, dürfte sich die Welt weiter drehen. 😉

  29. Na ja sind wir im kindergarten? Ich hatte immer viel respekt für Brickative, aber durch so etwas offentlich im netz zu stellen ist sehr sehr sehr unprofessionel, sicher wenn mann lesen kann das die erst selber eingestimmt haben, die konnte froh sein das die was bekommen konnte, die meisten bekommen gar nichts wenn etwas in china kopiert wird.

    Dazu möchte ich nur noch sagen das Brickative gerade noch unprofessioneler geworden ist weil die posten gerade unter verschieden account Nachrichten auf Facebook, wie kinderlich.

    Also i konnte Bleubrixx gar nicht, niemals von gehört, aber sehr interesant zu sehen was die alles in Assortiment haben. Wenn Lego nicht in China gewinnen kann wegen set designs (nur minifiguren) dann kann Brickative gar nichts gewinnen.

  30. Was soll das Rumgehacke auf BB? Sorry, aber ich finde das Verhalten so fair wie nur möglich… Wenn man mal glaubt, dass Herr Kiunke bei der Bestellung nicht wusste, dass die Designs geklaut sind, dann war das Angebot an den Designer mit 1.000€ / Design m.E. nicht schlecht. Denn:
    1. Entspricht das immerhin etwa 70 direkt verkauften Layouts á 13€ – allerdings ohne Druck- Handling- und Paymentkosten, also eher 140
    2. Reduziert sich die Anzahl der verkauften Layouts für den Designer nicht
    3. entsprechen 1.000€ dem durchschn. Monatslohn in Polen – und für die Beurteilung durch „deutsche Augen“ insofern ca. 4.000€
    4. verliert der Designer seine Rechte an den Layouts ja nicht
    5. Lässt BB dem Designer ja ursprünglich die Wahl, die Modelle nicht zu verkaufen
    6. bekommt der Designer Geld für nichts (Und damit meine ich nicht, dass die Layouts nichts wert sind, damit meine ich, dass er nichts „hergibt“, weder eine Ware noch ein sogenanntes immartielles Gut – nur sowas wie eine moralische Rechtfertigung)

    Der allerwichtigste Punkt aber ist: Er hat ein Angebot bekommen und er hat es angenommen. Wenn man ein Angebot annimmt, dann kann man es sich nicht später anders überlegen – wo kämen wir denn da hin? So ist nun mal die Rechtslage – zumindest bei sogenannte Voll-Kaufleuten (Wer nicht weiß, was das ist – einfach mal googlen…)

    Ich will bestimmt nicht das Verhalten des Herstellers gut heißen aber der Designer sollte mit seinen Forderungen auch mal auf „dem Teppich bleiben“ und den Wert eines Lego-Designs nicht für den einer DaVinci-Leistung halten.

    Übrigens: Der Inhaber eines kreativen Werkes (Buch, Theaterstück, duplizierbares Layout etc.) erhält durchschnittlich 2% – 4% des damit erzielten Umsatzes. Das wären dann 25.000€ – 50.000€ Umsatz bei BB. Ob BB mit jedem dieser Gebäude tatsächlich so viel einnimmt???

    • Im Urheberrecht geht es um ein Prinzip. Der Urheber bestimmt, was mit seinem Werk geschieht und nicht umgekehrt. Er berstimmt auch, ob er damit Geld verdienen möchte oder nicht und wem er Lizenzen erteilt, bestimmt er ebenso.

  31. Seuuuuufz

    Eigentlich wollte ich nichts mehr schreiben zu dem Thema da, aber da ist so viel (gegenseitiges) Missverständnis.

    Egal was die tatsächlichen Details des Deals – oder nicht Deals – hier sind.

    Was ich verstehe ist, dass ein Chinesischer Produzent ein (mehrere) Design produziert hat welches „Brickative?“ „gehört“ (sie verkaufen es selbst im Netz) – ich verstehe das als Steine inklusive Bauanleitung. Jetzt frage ich mal wie kommt der von den Chinesen genannte Designer Dazu das als „Seines“ auszugeben?

    Insoferne liegt der Fehler mal bei den Chinesen (der Firma, nicht allen).

    Dann importiert eine deutsche Firma das Paket.

    Dann sprechen Deutsche Firma und Designer – und einigen sich oder nicht auf Kompensation. Dann erkennt der Designer – die Einigung war blöde – Ob jetzt ein Vertrag zustandegekommen ist wage ich zu bezweifeln, aber allenfalls kann man auch von einem Vertrag zurücktreten.

    Blöderweise kommt es mir so vor als hätte die deutsche Firma das Produkt genutzt BEVOR ein Vertrag abgeschlossen wurde.

  32. „Der allerwichtigste Punkt aber ist: Er hat ein Angebot bekommen und er hat es angenommen. Wenn man ein Angebot annimmt, dann kann man es sich nicht später anders überlegen – wo kämen wir denn da hin? So ist nun mal die Rechtslage – zumindest bei sogenannte Voll-Kaufleuten (Wer nicht weiß, was das ist – einfach mal googlen…“

    Der Beste Kommentar zu der Geschichte. Ich bin selbst lange Händler gewesen im Tonträgerbereich und auch dort gab es solche Geschichten. Wir haben CDs bei einem Großhändler gekauft und diese sind offiziell in den Handel (u.a auch bei Karstadt) gekommen und hinterher wurde man wegen dieser abgemahnt und musste zahlen.

    In dem oben genannten Fall ist das Vorgehen von BB mehr als löblich, den bevor Sie die Ware bestellt haben haben Sie den Designer kontaktiert und einen Vertrag geschlossen der gilt. Auch wenn einige es gerne hätten, so einfach kann man keinen Vertrag kündigen, dies ist kein Deal zwischen Händler und Verbraucher.

    Händler sind am Ende immer die dummen, die an Ende einer Kette sitze. Sollen Sie die Ware vernichten, Warenwerte zerschreddern und in Finanziellen Schwierigkeiten geraten. Auch hängen Arbeitsplätze dran nur weil jemand sich nach einem ok es anders überlegt. Sorry !

    Natürlich ist das doof, wenn Urheberrechte verletzt werden. Ich bin selber Fotograf und hab auch schon die ein oder andere Firma verklagt, und manchmal war auch eine Firma dabei die nicht wusste, das Sie etwas unrechtes tut, weil Sie das Bild von einem dritten bekommen hatte.

    Wenn diese Person aber wusste das dieses Bild vom „dritten“ nicht ihm gehört und mich anschreibt und ich dann sage, klar geb mir 1.000 € und alles ist gut, dann hab ich VERDAMMT nochmal nicht das Recht mich hinterher zu beschweren, auch nicht wenn ich das Gefühl habe zu wenig für das Bild bekommen. Dann einen Shitstorm loszutreten ist daneben.

    BB Geldgier vorzuwerfen ist auch völlig daneben. Ein Unternehmen besteht um Gewinne zu erwirtschaften und Sie bereichern sich nicht, sie machen Umsatz, zahlen Steuern und Gehälter und Lagerkosten etc… und am ende bleibt vielleicht noch etwas über.

    Das Mocs geklaut werden ist schade und traurig, ein Händler kann sich nicht immer versichern ob und wie Rechte eventuell verletzt werden, das kann er nicht und ist auch nicht seine Aufgabe. Es kann natürlich passieren das dieser hinterher verklagt wird, dann hat er immer noch ein Anrecht auf eine Regressforderung. In China sicher sehr schwer. Also lebt BB mit einen hohen kaufmännischen Risko. Könnten auch drauf verzichten, nur dann wäre das Sortiment sehr sehr klein.

    Also Ball flachhalten

  33. Ich habe mir die BlueBrixx Seite mal aufgerufen, der oben angeführte Satz…wir haben den Designer für seine tolle Arbeit entschädigt…steht auch unter den beiden von Brickative gestohlenen Entwürfen, die nach wie vor dort angeboten werden. Unter uns: der Old Town Pub aus Legosteinen sieht wunderbar aus, er steht hier bei mir. Das dort angebotene China Modell sieht billig aus, schon allein was die Farben betrifft und kostet dennoch fast 150 Euro. Es ist sehr dubios, ich betrachte das als Frechheit.

  34. Ich bezweifel nach wie vor, dass MOC überhaupt geschützt sind.
    Und das hat ein Gericht zu klären.
    Als Endkunde ist mir das auch völlig egal. Ich kauf die Sets solange sie zu bekommen sind.
    Sollten sie irgendwann aus rechtlichen Gründen nicht mehr verkauft werden dürfen ist mir das auch egal.
    Moralisch gibt es da für mich keinen Konflikt. Ich möchte die Steine haben und sehe das beigelegte Modell als nettes kostenfreies Gimmick.

    • Dieser Kommentar fasst meinen heutigen Gemütszustand perfekt zusammen: Unfassbar.

    • @ Fenrir

      Da liegst Du falsch. Die Steine in der Box sind zwar frei. Die Anleitung und damit die Möglichkeit das Modell zu bauen eben nicht. Das Design ist eine kreative Eigenleistung und damit geschützt.

      Wäre ich BB würde ich die Anleitungen und Boxen einmotten und die Steine als Steineboxen verkaufen. Sollte der Urheber dagegen vorgehen, kostet das eben. Ich finde die Urheber sind eigentlich noch sehr nett. Ich säße jetzt schon beim Anwalt.

      • Niemand weiß genau, wie der Sachverhalt juristisch ist. Guck dir nochmal die Urteilsbegründungen im Fall Lego gegen Lepin an. Lepin ist nie für das kopieren der Sets belangt worden. Die Verurteilung geschah aufgrund von Markenrechtsverletzungen (die Nutzung eines Logos, das Lego zu ähnlich war, die Verwendung von markenrechtlich geschützten Objekten (Star Wars), das Kopieren des Packungsdesigns und das kopieren von patentrechtlichen Objekten (Minifiguren).

        Im Gesetz gibt es den Begriff der Schöpfungshöhe. Demnach ist die Frage, ob das Aufschichten von Bausteinen ausreichend ist ein eigenständiges Design zu sein. Bei gemalten/ gezeichneten Bildern ist die Sachlage eindeutig. Da hast du natürlich einen Schutz. Bei Texten auch. Möglicherweise würde ein Gericht bei einem Bausteinmodell eine Art kunsthandwerkliche Bildhauerei unterstellen und es Schützen. Es könnte aber sein, dass es wie eine Sandburg oder ein Turm aus Holzklötzen, oder ein Regal betrachtet wird und keinen Schutz bekommt. Dabei ist es auch egal, wie lange es gedauert hat, das Modell zu entwickeln. Entscheidend ist, ob es eine künstlerische Leistung ist (und das beurteilen dann nicht AFO(hierpassendenbuchstabeneinfügen), sondern Richter, die das im Zweifel für Kinderspielzeug halten)

  35. Im Urheberrecht haftet jeder in der Kette der Verwertung für sich. Man kann sich nicht auf den Lieferanten oder auf Treu und Glauben rausreden. Die Urherber sollten sich an einen deutschen Anwalt wenden, denn sie haben ganz eindeutig das Recht auf ihrer Seite.

    Bluebrixx kann seinerseits dann den Lieferanten für den Schadensersatz an die Urheber in Regress nehmen. Rausreden ist aber im Urheberrecht nicht. Der Urheber bestimmt, was mit seinem Werk gemacht werden darf.

    Übrigens steht im Artikel Diebstahl von geistigem Eigentum. Das ist quatsch und sachlich falsch. Es ist wenn eine Urheberrechtsverletzung!, kein Diebstahl.

  36. P.S. die Bausteine dürfen sie natürlich weiterhin verkaufen. Nur die Anleitung und die Werbung, Schachteln mit den Bildern des Designs nicht, wenn der Urheber mit seinem Anwalt durchkommt.

  37. ninbricks aka Wolfpredator

    11. Februar 2020 um 19:24

    Hey Andres! Hier etwas für Deinen/unseren Gemütszustand. Hör mal rein… 😉
    „And I find myself staring at a screen – Wondering, how far we’ve come since the death of cool […] Well the lies keep coming tough – We need wings to stay above – Stay tuned till next time, and we’ll see what’s what. (Q: Monster Magnet „Stay tuned (Even sadder)“)

    Und auch wenns nicht schöner wird, halt uns bitte in dieser causa weiter auf dem Laufenden, wenn du kannst.

    • Diesen Artikel hätte es ohne des gestrigen nicht gegeben, aber ich kann nicht einfach Timons Artikel anpassen. Aber wir haben diesen Artikel stets angepasst, und nun noch einen weiteren Fall ergänzt. Jeder möge sich sein eigenes Bild machen.

      Der Sachverhalt verärgert mich, in der Machart aber gab es ganz bestimmt schon bessere und vor allem fröhlichere Artikel auf Zusammengebaut. Die kommen auch wieder! 🙂

      When I find myself in times of trouble
      Mother Mary comes to me
      Speaking words of wisdom, let it be.
      And in my hour of darkness
      She is standing right in front of me
      Speaking words of wisdom, let it be.
      Let it be, let it be.
      Whisper words of wisdom, let it be.

  38. Ich muss mich verbessern. Gerade habe ich den Mailverkehr gelesen. Sollte der echt sein, haben der Urheber und Klaus einen Vertrag geschlossen. Das lässt die Sache in einem anderen Licht erscheinen. Der Urheber hat sich auf das Angebot eingelassen. Selbst schuld. Ich kann da nicht mal Druck erkennen.

    Was aber noch viel dümmer als ein Problem mit dem Urheberrecht ist. Kommt der Urheber aus der EU? Wenn ja, dann ist das veröffentlichen des Mailverkehrs …. Ich sag nur DSGVO. Uiuiui Das ist mutig.

    • Danke genau so ist und und daher hat BB auch keinen Fehler gemacht. Es gibt einen Vertrag auch wenn der Designer das nicht wahrhaben will. Die haben sich schlicht verpokert

  39. Die Maske bei BlueBrixx fällt so langsam. Den Importmarkt wollen sie ja auch an sich reißen.

    • Den Importmarkt wollen sie ja auch an sich reißen.

      Was ist ein Generalimporteur?
      Dadurch ist der Generalimporteur alleinig berechtigt, die von einem ausländischen Lieferanten angebotenen Waren auf eigenen Namen und eigene Rechnung zu importieren und im Inland zu vertreiben. 2. Merkmale: Das Generalimportgeschäft ist eine spezielle Form des indirekten Imports.

  40. Man kann hier auf den rechtlichen Einzelheiten und Auslegungskriterien rum reiten wie man will.

    Für mich kristallisiert sich bei der Betrachtung von BB über das letzte Jahr heraus, dass sie ganz bewusst im Bereich der rechtlichen Grauzone agieren. Mal mehr, mal weniger.
    Andere Anbieter haben es getan / machen es genauso und BB ist einer davon.

    BB kann seinen Kram machen wie se wollen, mir fehlt dabei min. das Fingerspitzengefühl bzw. der „gute Geschmack“, wie z. B. bei ihrem Werbevideo zur 1 zu 1 Captain Future „Comet“ Kopie, was sie dann einfach als METEOR betitelt hatten. Wenn man nicht die Lizenz für irgendwas hat soll man es lassen. Fertig.
    Und das die chinesischen Hersteller, egal aus welcher Branche eher wenig um Marken- bzw. Urheberrechte kümmern ist auch bekannt. Das es also einen genaueren Blick bedarf, wenn man sich solche Sachen ins Verkaufsregal stellt sollte sich von selbst verstehen.

    Das muss man alles nicht machen, wahrscheinlich noch nicht mal rechtlich.
    Das der fade Beigeschmack solcher Aktionen gegenüber Hobby-Designern, wie sie im Artikel beschrieben stehen, sich im Gesamtkontext recht rasch einstellt, ist aber auch mehr als verständlich.

    Rechtlich relevant: Wahrscheinlich nicht.

    Geschmäckle: Eindeutig.

    Und deshalb für mich keine Alternative.

    LG

  41. Bin ich froh, dass wir in einem Rechtsstaat leben in dem solche Fragen von Profis vor einem neutralen Gericht geklärt werden können. Bin ich froh, dass wir in einem freien Land mit Pressefreiheit und Meinungsfreiheit leben, in dem Andres diesen Artikel schreiben darf, man ihn dafür loben und kritisieren darf, Bluebrixx seine Meinung sagen darf etc. und wir mündige aufgeklärte Bürger uns dann unsere eigene Meinung bilden können. Wenn wir es jetzt tatsächlich noch schaffen würden respektvoll miteinander umzugehen und anzuerkennen, dass nicht immer nur alles schwarz und weiß ist, dann müssen wir uns vielleicht gar nicht so viele Sorgen über China machen, weil die Armen haben nämlich leider garnix von dem oben genannten…

  42. Ich sehe in dem ganzen Wust an Spekulationen und Vermutungen eigentlich nur einen ernstzunehmenden Markenrechtsverstoß und den begeht BrickAtive, in dem sie sich als LEGO ausgeben.

      • In den E-Mails mit Klaus K. nutzen sie „BrickAtive Lego“ als Absender.

        • Ach so… kleiner Schmunzler zum Tagesende. 😉 Gute Nacht!

          • FriendOfNinjago

            11. Februar 2020 um 23:47

            Interessant das du das zum Schmunzeln findest, das ist tatsächlich der einzige klare Verstoß in dieser gesamten Angelegenheit. Alles andere ist rechtlich höchst fragwürdig und eben alles andere als klar.

            Grundsätzlich kann der Inhaber einer Marke nach § 14 Abs. 2, Abs. 4 und Abs. 5 MarkenG vom unberechtigten Verwender Unterlassung der Markennutzung verlangen, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

            ein mit der Marke identisches oder ähnliches Zeichen wird
            durch einen Dritten
            ohne Zustimmung
            im geschäftlichen Verkehr
            markenmäßig verwendet

          • Die E-Mail-Korrespondenz zu veröffentlichen ist der einzige richtig gefährliche Verstoß.
            DSGVO. Wenn das jemand meldet. Uiuiui. Da ist sogar eine Kontonummer zu sehen, Art. 9 meine lIeben.

        • FrirendofDatenschutz

          12. Februar 2020 um 11:16

          Sie nennen auch Namen, Familienstand ist erkennbar, es findet sich eine Kontonummer etc. etc.

  43. Interessant zu sehen wie viele hier Pro BB argumentieren, zum Teil auch mit sehr fadenscheinigen Argumenten, vielleicht würde es sich lohnen mal eine geografische Auswertung über die Herkunft der IP-Adressen zu machen, nicht das die am Ende alle aus Hessen kommen ;).

  44. Nein, ich komme nicht aus Hessen. Und ich bin auch nicht mit BB bekannt, verwandt oder sonst was. Aber ich bin

    1. selbstständig und weiß dass ein Vertrag zwischen Kaufleuten nun mal „ohne wenn und aber“ gilt und

    2. als Theaterautor tätig und weiß insofern, wie viel (oder meinetwegen auch wie wenig) kreative Leistung wert ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob man nun Bücher, Theatertexte oder eben Legodesigns erstellt.

    Wie schon gesagt sind 2% – 4% Prozent vom Endkunden-Umsatz (je nach Verlag, Vertrieb, Produktionskosten usw.) üblich – und da ist der Designer (der die Rechte in diesem Fall noch nicht einmal exklusiv abgeben muss, wie es sonst selbstverständlich ist) mit 1.000€ gut bezahlt. Er kann ja alternativ 2€ – 4€ pro verkauftem Baukasten nehmen. Ich bin sicher, BB wäre mit dieser Einigung sehr zufrieden 🙂

  45. Um es vorweg zu sagen, ich stehe mit bluebrixx in keinem geschäftlichen noch anderweitigen Verhältnis in Verbindung.

    Dreh- und Angelpunkt ist hier das Urheberrecht. Auch wenn es hier oft so dargestellt wird, ist es vollkommen ungeklärt, ob es sich bei MOCs um schützenswerte Werke im Sinne des Urheberrechts handelt. Zumindest in Deutschland sieht die Rechtslage hier so aus, dass es sich um literarische, wissenschaftliche oder künstlerische Werke handeln muss.

    Ist also eine Zusammenstellung von Klemmbausteinen ein Kunstwerk? Das ist solange rechtlich nicht eindeutig zu beantworten, solange es keine entsprechenden Urteile hierzu gibt. Und solange das nicht rechtlich geklärt ist, unterliegen MOCs nicht dem Urheberrecht und können von jedermann kopiert werden.

    Ein anderer Weg, sein geistiges Eigentum zu schützen, wäre das Design bei einem Patent- umd Markenamt zu schützen, weil der künstlerische Aspekt vielleicht nicht zum Tragen kommt. Auch das kostet Geld und ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Es scheint hier auch nicht der Fall zu sein. Ohne amtlich bescheinigtem Schutzrecht ist ein MOC ebenfalls frei verfügbar.

    Deshalb, weil kein rechtsgültiger Schutz vorliegt, sollte man hier nicht von „Diebstahl“ und „geklaut“ und „Raubkopien“ reden.

    Das mag alles unbefriedigend für die MOC-Designer sein, die in die Röhre schauen. Das Risiko, dass andere sich an ihrer Schöpfung ungefragt bedienen, sollte aber spätestens dann klar geworden sein, als Lego-Kopien auf dem Markt kamen.

    • Ich lese hier mit und wollte mich grundsätzlich heraushalten.

      Jedoch muss ich hier ein grundlegendes Missverständnis aus der Welt schaffen:

      „Das ist solange rechtlich nicht eindeutig zu beantworten, solange es keine entsprechenden Urteile hierzu gibt.“

      Das ist falsch.

      Wir hier in Deutschland haben (wie fast überall in Kontinental-Europa) GESETZESRECHT.

      Deine Ansicht im Hinblick auf die Klärung von Rechtsfragen stellt ab auf Richterrecht.

      Dieses Richterrecht wird ausgeübt vornehmlich im anglo-amerikanischen Raum.

      Darum Carsten: Die Rechtsfrage wird nach der Gesetzeslage (=Legislative) aufgelöst.

      Nicht nach Rechtsprechung (=Judikative).

      Wenn Du Richter bist, bedeutet dies für Dich also: Du nimmst das Gesetz in die Hand, legst dessen Inhalt zu seiner Anwendung vornehmlich (nicht aber allein), nach dem beabsichtigten Regelungszweck aus (u.a. abgebildet in den Bundestags-Drucksachen) und stellst darauf Dein Urteil für den Einzelfall ab, den Du streitig verhandeln lässt.

      Und jetzt die Pointe: Ob dazu bereits eine Rechtsprechung vorliegt, ist grundsätzlich unbeachtlich.

      In der Realität ist dies auch so anzutreffen, selbst beim BGH, wo die einzelnen Senate zu – scheinbar – gleichen Rechtsfragen unterschiedliche Auffassungen kommen – und entscheiden.

      Zugegebenermaßen recht selten, aber es kommt vor.

      Bitte entschuldigt die Belehrung, aber diese irrige Grundannahme von Präzedenzfällen in Deutschland habe ich zu häufig um mich herum wahrnehmen müssen.

      Verheerend, wenn man darauf sein eigenes Verhalten abstellt.

      • Man-o-Brick, wir bewegen uns hier im Privatrecht, in dem es zwar in Deutschland Gesetze gibt, BGB, Urhebergesetz etc., die aber für den Einzelfall auszulegen sind.

        Ich darf das deutsche Gesetz hier mal zitieren:

        „Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz)
        § 2 Geschützte Werke
        (1) Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:
        1.
        Sprachwerke, wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme;
        2.
        Werke der Musik;
        3.
        pantomimische Werke einschließlich der Werke der Tanzkunst;
        4.
        Werke der bildenden Künste einschließlich der Werke der Baukunst und der angewandten Kunst und Entwürfe solcher Werke;
        5.
        Lichtbildwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Lichtbildwerke geschaffen werden;
        6.
        Filmwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Filmwerke geschaffen werden;
        7.
        Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen.
        (2) Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.“

        Jetzt sage mir bitte schön, worunter ein MOC fällt. Steht nämlich hier nicht explizit. Also muss zunächst festgestellt werden, in welche der aufgezählten Kategorien ein MOC zuzuordnen ist. Die Nr. 1-3 und 6-7 auf keinen Fall (7. bezieht sich auf wissenschaftliche und technische Werke).

        Die Aufgabe eines (deutschen) Gerichtes wäre es rechtlich zu klären, ob ein MOC ein Werk der bildenden Kunst ist (Nr. 4) oder zumindest die bebilderte Bauanleitung zu den Lichtbildwerken nach Nr. 5 gehören. Wir bewegen uns also sehr wohl im Richterrecht.

        Jetzt gebe ich zu, weder das polnische noch das chinesische Urheberrecht zu kennen. Vielleicht sind da ja Klemmbaustein-MOC aufgeführt. Oder andere Kategorien, die eindeutiger sind als die deutschen.

        Aber auch dann muss, weil es eben ein Sachverhalt im Privatrecht ist, der vermeintlich Geschädigte den vermeintluchen Schädiger erst einmal verklagen, um sein Recht zu bekommen. Dies ist ziemlich universell gültig (ich weiß, die VR China ist kein Rechtsstaat).

        In einem Rechtsstaat darf ein Verkaufsverbot auch nicht jeder aussprechen, sondern nur ein Gericht, alles andere fällt unter die Kategorie „Selbstjustiz“. Und ja ich weiß, dass bluebrixx sich da auch nicht dran gehalten hat.

        Noch einmal, moralisch mag man das Verhalten von bluebrixx für fragwürdig halten. Rein rechtlich gesehen liegt hier kein Fehlverhalten von bluebrixx vor.

        Hier mal ein Link zu einer ähnlichen Diskussion von vor fast 5 Jahren auf eurobricks, bei der es um eine ähnliche Fragestellung ging, den Verkauf fremder Anleitungen auf ebay. Schwerpunkt US-Recht, aber auch deutsches Recht wurde gestreift.

        https://www.eurobricks.com/forum/index.php?/forums/topic/173005-moc-instructions-being-sold-without-permission/#comment-3140726

        • Bedaure, aber da zu unverständig bin, was Privatrecht ist, muss ich Dich mit Deinen Ausführungen Dich selbst überlassen.

          Aber wenn ich mir Deinen Beitrag so durchlese, denke ich, daß Du das Ganze schon gut im Griff hast.

          Ich kann da einfach nicht mithalten.

        • Dann kommt Dir sein Anwalt mit Leistungsschutzrecht. Und nu?

  46. Hallo,
    das Thema ist zwar jetzt schon älter, allerdings möchte ich mich auch dazu äußern.
    Unabhängig von der Rechtlichen Grundlage, zu der ich einfach keine Einschätzung vornehmen kann, da nicht mein Fachgebiet möchte ich sagen, dass hier sehr wohl eine Chance vertan wurde (wie ein Nutzer schon schrieb).
    Die Anleitungen von Brickative sind alle sehr gut, die Beschaffung der Lego-Steine dazu jedoch sehr teuer (mit über 500 EUR kann man bei einem Modular da schon rechnen wenn die Steine neu sind). Es wäre so genial gewesen, wenn Lego das schon nicht macht, wenn da ein Hersteller/Verkäufer eine vertragliche rechtlich sichere Zusammenarbeit zustande bekommen hätte, so dass man die Modelle zu bezahlbaren Preisen hätte kaufen können.
    In wie weit die genutzten Steine dann noch ein gültigen Patentschutz bei Lego gehabt hätten weiß ich allerdings nicht. Der sollte natürlich auch beachtet werden.
    Zu dem konkreten Fall muss man sagen, dass es irgendwo auch nicht schlau war vom Designer das Geld anzunehmen, damit ist ein Vertrag geschlossen worden. Dafür braucht man kein 5 seitiges Papier oder so.
    In wie weit da aber was hätte rückgängig gemacht werden können weil schon Sets bestellt wuden kann man von außen schlecht sagen.
    Bluebrixx sitzt jetzt halt auf bestellten Sets, was sollen sie machen als sie zu verkaufen, sie wurden wohl im Glauben bestellt, dass der Designer dem zustimmt. Ein gewisses Verständnis hab ich da schon.

  47. Irgendwie verstehe ich die Aufregung und das hier Bluebrixx an den Pranger gestellt wird nicht.

    Bluebrixx verkauft Bausteinesets. Was hat BB damit zu tun, woher das Design des Herstellers kommt?

    Meiner Meinung nach sollte man den Hebel doch beim Design/Herstellung des Produktes ansetzen. Hier müssen Lösungen geschaffen werden, die Designer unterstützen bzw. deren geistiges Eigentum schützen.

    BB kann man nur vorwerfen, dass sie nach Bekanntwerden die Sets weiterverkaufen. Und auch das kann man aus unternehmerischer Sicht nachvollziehen. Zukünftig sollten sie ihre Lieferanten besser prüfen. Verstehe aber nicht, warum hier fast ausschließlich gegen BB geschossen wird. Noch zur Anmerkung, ich bin kein BB Kunde und habe dort noch nie etwas gekauft.

  48. Also man sollte beide Seiten lesen.

    Es gab einen Vertag zwischen BB und Brickative, man kann auf der BBFacebookseite die Übereinkunft lesen und man hat hier die Zahlung von BB. (Ein Vertag setzt nicht zwingend eine Unterschrift voraus es ist nur ein Mittel der Absicherung)

    Wenn Brickative sich das überlegt und den Vertag kündigt und die Zahlung zurückschickt ist das ne ganz andere Geschichte.

    Ich für meinen Teil finde es ok wenn sie die Sets die sie bereits bezogen haben verkaufen und keine neuen mehr bestellen bis die Sache geregelt ist.
    Abgesehen davon ist es für die Legokunden eh nicht relevant da sie es aus Legosteinen bauen wollen und sich die Anleitung dann eh kaufen. Und ob BB nun ein paar Sets noch verkauft oder sich die Leute bei den sonstigen Quellen sie halt dann hohlen und BB seine verschimmeln lässt…

    Wenn man liest das Brickative beim Hersteller (weltweit) 10 oder 20.000 haben will/wollte und BB im für ihre Sets 2000 gezahlt haben/wollten…..sollte man wieder auf den Boden kommen…..

  49. Vorweg – ich bin Kunde bei BlueBrixx und war Jahrzehnte ein absoluter LEGO Fan, versuche aber trotzdem, den Sachverhalt neutral und differenziert zu betrachten.

    Zunächst einmal möchte ich aber von einem Fall berichten, der bisher unbekannt war und zeitlich noch vor dem hier genannten liegt.
    BlueBrixx hatte etwa Ende Dezember in einem seiner YouTube Videos mal wieder einen neuen Eisenbahnwagen vorgestellt.
    In den Kommentaren dazu las ich dann, daß sich viele MOCs eines bestimmten Baumeisters im Eisenbahnportfolio von Blubricks wiederfänden.
    Ich habe recherchiert und bin dann auf einen Account bei Rebrickable gestoßen, wo ich in der Tat viele BlueBrixx Eisenbahnwagen fand.
    Daraufhin habe ich am 01. Januar 2020 Rebrickable angeschrieben und gebeten, man möge bitte den Designer auf die Internetseite von BlueBrixx hinweisen, da dort identische oder fast identische Kopien seiner bei Rebrickable angebotenen MOCs verkauft würden.
    Zu meiner Verwunderung war die Reaktion bei Rebrickable (mir antwortete ein gewisser Nathan Thom) etwas – sagen wir mal – zögerlich.
    Man könne nicht sagen, wer hier von wem kopiert habe und bat um weitere Informationen zu BlueBrixx, da man diese Firma nicht kenne und um den zeitlichen Ablauf nachvollziehen zu können.
    Am 04. Januar erhielt ich dann die Info, man würde mit dem Designer Kontakt aufnehmen und nur wenige Stunden später dann die Nachricht, der Designer arbeite mit BlueBrixx zusammen und es läge kein Diebstahl vor.
    Sowohl Rebrickable als auch ich waren darüber sehr froh und damit war die Sache für mich erledigt.
    Es zeigt mir, daß ein deutsches Unternehmen sehr wohl das Urheberrecht beachtet, auch wenn ich die angebotene Vergütung im aktuellen Fall (2000 Euro) als gering ansehe in Relation zum Arbeitsaufwand. Aber wie schon der Beitrag von Kai Hinkelmann zeigt, bewegen sich Künstlerhonorare generell leider auf derart niedrigem Niveau.

    Kommen wir nun zu der von Carsten offen geäußerten Meinung (und diese ist mit Sicherheit auch bei vielen unbewußt im Hinterkopf), China sei kein Rechtsstaat.
    Ich spreche hier nicht über Menschenrechtsverletzungen und Zensur, es geht mir hier nur um das Urheberrecht.
    Ich möchte hier auf das aktuelle Video „Stolen MOCs – die Rechtslage und der ganze Kram drumrum“ (https://www.youtube.com/watch?v=DQMU0Ikbm_g) von Johnny’s World verweisen, insbesondere auf den Teil ab Minute 03:29 (https://youtu.be/DQMU0Ikbm_g?t=209).
    Hier erläutert Thorsten, daß China seit 2010 eines der strengsten Urheberrechtsgesetze weltweit hat.
    China hat in seinem Bestreben auf den westlichen Markt zu kommen gemerkt, daß man sich da an gewisse Spielregeln halten muß, wenn man auf diesem Markt erfolgreich sein möchte – und dazu gehört auch die Respektierung des Urheberrechts.
    Allerdings ist China ein riesiges Land und es wird noch etwas dauern, bis auch der kleine Krauter in der hintersten Provinz gemerkt hat, daß er nicht mehr ungestraft kopieren darf.
    Thorsten geht in seinem Video auch auf die Frage ein, ob ein MOC überhaupt dem Urheberrecht unterliegt – ja, das tut es und die Bauanleitung dazu ist ein separat geschütztes Werk.
    Mehr dazu im Video „Unerlaubter Verkauf von Fan-LEGO-Modellen – Was tun? Interview mit Fachanwalt“ von Henry mit dem Fachanwalt Stephan Dirks auf dem Kanal Klemmbausteinlyrik (https://www.youtube.com/watch?v=z1GmH4cXyp8).

    Zum Schluß möchte ich anmerken, daß der Titel dieses Beitrags sehr wertend ist und nicht den wahren Kern des Problems trifft.
    Es geht hier nicht allein um BlueBrixx, sondern ganz allgemein darum, wie große Unternehmen mit Baumeistern, Fans etc. umgehen.
    Ich habe vor einiger Zeit den YouTube Kanal „Sariel’s Reviews“ gefunden (https://www.youtube.com/channel/UCnU_qLeYLcXIWfahLHYR6aQ/videos), den ich mit großem Interesse verfolgt habe. Es hat eine Weile gedauert, bis ich alle mich interessierenden Reviews durch hatte und da ich dabei mit den ältesten Videos anfing, fiel mir erst jetzt auf, daß er seit über einem Jahr diesen Kanal nicht mehr aktualisiert.
    Das fand ich schade und auch etwas merkwürdig, so daß ich der Sache nachgegangen bin.
    Ich fand einen weiteren Kanal „Sariel’s LEGO® Workshop“ (https://www.youtube.com/user/searme/videos), der immer noch wöchentlich aktualisiert wird.
    Was mag da passiert sein? Ich fand einen Link auf seine polnische Homepage und erfuhr aus einem Interview mit einer polnischen Website (http://sariel.pl/2016/02/weekend-gazeta-pl-interview/#more-3614), daß er vor einiger Zeit zum offiziellen LEGO Ambassador ernannt wurde.
    Auf die naheliegende Frage, was er (als Pole) von der Marke Cobi halte, antwortete er damals (2016), daß er mit dieser Marke nicht vertraut sei und nur hin und wieder Modelle in Regalen der Geschäfte gesehen habe.
    Interessant ist, daß er dann von Juli 2017 bis September 2018 fast 60 Reviews zu COBI Sets gemacht hat – und dann plötzlich aufgehört hat.
    In einem Blogbeitrag vom Oktober 2019 (http://sariel.pl/2019/10/how-i-flew-with-the-lego-company-to-australia-to-turn-a-giant-excavator-into-an-rc-model/) erfuhr man dann, daß er an der Entwicklung des neuen LEGO Sets 42100 (Liebherr R 9800) beteiligt war und dafür, wie er selber betont, kein Geld bekam. Lediglich seine Spesen wurden ihm gezahlt, er hat also praktisch für „Ruhm und Ehre“ gearbeitet.
    DAS hat für mich durchaus auch ein „Geschmäckle“ und zeigt, wie LEGO selbst mit seinen treuesten Fans umgeht.
    Es kann nur vermutet werden, daß Sariel irgendwann von LEGO vor die Wahl gestellt wurde, ob er weiter Reviews über COBI (einen Konkurrenten) macht, oder weiter mit LEGO zusammenarbeiten möchte – für ein paar Brotkrumen ab und zu.
    Ich weiß, was ich nach dieser Geschichte von LEGO zu halten habe.

    • Frag doch einfach bei Sariel nach – das sind so nur Mutmaßungen. Ich habe ihn letztes Jahr kennengelernt – wir haben uns ausschließlich über LEGO unterhalten, Panzer sind nicht mein Thema.

      • Nun, es sind in der Tat vorerst nur Mutmaßungen.
        Allerdings las ich erst kürzlich die Nutzungsbedigungen eines Fan-Forums, in denen alle Postings zu alternativen Klemmbausteinherstellern unterbunden wurden.
        Man begründete dies mit dem Hinweis, man sei eine AFOL Community, eine „RLOC“ (Recognized LEGO® Online Community), habe einen Ambassador und damit an die von LEGO vorgegebenen Regeln gebunden.
        Mit diesen Regeln meint man wahrscheinlich dies hier:
        https://lan.lego.com/forums/topic/9-the-lego-ambassador-network-rules-and-guidelines/
        Wobei ich hier kein explizites Verbot der Diskussion über oder Vorstellung von Konkurrenzprodukten sehe.
        Aber man kann schon erkennen, daß LEGO ein wohlwollendes und das eigene Unternehmen unterstützende Verhalten erwartet.
        Die Drohung, man könne „ohne Vorwarnung diesen Status verlieren“ mag vielleicht bei dem ein oder anderen in typisch deutschem vorauseilendem Gehorsam dazu führen, etwas über das Ziel hinaus zu schießen.
        Allerdings… ein deutscher Botschafter, der sich z.B. öffentlich dahingehend äußern würde, Herr oder Frau XYZ sei als Bundeskanzler besser geeignet als Frau M., der dürfte seinen Posten wahrscheinlich bald los sein.

        Aber wie dem auch sei, ich kann ja mal Sariel anschreiben und fragen.
        Er hat, noch bevor er Reviews über COBI gemacht hat, sehr beeindruckende Panzermodelle aus LEGO mit Fernsteuerung gebaut.
        Und COBI hat ja mit der Titanic gezeigt, daß sie nicht nur Panzer können.
        Ich hoffe, da kommt noch mehr in der Richtung, damit würde COBI sicherlich auch die Kunden ansprechen, die sich nicht für Panzer o.ä. interessieren.
        Meine Hoffnung ist ja immer noch, daß COBI sich auch des Themas „Eisenbahn“ annimmt und Modelle anbietet, die gut aussehen und auch robust bzw. spielbar sind.
        Mir gefällt COBI sehr; ein europäisches Unternehmen, das auch in Europa produziert, eigene Ideen, Sets und Bauelemente entwickelt und dabei offensichtlich auf die Kundenwünsche achtet (die Anzahl der Aufkleber wird z.B. immer weniger).
        Soweit ich weiß ist COBI noch nie in Auseinandersetzungen mit LEGO verwickelt gewesen, von „geklauten MOCs“ hört man auch nichts, da fühlt man sich als Kunde doch gut aufgehoben – wenn da nicht nur Militärsets angeboten würden.

        • Aber du weißt schon, dass das hier ein LEGO Fan Blog ist? Schau Mal im Netz, es gibt bestimmt Foren, in denen über Cobi und Panzer diskutiert wird. Uns interessiert beides nicht. Und das hat überhaupt nichts mit dem Status RLFM zu tun. Wir sind LEGO Fans. 🙂

  50. hmmm… schade, der Schriftverkehr ist wieder veschwunden.

    Die Chinesen wird die Firma Lele bzw. Zhegao sein. Wenn es da doch eine Einigung mit Brickative gegeben hat, so finde ich das besser, als wenn BlueBrixx das als (nicht der einzige) Importeur macht.

    Your World of Bulding Bloxx hat das Modell für rund 100 Euro im Shop, BlueBrixx für knappe 20 Euro mehr. Da Brickative die Anleitung für 20 Euro verkauft gehe ich mal davon aus, dass sie die 20 Euro pro Set geschickt haben.

    Mir ist gerade unklar, warum Brickative die Anleitung zum Verkauf stellt und das Geld zurück schickt, wenn sie jemand kauft – wunder -.

  51. Ich bin definitiv kein Fachmann, aber die verteidigenden Kommentare hier sind einfach von Unwissenheit übervoll.
    Ich werde mit Veröffentlichung eines Designs automatisch Rechteinhaber. Diese Rechte kann ich an jeder Stelle einklagen, auch beim kleinsten lokalen Einzelhändler. Dieser muss dann wiederum sein Geld bei den Verursachern zurückholen. Vollkommen Quatsch hier zu plappern, wenn mal hergestellt ist da nix zu sagen, weil nicht überprüfbar für Händler.

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